Unsere Sicht der Dinge

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Glückauf Schalker, 

viele von euch werden unweigerlich die Diskussion rund um die am letzten Wochenende in vielen Fankurven zu sehenden Spruchbänder verfolgt haben. Es ist wahrscheinlich ein generelles, gesellschaftliches Problem, dass mittlerweile Diskussionen derart emotional geführt werden, dass ein Stückchen Wahrheit mit so viel Vermutung und sogar Lügen vermischt wird, dass einem die Kotze im Hals stecken bleibt. Betrachtet man die öffentliche Wahrnehmung, so werden Äußerungen mit beleidigendem Inhalt mit rechten Terrorakten in Verbindung gebracht oder sogar gleichgesetzt. Es mutet als legitim an, dass in diesem Land Kritik an einer Beleidigung geübt werden darf, wenn anschließend im gleichen Atemzug die Verursacher beleidigt werden dürfen. Letzteres ist unsachlich und ersteres einfach nur perfide. In jedem Fall aber ist die öffentliche Gesamtdiskussion untragbar.

Dabei ist der Kern des Ganzes ein recht simpler. Im Sommer 2017 hat sich der Deutsche Fußball-Bund für eine Abschaffung von Kollektivstrafen ausgesprochen, diese sippenhafte Maßnahme endlich ausgesetzt und ad acta gelegt. Dieses Versprechen wurde jüngst gebrochen, indem alle Fans von Borussia Dortmund in sämtlichen nationalen Pflichtspielen der Saisons 2019/20 bis 2021/22 in der Hoffenheimer Arena kollektiv ausgesperrt werden sollen. Um diesen Wortbruch des DFB weiter in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken, war in der Nordkurve heute folgendes Spruchband zu sehen:

„Dementer Fußball Bund: Eure Zusage gegen Kollektivstrafen vergessen, versucht ihr nun uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen! “ 

Dass sich aber nun sogar unser eigener Verein in persona des Vorstandes, offenbar aufgrund der medialen Hysterie, dazu genötigt fühlt, beinahe federführend für alle Fussballclubs eine Stellungnahme zu veröffentlichen, hat alles aus den Angeln gehoben. In Drohgebärden etwaige zukünftige Meinungsäußerungen vorab zu sanktionieren, ohne, dass es überhaupt dazu gekommen ist, wirkt befremdlich. Noch nie hat sich unser Verein so verhalten, noch nie ist er derart tendenziös und unobjektiv an Problemstellungen herangetreten. Und leider müssen wir an der Stelle auch festhalten, dass die angedeuteten Gespräche über die Thematik zu keinem Zeitpunkt mit uns geführt worden sind. Es ist schlicht und ergreifend eine Lüge, die sehr viel Porzellan zerbrochen hat. Aus diesem Grund hieß es heute in der Nordkurve ebenfalls:

„Die Medien schreien und Schalke spricht – Nachgedacht wird wieder nicht! Sauber Vorstand!“

Eine derartige Stellungnahme ist für uns aktuell nur als erster Schritt aufzufassen. Wir fragen uns, wie der Verein weitergehend handeln möchte. Entsprechen kritische Spruchbänder gegen Kollektivstrafen bereits der Bagatellisierung und sollen diese vorab aus dem Verkehr gezogen werden? Möchte der Vorstand im Falle von Beleidigungen, beispielsweise beim Derby, einen Spielabbruch provozieren?  Wir werden die Reaktionen der nächsten Tage abwarten und euch anschließend weitergehende Überlegungen mitteilen.

Scheiß Kollektivstrafen!
Scheiß DFB!


Ultras für GE: Spendenübergabe

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Zum Rückrundenstart gegen die Borussia aus Mönchengladbach fand die  traditionelle Übergabe der erzielten Spendensumme durch den Verkauf der Nordkurven-Kalender statt.

Auch bei der mittlerweile achten Auflage des Kalenders können wir wieder auf eine grandiose Unterstützung durch unsere Fanszene und etliche Schalker zurückblicken. Final konnte in diesem Jahr die Spendensumme von 24.885,45 Euro erzielt werden.

Eine beeindruckende Summe welche uns Stolz auf die vergangenen Wochen und Monate zurückblicken lässt. Ein herzlicher Dank gilt erneut allen Schalkern, welche tatkräftig dazu beigetragen haben dieses Ergebnis zu erzielen .

Die diesjährige Spendensumme wurde des Weiteren noch durch vorhandene Spenden von der Tombola der Saisoneröffnung im vergangenen Sommer ergänzt. Somit konnten insgesamt 38.672,20 Euro als Spenden an unterschiedliche Institutionen aus unserer Stadt verteilt werden.

16.450,00 Euro gingen dabei an das Kinderhaus in Gelsenkirchen Ückendorf, mit welchem wir schon viele Jahre zusammenarbeiten. Dieses Geld soll gezielt dafür genutzt werden, um die mehr als in die Jahre gekommenen Kleiderschränke der Kinder auszutauschen und jedem Kind einen eigenen Schrank zur Verfügung zu stellen.

Außerdem wurde neben dem Kunstrasenprojekt, welches im Mai 2020 endlich abgeschlossen wird, in diesem Jahr ein Teil der Spendensumme aufgeteilt um mehrere Jugendfußballabteilungen von unterschiedlichen Vereinen aus unserer Stadt zu unterstützen. So gingen jeweils 2.222,22 Euro an:

  • Teutonia Schalke
  • Eintracht Erle
  • VfB 09/13 Gelsenkirchen 
  • Viktoria Resse
  • DJK Schwarz-Weiss Gelsenkirchen Süd
  • SSV Buer
  • SG Eintracht Gelsenkirchen
  • SC Buer Hassel
  • SV GE Hessler 06
  • YEG Hassel

Somit erhielten zehn Jugendabteilungen finanzielle Unterstützung um in Absprache mit uns diverse benötigte Utensilien wie neue Trikotsätze, Bälle und so weiter anschaffen zu können.

Wir hoffen auch in diesem Jahr mit eurer Hilfe weitere Projekte in unserer Stadt realisieren zu können. Wir halten euch wie immer auf dem laufenden.

Gemeinsam für unsere Stadt – Ultras für Ge !


Weihnachtsmarktstand 2019 in Buer

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Glückauf Schalker,

wie jedes Jahr in der Adventszeit, sind wir auch 2019 wieder zusammen mit dem Schalker Fanprojekt mit einem eigenen Weihnachtsmarktstand vertreten. Dieses Jahr findet ihr uns allerdings auf dem Weihnachtsmarkt in Buer! Unser UGE-Stand öffnet am Freitag, den 20.12. um 10:00 Uhr. Es gibt diverse Leckereien und natürlich eine große Tombola. Der gesamte Erlös wird an karitative Einrichtungen in Gelsenkirchen gespendet, eine ausführliche Berichterstattung über die Spendenübergaben folgt in naher Zukunft hier auf unserer Internetseite. Unterstützt unsere Stadt mit!


Leseempfehlung

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Erschienen in: Blauer Brief Nr.17 Saison 18/19

Vereinspolitik: Ausblick Mitgliederversammlung

Auch wenn die meisten von uns froh sein dürften nach dieser Katastrophen-Saison eine kleine fußballerische Pause zu bekommen, steht in der Sommerpause mit der alljährlichen Mitgliederversammlung am 30. Juni ein Pflichttermin für alle interessierten und engagierten Schalker auf dem Programm. Diese dürfte wegen des sportlichen Misserfolgs um einiges unruhiger als die letzte werden, die harmonisch über die Bühne gegangen ist.
Zur Einordnung der sportlichen Saison genügt ein Blick auf die Tabelle: Hier stehen wir so schlecht da wie seit über zwanzig Jahren nicht. Christian Heidel hat von sich aus schon im Februar das Handtuch geworfen, Domenico Tedesco wurde anschließend im März vom neuen Vorstand Sport Jochen Schneider entlassen, der den Klassenerhalt dann von Huub, Mike und Asa sichern ließ. Zur neuen Saison wird nun David Wagner den Trainerposten besetzen. Wer hingegen die Funktion des Sportdirektors übernehmen soll, stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Ernüchtert muss man feststellen, dass uns nach nur drei Jahren unter Christian Heidel als Manager nun der nächste Neuanfang bevorsteht und wir im letzten Jahrzehnt ganze zwölf Trainer verschlissen haben. Aus fanpolitischer Sicht verlief die Saison jedoch weitestgehend ereignislos, sodass es hierzu auf der Mitgliederversammlung wenige nennenswerte Themen geben dürfte. Wichtig sind jedoch wie immer die anstehenden Wahlen. Für den Aufsichtsrat kandidieren neben den beiden amtierenden Aufsichtsräten Clemens Tönnies und Peter Lange, der bei seiner letzten Wahl unter anderem angetreten war, um den SFCV zu „befrieden“, auch Ingolf Müller und Matthias Rüter. Kurz vor Saisonende nutzte Clemens Tönnies ein Interview für Schalke-TV, um Christian Heidel stark zu kritisieren und sich seinen selbst auferlegten Maulkorb für die Zukunft wieder abzunehmen. Wenn sich die Dinge so abgespielt haben wie im Interview breitgetreten, stellt sich tatsächlich die Frage, wieso der Aufsichtsrat nicht schon eher eingeschritten ist, statt im Nachhinein lediglich das Bild wieder öffentlichkeitswirksam geradezurücken. Auch Ingolf Müller ist kein unbekanntes Gesicht, saß er doch bereits von 2012 bis 2015 im Aufsichtsrat und wurde vom Wahlausschuss nicht zur Wiederwahl zugelassen. Auf der anschließenden Versammlung hatte er zum Abschied einen denkwürdigen Auftritt: Während des ausschweifenden Vortrags über seine Verdienste rief ein Schalker “Du bist der Geilste”, woraufhin Müller mit “das weiß ich doch” antwortete. Einzig Matthias Rüter ist ein unbeschriebenes Blatt und auf Schalke bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Da es insbesondere zur sportlichen Krise und der Rolle des Aufsichtsrates darin einige offene Fragen gibt, sollten die Wahlen möglichst erst nach der Aussprache stattfinden. Einen entsprechenden Antrag zur Änderung der Tagesordnung, der die Aussprache vor die Wahlen zieht, sollte – sofern er gestellt wird – unterstützt werden. Für den Wahlausschuss sind in diesem Jahr ebenfalls zwei Plätze neu zu vergeben, die Kandidaten wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

Außerdem gibt es vier Satzungsänderungsanträge, von denen jedoch lediglich einer vom Aufsichtsrat zur Tagesordnung zugelassen wurde. Es ist nach wie vor ein Unding, dass der Aufsichtsrat Anträge, mit denen er rein inhaltlich nicht einverstanden ist, einfach nicht zur Tagesordnung zulässt. Eine Zulassung und ablehnende Stellungnahme würde genügen und den Mitgliedern die Möglichkeit geben, in jedem Falle über die entsprechenden Anträge abzustimmen. Zugelassen wurde hier ein sicherlich sinnvoller Antrag, der den Wahlmodus für den Fall, dass nicht mehr Kandidaten zur Verfügung stehen als Aufsichtsratsplätze zu vergeben sind, präzisieren soll. Nicht zugelassen wurde hingegen ein Antrag, der es Ehrenrat und Wahlausschussmitgliedern verbieten soll, in einem Anstellungsverhältnis zum Verein zu stehen, ein Antrag, der die Abänderung eines vom Aufsichtsrat abgelehnten Antrages im Kompromissverfahren ermöglichen soll sowie ein Antrag, der die Einrichtung einer Schiedsgerichtsbarkeit zur Beilegung vereinsinterner Streitigkeiten ergänzend zum Ehrenrat vorsieht.

Es stehen also richtungsweisende Wahlen für unseren Verein auf dem Programm, wobei noch unklar ist, ob es gelingen wird, auf sportlicher Ebene die richtigen Weichen zu stellen. Da es auf den letzten Versammlungen immer wieder zu Verkürzungen der Redezeiten und Unruhe bei den verschiedenen Wortbeiträgen gekommen war, möchten wir hier – insbesondere vor dem Hintergrund unserer kritischen Situation – an alle Verantwortlichen und Teilnehmer appellieren, die Mitglieder mit ihren Anliegen zu respektieren und ihnen ausreichenden Raum zu gewähren. Weder sollten die Redezeiten spontan verkürzt werden noch ist es respektvoll, wenn bei der Aussprache die große Völkerwanderung ausbricht oder irgendwelche Gegenstände durch die Gegend fliegen. Nur so ist eine ernsthafte Auseinandersetzung möglich und nur so kann die Mitgliederversammlung ihrer Funktion als oberstes Beschlussorgan des Vereins gerecht werden. Das bedeutet jedoch auch, dass sich der Einzelne zurückzunehmen hat, wenn er nichts Wichtiges beitragen kann.

Schaut also zahlreich vorbei und nehmt eure Rechte als Mitglieder in einem der letzten eingetragenen Vereine der Bundesliga wahr!
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