
Bitte stelle dich kurz vor.
Thorsten Carow, 57 Jahre und seit über 20 Jahren Vereinsmitglied.
Seit vielen Jahren engagiere ich mich als Vorsitzender eines Schalke-Fanclubs, im SFCV-Beirat sowie im Amateurfußball. Ehrenamtliche Arbeit, Verantwortung zu übernehmen und Menschen zusammenzubringen, gehören für mich seit Langem dazu.
Warum bewirbst du dich (erneut) für den Wahlausschuss des FC Schalke 04? Warum sollten die Mitglieder dir am 18. Juli ihre Stimme geben?
Ich kandidiere erstmals für den Wahlausschuss des FC Schalke 04, weil ich die Zukunft unseres Vereins mithilfe meiner vielfältigen Erfahrung mitgestalten will.
Durch meine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender eines Fanclubs, als Vorsitzender des SFCV-Beirats und durch mein langjähriges Engagement im Amateurfußball habe ich nicht nur gelernt, den Menschen genau zuzuhören, sondern vor allem, die unterschiedlichen Interessen gewissenhaft abzuwägen und auf dieser Grundlage Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen.
Der Wahlausschuss hat eine unverzichtbare Aufgabe: Er sorgt dafür, dass kompetente und geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat zur Wahl stehen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, Menschen fair einzuschätzen, ihnen genau zuzuhören und Entscheidungen unabhängig von persönlichen Interessen zu treffen. Mit dieser Erfahrung möchte ich den Wahlausschuss bereichern.
Mir ist besonders wichtig, Entscheidungen nachvollziehbar und mit gesundem Menschenverstand zu treffen. Dabei muss immer das Wohl von Schalke 04 an oberster Stelle stehen.
Wie bewertest du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren? Wo siehst du möglicherweise Verbesserungspotential?
Die Arbeit des Wahlausschusses von außen zu bewerten ist schwierig. Außenstehende wissen am Ende lediglich, welche Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl zugelassen wurden.
Auf welcher Grundlage der Auswahlprozess im Detail erfolgt, ist nicht bekannt, ebenso wenig die Auswahlkriterien, die Anzahl der Bewerber sowie deren Qualifikationen. Der vielfach geäußerte Wunsch nach mehr Transparenz gegenüber den Mitgliedern ist daher nachvollziehbar.
Satzungsgemäß sind die Entscheidungen des Wahlausschusses nicht zu begründen und unanfechtbar, darüber hinaus sind die Mitglieder des Wahlausschusses aufgrund der Geschäftsordnung zu vollständiger Verschwiegenheit über den Inhalt und Verlauf der Ausschusssitzungen verpflichtet.
Auf dieser Grundlage wäre es jedoch denkbar, den Mitgliedern zumindest die Anzahl der eingegangenen Aufsichtsratsbewerbungen und zusätzlich bei den zugelassenen Aufsichtsratskandidaten auch die ausschlaggebenden Gründe für die Zulassung mitzuteilen. Ich möchte mich dafür einsetzen, ein solches Vorgehen für die Zukunft zu prüfen. Denn dadurch könnten die Mitglieder die Entscheidungen nicht nur besser nachvollziehen, sondern gleichzeitig würde das Vertrauen in die Arbeit des Wahlausschusses weiter wachsen.
Wie sieht die Arbeit des Wahlausschusses im Optimalfall aus? Was ist dir besonders wichtig?
Für mich muss der Wahlausschuss unabhängig, also ohne Rücksicht auf persönliche Netzwerke oder Lager, sowie verantwortungsbewusst denken und handeln.
Dabei ist es von besonderer Bedeutung, nicht die einfachste, bequemste oder populärste Entscheidung zu treffen, sondern stets die richtige Entscheidung zu wählen. Dafür bedarf es einer besonderen Haltung und Einstellung, die ich durch meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit entwickeln und praktisch anwenden konnte und nun umfassend in die Arbeit des Wahlausschusses einbringen möchte.
Was macht in deinen Augen einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Einen guten Aufsichtsratskandidaten macht aus meinen Augen zum einen aus, dass dieser durch seine Expertise die Arbeit des Aufsichtsrates bereichert und so mögliche Lücken im Gremium schließt. Zum anderen muss ein geeigneter Kandidat auch ein echtes Verständnis für die Mitglieder, Fans und die besondere Kultur unseres Vereins haben. Bei einem eingetragenen Verein ist daher neben den üblichen Charaktereigenschaften wie beispielsweise Loyalität zum Verein, Integrität und Teamfähigkeit, auch die Mitglieder- und Fanperspektive – passend zum Slogan der aktuellen „Schalke gehört uns“-Tour – wichtig.
Wie blickst du auf die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Es ist immer leichter, Entscheidungen von außen zu kritisieren, als selbst diese Verantwortung zu tragen. Deshalb begegne ich der Arbeit früherer und aktueller Aufsichtsräte grundsätzlich mit großem Respekt – auch wenn man über einzelne Entscheidungen sicher unterschiedlicher Meinung sein kann.
Genau hier setzt aber die wichtige Aufgabe des Wahlausschusses an, die wir uns immer vor Augen führen und für unseren Verein bewahren müssen: Der Wahlausschuss stellt sicher, dass für den Aufsichtsrat des FC Schalke 04 auch in Zukunft nur verantwortungsbewusste sowie fachlich kompetente Persönlichkeiten kandidieren, die unseren Verein stärken.
Wie bewertest du die aktuelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Größe, Kooptationsmöglichkeiten etc.)?
Satzungsgemäß besteht der Aufsichtsrat aus 11 Personen, 6 von der MV gewählte AR, einem entsandten, einem bestimmten und 3 kooptierten Mitgliedern.
Durch eben diese Größe und den Kooptationsmöglichkeiten ist sichergestellt, dass im Aufsichtsrat ein breites Kompetenzspektrum (u.a. Finanzen, Wirtschaft, Recht) vorhanden ist und auch weitere Perspektiven (Sport, Fanbezug) in Entscheidungen einfließen.