Derby Auswärts – So wie einst, ja so soll es wieder sein!

Posted by UGE Allgemein, Spieltage, Diverses

Hallo Schalker,
noch vier Wochen dann steht das wichtigste Auswärtsspiel der Saison vor der Tür: Derby auswärts. Eigentlich könnten die Vorzeichen aktuell nicht besser sein. Unsere Mannschaft eilt von Sieg zu Sieg und lässt die enttäuschende letzte Spielzeit langsam aber sicher Stück für Stück aus unseren Köpfen verschwinden. Eigentlich Grund genug mit voller Zuversicht und Vorfreude auf das Derby hinzufiebern.

Leider drehen sich die Gedanken im Vorfeld der Partie gegen den Erzfeind nicht nur rund um das Spiel und die Unterstützung, sondern auch um neue Sicherheitsauflagen, verringerte Kartenkontingente und strikt vorgeschriebene Anreiserouten.

So wurde uns in einem Gespräch mit unserer Fanbetreuung mitgeteilt, dass das Gästekartenkontingent für das Derby von der Polizei um 50 Prozent auf 4.000 Karten reduziert werden solle. Zusätzlich möchte die Staatsmacht eine verpflichtende Anreise per Bus inklusive Voucher-System durchsetzen. In mehr als einem Dutzend Gesprächen zwischen Vereinsvertretern beider Seiten und der Polizei, verweigerten aber sowohl der FC Schalke 04 wie auch Borussia Dortmund die vorgeschlagenen Maßnahmen. Am Ende der Gespräche wurde eine Einigung über 6.500 Gästekarten erzielt, wobei das normale Kontingent bei 8.000 Karten liegt.

Der aus unserer Sicht faule „Kompromiss“, auf den sich geeinigt wurde sieht nun die oben genannte Anzahl an Karten vor. Darüber hinaus soll von Seiten des FC Schalke 04 die geschlossene Anreise der königsblauen Anhänger per Bus massiv beworben werden. Jedoch soll diese Maßnahme ein Kompromiss und somit nicht verpflichtend sein.

Die alternative Anreisemöglichkeit wäre vom Gelsenkirchener HBF zum Dortmund Hauptbahnhof anzureisen, um von dort mit der S-Bahn zum Stadion weiter transportiert zu werden. Hier werden allerdings immer nur so viele Personen in die Bahn gelassen wie Sitzplätze zu Verfügung stehen. Aus Erfahrungen der Vergangenheit führt dies zu einer massiven Zersplitterung der anreisenden Schalker und des Weiteren entsteht so eine erheblichen Verzögerung der gesamten Anreise.

Sollte von Personengruppen versucht werden, diese Anreisevarianten zu umgehen, so werden die betroffenen Personen auf einen eigens dafür errichteten Platz rund um das Westfalenstadion geführt und müssen dort umfangreiche Kontrollen über sich ergehen lassen und werden das Spiel aller Voraussicht nach nicht besuchen dürfen.

Soweit der aktuelle Stand der Dinge.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings nicht auszuschließen, dass das Kontingent noch auf 4.000 Karten reduziert und die Busanreise verpflichtend wird. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass die angedachten Maßnahmen der Polizei durch das Innenministerium angeordnet werden. Der „Kompromiss“ wäre somit hinfällig.

Das Derby stellt für jeden Schalker das Spiel des Jahres dar. Die Nachfrage nach Eintrittskarten übertrifft die verfügbare Kapazität um ein Vielfaches und jeder brennt darauf, die Mannschaft zu begleiten und dem Feind aus der Nachbarstadt lautstark zu zeigen wer die Nummer 1 im Pott ist. An dieser Stelle sollte außer Frage stehen, dass unsere Mannschaft die zahlreiche Unterstützung und unseren lautstarken Support gerade im Derby von der ersten bis zur letzten Minute benötigt und in der aktuellen sportlichen Situation auch mehr als verdient hätte.

Aufgrund dieser angeführten Fakten und nach dem Gespräch mit den Fanbetreuern unseres Vereins, haben wir uns jedoch als Gruppe Ultras Gelsenkirchen dazu entschlossen, das Derby in diesem Jahr nicht zu besuchen!

Ein Schritt, welcher für jeden einzelnen von uns sehr schmerzhaft, jedoch zum aktuellen Zeitpunkt unumgänglich ist. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass dieser Schritt sich absolut nicht gegen unseren Verein oder unsere Mannschaft richtet.

Allerdings wird in den letzten Jahren von Seiten der Polizei, der Politik und dem Verband Stück für Stück versucht, uns die Unterstützung unseres Vereins nahezu unmöglich zu machen. Es gibt immer neue Reglementierungen und Auflagen, welche nach und nach auch ohne entsprechende Vorfälle eingeführt werden. So wurde in den Vorjahren unser Kartenkontingent zwar in kleinen Schritten, aber um mehrere hundert Karten reduziert. Des Weiteren wurden im Stehplatzbereich 500 Karten weniger verkauft, als unserem Verein im eigentlichen Gästekontingent zustehen würden.

Eine erste Vorstellung wie ein Derby ohne Fans beider Vereine aussieht, konnte sich jeder von uns bereits am 5.Spieltag in Köln machen. Die aktive Fanszene von Borussia Mönchengladbach boykottierte aufgrund von ähnlichen und zum Teil noch schärferen Auflagen und Sanktionen das Spiel. Trotz der Bedeutung des Spiels zeigten sich auch die Kölner Fans solidarisch mit der Gegenseite und beschlossen einen Stimmungsboykott, sodass im Stadion über 90 Minuten eine gespenstische Stille herrschte. Ein Bild was erschreckend aufgezeigt hat, wohin der eingeschlagene Weg von Politik und Polizei führen kann.

Für uns sind die Reduzierung des Karten Kontingents sowie die vorgeschriebenen Anreisemöglichkeiten nicht hinnehmbar. Durch diese Maßnahme wird das Grundrecht auf Freizügigkeit drastisch eingeschränkt. Es muss möglich sein, selbst entscheiden zu können wie man zu einem Fußballspiel anreist. An dieser Stelle sei auf unsere Anreise zum Derby im Oktober 2012 verwiesen, wo wir mit 600 Schalkern von der Haltestelle „Universität“ zum Stadion gelaufen sind ohne irgendwelche Zwischenfälle. Dies wird von allen Beteiligten als die angenehmste Anreise bis dato bezeichnet. Weiterhin bleibt der Sinn und Grund für diese Maßnahmen offen. Die letzten Derbys in Dortmund verliefen allesamt ohne größere Zwischenfälle, was die Polizei in ihren Pressemitteilungen selbst bestätigte. So war nach dem Derby in der Saison 13/14, welches unter Bewährung stattfand, gar zu lesen „Friedlichste Derby aller Zeiten“[[1] ] Zum Derby im Februar 2015 stellte die Polizei fest, dass „Das Sicherheitskonzept des Arbeitskreises Derby erneut gegriffen hat.“ [2]

Wir wollen mit unserem Verzicht dieser Entwicklung zuvor greifen und deutlich machen was ein Revierderby ohne Fans beider Verein bedeutet. So wie jedes Fußballspiel, lebt vor allem das Derby von den Emotionen und der Leidenschaft der Fans. Durch das Fernbleiben von Gästefans wird dieses Spiel erheblich an Wert und Besonderheit verlieren. Somit bleibt aus unserer Sicht nur zu hoffen, dass ein Umdenken in den Köpfen der Entscheidungsträger stattfindet und in Zukunft das Revierderby wieder vor Fans beider Vereine, ohne irgendwelche Einschränkungen oder Auflagen ausgetragen wird. Wir rufen daher alle Schalker dazu auf, sich unserem Aufruf anzuschließen, um gemeinsam ein klares Zeichen gegen diese Entwicklung zu setzen! Mag sein, dass diese Entscheidung im Sinne der Politik und Polizei ist – im Sinne des Fußballs ist sie sicherlich nicht!

Wir Schalker wollen unser Derby zurück – Volles Gästekontingent und freie Anreise – 100% Derby!
Ultras Gelsenkirchen, Oktober 2015

Wenn ihr euch mit eurem Fanclub der Sache anschließen möchtet und unserem Aufruf folgen wollt, schreibt bitte eine Email an grafik@ultras-ge.de.

Um diesen wichtigen Tag trotzdem Gemeinsam zu verbringen, werden wir uns zeitnah in den kommenden Tagen Gedanken machen, wie wir diesen gestalten können und dies zeitnah veröffentlichen.

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3 Responses to “Derby Auswärts – So wie einst, ja so soll es wieder sein!”

  1. […] the rivalry can take place in a peaceful atmosphere. Over 100 individual fan groups co-signed the missive published by Ultras Gelsenkirchen, which ended with, “We Shalker want our derby back — full guest contingent and freedom […]

  2. […] Derbyboykott der Ultras Gelsenkirchen sorgte erneut für einen Paukenschlag, aber er war Absehbar. […]

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