Glück auf Schalker,

wir hoffen, ihr hattet ein paar schöne Stunden in Buer und nun herzlich Willkommen zum Liga Endspurt!

Gegen Münster gab es nicht nur einen gut aufgelegten Gästeblock zu bestaunen, sondern eine noch bessere Schalker Mannschaft, die endlich unsere Nerven schonte, das Spiel von den ersten Minuten an souverän beherrschte und den Sieg ungefährdet nach Hause brachte. Auf den Rängen herrschte dementsprechend ausgelassene Atmosphäre. Nach den ganzen knappen Ergebnissen hat das Stadion förmlich danach gelechzt, mit ein paar Toren Vorsprung unbeschwert ihre Mannschaft zu feiern.

Und dann kam Paderborn. Altobelli. Wir schreiben es immer wieder, dass wir dies und das im Gedächtnis behalten sollen, aber was letzten Sonntag passiert ist, war einer dieser Momente für die Ewigkeit. Die Stimmung an sich war von uns sicherlich nicht ideal und es war nur Paderborn und es war nur die zweite Liga, aber sollten wir in den nächsten Jahren mal wieder gegen den Abstieg spielen und mal wieder alles scheiße sein, dann erinnert euch an diese Torjubel. Schalke!

Was haben die Medien sich zu Saisonbeginn das Maul zerrissen. Der nächste Abstiegskampf sollte quasi um jeden Preis herbeigeredet werden. Kurve und Mannschaft schafften es aber von Spieltag eins an, eine Einheit zu bilden, ließen sich von dem Gerede nicht beeindrucken und stehen nun drei Spieltage vor Schluss vor dem großen Wurf. Wir können stolz auf das Geschaffte sein! Nun lasst uns den letzten Schritt gehen und die letzten Spiele einfach genießen.

Wer noch etwas zu Lesen braucht, um die Zeit zwischen den Spielen irgendwie rum zu bekommen: Die neue Doppelausgabe des “Erlebnis Fußball” ist bei uns eingetroffen, wie immer prall gefüllt mit vielen Themen. Neben den üblichen Interview Highlights haben auch wir einen Text zum Thema „Hallenturniere“ beigesteuert und berichten von den Erlebnissen bei unseren Hallenbesuchen zwischen 2009 und 2014. Eine absolute Leseempfehlung geht also wie immer raus.

Eine sehr traurige Nachricht verbreitete sich am 22. April auf Schalke. Mit Manfred – Manni – Kreuz ist der letzte Spieler der Meistermannschaft 1958 verstorben. Manni blieb dem Verein sein Leben lang verbunden und war trotz seines stolzen Alters von 90 Jahren nicht vom Bergerfeld wegzudenken. Mit ihm geht ein großes Stück Schalke und nun liegt es an uns, sein Gedenken für ewig weiter hochzuhalten. Seine Karriere lassen wir nochmal in der “Dat is Schalke”-Rubrik Revue passieren. Ein letztes “Glück auf” Manni, wir holen den Aufstieg auch für dich!

Mit Düsseldorf haben wir heute eine Mannschaft zu Gast, die auch nach dem Sieg im letzten Spiel immer noch mit dem Rücken zur Wand steht. Auch wenn die ganz heißen Duelle aus den Achtzigern und Neunzigern gegen die Fortunen vorbei sind, hat diese Partie einiges zu bieten und die Gruppen rund um die Ultras Düsseldorf werden alles versuchen, ihr Team zum Klassenerhalt zu tragen. Bedeutet für uns: Keine Sekunde locker lassen und direkt zu Beginn zeigen, wer Herr im Haus ist – auf dem Rasen und auf den Tribünen. Dass wir das können, haben wir in dieser Saison zur Genüge unter Beweis gestellt.

Zu guter Letzt freuen wir uns, dass wir inzwischen endlich wieder zwei Jungs in unseren Reihen zurück wissen.
Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wer euch brechen will, wird daran zerbrechen!

FC Schalke 04 e.V. – Sportclub Preußen Münster 06 GmbH & Co. KGaA 4:1 (2:0)

Vor dem Spiel

Die Anzahl der ausstehenden Spiele wird so langsam immer kleiner und das Saisonende rückt immer und immer näher. Die Zeichen stehen auf Aufstieg. Beflügelt durch den gemeinsam erzwungenen Sieg in Elversberg eine Woche zuvor und dem uns entgegenkommenden 1:1 von Hannover und Paderborn am Samstagabend, lag über dem Stadtteil Erle ein Dunst aus drückender Vorfreude und steigender Hoffnung in der Luft. Und so viel sei vorweggenommen, auch am Montag nach der Partie hat sich daran nichts geändert. Bei einer Sache waren sich alle sicher: Der Moment stimmt. Alle Zeichen stehen auf Grün. Verein, Fans, Mannschaft, Staff, alles drum herum ist eine Einheit, der Ball liegt frei vorm Tor und muss nur reingedrückt werden. Wir haben die Chance aufzusteigen selbst in der Hand und das fühlt sich richtig geil an! Auf dem Weg zur Arena, im Stadionumlauf und auf den Stufen der Nordkurve Gelsenkirchen spürt man es.

Nordkurve Gelsenkirchen

Um dem Ziel “Aufstieg in Liga 1” auch an diesem Tag einen großen Schritt näher zu kommen und seine eigenen Hausaufgaben auf den Rängen zu erfüllen, war die Marschroute, welche Dennis noch einmal über die Anlage kommunizierte, ziemlich klar: alles geben, 90 Minuten, nur gemeinsam, als Einheit. Worte, die zwar leider immer inflationärer genutzt werden, jedoch in fast keiner Situation so wie Arsch auf Eimer passen, wie derzeit. Dementsprechend versuchten wir ab Minute eins genau dies zu tun. Als Motor des Stadions kamen wir ganz gut aus der Hüfte und versuchten schon relativ früh in der Partie, auch den Rest des Stadions in die Gesänge mit einzubeziehen. Leider waren die übrigen Tribünen noch nicht ganz wach, was vorerst zu überschaubarer Rückmeldung führte. Wir machten mit einem Mix aus alten Klassikern und neuen funktionierenden Liedern weiter und durften gleichzeitig spielerisch dominierende Schalker auf dem Feld beobachten. Das Ergebnis dieser Leistung war ein 2:0-Halbzeitstand, der durch zwei extrem starke Torjubel in der gesamten Arena honoriert wurde.

Offensichtlich ließen die Freudenschreie und die darauffolgende Halbzeit die Kehlen frei werden, weshalb im Verlaufe von Halbzeit zwei auch das Stadion mit in die Gesänge einstieg. Der emotionale Gipfel des Ganzen war die sich entwickelnde Laola-Welle, die minutenlang durch die Arena schwappte und von „Oh wie ist das schön“- Gesängen begleitet wurde. Dieses Mal getrieben durch pure Freude über das Spiel und die gesamte Saisonleistung unserer Truppe, statt Hohn über das desolate Auftreten wie noch im Mai 2025. Das „Asoziale Schalker“ kurz vor Schluss schepperte ebenso schön durch das Rund und setzte der Königin dann ihre verdiente Krone auf. Es passt gerade einfach alles zusammen. Nach dem Abpfiff erwarteten wir die Mannschaft standesgemäß und feierten gemeinsam einen weiteren großen Schritt Richtung Aufstieg. Dass während der Feierlichkeiten auch noch das kurz zuvor gefallene 3:2-Siegtor von Fürth gegen Verfolger Darmstadt auf dem Würfel eingeblendet wurde, ließ vielleicht sogar den ein oder anderen Nürnberger schmunzeln. Insgesamt war unser Auftritt einer der besseren an einem Sonntagmittag, der uns supporttechnisch eigentlich eher weniger liegt. Keine Ausrede, sondern Motivation, es kommende Woche Sonntag in Paderborn noch einen Tacken besser und den Aufstieg vielleicht schon zu Hause gegen Düsseldorf möglich zu machen.

Gegner

Der Gast aus Münster kaufte so ziemlich das gesamte Gästekontingent leer und teilte sich, wie es einige andere Szenen zuvor ebenfalls getan haben, mit dem aktiven Haufen in den Ober- und Unterrang auf. Im unteren Steher befanden sich die Hauptzaunfahnen um Fede Nerblo, den Oberrang zierte die “Sportclub Preussen Münster”- Zaunfahne, inklusive einiger weniger, aber überwiegend alter Fanclub Zaunfahnen am Rand des Oberrangs. Auch diverse Schwenkfahnen waren über beide Ebenen verteilt. Der Anhang aus Münster lieferte über die gesamten 90 Minuten einen richtig guten Auftritt ab und fiel bereits vor Anpfiff mit einem Wechselgesang über beiden Ränge auf, der auf unserer Seite für das ein oder andere respektvolle Kopfnicken sorgte. Im Spiel konnte man sie mehrfach in guter Lautstärke wahrnehmen, auch optisch setzten sie immer wieder Ausrufezeichen, obgleich des sich gegen sie entwickelnden Spielverlaufs. Generell hatte man den Eindruck, dass Fans und Mannschaft derzeit ein enges Verhältnis haben. Trotz des Spielverlaufs und Ergebnisses, supporteten die Gäste unaufhaltsam weiter und stimmten sich nach Abpfiff lautstark mit der Mannschaft auf das Derby gegen Bielefeld ein. Wenn man die bekannten Einflussfaktoren wie aktuelle sportliche Situation, Größe, und so weiter ebenfalls berücksichtigt, so haben hier manche vermeintlich „bessere“ Fanszenen schon deutlich schlechtere Auftritte abgeliefert. Unterstützt wurden die Gäste von Freunden aus Bochum.

Freunde

Vielen Dank an die Unterstützung einer großen Reisegruppe aus Nürnberg sowie Freunden aus Skopje und Enschede!

Nach dem Spiel

Während wir Freudetrunken das Stadion verließen, trafen wir vor den Toren wie immer auf die Jungs der SEK SV, die diese Momente derzeit leider nicht mit uns gemeinsam feiern können. Um diesen für ihre teilweise letzten Spiele noch einmal Kraft mitzugeben, liefen wir auf den wartenden Haufen mit der „Wir werden siegen“-Fahne zu und begrüßten die Jungs standesgemäß. Stadionverbote halten uns nicht auf!

SC Paderborn 07 GmbH & Co. KGaA – FC Schalke 04 e.V. 2:3 (2:2)

Vor dem Spiel

Bei bestem Kaiserwetter machten wir uns per Autokolonne auf den Weg nach Paderborn. Am Treffpunkt in Ostwestfalen angekommen, drehten sich die meisten Gespräche um die sportliche Ausgangssituation, nachdem der Konkurrenz am Samstag wieder einmal die Nerven versagten. Dementsprechend zuversichtlich legten wir den Weg zum Stadion zu Fuß zurück, ehe wir die peniblen Einlasskontrollen über uns ergehen lassen mussten. Im Block konnten wir einen ausgesperrten Bruder mit einem Spruchband wieder in unseren Reihen begrüßen. So schön der Moment heute auch war, wissen wir, dass weiterhin zu viele Jungs
vor den Stadiontoren stehen. Haltet durch Männer und lasst euch nicht unterkriegen!

Nordkurve Gelsenkirchen

Wir positionierten uns als aktive Fanszene wie gewohnt im Stehplatzbereich und starteten wie in den vergangenen Wochen mit „Wir woll‘n immer wieder diesen Wahnsinn spüren“ in den Support. Leider konnte man bereits hier erahnen, dass die Stimmung nicht so werden würde, wie man es sich erhofft hatte. Kaum Durchschlagskraft und viel zu wenig Bewegung im Block. Der Gästeblock machte über weite Strecken den Eindruck, dass Bier trinken und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen bei manchen heute Priorität hatte. Die Grundanspannung und der zwischenzeitliche 0:2 Rückstand taten ihr Übriges dazu. Die Leistungssteigerung in Verbindung mit der Aufholjagd setzten glücklicherweise Emotionen beim Gästeanhang frei, sodass immerhin die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit nicht ganz so schwach waren, wie in der Zeit zuvor.

Nach dem Halbzeitpfiff konnten wir an die verbesserte Schlussphase anknüpfen, allerdings entsprach dieser Auftritt in keinster Weise unseren Ansprüchen. Viel mehr Worte gibt es dazu auch nicht mehr zu verlieren. Nach dem 3:2 brachen natürlich alle Dämme und die Hütte stand Kopf. Nächste Woche gegen D‘Dorf zeigen wir hoffentlich ein anderes Gesicht und gehen gemeinsam den letzten Schritt ans Ziel!

Gegner

Die Heimseite präsentierte zu Spielbeginn eine simple Choreo, bestehend aus blau-schwarzen Fahnen, blauen Luftballons und Spruchband, im mittleren Bereich der Heimkurve. Ehrlicherweise nichts, was in Erinnerung bleiben wird, auch wenn sie tatsächlich immer wieder mal im Gästeblock zu hören waren. Paderborn bleibt wie die letzten Jahre eine graue Maus der Liga. Es würde sicherlich die Meisten freuen, wenn man sich diese Tour nächste Saison knicken kann.

Freunde

Vielen Dank für die Unterstützung an Gladbach und Enschede!

Nordkurve Nürnberg

Aktuelle Lage

Vor zwei Wochen gastierte der FCN in der Bielefelder Alm. Nach einem frühen Gegentreffer, schaffte man zehn Minuten vor Ende noch den Ausgleich.

Die darauffolgende Woche gab der Verein bekannt, dass aufgrund der Vorkommnisse in der Nacht vor dem Dresden-Spiel neue Stadionverbote erteilt werden.

Zum Heimspiel gegen Magdeburg rief die Nordkurve Nürnberg zu einem Marsch vom Wöhrder See zum Max-Morlock-Stadion auf. Dem Aufruf sind zahlreiche Glubbfans gefolgt und so zog ein großer Mob in roten Trikots durch die Straßen. Das Spiel gewann der 1. FCN mit 1:0. Während der Anhang aus einem der neuen Bundesländer die Heimfahrt auf dem Relegationsplatz antreten durfte, heizte die Nordkurve Nürnberg noch das Team für das kommende Derby ein.

Morgen steht für den Glubb das Frankenderby an! Zu der Wichtigkeit eines Derbys muss man nicht viel sagen, dennoch könnte der FCN durch einen Sieg den Abstieg der Fürther bedrohlich nahe rücken lassen! Somit heißt es alles geben und am Ende den Ronhof mit einem lauten “Absteiger” und “Derbysieger FCN” verlassen. Nächste Woche gastiert der Spitzenreiter der zweiten Liga im Achteck.

VAK-P Enschede

Aktuelle Lage

Aufgrund des niederländischen Pokalfinals, welches immer ein paar Wochen vor Saisonende stattfindet und für eine Pause im Ligabetrieb sorgt, bestritten die Tukkers seit der letzten Ausgabe nur das Heimspiel gegen NEC Nijmegen. Zu diesem Spiel gegen den Vize-Pokalsieger und Mitkonkurrent um die internationalen Plätze findet ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.

Auch für unsere Freunde sind noch drei Partien zu gehen. Zwischen Liga internen Play-offs für die Conference League und direkter Champions-League Qualifikation liegen nur vier Punkte. Als nächstes gastiert der FCT beim frisch gebackenen Pokalsieger AZ Alkmaar. Im letzten Heimspiel der Saison trifft man auf Sparta Rotterdam.

Twente Enschede – NEC Nijmegen 1:1 (1:1)

Auch Twente hat spätestens nach dem 2:1-Sieg in Amsterdam noch alle Trümpfe in der eigenen Hand, das Beste aus der restlichen Saison – die direkte Qualifikation für die Champions League-Play-offs – rauszuholen. 04 Spieltage vor Schluss gastierte mit NEC Nijmegen der einen Punkt in Front liegende Tabellennachbar in der Hel van Enschede. Ein echtes Topspiel am Samstagabend also. Was da noch fehlt, ist das entsprechende Vorprogramm. Unsere Brüder wussten wieder einmal mit Gastfreundschaft zu überzeugen und luden uns bereits am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein in eine entspannte Örtlichkeit in der Gegend ein, wo wir begrillt wurden und kalte Getränke aller coleur serviert bekamen. Keine typisch niederländische Party, aber gesellig genug, um sich gemeinsam auf das Spiel einzustimmen.

Auf dem Weg zum Stadion fiel mir dann wieder ein beziehungsweise auf, dass es ja doch noch Frühling ist, denn es wurde bei frischer Brise merklich kühler. Die Jacke, die ich anziehen wollte, hing natürlich zu Hause. Dagegen hilft erfahrungsgemäß Warmtrinken. Ein Sechserträger nach dem nächsten wurde vernichtet und plötzlich war es kurz vor neun. Für das heutige Spiel bereitete VAK-P eine Choreo vor, bestehend aus Papptafeln, die rot-weiße beziehungsweise schwarz-grüne (die Farben der Vorgängervereine) Streifen bildeten, darüber wurde ein großes „FCT“, das mit dem Wappen des Clubs gefüllt war, mittig über den Block gezogen. Während der Choreo wurde hinter dem Tor ein professionelles Feuerwerk gezündet. Für unsereins in der Umsetzung vermutlich etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch mit einem ansehnlichen Ergebnis. Als die Jungs gerade mit dem Wegräumen der Choreo-Elemente fertig waren, fielen auch schon das 1:0 und diverse Biere durch die Luft. Die Stimmung ohnehin schon außerordentlich gut, jetzt kamen nochmal ein paar Dezibel oben drauf. Warm genug wurde mir dadurch übrigens auch. Noch in der Halbzeit konnten die Gäste aus der Provinz Limburg den Ausgleich erzielen, was den Heimfans aber offensichtlich egal war. Obwohl das Spiel in der Folge von vielen Fehlpässen und wenig klaren Torchancen geprägt war, hielt die Veste die gute Stimmung bis zum Abpfiff. Ein 1:1, das im Kampf um die Champions League-Plätze nicht wirklich weiterhilft.

An diesem Abend verabschiedeten wir uns zeitig von unseren Freunden, denn die Nacht vor unserem eigenen Auswärtsspiel in Paderborn sollte kurz sein, ließ also keine großartige Erholung zu. Dennoch war es wie so oft ein top Tag in Enschede!

Komiti Skopje

Aktuelle Lage

Vom Balkan gibt es wenig Berichtenswertes von den Rängen, dafür das übliche Chaos drum herum. Das Stadtderby bei Shkupi konnte Vardar souverän und wenig überraschend mit 7:0 gewinnen. Der Rivale von der anderen Seite des Flusses liegt mit einem Punkt chancenlos auf dem letzten Tabellenplatz und hat bereits über 100 Gegentore bekommen. Gespielt wurde die Partie im Stadion des Mazedonischen Fußballverbandes und um der Begegnung wirklich jeden Reiz zu nehmen, auch noch ohne Zuschauer.

Auch am vergangenen Woche gab es einen, diesmal etwas überraschend hohen 7:0-Erfolg. Diesmal im Heimspiel gegen Tikves aus Kavadarci. Dadurch bleibt Vardar vier Spieltage vor Saisonende an der Tabellenspitze, dicht gefolgt von Shkendija, gegen die am letzten Spieltag das direkte Duell ansteht.

Am heutigen Samstag muss Vardar bei Bashkimi Kumanovo antreten. Beim Tippen dieser Zeilen steht das Stadion jedoch noch nicht fest. An sich am Balkan nicht besonders ungewöhnlich, in diesem Fall jedoch schon. Denn Bashkimi wurde am vergangenen Wochenende das Stadion auf unbestimmte Zeit vom Verband gesperrt, nachdem beim Heimspiel gegen Struga, welches 0:4 verloren ging, Spieler und Verantwortliche der Gastmannschaft auf dem Feld angegriffen und auch der Bus später bei Abfahrt mit Steinen beworfen wurde. Gut möglich also, dass Komiti auch die heutige Begegnung nicht im Stadion verfolgen kann und das nächste Geisterspiel ansteht.

Curva Sud Siberiano

Aktuelle Lage

Wie so oft konnten auch beim letzten Spiel der Saison in Foggia keine Gäste anreisen und auch die Heimfans wurden ausgeschlossen, sodass Granata das Spiel ohne Zuschauer und Support bestreiten musste. Das Spiel konnte solide 1:3 gewonnen werden, sodass Salernitana die Saison auf Platz 3 der Tabelle beendet und die ersten Spiele der Play-offs am 10. Mai auswärts und am 13. Mai heim bestreitet.

Zum Verkauf des Vereins kursieren wieder einmal sehr viele Gerüchte und Widersprüchlichkeiten, sodass wir hierzu nichts Handfestes berichten können und abwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt. Die Bauarbeiten an der Curva Nord im Arechi wurden, nachdem vor zwei Monaten Wasserleitungen verlegt werden mussten, wieder aufgenommen und der Umbau des Stadions fortgesetzt.

Aufgaben und Arbeitsweise des Ehrenrats

Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe dieser Lektüre die Aufgaben und Wahlen des Aufsichtsrats angesehen haben, werden wir uns nun mit dem Ehrenrat beschäftigen. Auch hierbei konzentrieren wir uns wieder auf die wichtigsten Aspekte.

Für ein vollumfängliches Bild über die Aufgaben des Ehrenrates legen wir jedem die Satzung unseres Vereins ans Herz.

https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung

Aufgaben

Ganz allgemein kann man sagen, dass der Ehrenrat ein typisches, vereinsinternes Schieds- und Beratungsorgan darstellt, das bei Streitigkeiten, Satzungsverstößen oder vereinsinternen Konflikten tätig wird.

1. Überprüfung von Vereinsmaßnahmen:

Prüft Vereinsausschlüsse und Sanktionen, wird dabei aber nur auf Antrag des betroffenen Mitglieds oder eines Vereinsorgans tätig und entscheidet am Ende endgültig, es gibt keinen weiteren vereinsinternen Rechtsbehelf.

2. Entscheidungen bei vereinsinternen Streitigkeiten

Behandelt Konflikte zwischen einzelnen Mitgliedern, zwischen Mitgliedern und Vereinsorganen und über die Anfechtung von Beschlüssen der Vereinsorgane. Auch hier wird der Ehrenrat nur auf Antrag tätig.

3. Eigenständiges Verfahren bei Fehlverhalten

Hier kann der Ehrenrat von sich aus tätig werden und handelt bei grob unsportlichem oder vereinsschädigendem Verhalten, bzw. rechtswidrigem oder satzungswidrigem Verhalten von Organen oder Organmitgliedern (z.B. Aufsichtsrats- oder Wahlausschussmitgliedern).

Er entscheidet, ob ein Verfahren eingeleitet wird und kann selbst Sanktionen gemäß Vereinssatzung verhängen. Bei Verfahren ohne Antrag ist eine vorherige Anhörung des Betroffenen zwingend.

4. Schlichtungsstelle

Vermittelt bei vereinsbezogenen Streitigkeiten und wird nur tätig, wenn eine Partei einen Antrag stellt und die andere Partei dem Schlichtungsversuch zustimmt.

Ein erfolgreicher Schlichterspruch ist endgültig und verbindlich – bei Scheitern erklärt der Ehrenrat die Schlichtung für beendet.
Der Ehrenrat kann innerhalb seiner Zuständigkeit vorläufige Maßnahmen beschließen, z.B. Ruhen eines Vereinsamtes bis zum Abschluss des Verfahrens.

Arbeitsweise

Zusammensetzung und Unabhängigkeit:

Er besteht aus fünf Mitgliedern, diese können aktive oder passive Mitglieder sein, müssen über 30 Jahre alt sein und mindestens fünf Jahre Vereinszugehörigkeit aufweisen.

Mindestens zwei Mitglieder müssen die Befähigung zum Richteramt besitzen und dürfen keinem anderen Vereinsorgan angehören. Sie arbeiten unabhängig und weisungsfrei.

Der Ehrenrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und den Stellvertreter und gibt sich eine Geschäftsordnung. Beschlussfähig ist er ab einer Anzahl von drei anwesenden Mitgliedern.

Verfahren

In der Regel sollen mündliche Verhandlungen stattfinden. Die Entscheidungen sind schriftlich, mit Begründung, an den Betroffenen und Vorstand per Einschreiben zu kommunizieren.

Im Vergleich zu anderen Vereinen, die oft nur grobe Regeln haben, orientiert sich unsere Satzung klar an das Verbandsniveau von DFB/DFL.

Aktuelle Zusammensetzung

Laut unserer Vereinssatzung wählt ein gemeinsamer Ausschuss, bestehend aus sechs Mitgliedern (jeweils drei Aufsichtsrats- und drei Wahlausschussmitglieder) gemäß einer eigenen Geschäftsordnung geeignete Mitglieder für den Ehrenrat aus.

Zurzeit hat Lars Althoff, Fachanwalt für Arbeitsrecht, den Vorsitz und wird von Ilona Caroli, Dezernentin Arbeitsmarktpolitik, Gesundheit und Soziales a.D., vertreten. Es gehören außerdem noch Ernst-Martin Barth, ev. Pfarrer der Christus-Kirchengemeinde Buer, Matthäuskirche und der Kapelle der Arena, Jan Henke, Dipl.-Phys. Ing., geschäftsführender Gesellschafter, ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Bochum, sowie Prof. Dr. iur. Andreas Müglich, Professor für Internationales Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung an der Westfälischen Hochschule, dem Ehrenrat an.

Zum Tode von Manni Kreuz möchten wir selbstverständlich auf die Karriere des letzten lebenden Meister-Spielers von 1958 zurückblicken.

Manfred “Manni” Kreuz

Wer an die Meistermannschaft von 1958 denkt, dem fällt sein Name bestimmt nicht als erstes ein, auch wenn er maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat. Für viele Schalker ist er auch dadurch ein Teil des Mythos Schalke. Er selbst sagte über sich, dass er ein ganz „normaler Junge aus Gelsenkirchen“ sei.

Manni wurde 1936 in Hassel geboren. In seiner Kindheit floh seine Familie durch die Wirren des Krieges nach Bayern, wo sie jedoch nicht lange verweilte und nach Westfalen zurückkehrte. Er begann eine Ausbildung zum Finanzbeamten in Borken und trat in seiner Freizeit für den SC Buer-Hassel gegen den Ball. Hier entstand auch aufgrund seines strammen Linksschusses der Name “Bomber”. Da er für das Training aus Borken pendelte, war eine regelmäßige Teilnahme schwierig, aber durch sein Talent und zahllose Extraeinheiten schaffte er bald den Sprung in die Ligamannschaft und in die Westfalen-Auswahl.

Sein Talent fiel auch den Knappen auf, sodass Ernst Kuzorra sich fortan bemühte, ihn unter Vertrag zu nehmen. Das tägliche Pendeln hätte jedoch einer aktiven Karriere auf Schalke im Weg gestanden. Manni wollte seinen Job auf keinen Fall aufgeben, deswegen besorgte ihm Kuzorra, wie bei so manch anderem, einen Arbeitsplatz. Von da an arbeitete er beim Finanzamt Buer und wechselte für eine Ablöse von 80 Mark zum FC Schalke. Seinen Job nahm Kreuz immer sehr ernst, da er für die Zeit nach der Karriere als Fußballer ein zweites Standbein haben wollte. Zur damaligen Zeit war es auch durchaus üblich, dass die Spieler keine Vollprofis waren und so fand das Training im Nachmittagsbereich statt.

Schalke spielte 1958 groß auf und erreichte das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Für die Schalker Fans war sein wichtigstes Spiel gegen den Hamburger SV.
Er schoss ein Tor selbst und bereitete die anderen beiden zum 3:0 Endstand vor. Es war der bis jetzt letzte Meistertitel für unsere Königsblauen, jedoch nicht für Manni, denn 1988 gelang ihm mit dem TC Buer der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Hallentennis.

Nach der Meisterschaft ging es für Schalke sportlich bergab. Mit der Einführung der Bundesliga wandelte sich auch die Mentalität in der Mannschaft, laut Kreuz ging es nur noch darum „Geld zu verdienen und weniger darum, erfolgreich Fußball zu spielen“.

Seit dem Jahr 1962 war er Kapitän der Königsblauen. Fragt man Kreuz nach dem wichtigsten Spiel seiner Karriere, nennt er nicht etwa den Gewinn der deutschen Meisterschaft, sondern das Spiel gegen Neunkirchen 1966. Schalke war zu diesem Zeitpunkt schwer angeschlagen und kämpfte gegen den Abstieg. Manni erzielte fünf Minuten vor Ende das entscheidende zweite Tor. Gerne erzählt er die Anekdote vom kleinen Jungen, der direkt nach dem Tor mit Blumen aufs Feld gelaufen kam, um sich zu bedanken und Kreuz ihn mit Freudentränen in den Augen noch für die letzten Minuten vom Platz bitten musste. 1967 war für ihn ein schwarzes Jahr, nicht nur weil Schalke gegen Gladbach mit 11:0 unterging, sondern weil in diesem Jahr seine Frau im Alter von 21 Jahren überraschend an einer Viruserkrankung verstarb.

So beendete er seine aktive Karriere 1968, aufgrund eines Meniskusschadens spielte er zuletzt in der Verteidigung. Anschließend blieb er den Königsblauen erhalten und arbeitete als Trainer im Nachwuchsbereich bis 1982. Bis 2013 war er Mitglied im Schalker Ehrenrat und im Ehrenpräsidium. Bis zuletzt verfolgte er jedes Heimspiel unserer Königsblauen und war nach Niederlagen „manchmal drei Tage nicht ansprechbar“. 

Manni Kreuz, ein Name, den viele nicht auf dem Zettel haben, der aber zu den ganz Großen zählt. Ein echtes Kind aus dem Ruhrgebiet, bodenständiger Malocher. Kein Mann der großen Worte, aber einer, der unseren Verein wirklich lebte. Für einen Einsatz in der Nationalmannschaft hat es übrigens aufgrund seiner Vorliebe für Bier und Zigaretten nach dem Spiel nie gereicht.

Ruhe in Frieden Manni! Wir werden dich und dein Andenken in Ehren halten.

Berlin: Die Gruppe Harlekins Berlin ‘98 ruft zur Spendenaktion „Spendet Becher – Rettet Leben“ auf. Die Initiative erinnert an ein verstorbenes Gruppenmitglied und unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Beim Heimspiel gegen Holstein Kiel wurden Pfandbecher und Geldspenden gesammelt. In diesem Jahr gehen die Einnahmen an das Projekt „Herzenszeit Berlin“, das Familien mit schwerkranken Kindern sowie Trauernde begleitet. Auch die Anhänger von Holstein Kiel beteiligten sich an der Aktion.

Chemnitz: Beim Heimspiel des Chemnitzer FC gegen den ZFC Meuselwitz kam es auf der Heimseite zum Stimmungsboykott. Weder Support noch optische Unterstützung begleiteten die Partie. Anlass war das verlorene Derby gegen Erzgebirge Aue. Die aktive Szene wirft der Mannschaft fehlenden Einsatz und mangelnden Willen vor. Das Spiel sollte bewusst still verfolgt werden. In einem offenen Brief forderte die Gruppe rund um Ultras Chemnitz 99 von der Mannschaft vor allem Kampf, Einsatz und Identifikation mit Verein und Stadt.

Ahlen: Die aktive Fanszene von Rot Weiss Ahlen stellt bis zum Saisonende den organisierten Support ein. Hintergrund sind die Folgen der Ausschreitungen im Spiel gegen SG Wattenscheid 09, darunter die Schließung der Willi-Pott-Tribüne, Hausverbote und der Umgang mit den Maßnahmen. Damit wurde die Grundlage für einen gemeinsamen Support zerstört. In der Vergangenheit hatte es schon wegen sportlicher Unzufriedenheit und interner Spannungen einen Boykott gegeben.

Paraguay: Das Derby zwischen Club Olimpia und Cerro Porteño im Estadio Defensores del Chaco musste nach massiven Ausschreitungen abgebrochen werden. Bereits vor dem Spiel kam es zu Unruhen, da zahlreiche Gästefans offenbar nicht rechtzeitig ins Stadion gelangten. Vorausgehend war hier der erschwerte Einlass. Vor und im Stadion kam es dann unter anderem zum Aufeinandertreffen beider Anhänger. Nach dem Einsatz von Pyrotechnik griff die Polizei ein und leitete umstrittene Maßnahmen zur Räumung ein. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Bullen. Während die Polizei von einem vermeintlich defensiven Vorgehen spricht, berichten die örtlichen Medien und Anhänger vom Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Auf beiden Seiten gab es Verletzte und es kam zu mehreren Festnahmen. Viele Fans flüchteten auf das Spielfeld. Das Spiel selbst wurde nach knapp 30 Minuten abgebrochen.