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		<title>FC Schalke 04 &#8211; Karlsruher SC</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 17:40:38 +0000</pubDate>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ausgabe 14: Karlsruhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 11:00:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">wir hoffen, ihr konntet die Länderspielpause etwas zum Durchatmen nutzen und seid bereit für die letzten Spiele im Aufstiegskampf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die beiden letzten Begegnungen hätten kaum emotionaler sein können, denn selten blickte man in derart enttäuschte Gesichter wie nach dem Hannover-Spiel. Kurve und Spieler gaben alles, um irgendwie den eigentlich verdienten Sieg über die Zeit zu bringen. Leider war aber auch der Schiedsrichter bis in die Haarspitzen motiviert, die drei Punkte für Königsblau zu verhindern und so wurde uns der Sieg in der achten Minute der Nachspielzeit aus den Händen gerissen. Das tat weh. Immerhin wurde im Nachhinein die Sperre von Dzeko auf ein Spiel verkürzt. Wenn aber selbst der Schiedsrichter vor dem Sportgericht zu Protokoll gibt, dass es auch ne gelbe Karte getan hätte, packt man sich nur noch an den Kopf, warum es überhaupt zu diesem einen Spiel Sperre kommen konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">DFB und DFL hatten in den letzten Wochen ohnehin alle Hände voll zu tun. Die Kampagne “Meister müssen aufsteigen”, an der auch wir uns mit Spruchbändern beteiligten, werdet ihr ja alle mitbekommen haben. Hier entwarf die unter dem DFB angesiedelte Arbeitsgruppe nun zwei Vorschläge, wie die Aufstiegsreform umgesetzt werden könnte. Einer der beiden Vorschläge ist das von den allermeisten Fanszenen befürwortete Kompassmodell, bei dem die zukünftigen vier Regionalliga-Staffeln vor jeder Saison anhand von regionalen Gesichtspunkten neu eingeteilt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim anderen Vorschlag sollen die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in nur noch zwei Staffeln neu zusammengefasst werden. Die Vorschläge werden nun auf breiter Basis weiter diskutiert und könnten zur Saison 28/29 umgesetzt werden. Meister müssen aufsteigen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ebenfalls tagten die Sportminister auf Norderney. Thema waren unter anderem mal wieder die angeblich unsicheren Fußballstadien. Insbesondere die Innenminister Reul und Schuster zeichneten sich im Vorfeld wieder mit stumpfen und populistischen Forderungen aus. Vereine sollten sich an den Polizeikosten beteiligen, die Stadionverbote sollen sowieso strenger und zentral vergeben werden, etc. Viel rum gekommen ist auf der Tagung letztendlich nicht und es soll auf der nächsten Innenministerkonferenz weiter darüber gesprochen werden. Es gilt also nach wie vor, mit einem besonders aufmerksamen Auge die Entwicklungen zu beobachten. Die Exekutive wird sicherlich auch weiterhin alles dafür tun, die Zahlen weiter nach oben zu treiben. Denn bisher sagen die Statistiken rund um Straftaten beim Fußball nur eines aus: Die Stadien sind sicher!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Warnung sollten uns alle die Ereignisse in Schweden sein. Hier wurden unter anderem in Göteborg die Ultra- und Hooligan-Gruppen als kriminelle Vereinigungen eingestuft. Was so ein Verfahren auch in Deutschland für Konsequenzen hätte, erfahrt ihr in der aUsGEholt Rubrik und kann wohl nüchtern betrachtet als feuchter Traum von Reul und Co. bezeichnet werden. Unsere volle Solidarität gilt daher den Gruppen in Schweden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Heute geht es zu Hause gegen den Karlsruher SC. Wie bereits erwähnt, wurden die letzten beiden Spiele in der Kurve besonders emotional erlebt. Während gegen Hannover die Enttäuschung überwog, war es in Darmstadt der kollektive Rausch. Selten sang die Nordkurve so unverkrampft das gesamte Spiel (und darüber hinaus) ihre Mannschaft nach vorne. Keine großen Ansprachen waren nötig, niemand musste motiviert werden, es hatten einfach alle Bock. Klar ist so etwas aktuell vielleicht nicht bei jedem Spiel erwartbar, aber wir sollten im Kopf behalten, was möglich ist: Eine durchdrehende Kurve, frei von allen Zwängen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fangen wir heute damit an und schreien die Badener aus dem Stadion.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Hannover 96 GmbH &amp; Co. KGaA 2:2 (2:0</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die letzten beiden Heimspiele haben die Messlatte für die Nordkurve etwas höher gelegt und es galt, gegen Hannover nachzulegen. Die Wichtigkeit des Spiels gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten mit der entsprechenden Anspannung war nicht von der Hand zu weisen und somit musste die Kurve erstmal auf Betriebstemperatur kommen. Unsere Jungs auf dem Grün spielten eine super erste Hälfte und die zwei Tore ließen die Lieder dann trotz des ungeliebten Sonntagstermins doch leichter über die Lippen gehen. Die Mitmachquote war bei Armeinsätzen gewohnt hoch. Auch schön zu sehen, dass das Tifo-Material in der Kurve mittlerweile mit etwas mehr Fingerspitzengefühl eingesetzt wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der zweiten Hälfte ging es denkbar schlecht los und Dzeko holte sich direkt die rote Karte ab. Eine zumindest strittige Entscheidung, welche den Unmut des Publikums auf den Schiedsrichter schürte. Das Stadion wirkte nach der Dezimierung unserer Mannschaft erstmal kurz gelähmt und bekam den Mund gar nicht mehr auf. Nachdem unsere Vorsänger zurecht darauf hinwiesen, dass wir noch 2:0 führen und Spitzenreiter der zweiten Liga sind, berappelte man sich in der Nordkurve dann wieder und konnte das Stadion öfter zum Mitmachen animieren. Highlight war sicherlich “Asoziale Schalker”, welches lautstark in Richtung Grün und Gästeblock geschmettert wurde. Am Ende wurde trotz der Anspannung noch alles versucht, um die drei Punkte in Gelsenkirchen zu lassen. Auch wenn die Hannoveraner Szene uns einen guten Auftritt attestierte, würden wir uns eher das Zeugnis “ordentlich” ausstellen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der sportlich starken ersten Hälfte brachte die Unterzahl natürlich einen Bruch in das Schalker Spiel. Die Hannoveraner hatten leider den längeren Atem und kamen nach Ablauf der Nachspielzeit noch zum bitteren Ausgleich. Somit gab es nach dem Spiel aufmunternden Applaus für unsere Jungs und mit einem “Auf geht&#8217;s Schalke, kämpfen und siegen” schickten wir die Mannschaft in die Kabine. Es geht weiter!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der aktive Gästehaufen aus Hannover besetzte sowohl den Ober- als auch den Unterrang und hatte auch ordentlich Schwenkfahnen im Gepäck, die auf beide Ränge gut verteilt waren. Optisch machte der Block so schon mal einiges her. Stimmungstechnisch kam übers gesamte Spiel gesehen nicht wirklich viel bei uns in der Nordkurve an. Dennoch kann man von einem soliden Auftritt der Gäste sprechen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Leute aus Mönchengladbach unterstützten uns beim Spiel gegen die Niedersachsen. Besten Dank für euren Besuch!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>SV Darmstadt 1898 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:1 (1:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Wir woll‘n immer wieder diesen Wahnsinn spüren“ ist eine neue Zeile des Liedes, das wir in Darmstadt getestet haben. Dies hat sich die Nordkurve Gelsenkirchen heute definitiv zu Herzen genommen, so viel sei vorweggenommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Zum Einlaufen der Mannschaften thematisierten wir via Spruchband die unfaire Aufstiegsregelung in der Regionalliga. Unsere Forderung an die Arbeitsgruppe zur Regionalligareform ist dabei klar: „Meister müssen aufsteigen!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Vorsänger brachten den mitgereisten Auswärtshaufen anschließend auf die richtige Betriebstemperatur, ehe wir mit dem altbekannten Gassenhauer “Kaiser im Revier” in den Support starteten. Bereits in der vergangenen Saison war festzustellen, dass das Lied insbesondere in kleinen Gästeblöcken enormes Potenzial hat und auch in Darmstadt konnten wir damit ein erstes verbales Ausrufezeichen setzen. Zur Minute 19:04 zeigten wir ein Spruchband, welches Genesungswünsche an ein erkranktes Gruppenmitglied sendete. Der wichtigste Sieg ist deiner!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den folgenden 30 Minuten der ersten Spielhälfte konnte an die starke Anfangsphase angeknüpft werden und die Mannschaft wurde weiterhin lautstark mit einer Mischung aus melodischeren Liedern und Klassikern unterstützt. Kurz vor der Pause gab es kein Halten mehr, als Sylla die Blauen in Führung köpfte. Doch leider hielt die Freude nicht lange an, da Darmstadt noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich erzielte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Seitenwechsel gab die Nordkurve ebenso ein gutes Bild ab und trieb unser Team geschlossen an. Insbesondere die Hüpfeinlage zu “Super FC Schalke” ist mit einer Mischung aus hoher Lautstärke und viel Bewegung hängen geblieben. Zum Ende des Spiels sangen wir uns regelrecht in einen Rausch, der noch bis lange nach dem Abpfiff anhielt. Nachdem die Mannschaft für die weiteren Spiele eingeschworen wurde, folgte ein sehr emotionales “Königsblauer S04”, mehrere Attacken und ein bunter Mix an Liedern, die unserem Verein huldigen. Dies sind die Momente, an die wir uns noch jahrelang erinnern werden und die uns keiner mehr nehmen kann. Das ist der Mythos vom Schalker Markt!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei all den positiven Emotionen ist es am heutigen Tag natürlich umso bitterer gewesen, dass einige Brüder vor den Stadiontoren zurückgelassen werden mussten und diesen magischen Abend nicht mit uns im Block verbringen konnten. Haltet durch, Männer!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Optisch startete die Heimseite mit einem Fahnenintro ins Spiel und im Vergleich zum Pokalspiel waren auf der Südtribüne wieder die üblichen Zaunfahnen zu sehen. Ansonsten kann der Heimseite durchgehende Aktivität und Bewegung attestiert werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Negativ aufgefallen ist die Heimseite nur durch das vorzeitige Verlassen der Party im eigenen Stadion, worauf sie natürlich freundlich hingewiesen wurden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu Gast auf unserer Seite waren Brüder aus Salerno und Nürnberg. Besten Dank!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>1. FC Schweinfurt 05 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:0 (0:0)</b></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Sachs-Stadion lud der 1. FC Schweinfurt 05 am Donnerstag vor der Länderspielpause zum Testspiel ein. Vor Ort angekommen, ging es nach kurzer Begrüßung der üblichen Gesichter in den Block, der zuletzt in der Saison 18/19 im Pokal in Beschlag genommen wurde.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Stadion musste aufgrund des Drittligaaufstiegs im vergangenen Sommer einiges an die Anforderungen angepasst werden. So gab es neben einer neuen Rasenheizung auch im Gästebereich ein paar Änderungen. Der Einlass wurde etwas verändert, ein neuer Zaun installiert und auf einem Teil der Steinstufen wurde ein kleinerer Sitzplatzblock gebaut. Nimmt optisch nur minimal etwas vom Charme der geilen Schüssel, jedoch kann das ohne aktiven Support letztlich auch nicht vernünftig bewertet werden.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie bei Testspielen üblich, ist das Spiel eher nebensächlich und wird meist mit guten Gesprächen verbracht, steht doch am Wochenende die 20 Jahre Freundschaftsfeier mit Ultras VAK-P an, was auf jeden Fall für genug Gesprächsstoff sorgte. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Halbzeit endete torlos, zu Beginn der zweiten Hälfte erzielten die Schweinfurter zwei schnelle Tore und dann war Feierabend.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Dank geht an einige Nürnberger und auch ein Gladbacher ließ es sich nicht nehmen, seinen Donnerstagabend mit uns zu verbringen. </span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Niederlage zuhause gegen Düsseldorf folgten zwei Siege. Beim Auswärtssieg in Kiel hatte die Nordkurve eine optische Aktion im Gepäck. Am Zaun prangerte ein schwarzes Spruchband mit der roten Aufschrift „GLUBB“, untermalt mit roten Luftballons im Ober- sowie schwarzen Ballons im Unterrang.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Spiel endete nach 2:0-Führung und zwischenzeitlichem 2:2 am Ende 3:2 für die Richtigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Heimsieg gegen Kaiserslautern fiel mit 3:0 deutlich aus und so konnte man entspannt auf Platz neun in die letzte Länderspielpause der Saison gehen. Auch zu diesem Spiel zeigte Ultras Nürnberg eine kleine Choreo. Im Oberrang wurden rot-schwarze sowie einige FCN-Fahnen verteilt. Passend dazu glich der Unterrang einem Meer aus Doppelhaltern, was in Verbindung mit dem „1. Fußballclub Nürnberg e.V.“-Spruchband zwischen beiden Bereichen ein gelungenes Bild abgab.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zeitgleich zu unserem heutigen Spiel ertönt der Anpfiff des Nürnberger Auswärtsspiels bei Eintracht Braunschweig. Kommendes Wochenende steht eines der Highlightspiele zuhause gegen Dynamo Dresden auf dem weiteren Fahrplan.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Auswärtsderby bei den Go Ahead Eagles aus Deventer wurde unseren Freunden eine ziemlich fragwürdige Strafe auferlegt. Aufgrund einer Pyroaktion in der Vorsaison erhielt Twente nur 200 Gästetickets. Die Eagles betonten, dass die Strafe bei einem Boykott auf die nächste Saison gelegt werden würde. So beschlossen unsere Brüder in Absprache mit anderen Fanclubs diese 200 Karten für das Spiel entgegenzunehmen und dem FC Twente Kidsclub zu spenden. Diese nahmen die Karten natürlich dankend an und die Kinder erlebten einen 4:1-Auswärtssieg im Derby gegen den Rivalen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim darauf folgenden Heimspiel gegen den FC Utrecht erwischten die Tukkers einen rabenschwarzen Tag. Nicht nur die Mannschaft zeigte eins ihrer schlechtesten Spiele und verlor mit 2:0, auch der Support unserer Freunde war unterirdisch. „Ze zijn er wel, je hoort ze niet!“, auf Deutsch „Sie sind zwar da, man hört sie nur nicht!“, erklang es aus dem Gästeblock. Nach diesem Tiefpunkt meldete sich VAK-P auf ihren Kanälen in den Sozialen Medien zu Wort. Unter den Bildern der während des Spiels schon sehr geleerten Kurve, vergleichen sie die Entwicklung ihrer Stimmung mit einer Kerze, die „langsam ausbrennt“. Sie schreiben, dass VAK-P ein Stimmungsblock sei, sich viele dessen aber scheinbar nicht mehr bewusst seien. Bei Auswärtsspielen erlebe man ungeachtet des Geschehens auf dem Rasen vollen Support über 90 Minuten, weil dort jeder wisse, „was er zu tun hat“. Doch bei Heimspielen sei man immer weiter davon entfernt. Sie fordern jeden, der sich nicht am Support beteiligen will, Platz zu machen für Leute, die bereit dafür sind. Zu guter Letzt zitieren sie Gäste, wie sie einst über die „Hel van Enschede“ geschrieben haben: „Das Publikum bei Twente ist verrückt! 13.000 Kehlen und die verdammten Trommeln sind ohrenbetäubend. Die Angst überkommt dich langsam. Wo holen sie diese Energie her? Schau dich mal um und hör das anhaltende Trommeln und die lauten Chöre aus den Kehlen an. Verdammt Jungs, ihr steht echt dahinter!“. Am Ende des Post steht der Aufruf „so wurden wir einst wahrgenommen und so müssen wir wieder werden!“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Auswärtsspiel in Sittard konnten die Roten wieder überzeugen und mit einem 2:1-Sieg drei Punkte mit nach Hause nehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das spielfreie Wochenende nutzten wir mit unseren Brüdern, um das 20-jährige Bestehen unserer Freundschaft zu feiern. Dazu findet ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Pause geht es für den FCT nach Amsterdam, bevor der FC Volendam in der Veste gastiert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">20 Jahre Ultras Gelsenkirchen &amp; Ultras VAK-P 91</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">4.März 2006 &#8211; Schalke gastiert bei Hannover 96 und siegt durch Tore von Christian Poulsen und Zlatan Bajramovic mit 2:1. Vielleicht schwelgt der ein oder andere Schalker jetzt schon in Erinnerung rund um Lincoln, Ebbe Sand, Marcelo Bordon und Co., doch für unsere Gruppe war dieses Auswärtsspiel etwas Besonderes. Zum ersten Mal hing eine Fahne der Supportersvereniging VAK-P Enschede über unserer Zaunfahne und stellte den Beginn unserer Freundschaft dar. Mittlerweile wird diese Freundschaft seit 20 Jahren gelebt und gepflegt. Die Länderspielpause im März kam also wie gerufen, um dieses Jubiläum zu feiern. Doch bevor wir über die Feier berichten springen wir in der Zeit zurück: Wie kam es eigentlich zu einem Bündnis zwischen Schalke und dem FCT?</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre, als der Fussball immer schnelllebiger wurde und die Stars eines Landes dem Geld zu den europäischen Topclubs folgten und somit die Ligen der kleinen Länder schwächten, lag es auf der Hand, dass sich Niederländer gerne deutschen Fussball ansahen. Das Niveau war schon damals höher als in der heimischen Eredivisie. Aufgrund der Entfernung war das Ruhrgebiet also natürlich ein gern genommenes Ziel für unsere Nachbarn. Zu der Zeit gab es sogar ein paar Jungs aus Oldenzaal, die mit ihrer Zaunfahne „Oldenzaal grüßt Schalke 04“ zu jedem Spiel der Blauen fuhren. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">An einem Donnerstagabend im Mai 1990 spielte Schalke in Berlin unter der Beobachtung von nur 150 Gästefans. Bei diesem Spiel knüpften die Jungs aus Oldenzaal die ersten Kontakte zu Mitgliedern der Gelsenszene. Erst in den Jahren darauf fingen die Jungs an, auch die Spiele des FCT regelmäßig zu besuchen und wurden nach und nach ein Teil des harten Kerns von Twente, aus dem sich 1994 die Twente Hooligan Firm gründete. Bei einem Auswärtsspiel in Bremen 1994 kämpften Hools des S04 und FCT das erste Mal Seite an Seite. Danach lud die Gelsenszene eine größere Abordnung aus Enschede zu einem Heimspiel ein und die Besuche wurden regelmäßiger und die Freundschaft war geboren (Wer noch mehr zu diesem Teil der gemeinsamen Geschichte lesen möchte, dem sei das Buch </span><i><span style="font-weight: 400;">Dit is Vak-P</span></i><span style="font-weight: 400;"> ans Herz gelegt).</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Kontakte mit Ultras aus Enschede begannen erst Mitte der 2000er Jahre, als man sich über eine angewandte Technik bei einer Choreo von VAK-P informieren wollte. Kurz darauf fuhren wir mit ein paar Stadionverbotlern zu einem Heimspiel des FCT und so nahm das Ganze seinen Lauf, bis man dies 2006 in Hannover auch der Öffentlichkeit zeigte. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2010 feierten wir gemeinsam den FC Twente, der erstmals niederländischer Meister wurde. Ein Jahr später wurden wir mit eurer Unterstützung Pokalsieger. Wir standen an eurer Seite, als ihr um die Existenz eures Vereins bangen musstet und 2016 den Zwangsabstieg gerade noch abwenden konntet. Aber auch beim sportlichen Abstieg 2018 standen wir Hand in Hand und feierten ein Jahr später mit euch den direkten Wiederaufstieg. Die Revanche ließ nicht lange auf sich warten und so konnten wir auf eure Unterstützung bei unserem Abstieg 2021 zählen. Aber auch, als ihr euch nach eurem Heimspiel sofort auf den Weg gemacht habt, um unserer Aufstiegsparty 2022 beizuwohnen. Jahrelang habt ihr uns auf internationalen Touren begleitet, die letzten drei Jahre, in der Schalke wieder nur in der zweiten Liga spielt, waren wir es dann, die euch durch Europa begleitet haben. Neben unzähligen Spielbesuchen, einigen Testspielen zwischen unseren Vereinen, bleiben natürlich die beiden Aufeinandertreffen des FCT und S04 auf internationaler Bühne im Kopf. Vor zehn Jahren, als ihr euer 25. Jubiläum gefeiert habt, obwohl euer Verein kurz davor stand zu zertrümmern, blieb eine Feier zur 10-jährigen Freundschaft aus, jetzt war es an der Zeit einiges nachzuholen. Nun feiern wir, dass unsere Freundschaft schon 20 Jahre besteht, was wir gemeinsam erlebt haben und was uns die Zukunft noch bringen wird. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Die Feier</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diejenigen, die schon länger nach Enschede fahren, werden sich sicherlich gefreut haben, als man sich entschied, die Feier in der Länderspielpause in Enschede zu feiern. Im Herzen der Stadt am Oude Markt, den einige sicherlich schon länger nicht mehr besucht haben. Gerade in den Jahren, in denen das Home geschlossen bleiben musste, war hier oft der Treffpunkt für alle Tukker und deren Freunde.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So machten wir uns am Nachmittag auf die Reise über die Grenze zu unseren Freunden, die eine Location in der Stadt angemietet hatten. Die Bude füllte sich so langsam und man hatte Zeit für die ersten Gespräche und sich in einer Ecke umzuschauen, in der viele Fotos und Erinnerungsstücke der letzten 20 Jahre ausgestellt waren. Nach den ersten Getränken gab es von beiden Seiten eine kurze Ansprache, Dank wurde ausgesprochen und man übergab sich als Erinnerung an den Abend gegenseitig ein Geschenk. Ein langjähriges Mitglied unserer Brüder berichtete kurz aus den Anfangszeiten unserer Freundschaft und wie sich diese entwickelt hat. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem offiziellen Teil startete dann die Party mit einem Schlagersänger, der ein paar deutsche und niederländische Gassenhauer performte. Einer unserer Freunde ließ es sich schließlich nicht nehmen, das Mikrofon zu übernehmen und der Menge sein persönliches Lieblingslied vorzutragen, bevor zwei Ultras aus Enschede das DJ-Pult übernahmen und es eine typische VAK-P Party mit ordentlich Hardstyle wurde. Man will nicht zu viel verraten, aber dem Laden sei wahrscheinlich eine Kernsanierung ans Herz gelegt.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Ende verließen wir gemeinsam den Ort des Geschehens, die einen zogen weiter, für andere ging es dann schon nach Hause.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einen großen Dank an alle Brüder für die Gastfreundlichkeit und die Planung dieses Abends. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Onze vriendschap is sinds 20 jaar en voor altijd, ze gaat nooit kapot!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die dritte und letzte Runde der mazedonischen Liga ist gestartet und Vardars Spiele gehen weiterhin 1:0 bzw. 0:1 aus. Das Heimspiel gegen Brera Strumica fand nach längerer Zeit mal wieder im Nationalstadion statt und wurde durch einen Elfer gewonnen. Das darauffolgende Auswärtsspiel in Gostivar bei Arsimi ging leider 0:1 verloren, sodass Vardar und Shkendija nun punktgleich in der Tabelle stehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am gestrigen Samstag fand das Heimspiel gegen Gjorce Petrov statt. In der kommenden Woche steht dann das traditionsreiche Duell gegen Pelister Bitola an. Leider wieder mal an einem Wochentag statt am Wochenende, nämlich mittwochs um 15:30. So nimmt man dem mazedonischen Fußball auch noch eines der letzten interessanten Spiele.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Freunde aus dem Süden Italiens haben für den Abgang vom Eigentümer Danilo Iervolino sehr lange gekämpft und protestiert. Ob er den Druck nicht mehr ausgehalten hat oder ihm die Kohle ausging, werden wir wohl nicht erfahren, aber die wichtigste Nachricht ist: Er will den Verein verkaufen. Der Vorvertrag ist bereits unterschrieben, zum Redaktionsschluss laufen die rechtlichen Prüfungen und der Eigentümerwechsel ist damit nur noch eine Formsache. Der Verkauf erfolgt an den 45-jährigen Unternehmer Cristiano Rufini aus Rom, der mehrere Firmen führt, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Ganz uneigennützig handelt Iervolino dabei aber natürlich nicht, er hat sich mehrere Klauseln in den Vertrag schreiben lassen, nach denen er Millionen kassiert, wenn Salernitana aufsteigen sollte. Ob und wie der Verein positiv vom neuen Eigentümer profitiert, bleibt abzuwarten. Festhalten kann man jedoch, dass ein unerwünschtes Gesicht den Verein verlässt und damit der Fanszene einen großen Gefallen getan hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich konnte Salernitana unter dem neuen Trainer Serse Cosmi mehrere Spiele gewinnen und somit wichtige Punkte im Kampf um die höheren Relegationsplätze einfahren. Das Spiel am vergangenen Samstag in Potenza ging dagegen leider völlig in die Hose und man musste mit einem 5:2 die Heimreise antreten. Eine höhere Platzierung am Ende der Saison ist entscheidend, da man in den ersten Runden der Relegation das Heimrecht genießt und bei einem Unentschieden nach Verlängerung aufgrund der besseren Tabellenposition automatisch weiterkommt. Zudem steigen Teams auf den Spitzenplätzen erst deutlich später in das Playoff-Turnier ein, was die Anzahl der nötigen Spiele reduziert. Somit heißt es weiter: Kämpfen um jeden Punkt und bis zur letzten Minute alles geben!</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Ultras als kriminelle Vereinigungen auch in Deutschland?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer die aktuelle Berichterstattung unserer Fußball-Blase verfolgt hat, der wird mitbekommen haben, dass in Schweden die Uhren ähnlich ticken wie in Deutschland und Bullen und Staat zunehmend freidrehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als neuen Höhepunkt polizeilicher Repressionen wurden gleich mehrere „Risikogruppen“, darunter Wisemen und Ultras Göteborg, kurzerhand zu kriminellen Vereinigungen erklärt. In einem vernetzten Europa, in dem auch ausländische Ermittlungsbehörden Zuständigkeiten erhalten können und sich deutsche Zivis an die Fersen von Groundhoppern hängen, drängt sich mir unmittelbar folgendes Gedankenexperiment auf: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was hindert Polizei und Staat daran, auch deutsche Ultragruppierungen als kriminelle Vereinigungen einzustufen und welche Folgen hat das für ihre Mitglieder und die gesamte Bewegung?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn selbst ohne hinter die behelmten Visagen und die Eulenaugen von NRW-Innenminister Herbert Reul blicken zu können, sind diese Gedanken nicht komplett aus der Welt geholt. Das Feindbild Fußballfan ist kein Hirngespinst, denkt man nur an die grinsenden Beamten, wenn diese friedlebende Fans die Treppen an Deutschlands Bahnhöfen herunterprügeln, nur um ihre miserable Berufswahl irgendeinem zweckstiftenden Inhalt zuzuführen.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um hier einmal jeden Leser abzuholen, vorab die trockene Theorie: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deutschland ist nicht Schweden und so behandelt auch unser Rechtsstaat kriminelle Vereinigungen anders als unsere nordeuropäischen Nachbarn. Der Umgang mit eben solchen Gruppen betrifft Straf- und Vereinsrecht. Eine reine „Risikogruppen“-Klassifizierung durch die Polizei gibt es in Deutschland – zum Glück – nicht, jedenfalls keine, die besondere Befugnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft rechtfertigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Strafrecht</span></span></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;"> 129 Strafgesetzbuch (StGB) regelt den Straftatbestand der „Bildung krimineller Vereinigungen“. </span></li>
</ul>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Vereinigung gründet oder sich an einer Vereinigung als Mitglied beteiligt, deren Zweck oder Tätigkeit auf die Begehung von Straftaten gerichtet ist, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren bedroht sind.</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei obliegt es den Gerichten, das Vorliegen einer kriminellen Vereinigung festzustellen oder zu verneinen. Während die Voraussetzungen für eine Vereinigung niederschwellig sind und mehr oder weniger lediglich einen Zusammenschluss von mehr als zwei Personen erfordert, ist der kriminelle Zweck der Vereinigung schwammiger. Die Vereinigung muss jedenfalls insgesamt auf Straftaten ausgerichtet sein, was einzelne legale Aktivitäten nicht ausschließt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine „im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren“ bedrohte Straftat erfasst bereits Bagatellkriminalität wie Landfriedensbruch, Nötigung, einfache Körperverletzung oder Sachbeschädigung. Mittlerweile leider „Standard“-Anschuldigungen, die bereits bei konspirativen Anreisewegen oder Graffiti-Sprühen bemüht werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Zweck der Vorschrift ist klar auf organisierte Kriminalität und politischen Extremismus ausgerichtet. Im Jahr 2015 allerdings hatte es auch fünf Dresdner Hooligans getroffen, deren Gruppe darauf ausgelegt gewesen sein soll, Körperverletzungen, Landfriedensbrüche und Beteiligungen an Schlägereien durch verabredete Drittortauseinandersetzungen zu begehen. Abgesehen von dem juristischen Drahtseilakt verabredeter Kämpfe ist mithin auch die – weitergehende – Fußball-Blase nicht sicher.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Vereinsrecht</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben losen Zusammenschlüssen können Ultragruppierungen auch dem Vereinsrecht unterliegen, soweit sie sich bewusst für den Weg als eingetragener Verein (e.V.) entscheiden – prominentes Beispiel sind Ultras Gelsenkirchen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei Vereinen, deren Zwecke und Tätigkeiten „den Strafgesetzen zuwiderlaufen“, können deutsche Behörden ein Vereinsverbot aussprechen. Folgen wären die Auflösung des Vereins, Beschlagnahme des Vereinsvermögens und Verwendungsverbot der Kennzeichen des Vereins. Wer für den verbotenen Verein eine Nachfolge- oder Ersatzorganisation bildet oder die Kennzeichen des verbotenen Vereins weiter verwendet, macht sich strafbar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Wie steht es um die Ultrabewegung in Deutschland?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um auf das einleitende Gedankenexperiment zurückzukommen: Wie hoch ist das Risiko straf- und vereinsrechtlicher Repressalien für deutsche Ultragruppierungen und was wird aus den Gruppen und ihren Mitgliedern, wenn Fußballfans eben doch zu Verbrechern erklärt werden?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus juristischer Sicht erscheint die Gefahr für deutsche Ultragruppierungen (noch) gering. Nach § 129 Abs. 3 Nr. 2 StGB nämlich ist eine Strafbarkeit dann ausgeschlossen, wenn die Begehung von Straftaten nur eine Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist. Und trotz irrationaler Ängste von Cops und Staat vor einer Armee kritischer und organisiert agierender Straftäter, ist jeder rational denkenden Person wohl bewusst, dass Ultras nicht die Rechtsstaatsfeinde sind, die die Polizei in ihren objektiven und differenzierten (Ironie aus) Einsatzberichten beschreibt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ohne hier eine Abhandlung á la „Das ist Ultrá für mich“ einzuwerfen, geht es vordergründig um bedingungslose Unterstützung von Stadt und Verein, Freundschaft und auch darum, unbequem zu sein. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nicht zuletzt „Ultras für GE“ und ähnliche soziale Projekte deutscher Ultragruppierungen auch in der Corona-Zeit zeigen die soziale Verantwortung, die Ultras sich auf die Fahne schreiben. Wer dabei nur an Pyro-Idioten und Gewalt denkt, der läuft mit Scheuklappen durchs Leben. Oder anders gesagt: Die Stadien in Deutschland sind so sicher, wie noch nie!</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was aber, wenn der Rechtsapparat eine Kehrtwende einlegt und auch „unsere Art zu Leben“ weiter pönalisiert wird? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben der persönlichen Strafbarkeit durch die Mitgliedschaft in der kriminellen Vereinigung unabhängig von der Beteiligung an den konkreten Straftaten der Vereinigung, ist § 129 StGB ein sogenannter „Türöffner-Paragraf“. Die Anerkennung einer kriminellen Vereinigung öffnet den Ermittlungsbehörden die Tür strafprozessualer Überwachungsmethoden, wie Telekommunikationsüberwachung, Online-Durchsuchung und akustischer Wohnraumüberwachung. Oder die bei der Polizei besonders beliebten Hausdurchsuchungen bei vermeintlichen Gruppenmitgliedern oder in den Ultra-Heimen selbst. Interessant sind dabei natürlich insbesondere Führungspersonen und “Rädelsführer”. Ultimativ liefe es also auf grenzenlosen Zugang zu Kommunikation und Strukturen der Gruppe hinaus. Gleichzeitig sind entsprechende Strafen mit maximaler Einschüchterung und Abschreckung der gesamten Bewegung verbunden. Denn was in Dresden, Gelsenkirchen oder sonst wo (hypothetisch) passiert, kann morgen schon vor meiner eigenen Haustür eintreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gefahr ist die Wahrnehmbarkeit in der Gesellschaft. Denn machen wir uns nichts vor: Ultrá ist eine Subkultur, eine Blase, und das ist auch gut so. Aber was interessiert es den “normalen Fan” oder erst recht den nicht fußballinteressierten Bürger, wie es aktiven Fußballfans ergeht? Immerhin haben es sich diese Idioten ja selbst eingebrockt, ansonsten hätten sie ja keine Probleme mit der Polizei. Willkommen in Disneyland. Wir sind unsere eigene Lobby. Jeder Aktivismus geschieht von innen heraus und wirkt nach außen wie Rechtfertigung und Realitätsverweigerung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Haben wir – Ultras Gelsenkirchen – mit unserem Weg als eingetragener Verein nun die ultima ratio gegen die Panikmache der Politik gefunden? Mitnichten. Der e.V. schafft durch seine Satzung zwar einen legalen Zweck, auf welchen sich Verein und Mitglieder berufen können, jedoch müssen Satzung und Realität auch übereinpassen, und das ist – wie eingangs beschrieben – dem Auslegungsspielraum der Strafgerichte und Behörden unterworfen. Außerdem hat das Ganze auch einen Haken. Sollte ein Gericht tatsächlich den Weg gehen wollen und einen entsprechenden e.V. nach § 129 StGB einstufen, bräuchten die Ermittlungsbehörden nur einen Blick in das Mitgliederverzeichnis zu werfen, um Repressionen gegen ein paar hundert Leute zu verhängen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der vereinsrechtliche Rattenschwanz kommt noch hinzu. Ein Vereinsverbot nämlich würde mit sich bringen, dass Mitglieder ihre Kleiderschränke säubern und je nach Körperstelle Rücksprache mit dem Tätowierer ihres Vertrauens halten dürften, um weiteren strafrechtlichen Folgen zu entgehen. Der gute Hans müsste mithin auf unbestimmte Zeit ein trostloses Dasein in deutschen Kellern fristen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Hintergrund ständig anstehender Politikwechsel bleibt also getreu dem Motto „es gibt auch wichtigere Probleme in unserem Land“ wie so oft nur zu hoffen, dass Dinge in Deutschland anders gehandhabt werden, als anderswo. </span></p></div>
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			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nach einer kurzen Pause und dem Fokus auf das Kolumbien-Interview geht es nun in dieser Rubrik weiter.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Das La Cosa Nostra steht wohl wie kein anderes Fanzine für das absolute Ultra-Nerd-Tum, und das ist absolut positiv gemeint. Der Herausgeber bringt Jahr für Jahr dicke Wälzer auf den Markt, die eher Buch als Fanzine sind. Und da sind die ganzen Specials noch gar nicht mitgedacht. Inhaltlich ist es meistens eine Mischung aus den Spielberichten seines Vereins (SSV Ulm), Hoppingtexte (viel Italien!) und seiner Gedankenwelt. Die Highlights sind aber wahrscheinlich die Interviews von Gruppen, die er entweder selber führt oder aus alten (internationalen) Heften übersetzt.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Dass dem Heft so ein besonderer Ruf hervor eilt, liegt wahrscheinlich auch daran, dass es gar nicht so einfach zu bekommen ist “man muss wen kennen, der es mitbestellt”.  Wie und warum das so ist, lest ihr im Interview.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Einfacher könnt ihr die aktuelle Ausgabe des Trespass Fanzine bekommen, nämlich seit diesem Spieltag bei uns am Stand. Das dazugehörige Interview findet ihr in der Nürnberg-Ausgabe des Blauen Briefes.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview mit dem La Cosa Nostra</span></span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario: Du sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blätterst durch dein Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. „Ey hömma, war is‘ dat denn?“ Wie erklärst du ihm dein Fanzine?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Hast du mir auch ein Bier?</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Also, mit folgenden Schlagworten habe ich die LCN mal in einem anderen Interview beschrieben: Ultra, Lebenstil, Anarchie, Cyberpunk, Punk Rock, Kultur, DIY, Reise, Kompromisslosigkeit, klare politische Linie, Erziehung, Familie.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn es einfacher sein soll: Die LCN ist gleichzeitig Fanzine, Tagebuch und Familienchronik.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst, dann findest du darin hoffentlich etwas aus der wunderbaren Welt der Ultras, von dem du vorher noch nichts wusstest.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du zur Fraktion „Man wird doch wohl mal sagen dürfen“ gehörst, ist das Heft nichts für dich. Die LCN ist nicht gedacht, um jemanden zu bekehren, sondern für diejenigen, die schon Brüder und Schwestern im Geiste sind. </span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Stand heute, wie ist dein Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ganz voran eine Spitzfindigkeit, es ist nicht wirklich „mein“ Heft. Da tragen so viele Leute zu bei, dass es auch ihr Heft ist. Und am Ende gehört es dem Leser oder der Leserin.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Einordnung, mhhh, schwierig. Am liebsten wäre es mir, wenn die LCN seine eigene Kategorie hätte und nirgendwo richtig einzuordnen wäre. Aber das kann ich ja nicht selbst bestimmen, die Einordnung machen immer andere. Mit Rückgriff auf bestehende Kategorien: Mir wäre Ultrazine deutlich lieber als Hoppingzine.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Inhaltlich geht es um vieles, außer um Fußball als Sport. Mir sind Spieler, Tabellenstände, Taktik usw echt völlig latte und ich muss jedes zweite Spielergebnis nachschlagen, wenn ich einen Bericht schreibe. Wobei es das Heft ohne Fußball auf dem Platz auch nicht gäbe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Leser hat die LCN mal als „ Essenz von Ultrà“ bezeichnet. Das Bild, das er mir da geschenkt hat, hat mich damals sehr gefreut: Die LCN ist das, was übrig bleibt, wenn man meine ganzen Interpretationen, Träume, Erfahrungen zu Ultrà einkocht und dann in Wortform bringt. Sie ist eine Essenz von Ultrà, nicht die (eine allgemeingültige) Essenz davon.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Wie würdest du, bzw. wen würdest du als deine Zielgruppe beschreiben? Wen willst du erreichen und wen erreichst du tatsächlich?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich möchte mit der LCN gerne denjenigen etwas zurückgeben, die dafür sorgen, dass ich auch heute noch gerne zum Fußball fahre. Die sich für die Kurve die Hände dreckig machen, Pyrostrafen in Kauf nehmen und die Knie auf Hallenböden kaputt schaben. Dann gibt es Konsumenten, Nazis und anderweitige Idioten, das sind Leute, die ich von der Zielgruppe explizit ausschließen will.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Daher gibt es etablierte Spielregeln, die mit der Ankündigung zu jeder neuen Ausgabe aufs Neue rausgehen. Bei denjenigen, die mehr als ein Heft bestellen, ist Respekt und Vertrauen vorhanden, daher bin ich mir ziemlich sicher, dass das Heft auch genau diese Zielgruppe erreicht. Klar, ein bissl Streu ist vermutlich immer und das liegt ja nicht mehr in meine Hand, aber die Balance stimmt für mich.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Ne ganz spezielle Zielgruppe sind meine Kinder. Ich würde ihnen an dem Punkt, wo sie keine Kinder mehr, sondern Erwachsene sind gerne die Hefte in die Hand drücken. Damit sie nachlesen können, was ihr Papa mal gemacht hat, wie er tickt, wovon sie ein Teil waren, als sie jünger waren. Vielleicht ergibt sich daraus die Basis für ein neues Verhältnis zwischen uns.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Weißt du noch, wie und wann die Idee zu deinem Fanzine entstanden ist? Kannst du uns einen groben Abriss über die Entwicklung deines Heftes geben? Wir haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Man kann denke ich sagen, dass sich das Heft im Gleichschritt mit meiner Gruppe, also den Supporters Ulm 99, entwickelt hat. Zu Beginn, also 2000/01, war es das klassische durchschnittliche Heft einer damals klassischen, durchschnittlichen (höchstens!) Gruppe. 2010 kam bei uns ein Bruch. Danach mussten wir für uns klar machen, was wir wollen oder auch nicht. Aus dem Potpourri an Strömungen in der Gruppe hat sich Ultra nicht durchgesetzt, stattdessen die Mentalität „Scheiss auf den Rest“ und „jeder wie er will“. Entsprechend gab es Ausgaben mit 20er Auflage, teilweise handgemalt und-geklebt und am Kopierer erstellt (es war ne Scheiß-Arbeit). Und ja, eine Ausgabe war auch ein Abgesang. Auf der letzten Seite stand „fine“, das galt damals auch für meine Gruppe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ab etwa 2015 hab ich mich dem Heft hauptamtlich und als mehr oder weniger Allein-Schreiber angenommen und daraus hat sich letztlich das entwickelt, was die LCN heute ist. Bißchen Nerd, bißchen Außenseiter, bißchen anecken, aber den Ultras in Ulm weiterhin verbunden und mit dem Versuch, etwas zur Entwicklung beizutragen. Irgendwie auch meine eigene Rolle bei den Ultras heute…</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Texte landen seit dem Aufstieg von Firma und Kurve vorab im Kurvenheft der Broken Society Ultras, so es denn Platz gibt und ich meine Überzeugungen nicht verbiegen muss, was bislang eigentlich immer der Fall war. Danke für das Vertrauen an dieser Stelle.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Haben auch mal andere Personen an dem Heft mitgearbeitet?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich mach zwar das meiste an der LCN, aber ich mach sie nicht alleine. Ich bin ja auch nicht mehr dauernd beim SSV und die LCN soll schon noch ein Ulmer Fanzine bleiben. Also gibt es diverse Beiträge aus der Gruppe und Fanszene. Außerdem ist die Leserschaft sehr aktiv. Das ist vielleicht nicht immer durch einen separaten Beitrag ersichtlich, aber in die Sachen, die ich schreibe fließen so viele Infos von anderen ein. Bei den letzten Ausgaben haben sich immer um die 50% der Szenen, die Hefte abnehmen auf die ein oder andere Weise beteiligt.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Die Welt wird immer schnellebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücken können hier Fanzines noch schließen?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Meine erste Antwort wäre: Keine. Fanzines als Medium sind ein Relikt aus vergangenen Zeiten, überholt, und bestenfalls was für Leute, die damit sozialisiert worden sind.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Andererseits: Es gibt heute echt sehr viele, sehr gute Fanzines in unserem Kosmos und die werden ja auch abgenommen. Schnitzer, Credo, Plattenpost haben ja vierstellige Auflagen, euren Blauen Brief sollte ich hier stellvertretend für die Dutzenden Kurvenhefte, die jedes Wochenende erscheinen auch erwähnen&#8230; Es muss also doch noch eine Daseinsberechtigung geben.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Erklärungsversuch, wohlwissend, dass ich kein Medienwissenschaftler bin: Ein Fanzine ist langlebig und es stehen Infos drin, denen wenigstens ich mehr Vertrauen schenke als anderen Quellen. Außerdem sind Inhalte vorgefiltert und nicht so hektisch. Vielleicht schließen Fanzines also eine Lücke für Leute, die Substanz voranstellen, Informationen anstatt beliebige Inhalte wollen und gerne auch nen Rückzugsraum haben, in dem man nicht mit Inhalten (ich schreibe bewusst nicht von Informationen) zugemüllt wird. Aber da schließe ich vielleicht zu sehr von mir und meiner Bubble (ist schön da, kommt rein!) auf Andere.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Zu guter letzt würden wir dann natürlich noch gerne wissen, wo dein Heft erhältlich ist.</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Die LCN ist nur über persönliche Kontakte erhältlich, warum steht oben bei der Zielgruppe und der Nicht-Zielgruppe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt Personen aus eurer Fanszene, die das Heft bestellen. Wenn ihr neugierig geworden seid, fragt euch durch. Wenn ihr aktiv den Weg zu LCN sucht, dann wäre mein Wunsch, dass sie euch auf halbem Weg entgegenkommt.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Vielen Dank für das Interview</b></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-scaled.jpg" alt="" title="23_EingetragenerVerein" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9827" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Aufgaben und Arbeitsweise des Wahlausschusses</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 18.07.2026 findet die diesjährige Mitgliederversammlung unseres FC Schalke 04 e.V. statt. Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschlussorgan des Vereins. Hier hat jedes Mitglied ab 16 Jahren die unmittelbare Gelegenheit sein Stimmrecht in Gebrauch zu nehmen und den Weg unseres Vereins mitzubestimmen. Die Mitgliederversammlung ist daher aus unserer Sicht ein absoluter Pflichttermin. In den kommenden Ausgaben werden wir die einzelnen Organe, die auf der MV gewählt werden, genauer vorstellen. Den Start macht in dieser Ausgabe der Wahlausschuss.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Aufgaben:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was macht der Wahlausschuss eigentlich genau? Kurz gesagt: Der Wahlausschuss entscheidet, wer sich auf der Mitgliederversammlung zur Wahl zum Aufsichtsrat stellen darf. Wenn ein Mitglied für das Amt des Aufsichtsrates kandidieren möchte, muss es seine Bewerbung bis zum 1. Februar einreichen. Auf weitere Formalitäten der Bewerbung werden wir im Text zum Aufsichtsrat eingehen. Die eingegangenen Bewerbungen muss der Vorstand spätestens eine Woche nach Ende der Vorschlagsfrist an den Wahlausschuss weiterleiten. Dieser sichtet die Bewerbungen und entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, welche Kandidaten zur Wahl zugelassen werden. Diese Entscheidungen sind unanfechtbar und nicht zu begründen. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen als Aufsichtratsämter zu besetzen sind, aber maximal die doppelte Anzahl.   </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Grunde trifft der Wahlausschuss eine Vorauswahl und lässt die geeignetsten Kandidaten zur Wahl zu. Wer und wie viele zugelassen werden, hängt natürlich davon ab, wie viele Bewerbungen eingehen und wer sich bewirbt. Die Kandidaten stehen in direkter Konkurrenz zueinander und die Aufgabe des Wahlausschusses ist es, die vier besten Kandidaten herauszufiltern. Daher kann es auch dazu kommen, dass Aufsichtsräte, die sich zur Wiederwahl bewerben, nicht zugelassen werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Wahlen:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Wahlausschuss besteht aus acht Mitgliedern, die direkt von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Durch ein rollierendes Verfahren werden jedes Jahr zwei Mitglieder des Wahlausschusses gewählt. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Bis zum 1. Mai kann sich jedes Mitglied, das mindestens ein Jahr ununterbrochen dem Verein angehört, zur Wahl stellen lassen. Die Bewerbung für die Kandidatur muss schriftlich erfolgen und von drei Vereinsmitgliedern unterstützt werden, die zu dem Zeitpunkt nicht von der Ausübung ihrer Mitgliederrechte ausgeschlossen sind. Der Kandidat darf nicht bereits anderen Vereinsorganen angehören oder dafür kandidieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied so viele Stimmen wie Plätze zu vergeben sind, in der Regel also zwei. Für die Wahl in den Wahlausschuss reicht die einfache Mehrheit aus, das bedeutet, dass die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ein Wahlausschussmitglied im Laufe seiner Amtszeit ausscheidet, rückt für die restliche Amtszeit der Kandidat nach, der auf der letzten Mitgliederversammlung die nächsthöchste Anzahl an Stimmen bekommen hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Wahl wählt der Wahlausschuss auf seiner ersten Sitzung, welche meistens direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfindet, einen Vorsitzenden. Zudem gibt er sich eine Geschäftsordnung, die von jedem Vereinsmitglied eingesehen werden kann.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><i><span style="font-weight: 400;">Wie in der Einleitung bereits erwähnt kämpft die aktive Fanszene des IFK Göteborg gerade mit schweren Repressalien. Auch in anderen Ländern tragen Fussballfans schwere kämpfe mit den örtlichen Behörden aus, wie Beispielsweise die Verbotswelle in Frankreich 2025. Aber wie wahrscheinlich jedem bereits aufgefallen ist, sind Polizeigewalt und Repressionen auch in Deutschland deutlich spürbarer geworden, weswegen sich auch die gemischte Tüte immer mehr mit dem Thema auseinandersetzt und darauf aufmerksam macht, dass diese Vorfälle nicht nur eine Nebenerscheinung sind. Aus diesem Grund gilt unsere Solidarität allen Betroffenen jener Maßnahmen! Bleibt stark!</span></i></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong></strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bochum:</strong></span><strong><span style="font-weight: 400;"> Die Fanhilfe Bochum kritisiert scharf das Vorgehen der Staatsanwaltschaft nach mehreren Hausdurchsuchungen im Umfeld von Anhängern aus Bochum. Hintergrund sind Ermittlungen zu einer Auseinandersetzung im August 2024 in Frankreich. Zunächst waren fünf Personen lediglich als Zeugen geladen worden, da sie sich zum vermeintlichen Zeitpunkt in Frankreich aufhielten. Sie machten jedoch von ihrem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch, woraufhin sie plötzlich selbst zu Beschuldigten erklärt wurden, weswegen Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Begründet wird dies mit einem Anfangsverdacht sowie der angeblichen Zugehörigkeit zu einer sogenannten „Hooliganvereinigung“. Dieses Vorgehen stellt einen willkürlichen und rechtsstaatlich fragwürdigen Schritt dar. Es gebe keine neuen belastbaren Erkenntnisse, vielmehr wirkt es so, als wäre das Schweigen der Zeugen gezielt genutzt worden, um den Verdacht zu konstruieren. Diese Praxis untergräbt grundlegende Rechte und das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden.</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Köln:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und unserer Brüder aus Mönchengladbach kam es am Bahnhof Merzenich zu einem massiven Polizeieinsatz gegen rund 500 Gladbacher. In einer gemeinsam veröffentlichten Stellungnahme der Fanhilfe Mönchengladbach und dem Fanprojekt Mönchengladbach heißt es, dass der von der Polizei genannte Auslöser, welcher eine angebliche sexuelle Beleidigung gegen eine Polizistin beinhaltet, sowie die Solidarisierung und angeblichen Verhinderung der Personenfeststellung, unzutreffend war und nichts mit der späteren Eskalation zu tun hatte. Hierbei handelte es sich um die “Reingeschaut”-Geste, welche missverstanden wurde. Stattdessen habe die Polizei ohne erkennbaren Grund zunächst eine kleine Gruppe Gladbacher, die auf den aus Köln zurückreisenden Haufen wartete, angegriffen, was die Unruhen auslöste. In der Folge sei die Situation eskaliert: Fans wurden von beiden Seiten zurückgedrängt, mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen und teilweise auf die Gleise oder Treppen gedrängt. Die Fanhilfe spricht von gefährlichen, panikartigen Szenen. Mehrere unserer Freunde aus Gladbach wurden verletzt, darunter mit Knochenbrüchen und Platzwunden. Die Fanhilfe kritisiert den Einsatz als unverhältnismäßig und kündigt rechtliche Schritte an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bremen:</strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Beim Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und SV Werder Bremen ordnet die Grün-Weiße Hilfe aus Bremen in Ihrer Stellungnahme die Geschehnissen vor der Partie mit der Polizei ein. Auslöser war laut Angaben der Staatsmacht ein angeblich unerlaubter geschmuggelter Gegenstand, der sich aber als falsch erwies. Besagter Gegenstand war lediglich eine Fahnenstange, die die vorangegangene erlaubte Anzahl von zehn Fahnenstangen überschritt. Die Situation eskalierte, als ein Ordner sofort körperlich gegen einen Fan vorging. In dem engen Treppenbereich des Gästeblocks haben Polizeikräfte anschließend die Bremer Anhänger eingekesselt und mit Schlägen sowie Pfefferspray angegriffen. Dabei wurden zahlreiche Personen verletzt, auch unbeteiligte Fans und Fanbetreuer. Die Fanhilfe widerspricht der offiziellen Darstellung von „Fanangriffen“ deutlich und spricht stattdessen von einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Lübeck: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem es zu Ausschreitungen rund um das Heimspiel gegen den HSV II kam, hat der VfB Lübeck weitreichende Maßnahmen ergriffen und reagiert damit auf die eskalierende Situation innerhalb der eigenen Fanszene. Für das Auswärtsspiel beim FSV Schöningen wurde auf Empfehlung des Vereins vollständig auf einen Gästeblock sowie eine Tageskasse verzichtet. Hintergrund war die Auseinandersetzung der Lübecker Szene untereinander, bei welcher wohl auch Unbeteiligte verletzt wurden. Das Ultrakollektiv Lübeck und die Gruppe Halunken waren bislang in der Pappelkurve beheimatet, ein gemeinsames Auftreten ist jedoch aktuell nicht mehr möglich. Als Konsequenz wurde beim Heimspiel gegen Blau-Weiß Lohne die Pappelkurve vollständig geschlossen und eine strikte Fantrennung umgesetzt. Das UKL soll im Gästeblock A1 untergebracht werden, während Halunken den Block B erhalten. Auch die Zuwegungen werden voneinander getrennt organisiert. Darüber hinaus bleibt das Contidorf vorerst geschlossen, da bauliche und sicherheitstechnische Mängel behoben werden müssen. Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem ein Verbot des Zutritts zum Innenraum für die Anhänger zum Aufhängen von Zaunfahnen sowie den Entzug von Saison-Akkreditierungen für Fanordner und Fotografen. Der Verein betont, dass die Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und den betroffenen Gruppen getroffen wurden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Hamburg:</b></span> Der Förderkreis Nordtribüne e.V. ruft zum erneut zum Blutspenden auf. Unter dem Motto “Rauten retten Leben” wurde eine Aktionstag ins Leben gerufen, an dem im Juni am UKE-Gelände in Hamburg unter anderem zur Blutspende aufgerufen wird. Die Einnahmen des Aktionstags werden dem Kinderhospiz Sternenbrücke gespendet. Darüber hinaus stellt der Förderkreis Stempelkarten zur Verfügung, mit denen bis Oktober über Blutspenden dokumentiert werden sollen. Um einen gewissen Anreiz zu schaffen, erhält die Person mit den meisten Stempeln ein getragenes HSV Trikot von Luka Vušković.</span></p></div>
			</div>
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		<item>
		<title>3 Monate nach der IMK ist 3 Monate vor der IMK – ein Halbzeitfazit</title>
		<link>https://ultras-ge.de/3-monate-nach-der-imk-ist-3-monate-vor-der-imk-ein-halbzeitfazit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[UGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 06:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Länderspielpause kamen am 28. März 2026, Vertreter von über 50 Fanszenen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin zusammen, um sich unter anderem über den Eskalationskurs der Innenministerkonferenz und der Sportministerkonferenz zu beraten. Auch Fanszenen, die aufgrund des Spielbetriebs unterhalb der dritten Liga nicht dabei waren, stehen inhaltlich hinter dieser Stellungnahme. Die letzte IMK [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In der Länderspielpause kamen am 28. März 2026, Vertreter von über 50 Fanszenen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin zusammen, um sich unter anderem über den Eskalationskurs der Innenministerkonferenz und der Sportministerkonferenz zu beraten. Auch Fanszenen, die aufgrund des Spielbetriebs unterhalb der dritten Liga nicht dabei waren, stehen inhaltlich hinter dieser Stellungnahme.</p>



<p>Die letzte IMK im Dezember 2025 hat durch ihren Populismus und ihre Repressionsideen für deutsche Stadien für Aufruhr gesorgt – ihr erinnert euch! Die nächste IMK ist bereits für Juni 2026 angesetzt. Eine gute Gelegenheit also, auf den aktuellen Stand zu blicken, denn: Die aktuelle Entwicklung in deutschen Stadien ist alarmierend! Immer öfter werden Stadionbesucher zu Opfern unverhältnismäßiger Polizeigewalt.</p>



<p>Dies zeigt sich eindeutig seit einigen Jahren und ganz speziell eindrücklich seit Beginn des Jahres 2026. Bei den Spielen Borussia Dortmund gegen FC Bayern München, Hertha BSC gegen FC Schalke 04 und VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen kam es zu zahlreichen zum Teil schwer verletzten Fans. Deutlich wird dies aber auch durch diverse Fanszenen, die mit fadenscheinigen Begründungen auf der Anreise zu ihren Auswärtsspielen zurückgeschickt und hiermit massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurden. Aktuell vergeht kaum ein Wochenende ohne einen solchen Skandal. Den Tiefpunkt dieser Entwicklung stellt die hundertfach verhinderte Ausreise von Anhängern von Borussia Dortmund zum Champions League-Spiel bei Atalanta Bergamo durch die Bundespolizei dar. Die zugunsten der Fans entschiedenen Eilverfahren zeigen wiederholt sehr deutlich, dass die Polizei sich im Umgang mit Fußballfans nicht an Recht und Gesetz gebunden sieht!</p>



<p>Böse Zungen behaupten, dass diese jüngste Gewalteskalation seitens der Polizei kein Zufall sein kann. Auch wir sehen sie als systematischen Teil einer arglistigen Strategie der Hardliner aus Innen- und Polizeibehörden mit Blick auf die kommende IMK sowie im Zuge der derzeit stattfindenden Geheimverhandlungen zur Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien. Das Kalkül dahinter scheint so perfide wie offensichtlich: Möglichst schockierende Bilder und Schlagzeilen sollen das politik- und polizeieigene Narrativ, die Stadien seien nicht sicher, Woche für Woche unterfüttern. In dem Wissen, dass die seit Jahren rückläufigen polizeieigenen Zahlen keinerlei Verschärfung rechtfertigen (woran die IMK im letzten Jahr immer wieder erinnert werden musste), werden die eigenen ohnehin fragwürdigen Statistiken der ZIS nun künstlich in die Höhe getrieben.</p>



<p>Das Ziel der Protagonisten in den Innenbehörden scheint klar: Die Verbände DFB und DFL sollen in den Verhandlungen unter maximalen Druck gesetzt werden, zuletzt geschehen mit der erstmals öffentlich geäußerten Drohung der Weitergabe der Polizeikosten durch Herbert Reul und Armin Schuster, wenn die Forderungen der Politik nicht erfüllt werden. Dass aufgrund dieser rücksichtslosen Strategie eine Vielzahl von Fußballfans fernab jeder Verhältnismäßigkeit und Rechtsstaatlichkeit mutwillig und zum Teil schwer verletzt wird, nehmen Polizei und Politik billigend in Kauf. Der Dachverband der Fanhilfen hat in seiner Stellungnahme vom 18. März 2026 die deutliche Zunahme gewalttätiger Polizeieinsätze in der laufenden Saison 2025/2026 dokumentiert. Die Anzahl gewalttätiger Eskalationen durch die Polizei überstieg schon im März die Gesamtzahl vorangegangener Spielzeiten.</p>



<p>Doch auch abseits dieser beobachtbaren polizeilichen Eskalation muss davon ausgegangen werden, dass die Politik den Verbänden druckvoll im Nacken sitzt. Das wird sichtbar, da DFL, DFB und Innenpolitik trotz vollmundiger Transparenzversprechen in der Öffentlichkeit nunmehr seit weiteren vier Monaten in Hinterzimmergesprächen an Verschärfungen der Stadionverbots-Richtlinien schrauben und dabei jegliche Faninteressen und Expertenmeinungen unberücksichtigt lassen.</p>



<p>Im Halbzeitfazit müssen wir daher leider feststellen, dass Politik, Polizei und scheinbar auch die Verbände aus dem letzten Jahr nichts gelernt haben und denken, sie können die gleiche Suppe nochmal kochen – und das noch schärfer gewürzt! Scheinbar müssen wir also wieder laut werden, um für Gerechtigkeit einzutreten, ihren Populismus zu entlarven und ihre perfiden Strategien zu kritisieren!<br>Daher fordern wir:</p>



<p><strong>1) Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien stoppen!</strong><br>Unter dem Deckmantel einer einheitlichen Vergabe von Stadionverboten soll eine „Fachaufsicht“ bzw. „Zentrale Stadionverbotskommission“ eingeführt werden, welche den lokalen Strukturen gegenüber weisungsbefugt ist. Diese Fachaufsicht soll auch als Beschwerdestelle für die Polizei fungieren, sollte diese mit den Entscheidungen auf lokaler Ebene unzufrieden sein.<br><br>Damit gibt man den Polizeibehörden ein weiteres mächtiges Repressionswerkzeug an die Hand – jenen Polizeibehörden, die nicht davor zurückschrecken, Fußballfans schwer zu verletzen, nur um die eigene Agenda durchzudrücken. Wir sagen: Der Repressionswahnsinn gepaart mit der starken Zunahme willkürlicher und gewalttätiger Polizeieinsätze in deutschen Stadien zeigt, dass die Stadionverbots-Richtlinien nicht verschärft werden dürfen, denn die bewusste Eskalationsstrategie der Innenministerkonferenz darf nicht belohnt werden!</p>



<p><strong>2) Verbände: Transparenz und Faninteressen jetzt!</strong><br>DFB und DFL dürfen ihre Entscheidungen nicht länger im Geheimen treffen. Wir fordern endlich eine offene und transparente Diskussion unter Wahrung der bestehenden Faninteressen. Ein Stopp der derzeitigen Geheimverhandlungen und eine Neuaufnahme eines Dialogs, welcher seinen Namen auch wirklich verdient, führt nicht nur zu mehr Akzeptanz, sondern bietet den Funktionären von DFB und DFL auch eine Chance, sich diesem massiven Druck seitens der Innenministerien zu widersetzen. Wir erwarten, dass DFB und DFL von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.</p>



<p><strong>3) Unabhängige Ermittlungsstellen!</strong><br>Vereine und Verbände müssen den Aufbau unabhängiger Ermittlungsstellen nach dänischem Vorbild für die Aufklärung von übermäßiger Polizeigewalt öffentlich unterstützen – zum Schutz hunderttausender Fans, die Woche für Woche deutsche Fußballstadien besuchen. Die bundesweite Eskalationsstrategie der Polizei hat beispielsweise im Olympiastadion und im Westfalenstadion bewiesen: Polizeigewalt kann jeden Stadiongänger treffen.</p>



<p><strong>4) Innenpolitik: Sachargumente statt Populismus!</strong><br>Abgesehen von eskalierenden Polizeieinheiten ist der Fußball sicher. Es ist Zeit, sich endlich damit abzufinden! Es gibt keine Datengrundlage für den Kurs der Innenministerien, weshalb die Polizei nun bundesweit angehalten scheint, die Verletztenzahlen der ZIS-Statistik – aus Sicht der Innenminister „endlich“ – wieder nach oben zu treiben. Jeglicher Realität entbehrende Zerrbilder, etwa dass jedes Wochenende Spiele wegen Pyrotechnik unterbrochen und Menschen hierdurch verletzt würden, haben einer Versachlichung der Debatte zu weichen. Wir sind es leid, für populistische Forderungen herzuhalten, das Testobjekt für neue Repressionsmaßnahmen zu sein und uns unsere Fankultur und ihre Stilmittel von Innenministern und Polizeigewerkschaftern „erklären“ zu lassen.</p>



<p><strong>Fanszenen Deutschlands im April 2026</strong></p>



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<p></p>
</blockquote>
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		<title>SV Darmstadt 98 &#8211; FC Schalke 04</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 07:51:09 +0000</pubDate>
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		<title>FC Schalke 04 &#8211; Hannover 96</title>
		<link>https://ultras-ge.de/fc-schalke-04-hannover-96-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[UGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 07:40:27 +0000</pubDate>
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		<title>Ausgabe 13: Hannover 96</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-13-hannover-96/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>der wichtige Sieg gegen Bielefeld konnte in der letzten Woche eingetütet werden. Die Nordkurve zeigte dabei einen der Wichtigkeit des Spiels angemessenen Auftritt und konnte die Mannschaft in der Schlussviertelstunde trotz der Anspannung über die Ziellinie tragen. Um einen unserer Vorsänger sinngemäß wiederzugeben: „Wie laut wir vor oder nach dem Spiel sind, können wir uns in die Haare schmieren, was gilt ist jetzt! Jetzt müssen wir für die Mannschaft da sein, also reißt euch JETZT den Arsch auf und schreit sie zum Sieg!“. Am Freitag bekamen wir genau das über weite Strecken des Spiels hin. Teil dieser Kurve sein zu dürfen ist ein Privileg und zugleich eine Verpflichtung, seid euch dessen bewusst. Also auch heute wieder vollen Fokus aufs Spiel und geht 90 Minuten aus euch heraus!</p>
<p>Unser heutiger Gegner findet heute hoffentlich mal den Blinker und schafft es rechtzeitig von der Autobahn abzufahren. Der Gästeblock wird dann jedenfalls motiviert sein, seine Mannschaft nach vorne zu peitschen, damit diese den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verliert. Die letzten Auftritte der Niedersachsen waren bei uns zwar eher mittelmäßig, nichtsdestotrotz geht es auch für Hannover um sehr viel.</p>
<p>Bei all der Freude über den Platz an der Sonne trübt auch bei uns die Staatsmacht die Laune. Es werden sicherlich alle mitbekommen haben, wie Polizei &amp; Co. aktuell deutschlandweit auffahren. Am eigenen Leibe haben wir es vor allem in Berlin zu spüren bekommen, als grundlos in uns rein geprügelt wurde und dennoch muss man wohl ernüchternd festhalten, dass dies im Vergleich zu den Vorfällen in der Ostkurve Berlin oder nun kürzlich vor dem Dortmunder Gästeblock noch harmlos war. Das Verhalten hat sich seit der Innenministerkonferenz merklich geändert und es wirkt fast so, als ob die Zahlen nun durch Provokation oder sogar durch eigene Übergriffe auf Fangruppen nach oben getrieben werden sollen. In Gelsenkirchen selbst geht es noch vergleichsweise entspannt zu, lediglich die Präsenz der Zivis hat sich verändert, die sich nun mehr oder weniger „unauffällig“ neu positionieren. Auch in Bereichen, in denen sie absolut nichts zu suchen haben. Hier sei also gesagt, dass man sich lieber einmal mehr umgucken sollte, wer da gerade neben einem steht. Ausführlicher werden wir in der Rubrik aUsGEholt auf diese neue Phase der Repression eingehen und können diesen Text jedem nur ans Herz legen. </p>
<p>Den Kopf in Sand stecken gilt aber natürlich eh nicht, Solidarität ist unsere Waffe und wir werden auch aus dieser Zeit gestärkt herausgehen. Klingt abgedroschen, aber genau das macht unsere Bewegung aus. In diesem Sinne.</p>
<p>Auf geht´s Schalke &#8211; Kämpfen und Siegen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Bestes Wetter, Freitagabend und ein ebenso traditionsreiches wie wichtiges NRW-Duell gegen die Arminia aus Bielefeld. Fußballherz, was willst du mehr?</p>
<p>Schon beim Einsingen und Pogen vor Anpfiff konnte man spüren, dass die Nordkurve an die positive Entwicklung der letzten Wochen anknüpfen wollte. Auch optisch ging es gut los. Dutzende Blinker und ordentlich blauer Rauch in den Ecken sorgten, gepaart mit einem stabilen Tifo-Einsatz, für ein rundes Intro.</p>
<p>Danach schafften wir es immer wieder, laute Momente zu kreieren. „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ bleibt hier in besonders guter Erinnerung. Edin Dzeko ließ sich nicht lange bitten und beglückte die Königsblauen nach einer Viertelstunde mit dem 1:0. Selbstredend ging sämtliches Liedgut noch besser als zuvor von den Lippen. Mit der Führung in einem wirklich ansehnlichen Spiel im Rücken ging es bestens gelaunt in die Pause.</p>
<p>Durchgang zwei konnte mit einem starken „Geh’n mit dir auf jede Reise“ eröffnet werden. Um im weiterhin völlig offenen Spiel die ganze Kurve oder auch die Arena bestmöglich mitzunehmen, wurde danach eher auf leichtere Gassenhauer zurückgegriffen. Das klappte wunderbar und sorgte mehrmals für wirklich laute Minuten. Einen Schockmoment hielt das Spiel mit dem vermeintlichen Bielefelder Ausgleich auch noch bereit. Glücklicherweise wurde der Treffer aber einkassiert, während die Nordkurve während der VAR-Überprüfung durch sang, sorgte die Entscheidung beim restlichen Schalker Anhang noch einmal für komplette Ekstase. Der fade Beigeschmack des Videobeweises blieb natürlich trotzdem.</p>
<p>Am Ende schafften es unsere Jungs einmal mehr, das Ding über die Ziellinie zu bringen und den nächsten Dreier aufs Punktekonto zu buchen. Nach Abpfiff wurde den Emotionen freien Lauf gelassen und ein paar perfekt getimte Fackeln sorgten beim Feiern mit der Mannschaft für einen absoluten Gänsehautmoment. Unserer Kurve darf man an diesem Tag einen guten Auftritt attestieren, an den es in den verbleibenden Spielen anzuknüpfen gilt. Spitzenreiter!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Bielefeld machte den Gästebereich mit rund 6.000 Mann komplett voll. Schon vor Anpfiff sorgte ein richtig ordentlicher Wechselgesang mit dem Oberrang für ein Ausrufezeichen. Auch danach gibt es quasi nichts  auszusetzen. Lokal Crew und Co. schafften es etliche Male, den gesamten Anhang mitzunehmen und überzeugten auch optisch mit gutem Tifo und ordentlich Bewegung im Block. Der durch den VAR aberkannte Ausgleich sorgte, verständlicherweise, für einen Einbruch. Unter dem Strich steht ein Auftritt, der in absolut positiver Erinnerung bleibt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Einmal mehr standen unsere Brüder aus Nürnberg und Enschede an unserer Seite. Danke Jungs!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegnervorstellung</strong></span></p>
<p>Unsere letzte Gegnervorstellung der Saison beschäftigt sich mit der ostwestfälischen Arminia aus Bielefeld. Der Name Arminia geht auf den germanischen Fürsten Arminius zurück, dessen Namen viele deutsche Vereine um 1900 als patriotisches Symbol wählten. Heimstadion des Vereins ist die Bielefelder Alm, welche ihren Namen in den 1920er Jahren erhielt, als vor dem Stadion noch Kühe grasten. Heutzutage blickt man aus dem Gästebereich des 26.750 Plätze umfassenden Stadions heraus in eine idyllische Kleingartenanlage. Seit 2004 sind die Namensrechte allerdings an das ortsansässige Unternehmen Schüco vergeben.</p>
<p>Neben vier Zweitliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2019/20 &#8211; und zwei Drittliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2024/25 &#8211; ist der jüngste sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte wohl der Einzug ins DFB-Pokalfinale 2024/25, welches 2:4 gegen den VfB Stuttgart verloren wurde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rechtsform:</span></p>
<p>Seit dem 1. Juli 2001 ist die Lizenzspielerabteilung der Arminia ausgegliedert in die DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA. Der Stammverein Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld e. V. wurde 1905 mit dem Namen 1. Bielefelder FC “Arminia” gegründet. Heutzutage zählt der Verein knapp über 29.000 Mitglieder, insbesondere beflügelt durch den jüngsten Erfolg im DFB-Pokal, hatte der Verein im August 2024 noch gerade einmal 16.000 Mitglieder.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fanszene:</span></p>
<p>Im Dunstkreis von Kutten, Hools und Normalos begründeten im Jahr 1995 die BOYS Bielefeld den Startschuss der Bielefelder Ultrà-Szene. Erste ultrà-ähnliche Strömungen trugen in den späten 90er Jahren zudem die Gruppen Fantastic Blue und Blue Yankees mit. 2001 wurden als eine Art Dachverband für aktive Arminia-Fans die Ultras Bielefeld gegründet und bereits im Februar 2004 wieder aufgelöst. Grund war die angebliche Beschmutzung des Begriffs “Ultras” aufgrund der Zunahme von Gewalt in und außerhalb der Stadien, mit dem sich die gewalt-ablehnende Gruppe nicht weiter identifizieren konnte.</p>
<p>Mit dem Umzug der aktiven Fanszene in den neu geschaffenen Block 1 im Sommer 2006 gründete sich die heute tonangebende Gruppe Lokal Crew. Angeschlossene Gruppen sind Sparrenkollektiv, Companions und Sektion Wittekind. Nach einem Einbruch in das Fahnenlager der Fanszene und dem damit verbundenen Abhandenkommen der Zaunfahne der Lokal Crew im Jahr 2014 trat man für etwa 1,5 Jahre hinter einer “Block Eins Ultras” Zaunfahne nach außen auf, ehe man seit der Rückrunde 2015/16 mit neu gepinselter Fahne nunmehr wieder hinter dem Namen Lokal Crew steht. Die entwendete Zaunfahne hat bis heute nicht wieder das Licht der Welt erblickt.</p>
<p>Seit der Saison 2022/23 findet sich außerdem die Zaunfahne der BOYS Bielefeld nicht mehr im Block 1, womit man sich offenbar endgültig von “Ultrà” abgewandt hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freundschaften:</span></p>
<p>In den späten 90er und frühen 00er Jahren entwickelten sich in der anfänglichen Bielefelder Ultrà-Szene neben einer Freundschaft nach Hannover (Komplott Hannovera und Verrückte Meute) vereinzelte freundschaftliche Kontakte nach Hamburg (Chosen Few), Nürnberg (Psychopathen), Ultras Leverkusen und Berlin (Harlekins).</p>
<p>Heutzutage pflegt die aktive Fanszene der Arminia Freundschaften zum FC Savoia 1908 aus der italienischen Serie D und Ultras Düsseldorf. Darüber hinaus bestehen weiterhin freundschaftliche Kontakte nach Hamburg und Hannover aus vergangenen Zeiten, auch wenn die offiziellen Fanfreundschaften bereits aufgekündigt wurden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Feinde:</span></p>
<p>Feinde sieht man in Dortmund, Bochum, Osnabrück und Münster, wobei Letzteres neben der geografischen Nähe insbesondere durch gegenseitige Fahnendiebstähle in der Vergangenheit manifestiert wurde.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_9">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Letzte Woche Samstag empfing der Glubb die Fortuna aus Düsseldorf. Einen ausführlichen Spielbericht dazu findet ihr weiter unten.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer in den hohen Norden zum Spiel gegen Kiel &#8211; vor der Länderspielpause empfängt der 1. FCN zu Hause das Team aus Kaiserslautern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. FC Nürnberg e.V. &#8211; Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. 0:1 (0:0)</span></p>
<p>Nach unserem Bielefeld-Spiel ging es trotz kurzer Nacht für mehrere Auto-Besatzungen am Samstagmorgen Richtung Nürnberg, um unsere Freunde beim Spiel gegen die Düsseldorfer Fortuna zu unterstützen. Angekommen am Stadion suchten wir direkt den neuen Biergarten auf. Dieser ist seit einiger Zeit mit allerhand Sitzmöglichkeiten im Stadionumlauf zu finden und war bei bestem Frühlingswetter natürlich brechend voll.</p>
<p>Rund 15 Minuten vor Anpfiff begann die Nordkurve Nürnberg, sich einzusingen und packte dazu zwei ältere Lieder aus. Die Mannschaft auf dem Platz hielt leider nicht, was der Wettergott versprach und so gab es in der ersten Hälfte bis auf ein nicht gegebenes Tor keine weiteren nennenswerten Aktionen des FCN. Der magere Spielverlauf spiegelte sich auch in der Stimmung wider. So konnte selten das Stadion mitgenommen werden und die Lieder wurden nicht so lange gehalten, wie man es eigentlich gewohnt ist.</p>
<p>Der Glubb kam besser in die zweite Hälfte der Partie, allerdings war es Düsseldorf, welches kurz vor‘m „Ganz kleinen Bub“ die Führung erzielte. Nürnberg warf nochmal einiges rein, am Ende wurden die letzten Pässe jedoch nicht an den Mann gebracht und es fehlte an wirklich zwingenden Torchancen.</p>
<p>Der Gästeanhang konnte mit einem ansehnlichen Tifoeinsatz und durchgängiger Bewegung überzeugen, das wars dann aber schon wieder. Akustisch kam auch nach der Führung bei uns nichts an, was natürlich zum Teil an den baulichen Gegebenheiten liegt.</p>
<p>Spätestens mit einem Sani-Einsatz kurz vor Ende der Partie war dann die Luft in der Nordkurve raus und die Spieler wurden nach Abpfiff bedient in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der restliche Samstag wurde im Lokale Grande verbracht, da zum fränkisch-italienischen Abend eingeladen wurde. Italien-Liebhaber kamen bei hervorragender Pinsa und Pasta komplett auf ihre Kosten und konnten anschließend mit Vino Bianco oder Vino Rosso for free auch flüssige italienische Highlights genießen. Für den fränkischen Part des Mottos sorgten über 30 verschiedene Biersorten und so war das Spiel schnell in Vergessenheit geraten. Für den einen oder anderen von uns gab’s im Anschluss noch eine Tour durchs Fanzine-Archiv, welches mit seinen rund 7.000 Heften und Büchern das Fanzine-Herz um einiges schneller schlagen lässt.</p>
<p>Am Ende kann man sich nur für die erneute Gastfreundschaft bedanken!</p>
<p>Schalke und der FCN!</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Nur eine Woche seit der vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs. Dementsprechend wenig ist am Balkan in den letzten Tagen passiert. Vardar spielte wieder einmal an allen Tagen außer dem Wochenende. Donnerstags stand das Topspiel gegen Shkendija an. Nach dem Unentschieden gegen den Drittplatzierten FC Struga wurde dies zu Hause leider mit 0:1 verloren. Wenige Tage später stand das letzte Rückrundenspiel auswärts bei Sileks Kratovo auf dem Programm. Aufgrund des erneuten Termins auf einem Werktag (Montag) boykottiert Komiti die Partie. Vardar gewann dennoch 1:0 und steht somit weiterhin knapp an der Tabellenspitze. Nachdem nun die Hin- und Rückrunde gespielt ist, steht ab nächster Woche die finale dritte Runde des Ligabetriebs an.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Das Spiel gegen den ungeliebten Nachbarn aus Caserta verlor die Granata auswärts 1:0 und ließ abermals wichtige Punkte liegen. Wieder einmal durften keine Gäste anreisen, sodass die Fanszene das Spiel vom heimischen Fernseher aus verfolgen musste.</p>
<p>Das Heimspiel gegen Latina fand am Weltfrauentag statt, der in Italien viel Beachtung erhält. Die italienische Gesellschaft ist für das Thema Femizide durch die Berichterstattung über die vielen Morde an Frauen durch ihre (Ex)-Partner in Italien sehr sensibilisiert und schenkt diesem Tag daher viel Aufmerksamkeit. Die Ultras der Curva Sud Siberiano haben daher die traditionellen gelben Mimosen an alle Frauen in der Kurve verschenkt und ein Spruchband gezeigt “Eine Welt ohne Frauen ist wie eine Welt ohne Salernitana”.</p>
<p>Das Spiel konnte Granata durch die Tore von Cabianca und Lescano trotz Unterzahl mit 2:1 gewinnen. Etwa 80 Gäste aus der Stadt südlich von Rom hatten sich im Block eingefunden. Das Stadion hatte mit 7.000 Zuschauern den bisher niedrigsten Zuschauerwert der Saison. Viele Fans haben aus Protest, Frust und anderen ähnlichen Motiven, trotz Dauerkarte, darauf verzichtet, zum Spiel zu kommen. Obwohl das Spiel gewonnen werden konnte, hat man sowohl Fans als auch Spielern angemerkt, dass hier niemandem wirklich zu feiern zumute war und so begab sich die Elf auch unmittelbar nach Schlusspfiff in die Kabine.</p>
<p>Mit zwei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Cosenza und sechs Punkten auf den Zweiten Catania steht Salernitana aktuell auf Platz vier der Tabelle und spielt noch um die wichtigen Platzierungen für die Playoffs.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mitgliederkongress 2026</strong></p>
<p>Neben der Mitgliederversammlung des F.C. Schalke 04 e.V. ist der jährliche Mitgliederkongress ein Tag, an dem man als Mitglied direkten Einfluss nehmen und unseren Verein mitgestalten kann. Die vierte Veranstaltung dieser Art fand am Samstag nach dem 1:0 Heimsieg gegen Bielefeld statt. Ab 10 Uhr trudelten die teilnehmenden Mitglieder nach und nach im Glückauf Club in der Arena ein. Nach dem ersten Kaffee wurde der Kongress um 11:04 Uhr von Moderator Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier eröffnet. Diverse Vereinsvertreter, unter anderem auch Vorstand Matthias Tillmann, begrüßten die Anwesenden und erklärten den Tagesablauf. Nach rund 30 Minuten folgte die erste von zwei Workshop-Phasen. Bei der Anmeldung konnte man aus acht Workshops drei, nach Priorität geordnet, auswählen, an denen man teilnehmen wollte. Zwei Workshops wurden im Nachgang aus internen Gründen gestrichen, sodass die Mitglieder in sechs Workshops diskutierten, Probleme erörterten und Lösungsansätze überlegten. Diese waren:</p>
<p>• Fankultur<br />• Fanclubkultur<br />• #STEHTAUF<br />• Familien auf Schalke<br />• Auswärtsspiele<br />• Barrierefreies Schalke</p>
<p>Gestärkt ging es nach der Mittagspause in die zweite Workshoprunde. Zwei Stunden später neigte sich der Mitgliederkongress bereits dem Ende zu. Beim Abschluss wurden die Ergebnisse der Workshops Barrierefreies Schalke und Familien auf Schalke vorgestellt. An Stellwänden konnte man die Ergebnisse aller Workshops nachlesen.</p>
<p>Wie viel Gehaltvolles und Umsetzbares am Ende rumgekommen ist, wird sich zeigen. Es bleibt aber festzuhalten, dass unser Verein mit dem Mitgliederkongress seinen Mitgliedern unmittelbar die Chance gibt, den Club konkret mitzugestalten. Gewisse Maßnahmen in den letzten Monaten sind auf Ideen aus den Mitgliederkongressen der letzten Jahre zurückzuführen. Dies zeigt, dass sich der Verein mit den Ergebnissen auch wirklich beschäftigt und es keine vergeudete Zeit ist. Es wäre daher schön, wenn sich im nächsten Jahr wieder ein paar mehr Königsblaue motivieren können, an diesem Kongress teilzunehmen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Im letzten und vielleicht interessantesten Teil geht es zurück ins Stadion. Wie entstehen die Lieder? Wie läuft es </em><em>mit Stadionverboten? Und wie wird eine Freundschaft zwischen einer kolumbianischen und einer argentinischen </em><em>Gruppe eigentlich mit Leben gefüllt? Auf diese und viele andere Fragen findet ihr in diesem Teil eine Antwort.<br /></em><em>Wir hoffen, dass euch diese kleine Reise nach Kolumbien ebenso gefallen hat wie uns und bedanken uns an </em><em>dieser Stelle nochmal aufrichtig beim Comandos Azules für das Interview.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 3</span></p>
<p><strong>Wie entstehen die Lieder und Gesänge, die auf der Tribüne gesungen werden? Wie werden sie </strong><strong>entschieden und wie schafft ihr es, dass die ganze Fanszene sie lernt?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Also, ich persönlich war zwölf Jahre lang Teil der Instrumentalgruppe, deshalb bin ich tief involviert in die Komposition und Interpretation der Lieder.</p>
<p>Wichtig ist, dass ein Lied, um gut anzukommen, aktuell ist, also einen musikalischen Rhythmus hat, der gerade im Trend liegt. Der Text hingegen muss voller Leidenschaft sein, die Energie transportieren, die wir der Mannschaft geben und die Liebe zu den Farben widerspiegeln. Es geht darum, zu feiern, was Millonarios bedeutet.</p>
<p>Wenn man sich die Lieder anderer Barras in Kolumbien anhört, merkt man schnell, dass sie oft gegen andere Fangruppen singen, „die Hurensöhne von Millonarios“, „die Hühner“ und so weiter. Wir machen das fast gar nicht.</p>
<p>Wir haben ein Lied gegen Santa Fe, eins gegen Nacional und das war’s. Und die wissen auch, dass die gegen sie sind. Aber der große Fokus liegt bei uns auf positiven Gesängen, die unser Team feiern, nicht die Rivalen beleidigen.</p>
<p>In Bezug auf die Musik:</p>
<p>Unsere Band besteht normalerweise aus: 16 großen Trommeln (bombos), 16 Snare-Drums (redoblantes) und drei Repinique-Trommeln (repiques).</p>
<p>Je nachdem, wie es der Barra gerade geht, ändert sich das Setup. Wir hatten auch schon Zeiten, in denen wir nur zwei Trommeln und eine kleine Percussion hatten. Aber je mehr sich die Fans zusammenschließen, desto größer wird auch die musikalische Kraft und desto mächtiger klingt das Ganze im Stadion.</p>
<p><strong>In Lateinamerika ist es ja oft so, dass viele Melodien gleich klingen, wie zum Beispiel „Sonar pompa“.</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Dass sich manche Lieder ähneln, liegt letztlich am Klang – am rhythmischen Ursprung. Wir haben versucht, das ein wenig mit Barrett-Elementen zu vermischen, besonders nachdem wir bei den Weltmeisterschaften waren. Wir wollten den Liedern ein anderes „Gewürz“ hinzufügen, eine neue Note, dabei aber die gleiche Leidenschaft und Euphorie erhalten.</p>
<p>Ich persönlich verteidige sehr unsere Fußballkultur, denn ich kenne die Fangemeinde von Millonarios. Es ist eine Fanszene, die mit dem Herzen singt.</p>
<p>Manchmal mag es sich vielleicht nach argentinischen Fangesängen anhören, aber das ist einfach ein Teil des Klangbilds, das beim Publikum Gänsehaut auslöst. Die Gesänge wirken ähnlich, ja. Aber wer sich mit der Komposition auskennt, die Rhythmen versteht und versucht, bewusst mit Tonlage und Melodie zu singen, merkt: Das ist etwas Eigenes.</p>
<p>Es geht also nicht um Kopie, sondern um emotionale Wirkung. Um das, was die Leute im Stadion wirklich spüren, wenn sie mitsingen.</p>
<p>Wir haben mal ein Lied auf der Basis von Fito Páez’ „Mariposa Tecknicolor“ gemacht. Ich hatte diese Musik als Kind gehört, bin damit eingeschlafen und als wir sie im Stadion-Kontext wiederentdeckten, passte sie einfach perfekt zu Millonarios. Der spanischsprachige Rock, vor allem der argentinische, ist ikonisch in Kolumbien. Wir selbst haben keine so starke Rockszene wie Argentinien, deshalb kommen viele Stadionlieder aus deren Musikkultur.</p>
<p>Aber auch die Argentinier übernehmen Melodien von überall, es ist ein offenes System.<br />Als der Boom der Barras begann, kam vieles aus Argentinien zu uns: die Cassetten, die ersten Lieder, die Struktur der Barra. Darum haben wir bis heute so eine enge Verbindung mit Gruppen wie „Los Borrachos del Tablón“. Da entstanden Brücken, Freundschaften, auch durch den Austausch von Instrumenten.</p>
<p>Zum Beispiel waren wir die erste Barra in Kolumbien, die ein Repique (eine spezielle Trommel) hatte. Seit 2004 und unser damaliger Chef brachte es aus Argentinien mit, um unseren eigenen Sound zu entwickeln. Das bedeutet aber nicht, dass wir spielen wie sie. Es ist einfach so: Die Musik entzündet das Feuer, die Emotion im Stadion, die Leidenschaft.</p>
<p>Wir haben auch Lieder mit kolumbianischen Rhythmen, zum Beispiel basierend auf Songs von Shakira oder anderen lokalen Künstlern. Es geht nicht nur um Argentinien, sondern darum, was uns emotional bewegt.</p>
<p><strong>Welche Art von Sanktionen verhängt der Staat bei Auseinandersetzungen? Gibt es Sanktionen wie Stadionverbote?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, wir haben hier im Laufe der Jahre viele Situationen erlebt, in denen wir bestraft wurden. Dazu gehören unter anderem die Spaltung der Gruppe, Polizeipräsenz auf der Tribüne, das Verbot, mit Trikots ins Stadion zu gehen, Reiseverbote für organisierte Fangruppen und sogar der Verlust unserer eigenen Tribüne über Jahre hinweg – wir durften nicht mehr auf unsere eigene Tribüne. Aber das hat uns letztlich nicht wirklich beeinträchtigt, denn wir sind trotzdem immer ins Stadion gegangen.</p>
<p>Es gab auch eine Zeit, in der man das sogenannte „Recht auf Einlassverweigerung“ durchsetzen wollte. Einzelne Personen bekamen Zutrittsverbote, aber das war höchstens für sechs Monate. Das war genau zu der Zeit, als Miguel Sicherheitssekretär der Stadt Bogotá war, eine schwierige Phase. Er wollte das Thatcher-Modell anwenden und das Hooliganismus-Gesetz umsetzen. Damals durften wir nur noch neutrale, weiße T-Shirts tragen. Es gab also durchaus Einschränkungen und Sanktionen. Aber keine, die uns dauerhaft davon abhalten konnten, ins Stadion zu gehen.</p>
<p><strong>Aber wie wird eigentlich kontrolliert, ob jemand ein Stadionverbot hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das war in den Jahren 2013 und 2014, in der Zeit, als dieser Sicherheitsbeamte aktiv war. Es gab Einlassverbote, aber wie gesagt: maximal ein halbes Jahr. Es wurde nie wie in anderen Ländern gehandhabt, wo man jahrelang gesperrt wird oder sich während der Spiele bei der Polizei melden muss. So etwas gab es hier nicht. In Deutschland zum Beispiel gibt es spezielle Polizeieinheiten nur für die Fanszenen. Das sind oft Zivilbeamte, die sich unter die Gruppen mischen. Auch hier in Kolumbien hat man das versucht. Es gab Zivilpolizisten und wenn wir sie enttarnten, stand dann meist gleich ein Polizeiwagen in der Nähe. Aber wir haben begonnen, uns diese Räume wieder zurückzuerobern. Wir arbeiten aktuell daran, ein rechtliches Fundament zu schaffen, mit Rechten und Pflichten.</p>
<p><strong>Neben den Auswärtsspielen in der Liga begleitet ihr das Team auch bei internationalen Turnieren wie der Copa Libertadores?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Fanszene von Millonarios ist wirklich sehr engagiert. Wenn das Team auswärts spielt, sind wir fast immer dabei, unabhängig vom Ort. Leider ist es der Verein selbst, der dem nicht gerecht wird. Unser Wunsch ist es, dass Millonarios ein wirklich wettbewerbsfähiger Club ist, ein Verein, der dem Niveau seiner Fans entspricht.<br />Wir als Fans sind immer bereit, die Mannschaft überallhin zu begleiten. Sei es innerhalb Kolumbiens oder auch zu internationalen Spielen, zum Beispiel nach Europa oder in die USA, wenn dort Freundschaftsturniere stattfinden. Leider tritt das Team bei hochkarätigen Wettbewerben in Südamerika, wie der Copa Libertadores, nicht auf dem sportlichen Niveau auf, das wir uns wünschen würden. Aber unabhängig davon: Wir reisen überallhin mit. Die Fahne wird immer hochgehalten.</p>
<p><strong>Wie gelingt es euch, an solchen Spielen teilzunehmen – angesichts der weiten Entfernungen und </strong><strong>der hohen Reisekosten in Südamerika?</strong></p>
<p>Die Antwort liegt im Fanatismus, in der tiefen Verbundenheit mit dem Verein. Viele opfern sehr viel. Sie kündigen ihre Jobs, lassen ihre Familien zurück, nur um ihrem Herzensclub hinterher zu reisen. In den meisten Fällen läuft das über Selbstorganisation, jeder trägt seine Kosten selbst. Innerhalb der einzelnen Fangruppen („Parches“) gibt es aber auch finanzielle Solidarität. Es werden gemeinsame Fonds organisiert oder Beiträge gesammelt, um Mitglieder bei den Reisekosten zu unterstützen. Das hängt immer von der jeweiligen Gruppe ab. In unserer Gruppe gibt es immer Unterstützung, es wird gesammelt, sobald eine Auswärtsreise ansteht. Natürlich ist die Höhe dieser Unterstützung abhängig von der Entfernung und dem Zielland. Aber wichtig ist: Es ist alles freiwillig. Niemand ist verpflichtet, zu zahlen oder zu reisen. Wer mitfährt, entscheidet das eigenverantwortlich und trägt grundsätzlich seine eigenen Kosten.</p>
<p><strong>Apropos Südamerika: Wir wissen, dass ihr seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit den </strong><strong>Fangruppen von River Plate aus Buenos Aires pflegt. Wie ist diese Beziehung entstanden und </strong><strong>wie bleibt sie trotz der Distanz lebendig? Wir haben gehört, dass Ende letzten Jahres eine große </strong><strong>Gruppe von euch zu Besuch in Argentinien war…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Verbindung zu River Plate – abgesehen davon, dass sie wie wir auch „Los Millonarios“ heißen – besteht schon sehr lange. Sie geht zurück auf die Zeit des „El Dorado“ im kolumbianischen Fußball, als viele argentinische Spieler wegen der damaligen Krise in Argentinien nach Kolumbien kamen. Damals entstand eine erste Nähe.</p>
<p>In den frühen 2000er-Jahren wurde die Beziehung dann vertieft, als River Plate zu Freundschaftsspielen nach Kolumbien reiste. Wir als Fangruppe haben damals beschlossen, sie zu begleiten und zu unterstützen. Viele unserer Gründungsmitglieder reisten in dieser Zeit auch nach Argentinien und so wurde ein enges Band zwischen den Gruppen geknüpft. Wir stehen heute in direktem Kontakt mit verschiedenen „Parches“ von River Plate, zum Beispiel mit den Jungs aus Entre Ríos. Auch wenn manche dieser Gruppen nicht die prominentesten sind, bieten wir ihnen immer Gastfreundschaft. Egal, ob sie nach Kolumbien kommen oder wir nach Argentinien reisen. Es ist eine gelebte Verbundenheit, eine echte Freundschaft, die nicht infrage gestellt wird, weil sie auf jahrzehntelangem Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.</p>
<p><strong>Wie läuft dieser Kontakt konkret ab? Kommen regelmäßig Personen aus Argentinien zu euch </strong><strong>oder reisen Mitglieder von euch nach Buenos Aires? Gibt es jemanden, der die Tickets organisiert </strong><strong>oder die Reise plant?</strong></p>
<p>Comandos Azules: Der Kontakt ist direkt und persönlich. Wenn beispielsweise jemand aus unserer Gruppe nach Buenos Aires reist oder ein River-Fan nach Bogotá kommt, wird das nicht als etwas Außergewöhnliches betrachtet. In der Regel handelt es sich um eine Art symbolische Vertretung der jeweiligen Gruppe, oft von den „Comandos“. Die jeweiligen Anführer kennen sich bereits seit vielen Jahren und auf beiden Seiten wird stets Gastfreundschaft gewährt. Es ist eine Freundschaft, die sich auf gegenseitige Unterstützung und Respekt gründet.</p>
<p>Ein Beispiel: Bei Spielen wie dem, bei dem auch jemand von euch dabei war, sind die Tickets oft schon lange ausverkauft. Aber durch die engen Verbindungen ist es manchmal trotzdem möglich, noch Karten zu bekommen oder Zugang zu Bereichen zu erhalten, die normalerweise für Touristen oder Außenstehende verschlossen bleiben.</p>
<p>Das ist wie ein stilles Abkommen, eine langjährige Allianz zwischen beiden Gruppen. Selbst in Argentinien, wo das „Recht auf Einlassverweigerung“ (derecho de admisión) vielen Fangruppen stark zugesetzt hat, bleiben diese Kontakte bestehen. Und auch wir halten als Kollektiv weiterhin zusammen, unabhängig von staatlichem Druck.</p>
<p><strong>Habt ihr auch Freundschaften oder Verbindungen zu Fangruppen aus anderen Ländern? Zum Beispiel kursierte mal ein Foto mit einer Darmstadt-Fahne (Deutschland) zusammen mit Millonarios-Fans…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das Foto, das du erwähnst, steht nicht direkt in Verbindung mit unserer Gruppe, den Comandos Azules. Es handelt sich wahrscheinlich um Millonarios-Fans, die unabhängig von der organisierten Barra Kontakte zu anderen Fangruppen geknüpft haben. Aber das geschah nicht offiziell oder im Namen der Comandos Azules, also nicht durch unsere Struktur oder Führung. Deshalb kann man solche Kontakte eher als einzelne, lose Freundschaften betrachten, nicht als echte, über Jahre gewachsene Allianz wie die mit River Plate, bei der es viele belegbare gemeinsame Erlebnisse und Verbindungen gibt. Was solche Flaggenfotos betrifft: Ja, es sind Fans, aber sie gehören nicht offiziell zur Barra Brava oder unserer Gruppe.</p>
<p>Natürlich haben wir im Laufe der Zeit auch andere freundschaftliche Begegnungen mit Fans aus anderen Ländern gehabt. In Brasilien zum Beispiel hatten wir einmal sehr guten Kontakt zur Fangruppe The Fiel von Corinthians. Allerdings pflegen diese eine deutlich engere Verbindung zu América de Cali, da es Überschneidungen bei den Spielern gab. Einige, die bei Corinthians gespielt haben, waren zuvor oder später bei América.</p>
<p>Solche Konstellationen schaffen dann für uns eher eine Distanz, weshalb sich diese Verbindung nicht weiter vertieft hat. Das heißt nicht, dass wir nur mit River Plate befreundet sind. Es gibt auch einzelne Gruppen (Parches), die Freundschaften mit Fans in Paraguay oder Chile haben, zum Beispiel mit der U de Chile. Dort besteht tatsächlich eine enge Verbindung auf Gruppenebene.</p>
<p>Insgesamt lässt sich sagen: Diese Freundschaften entstehen nicht zwischen zwei Vereinen im klassischen Sinne, sondern vielmehr zwischen den jeweiligen Fangruppen, den Parches. Und das entwickelt sich meist aus Begegnungen, etwa bei Turnieren wie der Copa América oder anderen internationalen Events.</p>
<p><strong>Nach den Freunden fehlen jetzt die Feinde. So wie wir, habt auch ihr mehrere Rivalen. Was könnt ihr dazu sagen? Wer ist aktuell euer größter Rivale?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das ist eine Frage, die uns unser ganzes Leben lang gestellt wird – bei jeder Umfrage, in jedem Interview: Wen hasst ihr am meisten? Aber innerhalb unserer Gruppe gibt es niemanden, den wir mehr hassen als andere. Wir haben nie echte Freundschaften mit anderen Fanlagern geschlossen und deshalb sind sie für uns im Prinzip alle gleich. Natürlich gibt es Fangruppen, mit denen wir deutlich mehr Konflikte hatten, mit Toten und Verletzten.</p>
<p>Wenn wir es also in eine Rangliste fassen müssten: Ja, wir verachten sie alle, aber wenn es darum geht, mit wem es die tiefsten Feindschaften gibt, dann stehen unangefochten die aus Cali und Atlético Nacional ganz oben.</p>
<p>Was Cali betrifft: Sportlich gesehen ist es die einzige Mannschaft, die uns in gewisser Weise dominiert. Ihre Denkweise ist unserer sogar relativ ähnlich, was ihre Struktur und Organisation angeht und das macht die Rivalität umso intensiver. Der Hass entsteht aus dem sportlichen Wettbewerb, aus dem Kampf um die Tribüne, aus den Choreografien, den Bannern – alles ist auf Augenhöhe.</p>
<p>Mit Nacional ist es etwas anderes. Sie sind sportlich weit von uns entfernt, auch in puncto Fanszene. Ihre Fangruppen hängen stark von mafiösen Strukturen und externen Faktoren ab. Im Gegensatz zu uns, die völlig selbstorganisiert sind. Deshalb stehen diese beiden Fangruppen bei uns ganz oben auf der Liste der meistverachteten.</p>
<p>Aber ehrlich gesagt, wir haben mit Allen rivalisierende Beziehungen. Ob bei Aufmärschen, Choreos, Pyroaktionen oder Festen, wir setzen Maßstäbe. Und wenn andere da mithalten wollen, müssen sie sich zusammenschließen, um überhaupt annähernd an unser Niveau heranzukommen.</p>
<p>Und dann ist da noch Santa Fe. Santa Fe ist unser klassischer Stadtrivale. Bogotá hat vier große Fangruppen, aber Nacional und América de Cali sind deutlich größer als Santa Fe. Trotzdem ist Santa Fe der ewige lokale Gegner, aber sie waren für uns nie eine ernstzunehmende Konkurrenz auf der Tribüne. In Sachen Straßenpräsenz, Auseinandersetzungen und echter Feindschaft treffen wir zwar häufiger auf Santa-Fe-Fans, aber die wirklich tiefen Rivalitäten leben mit anderen Gruppen. Santa Fe ist uns da emotional und ideologisch ziemlich fern.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Gibt es eine besondere Anekdote oder Geschichte, die ihr mit unseren Leserinnen </strong><strong>und Lesern teilen möchtet? Ein unvergessliches Spiel, ein Moment, der euch geprägt hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Für mich als Fan war es ganz klar, als wir unseren 14. Meistertitel gewonnen haben. Es waren 28 Jahre ohne Titel und ich selbst war davon schon zwölf bis 15 Jahre als treuer Fan dabei. Aus dieser langen Durststrecke endlich herauszukommen, war für mich etwas Unglaubliches. Eine Finalpartie zu erleben und sie auch noch zu gewinnen, war unbeschreiblich. Alles, was auf der Tribüne passiert ist: die Pyrotechnik, die Atmosphäre, die Anspannung, die emotionale Achterbahnfahrt. Es gab auch Fehler bei der Pyro, Momente höchster Nervosität und Anspannung. Aber am Ende haben wir das Finale im eigenen Stadion gewonnen. Ich würde sagen: Für mich war das einer der bedeutendsten Momente meines Lebens als Fan. Damals war ich zudem für die Instrumente verantwortlich. Ich habe während des gesamten Spiels die Musik koordiniert und gespielt. Es war einfach wunderschön, die ganze Partie musikalisch zu begleiten und so ein Teil dieser Emotion zu sein.</p>
<p>Ein weiterer großartiger Moment war ein Auswärtssieg gegen Santa Fe, als wir als Fans inkognito im Stadion waren und die Mannschaft dort den Sieg feierte. <br />Ohne Genehmigung, ohne offizielle Fanpräsenz – ein Erlebnis, das sich tief eingeprägt hat.</p>
<p>Aber wenn ich es abwägen müsste: Der Moment, als wir die 28-jährige Titellosigkeit beendet haben, wiegt emotional deutlich mehr als der Auswärtssieg gegen Santa Fe in unserer eigenen Stadt.</p>
<p>Damals mussten wir buchstäblich kämpfen, um überhaupt in die Nähe des Stadions zu kommen. Wir standen nur ein paar Blocks vom Estadio Azul entfernt, demselben Stadion, in dem wir unser erstes großes Finale erlebt hatten. Solche Erlebnisse machen all die Opfer lohnenswert, die man für diese Fanliebe bringt. Für Millonarios, für den Aufbau einer wahren Fankultur. Gerade in einem Land wie Kolumbien, wo man Fangruppen oft pauschal mit Gewalt und Drogen assoziiert, ist es wichtig zu zeigen: Für uns ist das ein Lebensstil. Und ihn auf positive Weise zu leben, das ist der wahre Erfolg einer gut organisierten Fangemeinschaft.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wenn die Politik den Dialog predigt und die Polizei den Knüppel tanzen lässt</strong></span></p>
<p>Erinnert ihr euch noch an den Dezember 2025? Die Schlagzeilen überschlugen sich: „Sieg für Fußball-Fans“ (WELT, 04.12.2025), „Dialog statt Konfrontation“ (NDR.de, 05.12.2025). Nach Wochen des Schweigens in den Stadien und dem bundesweiten 12-Minuten-Boykott, schienen die Herren und Damen Innenminister in Bremen plötzlich ganz zahm. Ulrich Mäurer (SPD) gab den weisen Moderator und sogar Hardliner wie Joachim Herrmann (CSU) schwafelten plötzlich von „Augenmaß“ und „Dialog“.</p>
<p>Man verkündete stolz: Keine personalisierten Tickets, keine flächendeckende Gesichtserkennung – vorerst. Ein Erfolg? Vielleicht auf dem Papier. Doch wer die Abschlussprotokolle der 224. IMK aufmerksam liest, erkennt schnell: Das war kein Rückzug oder Entgegenkommen, sondern eine Nebelkerze.</p>
<p>Während man bei der Überwachungstechnologie medienwirksam einen Gang zurückschaltete, wurde an anderer Stelle ein repressives Monstrum geschaffen: die „zentrale, unabhängige Stadionverbotskommission“. Was klingt wie eine neutrale Schiedsstelle, ist in Wahrheit der Versuch, Stadionverbote endgültig von jeglicher richterlicher Kontrolle zu entkoppeln.</p>
<p>Die Logik der IMK ist perfide: Man will „einheitliche Standards“. Im Klartext heißt das: Ein Stadionverbot soll künftig bundesweit am Reißbrett einer Behörde entstehen, noch bevor überhaupt ein Staatsanwalt die Akte gesehen hat. Die Unschuldsvermutung? Ein nettes Konzept für Jura-Erstsemester, aber laut IMK-Logik hinderlich bei der Kontrolle der Kurven. Wenn die Polizei „Erkenntnisse“ hat – egal wie dünn diese sind –, sollen die Vereine künftig per „Empfehlung“ dieser Kommission zur Sanktion gezwungen werden. Es lebe der Generalverdacht.</p>
<p>Besonders zynisch wird es, wenn man die vergangenen Monate betrachtet. Da die großen Gesetzesverschärfungen am Widerstand der Fanszenen und Vereine (ja, sogar DFL und DFB waren diesmal skeptisch) scheiterten, scheint die Polizei auf der Straße nun auf eigene Faust „nachzubessern“ oder die rückläufigen Fallzahlen aus der Vor-Saison 2024/2025 wieder aufzuhübschen. Denn trotz zunehmender Stadionbesucher nahm die Anzahl der eingeleiteten Verfahren von 6179 (2023/2024) auf 4.700 in der Saison 2024/2025 ab – einhergehend mit einer gleichzeitigen Reduzierung der Arbeitsstunden der Polizeibehörden um neun Prozent im gleichen Zeitraum.</p>
<p>Man nutzt jetzt exzessiv das Landespolizeirecht (PAG). Warum mühsam Straftaten nachweisen, wenn man einfach „präventiv“ ganze Busladungen aus Köln oder Paderborn auf der Autobahn abfangen und zurückschicken kann? Die IMK hat den Rahmen geschaffen: Indem sie das „Sicherheitsproblem“ künstlich am Leben erhält, liefert sie die ideologische Rechtfertigung für die Sippenhaft 2.0. In Bremen wurde auch das Hohelied der „Stadionallianzen“ gesungen – das vertrauensvolle Miteinander von Polizei, Verein und Fans. Doch wie dieses „Vertrauen“ aussieht, haben wir in Berlin gegen Schalke oder beim Bayern-Gastspiel in Dortmund gesehen. Wenn Einheiten am Einlass ohne Not Panik provozieren oder Reizgas in geschlossene Mengen sprühen, ist die „Allianz“ nichts weiter als eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit. In Berlin scheint man sowieso ohnehin jede Verhältnismäßigkeit abgegeben zu haben.</p>
<p>Die Innenministerkonferenz hat im Dezember 2025 nur deshalb eingelenkt, weil der Gegenwind aus den Kurven zu stark wurde. Doch sie sind nicht abgebogen. Sie fahren den repressiven Kurs nur jetzt auf dunkleren Nebenstraßen. Während sie in Talkshows den „Dialog“ feiern, wird in den Hinterzimmern an der bundesweiten Zentralisierung der Repression gearbeitet.</p>
<p>Lassen wir uns von den „Erfolgsmeldungen“ aus Bremen nicht einlullen. Unsere Antwort muss wie seit Jahren die gleiche sein: Wachsam bleiben, Fanhilfen unterstützen und jedes Mal laut werden, wenn sie versuchen, unsere Grundrechte im Namen eines phantomhaften Sicherheitsgefühls zu opfern. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mainz:</strong> Die Anhänger des 1. FSV Mainz 05 haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um an den Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft von 1982 zu erinnern. Ziel ist es, innerhalb von vier Wochen 30.005 Euro zu sammeln, um ein Replikat der Carl-Riegel-Trophäe anfertigen zu lassen und nach Mainz zu holen. Damit soll ein inzwischen etwas in Vergessenheit geratener und zugleich wichtiger Teil der Vereinsgeschichte wieder sichtbar gemacht und für kommende Generationen von Fans bewahrt werden.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Der VfL Bochum reagiert auf die Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Düsseldorf mit neuen Maßnahmen. Im Gästeblock kam es zum Einsatz von Pyrotechnik, bei der wohl mehrere Personen verletzt wurden, sowie zur Besetzung von Sitzplatzbereichen. Der Verein verurteilte die Vorfälle deutlich und kündigte an, die Vergabe von Auswärtstickets künftig stärker zu reglementieren, insbesondere bei der Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen. <br />Zudem wurde gemeinsam mit Stadt, Polizei und Feuerwehr ein Lenkungskreis gegründet, der weitere Maßnahmen für den Stadionbesuch erarbeiten soll.</p>
<p><strong>Dortmund:</strong> Bereits in der Ausgabe von letzter Woche (Ausgabe Nr. 12) berichteten wir über die Vorkommnisse der Partie des FC Bayern München bei den Schwarz-Gelben. Die Südkurve München hat auf ihrer Homepage die Geschehnisse chronologisch aufgearbeitet und übt dabei scharfe Kritik am Polizeieinsatz. Ausgangspunkt der Ereignisse war eine kleine Gruppe von Fans, die ohne Ticket in das Stadion gelangen wollte und dabei in eine Auseinandersetzung mit einem Ordner geriet. Die Polizei habe daraufhin circa 29 Fans eingekesselt, die später nach Personalienfeststellung ins Stadion gelassen werden sollten. Demnach eskalierte die Situation anschließend mehrfach durch das Vorgehen der Polizei. Im Stadionumlauf rückten Beamte kurz vor Spielbeginn in Formation auf wartende Fans vor und setzten Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein, wodurch zahlreiche Personen verletzt wurden. Eine weitere gewaltsame Auseinandersetzung hat kurz vor Spielende stattgefunden. Die aktive Münchener Szene stellt den Einsatz insgesamt als unverhältnismäßig dar und spricht von gezielter Eskalation durch die Polizei, auch wenn das Verhalten einzelner Fans beim Einlass als Auslöser der Situation benannt wurde.</p>
<p><strong>Stuttgart:</strong> Das Commando Cannstatt organisierte zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester ein Konzert mit dem Namen „Klassik trifft Kurve’’. Mit rund 1.800 Anhängern des VfB Stuttgart gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester verband das Konzert klassische Musik mit Stadiongesängen der Cannstatter Kurve. Neben Kompositionen bekannter Klassik-Stücke wurden auch Vereinslieder und Fangesänge orchestriert gespielt, während die Fans lautstark mitsangen. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von Mitgliedern des Commando Cannstatt und dem Sänger Philipp Volksmund. Die Einnahmen des Abends fließen in ein gemeinsames Bildungs- und Sozialprojekt der VfB-Stiftung „Brustring der Herzen“ und des Kammerorchesters.</p>
<p><strong>Gera:</strong> Die Gruppe WismutSzene 51 veröffentlichte eine Stellungnahme und kritisierte den Polizeieinsatz rund um das Heimspiel gegen FSV Wacker 90 Nordhausen. Trotz kooperativen Verhaltens sei es bereits beim Fantreffen, am Hauptbahnhof und später im Stadion zu zahlreichen Kontrollen und Maßnahmen gekommen, die willkürlich und unverhältnismäßig waren. Personen wurden aus der Gruppe gezogen, durchsucht und teils mit Zwangsgriffen kontrolliert. Zudem wurde einzelnen Fans zeitweise die freie Bewegung im Stadion eingeschränkt und auch Sanitäranlagen durften nur unter Aufsicht ersucht werden. Die Gruppe spricht von überzogenen Maßnahmen, gerade in einem Bereich wie dem Heimstadion, in dem man sich grundsätzlich frei bewegen darf und fordert eine kritische Aufarbeitung, betont aber zugleich, dass es nicht um eine Opferrolle gehe, sondern um die Dokumentation des Vorfalls und mögliche weitere Schritte.</p></div>
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		<title>FC Schalke 04 &#8211; Arminia Bielefeld</title>
		<link>https://ultras-ge.de/fc-schalke-04-arminia-bielefeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[UGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 20:05:19 +0000</pubDate>
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 [<a href="https://ultras-ge.de/fc-schalke-04-arminia-bielefeld/">See image gallery at ultras-ge.de</a>] </p>
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		<title>Ausgabe 12: Bielefeld</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-12-bielefeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_15 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_16 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_17 et_pb_bg_layout_light" href="#gedanken">3. Gedankenaustausch</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_18 et_pb_bg_layout_light" href="#tellerrand">4. Blick über den Tellerrand</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_19 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">ein Sieg und ein Unentschieden konnten seit der letzten Ausgabe gegen die abstiegsbedrohten Vereine aus Magdeburg und Fürth eingefahren werden. Sorgte das Spiel gegen Magdeburg noch für große Euphorie im Stadion, war der letzte Samstag in Franken eher ernüchternd. Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft auf dem richtigen Weg. Heute drei Punkte und dann mit breiter Brust in die sogenannte Crunchtime gegen die Konkurrenten um den direkten Aufstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Talsohle in Sachen Stimmung der Nordkurve Gelsenkirchen scheint durchschritten zu sein. Nach den für unsere Verhältnisse schwachen Auftritten gegen Braunschweig, Kaiserslautern und Bochum konnten wir in den letzten Spielen endlich wieder mehr überzeugen. Klar, Luft nach oben ist immer, dennoch geht der Trend wieder in die richtige Richtung. Überhaupt ist es schön zu sehen, dass das Thema Stimmung auch außerhalb unserer Bubble zu Diskussionen führt. Noch schöner ist es, dass wir seit langer Zeit mal wieder eine externe Antwort auf einen Gedankenaustausch erhalten haben, die sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandersetzt. Nutzt diese Rubrik, um eure Gedanken rund um die Fußball- und Ultrawelt mitzuteilen und schreibt uns unter </span><a href="mailto:blauerbrief@ultras-ge.de"><span style="font-weight: 400;">blauerbrief@ultras-ge.de</span></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiteres Highlight ist in dieser Ausgabe der zweite Teil des Interviews mit Comandos Azules aus Bogotá in Kolumbien. In diesem Interview findet ihr völlig neue Eindrücke aus einer Ultrakultur, die mit unserer nicht zu vergleichen ist, und die so auch noch nicht in deutschen Fanzines abgedruckt waren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit Bielefeld haben wir heute einen Gegner auf den Rängen, dessen Kurve sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt hat. Weder die Mannschaft auf dem Feld noch wir in der Kurve sollten heute also die Ostwestfalen unterschätzen. Es gilt, von Anfang an für klare Verhältnisse zu sorgen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieser Moment vor vier Wochen, als sich das Stadion zum Supportstart der Dresdner erhob, weil es sich niemand gefallen lassen wollte, von den schwarzgelben Bastarden an die Wand gesungen zu werden – das sind genau die Momente, die Schalke ausmachen. Wenn zumindest die Kurve jedem Gegner mit dieser Motivation entgegentritt, kann uns niemand aufhalten!</span></p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_15">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH 5:3 (2:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie schon zwei Wochen zuvor gegen die Ossis aus Dresden schien die Staatsmacht den Köttel in der Hose zu haben und fuhr sichtlich dick auf. Inwieweit die Ereignisse vor einigen Wochen bei Magdeburg vor der Heimkurve mit rein spielten, lässt sich sicherlich nur spekulieren. Jedenfalls war das Bullen-Aufgebot wieder mal völlig überzogen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Nordkurve wurde die Vorfreude der Schalker deutlich, als wir 20 Minuten vor Anpfiff das alte Lied „La la lala laa … Schalke“ auf Indianer Jones erklingen ließen. Große Teile stiegen direkt ein und es kam auch sofort Bewegung in den Block. Zugegebenermaßen sorgte sogar der wieder einmal auftretende Sänger der Band „The Florians“, der „Königsblauer S04“ zum Besten gab, für gute Stimmung – der Schalker an sich ist halt schnell zu begeistern. Das Steigerlied ging nicht weniger schlecht nach vorne. Kurz vor Anpfiff zeigte ein lautes „Singen FC Schalke“, dass der Mob motiviert war.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nordkurve präsentierte sich im Oberrang mit anständigem Zaunfahnenbild und knallte bei Anpfiff „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ brachial laut heraus. Dem folgte ein „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ und „Schaa lalalaaaa … Schalke“, bei dem sogar das ganze Stadion einstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Keine Gelegenheit blieb ungenutzt, und wir hauten lautstark Lieder und Schlachtrufe wie „Wer geht zum HSV?“, „Auf geht&#8217;s Schalke, kämpfen und siegen“ und „Für deine Farben leben und sterben wir“ raus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Minute 13:12 ging plötzlich im Oberrang der Südkurve ein Spruchband hoch: „Ihr für uns &#8211; Wir für Euch! Sek SV immer dabei!”. Für einen Sekundenbruchteil ratterten sichtlich die Zahnräder bei jedem Ultrà in der Nordkurve. Aber dann dämmerte es: Unsere ausgesperrten Jungs hatten klammheimlich den Gruß vorbereitet und ins Stadion gebracht &#8211; ohne, dass irgendwer es mitbekam. Die Antwort aus der Kurve kam prompt mit einem extrem lauten Gruß zurück. Hammer Aktion, Brüder! Ein Zeichen, dass wir alle auch in harten Zeiten füreinander einstehen und uns nicht spalten lassen. Und als könnte es passender nicht sein, fiel einen Moment später das erste Tor für Schalke.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Leider kassierten die Blauen bereits in der 17. Minute den Ausgleich, was mit „Ole Ole … FC Schalke 04“ einen erneuten Jetzt-Erst-Recht-Moment auslöste. Nach einer halben Stunde kam es zu einem schönen Wechselgesang zwischen der linken und rechten Hälfte der Kurve. Eine Attacke durfte natürlich auch nicht fehlen. Als Dzeko das 2:1 erzielte, erklang „Unsere Fahnen wehn&#8216; im Wind“, welches bis zum Halbzeitpfiff gehalten wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir schickten die Mannschaft lautstark in die Pause und entsprechend motiviert kam sie zurück aufs Feld. Nach einem Handspiel von Magdeburg gab es einen Elfmeter, den Karaman souverän verwandelte. Nach dem 3:2 durch Magdeburg hielt die Nordkurve die Lautstärke hoch. Bei „Immer wieder S04“ musste sich niemand im Stadion bitten lassen und gefühlt stiegen alle Schalker mit ein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem 04. Treffer unserer Mannen auf dem Platz folgte ein heftiges „Ins Stadion geh&#8217;n“, bei dem bestimmt auch der ein oder andere Pappbecher Bier nicht seiner eigentlichen Nutzung zugeführt wurde. Im gesamten Stadion schwangen die Schalker nach dem kurz darauf folgenden 5:2 die Schals zum Triumphmarsch aus Verdis „Aida“. Wie selbstverständlich machte auch jeder beim „Mythos vom Schalker Markt“ mit. Rund zehn Minuten vor Schluss animierten unsere Vorsänger das Stadion zu „Asoziale Schalker“, was gerne angenommen wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Magdeburg auf 5:3 verkürzte, schien es, als hätten sich einige Schalker bereits ausgepowert, was sich in der Stimmung etwas niederschlug. Vielleicht war das etwas zu wenig für fünf Tore.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Abpfiff wurde noch die Mannschaft in die Kurve gerufen, um sich zusammen auf die finale Phase der Saison einzustimmen. Nur als Einheit, auf dem Platz und den Rängen, ist das Maximum möglich. Deshalb ist es dort und hier an jedem Einzelnen, das letzte Körnchen aus sich herauszuholen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als die Sachen gepackt waren, wurde noch ein Foto mit dem bereits erwähnten Spruchband für unsere ausgesperrten Brüder gemacht. Jungs, bleibt standhaft! Ihr für uns &#8211; Wir für Euch!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Magdeburg erschien wie gewohnt ohne Fahnen, Schwenker oder Doppelhalter. Somit war die starke Schalparade zu Beginn des Spiels das optische Highlight. Im Unterrang war die 1. FC Magdeburg-Zaunfahne zu sehen, sowie die CHWDP-Fahne und die Block U-Fahne im Oberrang. Die obligatorische DDR-Fahne fehlte natürlich auch nicht. Auch wenn die letzten Auftritte  besser in Erinnerung geblieben sind, kann die Stimmung ansonsten durchaus als gut bezeichnet werden. Denn trotz unserer eigenen Lautstärke war der Magdeburger Gästeanhang immer wieder zu vernehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein großer Dank geht an unsere Freunde aus Nürnberg, Enschede und Gladbach, die uns unterstützt haben!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>SpVgg Greuther Fürth GmbH &amp; Co. KGaA – FC Schalke 04 e.V. 1:1 (1:0)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen war die Gemütslage auf Schalker Seite mal wieder bestens und man konnte als Tabellenführer zum Schlusslicht nach Fürth fahren. So machte sich ein motivierter Haufen der aktiven Szene mit einigen Bussen auf den Weg in den Süden der Republik. Die Fahrt wurde mit einigen Bierchen und einem gelungenen Bingo-Spiel mit attraktiven Preisen kurzweilig gehalten. Pünktlich kamen wir am Sportpark Ronhof an und positionierten uns über die gesamte Breite des Gästeblocks. Vor dem Spiel testeten wir ein Lied, welches wir vor geraumer Zeit schon probiert haben. Mal schauen, ob es sich in Zukunft weiter durchsetzen kann. Diesbezüglich sind wir in den letzten Monaten wieder auf einem guten Weg. Daran gilt es auch künftig zu arbeiten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir läuteten das Spiel mit einer Rauch- und Pyroshow ein. Über den gesamten Steh- sowie Sitzplatzblock kamen einige Rauchtöpfe ans Tageslicht, welche den Gästesektor in unsere schönen Vereinsfarben hüllten. Die passenden weißen Bengalen rundeten die Aktion ab und so sorgten wir über die gesamte Breite des Blocks für ein sehr schönes Bild. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nordkurve wirkte direkt on point und wir starteten lautstark ins Spiel. Angetrieben von drei Vorsängern konnte oftmals der gesamte Gästeblock motiviert werden. Den ersten Dämpfer bekamen wir mit dem schnellen Gegentor in der zwölften Minute. Trotzdem hängten wir uns weiterhin rein und versuchten mit abwechselndem Liedgut auch immer wieder die anderen Schalker im Stadion mitzunehmen. Wie gewohnt hatten sich einige Blau-Weiße mit reichlich Karten außerhalb des Gästeblocks eingedeckt. So hatten wir eigentlich immer die Stimmungshoheit im Stadion.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Jungs auf dem Grün taten sich heute offensiv sehr schwer und kamen trotz viel Ballbesitz selten zu größeren Chancen. Es galt also für die Nordkurve weiter Gas zu geben und das Zünglein an der Waage zu sein. Erst spät in der zweiten Halbzeit konnten wir dann doch noch belohnt werden, als Ljubicic mit einem astreinen Fernschuss den verdienten Ausgleich in die Maschen hämmerte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Support war auch über die zweite Hälfte weiterhin sehr solide und gerade nach dem Tor wollten wir natürlich nochmal alles reinwerfen, um den erlösenden Siegtreffer ins Tor zu schreien. Die Anspannung war allerdings bei allen Schalkern zu spüren und diese dämpfte dann leider etwas die Unterstützung, da einfach jeder auf Teufel komm raus diese drei Punkte wollte. Erwähnenswert aus Hälfte zwei ist definitiv das neuere Lied „S04, du ganz allein“. Einfacher Text, leichte Melodie und es findet immer mehr Anklang in der Kurve. So darf es gerne weitergehen. Alles in allem ein ordentlicher Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen. Es war zwar aufgrund des Spielverlaufs noch viel Luft nach oben. Dennoch gab es viele gute Momente, in denen die Kurve voll da gewesen ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Mannschaft kam nach Abpfiff noch an den Zaun und mit “Auf gehts Schalke, kämpfen und siegen” verabschiedeten wir die Jungs und gaben Kraft für die nächsten wichtigen Aufgaben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gegenseite startete ebenfalls mit einer Pyroshow ins Spiel, was im Zusammenspiel mit dem Fahnenmeer und dem großen Spruchband vorne ganz gut aussah. Die Heimkurve schien sich im Vergleich zum letzten Mal etwas breiter aufgestellt zu haben und somit war immer wohl Bewegung zu sehen. Trotzdem hauen die einen mit ihrem kleinen Haufen weiterhin nicht vom Hocker. Es kam gesanglich absolut nichts bei uns an, weil gefühlt keiner außerhalb des Ultra-Kerns Lust hat, sich am aktiven Support zu beteiligen. Dennoch eine kleine Verbesserung zum letzten Mal.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Spiel in Fürth wurden wir von vielen Nürnberger Freunden unterstützt. Vielen Dank für euren wirklich starken Support! Ebenso nahmen Jungs aus Enschede die lange Bustour mit uns auf sich. Bedankt Mannen!</span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vergangenes Wochenende spielte der Glubb bei unseren Nachbarn in Bochum. Ein Spielbericht zu diesem kleinen Ausflug folgt am Ende der aktuellen Lage.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Letzten Sonntag stand Auswärtsspiel Nummer zwei in Folge auf dem Terminplan. Der Kick bei der Berliner Hertha ging mit 2:1 unglücklich verloren. Der Siegtreffer für die Hauptstädter fiel erst in der 88. Minute. Der Auswärtsblock zeigte zu Beginn ein großes FCN-Logo, bestehend aus Pappen und Fahnen über den kompletten Unterrang verteilt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Morgen empfängt man in Nürnberg die Düsseldorfer Fortuna, ehe eine Woche später das weiteste Auswärtsspiel der Saison in Kiel ansteht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">VFL Bochum &#8211; 1. FC Nürnberg e.V. 1:1 (0:1)</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Start des 23. Spieltags trat der Glubb beim VfL aus Bochum an. Erwartungsgemäß nutzten viele Schalker die Möglichkeit für einen Freundschaftsbesuch in der Nachbarstadt. Nachdem am Gästeparkplatz die Busse pünktlich in Empfang genommen wurden, ging es eingekesselt von der Staatsmacht zu der wahrscheinlich schlechtesten Einlasssituation der Liga. Wenig überraschend hat sich seit unserem Gastspiel an dieser wenig geändert, sodass der Block erst kurz vor Anpfiff zu den Klängen Herbert Grönemeyers betreten wurde. Nürnberg positionierte sich mit Trommeln, Vorsängern und Tifo über die gesamte Breite des Gästestehers und -sitzers. Diese Aufteilung sollte sich definitiv auszahlen. Denn mit dem ersten Gesang und den dazu angerissenen Fackeln der BDA war der Block wortwörtlich angezündet und peitschte den Club nach vorne. Ehrlicherweise sprang der Funke nicht wirklich auf die Mannschaft über und somit waren die Blicke des Gästeanhangs umso verwunderter, als der Ball kurz vor dem Pausentee im Bochumer Kasten zappelte.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Anschluss war die Stimmung sehr losgelöst und es wurde bis zur Halbzeit gefeiert, ehe es noch einige Schmähungen in Richtung der Roten auf der Heimseite gab. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Halbzeit wurde nahtlos an die erste Hälfte angeschlossen und mit einem sehr guten Mix zwischen Klassikern und neueren Liedern die rot-schwarzen Farben vertreten. Der unnötige Elfmeter zum 1:1 führte dabei nur zu einem kurzen Dämpfer. Mit dem Einsetzen der Schlussphase wurde die Mannschaft geschlossen und lautstark vors gegnerische Tor getrieben. Leider blieb es aber beim 1:1. Insgesamt kann man auf einen gelungenen Auftritt zurückblicken. Nach dem Spiel wurden die Freunde noch zu den Bussen begleitet und verabschiedet, wobei in einigen Fällen der Abschied nicht lange währte, da man sich ja am nächsten Tag bereits wieder sah. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zur Heimseite kann man heute nicht viele Worte verlieren. In meinen Augen war der Auftritt definitiv schlechter als vor vier Wochen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 18. Februar jährte sich die Gründung der Supportersvereniging VAK-P Enschede bereits zum 35. Mal. Auf diesem Wege nochmals die besten Glückwünsche. Zu diesem Ereignis präsentierten unsere Brüder selbstverständlich eine Choreo beim Heimspiel gegen den FC Groningen. Über den Vak-P wurde eine Blockfahne gezogen. Zwischen den Jahreszahlen 1991 und 2026 war ein vermummter Obelix mit Schlagknüppel dargestellt. An der Balustrade hing ein Spruchband mit der Aufschrift: „Grondleggers, eigenzinnig, kritisch en brutaal, wie bint al 35 joar loyaal!“. Abgerundet wurde das Ganze durch rote und gold glänzende Luftschlangen. Die Mannschaft auf dem Rasen tat ihr Bestes, um den Tag positiv abzurunden. Twente schlug Groningen mit 2:1. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bereits in der Woche danach stand wieder ein Heimspiel für unsere Freunde an. Und auch hier wurde wieder einmal eine Choreo präsentiert. Im Oberrang wurde mit roten und weißen Papptafeln „Twente“ dargestellt. Der Unterrang wurde mit kleinen Schwenkern in Vereins- und Stadtfarben gefüllt. Vom Oberrang hing das passende Spruchband: „Alles geven, voor onze liefde, aait vedan voor onze club!“.  Die Tukkers überzeugten ebenfalls erneut und schlugen Feyenoord mit 2:0. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach den jüngsten Ergebnissen sind es nur noch zwei Punkte die den FCT zu einem direkten Qualifikationsplatz für Europa fehlen. Es folgt das Auswärtsderby bei den Eagles aus Deventer und das Heimspiel gegen den FC Utrecht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Keine großen Neuigkeiten vom Balkan. Recht überraschend ist Vardar im Viertelfinale des mazedonischen Pokals im Elferschießen gegen einen Zweitligisten rausgeflogen. Als wir uns gerade auf dem Weg nach Fürth befanden, stand das Ligaspiel auswärts beim FC Struga am Ohridsee statt. Wie fast immer durfte Komiti dorthin nicht anreisen und verfolgte das 1:1-Unentschieden daher in Skopje in den Kafanas. Nun stehen noch zwei Ligaspiele, unter anderem gegen den Verfolger Shkendija und in Kratovo, auf dem Programm. Beide Partien finden jedoch an normalen Wochentagen zur Mittagszeit statt. Spannend wird es daher erst wieder Mitte März, wenn der Spielplan für die restliche Saison veröffentlicht wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jeder, der die Entwicklung der Ultras-Bewegung in Italien verfolgt, weiß, dass die dortigen Fans schon seit Jahren mit erheblichen Repressionen, Strafen und willkürlichen Maßnahmen zu kämpfen haben. Angefangen bei zehnjährigen Stadionverboten, über nicht nachvollziehbare Reiseverbote bei Auswärtsspielen bis hin zu Spielverlegungen aus fadenscheinigen Gründen zwei Tage vorm Spiel. Die Intention der Staatsgewalt ist klar: Die Leute sollen wegbrechen, die Lust verlieren und klein gehalten werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass sich Ultras verschiedener Vereine in Italien an einen Tisch setzen, ist, um ehrlich zu sein, eher eine Seltenheit. Zu groß die Unterschiede, zu groß die eigenen Interessen. Für einen gemeinsamen Weg gegen die Repressionen konnte man sich nun aber einigen und so haben sich letzte Woche die Gruppen vereinsübergreifend auf eine Petition verständigt, für die bei den kommenden Spielen Unterschriften gesammelt werden. Auch ein gemeinsamer Protestmarsch ist in Planung. Die Petition, die dem Parlament übergeben werden soll, enthält die folgenden Punkte:</span></p></div>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>D</b><b>er Fußball gehört den Menschen</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Forderungen an das Parlament:</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Leistungsorientierte Meisterschaften (Nein zu B-Mannschaften)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Erschwingliche Preise</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Spielzeiten und Terminkalender, die Rücksicht auf Arbeitnehmer nehmen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schutz von Auswärtsfahrten und Schutz der Bewegungsfreiheit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Abschaffung des „Codice di Gradimento“, ein “Verhaltenskodex”, der unabhängig von geltenden Gesetzen vom Stadionbetreiber gegen Fans durchgesetzt werden kann</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Freie Fankultur und Nutzung von Fan-Utensilien</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Stopp von ungerechten und unverhältnismäßigen Maßnahmen (wie zum Beispiel Stadionverbote ohne direkten Fußballkontext)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Bekämpfung von Mehrfachbesitz (Eigentümerschaft mehrerer Vereine durch dieselbe Person/Firma)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich ist die Tendenz für Salerno leider weiterhin negativ. Mit der 0:1 Niederlage beim Heimspiel gegen Monopoli und dem in weite Ferne rückenden direkten Aufstieg musste Trainer Raffaele nun seine Koffer packen. An seine Stelle rückt Serse Cosmi, der unter anderem vorher in Crotone und Perugia trainiert hat.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das erste Spiel unter dem neuen Trainer bestritt die Salernitana vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen Catania. Mit 12.000 Zuschauern war das Stadion vergleichsweise gut gefüllt, die Fans konnten aber leider keinen Sieg ihrer Mannschaft feiern und so trennte man sich 0:0 Unentschieden.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_21">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_21  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Wir freuen uns endlich Mal wieder eine externe Antwort in dieser Rubrik erhalten zu haben. Der “Gedankenaustausch” ist eine Rubrik, in der jeder die Möglichkeit hat, seine Gedanken rund um die Fußball- und Ultráwelt mitzuteilen oder auf vergangene Texte zu antworten. Die Texte entsprechen also nicht zwangsläufig der Meinung und Ansichten von Ultras Gelsenkirchen. Schickt eure Gedanken einfach an blauerbrief@ultras-ge.de</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Antwort auf „Im Stimmungstief oder die Last des Führenden?” aus der Ausgabe 10.</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glück auf,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">hab es leider ein paar Tage vor mir her geschoben, aber jetzt doch etwas verfasst als Antwort auf die Gedanken von Max:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses der BB-Ausgabe gegen Dynamo erfreute ich mich an der Wiederbelebung der aus meiner Sicht leider viel zu selten genutzten Rubrik „Gedankenaustausch“. Beim Blick auf das Thema habe ich mit zustimmendem Nicken und dem Gedanken „endlich sagt’s mal einer“ die ersten Worte des Texts von Max gelesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch ich nehme Lethargie, Antriebslosigkeit und fehlenden Willen bei der Unterstützung der Mannschaft wahr. Doch noch im ersten Absatz wandelte sich das Nicken in einen skeptischen Gesichtsausdruck. Unabhängig von wo aus genau Max in die Gesichter vieler Schalker schaut, so ist es bei mir nicht notwendig, mich umzudrehen, um diese Lethargie (oder in meinen Worten: „fehlende Ausgelassenheit“) und den fehlenden Willen zu sehen. Aus meiner Perspektive sehe ich auch &#8211; ohne ein besonderes Augenmerk darauf richten zu müssen &#8211; VOR mir bei Klatsch- und Hüpfeinlagen absolut nicht den Armeinsatz und die Bewegung, die ich mir von der Nordkurve Gelsenkirchen wünsche. Aber genau dort ist es entscheidend, davon bin ich überzeugt. Wenn ich sehe, wie alle Leute vor mir die Arme heben, wenn ich sehe, wie alle Leute vor mir sich einhaken (und dann auch noch wirklich hüpfen..), dann brauche ich mich doch gar nicht erst umdrehen. Ich tue es ihnen gleich und bin sicher, dass der Typ hinter mir sich das Gleiche denkt und genauso handelt. Wie geil wäre es, wenn wir alle unseren FC Schalke 04 nach vorne schreien?! Dabei ist es mir auch wumpe, ob die Augen dabei geschlossen oder offen sind. Viel wichtiger ist es doch, dass wir unsere Farben, unseren Verein und unsere Kurve so repräsentieren, wie es dieser glorreiche, königsblaue Verein verdient hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Tippen der Aufzählung im letzten Satz hatte ich auch „unsere Werte“ im Kopf. Zu Papier gebracht habe ich es dann aber doch nicht. Wieso nicht? Weil ich nicht weiß, ob es wirklich dieselben Werte sind, da bin ich ehrlich. Ich fühle mich erinnert an eine Aussage aus dem Erlebnis Fußball-Interview mit Erfordia Ultras (hier: Teil 2 in Ausgabe 92). Dort heißt es:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Der deutschen Ultrabewegung ist sicher nicht gutgetan, sich zwangsläufig in diese Hooltra-Richtung zu entwickeln und mit jeder Repression immer zu versuchen, noch einen Schritt radikaler zu werden oder sich vielleicht aus dem Stadion weg zu entwickeln. Wenn supporten, Fahne schwenken und in der ersten Reihe rumhüpfen für die Leute irgendwann Kindergarten geworden ist und man belächelt wird, dann ist das Verständnis von Ultra gescheitert. Das ist eine interessante Phase, in der sich manche Szenen so befinden. Wo die Gruppen aus meiner Sicht schon gefragt sind, auch mal einen Riegel vorzuschieben und zu sagen, dass wir uns als Ultras definieren. Gewalt ist natürlich ein Teil von Ultra, aber es darf sich nicht so sehr darauf fokussiert werden, wer den krassesten Haufen stellt und die coolsten Kickboxer hat, sondern das, was im Stadion passiert, ist halt auch ein großer und sehr wichtiger Teil.“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht unterscheiden sich nämlich die Werte und das Idealbild, das die Nordkurve Gelsenkirchen nach außen zeigen soll, innerhalb der Kurve? Vielleicht wird das Bild einer „starken“ Kurve in so manchem Kopf inzwischen viel mehr auf der Straße definiert als auf den Rängen? Vielleicht ist es in Gesprächen rund um den Spieltag inzwischen wichtiger, wer wen wann und wo angegriffen hat als wer ein neues, kreatives Lied in der eigenen Kurve etabliert hat? Ich habe bewusst Fragen formuliert, jeder von euch wird eigene Antworten auf diese haben oder auch nicht. Vielleicht darf ich ja in der nächsten Ausgabe einige davon lesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jan</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nachdem der erste Teil des Interviews mit Comandos Azules noch ein eher lockerer Einstieg war, geht es diesmal ans Eingemachte und Themen wie kriminelle Strukturen und der Einsatz von Waffen werden thematisiert. </span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Die Fußballwelt in Kolumbien lässt sich nicht mit der in Deutschland vergleichen. Eine Auswärtsfahrt hat dort ganz andere Herausforderungen als in unseren Gefilden. Freut euch daher umso mehr auf die Berichte aus Südamerika.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 2</span></span></p>
<p><b>In Kolumbien gibt es Städte, in denen die Situation fast militarisiert wirkt – dort haben Drogenkartelle oder mafiöse Strukturen das Sagen, etwa in Medellín oder Cali. In diesen Städten bestimmt die Mafia die Regeln – nicht der Staat oder die Polizei. Deshalb ist auch das Spannungsverhältnis zwischen den Barras in solchen Städten ganz anders geregelt: In Medellín zum Beispiel gibt es kaum Angriffe zwischen den Gruppen, weil die Mafia das nicht zulässt. Sie hat dort die Kontrolle. Wie ist es in Bogotá?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">In Bogotá ist das anders. Die Stadt ist sehr groß, hat eine Vielzahl an Einwohnern und dadurch auch viele konkurrierende kriminelle Gruppen, teilweise sogar mit staatlicher Duldung. Diese Vielzahl an Akteuren verhindert, dass eine einzelne Mafia direkten Einfluss auf die Barras nehmen kann. In manchen Fällen sind die Barras sogar mächtiger als lokale Gruppen der organisierten Kriminalität.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unseren Vierteln versuchen wir, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden, aber die Realität sieht so aus: In Städten wie Medellín oder Cali sind die kriminellen Strukturen historisch gewachsen, dort sind ganze Familien eingebunden &#8211; Väter, Onkel, Großeltern. In solchen Kontexten ist das Thema „Barra“ nicht relevant für den Alltag der Bevölkerung, die Mafia hat das letzte Wort.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá dagegen ist die Lage fragmentierter. In jeder Gruppe gibt es vielleicht zwei oder drei Personen, die mit bestimmten Netzwerken oder Handelslinien verbunden sind, aber sie handeln unabhängig, sind Mitglieder, nicht Befehlsempfänger. In Medellín und Cali dagegen funktionieren diese Strukturen wie eine eigene Regierung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá ist die Mafia nicht so kontrollierend gegenüber den Aktivitäten der Barras, wie das in anderen Städten der Fall ist. Das liegt daran, dass sie diese Kontrolle gar nicht ausüben kann, denn in Bogotá ist alles viel größer und dezentraler.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Unterschied dazu ist es in Medellín oder Cali anders: Wenn sich dort zwei Barras bekämpfen, „heizen sie die Suppe auf“ („calientan la olla“). Sie ziehen Aufmerksamkeit auf sich und das ist gefährlich für die Mafia, weil dann die Polizei eingreift und das Geschäft auffliegen könnte. Das ist das, was die Mafia dort am meisten schützt: den reibungslosen Ablauf ihres Geschäfts. Deshalb lassen sie dort keine internen Konflikte zu.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá dagegen arbeiten die kriminellen Gruppen teilweise Hand in Hand mit den Behörden. Einige Polizisten sind sogar auf der Lohnliste der Mafia, Teil des „kriminellen Apparats“. Und gerade deshalb passiert bei Konflikten zwischen Barras oft nichts, weil viele Mitglieder der Barras selbst Beziehungen zu diesen Gruppen haben, aber eben nicht direkt von ihnen abhängig sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt in Bogotá nicht den einen „großen Mafioso“, der alles kontrolliert, wie es in Medellín der Fall ist. Dort gibt es zum Beispiel die sogenannte „Oficina“, eine zentralisierte Struktur, der man sich besser nicht entgegenstellt. In Bogotá hingegen gibt es mehrere kleinere Bosse: einer lebt in den Bergen (Cerros), ein anderer im Süden, ein weiterer im Zentrum.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir, also die Mitglieder unserer Barra, schulden diesen Mafias keinen Respekt und keine Gefälligkeiten und genau deshalb können wir uns auch untereinander streiten, ohne dass es Konsequenzen hat. Es kommt vor, dass zwei verfeindete Gruppen im selben Viertel sitzen, vor derselben „Olla“ (Drogentreff), beim selben Dealer, aber sie können dort nichts machen, weil die Regeln der Szene das nicht erlauben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Seit wann gibt es keine Gästefans mehr? War das schon immer so?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Dass keine Auswärtsfans mehr zugelassen werden, ist keine neue Entwicklung, aber es war nicht immer so.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Einschränkungen begannen etwa ab 2011 und das hatte mehrere Gründe: Es kam zu tödlichen Auseinandersetzungen, Messerangriffen, interne Konflikte zwischen verschiedenen Fangruppen und auch zu schweren Konfrontationen auf der Straße und auf den Autobahnen, zum Teil sogar mit der Guerilla oder dem Militär, insbesondere in ländlichen Regionen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gab dabei Tote, Überfälle auf Reisebusse, Plünderungen und massive Sicherheitsprobleme. Diese Vorfälle haben dazu geführt, dass viele Städte und Sicherheitsbehörden beschlossen haben, Gästefans nicht mehr zuzulassen, um das Eskalationspotential zu senken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Vor ein paar Tagen habe ich ein Video auf YouTube gesehen – ich glaube, es zeigte, wie die Barras von Millonarios auf dem Weg nach Giradot waren. Dort waren auch Fans von Nacional, es kam zu Auseinandersetzungen und plötzlich kamen paramilitärische Gruppen aus der Nähe des Flusses, schossen und beendeten das Ganze. Danach mussten die Leute angeblich „1.000“ zahlen – und erst dann durften sie weiterreisen.</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, das passiert tatsächlich. Wer unterwegs auf Reisen einen Fehler macht, wird aufgehalten. Oft durch zehn oder 15 Motorräder, die sich einem Bus oder Auto in den Weg stellen und niemanden weiterfahren lassen, bis sie an eine „militarisierte Figur“ zahlen, die sie als „Paramilitärs“ bezeichnen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die klassische Guerilla ist in Kolumbien mittlerweile stark in die Berge zurückgedrängt, aber die Kriminalität auf den Straßen wird heute vor allem von kriminellen Banden mit paramilitärischem Hintergrund kontrolliert. Die meisten dieser Gruppen sind organisierte Banden, viele mit Verbindungen zum Paramilitarismus, obwohl sie oft nur als „gewöhnliche Kriminelle“ auftreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztes Jahr oder sogar dieses Jahr, ist zum Beispiel ein Bus aus der Karibikregion zurückgekommen, der auf der Rückreise im Februar gestoppt wurde. Die Leute mussten für etwas bezahlen, das angeblich gestohlen wurde, bevor sie weiterreisen durften.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Organisation &#8211; also als Barra &#8211; unterstützen wir solche Strukturen natürlich nicht. Das sind kriminelle Machenschaften im kleinen Stil, jemand in einem Dorf oder Laden zu überfallen bringt niemandem etwas.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der ganze „Recht auf Einlass“-Diskurs („derecho de admisión“) ist eine Folge all dieser Eskalationen. Es kam in der Vergangenheit zu Szenarien, in denen zehn Busse anreisten, mit Toten und Verletzten. Die Situation war so extrem, dass die Polizei anfing, selbst in den Fanbussen mitzufahren. Allerdings betrunken und unter Drogeneinfluss, was das Ganze nicht besser machte. Viele Polizisten mochten es sogar, mit uns die Grenzen zu überqueren, für sie war das ein Abenteuer.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir, ein harter Kern der Barra, haben nie aufgehört zu reisen, nicht seit 2011 und auch nicht danach. Inzwischen reisen wir eben ohne Trikots in Autos oder neutralen Bussen, aber wir sind immer unterwegs.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu manchen Spielen fahren wir nicht mehr aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen, weil es bei fünf oder sechs Versuchen immer wieder Zwischenfälle gab. Da entscheidet man sich einfach dagegen. Aber es geht nicht darum, dass wir aufgegeben haben. Wir reisen weiterhin organisiert und mit Vorsichtsmaßnahmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zwischen den Barras gibt es heute Nichtangriffspakte und sichere Reiserouten („corredores seguros“). All das dient dazu, den Fußball wieder zugänglich zu machen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Ende geht es uns nur darum, dem Ball zu folgen. Die Gewalt ist nicht unser Ziel, sie ist Teil einer sozialen Realität, aber nicht der Weg, den wir heute anstreben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Es ist zwar verboten, aber trotzdem reisen immer wieder Personen mit – oft getarnt oder inkognito. Zum Beispiel in Barranquilla, direkt vor dem Stadion, habe ich es selbst erlebt. Trotz allem: Es wird immer gereist und manchmal lassen sie einen später doch wieder rein?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Diese Reiseregelungen existieren zwar, aber in vielen Regionen lässt man uns nicht hinein. Selbst wenn wir es schaffen, bis ins Stadion zu kommen, werden wir oft entdeckt und rausgeholt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gleichzeitig gibt es in bestimmten Situationen – wie bereits erwähnt – Absprachen oder Nichtangriffspakte. Diese dienen in erster Linie dazu, allen Gruppen den Zugang zum Stadion zu ermöglichen und eine gemeinsame An- und Abreise zu koordinieren, sodass das Spiel ohne Zwischenfälle besucht werden kann. Ziel dieser Vereinbarungen ist es, Spannungen temporär zu reduzieren und einen friedlichen Stadionbesuch zu gewährleisten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hier in Bogotá bestehen beispielsweise solche Abkommen mit einigen anderen Fanlagern oder „Porras“, etwa mit dem BR, dem HLC, den Anhängern des BMG und gelegentlich sogar mit den RXN. Diese Übereinkünfte sind jedoch nicht dauerhaft oder selbstverständlich, sondern situationsabhängig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hinzu kommt, dass wir mittlerweile praktisch das gesamte Stadion durch Dauerkarten abgedeckt haben. Theoretisch gibt es daher kaum oder gar keine regulären Kontingente mehr für Gästefans. Das verändert die Dynamik zusätzlich, da der Raum für auswärtige Gruppen stark eingeschränkt ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was das Reisen mit vielen Bussen betrifft: Unsere Barra hat die Fähigkeit, Tausende zu mobilisieren. Beim letzten Auswärtsspiel nach Manizales haben wir 84 Busse organisiert und über 5.500 Leute mitgenommen. Das funktioniert durch eine zentralisierte Koordination, von der Leitung der Barra über alle Parche-Chefs hinweg. Jede Zone oder jeder Stadtteil stellt eigene Busse, die sich dann an einem zentralen Ort sammeln, um gemeinsam loszufahren und für Sicherheit zu sorgen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber solche großen Reisen finden nicht zu jedem Spiel statt, weil in vielen Städten die Grenzen für Gästefans geschlossen sind. Deshalb reisen mittlerweile viele Fans mit dem eigenen Auto oder sogar mit dem Flugzeug.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die wenigen Busse, die offiziell mit der Barra unterwegs sind (circa zwölf), fahren ohne sichtbare Fan-Kleidung oder Banner, um überhaupt in Stadien zu kommen, in denen Gästefans offiziell verboten sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá selbst ist der Zutritt für Auswärtsfans extrem eingeschränkt. Der Großteil der Plätze ist durch Dauerkarten verkauft, das Stadion ist praktisch ausverkauft. Es gibt keinen Platz mehr für Gästefans.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ganz ehrlich: Wir sind auch nicht traurig darüber, dass niemand kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Viele reisen auf den „Mulas“ mit – das ist ein interessantes Thema für Deutschland, weil es dort keine Möglichkeit gibt, sich in Lastwagen zu verstecken und auf diese traditionelle Weise zu reisen.</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Aber das ist eine falsche Tradition, die wir abschaffen wollen, denn wir haben viele Menschen auf diesen Reisen verloren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Leute stürzen ab, geraten in Konflikte mit anderen Fangruppen („Parches“) und ehrlich gesagt ist das Thema Tractomula (Sattelschlepper) und so zu reisen etwas, das wir nicht verherrlichen möchten. Es ist primitiv und menschenunwürdig auf diese Weise zu reisen, ein Risiko für alle.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer Gruppe, den Comandos, gibt es kein einziges Parche, das ausschließlich mit Mulas reist. Es gibt zwar die „Callejeros“, die sich selbst so nennen, aber unser Ziel ist es immer, dass diese Leute arbeiten, eigenes Geld verdienen und sich Fahrten leisten können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In vielen Fällen handelt es sich um junge Leute, die kein Geld haben, also an der Mautstelle auf die Mula aufspringen, weil sie sich kein Busticket leisten können. Wir wollen, dass jeder Fan, der reist, wenigstens ein Ticket bezahlen kann. Und ja, das mag vielleicht diskriminierend klingen, aber wir wollen, dass niemand mehr auf Mulas reist und dabei sein Leben riskiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Immer wieder hört man von bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Fanlagern. Für uns eine unvorstellbare Welt. Wie geht ihr mit dem Gebrauch von Waffen um? (Anm.d.Red.: Besonders bei dieser Antwort werden die eklatanten Unterschiede und Einstellungen zwischen Deutschland und Kolumbien deutlich und wir lehnen die Verwendung von Waffen ab.)</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>Comandos Azules: </b>Was die Waffen betrifft, ist es leider so: Es gibt viele Waffen im Umlauf. Macheten, Messer und auch Schusswaffen – das habe ich selbst auf Reisen gesehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese militante Realität hat über die Jahre zugenommen. Ich werde nicht leugnen, dass die Pistole von Anfang an Teil der Szene war, aber sie ist nicht unser bevorzugtes Mittel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir ziehen den Nahkampf vor, das Messer ist für uns wie ein Ausweis. Wir haben eine starke Verbindung zu Stichwaffen, weil sie leise sind, effizient und tun, was sie tun müssen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deshalb bevorzugen wir das Messer gegenüber der Pistole. Die Waffe kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Denn sobald geschossen wird, steht es in den Nachrichten. Darum setzen wir lieber auf das Leise. Die Waffen gehören für viele zum Überlebensprozess, sie sind ein Werkzeug zur Selbstverteidigung. Denn wer keine Waffe hat, ist das Opfer.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Magdeburg:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Über die Vorkommnisse bei der Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden haben wir bereits in einer vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs (Ausgabe Nr. 10) berichtet. Das Straf- und Maßnahmenkarussell drehte sich derweil weiter. Der 1. FCM verurteilt die Gewalt ausdrücklich, warnt jedoch vor pauschalen Schuldzuweisungen an die gesamte Fanszene. Laut Verein liegen bislang keine personenbezogenen Daten zu den Vorfällen im Stadion vor, man stehe aber in engem Austausch mit Polizei und Behörden und unterstützt laufende Verfahren. Für die Zukunft kündigte der FCM konkrete Sicherheitsmaßnahmen an wie zum Beispiel dauerhafte bauliche Trennungen zwischen Fanbereichen, Ausbau der Sicherungen im Gästeblock, erweiterte Videoüberwachung sowie den Verzicht auf mobile Gegenstände in Umläufen, die als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten. Stadionverbote sollen bei Vorliegen von Täterdaten umgehend eingeleitet werden. Zusätzlich sorgte ein Aufruf der Fanhilfe Magdeburg im Stadionheft ,,Planet MD&#8220;, worin zum „Frühjahrsputz“ aufgerufen wurde, für weitere Ermittlungen wegen Strafvereitelung und kurzfristigen Ärger mit Sponsor GeoFly. Dieser setzte sein Sponsoring zunächst aus, nahm es nach Gesprächen mit dem Verein jedoch wieder auf und betonte den Willen zum Dialog.</span>tisiert die UEFA scharf für ihren Umgang mit Fans bei internationalen Spielen. Während sich die UEFA als moderner und professioneller Ausrichter inszeniere, würden Gästefans systematisch benachteiligt, schikaniert und mit Kollektivstrafen belegt. Fanaktionen und gelebte Fankultur würden von UEFA-Beobachtern als „Fehlverhalten“ gewertet und mit Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder Zuschauerausschlüssen sanktioniert, während gleichzeitig repressive Maßnahmen von Behörden und Vereinen gegenüber Gästefans folgenlos blieben. Die Fanszene sieht darin ein ungerechtes Strafsystem, das gezielt darauf abziele, Fans mundtot zu machen und aus den Stadien zu verdrängen. Am Beispiel der Kollektivstrafe gegen die Fans von YB Bern betont das Commando Cannstatt die Bedeutung von Solidarität zwischen den Fanszenen, um solche Maßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Ziel der UEFA, durch Kollektivstrafen Spaltung zwischen Fans und Vereinen zu erzeugen, müsse aktiv verhindert werden. Zugleich wird gefordert, dass sich auch die Vereine deutlicher hinter ihre Anhänger stellen und das Sanktionssystem der UEFA geschlossen ablehnen..</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Dortmund:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Beim Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund kam es zu unverhältnismäßigen und willkürlichen Polizeieinsätzen gegen die anreisenden Gäste aus Bayern. In einer Stellungnahme der Südkurve München erklärte man, dass es zu kleineren Rangeleien beim Einlass kam und die Polizei dabei wiederholt unbeteiligte Fans angriff sowie Schlagstöcke und Reizgas einsetzte und dabei zahlreiche Fans verletzte. Diese erlitten unter anderem Knochenbrüchen und Gesichtsverletzungen. Auch schwere Reizungen der Augen und Atemwege wurden beklagt. Nach Beruhigung der Lage eskalierte der Einsatz erneut kurz vor Spielende. Die Südkurve München kritisiert das Verhalten scharf und wirft der Dortmunder Polizei gezielte Provokation, unverhältnismäßige Gewalt und bewusste Inkaufnahme von Verletzungen vor. Der Vorfall spiegelte einmal mehr die bundesweiten problematischen Polizeieinsätze gegen Fanszenen wider. Aus Solidarität wurde auf der Heimseite in der zweiten Hälfte der Partie ein Spruchband gezeigt mit der Aufschrift ,,Freiheit für Gästefans in Dortmund!’’ </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span> Nach dem Heimspiel gegen VfB Stuttgart II im Oktober 2023 hatte die Staatsmacht den Materialraum der aktiven Szene der Stuttgarter Kickers mit Hilfe des Vereins durchsucht und den „1312“ Fetzen beschlagnahmt, ohne die Anhänger zu informieren. Die Polizei begründete die Maßnahme mit dem Verdacht auf Beleidigung. Nach jahrelangem juristischen Nachspiel stellte das Gericht nun alle Verfahren ein. Das Amtsgericht Langen sprach die Stuttgarter frei, da keine Ordnungswidrigkeit vorlag. Die Gruppe rund um SVK Ultras kritisiert, dass Polizei und Ordnungsbehörden das Rechtsstaatsprinzip nicht anerkannt hätten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Italien: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;">Die aktive Szene der Schwarz-Gelben blieb dem Auswärtsspiel gegen Atalanta Bergamo fern. Das Fanbündnis Südtribüne Dortmund kündigte dies bereits im Vorfeld an. Grund dafür sind wieder einmal massive und willkürliche Maßnahmen von Polizei und Behörden. In der Stellungnahme hieß es, dass bereits im Vorfeld zahlreiche Dortmunder an der Ausreise an diversen Flughäfen gehindert wurden. Dabei kam es zu intensiven Kontrollen, Ausreiseverboten und Meldeauflagen, teils allein wegen „szenetypischer Kleidung“ oder mitgeführten Stickern. Auch Anhänger, die bereits in Italien angekommen waren, wurden von der italienischen Polizei in ihren Unterkünften aufgesucht und kontrolliert. Die Südtribüne Dortmund spricht von einem bislang einmaligen Vorgang in fast 16 Jahren Europapokal und stellt klar, dass dies ein unzumutbarer Eingriff in die Rechte von Fußballfans war. Aus Protest gegen diese Praxis haben die aktiven Gruppen entschieden, geschlossen auf die Reise nach Bergamo zu verzichten. Gleichzeitig kündigten sie an, die Maßnahmen gemeinsam mit der Fanhilfe juristisch überprüfen zu lassen und verweisen darauf, dass erste Eilverfahren bereits zugunsten betroffener Fans ausgegangen seien. Es gilt hier zu verhindern, dass solche pauschalen und präventiven Ausreiseverbote zur Normalität werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Wien:</b></span> Der Strafsenat der österreichischen Bundesliga hat nach den Vorkommnissen zwischen dem SK Rapid Wien und FK Austria Wien harte Strafen verhängt. Rapid Wien muss bei drei kommenden Heimspielen gegen Austria, Salzburg, Sturm oder LASK den Block West sowie angrenzende Sektoren komplett schließen. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro ausgesprochen. Außerdem dürfen in den nächsten drei Jahren bei Wiener Derbys in der Generali Arena keine Gästefans zugelassen werden, was auch für Spiele der Zweiten von Rapid gilt. Austria Wien wurde wegen nicht genehmigter Pyrotechnik mit 48.400 Euro bestraft. Rapid verzichtete auf einen Einspruch und hatte bereits im Vorfeld angekündigt, bei künftigen Derbys freiwillig auf Auswärtsfans zu verzichten. </span></p></div>
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