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		<title>Ausgabe 16: Fortuna Düsseldorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>wir hoffen, ihr hattet ein paar schöne Stunden in Buer und nun herzlich Willkommen zum Liga Endspurt!</p>
<p>Gegen Münster gab es nicht nur einen gut aufgelegten Gästeblock zu bestaunen, sondern eine noch bessere Schalker Mannschaft, die endlich unsere Nerven schonte, das Spiel von den ersten Minuten an souverän beherrschte und den Sieg ungefährdet nach Hause brachte. Auf den Rängen herrschte dementsprechend ausgelassene Atmosphäre. Nach den ganzen knappen Ergebnissen hat das Stadion förmlich danach gelechzt, mit ein paar Toren Vorsprung unbeschwert ihre Mannschaft zu feiern.</p>
<p>Und dann kam Paderborn. Altobelli. Wir schreiben es immer wieder, dass wir dies und das im Gedächtnis behalten sollen, aber was letzten Sonntag passiert ist, war einer dieser Momente für die Ewigkeit. Die Stimmung an sich war von uns sicherlich nicht ideal und es war nur Paderborn und es war nur die zweite Liga, aber sollten wir in den nächsten Jahren mal wieder gegen den Abstieg spielen und mal wieder alles scheiße sein, dann erinnert euch an diese Torjubel. Schalke!</p>
<p>Was haben die Medien sich zu Saisonbeginn das Maul zerrissen. Der nächste Abstiegskampf sollte quasi um jeden Preis herbeigeredet werden. Kurve und Mannschaft schafften es aber von Spieltag eins an, eine Einheit zu bilden, ließen sich von dem Gerede nicht beeindrucken und stehen nun drei Spieltage vor Schluss vor dem großen Wurf. Wir können stolz auf das Geschaffte sein! Nun lasst uns den letzten Schritt gehen und die letzten Spiele einfach genießen.</p>
<p>Wer noch etwas zu Lesen braucht, um die Zeit zwischen den Spielen irgendwie rum zu bekommen: Die neue Doppelausgabe des “Erlebnis Fußball” ist bei uns eingetroffen, wie immer prall gefüllt mit vielen Themen. Neben den üblichen Interview Highlights haben auch wir einen Text zum Thema „Hallenturniere“ beigesteuert und berichten von den Erlebnissen bei unseren Hallenbesuchen zwischen 2009 und 2014. Eine absolute Leseempfehlung geht also wie immer raus.</p>
<p>Eine sehr traurige Nachricht verbreitete sich am 22. April auf Schalke. Mit Manfred – Manni – Kreuz ist der letzte Spieler der Meistermannschaft 1958 verstorben. Manni blieb dem Verein sein Leben lang verbunden und war trotz seines stolzen Alters von 90 Jahren nicht vom Bergerfeld wegzudenken. Mit ihm geht ein großes Stück Schalke und nun liegt es an uns, sein Gedenken für ewig weiter hochzuhalten. Seine Karriere lassen wir nochmal in der “Dat is Schalke”-Rubrik Revue passieren. Ein letztes “Glück auf” Manni, wir holen den Aufstieg auch für dich!</p>
<p>Mit Düsseldorf haben wir heute eine Mannschaft zu Gast, die auch nach dem Sieg im letzten Spiel immer noch mit dem Rücken zur Wand steht. Auch wenn die ganz heißen Duelle aus den Achtzigern und Neunzigern gegen die Fortunen vorbei sind, hat diese Partie einiges zu bieten und die Gruppen rund um die Ultras Düsseldorf werden alles versuchen, ihr Team zum Klassenerhalt zu tragen. Bedeutet für uns: Keine Sekunde locker lassen und direkt zu Beginn zeigen, wer Herr im Haus ist – auf dem Rasen und auf den Tribünen. Dass wir das können, haben wir in dieser Saison zur Genüge unter Beweis gestellt.</p>
<p>Zu guter Letzt freuen wir uns, dass wir inzwischen endlich wieder zwei Jungs in unseren Reihen zurück wissen.<br />Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wer euch brechen will, wird daran zerbrechen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Sportclub Preußen Münster 06 GmbH &amp; Co. KGaA 4:1 (2:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Die Anzahl der ausstehenden Spiele wird so langsam immer kleiner und das Saisonende rückt immer und immer näher. Die Zeichen stehen auf Aufstieg. Beflügelt durch den gemeinsam erzwungenen Sieg in Elversberg eine Woche zuvor und dem uns entgegenkommenden 1:1 von Hannover und Paderborn am Samstagabend, lag über dem Stadtteil Erle ein Dunst aus drückender Vorfreude und steigender Hoffnung in der Luft. Und so viel sei vorweggenommen, auch am Montag nach der Partie hat sich daran nichts geändert. Bei einer Sache waren sich alle sicher: Der Moment stimmt. Alle Zeichen stehen auf Grün. Verein, Fans, Mannschaft, Staff, alles drum herum ist eine Einheit, der Ball liegt frei vorm Tor und muss nur reingedrückt werden. Wir haben die Chance aufzusteigen selbst in der Hand und das fühlt sich richtig geil an! Auf dem Weg zur Arena, im Stadionumlauf und auf den Stufen der Nordkurve Gelsenkirchen spürt man es.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Um dem Ziel “Aufstieg in Liga 1” auch an diesem Tag einen großen Schritt näher zu kommen und seine eigenen Hausaufgaben auf den Rängen zu erfüllen, war die Marschroute, welche Dennis noch einmal über die Anlage kommunizierte, ziemlich klar: alles geben, 90 Minuten, nur gemeinsam, als Einheit. Worte, die zwar leider immer inflationärer genutzt werden, jedoch in fast keiner Situation so wie Arsch auf Eimer passen, wie derzeit. Dementsprechend versuchten wir ab Minute eins genau dies zu tun. Als Motor des Stadions kamen wir ganz gut aus der Hüfte und versuchten schon relativ früh in der Partie, auch den Rest des Stadions in die Gesänge mit einzubeziehen. Leider waren die übrigen Tribünen noch nicht ganz wach, was vorerst zu überschaubarer Rückmeldung führte. Wir machten mit einem Mix aus alten Klassikern und neuen funktionierenden Liedern weiter und durften gleichzeitig spielerisch dominierende Schalker auf dem Feld beobachten. Das Ergebnis dieser Leistung war ein 2:0-Halbzeitstand, der durch zwei extrem starke Torjubel in der gesamten Arena honoriert wurde.</p>
<p>Offensichtlich ließen die Freudenschreie und die darauffolgende Halbzeit die Kehlen frei werden, weshalb im Verlaufe von Halbzeit zwei auch das Stadion mit in die Gesänge einstieg. Der emotionale Gipfel des Ganzen war die sich entwickelnde Laola-Welle, die minutenlang durch die Arena schwappte und von „Oh wie ist das schön“- Gesängen begleitet wurde. Dieses Mal getrieben durch pure Freude über das Spiel und die gesamte Saisonleistung unserer Truppe, statt Hohn über das desolate Auftreten wie noch im Mai 2025. Das „Asoziale Schalker“ kurz vor Schluss schepperte ebenso schön durch das Rund und setzte der Königin dann ihre verdiente Krone auf. Es passt gerade einfach alles zusammen. Nach dem Abpfiff erwarteten wir die Mannschaft standesgemäß und feierten gemeinsam einen weiteren großen Schritt Richtung Aufstieg. Dass während der Feierlichkeiten auch noch das kurz zuvor gefallene 3:2-Siegtor von Fürth gegen Verfolger Darmstadt auf dem Würfel eingeblendet wurde, ließ vielleicht sogar den ein oder anderen Nürnberger schmunzeln. Insgesamt war unser Auftritt einer der besseren an einem Sonntagmittag, der uns supporttechnisch eigentlich eher weniger liegt. Keine Ausrede, sondern Motivation, es kommende Woche Sonntag in Paderborn noch einen Tacken besser und den Aufstieg vielleicht schon zu Hause gegen Düsseldorf möglich zu machen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Der Gast aus Münster kaufte so ziemlich das gesamte Gästekontingent leer und teilte sich, wie es einige andere Szenen zuvor ebenfalls getan haben, mit dem aktiven Haufen in den Ober- und Unterrang auf. Im unteren Steher befanden sich die Hauptzaunfahnen um Fede Nerblo, den Oberrang zierte die “Sportclub Preussen Münster”- Zaunfahne, inklusive einiger weniger, aber überwiegend alter Fanclub Zaunfahnen am Rand des Oberrangs. Auch diverse Schwenkfahnen waren über beide Ebenen verteilt. Der Anhang aus Münster lieferte über die gesamten 90 Minuten einen richtig guten Auftritt ab und fiel bereits vor Anpfiff mit einem Wechselgesang über beiden Ränge auf, der auf unserer Seite für das ein oder andere respektvolle Kopfnicken sorgte. Im Spiel konnte man sie mehrfach in guter Lautstärke wahrnehmen, auch optisch setzten sie immer wieder Ausrufezeichen, obgleich des sich gegen sie entwickelnden Spielverlaufs. Generell hatte man den Eindruck, dass Fans und Mannschaft derzeit ein enges Verhältnis haben. Trotz des Spielverlaufs und Ergebnisses, supporteten die Gäste unaufhaltsam weiter und stimmten sich nach Abpfiff lautstark mit der Mannschaft auf das Derby gegen Bielefeld ein. Wenn man die bekannten Einflussfaktoren wie aktuelle sportliche Situation, Größe, und so weiter ebenfalls berücksichtigt, so haben hier manche vermeintlich „bessere“ Fanszenen schon deutlich schlechtere Auftritte abgeliefert. Unterstützt wurden die Gäste von Freunden aus Bochum.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Vielen Dank an die Unterstützung einer großen Reisegruppe aus Nürnberg sowie Freunden aus Skopje und Enschede!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Spiel</span></p>
<p>Während wir Freudetrunken das Stadion verließen, trafen wir vor den Toren wie immer auf die Jungs der SEK SV, die diese Momente derzeit leider nicht mit uns gemeinsam feiern können. Um diesen für ihre teilweise letzten Spiele noch einmal Kraft mitzugeben, liefen wir auf den wartenden Haufen mit der „Wir werden siegen“-Fahne zu und begrüßten die Jungs standesgemäß. Stadionverbote halten uns nicht auf!</p>
<p><strong> SC Paderborn 07 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:3 (2:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Bei bestem Kaiserwetter machten wir uns per Autokolonne auf den Weg nach Paderborn. Am Treffpunkt in Ostwestfalen angekommen, drehten sich die meisten Gespräche um die sportliche Ausgangssituation, nachdem der Konkurrenz am Samstag wieder einmal die Nerven versagten. Dementsprechend zuversichtlich legten wir den Weg zum Stadion zu Fuß zurück, ehe wir die peniblen Einlasskontrollen über uns ergehen lassen mussten. Im Block konnten wir einen ausgesperrten Bruder mit einem Spruchband wieder in unseren Reihen begrüßen. So schön der Moment heute auch war, wissen wir, dass weiterhin zu viele Jungs<br />vor den Stadiontoren stehen. Haltet durch Männer und lasst euch nicht unterkriegen!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Wir positionierten uns als aktive Fanszene wie gewohnt im Stehplatzbereich und starteten wie in den vergangenen Wochen mit „Wir woll‘n immer wieder diesen Wahnsinn spüren“ in den Support. Leider konnte man bereits hier erahnen, dass die Stimmung nicht so werden würde, wie man es sich erhofft hatte. Kaum Durchschlagskraft und viel zu wenig Bewegung im Block. Der Gästeblock machte über weite Strecken den Eindruck, dass Bier trinken und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen bei manchen heute Priorität hatte. Die Grundanspannung und der zwischenzeitliche 0:2 Rückstand taten ihr Übriges dazu. Die Leistungssteigerung in Verbindung mit der Aufholjagd setzten glücklicherweise Emotionen beim Gästeanhang frei, sodass immerhin die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit nicht ganz so schwach waren, wie in der Zeit zuvor.</p>
<p>Nach dem Halbzeitpfiff konnten wir an die verbesserte Schlussphase anknüpfen, allerdings entsprach dieser Auftritt in keinster Weise unseren Ansprüchen. Viel mehr Worte gibt es dazu auch nicht mehr zu verlieren. Nach dem 3:2 brachen natürlich alle Dämme und die Hütte stand Kopf. Nächste Woche gegen D‘Dorf zeigen wir hoffentlich ein anderes Gesicht und gehen gemeinsam den letzten Schritt ans Ziel!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Die Heimseite präsentierte zu Spielbeginn eine simple Choreo, bestehend aus blau-schwarzen Fahnen, blauen Luftballons und Spruchband, im mittleren Bereich der Heimkurve. Ehrlicherweise nichts, was in Erinnerung bleiben wird, auch wenn sie tatsächlich immer wieder mal im Gästeblock zu hören waren. Paderborn bleibt wie die letzten Jahre eine graue Maus der Liga. Es würde sicherlich die Meisten freuen, wenn man sich diese Tour nächste Saison knicken kann.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Vielen Dank für die Unterstützung an Gladbach und Enschede!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor zwei Wochen gastierte der FCN in der Bielefelder Alm. Nach einem frühen Gegentreffer, schaffte man zehn Minuten vor Ende noch den Ausgleich.</p>
<p>Die darauffolgende Woche gab der Verein bekannt, dass aufgrund der Vorkommnisse in der Nacht vor dem Dresden-Spiel neue Stadionverbote erteilt werden.</p>
<p>Zum Heimspiel gegen Magdeburg rief die Nordkurve Nürnberg zu einem Marsch vom Wöhrder See zum Max-Morlock-Stadion auf. Dem Aufruf sind zahlreiche Glubbfans gefolgt und so zog ein großer Mob in roten Trikots durch die Straßen. Das Spiel gewann der 1. FCN mit 1:0. Während der Anhang aus einem der neuen Bundesländer die Heimfahrt auf dem Relegationsplatz antreten durfte, heizte die Nordkurve Nürnberg noch das Team für das kommende Derby ein.</p>
<p>Morgen steht für den Glubb das Frankenderby an! Zu der Wichtigkeit eines Derbys muss man nicht viel sagen, dennoch könnte der FCN durch einen Sieg den Abstieg der Fürther bedrohlich nahe rücken lassen! Somit heißt es alles geben und am Ende den Ronhof mit einem lauten “Absteiger” und “Derbysieger FCN” verlassen. Nächste Woche gastiert der Spitzenreiter der zweiten Liga im Achteck.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Aufgrund des niederländischen Pokalfinals, welches immer ein paar Wochen vor Saisonende stattfindet und für eine Pause im Ligabetrieb sorgt, bestritten die Tukkers seit der letzten Ausgabe nur das Heimspiel gegen NEC Nijmegen. Zu diesem Spiel gegen den Vize-Pokalsieger und Mitkonkurrent um die internationalen Plätze findet ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</p>
<p>Auch für unsere Freunde sind noch drei Partien zu gehen. Zwischen Liga internen Play-offs für die Conference League und direkter Champions-League Qualifikation liegen nur vier Punkte. Als nächstes gastiert der FCT beim frisch gebackenen Pokalsieger AZ Alkmaar. Im letzten Heimspiel der Saison trifft man auf Sparta Rotterdam.<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Twente Enschede &#8211; NEC Nijmegen 1:1 (1:1)</span></p>
<p>Auch Twente hat spätestens nach dem 2:1-Sieg in Amsterdam noch alle Trümpfe in der eigenen Hand, das Beste aus der restlichen Saison &#8211; die direkte Qualifikation für die Champions League-Play-offs &#8211; rauszuholen. 04 Spieltage vor Schluss gastierte mit NEC Nijmegen der einen Punkt in Front liegende Tabellennachbar in der Hel van Enschede. Ein echtes Topspiel am Samstagabend also. Was da noch fehlt, ist das entsprechende Vorprogramm. Unsere Brüder wussten wieder einmal mit Gastfreundschaft zu überzeugen und luden uns bereits am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein in eine entspannte Örtlichkeit in der Gegend ein, wo wir begrillt wurden und kalte Getränke aller coleur serviert bekamen. Keine typisch niederländische Party, aber gesellig genug, um sich gemeinsam auf das Spiel einzustimmen.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadion fiel mir dann wieder ein beziehungsweise auf, dass es ja doch noch Frühling ist, denn es wurde bei frischer Brise merklich kühler. Die Jacke, die ich anziehen wollte, hing natürlich zu Hause. Dagegen hilft erfahrungsgemäß Warmtrinken. Ein Sechserträger nach dem nächsten wurde vernichtet und plötzlich war es kurz vor neun. Für das heutige Spiel bereitete VAK-P eine Choreo vor, bestehend aus Papptafeln, die rot-weiße beziehungsweise schwarz-grüne (die Farben der Vorgängervereine) Streifen bildeten, darüber wurde ein großes „FCT“, das mit dem Wappen des Clubs gefüllt war, mittig über den Block gezogen. Während der Choreo wurde hinter dem Tor ein professionelles Feuerwerk gezündet. Für unsereins in der Umsetzung vermutlich etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch mit einem ansehnlichen Ergebnis. Als die Jungs gerade mit dem Wegräumen der Choreo-Elemente fertig waren, fielen auch schon das 1:0 und diverse Biere durch die Luft. Die Stimmung ohnehin schon außerordentlich gut, jetzt kamen nochmal ein paar Dezibel oben drauf. Warm genug wurde mir dadurch übrigens auch. Noch in der Halbzeit konnten die Gäste aus der Provinz Limburg den Ausgleich erzielen, was den Heimfans aber offensichtlich egal war. Obwohl das Spiel in der Folge von vielen Fehlpässen und wenig klaren Torchancen geprägt war, hielt die Veste die gute Stimmung bis zum Abpfiff. Ein 1:1, das im Kampf um die Champions League-Plätze nicht wirklich weiterhilft.</p>
<p>An diesem Abend verabschiedeten wir uns zeitig von unseren Freunden, denn die Nacht vor unserem eigenen Auswärtsspiel in Paderborn sollte kurz sein, ließ also keine großartige Erholung zu. Dennoch war es wie so oft ein top Tag in Enschede!<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vom Balkan gibt es wenig Berichtenswertes von den Rängen, dafür das übliche Chaos drum herum. Das Stadtderby bei Shkupi konnte Vardar souverän und wenig überraschend mit 7:0 gewinnen. Der Rivale von der anderen Seite des Flusses liegt mit einem Punkt chancenlos auf dem letzten Tabellenplatz und hat bereits über 100 Gegentore bekommen. Gespielt wurde die Partie im Stadion des Mazedonischen Fußballverbandes und um der Begegnung wirklich jeden Reiz zu nehmen, auch noch ohne Zuschauer.</p>
<p>Auch am vergangenen Woche gab es einen, diesmal etwas überraschend hohen 7:0-Erfolg. Diesmal im Heimspiel gegen Tikves aus Kavadarci. Dadurch bleibt Vardar vier Spieltage vor Saisonende an der Tabellenspitze, dicht gefolgt von Shkendija, gegen die am letzten Spieltag das direkte Duell ansteht.</p>
<p>Am heutigen Samstag muss Vardar bei Bashkimi Kumanovo antreten. Beim Tippen dieser Zeilen steht das Stadion jedoch noch nicht fest. An sich am Balkan nicht besonders ungewöhnlich, in diesem Fall jedoch schon. Denn Bashkimi wurde am vergangenen Wochenende das Stadion auf unbestimmte Zeit vom Verband gesperrt, nachdem beim Heimspiel gegen Struga, welches 0:4 verloren ging, Spieler und Verantwortliche der Gastmannschaft auf dem Feld angegriffen und auch der Bus später bei Abfahrt mit Steinen beworfen wurde. Gut möglich also, dass Komiti auch die heutige Begegnung nicht im Stadion verfolgen kann und das nächste Geisterspiel ansteht.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Wie so oft konnten auch beim letzten Spiel der Saison in Foggia keine Gäste anreisen und auch die Heimfans wurden ausgeschlossen, sodass Granata das Spiel ohne Zuschauer und Support bestreiten musste. Das Spiel konnte solide 1:3 gewonnen werden, sodass Salernitana die Saison auf Platz 3 der Tabelle beendet und die ersten Spiele der Play-offs am 10. Mai auswärts und am 13. Mai heim bestreitet.</p>
<p>Zum Verkauf des Vereins kursieren wieder einmal sehr viele Gerüchte und Widersprüchlichkeiten, sodass wir hierzu nichts Handfestes berichten können und abwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt. Die Bauarbeiten an der Curva Nord im Arechi wurden, nachdem vor zwei Monaten Wasserleitungen verlegt werden mussten, wieder aufgenommen und der Umbau des Stadions fortgesetzt.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;">Aufgaben und Arbeitsweise des Ehrenrats</span></p>
<p>Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe dieser Lektüre die Aufgaben und Wahlen des Aufsichtsrats angesehen haben, werden wir uns nun mit dem Ehrenrat beschäftigen. Auch hierbei konzentrieren wir uns wieder auf die wichtigsten Aspekte.</p>
<p>Für ein vollumfängliches Bild über die Aufgaben des Ehrenrates legen wir jedem die Satzung unseres Vereins ans Herz.</p>
<p><a href="https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung">https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung</a></p>
<p><strong>Aufgaben</strong></p>
<p>Ganz allgemein kann man sagen, dass der Ehrenrat ein typisches, vereinsinternes Schieds- und Beratungsorgan darstellt, das bei Streitigkeiten, Satzungsverstößen oder vereinsinternen Konflikten tätig wird.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. Überprüfung von Vereinsmaßnahmen:</span></p>
<p>Prüft Vereinsausschlüsse und Sanktionen, wird dabei aber nur auf Antrag des betroffenen Mitglieds oder eines Vereinsorgans tätig und entscheidet am Ende endgültig, es gibt keinen weiteren vereinsinternen Rechtsbehelf.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2. Entscheidungen bei vereinsinternen Streitigkeiten</span></p>
<p>Behandelt Konflikte zwischen einzelnen Mitgliedern, zwischen Mitgliedern und Vereinsorganen und über die Anfechtung von Beschlüssen der Vereinsorgane. Auch hier wird der Ehrenrat nur auf Antrag tätig.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. Eigenständiges Verfahren bei Fehlverhalten</span></p>
<p>Hier kann der Ehrenrat von sich aus tätig werden und handelt bei grob unsportlichem oder vereinsschädigendem Verhalten, bzw. rechtswidrigem oder satzungswidrigem Verhalten von Organen oder Organmitgliedern (z.B. Aufsichtsrats- oder Wahlausschussmitgliedern).</p>
<p>Er entscheidet, ob ein Verfahren eingeleitet wird und kann selbst Sanktionen gemäß Vereinssatzung verhängen. Bei Verfahren ohne Antrag ist eine vorherige Anhörung des Betroffenen zwingend.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. Schlichtungsstelle</span></p>
<p>Vermittelt bei vereinsbezogenen Streitigkeiten und wird nur tätig, wenn eine Partei einen Antrag stellt und die andere Partei dem Schlichtungsversuch zustimmt.</p>
<p>Ein erfolgreicher Schlichterspruch ist endgültig und verbindlich – bei Scheitern erklärt der Ehrenrat die Schlichtung für beendet.<br />Der Ehrenrat kann innerhalb seiner Zuständigkeit vorläufige Maßnahmen beschließen, z.B. Ruhen eines Vereinsamtes bis zum Abschluss des Verfahrens.</p>
<p><strong>Arbeitsweise</strong></p>
<p>Zusammensetzung und Unabhängigkeit:</p>
<p>Er besteht aus fünf Mitgliedern, diese können aktive oder passive Mitglieder sein, müssen über 30 Jahre alt sein und mindestens fünf Jahre Vereinszugehörigkeit aufweisen.</p>
<p>Mindestens zwei Mitglieder müssen die Befähigung zum Richteramt besitzen und dürfen keinem anderen Vereinsorgan angehören. Sie arbeiten unabhängig und weisungsfrei.</p>
<p>Der Ehrenrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und den Stellvertreter und gibt sich eine Geschäftsordnung. Beschlussfähig ist er ab einer Anzahl von drei anwesenden Mitgliedern.</p>
<p><strong>Verfahren</strong></p>
<p>In der Regel sollen mündliche Verhandlungen stattfinden. Die Entscheidungen sind schriftlich, mit Begründung, an den Betroffenen und Vorstand per Einschreiben zu kommunizieren.</p>
<p>Im Vergleich zu anderen Vereinen, die oft nur grobe Regeln haben, orientiert sich unsere Satzung klar an das Verbandsniveau von DFB/DFL.</p>
<p><strong>Aktuelle Zusammensetzung</strong></p>
<p>Laut unserer Vereinssatzung wählt ein gemeinsamer Ausschuss, bestehend aus sechs Mitgliedern (jeweils drei Aufsichtsrats- und drei Wahlausschussmitglieder) gemäß einer eigenen Geschäftsordnung geeignete Mitglieder für den Ehrenrat aus.</p>
<p>Zurzeit hat Lars Althoff, Fachanwalt für Arbeitsrecht, den Vorsitz und wird von Ilona Caroli, Dezernentin Arbeitsmarktpolitik, Gesundheit und Soziales a.D., vertreten. Es gehören außerdem noch Ernst-Martin Barth, ev. Pfarrer der Christus-Kirchengemeinde Buer, Matthäuskirche und der Kapelle der Arena, Jan Henke, Dipl.-Phys. Ing., geschäftsführender Gesellschafter, ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Bochum, sowie Prof. Dr. iur. Andreas Müglich, Professor für Internationales Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung an der Westfälischen Hochschule, dem Ehrenrat an.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-scaled.jpg" alt="" title="06_DatIsSchalke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9830" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Zum Tode von Manni Kreuz möchten wir selbstverständlich auf die Karriere des letzten lebenden Meister-Spielers von 1958 zurückblicken.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Manfred “Manni” Kreuz</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer an die Meistermannschaft von 1958 denkt, dem fällt sein Name bestimmt nicht als erstes ein, auch wenn er maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat. Für viele Schalker ist er auch dadurch ein Teil des Mythos Schalke. Er selbst sagte über sich, dass er ein ganz „normaler Junge aus Gelsenkirchen“ sei.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Manni wurde 1936 in Hassel geboren. In seiner Kindheit floh seine Familie durch die Wirren des Krieges nach Bayern, wo sie jedoch nicht lange verweilte und nach Westfalen zurückkehrte. Er begann eine Ausbildung zum Finanzbeamten in Borken und trat in seiner Freizeit für den SC Buer-Hassel gegen den Ball. Hier entstand auch aufgrund seines strammen Linksschusses der Name “Bomber”. Da er für das Training aus Borken pendelte, war eine regelmäßige Teilnahme schwierig, aber durch sein Talent und zahllose Extraeinheiten schaffte er bald den Sprung in die Ligamannschaft und in die Westfalen-Auswahl.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Sein Talent fiel auch den Knappen auf, sodass Ernst Kuzorra sich fortan bemühte, ihn unter Vertrag zu nehmen. Das tägliche Pendeln hätte jedoch einer aktiven Karriere auf Schalke im Weg gestanden. Manni wollte seinen Job auf keinen Fall aufgeben, deswegen besorgte ihm Kuzorra, wie bei so manch anderem, einen Arbeitsplatz. Von da an arbeitete er beim Finanzamt Buer und wechselte für eine Ablöse von 80 Mark zum FC Schalke. Seinen Job nahm Kreuz immer sehr ernst, da er für die Zeit nach der Karriere als Fußballer ein zweites Standbein haben wollte. Zur damaligen Zeit war es auch durchaus üblich, dass die Spieler keine Vollprofis waren und so fand das Training im Nachmittagsbereich statt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Schalke spielte 1958 groß auf und erreichte das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Für die Schalker Fans war sein wichtigstes Spiel gegen den Hamburger SV.<br />Er schoss ein Tor selbst und bereitete die anderen beiden zum 3:0 Endstand vor. Es war der bis jetzt letzte Meistertitel für unsere Königsblauen, jedoch nicht für Manni, denn 1988 gelang ihm mit dem TC Buer der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Hallentennis.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Nach der Meisterschaft ging es für Schalke sportlich bergab. Mit der Einführung der Bundesliga wandelte sich auch die Mentalität in der Mannschaft, laut Kreuz ging es nur noch darum „Geld zu verdienen und weniger darum, erfolgreich Fußball zu spielen“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Seit dem Jahr 1962 war er Kapitän der Königsblauen. Fragt man Kreuz nach dem wichtigsten Spiel seiner Karriere, nennt er nicht etwa den Gewinn der deutschen Meisterschaft, sondern das Spiel gegen Neunkirchen 1966. Schalke war zu diesem Zeitpunkt schwer angeschlagen und kämpfte gegen den Abstieg. Manni erzielte fünf Minuten vor Ende das entscheidende zweite Tor. Gerne erzählt er die Anekdote vom kleinen Jungen, der direkt nach dem Tor mit Blumen aufs Feld gelaufen kam, um sich zu bedanken und Kreuz ihn mit Freudentränen in den Augen noch für die letzten Minuten vom Platz bitten musste. 1967 war für ihn ein schwarzes Jahr, nicht nur weil Schalke gegen Gladbach mit 11:0 unterging, sondern weil in diesem Jahr seine Frau im Alter von 21 Jahren überraschend an einer Viruserkrankung verstarb.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> So beendete er seine aktive Karriere 1968, aufgrund eines Meniskusschadens spielte er zuletzt in der Verteidigung. Anschließend blieb er den Königsblauen erhalten und arbeitete als Trainer im Nachwuchsbereich bis 1982. Bis 2013 war er Mitglied im Schalker Ehrenrat und im Ehrenpräsidium. Bis zuletzt verfolgte er jedes Heimspiel unserer Königsblauen und war nach Niederlagen „manchmal drei Tage nicht ansprechbar“. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Manni Kreuz, ein Name, den viele nicht auf dem Zettel haben, der aber zu den ganz Großen zählt. Ein echtes Kind aus dem Ruhrgebiet, bodenständiger Malocher. Kein Mann der großen Worte, aber einer, der unseren Verein wirklich lebte. Für einen Einsatz in der Nationalmannschaft hat es übrigens aufgrund seiner Vorliebe für Bier und Zigaretten nach dem Spiel nie gereicht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ruhe in Frieden Manni! Wir werden dich und dein Andenken in Ehren halten.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Berlin:</strong></span> Die Gruppe Harlekins Berlin ‘98 ruft zur Spendenaktion „Spendet Becher &#8211; Rettet Leben“ auf. Die Initiative erinnert an ein verstorbenes Gruppenmitglied und unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Beim Heimspiel gegen Holstein Kiel wurden Pfandbecher und Geldspenden gesammelt. In diesem Jahr gehen die Einnahmen an das Projekt „Herzenszeit Berlin“, das Familien mit schwerkranken Kindern sowie Trauernde begleitet. Auch die Anhänger von Holstein Kiel beteiligten sich an der Aktion.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Chemnitz:</strong></span> Beim Heimspiel des Chemnitzer FC gegen den ZFC Meuselwitz kam es auf der Heimseite zum Stimmungsboykott. Weder Support noch optische Unterstützung begleiteten die Partie. Anlass war das verlorene Derby gegen Erzgebirge Aue. Die aktive Szene wirft der Mannschaft fehlenden Einsatz und mangelnden Willen vor. Das Spiel sollte bewusst still verfolgt werden. In einem offenen Brief forderte die Gruppe rund um Ultras Chemnitz 99 von der Mannschaft vor allem Kampf, Einsatz und Identifikation mit Verein und Stadt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Ahlen:</strong></span> Die aktive Fanszene von Rot Weiss Ahlen stellt bis zum Saisonende den organisierten Support ein. Hintergrund sind die Folgen der Ausschreitungen im Spiel gegen SG Wattenscheid 09, darunter die Schließung der Willi-Pott-Tribüne, Hausverbote und der Umgang mit den Maßnahmen. Damit wurde die Grundlage für einen gemeinsamen Support zerstört. In der Vergangenheit hatte es schon wegen sportlicher Unzufriedenheit und interner Spannungen einen Boykott gegeben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Paraguay:</strong></span> Das Derby zwischen Club Olimpia und Cerro Porteño im Estadio Defensores del Chaco musste nach massiven Ausschreitungen abgebrochen werden. Bereits vor dem Spiel kam es zu Unruhen, da zahlreiche Gästefans offenbar nicht rechtzeitig ins Stadion gelangten. Vorausgehend war hier der erschwerte Einlass. Vor und im Stadion kam es dann unter anderem zum Aufeinandertreffen beider Anhänger. Nach dem Einsatz von Pyrotechnik griff die Polizei ein und leitete umstrittene Maßnahmen zur Räumung ein. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Bullen. Während die Polizei von einem vermeintlich defensiven Vorgehen spricht, berichten die örtlichen Medien und Anhänger vom Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Auf beiden Seiten gab es Verletzte und es kam zu mehreren Festnahmen. Viele Fans flüchteten auf das Spielfeld. Das Spiel selbst wurde nach knapp 30 Minuten abgebrochen.</p></div>
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		<title>Ausgabe 15: Münster</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-15-muenster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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				<a href="https://ultras-ge.de/blauerbrief/2025-2026/BB_25_26_15_BlauerBrief_Muenster_V02.pdf"><span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="264" height="374" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2026/04/BB_25_26_15_prm.jpg" alt="" title="BB_25_26_15_prm" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2026/04/BB_25_26_15_prm.jpg 264w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2026/04/BB_25_26_15_prm-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 264px) 100vw, 264px" class="wp-image-17861" /></span></a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_6 et_pb_bg_layout_light" href="https://ultras-ge.de/blauerbrief/2025-2026/BB_25_26_15_BlauerBrief_Muenster_V02.pdf" target="_blank" data-icon="&quot;">download PDF</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Inhaltsverzeichnis</p></div>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_7 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_8 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_9 et_pb_bg_layout_light" href="#ev">3. Eingetragener Verein seit 1904</a>
			</div><div class="et_pb_button_module_wrapper et_pb_button_10_wrapper  et_pb_module ">
				<a class="et_pb_button et_pb_button_10 et_pb_bg_layout_light" href="#ode">4. Ode an die Fanzine</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_11 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte </a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">die Saison wird für die Nerven nicht leichter. Allein das Spiel gegen Karlsruhe kostete da wieder so einige. Die Nordkurve kam dabei auch nicht so richtig aus dem Quark und die Beobachtung, dass es besonders bei den Sonntagsspielen bei uns in der Kurve irgendwie hakt, bestätigt sich immer mehr. Eine Erklärung dafür zu finden ist dabei müßig, denn Ausreden darf es eigentlich nicht geben. Keine Hilfe dabei war die völlig bescheuerte und viel zu laute Beschallung der Stadionregie, die auch das letzte bisschen Emotion vor dem Anpfiff unterdrückte. Wir gehen davon aus, dass dies nur ein einmaliger Ausrutscher des Vereins war, denn diese Scheiße kann niemand wirklich wollen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch in Elversberg startet die Nordkurve mit etwas angezogener Handbremse ins Spiel, aber manchmal ist es einfach so, dass der Funke vom Feld auf die Tribünen überspringt und nicht umgekehrt. Die Mannschaft biss sich trotz des frühen Gegentreffers fest, fightete um jeden Ball und riss alle Schalker im Stadion mit. Der Torjubel zum 2:1 bleibt wohl als einer der intensivsten der Saison in Erinnerung. Das war ein riesiger Schritt Richtung Aufstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Lasst uns daher diese Extase mit ins Spiel gegen Münster nehmen, lasst uns freidrehen und die Mannschaft zum Sieg tragen. Nur noch fünf Spiele bis zum großen Ziel!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Haben wir in der letzten Ausgabe noch unsere Solidarität nach Schweden geschickt, kamen im Laufe der Woche ähnlich beschissene Nachrichten aus Frankreich. In Saint-Étienne wurde das Verbotsverfahren gegen die beiden Kurven der Grün-Weißen wieder eröffnet und es bleibt zu hoffen, dass es auch diesmal wieder gut für alle Ultras ausgeht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">An dieser Stelle verweisen wir auch nochmal gerne auf die gemeinsame Stellungnahme der deutschen Fanszenen, die sich mit den Entwicklungen in Deutschland beschäftigt. Ihr findet sie unter anderem auf unserer Homepage.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Abschließend sei der Hinweis auf die neue Ausgabe des BFU erlaubt. Diese ist bei uns am Infostand für fünf Euro erhältlich, ist immer noch eine Pflichtlektüre und hat folgende Themen zum Inhalt: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Wie war Leipzig? Hinter den Kulissen der Fandemo</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Trouble in Paradise – Was bleibt vom heißen Herbst der Ultras?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Kleine Kurven &#8211; Große Wirkung: Brandenburg. Deutschlands größtes Amateurderby</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Länderpunkt Tschechien</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Interview mit der Tribuna Sever von Slavia Prag</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Stark zerbrechlich – Mein Leben zwischen Kurve, Kampf und Klinik</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Ereignisse, die zur Legende wurden – Die fliegenden Fische von Jena</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Balkan-Tratschtanten</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Fünf &#8222;gute&#8220; Gründe für 50+1</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Die Ausnahme von der Regel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Gästefans! Playoffs! Mische saufen! Argentinien 2025</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Bis dass der Tod uns scheidet – Gossip auf Polnisch</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Kulturbeutel – Filme, Musik &amp; Bücher</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Leserbriefe</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer dann immer noch nicht genug Lesestoff hat, dem seien die vielen Bücher aus dem Hause BFU und Erlebnis Fußball ans Herz gelegt. Mit Letzterem haben wir zu diesen Projekten ein Interview geführt, welches ihr in dieser Ausgabe lesen könnt.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH &amp; Co. KGaA 1:0 (0:0)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anlässlich der weiter angeheizten Eskalationsmaschinerie der Innenminister- und Sportministerkonferenz wiesen wir zum Einlaufen der Mannschaften per Spruchband auf die veröffentlichte Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands hin: 3 Monate nach der IMK ist 3 Monate vor der IMK.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Eingang der Nordkurve sicherten wir zudem unserem Mitglied Jan per Spruchband unsere volle Unterstützung zu: Der wichtigste Sieg ist deiner!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem starken Auftritt der Nordkurve in Darmstadt stand am Ostersonntag die nächste Bewährungsprobe für Mannschaft und Kurve auf dem Plan. Zum Einlaufen der Teams wurde diesmal ein Videoschnitt samt lauter Beschallung abgespielt. Dies erstickte die ersten lauten Gesänge kurz vor dem Anpfiff, um das Stadion nochmals anheizen zu können. Absolut unverständlich, was man mit dieser 0815-Beschallung erreichen wollte. Dazu wäre es schön, wenn man sich in Zukunft an einheitliche Abläufe gewöhnen könnte. Mit gutem Pogo zu „Ins Stadion geh’n“ stimmte der erste Stimmungscheck und die Nordkurve verzeichnete eine solide Anfangsphase mit breiter Mitmachquote.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der 20. Minute zeigten wir ein gemeinsames Banner anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Freundschaft zu Ultras VAK-P. Dieses wurde in der Länderspielpause bereits gebührend gefeiert. Während Schalke klar spielbestimmend war, wurde es nach mehreren Chancen in der 30. Minute zum ersten Mal wirklich richtig laut in der Arena. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der anschließende Wechselgesang zu „Lalala Schalke“ mit dem Oberrang wusste ebenfalls zu überzeugen. In der zweiten Hälfte, das sei vorweggenommen, funktionierte es mit dem ganzen Stadion dann weniger gut. Die Lautstärke stimmte größtenteils im ersten Durchgang.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie so oft kam die Nordkurve etwas gelähmt aus der Pause. Im Vergleich zur ersten Hälfte gab es einige Durchhänger im weiteren Verlauf und der Stimmungspegel nahm leicht ab. Gerade wenn Tore zunächst ausbleiben, gilt es, die Kohlen in den Ofen zu schütten und Vollgas zu geben. Mit „Immer wieder S04“ endete die schwächere Phase in der Kurve und wenig später stellte Karamans Treffer die Weichen auf Sieg. Lautstark trugen wir die Mannschaft bis zum Schluss zum verdienten Dreier. Mit einem guten „Asoziale Schalker“ sowie dem „Mythos vom Schalker Markt“ feierten wir gemeinsam die drei Punkte – Spitzenreiter! Insgesamt war es ein solider Auftritt der Nordkurve mit vereinzelten Durchhängern und weiterhin Potenzial nach oben, um über 90 Minuten die Hütte abzureißen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gäste aus der Fächerstadt fielen wie beim letzten Auftritt optisch durch einen guten Fahneneinsatz im Steher auf. Der Stehblock war das ganze Spiel über in Bewegung, jedoch kam akustisch gar nichts bei uns an. Dies lag sicherlich auch daran, dass sich der breite KSC-Anhang im Oberrang offensichtlich gar nicht beteiligte. Insgesamt kam der Auftritt dadurch bei Weitem nicht an die Topauftritte von anderen Gästen in der Arena in dieser Saison heran.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erneut konnten wir einige Freunde aus Enschede bei uns begrüßen – dank je wel. Vielen Dank auch an Mönchengladbach für die Unterstützung.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>S</b><b>pielvereinigung 07 Elversberg e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:2 (1:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bereits zum dritten Mal gastierten wir im Waldstadion Kaiserlinde, zum ersten Mal jedoch im neu errichteten Gästeblock hinter dem Tor. Hier muss man mal sagen, dass der Neubau nicht nach Schema F geplant wurde und sich gut in den Flair eines kleinen Stadions einfügt. Bis auf die enge Treppe hat man auch im Block selbst genug Platz, um sich auszubreiten und sämtliche Gruppenfahnen aufzuhängen. Klar, mehr geht immer, aber man muss ja nicht jedes Mal etwas zu meckern suchen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Einsingen testeten wir erneut unser neues Lied “Ich will immer wieder diesen Wahnsinn spür&#8217;n, immer wieder Schalke siegen seh‘n”. Mit diesem Motto schufen wir für die Spieler während des Aufwärmens die bestmögliche Atmosphäre und auch die Kurve brachte sich dadurch auf Temperatur. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir gerade so richtig ins Spiel gestartet waren, kam auch direkt der erste Schlag ins Gesicht: 0:1 nach nicht mal 04 Minuten, ja guten Morgen. Anders als in der Vergangenheit gaben sich Mannschaft und Nordkurve aber einen Ruck und ließen sich vom frühen Rückstand nicht beeindrucken. Auch wenn einige Schalker zu Beginn noch etwas zögerlich waren, spätestens bei den Hüpfeinlagen zu “Geh&#8217;n mit dir auf jede Reise” war klar, wer auf den Rängen der Herr im Haus ist. Offensichtlich hatte auch Miron der Mannschaft die richtigen Worte mit aufs Feld gegeben, denn von Schockstarre war auf dem Platz nichts zu sehen. Ein fußballerischer Gaumenschmaus war das jetzt nicht, doch harte Arbeit zahlt sich bekanntlich meist aus. Die Belohnung war das Tor des Monats zum 1:1. Die Fackeln, die wir dazu anrissen, holten nochmal die letzten paar Prozente raus, brachten den Block zum Leuchten und Licht in den grauen Sonntagnachmittag. So konnten wir die Stimmung bis zur Halbzeitpause auf gutem Niveau halten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im zweiten Durchgang folgte nach erneut nur wenigen Minuten der nächste Tiefschlag. Bei der völlig unberechtigten gelb-roten Karte kann man sich wieder nur an den Kopf packen. Doch wie nach dem 0:1 ließ sich die Mannschaft erneut nicht beeindrucken und riss mit dem 2:1 fünf Minuten später die Partie wieder an sich. Eskalation und absoluter Wahnsinn! Die Korken knallten wieder und wir sangen uns zur bekannten Partymelodie vom Balkan in einen Rausch. S04, nur mit dir! </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein insgesamt wirklich guter Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen trug gemeinsam mit größter Willenskraft der Truppe auf dem Platz dazu bei, den Sieg und die enorm wichtigen drei Punkte nach Hause zu bringen. Ein erfolgreicher Nachmittag an der Kaiserlinde. Somit gilt auch in den letzten fünf Spielen: </span><i><span style="font-weight: 400;">Wir treiben dich nach vorn für uns‘ren Traum von Liga 1!</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Viel sagen muss man zu Elversberg eigentlich nicht. Auch wenn man die Verhältnisse beachtet, war das nicht mal ein „solider Auftritt ohne große Highlights“. Fußballerisch gesehen ist man vielleicht die Nummer 1 im Saarland, spielt mit Blick auf die Kurve aber definitiv die zweite Geige</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Spiel erhielten wir Unterstützung durch unsere Gäste aus Mönchengladbach und Nürnberg. Vielen Dank!</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zur Partie bei Eintracht Braunschweig verkaufte die Nordkurve einen Mottoschal, welcher zum Einlaufen der Mannschaften als Choreoelement genutzt wurde. Zur zweiten Halbzeit stieg hinter einem “Bullenschweine”-Spruchband massiv Rauch aus dem Gästeblock auf. Ebenfalls waren einige Spruchbänder zum selben Thema sowie zur IMK zu sehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich schafften es die Franken nicht, die eigene Führung über die Zeit zu bringen und so hieß es am Ende 1:1 unentschieden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Heimspiel gegen Dresden ging nach einem Eigentor und dem Schlusspunkt in der 83. Minute 2:0 für die Falschen aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gestern Mittag kämpfte der FCN in Bielefeld um drei Punkte. Zum weiteren Saisonendspurt empfangen unsere Freunde nächstes Wochenende den 1. FC Magdeburg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der FCT ist erfolgreich in den Endspurt der Saison und damit in den finalen Kampf um eine Qualifikation für Europa gestartet. Den Anfang dazu machte der Auswärtssieg bei Ajax Amsterdam, zu dem ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht findet.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Heimspiel gegen Volendam gab es über diverse Kommunikationswege den Aufruf für die letzten „fünf Finals“. Gerade im Hinblick auf die zuletzt schwache Stimmung bei Heimspielen ist man auf jeden Einzelnen angewiesen, um die Mannschaft nach vorne und Richtung Europa zu schreien. Gegen Volendam hatte man Erfolg und gewann mit 2:1. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Twente steht aktuell auf dem vierten Tabellenplatz, was zur Teilnahme an der Europa League Qualifikation berechtigen würde. Nächster Gegner ist der drittplatzierte NEC Nijmegen, danach spielen die Tukkers bei AZ Alkmaar.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Come on Twente Enschede &#8211; noch 04 Finals!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Ajax Amsterdam &#8211; FC Twente Enschede 1:2 (1:1)</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ziemlich genau eine Woche nach der “20 Jahre Freundschaftsfeier” in Enschede, die mir gefühlt immer noch ordentlich in den Knochen steckte, ging es für mich und meine Reisegruppe schon wieder über die Grenze. Ziel war erneut Enschede, wo wir uns mit unseren Brüdern trafen, um gemeinsam zum Topspiel nach Amsterdam aufzubrechen. Ein Spiel, das auf dem Papier einiges versprach – Flutlicht, 21 Uhr, und die Chance für die Tukkers, an Ajax vorbeizuziehen und in der Tabelle noch weiter nach oben zu klettern.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach Ankunft in Enschede ging es erst einmal in die Stadt, wo man sich mit bekannten Gesichtern traf. Die Woche zuvor hatte eindrucksvoll gezeigt, was diese Freundschaft bedeutet, und genau daran knüpfte man nahtlos an. Das ein oder andere Kaltgetränk, verschiedenste Gespräche und die passende Einstimmung auf den Abend – so ließ sich die Zeit bis zur Abfahrt gut überbrücken.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie in den Niederlanden üblich, stand dann die verpflichtende Busanreise an. Auch wenn die Strecken dort im Vergleich zu unseren Auswärtstouren eigentlich lächerlich kurz sind, zieht sich das Ganze durch die zahlreichen Stopps trotzdem ordentlich. Dafür hatte die Tour ihren eigenen Charme: Kaum runter von der Autobahn, ging bei unserem Busfahrer konsequent &#8211; wohlgemerkt während der Fahrt &#8211; die Vordertür auf, um für „frische Luft“ zu sorgen. Dazu gingen diverse kleine Köstlichkeiten und Getränke durch die Reihen, sodass die Fahrt insgesamt mehr als entspannt war.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Stadion angekommen wartete dann der Einlass, der gerade am Materialeingang ungewohnt streng und penibel durchgeführt wurde. Alles wurde genauestens kontrolliert, was sich natürlich etwas zog. Im Anschluss führten uns die gefühlt endlosen Treppenstufen Richtung Gästeblock nach oben. Dort angekommen musste ich erstmal kurz durchschnaufen – das war schon eine kleine Einheit für sich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Vergleich zu meinem letzten Besuch positionierte sich der Haufen diesmal etwas weiter oben, wodurch die ersten Reihen frei blieben. Das tat dem Gesamtbild auf jeden Fall gut. Auch das Zaunfahnenbild wusste zu überzeugen: Neben den bekannten Zaunfahnen rund um U91 und Vak-P hing auch das “20 Jahre Freundschaft”-Spruchband am Zaun. Auch der neue Freundschaftsschwenker durfte an diesem Abend das erste Mal holländische Stadionluft schnuppern.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Heimseite startete mit einer Choreo, bei der ein Hund oder Wolf das Twente-Wappen zerbeißt – umgesetzt als große Blockfahne vom Ober- bis in den Unterrang. Flankiert wurde das Ganze von den Schriftzügen „proud, loyal and unleashed“, die links und rechts daneben angebracht waren. Kurz darauf folgte noch eine zweite Aktion zu Ehren von Johan Cruyff: Im Oberrang wurde ein Spruchband mit </span><i><span style="font-weight: 400;">„Alleen kun je niets, je moet het samen doen“ (“Man kann nichts allein schaffen, man muss es gemeinsam tun”)</span></i><span style="font-weight: 400;"> präsentiert, während passend dazu die „14“ mit Hilfe von Papptafeln dargestellt wurde. Beides solide, aber nichts, was groß hängen bleibt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Supporttechnisch kam der Gästeblock ordentlich rein. Die ersten Minuten waren laut und geschlossen, so wie man es sich wünscht. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurde das Ganze jedoch immer wieder unterbrochen. Unter anderem sorgte ein medizinischer Einsatz im Block für eine längere Pause, was verständlicherweise den Rhythmus komplett rausnahm. In der Folge zog sich eine gewisse Trägheit bis zur Halbzeit durch. Insgesamt wirkte der Auftritt dadurch nicht ganz so druckvoll, wie man es von unseren Freunden eigentlich auswärts kennt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch nach der Pause brauchte es erstmal wieder ein paar Minuten, bis der Block zurück ins Spiel fand. Mit der Führung für Twente kippte die Stimmung dann aber nochmal spürbar. Ab dem Moment war es das gewohnte Bild: ausgelassen, laut und mit einer stabilen Mitmachquote, die sich sehen lassen konnte. So trug sich der Support dann auch bis zum Abpfiff durch.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Von der Heimseite rund um F-Side kam über weite Strecken erschreckend wenig. Genau einmal konnte man die Kurve wirklich wahrnehmen, ansonsten ging das im weiten Rund der Arena ziemlich unter. Sicherlich spielt die Position des Gästeblocks da mit rein, dennoch war das erstaunlich schwach.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach Abpfiff kam die Mannschaft vor den Block, um den 1:2-Auswärtssieg mit den Anhängern zu feiern. Zum Abschluss wurde noch ein Gruppenfoto im Gästeblock gemacht – nochmal im Zeichen der 20-jährigen Freundschaft mit dem entsprechenden Spruchband – womit der Stadionbesuch auch sein Ende fand.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Vergleich zu meinem letzten Besuch in Amsterdam, der noch von unnötigen Provokationen und Eskalation geprägt war, zeigte sich die Staatsmacht diesmal ungewohnt zurückhaltend. So konnte zumindest dieser Teil des Tages ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Weg zurück zu den Bussen führte anschließend wieder die zahlreichen Treppen hinunter und mitten durch eine feiernde Menge an Twente-Anhängern, die den Auswärtssieg entsprechend zelebrierten. Die Rückfahrt nach Enschede verlief ähnlich entspannt wie die Hinfahrt, ehe sich dort die Wege trennten und wir uns von unseren Brüdern verabschiedeten. Für meine Mitstreiter und mich ging es dann noch weiter bis ins schöne Gelsenkirchen, wo wir gegen 4 Uhr morgens ankamen – mit der Aussicht auf satte vier Stunden Schlaf, bevor es zu unserem eigenen Heimspiel ging.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unterm Strich bleibt eine rundum gelungene Tour im Kopf und einmal mehr der Beweis, warum diese Freundschaft seit 20 Jahren so besonders ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bedankt voor alles, Broeders!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der FK Vardar ist weiterhin auf Meisterkurs! Nach der überraschenden Auswärtsniederlage in Gostivar bei Arsimi gab es in den drei Spielen nach der Länderspiel bedingten Pause sieben Punkte in drei Spielen. Das Heimspiel gegen Gjorce Petrov wurde souverän mit 5:1 gewonnen und auch eine Woche später, am Tag vor unserem Spiel in Elversberg, gewann Vardar das Heimspiel gegen Rabotnicki mit 1:0.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zwischen diesen beiden Begegnungen stand das Auswärtsderby bei Pelister Bitola an. Zuerst wurde das Spiel auf eine typische Balkan-Mittags-Anstoßzeit gelegt. Am Ende gelang jedoch eine Verschiebung auf den Abend und auch eine teilweise Aufhebung des Gästeverbots, sodass ein Bus von Komiti sich am Mittwochmittag auf den Weg in den Süden des Landes machte. Dieser kam trotzdem zu spät an und war nur in der zweiten Halbzeit im Stadion. Verpasst hat man nicht viel, es gab weder Tore und auch nur eine halbvolle Heimkurve. Ein Mitglied unserer Gruppe unterstütze den für ein Auswärtsderby ungewöhnlich kleinen Haufen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bis zum Saisonende und der möglicherweise ersten Meisterschaft seit sechs Jahren, stehen nun noch sechs Spiele auf dem Programm. Aufgrund der ausufernden Korruption und der offensichtlich geschobenen Spiele, stößt das Ganze bei Komiti und auch dem restlichen Publikum jedoch nur bedingt auf Begeisterung, sodass die Zuschauerzahlen, Aktivitäten in der Kurve und natürlich auch die Attraktivität der Spiele stark abnehmen. Ob eine Meisterschaft am letzten Spieltag daher groß gefeiert wird oder eher &#8211; wie schon der Pokalsieg im vergangenen Sommer &#8211; boykottiert wird, steht daher noch in den Sternen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Entgegen der Ankündigung in der letzten Ausgabe, dass der Verkauf des Vereins nur noch Formsache sei, herrscht derzeit großes Chaos rund um den Deal zwischen Rufini und Iervolino, bei dem in den Medien nun noch andere Käufernamen gefallen sind und Iervolino eine Frist bis 30. April für potentielle Käufer gesetzt hat. Auch die Politik mischt ordentlich mit und so hat der ehemalige Präsident der Region Kampanien und aktuelle Bürgermeisterkandidat der Stadt Salerno Vincenzo De Luca ein Interview gegeben, das hohe Wellen geschlagen hat:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">“[&#8230;] Es wäre wirklich bitter, ein neues Stadion zu haben – eine Investition von 150 Millionen Euro. Oder besser gesagt: zwei neue Stadien. Wir werden das renovierte Stadio Volpe mit einer Kapazität von 15.000 Plätzen und das sanierte Stadio Arechi haben. Eine Infrastruktur dieses Niveaus zu haben und keine Mannschaft zu haben, die dem gerecht wird, wäre ein ernstes Problem. Wir werden mit den Investitionen fortfahren, weil wir entschlossen darauf hinarbeiten wollen, Salerno für die Europameisterschaft 2032 zu bewerben [&#8230;]”. De Luca instrumentalisiert die Krise des Vereins für seinen Wahlkampf. Wenn es dem Verein schlecht geht, präsentiert er sich als politischer Einflussnehmer der Investitionen. Dabei muss gesagt werden, dass die Nordkurve des Arechi Stadion seit 20 Jahren aus Sicherheitsgründen geschlossen ist und De Luca einen großen Anteil daran trägt, dass dort nie investiert wurde. Derzeit kandidiert er, um (erneut) Bürgermeister von Salerno zu werden und nutzt Stadionbesuche oder Projektpräsentationen für Fotoshootings, die ihn als Retter in der misslichen Lage zeigen sollen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Fans verlangen Respekt und Autonomie für den Verein. Sie wollen nicht, dass das Schicksal der Granata als Spielball für Stimmenfang in den kommenden Kommunalwahlen genutzt wird. Die Curva Sud Siberiano hat daher in den letzten Tagen in der ganzen Stadt Spruchbänder aufgehängt mit den Worten: “Vincenzo De Luca: Finger weg von unserer Salernitana!” und “Die Salernitana ist nicht eure Wahlkampfbühne&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Saison neigt sich dem Ende zu und jeder Punkt auf dem Konto ist entscheidend. Die Mannschaft hat das offenbar noch nicht kapiert und ließ sich vor 6.400 Zuschauern gegen Benevento im eigenen Hause vorführen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Auswärtsspiel in Trapani auf Sizilien legte die Elf aus Süditalien einen guten Auftritt hin und konnte drei Punkte beim 1:2 mitnehmen. Damit steht Salernitana aktuell mit 63 Zählern auf Platz 4 der Tabelle.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu Hause muss Salernitana heute gegen Picerno ran, das letzte Spiel der Saison bestreitet Granata auswärts in Foggia. Danach folgt noch die Relegation, die bekanntlich in Italien einem eigenen Turnier gleicht</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrates</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der letzten Ausgabe dieser Lektüre haben wir uns die Aufgaben und Wahlen des Wahlausschusses angesehen. Nun werden wir uns mit dem Aufsichtsrat beschäftigen. Wir konzentrieren uns hierbei auf die wichtigsten Aspekte. </span><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;"></span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für ein vollumfängliches Bild über die Aufgaben des Aufsichtsrats legen wir jedem die Satzung unseres Vereins ans Herz:</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"> https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung/</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Aufgaben:</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Gegensatz zum Wahlausschuss findet man einen Aufsichtsrat in jedem größeren Unternehmen. Die Aufgaben eines AR in der freien Wirtschaft unterscheiden sich nicht wesentlich von denen in einem Verein. Der AR bestellt den Vorstand ein und kontrolliert diesen. Bei mangelnder Leistung bestellt er den Vorstand wieder ab. Er überwacht, ob dieser im Sinne des Vereins agiert und muss bestimmten Tätigkeiten zustimmen. Auf Schalke benötigt der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats bei folgenden Geschäften:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">– Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten;</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"> – Übernahme von Bürgschaften und Eingehung von Mitverpflichtungen für Verbindlichkeiten Dritter;</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"> – Abschluss von Darlehensverträgen und Stundungsvereinbarungen sowie von Sicherungsgeschäften dazu;</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"> – Abschluss von sonstigen Rechtsgeschäften jeder Art, die einen einmaligen oder jährlichen Gegenstandswert von mehr als 500.000,00 € haben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genehmigungen des Aufsichtsrats benötigen eine ¾-Mehrheit im Einzelfall. Es ist möglich, bestimmte Arten von Geschäften an einen bestehenden Ausschuss zu delegieren. Dieser Ausschuss muss aus mindestens zwei Aufsichtsratsmitgliedern bestehen und Beschlüsse im Ausschuss bedürfen der Einstimmigkeit. Diese Delegation endet, wenn mindestens drei Aufsichtsräte dies verlangen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Derzeit gibt es vier Ausschüsse:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Finanzausschuss (3): </span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Sven Kirstein (Sprecher), Holger Brauner, Harald Förster. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportausschuss (3): </span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Johannes Struckmeier (Sprecher), Axel Hefer, Steffi Jones. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ausschuss für Strategie, Marketing und Vertrieb (4): </span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Frank Lotze (Sprecher), Axel Hefer, Stefan Hegmanns, Ender Ulupinar. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Miteinander-Ausschuss für Mitglieder, Fans und soziale Verantwortung (4):</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Pascal Krusch (Sprecher), Sven Kirstein, Michael Riedmüller, Johannes Struckmeier</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Aufsichtsrat trifft sich quartalsweise und je nach Bedarf zu Sitzungen. Diese sind streng vertraulich. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens sechs stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit getroffen. Die Verhandlungen und Beschlüsse sind zu protokollieren und innerhalb von zwei Wochen allen Mitgliedern des AR vorzulegen und in der darauffolgenden Sitzung zu genehmigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Zusammensetzung:</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Aufsichtsrat besteht aus maximal elf Mitgliedern. Davon werden sechs für jeweils drei Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Jedes Jahr stehen somit zwei Plätze zur Wahl. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Jeweils ein Aufsichtsratsmitglied wird durch den Sportbeirat und eins durch den SFCV entsendet. Drei weitere Aufsichtsräte können durch den Aufsichtsrat selbst bestimmt werden. Dies sind die sogenannten kooptierten Mitglieder und dienen dazu, mögliche fehlende Kompetenzen oder Fachgebiete abzudecken. Die Amtszeit der kooptierten Aufsichtsräte beträgt zwei Jahre und beschränkt sich seit einer Satzungsänderung im vergangenen Jahr auf maximal zwei Amtsperioden. Eine vorherige Abberufung durch den Aufsichtsrat ist ebenso möglich.</span><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;"></span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der ersten Aufsichtsratssitzung nach den Wahlen, der konstituierenden Sitzung, wählt der Aufsichtsrat mit einfacher Mehrheit einen Aufsichtsratsvorsitzenden und Stellvertreter aus seiner Mitte.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie im letzten Blauen Brief beschrieben, bedarf die Kandidatur für den Aufsichtsrat einer Zulassung durch den Wahlausschuss. </span><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;"></span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine Person, die in den Aufsichtsrat des FC Schalke möchte, muss also bis zum 1. Februar eine Bewerbung inklusive drei Unterstützer-Schreiben von Mitgliedern einreichen. Anschließend folgen die Gespräche des Wahlausschusses mit allen Bewerberinnen und Bewerbern. Im Anschluss daran gibt der Wahlausschuss die Kandidaten bekannt, die bei der nächsten Mitgliederversammlung für die Wahl zur Auswahl stehen und sich dann im Vorfeld den Mitgliedern vorstellen und um Stimmen werben können.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-scaled.jpg" alt="" title="Ode" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-16649" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Wie viele von euch wissen haben wir über einen langen Zeitraum immer wieder bekannte und teils weniger bekannte Fanzines im Blauen Brief interviewt, Beweg- und Hintergründe der kreativen Schriftstücke erfragt und den Autoren die Möglichkeit gegeben Ihre Herzensprojekte der Schalker Fanlandschaft vorzustellen. Da genau diese Art der Vorstellung sehr gut angekommen ist, möchten wir das Ganze, natürlich mit etwas abgewandelten Fragen, auf kreative (Groß-) Projekte wie ganze Bücher und Filme ausweiten. Im ersten Aufschlag dieser Reihe findet ihr das Interview zu einem der sicherlich bekanntesten Fanzines: Dem Erlebnis Fußball.</span></i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Ode an die Buch- und Filmprojekte &#8211; Interview mit Erlebnis Fussball </span></span></p>
<p><b>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario. Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und lest eines von euren Büchern. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, wer liest denn heute noch Bücher?” Wie erklärt ihr ihm kurz die Relevanz eurer Bücher?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball:</b><span style="font-weight: 400;"> Hallo erstmal nach Gelsenkirchen. Ich vermute, die Frage soll darauf abzielen, dass in der heutigen Zeit immer weniger gelesen wird. In der Tat haben es Printmedien schwerer, da die Aufmerksamkeitsspanne durch Social Media rapide gesunken ist. Und mit der ständigen Verfügbarkeit und Breite an präsentierten Fotos und kurzen Videos suggeriert wird, dass man schon alles hat. Das ist aber ein Trugschluss. Denn ab einem Punkt versinkt alles in einer Beliebigkeit. Bücher hingegen sind die Eintrittskarte in eine Zeitreise, die dir ein Foto allein nur im Ansatz bieten kann. Klar, wenn du in eine Foto-Ausstellung gehst, die entsprechend kuratiert ist und alles in einem bestimmten Kontext steht, ist das sicher was anderes. Ich meine die Flut an Fotos und Videos in den sozialen Medien. Dieses angesprochene Gefühl, auf eine Reise mitgenommen zu werden, hatte ich zuletzt beim Anschauen und Lesen des Virage Sud Marseille-Buchs. Herrlich, wie dort die Legende Depé zu sehen ist, wie er mit seinem Bauhelm aus dem Zug hängt und Alain (Anm. d. Red., der Fotograf) von dieser Reise nach Bari zum Finale berichtet. Das atmet Geschichte und ich bin gefühlt dabei. Der Kutte würde ich dementsprechend sagen: „Lass dich auf die Geschichte ein und tauche mit uns in eine andere Welt. Die der Ultras.“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee entstanden ist, nicht nur Fanzines zu schreiben, sondern sogar Bücher und Filme zu veröffentlichen?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Ganz klar aus eigenem Interesse am Thema! Zu Beginn waren es ja vorrangig Übersetzungen von Büchern aus dem Ausland, die wir schlichtweg verstehen wollten. Recht schnell kam dann die Idee, unsere Strukturen und Netzwerke auch auf das Thema „Bücher“ auszuweiten. Darüber hinaus haben wir immer Bock, die Neuauflage von der Gestaltung noch besser zu machen als das Original. So stecken wir immer auch viel Zeit in das Layout-Konzept. Bisher ist uns das denke ich gut gelungen. Mit dem Film „A guardia di una fede“ war das ähnlich. Ich hatte den Trailer zugespielt bekommen und war sofort angezündet: Dieser Film mit all den krassen Aussagen über die Ultras-Mentalität musste für möglichst viele Ultras zugänglich gemacht werden und so kam dann eins zum anderen. Es gab davor im Übrigen auch schon Filme zum Thema Ultras, die auf YouTube online sind, wir übersetzt/untertitelt hatten und im kleinen Kreis weitergereicht haben – aber alles unter der Hand. Dass wir das mit dem Atalanta-Film richtig professionell samt Kino-Tour aufziehen konnten, lag auch an unseren Freunden vom Independent Filmverleih Rotzfrech Cinema. Das hat super gepasst mit uns beiden. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Es gibt im Ausland eine Fülle an Büchern und Filmen, die sich mit Ultra- beziehungsweise Fan-Themen beschäftigen. Wie entscheidet ihr, welche dieser Bücher und Filme ihr übersetzt?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Wir holen uns vorher fast immer auch Meinungen von Ultras aus dem jeweiligen Land ein. Wenn die Signale positiv sind, nehmen wir Kontakt zum Autor oder Verlag auf und verhandeln die Konditionen. Leider sind an diesem Punkt schon Projekte gescheitert, da die finanziellen Vorstellungen zu weit auseinander lagen. Leichter fällt die Entscheidung, wenn die vorhergehenden Projekte von der Szene gut angenommen wurden und sich gut verkauft haben. Zu guter Letzt planen wir dann die Veröffentlichung, sodass jedes Projekt seine entsprechende Präsenz bekommt und nicht im Schatten anderer Projekte steht. Egal wie „groß“ das jeweilige Projekt ist, wir möchten jedes besonders machen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Stand heute, wie sind eure Bücher und der Film im Kontext “Fußball” einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus? Was zeichnet sie aus?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Es geht klar um die Fankultur im Allgemeinen sowie im Speziellen bei entsprechenden Vereinen. Und was sie auszeichnet? Ich denke jedes Projekt hat seine eigene Note. Stadionrebellen gibt eine Übersicht über die Entwicklung der italienischen Ultrabewegung; Gruppo d´Azione nimmt uns mit in die wilden 80er Jahre der italienischen Ultras vom SPAL; das Comic Pseudosupporters im Stile der französisch/belgischen Comics bildet mit viel Witz die Ultras ab und so weiter. Dazu geben wir uns immer Mühe, den Projekten das gewisse Etwas mitzugeben. Bei SPAL war es das ausführliche Glossar. Mit dem Pseudosupporters Comic gab es auch einen Geburtstagskalender, der je Monat ein großes Wimmelbild der Comic-Charaktere bereithielt. Zum Atalanta Buch gaben wir eine Stadtkarte in Posterformat, wo alle im Buch vermerkten Riots eingezeichnet waren. Oder bei der DVD zum Film „A guardia di una fede“ waren es reichlich Bonus-Sequenzen, die nochmal extra untertitelt wurden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wie würdet ihr beziehungsweise wen würdet ihr als eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen und wen erreicht ihr tatsächlich?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Zielgruppe sind die Ultras, also die Szene. Wir stehen in engem Austausch mit den verschiedenen Fangruppen und fühlen uns der Szene verbunden. Deswegen sind unsere Projekte mitunter recht nieschig und daher weniger mainstreamtauglich. Wen wir tatsächlich erreichen … gute Frage. So viel Gedanken machen wir uns da nicht.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Filmprojekts geben? Gab es spezielle Hürden?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Mir wurde der Trailer zum Film zugespielt und ich war sofort Feuer und Flamme. Die Kontaktaufnahme zu den beiden italienischen Filmemachern verlief reibungslos und auch sie waren sofort begeistert von der Idee, den Film nach Deutschland ins Kino zu bringen. Ihre Bedingung war ein Filmverleih. Zum Glück hatte ich über andere Filmprojekte Tom von Rotzfrech Cinema in meinen Kontakten. Mit einem Streaming-Link im Gepäck bin ich dann zu ihm nach Erfurt, wo wir uns den Film in seinem DIY-Kino zu zweit auf englisch angesehen haben. Danach war klar, wir machen das zusammen. Damit war die erste Hürde genommen. Eine weitere war die Übersetzung, denn Bergamaskisch ist nicht gleich Italienisch (lacht). Als diese Baustelle gelöst war, ging es an die Untertitelung. Das war recht nervenaufreibend, da sich ein Satz gut und gerne über mehrere Bildsequenzen streckte und man dementsprechend vor dem Bildschirm schnell den Überblick verlor. Bis zuletzt haben wir dann an den Feinheiten geschraubt. Ich erinnere mich, dass ich ganz zum Schluss noch einen deutschsprachigen Atalanta-Kontakt anrief, um eine Unklarheit zu beseitigen. Er zu mir „Stefan, ich ruf dich in der Halbzeit zurück, stehe gerade im Stadion“. Da wurde mir erst bewusst, dass Atalanta gerade gegen Donezk in Hamburg spielt. Das Gute war, er konnte bei den mitgereisten Atalanta-Ultras gleich auf Nummer sicher gehen und nachfragen. Als die Untertitel dann auf den Film geschrieben wurden, war es geschafft. Eng wurde es dennoch. Denn vor der großen Kino-Premiere in Frankfurt musste der Film zum Format-Check 24 Stunden vor Aufführung. Und die Post hatte den Film nicht rechtzeitig zugestellt, weshalb wir den Film dann persönlich vorbeibringen mussten, was gerade noch so klappte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wie lange dauert die Produktion eines Buches/Films und wie viele Personen sind daran beteiligt? Hattet ihr externe Unterstützung (bei Filmen)?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Finanzielle Unterstützung haben wir keine. Jedes Buch ist eigenfinanziert, was immer auch ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko mit sich bringt. Eine Ausnahme war die Kino-Tour. Da hatte Rotzfrech Cinema ein wenig Geld über eine Filmförderung klar machen können, mit dem Geld konnten wir Mietwagen und Unterkunft bezahlen. Immerhin … Sonst dauert die Umsetzung eines Buches schon eine Weile. Allein die Übersetzung dauert, dann muss es noch lektoriert werden, ehe wir uns am Layout den Kopf zerbrechen. Auch eine Rolle spielen andere Projekte (EF, 45Grad und so weiter), die parallel beackert werden. Dementsprechend muss die Zeit aufgeteilt werden. Beispielsweise habe ich seit längerem die Übersetzung des zweiten Teils der Geschichte der Curva Nord Atalantas in der Schublade liegen. Weil sich erst niemand fürs Lektorat fand, lag das Projekt erstmal auf Eis. Jetzt werden gerade die Änderungen in das Text-Dokument eingearbeitet. Bis zum Erscheinen werden aber locker noch Monate vergehen. Gleiches beim Buch über die Fanszene vom AC Milan. Kai Tippmann hat es bestimmt schon abgeschrieben (Sorry Kai!), denn er hatte mir das übersetzte Skript schon vor zwei Jahren geschickt. Aber es geht im Lektorat voran, wenn auch mit kleinen Schritten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Gibt es Veröffentlichungen, die rückblickend besondere Highlights waren?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Die Tour rund um den Atalanta-Film war schon besonders. Wir konnten uns das Feedback direkt im Kino abholen, sind mit den lokalen Ultras ins Gespräch gekommen und haben dadurch neue Erfahrungen sammeln können. So schön es auch war, so anstrengend war es auch, jeden Tag an einem anderen Ort zu sein, immer zu quatschen und kaum Ruhe für sich selbst. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste (lacht). Was Buchprojekte betrifft, würde ich das Fußballgraffiti-Buch herausstellen. Vielleicht auch deshalb, weil es das erste richtige eigene Buchprojekt war. Das Thema „Graffiti“ beschäftigt mich seit vielen Jahren, lange bevor es zum Hype wurde. Ich wollte unbedingt einen großen Überblick mit allen relevanten Szenen schaffen. Nicht nur Fotos, sondern auch Interviews und Texte zusammentragen. Allein die Überzeugungsarbeit war wirklich krass, ich war kurz davor den Brocken hinzuwerfen. Dann kam Corona dazwischen, niemand wusste, wie es weiter geht. Und aus den geplanten 300 Seiten wurden über 600 … das ganze Projekt war der pure Wahnsinn. Umso stolzer war ich, als es gedruckt vor mir lag – ein wirklich besonderer Moment. Außerdem würde ich das Virage Sud Marseille-Fotobuch herausstellen. Wir sind auch da vor Ort gewesen und haben Alain persönlich besucht. Bei reichlich Roséwein und anderen kulinarischen Köstlichkeiten unweit des Strandes spitzten wir in der Sommerhitze unsere Ohren und ließen uns mitnehmen in das Marseille der 90er Jahre. Was er in seinem Leben alles erlebt hat – darüber könnten wir noch ein Buch schreiben. Wieder in Deutschland ging es an die Umsetzung, die sich nochmal ein paar Jahre zog. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zwischendurch war Alain kurz davor die Geduld zu verlieren, weil ihm das alles zu lange dauerte. Aber es musste perfekt werden. Eine schnell geschriebene Final-PDF (eines unfertigen Buches) rettete uns förmlich in letzter Sekunde und wir konnten Alain nochmal beschwichtigen. Zur Präsentation des Buches sind wir dann nochmal nach Marseille gereist und waren mit ihm im Lokal von Commando Ultra 84 zu Gast. Den Kofferraum voller Bücher mit dem Auto runtergebrettert, haben wir endlich das Velodrome gekreuzt und das Buch vorgestellt. Es war maximal chaotisch, aber authentisch – definitiv eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>Zu guter Letzt würden wir dann noch gern wissen, welche Bücher und Filme von euch aktuell auf dem Markt und wo diese erhältlich sind? Und welche sind in der Pipeline?</b></p>
<p><b>Erlebnis Fussball: </b><span style="font-weight: 400;">Es gibt noch ein paar Exemplare des Fotobandes über die Virage Sud Marseille aus der Saison 1990/91 sowie das La Doce Buch. Vom Film „A guardia di una Fede“ sind auch noch DVDs vorrätig. Die anderen Sachen sind leider vergriffen. Dafür kommt bald frisches Material. Geplant sind dieses Jahr ein Büchlein über die Tifoserie von Tricase, ein kleiner Verein aus der Serie D ganz im Süden Italiens. Auch haben wir die Fortsetzung von Folle Amore Nostro fest im Blick. Wir sind zuversichtlich, bald mit dem Layout zu beginnen. Dann haben wir noch ein Buch über die Delije in der Pipeline. Das wird sehr spannend, weil es über die Szene von Roter Stern Belgrad bisher keine Veröffentlichungen gibt. Persönlich möchte ich in diesem Jahr auch die Fortsetzung vom Fußballgraffiti-Buch in Angriff nehmen. Einfach weil das ein Thema ist, was mich seit vielen Jahren begleitet und ich den aktuellen Zeitgeist bestmöglich dokumentieren möchte.</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordhausen:</strong></span><strong><span style="font-weight: 400;"> Die Partie zwischen Wacker Nordhausen und FSV Preußen Bad Langensalza fand unter Ausschluss von Zuschauern statt. Hintergrund war eine Auseinandersetzung unter den Anhängern und dem Vorstand von Nordhausen nach der Niederlage gegen Wismut Gera. Die aktive Fanszene von Nordhausen kritisiert die Kollektivstrafe scharf. In ihrer Stellungnahme wird betont, dass einzelne Vorfälle nicht zur Bestrafung aller führen dürfen. Zudem werfen sie dem Verein eine einseitige Darstellung der Ereignisse vor und berichten vom provokativen Verhalten einzelner Vereinsvertreter nach dem Spiel. Die Anhänger von Nordhausen fordern stattdessen eine transparente Aufarbeitung und den Dialog auf Augenhöhe. </span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Leipzig:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Borussia Mönchengladbach gastierte vergangenes Wochenende bei RB Leipzig und rief zuvor zum gemeinsamen Protest vor Ort auf. Neben dem 19-minütigen Stimmungsboykott zu Beginn, welches man durch Pfeifen beim Ballbesitz des Gegners begleitete, wurde zudem auch auf Fanclub- und Gruppenfahnen verzichtet. Darüber hinaus lehnte man den Konsum der örtlichen Verpflegung ab. Damit setzte Gladbach ein weiteres Zeichen, dass Spiele gegen Leipzig niemals zur Normalität werden sollten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Frankreich:</strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> In Frankreich droht mehreren Ultragruppen erneut die Auflösung durch das Innenministerium. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Gruppe Legion X von Paris FC verboten wurde, stehen nun unter anderem die Magic Fans und Green Angels von AS Saint-Étienne wieder im Fokus. Innenminister Laurent Nunez kündigte eine Verschärfung der Maßnahmen an, darunter auch neue Verfahren gegen die Ultragruppen. Die Anhörungen sind für Mitte April angesetzt. Bereits 2010 wurden mehrere Pariser Gruppen verboten. Die Gruppen aus Saint-Étienne kündigten rechtliche Schritte bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Zudem formiert sich erneut ein landesweiter Protest. Die Instance nationale du supportérisme stellte den Dialog mit den Behörden und Verantwortlichen ein und diskutierte sogar über ihre eigene Auflösung. In vielen französischen Stadien kam es bereits zu Aktionen, Protesten und Spruchbändern gegen die geplanten Maßnahmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Peru: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Im Vorfeld des peruanischen Derbys zwischen Universitario de Deportes und Alianza Lima kam es im Estadio Alejandro Villanueva, der Spielstätte von Alianza Lima, zu einer schweren Tragödie. Tausende Anhänger befüllten die Südkurve. Durch die enorme Enge und zunehmenden Druck innerhalb der Menge kam es zu einer Massenpanik, bei der Menschen eingeklemmt und niedergerissen wurden. Dabei gab es ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Die Behörden gehen nicht von baulichen Mängeln aus. Vielmehr wird vermutet, dass ein Konflikt innerhalb der Menge sowie fehlende Organisation und Sicherheitskontrollen die Eskalation ausgelöst haben. Besonders brisant ist, dass für die Veranstaltung am Derby-Vortag wohl keine offizielle Genehmigung vorlag. In Peru muss ein Event mit mehr als 3.000 Personen von einem Katastrophenschutzamt genehmigt werden. Die Stadt reagierte umgehend und ließ das Stadion vorübergehend schließen. Das Derby selbst fand trotz der Vorfälle am nächsten Tag statt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Algerien:</b></span> Nachdem es in letzter Zeit in europäischen Ländern immer wieder politisch motivierte (erfolgreiche) Versuche gegeben hat, Ultras und Hooligans zu verbieten, ereilt dieses Schicksal nun auch Ultras in Algerien. Seit Beginn der Saison sind Gäste verboten und diverse Gruppen sind von enormen staatlichen Schikanen betroffen. Häufig haben Mitglieder im hohen dreistelligen Bereich am Spieltag Meldeauflagen oder Betretungsverbote. In Constantine ist der Zutritt aktuell nur einem Bruchteil der Ultras erlaubt. Dies tut der lautstarken und kreativen Unterstützung keinen Abbruch, pflegen die dortigen Ultras anders als in Deutschland doch einen anderen Umgang mit dieser enormen Art der Repression. Darüber hinaus wurden die Gruppen Green Army und Loca Ragazzi verboten und die jeweiligen Anführer der Gruppen mit Haftstrafen von 15 Jahren belegt.</span></p></div>
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		<title>Ausgabe 14: Karlsruhe</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-14-karlsruhe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">wir hoffen, ihr konntet die Länderspielpause etwas zum Durchatmen nutzen und seid bereit für die letzten Spiele im Aufstiegskampf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die beiden letzten Begegnungen hätten kaum emotionaler sein können, denn selten blickte man in derart enttäuschte Gesichter wie nach dem Hannover-Spiel. Kurve und Spieler gaben alles, um irgendwie den eigentlich verdienten Sieg über die Zeit zu bringen. Leider war aber auch der Schiedsrichter bis in die Haarspitzen motiviert, die drei Punkte für Königsblau zu verhindern und so wurde uns der Sieg in der achten Minute der Nachspielzeit aus den Händen gerissen. Das tat weh. Immerhin wurde im Nachhinein die Sperre von Dzeko auf ein Spiel verkürzt. Wenn aber selbst der Schiedsrichter vor dem Sportgericht zu Protokoll gibt, dass es auch ne gelbe Karte getan hätte, packt man sich nur noch an den Kopf, warum es überhaupt zu diesem einen Spiel Sperre kommen konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">DFB und DFL hatten in den letzten Wochen ohnehin alle Hände voll zu tun. Die Kampagne “Meister müssen aufsteigen”, an der auch wir uns mit Spruchbändern beteiligten, werdet ihr ja alle mitbekommen haben. Hier entwarf die unter dem DFB angesiedelte Arbeitsgruppe nun zwei Vorschläge, wie die Aufstiegsreform umgesetzt werden könnte. Einer der beiden Vorschläge ist das von den allermeisten Fanszenen befürwortete Kompassmodell, bei dem die zukünftigen vier Regionalliga-Staffeln vor jeder Saison anhand von regionalen Gesichtspunkten neu eingeteilt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim anderen Vorschlag sollen die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in nur noch zwei Staffeln neu zusammengefasst werden. Die Vorschläge werden nun auf breiter Basis weiter diskutiert und könnten zur Saison 28/29 umgesetzt werden. Meister müssen aufsteigen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ebenfalls tagten die Sportminister auf Norderney. Thema waren unter anderem mal wieder die angeblich unsicheren Fußballstadien. Insbesondere die Innenminister Reul und Schuster zeichneten sich im Vorfeld wieder mit stumpfen und populistischen Forderungen aus. Vereine sollten sich an den Polizeikosten beteiligen, die Stadionverbote sollen sowieso strenger und zentral vergeben werden, etc. Viel rum gekommen ist auf der Tagung letztendlich nicht und es soll auf der nächsten Innenministerkonferenz weiter darüber gesprochen werden. Es gilt also nach wie vor, mit einem besonders aufmerksamen Auge die Entwicklungen zu beobachten. Die Exekutive wird sicherlich auch weiterhin alles dafür tun, die Zahlen weiter nach oben zu treiben. Denn bisher sagen die Statistiken rund um Straftaten beim Fußball nur eines aus: Die Stadien sind sicher!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Warnung sollten uns alle die Ereignisse in Schweden sein. Hier wurden unter anderem in Göteborg die Ultra- und Hooligan-Gruppen als kriminelle Vereinigungen eingestuft. Was so ein Verfahren auch in Deutschland für Konsequenzen hätte, erfahrt ihr in der aUsGEholt Rubrik und kann wohl nüchtern betrachtet als feuchter Traum von Reul und Co. bezeichnet werden. Unsere volle Solidarität gilt daher den Gruppen in Schweden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Heute geht es zu Hause gegen den Karlsruher SC. Wie bereits erwähnt, wurden die letzten beiden Spiele in der Kurve besonders emotional erlebt. Während gegen Hannover die Enttäuschung überwog, war es in Darmstadt der kollektive Rausch. Selten sang die Nordkurve so unverkrampft das gesamte Spiel (und darüber hinaus) ihre Mannschaft nach vorne. Keine großen Ansprachen waren nötig, niemand musste motiviert werden, es hatten einfach alle Bock. Klar ist so etwas aktuell vielleicht nicht bei jedem Spiel erwartbar, aber wir sollten im Kopf behalten, was möglich ist: Eine durchdrehende Kurve, frei von allen Zwängen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fangen wir heute damit an und schreien die Badener aus dem Stadion.</span></p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_13">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Hannover 96 GmbH &amp; Co. KGaA 2:2 (2:0</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die letzten beiden Heimspiele haben die Messlatte für die Nordkurve etwas höher gelegt und es galt, gegen Hannover nachzulegen. Die Wichtigkeit des Spiels gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten mit der entsprechenden Anspannung war nicht von der Hand zu weisen und somit musste die Kurve erstmal auf Betriebstemperatur kommen. Unsere Jungs auf dem Grün spielten eine super erste Hälfte und die zwei Tore ließen die Lieder dann trotz des ungeliebten Sonntagstermins doch leichter über die Lippen gehen. Die Mitmachquote war bei Armeinsätzen gewohnt hoch. Auch schön zu sehen, dass das Tifo-Material in der Kurve mittlerweile mit etwas mehr Fingerspitzengefühl eingesetzt wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der zweiten Hälfte ging es denkbar schlecht los und Dzeko holte sich direkt die rote Karte ab. Eine zumindest strittige Entscheidung, welche den Unmut des Publikums auf den Schiedsrichter schürte. Das Stadion wirkte nach der Dezimierung unserer Mannschaft erstmal kurz gelähmt und bekam den Mund gar nicht mehr auf. Nachdem unsere Vorsänger zurecht darauf hinwiesen, dass wir noch 2:0 führen und Spitzenreiter der zweiten Liga sind, berappelte man sich in der Nordkurve dann wieder und konnte das Stadion öfter zum Mitmachen animieren. Highlight war sicherlich “Asoziale Schalker”, welches lautstark in Richtung Grün und Gästeblock geschmettert wurde. Am Ende wurde trotz der Anspannung noch alles versucht, um die drei Punkte in Gelsenkirchen zu lassen. Auch wenn die Hannoveraner Szene uns einen guten Auftritt attestierte, würden wir uns eher das Zeugnis “ordentlich” ausstellen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der sportlich starken ersten Hälfte brachte die Unterzahl natürlich einen Bruch in das Schalker Spiel. Die Hannoveraner hatten leider den längeren Atem und kamen nach Ablauf der Nachspielzeit noch zum bitteren Ausgleich. Somit gab es nach dem Spiel aufmunternden Applaus für unsere Jungs und mit einem “Auf geht&#8217;s Schalke, kämpfen und siegen” schickten wir die Mannschaft in die Kabine. Es geht weiter!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der aktive Gästehaufen aus Hannover besetzte sowohl den Ober- als auch den Unterrang und hatte auch ordentlich Schwenkfahnen im Gepäck, die auf beide Ränge gut verteilt waren. Optisch machte der Block so schon mal einiges her. Stimmungstechnisch kam übers gesamte Spiel gesehen nicht wirklich viel bei uns in der Nordkurve an. Dennoch kann man von einem soliden Auftritt der Gäste sprechen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Leute aus Mönchengladbach unterstützten uns beim Spiel gegen die Niedersachsen. Besten Dank für euren Besuch!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>SV Darmstadt 1898 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:1 (1:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Wir woll‘n immer wieder diesen Wahnsinn spüren“ ist eine neue Zeile des Liedes, das wir in Darmstadt getestet haben. Dies hat sich die Nordkurve Gelsenkirchen heute definitiv zu Herzen genommen, so viel sei vorweggenommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Zum Einlaufen der Mannschaften thematisierten wir via Spruchband die unfaire Aufstiegsregelung in der Regionalliga. Unsere Forderung an die Arbeitsgruppe zur Regionalligareform ist dabei klar: „Meister müssen aufsteigen!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Vorsänger brachten den mitgereisten Auswärtshaufen anschließend auf die richtige Betriebstemperatur, ehe wir mit dem altbekannten Gassenhauer “Kaiser im Revier” in den Support starteten. Bereits in der vergangenen Saison war festzustellen, dass das Lied insbesondere in kleinen Gästeblöcken enormes Potenzial hat und auch in Darmstadt konnten wir damit ein erstes verbales Ausrufezeichen setzen. Zur Minute 19:04 zeigten wir ein Spruchband, welches Genesungswünsche an ein erkranktes Gruppenmitglied sendete. Der wichtigste Sieg ist deiner!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den folgenden 30 Minuten der ersten Spielhälfte konnte an die starke Anfangsphase angeknüpft werden und die Mannschaft wurde weiterhin lautstark mit einer Mischung aus melodischeren Liedern und Klassikern unterstützt. Kurz vor der Pause gab es kein Halten mehr, als Sylla die Blauen in Führung köpfte. Doch leider hielt die Freude nicht lange an, da Darmstadt noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich erzielte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Seitenwechsel gab die Nordkurve ebenso ein gutes Bild ab und trieb unser Team geschlossen an. Insbesondere die Hüpfeinlage zu “Super FC Schalke” ist mit einer Mischung aus hoher Lautstärke und viel Bewegung hängen geblieben. Zum Ende des Spiels sangen wir uns regelrecht in einen Rausch, der noch bis lange nach dem Abpfiff anhielt. Nachdem die Mannschaft für die weiteren Spiele eingeschworen wurde, folgte ein sehr emotionales “Königsblauer S04”, mehrere Attacken und ein bunter Mix an Liedern, die unserem Verein huldigen. Dies sind die Momente, an die wir uns noch jahrelang erinnern werden und die uns keiner mehr nehmen kann. Das ist der Mythos vom Schalker Markt!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei all den positiven Emotionen ist es am heutigen Tag natürlich umso bitterer gewesen, dass einige Brüder vor den Stadiontoren zurückgelassen werden mussten und diesen magischen Abend nicht mit uns im Block verbringen konnten. Haltet durch, Männer!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Optisch startete die Heimseite mit einem Fahnenintro ins Spiel und im Vergleich zum Pokalspiel waren auf der Südtribüne wieder die üblichen Zaunfahnen zu sehen. Ansonsten kann der Heimseite durchgehende Aktivität und Bewegung attestiert werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Negativ aufgefallen ist die Heimseite nur durch das vorzeitige Verlassen der Party im eigenen Stadion, worauf sie natürlich freundlich hingewiesen wurden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu Gast auf unserer Seite waren Brüder aus Salerno und Nürnberg. Besten Dank!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>1. FC Schweinfurt 05 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:0 (0:0)</b></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Sachs-Stadion lud der 1. FC Schweinfurt 05 am Donnerstag vor der Länderspielpause zum Testspiel ein. Vor Ort angekommen, ging es nach kurzer Begrüßung der üblichen Gesichter in den Block, der zuletzt in der Saison 18/19 im Pokal in Beschlag genommen wurde.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Stadion musste aufgrund des Drittligaaufstiegs im vergangenen Sommer einiges an die Anforderungen angepasst werden. So gab es neben einer neuen Rasenheizung auch im Gästebereich ein paar Änderungen. Der Einlass wurde etwas verändert, ein neuer Zaun installiert und auf einem Teil der Steinstufen wurde ein kleinerer Sitzplatzblock gebaut. Nimmt optisch nur minimal etwas vom Charme der geilen Schüssel, jedoch kann das ohne aktiven Support letztlich auch nicht vernünftig bewertet werden.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie bei Testspielen üblich, ist das Spiel eher nebensächlich und wird meist mit guten Gesprächen verbracht, steht doch am Wochenende die 20 Jahre Freundschaftsfeier mit Ultras VAK-P an, was auf jeden Fall für genug Gesprächsstoff sorgte. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Halbzeit endete torlos, zu Beginn der zweiten Hälfte erzielten die Schweinfurter zwei schnelle Tore und dann war Feierabend.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Dank geht an einige Nürnberger und auch ein Gladbacher ließ es sich nicht nehmen, seinen Donnerstagabend mit uns zu verbringen. </span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Niederlage zuhause gegen Düsseldorf folgten zwei Siege. Beim Auswärtssieg in Kiel hatte die Nordkurve eine optische Aktion im Gepäck. Am Zaun prangerte ein schwarzes Spruchband mit der roten Aufschrift „GLUBB“, untermalt mit roten Luftballons im Ober- sowie schwarzen Ballons im Unterrang.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Spiel endete nach 2:0-Führung und zwischenzeitlichem 2:2 am Ende 3:2 für die Richtigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Heimsieg gegen Kaiserslautern fiel mit 3:0 deutlich aus und so konnte man entspannt auf Platz neun in die letzte Länderspielpause der Saison gehen. Auch zu diesem Spiel zeigte Ultras Nürnberg eine kleine Choreo. Im Oberrang wurden rot-schwarze sowie einige FCN-Fahnen verteilt. Passend dazu glich der Unterrang einem Meer aus Doppelhaltern, was in Verbindung mit dem „1. Fußballclub Nürnberg e.V.“-Spruchband zwischen beiden Bereichen ein gelungenes Bild abgab.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zeitgleich zu unserem heutigen Spiel ertönt der Anpfiff des Nürnberger Auswärtsspiels bei Eintracht Braunschweig. Kommendes Wochenende steht eines der Highlightspiele zuhause gegen Dynamo Dresden auf dem weiteren Fahrplan.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Auswärtsderby bei den Go Ahead Eagles aus Deventer wurde unseren Freunden eine ziemlich fragwürdige Strafe auferlegt. Aufgrund einer Pyroaktion in der Vorsaison erhielt Twente nur 200 Gästetickets. Die Eagles betonten, dass die Strafe bei einem Boykott auf die nächste Saison gelegt werden würde. So beschlossen unsere Brüder in Absprache mit anderen Fanclubs diese 200 Karten für das Spiel entgegenzunehmen und dem FC Twente Kidsclub zu spenden. Diese nahmen die Karten natürlich dankend an und die Kinder erlebten einen 4:1-Auswärtssieg im Derby gegen den Rivalen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim darauf folgenden Heimspiel gegen den FC Utrecht erwischten die Tukkers einen rabenschwarzen Tag. Nicht nur die Mannschaft zeigte eins ihrer schlechtesten Spiele und verlor mit 2:0, auch der Support unserer Freunde war unterirdisch. „Ze zijn er wel, je hoort ze niet!“, auf Deutsch „Sie sind zwar da, man hört sie nur nicht!“, erklang es aus dem Gästeblock. Nach diesem Tiefpunkt meldete sich VAK-P auf ihren Kanälen in den Sozialen Medien zu Wort. Unter den Bildern der während des Spiels schon sehr geleerten Kurve, vergleichen sie die Entwicklung ihrer Stimmung mit einer Kerze, die „langsam ausbrennt“. Sie schreiben, dass VAK-P ein Stimmungsblock sei, sich viele dessen aber scheinbar nicht mehr bewusst seien. Bei Auswärtsspielen erlebe man ungeachtet des Geschehens auf dem Rasen vollen Support über 90 Minuten, weil dort jeder wisse, „was er zu tun hat“. Doch bei Heimspielen sei man immer weiter davon entfernt. Sie fordern jeden, der sich nicht am Support beteiligen will, Platz zu machen für Leute, die bereit dafür sind. Zu guter Letzt zitieren sie Gäste, wie sie einst über die „Hel van Enschede“ geschrieben haben: „Das Publikum bei Twente ist verrückt! 13.000 Kehlen und die verdammten Trommeln sind ohrenbetäubend. Die Angst überkommt dich langsam. Wo holen sie diese Energie her? Schau dich mal um und hör das anhaltende Trommeln und die lauten Chöre aus den Kehlen an. Verdammt Jungs, ihr steht echt dahinter!“. Am Ende des Post steht der Aufruf „so wurden wir einst wahrgenommen und so müssen wir wieder werden!“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Auswärtsspiel in Sittard konnten die Roten wieder überzeugen und mit einem 2:1-Sieg drei Punkte mit nach Hause nehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das spielfreie Wochenende nutzten wir mit unseren Brüdern, um das 20-jährige Bestehen unserer Freundschaft zu feiern. Dazu findet ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Pause geht es für den FCT nach Amsterdam, bevor der FC Volendam in der Veste gastiert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">20 Jahre Ultras Gelsenkirchen &amp; Ultras VAK-P 91</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">4.März 2006 &#8211; Schalke gastiert bei Hannover 96 und siegt durch Tore von Christian Poulsen und Zlatan Bajramovic mit 2:1. Vielleicht schwelgt der ein oder andere Schalker jetzt schon in Erinnerung rund um Lincoln, Ebbe Sand, Marcelo Bordon und Co., doch für unsere Gruppe war dieses Auswärtsspiel etwas Besonderes. Zum ersten Mal hing eine Fahne der Supportersvereniging VAK-P Enschede über unserer Zaunfahne und stellte den Beginn unserer Freundschaft dar. Mittlerweile wird diese Freundschaft seit 20 Jahren gelebt und gepflegt. Die Länderspielpause im März kam also wie gerufen, um dieses Jubiläum zu feiern. Doch bevor wir über die Feier berichten springen wir in der Zeit zurück: Wie kam es eigentlich zu einem Bündnis zwischen Schalke und dem FCT?</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre, als der Fussball immer schnelllebiger wurde und die Stars eines Landes dem Geld zu den europäischen Topclubs folgten und somit die Ligen der kleinen Länder schwächten, lag es auf der Hand, dass sich Niederländer gerne deutschen Fussball ansahen. Das Niveau war schon damals höher als in der heimischen Eredivisie. Aufgrund der Entfernung war das Ruhrgebiet also natürlich ein gern genommenes Ziel für unsere Nachbarn. Zu der Zeit gab es sogar ein paar Jungs aus Oldenzaal, die mit ihrer Zaunfahne „Oldenzaal grüßt Schalke 04“ zu jedem Spiel der Blauen fuhren. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">An einem Donnerstagabend im Mai 1990 spielte Schalke in Berlin unter der Beobachtung von nur 150 Gästefans. Bei diesem Spiel knüpften die Jungs aus Oldenzaal die ersten Kontakte zu Mitgliedern der Gelsenszene. Erst in den Jahren darauf fingen die Jungs an, auch die Spiele des FCT regelmäßig zu besuchen und wurden nach und nach ein Teil des harten Kerns von Twente, aus dem sich 1994 die Twente Hooligan Firm gründete. Bei einem Auswärtsspiel in Bremen 1994 kämpften Hools des S04 und FCT das erste Mal Seite an Seite. Danach lud die Gelsenszene eine größere Abordnung aus Enschede zu einem Heimspiel ein und die Besuche wurden regelmäßiger und die Freundschaft war geboren (Wer noch mehr zu diesem Teil der gemeinsamen Geschichte lesen möchte, dem sei das Buch </span><i><span style="font-weight: 400;">Dit is Vak-P</span></i><span style="font-weight: 400;"> ans Herz gelegt).</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Kontakte mit Ultras aus Enschede begannen erst Mitte der 2000er Jahre, als man sich über eine angewandte Technik bei einer Choreo von VAK-P informieren wollte. Kurz darauf fuhren wir mit ein paar Stadionverbotlern zu einem Heimspiel des FCT und so nahm das Ganze seinen Lauf, bis man dies 2006 in Hannover auch der Öffentlichkeit zeigte. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2010 feierten wir gemeinsam den FC Twente, der erstmals niederländischer Meister wurde. Ein Jahr später wurden wir mit eurer Unterstützung Pokalsieger. Wir standen an eurer Seite, als ihr um die Existenz eures Vereins bangen musstet und 2016 den Zwangsabstieg gerade noch abwenden konntet. Aber auch beim sportlichen Abstieg 2018 standen wir Hand in Hand und feierten ein Jahr später mit euch den direkten Wiederaufstieg. Die Revanche ließ nicht lange auf sich warten und so konnten wir auf eure Unterstützung bei unserem Abstieg 2021 zählen. Aber auch, als ihr euch nach eurem Heimspiel sofort auf den Weg gemacht habt, um unserer Aufstiegsparty 2022 beizuwohnen. Jahrelang habt ihr uns auf internationalen Touren begleitet, die letzten drei Jahre, in der Schalke wieder nur in der zweiten Liga spielt, waren wir es dann, die euch durch Europa begleitet haben. Neben unzähligen Spielbesuchen, einigen Testspielen zwischen unseren Vereinen, bleiben natürlich die beiden Aufeinandertreffen des FCT und S04 auf internationaler Bühne im Kopf. Vor zehn Jahren, als ihr euer 25. Jubiläum gefeiert habt, obwohl euer Verein kurz davor stand zu zertrümmern, blieb eine Feier zur 10-jährigen Freundschaft aus, jetzt war es an der Zeit einiges nachzuholen. Nun feiern wir, dass unsere Freundschaft schon 20 Jahre besteht, was wir gemeinsam erlebt haben und was uns die Zukunft noch bringen wird. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Die Feier</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diejenigen, die schon länger nach Enschede fahren, werden sich sicherlich gefreut haben, als man sich entschied, die Feier in der Länderspielpause in Enschede zu feiern. Im Herzen der Stadt am Oude Markt, den einige sicherlich schon länger nicht mehr besucht haben. Gerade in den Jahren, in denen das Home geschlossen bleiben musste, war hier oft der Treffpunkt für alle Tukker und deren Freunde.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So machten wir uns am Nachmittag auf die Reise über die Grenze zu unseren Freunden, die eine Location in der Stadt angemietet hatten. Die Bude füllte sich so langsam und man hatte Zeit für die ersten Gespräche und sich in einer Ecke umzuschauen, in der viele Fotos und Erinnerungsstücke der letzten 20 Jahre ausgestellt waren. Nach den ersten Getränken gab es von beiden Seiten eine kurze Ansprache, Dank wurde ausgesprochen und man übergab sich als Erinnerung an den Abend gegenseitig ein Geschenk. Ein langjähriges Mitglied unserer Brüder berichtete kurz aus den Anfangszeiten unserer Freundschaft und wie sich diese entwickelt hat. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem offiziellen Teil startete dann die Party mit einem Schlagersänger, der ein paar deutsche und niederländische Gassenhauer performte. Einer unserer Freunde ließ es sich schließlich nicht nehmen, das Mikrofon zu übernehmen und der Menge sein persönliches Lieblingslied vorzutragen, bevor zwei Ultras aus Enschede das DJ-Pult übernahmen und es eine typische VAK-P Party mit ordentlich Hardstyle wurde. Man will nicht zu viel verraten, aber dem Laden sei wahrscheinlich eine Kernsanierung ans Herz gelegt.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Ende verließen wir gemeinsam den Ort des Geschehens, die einen zogen weiter, für andere ging es dann schon nach Hause.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einen großen Dank an alle Brüder für die Gastfreundlichkeit und die Planung dieses Abends. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Onze vriendschap is sinds 20 jaar en voor altijd, ze gaat nooit kapot!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die dritte und letzte Runde der mazedonischen Liga ist gestartet und Vardars Spiele gehen weiterhin 1:0 bzw. 0:1 aus. Das Heimspiel gegen Brera Strumica fand nach längerer Zeit mal wieder im Nationalstadion statt und wurde durch einen Elfer gewonnen. Das darauffolgende Auswärtsspiel in Gostivar bei Arsimi ging leider 0:1 verloren, sodass Vardar und Shkendija nun punktgleich in der Tabelle stehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am gestrigen Samstag fand das Heimspiel gegen Gjorce Petrov statt. In der kommenden Woche steht dann das traditionsreiche Duell gegen Pelister Bitola an. Leider wieder mal an einem Wochentag statt am Wochenende, nämlich mittwochs um 15:30. So nimmt man dem mazedonischen Fußball auch noch eines der letzten interessanten Spiele.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Freunde aus dem Süden Italiens haben für den Abgang vom Eigentümer Danilo Iervolino sehr lange gekämpft und protestiert. Ob er den Druck nicht mehr ausgehalten hat oder ihm die Kohle ausging, werden wir wohl nicht erfahren, aber die wichtigste Nachricht ist: Er will den Verein verkaufen. Der Vorvertrag ist bereits unterschrieben, zum Redaktionsschluss laufen die rechtlichen Prüfungen und der Eigentümerwechsel ist damit nur noch eine Formsache. Der Verkauf erfolgt an den 45-jährigen Unternehmer Cristiano Rufini aus Rom, der mehrere Firmen führt, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Ganz uneigennützig handelt Iervolino dabei aber natürlich nicht, er hat sich mehrere Klauseln in den Vertrag schreiben lassen, nach denen er Millionen kassiert, wenn Salernitana aufsteigen sollte. Ob und wie der Verein positiv vom neuen Eigentümer profitiert, bleibt abzuwarten. Festhalten kann man jedoch, dass ein unerwünschtes Gesicht den Verein verlässt und damit der Fanszene einen großen Gefallen getan hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich konnte Salernitana unter dem neuen Trainer Serse Cosmi mehrere Spiele gewinnen und somit wichtige Punkte im Kampf um die höheren Relegationsplätze einfahren. Das Spiel am vergangenen Samstag in Potenza ging dagegen leider völlig in die Hose und man musste mit einem 5:2 die Heimreise antreten. Eine höhere Platzierung am Ende der Saison ist entscheidend, da man in den ersten Runden der Relegation das Heimrecht genießt und bei einem Unentschieden nach Verlängerung aufgrund der besseren Tabellenposition automatisch weiterkommt. Zudem steigen Teams auf den Spitzenplätzen erst deutlich später in das Playoff-Turnier ein, was die Anzahl der nötigen Spiele reduziert. Somit heißt es weiter: Kämpfen um jeden Punkt und bis zur letzten Minute alles geben!</span></p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Ultras als kriminelle Vereinigungen auch in Deutschland?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer die aktuelle Berichterstattung unserer Fußball-Blase verfolgt hat, der wird mitbekommen haben, dass in Schweden die Uhren ähnlich ticken wie in Deutschland und Bullen und Staat zunehmend freidrehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als neuen Höhepunkt polizeilicher Repressionen wurden gleich mehrere „Risikogruppen“, darunter Wisemen und Ultras Göteborg, kurzerhand zu kriminellen Vereinigungen erklärt. In einem vernetzten Europa, in dem auch ausländische Ermittlungsbehörden Zuständigkeiten erhalten können und sich deutsche Zivis an die Fersen von Groundhoppern hängen, drängt sich mir unmittelbar folgendes Gedankenexperiment auf: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was hindert Polizei und Staat daran, auch deutsche Ultragruppierungen als kriminelle Vereinigungen einzustufen und welche Folgen hat das für ihre Mitglieder und die gesamte Bewegung?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn selbst ohne hinter die behelmten Visagen und die Eulenaugen von NRW-Innenminister Herbert Reul blicken zu können, sind diese Gedanken nicht komplett aus der Welt geholt. Das Feindbild Fußballfan ist kein Hirngespinst, denkt man nur an die grinsenden Beamten, wenn diese friedlebende Fans die Treppen an Deutschlands Bahnhöfen herunterprügeln, nur um ihre miserable Berufswahl irgendeinem zweckstiftenden Inhalt zuzuführen.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um hier einmal jeden Leser abzuholen, vorab die trockene Theorie: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deutschland ist nicht Schweden und so behandelt auch unser Rechtsstaat kriminelle Vereinigungen anders als unsere nordeuropäischen Nachbarn. Der Umgang mit eben solchen Gruppen betrifft Straf- und Vereinsrecht. Eine reine „Risikogruppen“-Klassifizierung durch die Polizei gibt es in Deutschland – zum Glück – nicht, jedenfalls keine, die besondere Befugnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft rechtfertigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Strafrecht</span></span></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;"> 129 Strafgesetzbuch (StGB) regelt den Straftatbestand der „Bildung krimineller Vereinigungen“. </span></li>
</ul>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Vereinigung gründet oder sich an einer Vereinigung als Mitglied beteiligt, deren Zweck oder Tätigkeit auf die Begehung von Straftaten gerichtet ist, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren bedroht sind.</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei obliegt es den Gerichten, das Vorliegen einer kriminellen Vereinigung festzustellen oder zu verneinen. Während die Voraussetzungen für eine Vereinigung niederschwellig sind und mehr oder weniger lediglich einen Zusammenschluss von mehr als zwei Personen erfordert, ist der kriminelle Zweck der Vereinigung schwammiger. Die Vereinigung muss jedenfalls insgesamt auf Straftaten ausgerichtet sein, was einzelne legale Aktivitäten nicht ausschließt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine „im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren“ bedrohte Straftat erfasst bereits Bagatellkriminalität wie Landfriedensbruch, Nötigung, einfache Körperverletzung oder Sachbeschädigung. Mittlerweile leider „Standard“-Anschuldigungen, die bereits bei konspirativen Anreisewegen oder Graffiti-Sprühen bemüht werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Zweck der Vorschrift ist klar auf organisierte Kriminalität und politischen Extremismus ausgerichtet. Im Jahr 2015 allerdings hatte es auch fünf Dresdner Hooligans getroffen, deren Gruppe darauf ausgelegt gewesen sein soll, Körperverletzungen, Landfriedensbrüche und Beteiligungen an Schlägereien durch verabredete Drittortauseinandersetzungen zu begehen. Abgesehen von dem juristischen Drahtseilakt verabredeter Kämpfe ist mithin auch die – weitergehende – Fußball-Blase nicht sicher.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Vereinsrecht</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben losen Zusammenschlüssen können Ultragruppierungen auch dem Vereinsrecht unterliegen, soweit sie sich bewusst für den Weg als eingetragener Verein (e.V.) entscheiden – prominentes Beispiel sind Ultras Gelsenkirchen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei Vereinen, deren Zwecke und Tätigkeiten „den Strafgesetzen zuwiderlaufen“, können deutsche Behörden ein Vereinsverbot aussprechen. Folgen wären die Auflösung des Vereins, Beschlagnahme des Vereinsvermögens und Verwendungsverbot der Kennzeichen des Vereins. Wer für den verbotenen Verein eine Nachfolge- oder Ersatzorganisation bildet oder die Kennzeichen des verbotenen Vereins weiter verwendet, macht sich strafbar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Wie steht es um die Ultrabewegung in Deutschland?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um auf das einleitende Gedankenexperiment zurückzukommen: Wie hoch ist das Risiko straf- und vereinsrechtlicher Repressalien für deutsche Ultragruppierungen und was wird aus den Gruppen und ihren Mitgliedern, wenn Fußballfans eben doch zu Verbrechern erklärt werden?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus juristischer Sicht erscheint die Gefahr für deutsche Ultragruppierungen (noch) gering. Nach § 129 Abs. 3 Nr. 2 StGB nämlich ist eine Strafbarkeit dann ausgeschlossen, wenn die Begehung von Straftaten nur eine Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist. Und trotz irrationaler Ängste von Cops und Staat vor einer Armee kritischer und organisiert agierender Straftäter, ist jeder rational denkenden Person wohl bewusst, dass Ultras nicht die Rechtsstaatsfeinde sind, die die Polizei in ihren objektiven und differenzierten (Ironie aus) Einsatzberichten beschreibt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ohne hier eine Abhandlung á la „Das ist Ultrá für mich“ einzuwerfen, geht es vordergründig um bedingungslose Unterstützung von Stadt und Verein, Freundschaft und auch darum, unbequem zu sein. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nicht zuletzt „Ultras für GE“ und ähnliche soziale Projekte deutscher Ultragruppierungen auch in der Corona-Zeit zeigen die soziale Verantwortung, die Ultras sich auf die Fahne schreiben. Wer dabei nur an Pyro-Idioten und Gewalt denkt, der läuft mit Scheuklappen durchs Leben. Oder anders gesagt: Die Stadien in Deutschland sind so sicher, wie noch nie!</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was aber, wenn der Rechtsapparat eine Kehrtwende einlegt und auch „unsere Art zu Leben“ weiter pönalisiert wird? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben der persönlichen Strafbarkeit durch die Mitgliedschaft in der kriminellen Vereinigung unabhängig von der Beteiligung an den konkreten Straftaten der Vereinigung, ist § 129 StGB ein sogenannter „Türöffner-Paragraf“. Die Anerkennung einer kriminellen Vereinigung öffnet den Ermittlungsbehörden die Tür strafprozessualer Überwachungsmethoden, wie Telekommunikationsüberwachung, Online-Durchsuchung und akustischer Wohnraumüberwachung. Oder die bei der Polizei besonders beliebten Hausdurchsuchungen bei vermeintlichen Gruppenmitgliedern oder in den Ultra-Heimen selbst. Interessant sind dabei natürlich insbesondere Führungspersonen und “Rädelsführer”. Ultimativ liefe es also auf grenzenlosen Zugang zu Kommunikation und Strukturen der Gruppe hinaus. Gleichzeitig sind entsprechende Strafen mit maximaler Einschüchterung und Abschreckung der gesamten Bewegung verbunden. Denn was in Dresden, Gelsenkirchen oder sonst wo (hypothetisch) passiert, kann morgen schon vor meiner eigenen Haustür eintreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gefahr ist die Wahrnehmbarkeit in der Gesellschaft. Denn machen wir uns nichts vor: Ultrá ist eine Subkultur, eine Blase, und das ist auch gut so. Aber was interessiert es den “normalen Fan” oder erst recht den nicht fußballinteressierten Bürger, wie es aktiven Fußballfans ergeht? Immerhin haben es sich diese Idioten ja selbst eingebrockt, ansonsten hätten sie ja keine Probleme mit der Polizei. Willkommen in Disneyland. Wir sind unsere eigene Lobby. Jeder Aktivismus geschieht von innen heraus und wirkt nach außen wie Rechtfertigung und Realitätsverweigerung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Haben wir – Ultras Gelsenkirchen – mit unserem Weg als eingetragener Verein nun die ultima ratio gegen die Panikmache der Politik gefunden? Mitnichten. Der e.V. schafft durch seine Satzung zwar einen legalen Zweck, auf welchen sich Verein und Mitglieder berufen können, jedoch müssen Satzung und Realität auch übereinpassen, und das ist – wie eingangs beschrieben – dem Auslegungsspielraum der Strafgerichte und Behörden unterworfen. Außerdem hat das Ganze auch einen Haken. Sollte ein Gericht tatsächlich den Weg gehen wollen und einen entsprechenden e.V. nach § 129 StGB einstufen, bräuchten die Ermittlungsbehörden nur einen Blick in das Mitgliederverzeichnis zu werfen, um Repressionen gegen ein paar hundert Leute zu verhängen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der vereinsrechtliche Rattenschwanz kommt noch hinzu. Ein Vereinsverbot nämlich würde mit sich bringen, dass Mitglieder ihre Kleiderschränke säubern und je nach Körperstelle Rücksprache mit dem Tätowierer ihres Vertrauens halten dürften, um weiteren strafrechtlichen Folgen zu entgehen. Der gute Hans müsste mithin auf unbestimmte Zeit ein trostloses Dasein in deutschen Kellern fristen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Hintergrund ständig anstehender Politikwechsel bleibt also getreu dem Motto „es gibt auch wichtigere Probleme in unserem Land“ wie so oft nur zu hoffen, dass Dinge in Deutschland anders gehandhabt werden, als anderswo. </span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nach einer kurzen Pause und dem Fokus auf das Kolumbien-Interview geht es nun in dieser Rubrik weiter.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Das La Cosa Nostra steht wohl wie kein anderes Fanzine für das absolute Ultra-Nerd-Tum, und das ist absolut positiv gemeint. Der Herausgeber bringt Jahr für Jahr dicke Wälzer auf den Markt, die eher Buch als Fanzine sind. Und da sind die ganzen Specials noch gar nicht mitgedacht. Inhaltlich ist es meistens eine Mischung aus den Spielberichten seines Vereins (SSV Ulm), Hoppingtexte (viel Italien!) und seiner Gedankenwelt. Die Highlights sind aber wahrscheinlich die Interviews von Gruppen, die er entweder selber führt oder aus alten (internationalen) Heften übersetzt.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Dass dem Heft so ein besonderer Ruf hervor eilt, liegt wahrscheinlich auch daran, dass es gar nicht so einfach zu bekommen ist “man muss wen kennen, der es mitbestellt”.  Wie und warum das so ist, lest ihr im Interview.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Einfacher könnt ihr die aktuelle Ausgabe des Trespass Fanzine bekommen, nämlich seit diesem Spieltag bei uns am Stand. Das dazugehörige Interview findet ihr in der Nürnberg-Ausgabe des Blauen Briefes.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview mit dem La Cosa Nostra</span></span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario: Du sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blätterst durch dein Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. „Ey hömma, war is‘ dat denn?“ Wie erklärst du ihm dein Fanzine?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Hast du mir auch ein Bier?</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Also, mit folgenden Schlagworten habe ich die LCN mal in einem anderen Interview beschrieben: Ultra, Lebenstil, Anarchie, Cyberpunk, Punk Rock, Kultur, DIY, Reise, Kompromisslosigkeit, klare politische Linie, Erziehung, Familie.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn es einfacher sein soll: Die LCN ist gleichzeitig Fanzine, Tagebuch und Familienchronik.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst, dann findest du darin hoffentlich etwas aus der wunderbaren Welt der Ultras, von dem du vorher noch nichts wusstest.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du zur Fraktion „Man wird doch wohl mal sagen dürfen“ gehörst, ist das Heft nichts für dich. Die LCN ist nicht gedacht, um jemanden zu bekehren, sondern für diejenigen, die schon Brüder und Schwestern im Geiste sind. </span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Stand heute, wie ist dein Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ganz voran eine Spitzfindigkeit, es ist nicht wirklich „mein“ Heft. Da tragen so viele Leute zu bei, dass es auch ihr Heft ist. Und am Ende gehört es dem Leser oder der Leserin.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Einordnung, mhhh, schwierig. Am liebsten wäre es mir, wenn die LCN seine eigene Kategorie hätte und nirgendwo richtig einzuordnen wäre. Aber das kann ich ja nicht selbst bestimmen, die Einordnung machen immer andere. Mit Rückgriff auf bestehende Kategorien: Mir wäre Ultrazine deutlich lieber als Hoppingzine.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Inhaltlich geht es um vieles, außer um Fußball als Sport. Mir sind Spieler, Tabellenstände, Taktik usw echt völlig latte und ich muss jedes zweite Spielergebnis nachschlagen, wenn ich einen Bericht schreibe. Wobei es das Heft ohne Fußball auf dem Platz auch nicht gäbe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Leser hat die LCN mal als „ Essenz von Ultrà“ bezeichnet. Das Bild, das er mir da geschenkt hat, hat mich damals sehr gefreut: Die LCN ist das, was übrig bleibt, wenn man meine ganzen Interpretationen, Träume, Erfahrungen zu Ultrà einkocht und dann in Wortform bringt. Sie ist eine Essenz von Ultrà, nicht die (eine allgemeingültige) Essenz davon.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Wie würdest du, bzw. wen würdest du als deine Zielgruppe beschreiben? Wen willst du erreichen und wen erreichst du tatsächlich?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich möchte mit der LCN gerne denjenigen etwas zurückgeben, die dafür sorgen, dass ich auch heute noch gerne zum Fußball fahre. Die sich für die Kurve die Hände dreckig machen, Pyrostrafen in Kauf nehmen und die Knie auf Hallenböden kaputt schaben. Dann gibt es Konsumenten, Nazis und anderweitige Idioten, das sind Leute, die ich von der Zielgruppe explizit ausschließen will.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Daher gibt es etablierte Spielregeln, die mit der Ankündigung zu jeder neuen Ausgabe aufs Neue rausgehen. Bei denjenigen, die mehr als ein Heft bestellen, ist Respekt und Vertrauen vorhanden, daher bin ich mir ziemlich sicher, dass das Heft auch genau diese Zielgruppe erreicht. Klar, ein bissl Streu ist vermutlich immer und das liegt ja nicht mehr in meine Hand, aber die Balance stimmt für mich.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Ne ganz spezielle Zielgruppe sind meine Kinder. Ich würde ihnen an dem Punkt, wo sie keine Kinder mehr, sondern Erwachsene sind gerne die Hefte in die Hand drücken. Damit sie nachlesen können, was ihr Papa mal gemacht hat, wie er tickt, wovon sie ein Teil waren, als sie jünger waren. Vielleicht ergibt sich daraus die Basis für ein neues Verhältnis zwischen uns.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Weißt du noch, wie und wann die Idee zu deinem Fanzine entstanden ist? Kannst du uns einen groben Abriss über die Entwicklung deines Heftes geben? Wir haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Man kann denke ich sagen, dass sich das Heft im Gleichschritt mit meiner Gruppe, also den Supporters Ulm 99, entwickelt hat. Zu Beginn, also 2000/01, war es das klassische durchschnittliche Heft einer damals klassischen, durchschnittlichen (höchstens!) Gruppe. 2010 kam bei uns ein Bruch. Danach mussten wir für uns klar machen, was wir wollen oder auch nicht. Aus dem Potpourri an Strömungen in der Gruppe hat sich Ultra nicht durchgesetzt, stattdessen die Mentalität „Scheiss auf den Rest“ und „jeder wie er will“. Entsprechend gab es Ausgaben mit 20er Auflage, teilweise handgemalt und-geklebt und am Kopierer erstellt (es war ne Scheiß-Arbeit). Und ja, eine Ausgabe war auch ein Abgesang. Auf der letzten Seite stand „fine“, das galt damals auch für meine Gruppe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ab etwa 2015 hab ich mich dem Heft hauptamtlich und als mehr oder weniger Allein-Schreiber angenommen und daraus hat sich letztlich das entwickelt, was die LCN heute ist. Bißchen Nerd, bißchen Außenseiter, bißchen anecken, aber den Ultras in Ulm weiterhin verbunden und mit dem Versuch, etwas zur Entwicklung beizutragen. Irgendwie auch meine eigene Rolle bei den Ultras heute…</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Texte landen seit dem Aufstieg von Firma und Kurve vorab im Kurvenheft der Broken Society Ultras, so es denn Platz gibt und ich meine Überzeugungen nicht verbiegen muss, was bislang eigentlich immer der Fall war. Danke für das Vertrauen an dieser Stelle.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Haben auch mal andere Personen an dem Heft mitgearbeitet?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich mach zwar das meiste an der LCN, aber ich mach sie nicht alleine. Ich bin ja auch nicht mehr dauernd beim SSV und die LCN soll schon noch ein Ulmer Fanzine bleiben. Also gibt es diverse Beiträge aus der Gruppe und Fanszene. Außerdem ist die Leserschaft sehr aktiv. Das ist vielleicht nicht immer durch einen separaten Beitrag ersichtlich, aber in die Sachen, die ich schreibe fließen so viele Infos von anderen ein. Bei den letzten Ausgaben haben sich immer um die 50% der Szenen, die Hefte abnehmen auf die ein oder andere Weise beteiligt.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Die Welt wird immer schnellebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücken können hier Fanzines noch schließen?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Meine erste Antwort wäre: Keine. Fanzines als Medium sind ein Relikt aus vergangenen Zeiten, überholt, und bestenfalls was für Leute, die damit sozialisiert worden sind.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Andererseits: Es gibt heute echt sehr viele, sehr gute Fanzines in unserem Kosmos und die werden ja auch abgenommen. Schnitzer, Credo, Plattenpost haben ja vierstellige Auflagen, euren Blauen Brief sollte ich hier stellvertretend für die Dutzenden Kurvenhefte, die jedes Wochenende erscheinen auch erwähnen&#8230; Es muss also doch noch eine Daseinsberechtigung geben.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Erklärungsversuch, wohlwissend, dass ich kein Medienwissenschaftler bin: Ein Fanzine ist langlebig und es stehen Infos drin, denen wenigstens ich mehr Vertrauen schenke als anderen Quellen. Außerdem sind Inhalte vorgefiltert und nicht so hektisch. Vielleicht schließen Fanzines also eine Lücke für Leute, die Substanz voranstellen, Informationen anstatt beliebige Inhalte wollen und gerne auch nen Rückzugsraum haben, in dem man nicht mit Inhalten (ich schreibe bewusst nicht von Informationen) zugemüllt wird. Aber da schließe ich vielleicht zu sehr von mir und meiner Bubble (ist schön da, kommt rein!) auf Andere.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Zu guter letzt würden wir dann natürlich noch gerne wissen, wo dein Heft erhältlich ist.</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Die LCN ist nur über persönliche Kontakte erhältlich, warum steht oben bei der Zielgruppe und der Nicht-Zielgruppe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt Personen aus eurer Fanszene, die das Heft bestellen. Wenn ihr neugierig geworden seid, fragt euch durch. Wenn ihr aktiv den Weg zu LCN sucht, dann wäre mein Wunsch, dass sie euch auf halbem Weg entgegenkommt.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Vielen Dank für das Interview</b></p></div>
			</div><div id="ev" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_17">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-scaled.jpg" alt="" title="23_EingetragenerVerein" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9827" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Aufgaben und Arbeitsweise des Wahlausschusses</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 18.07.2026 findet die diesjährige Mitgliederversammlung unseres FC Schalke 04 e.V. statt. Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschlussorgan des Vereins. Hier hat jedes Mitglied ab 16 Jahren die unmittelbare Gelegenheit sein Stimmrecht in Gebrauch zu nehmen und den Weg unseres Vereins mitzubestimmen. Die Mitgliederversammlung ist daher aus unserer Sicht ein absoluter Pflichttermin. In den kommenden Ausgaben werden wir die einzelnen Organe, die auf der MV gewählt werden, genauer vorstellen. Den Start macht in dieser Ausgabe der Wahlausschuss.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Aufgaben:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was macht der Wahlausschuss eigentlich genau? Kurz gesagt: Der Wahlausschuss entscheidet, wer sich auf der Mitgliederversammlung zur Wahl zum Aufsichtsrat stellen darf. Wenn ein Mitglied für das Amt des Aufsichtsrates kandidieren möchte, muss es seine Bewerbung bis zum 1. Februar einreichen. Auf weitere Formalitäten der Bewerbung werden wir im Text zum Aufsichtsrat eingehen. Die eingegangenen Bewerbungen muss der Vorstand spätestens eine Woche nach Ende der Vorschlagsfrist an den Wahlausschuss weiterleiten. Dieser sichtet die Bewerbungen und entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, welche Kandidaten zur Wahl zugelassen werden. Diese Entscheidungen sind unanfechtbar und nicht zu begründen. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen als Aufsichtratsämter zu besetzen sind, aber maximal die doppelte Anzahl.   </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Grunde trifft der Wahlausschuss eine Vorauswahl und lässt die geeignetsten Kandidaten zur Wahl zu. Wer und wie viele zugelassen werden, hängt natürlich davon ab, wie viele Bewerbungen eingehen und wer sich bewirbt. Die Kandidaten stehen in direkter Konkurrenz zueinander und die Aufgabe des Wahlausschusses ist es, die vier besten Kandidaten herauszufiltern. Daher kann es auch dazu kommen, dass Aufsichtsräte, die sich zur Wiederwahl bewerben, nicht zugelassen werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Wahlen:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Wahlausschuss besteht aus acht Mitgliedern, die direkt von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Durch ein rollierendes Verfahren werden jedes Jahr zwei Mitglieder des Wahlausschusses gewählt. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Bis zum 1. Mai kann sich jedes Mitglied, das mindestens ein Jahr ununterbrochen dem Verein angehört, zur Wahl stellen lassen. Die Bewerbung für die Kandidatur muss schriftlich erfolgen und von drei Vereinsmitgliedern unterstützt werden, die zu dem Zeitpunkt nicht von der Ausübung ihrer Mitgliederrechte ausgeschlossen sind. Der Kandidat darf nicht bereits anderen Vereinsorganen angehören oder dafür kandidieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied so viele Stimmen wie Plätze zu vergeben sind, in der Regel also zwei. Für die Wahl in den Wahlausschuss reicht die einfache Mehrheit aus, das bedeutet, dass die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ein Wahlausschussmitglied im Laufe seiner Amtszeit ausscheidet, rückt für die restliche Amtszeit der Kandidat nach, der auf der letzten Mitgliederversammlung die nächsthöchste Anzahl an Stimmen bekommen hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Wahl wählt der Wahlausschuss auf seiner ersten Sitzung, welche meistens direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfindet, einen Vorsitzenden. Zudem gibt er sich eine Geschäftsordnung, die von jedem Vereinsmitglied eingesehen werden kann.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><i><span style="font-weight: 400;">Wie in der Einleitung bereits erwähnt kämpft die aktive Fanszene des IFK Göteborg gerade mit schweren Repressalien. Auch in anderen Ländern tragen Fussballfans schwere kämpfe mit den örtlichen Behörden aus, wie Beispielsweise die Verbotswelle in Frankreich 2025. Aber wie wahrscheinlich jedem bereits aufgefallen ist, sind Polizeigewalt und Repressionen auch in Deutschland deutlich spürbarer geworden, weswegen sich auch die gemischte Tüte immer mehr mit dem Thema auseinandersetzt und darauf aufmerksam macht, dass diese Vorfälle nicht nur eine Nebenerscheinung sind. Aus diesem Grund gilt unsere Solidarität allen Betroffenen jener Maßnahmen! Bleibt stark!</span></i></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong></strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bochum:</strong></span><strong><span style="font-weight: 400;"> Die Fanhilfe Bochum kritisiert scharf das Vorgehen der Staatsanwaltschaft nach mehreren Hausdurchsuchungen im Umfeld von Anhängern aus Bochum. Hintergrund sind Ermittlungen zu einer Auseinandersetzung im August 2024 in Frankreich. Zunächst waren fünf Personen lediglich als Zeugen geladen worden, da sie sich zum vermeintlichen Zeitpunkt in Frankreich aufhielten. Sie machten jedoch von ihrem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch, woraufhin sie plötzlich selbst zu Beschuldigten erklärt wurden, weswegen Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Begründet wird dies mit einem Anfangsverdacht sowie der angeblichen Zugehörigkeit zu einer sogenannten „Hooliganvereinigung“. Dieses Vorgehen stellt einen willkürlichen und rechtsstaatlich fragwürdigen Schritt dar. Es gebe keine neuen belastbaren Erkenntnisse, vielmehr wirkt es so, als wäre das Schweigen der Zeugen gezielt genutzt worden, um den Verdacht zu konstruieren. Diese Praxis untergräbt grundlegende Rechte und das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden.</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Köln:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und unserer Brüder aus Mönchengladbach kam es am Bahnhof Merzenich zu einem massiven Polizeieinsatz gegen rund 500 Gladbacher. In einer gemeinsam veröffentlichten Stellungnahme der Fanhilfe Mönchengladbach und dem Fanprojekt Mönchengladbach heißt es, dass der von der Polizei genannte Auslöser, welcher eine angebliche sexuelle Beleidigung gegen eine Polizistin beinhaltet, sowie die Solidarisierung und angeblichen Verhinderung der Personenfeststellung, unzutreffend war und nichts mit der späteren Eskalation zu tun hatte. Hierbei handelte es sich um die “Reingeschaut”-Geste, welche missverstanden wurde. Stattdessen habe die Polizei ohne erkennbaren Grund zunächst eine kleine Gruppe Gladbacher, die auf den aus Köln zurückreisenden Haufen wartete, angegriffen, was die Unruhen auslöste. In der Folge sei die Situation eskaliert: Fans wurden von beiden Seiten zurückgedrängt, mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen und teilweise auf die Gleise oder Treppen gedrängt. Die Fanhilfe spricht von gefährlichen, panikartigen Szenen. Mehrere unserer Freunde aus Gladbach wurden verletzt, darunter mit Knochenbrüchen und Platzwunden. Die Fanhilfe kritisiert den Einsatz als unverhältnismäßig und kündigt rechtliche Schritte an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bremen:</strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Beim Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und SV Werder Bremen ordnet die Grün-Weiße Hilfe aus Bremen in Ihrer Stellungnahme die Geschehnissen vor der Partie mit der Polizei ein. Auslöser war laut Angaben der Staatsmacht ein angeblich unerlaubter geschmuggelter Gegenstand, der sich aber als falsch erwies. Besagter Gegenstand war lediglich eine Fahnenstange, die die vorangegangene erlaubte Anzahl von zehn Fahnenstangen überschritt. Die Situation eskalierte, als ein Ordner sofort körperlich gegen einen Fan vorging. In dem engen Treppenbereich des Gästeblocks haben Polizeikräfte anschließend die Bremer Anhänger eingekesselt und mit Schlägen sowie Pfefferspray angegriffen. Dabei wurden zahlreiche Personen verletzt, auch unbeteiligte Fans und Fanbetreuer. Die Fanhilfe widerspricht der offiziellen Darstellung von „Fanangriffen“ deutlich und spricht stattdessen von einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Lübeck: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem es zu Ausschreitungen rund um das Heimspiel gegen den HSV II kam, hat der VfB Lübeck weitreichende Maßnahmen ergriffen und reagiert damit auf die eskalierende Situation innerhalb der eigenen Fanszene. Für das Auswärtsspiel beim FSV Schöningen wurde auf Empfehlung des Vereins vollständig auf einen Gästeblock sowie eine Tageskasse verzichtet. Hintergrund war die Auseinandersetzung der Lübecker Szene untereinander, bei welcher wohl auch Unbeteiligte verletzt wurden. Das Ultrakollektiv Lübeck und die Gruppe Halunken waren bislang in der Pappelkurve beheimatet, ein gemeinsames Auftreten ist jedoch aktuell nicht mehr möglich. Als Konsequenz wurde beim Heimspiel gegen Blau-Weiß Lohne die Pappelkurve vollständig geschlossen und eine strikte Fantrennung umgesetzt. Das UKL soll im Gästeblock A1 untergebracht werden, während Halunken den Block B erhalten. Auch die Zuwegungen werden voneinander getrennt organisiert. Darüber hinaus bleibt das Contidorf vorerst geschlossen, da bauliche und sicherheitstechnische Mängel behoben werden müssen. Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem ein Verbot des Zutritts zum Innenraum für die Anhänger zum Aufhängen von Zaunfahnen sowie den Entzug von Saison-Akkreditierungen für Fanordner und Fotografen. Der Verein betont, dass die Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und den betroffenen Gruppen getroffen wurden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Hamburg:</b></span> Der Förderkreis Nordtribüne e.V. ruft zum erneut zum Blutspenden auf. Unter dem Motto “Rauten retten Leben” wurde eine Aktionstag ins Leben gerufen, an dem im Juni am UKE-Gelände in Hamburg unter anderem zur Blutspende aufgerufen wird. Die Einnahmen des Aktionstags werden dem Kinderhospiz Sternenbrücke gespendet. Darüber hinaus stellt der Förderkreis Stempelkarten zur Verfügung, mit denen bis Oktober über Blutspenden dokumentiert werden sollen. Um einen gewissen Anreiz zu schaffen, erhält die Person mit den meisten Stempeln ein getragenes HSV Trikot von Luka Vušković.</span></p></div>
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		<title>Ausgabe 13: Hannover 96</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-13-hannover-96/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_22 et_pb_bg_layout_light" href="#Eingetragenerverein">3. Eingetragener Verein seit 1904</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_25 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">6. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>der wichtige Sieg gegen Bielefeld konnte in der letzten Woche eingetütet werden. Die Nordkurve zeigte dabei einen der Wichtigkeit des Spiels angemessenen Auftritt und konnte die Mannschaft in der Schlussviertelstunde trotz der Anspannung über die Ziellinie tragen. Um einen unserer Vorsänger sinngemäß wiederzugeben: „Wie laut wir vor oder nach dem Spiel sind, können wir uns in die Haare schmieren, was gilt ist jetzt! Jetzt müssen wir für die Mannschaft da sein, also reißt euch JETZT den Arsch auf und schreit sie zum Sieg!“. Am Freitag bekamen wir genau das über weite Strecken des Spiels hin. Teil dieser Kurve sein zu dürfen ist ein Privileg und zugleich eine Verpflichtung, seid euch dessen bewusst. Also auch heute wieder vollen Fokus aufs Spiel und geht 90 Minuten aus euch heraus!</p>
<p>Unser heutiger Gegner findet heute hoffentlich mal den Blinker und schafft es rechtzeitig von der Autobahn abzufahren. Der Gästeblock wird dann jedenfalls motiviert sein, seine Mannschaft nach vorne zu peitschen, damit diese den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verliert. Die letzten Auftritte der Niedersachsen waren bei uns zwar eher mittelmäßig, nichtsdestotrotz geht es auch für Hannover um sehr viel.</p>
<p>Bei all der Freude über den Platz an der Sonne trübt auch bei uns die Staatsmacht die Laune. Es werden sicherlich alle mitbekommen haben, wie Polizei &amp; Co. aktuell deutschlandweit auffahren. Am eigenen Leibe haben wir es vor allem in Berlin zu spüren bekommen, als grundlos in uns rein geprügelt wurde und dennoch muss man wohl ernüchternd festhalten, dass dies im Vergleich zu den Vorfällen in der Ostkurve Berlin oder nun kürzlich vor dem Dortmunder Gästeblock noch harmlos war. Das Verhalten hat sich seit der Innenministerkonferenz merklich geändert und es wirkt fast so, als ob die Zahlen nun durch Provokation oder sogar durch eigene Übergriffe auf Fangruppen nach oben getrieben werden sollen. In Gelsenkirchen selbst geht es noch vergleichsweise entspannt zu, lediglich die Präsenz der Zivis hat sich verändert, die sich nun mehr oder weniger „unauffällig“ neu positionieren. Auch in Bereichen, in denen sie absolut nichts zu suchen haben. Hier sei also gesagt, dass man sich lieber einmal mehr umgucken sollte, wer da gerade neben einem steht. Ausführlicher werden wir in der Rubrik aUsGEholt auf diese neue Phase der Repression eingehen und können diesen Text jedem nur ans Herz legen. </p>
<p>Den Kopf in Sand stecken gilt aber natürlich eh nicht, Solidarität ist unsere Waffe und wir werden auch aus dieser Zeit gestärkt herausgehen. Klingt abgedroschen, aber genau das macht unsere Bewegung aus. In diesem Sinne.</p>
<p>Auf geht´s Schalke &#8211; Kämpfen und Siegen.</p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_20">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Bestes Wetter, Freitagabend und ein ebenso traditionsreiches wie wichtiges NRW-Duell gegen die Arminia aus Bielefeld. Fußballherz, was willst du mehr?</p>
<p>Schon beim Einsingen und Pogen vor Anpfiff konnte man spüren, dass die Nordkurve an die positive Entwicklung der letzten Wochen anknüpfen wollte. Auch optisch ging es gut los. Dutzende Blinker und ordentlich blauer Rauch in den Ecken sorgten, gepaart mit einem stabilen Tifo-Einsatz, für ein rundes Intro.</p>
<p>Danach schafften wir es immer wieder, laute Momente zu kreieren. „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ bleibt hier in besonders guter Erinnerung. Edin Dzeko ließ sich nicht lange bitten und beglückte die Königsblauen nach einer Viertelstunde mit dem 1:0. Selbstredend ging sämtliches Liedgut noch besser als zuvor von den Lippen. Mit der Führung in einem wirklich ansehnlichen Spiel im Rücken ging es bestens gelaunt in die Pause.</p>
<p>Durchgang zwei konnte mit einem starken „Geh’n mit dir auf jede Reise“ eröffnet werden. Um im weiterhin völlig offenen Spiel die ganze Kurve oder auch die Arena bestmöglich mitzunehmen, wurde danach eher auf leichtere Gassenhauer zurückgegriffen. Das klappte wunderbar und sorgte mehrmals für wirklich laute Minuten. Einen Schockmoment hielt das Spiel mit dem vermeintlichen Bielefelder Ausgleich auch noch bereit. Glücklicherweise wurde der Treffer aber einkassiert, während die Nordkurve während der VAR-Überprüfung durch sang, sorgte die Entscheidung beim restlichen Schalker Anhang noch einmal für komplette Ekstase. Der fade Beigeschmack des Videobeweises blieb natürlich trotzdem.</p>
<p>Am Ende schafften es unsere Jungs einmal mehr, das Ding über die Ziellinie zu bringen und den nächsten Dreier aufs Punktekonto zu buchen. Nach Abpfiff wurde den Emotionen freien Lauf gelassen und ein paar perfekt getimte Fackeln sorgten beim Feiern mit der Mannschaft für einen absoluten Gänsehautmoment. Unserer Kurve darf man an diesem Tag einen guten Auftritt attestieren, an den es in den verbleibenden Spielen anzuknüpfen gilt. Spitzenreiter!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Bielefeld machte den Gästebereich mit rund 6.000 Mann komplett voll. Schon vor Anpfiff sorgte ein richtig ordentlicher Wechselgesang mit dem Oberrang für ein Ausrufezeichen. Auch danach gibt es quasi nichts  auszusetzen. Lokal Crew und Co. schafften es etliche Male, den gesamten Anhang mitzunehmen und überzeugten auch optisch mit gutem Tifo und ordentlich Bewegung im Block. Der durch den VAR aberkannte Ausgleich sorgte, verständlicherweise, für einen Einbruch. Unter dem Strich steht ein Auftritt, der in absolut positiver Erinnerung bleibt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Einmal mehr standen unsere Brüder aus Nürnberg und Enschede an unserer Seite. Danke Jungs!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegnervorstellung</strong></span></p>
<p>Unsere letzte Gegnervorstellung der Saison beschäftigt sich mit der ostwestfälischen Arminia aus Bielefeld. Der Name Arminia geht auf den germanischen Fürsten Arminius zurück, dessen Namen viele deutsche Vereine um 1900 als patriotisches Symbol wählten. Heimstadion des Vereins ist die Bielefelder Alm, welche ihren Namen in den 1920er Jahren erhielt, als vor dem Stadion noch Kühe grasten. Heutzutage blickt man aus dem Gästebereich des 26.750 Plätze umfassenden Stadions heraus in eine idyllische Kleingartenanlage. Seit 2004 sind die Namensrechte allerdings an das ortsansässige Unternehmen Schüco vergeben.</p>
<p>Neben vier Zweitliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2019/20 &#8211; und zwei Drittliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2024/25 &#8211; ist der jüngste sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte wohl der Einzug ins DFB-Pokalfinale 2024/25, welches 2:4 gegen den VfB Stuttgart verloren wurde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rechtsform:</span></p>
<p>Seit dem 1. Juli 2001 ist die Lizenzspielerabteilung der Arminia ausgegliedert in die DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA. Der Stammverein Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld e. V. wurde 1905 mit dem Namen 1. Bielefelder FC “Arminia” gegründet. Heutzutage zählt der Verein knapp über 29.000 Mitglieder, insbesondere beflügelt durch den jüngsten Erfolg im DFB-Pokal, hatte der Verein im August 2024 noch gerade einmal 16.000 Mitglieder.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fanszene:</span></p>
<p>Im Dunstkreis von Kutten, Hools und Normalos begründeten im Jahr 1995 die BOYS Bielefeld den Startschuss der Bielefelder Ultrà-Szene. Erste ultrà-ähnliche Strömungen trugen in den späten 90er Jahren zudem die Gruppen Fantastic Blue und Blue Yankees mit. 2001 wurden als eine Art Dachverband für aktive Arminia-Fans die Ultras Bielefeld gegründet und bereits im Februar 2004 wieder aufgelöst. Grund war die angebliche Beschmutzung des Begriffs “Ultras” aufgrund der Zunahme von Gewalt in und außerhalb der Stadien, mit dem sich die gewalt-ablehnende Gruppe nicht weiter identifizieren konnte.</p>
<p>Mit dem Umzug der aktiven Fanszene in den neu geschaffenen Block 1 im Sommer 2006 gründete sich die heute tonangebende Gruppe Lokal Crew. Angeschlossene Gruppen sind Sparrenkollektiv, Companions und Sektion Wittekind. Nach einem Einbruch in das Fahnenlager der Fanszene und dem damit verbundenen Abhandenkommen der Zaunfahne der Lokal Crew im Jahr 2014 trat man für etwa 1,5 Jahre hinter einer “Block Eins Ultras” Zaunfahne nach außen auf, ehe man seit der Rückrunde 2015/16 mit neu gepinselter Fahne nunmehr wieder hinter dem Namen Lokal Crew steht. Die entwendete Zaunfahne hat bis heute nicht wieder das Licht der Welt erblickt.</p>
<p>Seit der Saison 2022/23 findet sich außerdem die Zaunfahne der BOYS Bielefeld nicht mehr im Block 1, womit man sich offenbar endgültig von “Ultrà” abgewandt hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freundschaften:</span></p>
<p>In den späten 90er und frühen 00er Jahren entwickelten sich in der anfänglichen Bielefelder Ultrà-Szene neben einer Freundschaft nach Hannover (Komplott Hannovera und Verrückte Meute) vereinzelte freundschaftliche Kontakte nach Hamburg (Chosen Few), Nürnberg (Psychopathen), Ultras Leverkusen und Berlin (Harlekins).</p>
<p>Heutzutage pflegt die aktive Fanszene der Arminia Freundschaften zum FC Savoia 1908 aus der italienischen Serie D und Ultras Düsseldorf. Darüber hinaus bestehen weiterhin freundschaftliche Kontakte nach Hamburg und Hannover aus vergangenen Zeiten, auch wenn die offiziellen Fanfreundschaften bereits aufgekündigt wurden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Feinde:</span></p>
<p>Feinde sieht man in Dortmund, Bochum, Osnabrück und Münster, wobei Letzteres neben der geografischen Nähe insbesondere durch gegenseitige Fahnendiebstähle in der Vergangenheit manifestiert wurde.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Letzte Woche Samstag empfing der Glubb die Fortuna aus Düsseldorf. Einen ausführlichen Spielbericht dazu findet ihr weiter unten.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer in den hohen Norden zum Spiel gegen Kiel &#8211; vor der Länderspielpause empfängt der 1. FCN zu Hause das Team aus Kaiserslautern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. FC Nürnberg e.V. &#8211; Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. 0:1 (0:0)</span></p>
<p>Nach unserem Bielefeld-Spiel ging es trotz kurzer Nacht für mehrere Auto-Besatzungen am Samstagmorgen Richtung Nürnberg, um unsere Freunde beim Spiel gegen die Düsseldorfer Fortuna zu unterstützen. Angekommen am Stadion suchten wir direkt den neuen Biergarten auf. Dieser ist seit einiger Zeit mit allerhand Sitzmöglichkeiten im Stadionumlauf zu finden und war bei bestem Frühlingswetter natürlich brechend voll.</p>
<p>Rund 15 Minuten vor Anpfiff begann die Nordkurve Nürnberg, sich einzusingen und packte dazu zwei ältere Lieder aus. Die Mannschaft auf dem Platz hielt leider nicht, was der Wettergott versprach und so gab es in der ersten Hälfte bis auf ein nicht gegebenes Tor keine weiteren nennenswerten Aktionen des FCN. Der magere Spielverlauf spiegelte sich auch in der Stimmung wider. So konnte selten das Stadion mitgenommen werden und die Lieder wurden nicht so lange gehalten, wie man es eigentlich gewohnt ist.</p>
<p>Der Glubb kam besser in die zweite Hälfte der Partie, allerdings war es Düsseldorf, welches kurz vor‘m „Ganz kleinen Bub“ die Führung erzielte. Nürnberg warf nochmal einiges rein, am Ende wurden die letzten Pässe jedoch nicht an den Mann gebracht und es fehlte an wirklich zwingenden Torchancen.</p>
<p>Der Gästeanhang konnte mit einem ansehnlichen Tifoeinsatz und durchgängiger Bewegung überzeugen, das wars dann aber schon wieder. Akustisch kam auch nach der Führung bei uns nichts an, was natürlich zum Teil an den baulichen Gegebenheiten liegt.</p>
<p>Spätestens mit einem Sani-Einsatz kurz vor Ende der Partie war dann die Luft in der Nordkurve raus und die Spieler wurden nach Abpfiff bedient in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der restliche Samstag wurde im Lokale Grande verbracht, da zum fränkisch-italienischen Abend eingeladen wurde. Italien-Liebhaber kamen bei hervorragender Pinsa und Pasta komplett auf ihre Kosten und konnten anschließend mit Vino Bianco oder Vino Rosso for free auch flüssige italienische Highlights genießen. Für den fränkischen Part des Mottos sorgten über 30 verschiedene Biersorten und so war das Spiel schnell in Vergessenheit geraten. Für den einen oder anderen von uns gab’s im Anschluss noch eine Tour durchs Fanzine-Archiv, welches mit seinen rund 7.000 Heften und Büchern das Fanzine-Herz um einiges schneller schlagen lässt.</p>
<p>Am Ende kann man sich nur für die erneute Gastfreundschaft bedanken!</p>
<p>Schalke und der FCN!</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Nur eine Woche seit der vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs. Dementsprechend wenig ist am Balkan in den letzten Tagen passiert. Vardar spielte wieder einmal an allen Tagen außer dem Wochenende. Donnerstags stand das Topspiel gegen Shkendija an. Nach dem Unentschieden gegen den Drittplatzierten FC Struga wurde dies zu Hause leider mit 0:1 verloren. Wenige Tage später stand das letzte Rückrundenspiel auswärts bei Sileks Kratovo auf dem Programm. Aufgrund des erneuten Termins auf einem Werktag (Montag) boykottiert Komiti die Partie. Vardar gewann dennoch 1:0 und steht somit weiterhin knapp an der Tabellenspitze. Nachdem nun die Hin- und Rückrunde gespielt ist, steht ab nächster Woche die finale dritte Runde des Ligabetriebs an.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Das Spiel gegen den ungeliebten Nachbarn aus Caserta verlor die Granata auswärts 1:0 und ließ abermals wichtige Punkte liegen. Wieder einmal durften keine Gäste anreisen, sodass die Fanszene das Spiel vom heimischen Fernseher aus verfolgen musste.</p>
<p>Das Heimspiel gegen Latina fand am Weltfrauentag statt, der in Italien viel Beachtung erhält. Die italienische Gesellschaft ist für das Thema Femizide durch die Berichterstattung über die vielen Morde an Frauen durch ihre (Ex)-Partner in Italien sehr sensibilisiert und schenkt diesem Tag daher viel Aufmerksamkeit. Die Ultras der Curva Sud Siberiano haben daher die traditionellen gelben Mimosen an alle Frauen in der Kurve verschenkt und ein Spruchband gezeigt “Eine Welt ohne Frauen ist wie eine Welt ohne Salernitana”.</p>
<p>Das Spiel konnte Granata durch die Tore von Cabianca und Lescano trotz Unterzahl mit 2:1 gewinnen. Etwa 80 Gäste aus der Stadt südlich von Rom hatten sich im Block eingefunden. Das Stadion hatte mit 7.000 Zuschauern den bisher niedrigsten Zuschauerwert der Saison. Viele Fans haben aus Protest, Frust und anderen ähnlichen Motiven, trotz Dauerkarte, darauf verzichtet, zum Spiel zu kommen. Obwohl das Spiel gewonnen werden konnte, hat man sowohl Fans als auch Spielern angemerkt, dass hier niemandem wirklich zu feiern zumute war und so begab sich die Elf auch unmittelbar nach Schlusspfiff in die Kabine.</p>
<p>Mit zwei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Cosenza und sechs Punkten auf den Zweiten Catania steht Salernitana aktuell auf Platz vier der Tabelle und spielt noch um die wichtigen Platzierungen für die Playoffs.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mitgliederkongress 2026</strong></p>
<p>Neben der Mitgliederversammlung des F.C. Schalke 04 e.V. ist der jährliche Mitgliederkongress ein Tag, an dem man als Mitglied direkten Einfluss nehmen und unseren Verein mitgestalten kann. Die vierte Veranstaltung dieser Art fand am Samstag nach dem 1:0 Heimsieg gegen Bielefeld statt. Ab 10 Uhr trudelten die teilnehmenden Mitglieder nach und nach im Glückauf Club in der Arena ein. Nach dem ersten Kaffee wurde der Kongress um 11:04 Uhr von Moderator Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier eröffnet. Diverse Vereinsvertreter, unter anderem auch Vorstand Matthias Tillmann, begrüßten die Anwesenden und erklärten den Tagesablauf. Nach rund 30 Minuten folgte die erste von zwei Workshop-Phasen. Bei der Anmeldung konnte man aus acht Workshops drei, nach Priorität geordnet, auswählen, an denen man teilnehmen wollte. Zwei Workshops wurden im Nachgang aus internen Gründen gestrichen, sodass die Mitglieder in sechs Workshops diskutierten, Probleme erörterten und Lösungsansätze überlegten. Diese waren:</p>
<p>• Fankultur<br />• Fanclubkultur<br />• #STEHTAUF<br />• Familien auf Schalke<br />• Auswärtsspiele<br />• Barrierefreies Schalke</p>
<p>Gestärkt ging es nach der Mittagspause in die zweite Workshoprunde. Zwei Stunden später neigte sich der Mitgliederkongress bereits dem Ende zu. Beim Abschluss wurden die Ergebnisse der Workshops Barrierefreies Schalke und Familien auf Schalke vorgestellt. An Stellwänden konnte man die Ergebnisse aller Workshops nachlesen.</p>
<p>Wie viel Gehaltvolles und Umsetzbares am Ende rumgekommen ist, wird sich zeigen. Es bleibt aber festzuhalten, dass unser Verein mit dem Mitgliederkongress seinen Mitgliedern unmittelbar die Chance gibt, den Club konkret mitzugestalten. Gewisse Maßnahmen in den letzten Monaten sind auf Ideen aus den Mitgliederkongressen der letzten Jahre zurückzuführen. Dies zeigt, dass sich der Verein mit den Ergebnissen auch wirklich beschäftigt und es keine vergeudete Zeit ist. Es wäre daher schön, wenn sich im nächsten Jahr wieder ein paar mehr Königsblaue motivieren können, an diesem Kongress teilzunehmen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Im letzten und vielleicht interessantesten Teil geht es zurück ins Stadion. Wie entstehen die Lieder? Wie läuft es </em><em>mit Stadionverboten? Und wie wird eine Freundschaft zwischen einer kolumbianischen und einer argentinischen </em><em>Gruppe eigentlich mit Leben gefüllt? Auf diese und viele andere Fragen findet ihr in diesem Teil eine Antwort.<br /></em><em>Wir hoffen, dass euch diese kleine Reise nach Kolumbien ebenso gefallen hat wie uns und bedanken uns an </em><em>dieser Stelle nochmal aufrichtig beim Comandos Azules für das Interview.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 3</span></p>
<p><strong>Wie entstehen die Lieder und Gesänge, die auf der Tribüne gesungen werden? Wie werden sie </strong><strong>entschieden und wie schafft ihr es, dass die ganze Fanszene sie lernt?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Also, ich persönlich war zwölf Jahre lang Teil der Instrumentalgruppe, deshalb bin ich tief involviert in die Komposition und Interpretation der Lieder.</p>
<p>Wichtig ist, dass ein Lied, um gut anzukommen, aktuell ist, also einen musikalischen Rhythmus hat, der gerade im Trend liegt. Der Text hingegen muss voller Leidenschaft sein, die Energie transportieren, die wir der Mannschaft geben und die Liebe zu den Farben widerspiegeln. Es geht darum, zu feiern, was Millonarios bedeutet.</p>
<p>Wenn man sich die Lieder anderer Barras in Kolumbien anhört, merkt man schnell, dass sie oft gegen andere Fangruppen singen, „die Hurensöhne von Millonarios“, „die Hühner“ und so weiter. Wir machen das fast gar nicht.</p>
<p>Wir haben ein Lied gegen Santa Fe, eins gegen Nacional und das war’s. Und die wissen auch, dass die gegen sie sind. Aber der große Fokus liegt bei uns auf positiven Gesängen, die unser Team feiern, nicht die Rivalen beleidigen.</p>
<p>In Bezug auf die Musik:</p>
<p>Unsere Band besteht normalerweise aus: 16 großen Trommeln (bombos), 16 Snare-Drums (redoblantes) und drei Repinique-Trommeln (repiques).</p>
<p>Je nachdem, wie es der Barra gerade geht, ändert sich das Setup. Wir hatten auch schon Zeiten, in denen wir nur zwei Trommeln und eine kleine Percussion hatten. Aber je mehr sich die Fans zusammenschließen, desto größer wird auch die musikalische Kraft und desto mächtiger klingt das Ganze im Stadion.</p>
<p><strong>In Lateinamerika ist es ja oft so, dass viele Melodien gleich klingen, wie zum Beispiel „Sonar pompa“.</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Dass sich manche Lieder ähneln, liegt letztlich am Klang – am rhythmischen Ursprung. Wir haben versucht, das ein wenig mit Barrett-Elementen zu vermischen, besonders nachdem wir bei den Weltmeisterschaften waren. Wir wollten den Liedern ein anderes „Gewürz“ hinzufügen, eine neue Note, dabei aber die gleiche Leidenschaft und Euphorie erhalten.</p>
<p>Ich persönlich verteidige sehr unsere Fußballkultur, denn ich kenne die Fangemeinde von Millonarios. Es ist eine Fanszene, die mit dem Herzen singt.</p>
<p>Manchmal mag es sich vielleicht nach argentinischen Fangesängen anhören, aber das ist einfach ein Teil des Klangbilds, das beim Publikum Gänsehaut auslöst. Die Gesänge wirken ähnlich, ja. Aber wer sich mit der Komposition auskennt, die Rhythmen versteht und versucht, bewusst mit Tonlage und Melodie zu singen, merkt: Das ist etwas Eigenes.</p>
<p>Es geht also nicht um Kopie, sondern um emotionale Wirkung. Um das, was die Leute im Stadion wirklich spüren, wenn sie mitsingen.</p>
<p>Wir haben mal ein Lied auf der Basis von Fito Páez’ „Mariposa Tecknicolor“ gemacht. Ich hatte diese Musik als Kind gehört, bin damit eingeschlafen und als wir sie im Stadion-Kontext wiederentdeckten, passte sie einfach perfekt zu Millonarios. Der spanischsprachige Rock, vor allem der argentinische, ist ikonisch in Kolumbien. Wir selbst haben keine so starke Rockszene wie Argentinien, deshalb kommen viele Stadionlieder aus deren Musikkultur.</p>
<p>Aber auch die Argentinier übernehmen Melodien von überall, es ist ein offenes System.<br />Als der Boom der Barras begann, kam vieles aus Argentinien zu uns: die Cassetten, die ersten Lieder, die Struktur der Barra. Darum haben wir bis heute so eine enge Verbindung mit Gruppen wie „Los Borrachos del Tablón“. Da entstanden Brücken, Freundschaften, auch durch den Austausch von Instrumenten.</p>
<p>Zum Beispiel waren wir die erste Barra in Kolumbien, die ein Repique (eine spezielle Trommel) hatte. Seit 2004 und unser damaliger Chef brachte es aus Argentinien mit, um unseren eigenen Sound zu entwickeln. Das bedeutet aber nicht, dass wir spielen wie sie. Es ist einfach so: Die Musik entzündet das Feuer, die Emotion im Stadion, die Leidenschaft.</p>
<p>Wir haben auch Lieder mit kolumbianischen Rhythmen, zum Beispiel basierend auf Songs von Shakira oder anderen lokalen Künstlern. Es geht nicht nur um Argentinien, sondern darum, was uns emotional bewegt.</p>
<p><strong>Welche Art von Sanktionen verhängt der Staat bei Auseinandersetzungen? Gibt es Sanktionen wie Stadionverbote?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, wir haben hier im Laufe der Jahre viele Situationen erlebt, in denen wir bestraft wurden. Dazu gehören unter anderem die Spaltung der Gruppe, Polizeipräsenz auf der Tribüne, das Verbot, mit Trikots ins Stadion zu gehen, Reiseverbote für organisierte Fangruppen und sogar der Verlust unserer eigenen Tribüne über Jahre hinweg – wir durften nicht mehr auf unsere eigene Tribüne. Aber das hat uns letztlich nicht wirklich beeinträchtigt, denn wir sind trotzdem immer ins Stadion gegangen.</p>
<p>Es gab auch eine Zeit, in der man das sogenannte „Recht auf Einlassverweigerung“ durchsetzen wollte. Einzelne Personen bekamen Zutrittsverbote, aber das war höchstens für sechs Monate. Das war genau zu der Zeit, als Miguel Sicherheitssekretär der Stadt Bogotá war, eine schwierige Phase. Er wollte das Thatcher-Modell anwenden und das Hooliganismus-Gesetz umsetzen. Damals durften wir nur noch neutrale, weiße T-Shirts tragen. Es gab also durchaus Einschränkungen und Sanktionen. Aber keine, die uns dauerhaft davon abhalten konnten, ins Stadion zu gehen.</p>
<p><strong>Aber wie wird eigentlich kontrolliert, ob jemand ein Stadionverbot hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das war in den Jahren 2013 und 2014, in der Zeit, als dieser Sicherheitsbeamte aktiv war. Es gab Einlassverbote, aber wie gesagt: maximal ein halbes Jahr. Es wurde nie wie in anderen Ländern gehandhabt, wo man jahrelang gesperrt wird oder sich während der Spiele bei der Polizei melden muss. So etwas gab es hier nicht. In Deutschland zum Beispiel gibt es spezielle Polizeieinheiten nur für die Fanszenen. Das sind oft Zivilbeamte, die sich unter die Gruppen mischen. Auch hier in Kolumbien hat man das versucht. Es gab Zivilpolizisten und wenn wir sie enttarnten, stand dann meist gleich ein Polizeiwagen in der Nähe. Aber wir haben begonnen, uns diese Räume wieder zurückzuerobern. Wir arbeiten aktuell daran, ein rechtliches Fundament zu schaffen, mit Rechten und Pflichten.</p>
<p><strong>Neben den Auswärtsspielen in der Liga begleitet ihr das Team auch bei internationalen Turnieren wie der Copa Libertadores?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Fanszene von Millonarios ist wirklich sehr engagiert. Wenn das Team auswärts spielt, sind wir fast immer dabei, unabhängig vom Ort. Leider ist es der Verein selbst, der dem nicht gerecht wird. Unser Wunsch ist es, dass Millonarios ein wirklich wettbewerbsfähiger Club ist, ein Verein, der dem Niveau seiner Fans entspricht.<br />Wir als Fans sind immer bereit, die Mannschaft überallhin zu begleiten. Sei es innerhalb Kolumbiens oder auch zu internationalen Spielen, zum Beispiel nach Europa oder in die USA, wenn dort Freundschaftsturniere stattfinden. Leider tritt das Team bei hochkarätigen Wettbewerben in Südamerika, wie der Copa Libertadores, nicht auf dem sportlichen Niveau auf, das wir uns wünschen würden. Aber unabhängig davon: Wir reisen überallhin mit. Die Fahne wird immer hochgehalten.</p>
<p><strong>Wie gelingt es euch, an solchen Spielen teilzunehmen – angesichts der weiten Entfernungen und </strong><strong>der hohen Reisekosten in Südamerika?</strong></p>
<p>Die Antwort liegt im Fanatismus, in der tiefen Verbundenheit mit dem Verein. Viele opfern sehr viel. Sie kündigen ihre Jobs, lassen ihre Familien zurück, nur um ihrem Herzensclub hinterher zu reisen. In den meisten Fällen läuft das über Selbstorganisation, jeder trägt seine Kosten selbst. Innerhalb der einzelnen Fangruppen („Parches“) gibt es aber auch finanzielle Solidarität. Es werden gemeinsame Fonds organisiert oder Beiträge gesammelt, um Mitglieder bei den Reisekosten zu unterstützen. Das hängt immer von der jeweiligen Gruppe ab. In unserer Gruppe gibt es immer Unterstützung, es wird gesammelt, sobald eine Auswärtsreise ansteht. Natürlich ist die Höhe dieser Unterstützung abhängig von der Entfernung und dem Zielland. Aber wichtig ist: Es ist alles freiwillig. Niemand ist verpflichtet, zu zahlen oder zu reisen. Wer mitfährt, entscheidet das eigenverantwortlich und trägt grundsätzlich seine eigenen Kosten.</p>
<p><strong>Apropos Südamerika: Wir wissen, dass ihr seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit den </strong><strong>Fangruppen von River Plate aus Buenos Aires pflegt. Wie ist diese Beziehung entstanden und </strong><strong>wie bleibt sie trotz der Distanz lebendig? Wir haben gehört, dass Ende letzten Jahres eine große </strong><strong>Gruppe von euch zu Besuch in Argentinien war…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Verbindung zu River Plate – abgesehen davon, dass sie wie wir auch „Los Millonarios“ heißen – besteht schon sehr lange. Sie geht zurück auf die Zeit des „El Dorado“ im kolumbianischen Fußball, als viele argentinische Spieler wegen der damaligen Krise in Argentinien nach Kolumbien kamen. Damals entstand eine erste Nähe.</p>
<p>In den frühen 2000er-Jahren wurde die Beziehung dann vertieft, als River Plate zu Freundschaftsspielen nach Kolumbien reiste. Wir als Fangruppe haben damals beschlossen, sie zu begleiten und zu unterstützen. Viele unserer Gründungsmitglieder reisten in dieser Zeit auch nach Argentinien und so wurde ein enges Band zwischen den Gruppen geknüpft. Wir stehen heute in direktem Kontakt mit verschiedenen „Parches“ von River Plate, zum Beispiel mit den Jungs aus Entre Ríos. Auch wenn manche dieser Gruppen nicht die prominentesten sind, bieten wir ihnen immer Gastfreundschaft. Egal, ob sie nach Kolumbien kommen oder wir nach Argentinien reisen. Es ist eine gelebte Verbundenheit, eine echte Freundschaft, die nicht infrage gestellt wird, weil sie auf jahrzehntelangem Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.</p>
<p><strong>Wie läuft dieser Kontakt konkret ab? Kommen regelmäßig Personen aus Argentinien zu euch </strong><strong>oder reisen Mitglieder von euch nach Buenos Aires? Gibt es jemanden, der die Tickets organisiert </strong><strong>oder die Reise plant?</strong></p>
<p>Comandos Azules: Der Kontakt ist direkt und persönlich. Wenn beispielsweise jemand aus unserer Gruppe nach Buenos Aires reist oder ein River-Fan nach Bogotá kommt, wird das nicht als etwas Außergewöhnliches betrachtet. In der Regel handelt es sich um eine Art symbolische Vertretung der jeweiligen Gruppe, oft von den „Comandos“. Die jeweiligen Anführer kennen sich bereits seit vielen Jahren und auf beiden Seiten wird stets Gastfreundschaft gewährt. Es ist eine Freundschaft, die sich auf gegenseitige Unterstützung und Respekt gründet.</p>
<p>Ein Beispiel: Bei Spielen wie dem, bei dem auch jemand von euch dabei war, sind die Tickets oft schon lange ausverkauft. Aber durch die engen Verbindungen ist es manchmal trotzdem möglich, noch Karten zu bekommen oder Zugang zu Bereichen zu erhalten, die normalerweise für Touristen oder Außenstehende verschlossen bleiben.</p>
<p>Das ist wie ein stilles Abkommen, eine langjährige Allianz zwischen beiden Gruppen. Selbst in Argentinien, wo das „Recht auf Einlassverweigerung“ (derecho de admisión) vielen Fangruppen stark zugesetzt hat, bleiben diese Kontakte bestehen. Und auch wir halten als Kollektiv weiterhin zusammen, unabhängig von staatlichem Druck.</p>
<p><strong>Habt ihr auch Freundschaften oder Verbindungen zu Fangruppen aus anderen Ländern? Zum Beispiel kursierte mal ein Foto mit einer Darmstadt-Fahne (Deutschland) zusammen mit Millonarios-Fans…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das Foto, das du erwähnst, steht nicht direkt in Verbindung mit unserer Gruppe, den Comandos Azules. Es handelt sich wahrscheinlich um Millonarios-Fans, die unabhängig von der organisierten Barra Kontakte zu anderen Fangruppen geknüpft haben. Aber das geschah nicht offiziell oder im Namen der Comandos Azules, also nicht durch unsere Struktur oder Führung. Deshalb kann man solche Kontakte eher als einzelne, lose Freundschaften betrachten, nicht als echte, über Jahre gewachsene Allianz wie die mit River Plate, bei der es viele belegbare gemeinsame Erlebnisse und Verbindungen gibt. Was solche Flaggenfotos betrifft: Ja, es sind Fans, aber sie gehören nicht offiziell zur Barra Brava oder unserer Gruppe.</p>
<p>Natürlich haben wir im Laufe der Zeit auch andere freundschaftliche Begegnungen mit Fans aus anderen Ländern gehabt. In Brasilien zum Beispiel hatten wir einmal sehr guten Kontakt zur Fangruppe The Fiel von Corinthians. Allerdings pflegen diese eine deutlich engere Verbindung zu América de Cali, da es Überschneidungen bei den Spielern gab. Einige, die bei Corinthians gespielt haben, waren zuvor oder später bei América.</p>
<p>Solche Konstellationen schaffen dann für uns eher eine Distanz, weshalb sich diese Verbindung nicht weiter vertieft hat. Das heißt nicht, dass wir nur mit River Plate befreundet sind. Es gibt auch einzelne Gruppen (Parches), die Freundschaften mit Fans in Paraguay oder Chile haben, zum Beispiel mit der U de Chile. Dort besteht tatsächlich eine enge Verbindung auf Gruppenebene.</p>
<p>Insgesamt lässt sich sagen: Diese Freundschaften entstehen nicht zwischen zwei Vereinen im klassischen Sinne, sondern vielmehr zwischen den jeweiligen Fangruppen, den Parches. Und das entwickelt sich meist aus Begegnungen, etwa bei Turnieren wie der Copa América oder anderen internationalen Events.</p>
<p><strong>Nach den Freunden fehlen jetzt die Feinde. So wie wir, habt auch ihr mehrere Rivalen. Was könnt ihr dazu sagen? Wer ist aktuell euer größter Rivale?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das ist eine Frage, die uns unser ganzes Leben lang gestellt wird – bei jeder Umfrage, in jedem Interview: Wen hasst ihr am meisten? Aber innerhalb unserer Gruppe gibt es niemanden, den wir mehr hassen als andere. Wir haben nie echte Freundschaften mit anderen Fanlagern geschlossen und deshalb sind sie für uns im Prinzip alle gleich. Natürlich gibt es Fangruppen, mit denen wir deutlich mehr Konflikte hatten, mit Toten und Verletzten.</p>
<p>Wenn wir es also in eine Rangliste fassen müssten: Ja, wir verachten sie alle, aber wenn es darum geht, mit wem es die tiefsten Feindschaften gibt, dann stehen unangefochten die aus Cali und Atlético Nacional ganz oben.</p>
<p>Was Cali betrifft: Sportlich gesehen ist es die einzige Mannschaft, die uns in gewisser Weise dominiert. Ihre Denkweise ist unserer sogar relativ ähnlich, was ihre Struktur und Organisation angeht und das macht die Rivalität umso intensiver. Der Hass entsteht aus dem sportlichen Wettbewerb, aus dem Kampf um die Tribüne, aus den Choreografien, den Bannern – alles ist auf Augenhöhe.</p>
<p>Mit Nacional ist es etwas anderes. Sie sind sportlich weit von uns entfernt, auch in puncto Fanszene. Ihre Fangruppen hängen stark von mafiösen Strukturen und externen Faktoren ab. Im Gegensatz zu uns, die völlig selbstorganisiert sind. Deshalb stehen diese beiden Fangruppen bei uns ganz oben auf der Liste der meistverachteten.</p>
<p>Aber ehrlich gesagt, wir haben mit Allen rivalisierende Beziehungen. Ob bei Aufmärschen, Choreos, Pyroaktionen oder Festen, wir setzen Maßstäbe. Und wenn andere da mithalten wollen, müssen sie sich zusammenschließen, um überhaupt annähernd an unser Niveau heranzukommen.</p>
<p>Und dann ist da noch Santa Fe. Santa Fe ist unser klassischer Stadtrivale. Bogotá hat vier große Fangruppen, aber Nacional und América de Cali sind deutlich größer als Santa Fe. Trotzdem ist Santa Fe der ewige lokale Gegner, aber sie waren für uns nie eine ernstzunehmende Konkurrenz auf der Tribüne. In Sachen Straßenpräsenz, Auseinandersetzungen und echter Feindschaft treffen wir zwar häufiger auf Santa-Fe-Fans, aber die wirklich tiefen Rivalitäten leben mit anderen Gruppen. Santa Fe ist uns da emotional und ideologisch ziemlich fern.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Gibt es eine besondere Anekdote oder Geschichte, die ihr mit unseren Leserinnen </strong><strong>und Lesern teilen möchtet? Ein unvergessliches Spiel, ein Moment, der euch geprägt hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Für mich als Fan war es ganz klar, als wir unseren 14. Meistertitel gewonnen haben. Es waren 28 Jahre ohne Titel und ich selbst war davon schon zwölf bis 15 Jahre als treuer Fan dabei. Aus dieser langen Durststrecke endlich herauszukommen, war für mich etwas Unglaubliches. Eine Finalpartie zu erleben und sie auch noch zu gewinnen, war unbeschreiblich. Alles, was auf der Tribüne passiert ist: die Pyrotechnik, die Atmosphäre, die Anspannung, die emotionale Achterbahnfahrt. Es gab auch Fehler bei der Pyro, Momente höchster Nervosität und Anspannung. Aber am Ende haben wir das Finale im eigenen Stadion gewonnen. Ich würde sagen: Für mich war das einer der bedeutendsten Momente meines Lebens als Fan. Damals war ich zudem für die Instrumente verantwortlich. Ich habe während des gesamten Spiels die Musik koordiniert und gespielt. Es war einfach wunderschön, die ganze Partie musikalisch zu begleiten und so ein Teil dieser Emotion zu sein.</p>
<p>Ein weiterer großartiger Moment war ein Auswärtssieg gegen Santa Fe, als wir als Fans inkognito im Stadion waren und die Mannschaft dort den Sieg feierte. <br />Ohne Genehmigung, ohne offizielle Fanpräsenz – ein Erlebnis, das sich tief eingeprägt hat.</p>
<p>Aber wenn ich es abwägen müsste: Der Moment, als wir die 28-jährige Titellosigkeit beendet haben, wiegt emotional deutlich mehr als der Auswärtssieg gegen Santa Fe in unserer eigenen Stadt.</p>
<p>Damals mussten wir buchstäblich kämpfen, um überhaupt in die Nähe des Stadions zu kommen. Wir standen nur ein paar Blocks vom Estadio Azul entfernt, demselben Stadion, in dem wir unser erstes großes Finale erlebt hatten. Solche Erlebnisse machen all die Opfer lohnenswert, die man für diese Fanliebe bringt. Für Millonarios, für den Aufbau einer wahren Fankultur. Gerade in einem Land wie Kolumbien, wo man Fangruppen oft pauschal mit Gewalt und Drogen assoziiert, ist es wichtig zu zeigen: Für uns ist das ein Lebensstil. Und ihn auf positive Weise zu leben, das ist der wahre Erfolg einer gut organisierten Fangemeinschaft.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/18_aUsGEholt-scaled.jpg" alt="" title="18_aUsGEholt" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/18_aUsGEholt-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/18_aUsGEholt-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/18_aUsGEholt-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/18_aUsGEholt-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-12043" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wenn die Politik den Dialog predigt und die Polizei den Knüppel tanzen lässt</strong></span></p>
<p>Erinnert ihr euch noch an den Dezember 2025? Die Schlagzeilen überschlugen sich: „Sieg für Fußball-Fans“ (WELT, 04.12.2025), „Dialog statt Konfrontation“ (NDR.de, 05.12.2025). Nach Wochen des Schweigens in den Stadien und dem bundesweiten 12-Minuten-Boykott, schienen die Herren und Damen Innenminister in Bremen plötzlich ganz zahm. Ulrich Mäurer (SPD) gab den weisen Moderator und sogar Hardliner wie Joachim Herrmann (CSU) schwafelten plötzlich von „Augenmaß“ und „Dialog“.</p>
<p>Man verkündete stolz: Keine personalisierten Tickets, keine flächendeckende Gesichtserkennung – vorerst. Ein Erfolg? Vielleicht auf dem Papier. Doch wer die Abschlussprotokolle der 224. IMK aufmerksam liest, erkennt schnell: Das war kein Rückzug oder Entgegenkommen, sondern eine Nebelkerze.</p>
<p>Während man bei der Überwachungstechnologie medienwirksam einen Gang zurückschaltete, wurde an anderer Stelle ein repressives Monstrum geschaffen: die „zentrale, unabhängige Stadionverbotskommission“. Was klingt wie eine neutrale Schiedsstelle, ist in Wahrheit der Versuch, Stadionverbote endgültig von jeglicher richterlicher Kontrolle zu entkoppeln.</p>
<p>Die Logik der IMK ist perfide: Man will „einheitliche Standards“. Im Klartext heißt das: Ein Stadionverbot soll künftig bundesweit am Reißbrett einer Behörde entstehen, noch bevor überhaupt ein Staatsanwalt die Akte gesehen hat. Die Unschuldsvermutung? Ein nettes Konzept für Jura-Erstsemester, aber laut IMK-Logik hinderlich bei der Kontrolle der Kurven. Wenn die Polizei „Erkenntnisse“ hat – egal wie dünn diese sind –, sollen die Vereine künftig per „Empfehlung“ dieser Kommission zur Sanktion gezwungen werden. Es lebe der Generalverdacht.</p>
<p>Besonders zynisch wird es, wenn man die vergangenen Monate betrachtet. Da die großen Gesetzesverschärfungen am Widerstand der Fanszenen und Vereine (ja, sogar DFL und DFB waren diesmal skeptisch) scheiterten, scheint die Polizei auf der Straße nun auf eigene Faust „nachzubessern“ oder die rückläufigen Fallzahlen aus der Vor-Saison 2024/2025 wieder aufzuhübschen. Denn trotz zunehmender Stadionbesucher nahm die Anzahl der eingeleiteten Verfahren von 6179 (2023/2024) auf 4.700 in der Saison 2024/2025 ab – einhergehend mit einer gleichzeitigen Reduzierung der Arbeitsstunden der Polizeibehörden um neun Prozent im gleichen Zeitraum.</p>
<p>Man nutzt jetzt exzessiv das Landespolizeirecht (PAG). Warum mühsam Straftaten nachweisen, wenn man einfach „präventiv“ ganze Busladungen aus Köln oder Paderborn auf der Autobahn abfangen und zurückschicken kann? Die IMK hat den Rahmen geschaffen: Indem sie das „Sicherheitsproblem“ künstlich am Leben erhält, liefert sie die ideologische Rechtfertigung für die Sippenhaft 2.0. In Bremen wurde auch das Hohelied der „Stadionallianzen“ gesungen – das vertrauensvolle Miteinander von Polizei, Verein und Fans. Doch wie dieses „Vertrauen“ aussieht, haben wir in Berlin gegen Schalke oder beim Bayern-Gastspiel in Dortmund gesehen. Wenn Einheiten am Einlass ohne Not Panik provozieren oder Reizgas in geschlossene Mengen sprühen, ist die „Allianz“ nichts weiter als eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit. In Berlin scheint man sowieso ohnehin jede Verhältnismäßigkeit abgegeben zu haben.</p>
<p>Die Innenministerkonferenz hat im Dezember 2025 nur deshalb eingelenkt, weil der Gegenwind aus den Kurven zu stark wurde. Doch sie sind nicht abgebogen. Sie fahren den repressiven Kurs nur jetzt auf dunkleren Nebenstraßen. Während sie in Talkshows den „Dialog“ feiern, wird in den Hinterzimmern an der bundesweiten Zentralisierung der Repression gearbeitet.</p>
<p>Lassen wir uns von den „Erfolgsmeldungen“ aus Bremen nicht einlullen. Unsere Antwort muss wie seit Jahren die gleiche sein: Wachsam bleiben, Fanhilfen unterstützen und jedes Mal laut werden, wenn sie versuchen, unsere Grundrechte im Namen eines phantomhaften Sicherheitsgefühls zu opfern. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mainz:</strong> Die Anhänger des 1. FSV Mainz 05 haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um an den Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft von 1982 zu erinnern. Ziel ist es, innerhalb von vier Wochen 30.005 Euro zu sammeln, um ein Replikat der Carl-Riegel-Trophäe anfertigen zu lassen und nach Mainz zu holen. Damit soll ein inzwischen etwas in Vergessenheit geratener und zugleich wichtiger Teil der Vereinsgeschichte wieder sichtbar gemacht und für kommende Generationen von Fans bewahrt werden.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Der VfL Bochum reagiert auf die Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Düsseldorf mit neuen Maßnahmen. Im Gästeblock kam es zum Einsatz von Pyrotechnik, bei der wohl mehrere Personen verletzt wurden, sowie zur Besetzung von Sitzplatzbereichen. Der Verein verurteilte die Vorfälle deutlich und kündigte an, die Vergabe von Auswärtstickets künftig stärker zu reglementieren, insbesondere bei der Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen. <br />Zudem wurde gemeinsam mit Stadt, Polizei und Feuerwehr ein Lenkungskreis gegründet, der weitere Maßnahmen für den Stadionbesuch erarbeiten soll.</p>
<p><strong>Dortmund:</strong> Bereits in der Ausgabe von letzter Woche (Ausgabe Nr. 12) berichteten wir über die Vorkommnisse der Partie des FC Bayern München bei den Schwarz-Gelben. Die Südkurve München hat auf ihrer Homepage die Geschehnisse chronologisch aufgearbeitet und übt dabei scharfe Kritik am Polizeieinsatz. Ausgangspunkt der Ereignisse war eine kleine Gruppe von Fans, die ohne Ticket in das Stadion gelangen wollte und dabei in eine Auseinandersetzung mit einem Ordner geriet. Die Polizei habe daraufhin circa 29 Fans eingekesselt, die später nach Personalienfeststellung ins Stadion gelassen werden sollten. Demnach eskalierte die Situation anschließend mehrfach durch das Vorgehen der Polizei. Im Stadionumlauf rückten Beamte kurz vor Spielbeginn in Formation auf wartende Fans vor und setzten Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein, wodurch zahlreiche Personen verletzt wurden. Eine weitere gewaltsame Auseinandersetzung hat kurz vor Spielende stattgefunden. Die aktive Münchener Szene stellt den Einsatz insgesamt als unverhältnismäßig dar und spricht von gezielter Eskalation durch die Polizei, auch wenn das Verhalten einzelner Fans beim Einlass als Auslöser der Situation benannt wurde.</p>
<p><strong>Stuttgart:</strong> Das Commando Cannstatt organisierte zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester ein Konzert mit dem Namen „Klassik trifft Kurve’’. Mit rund 1.800 Anhängern des VfB Stuttgart gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester verband das Konzert klassische Musik mit Stadiongesängen der Cannstatter Kurve. Neben Kompositionen bekannter Klassik-Stücke wurden auch Vereinslieder und Fangesänge orchestriert gespielt, während die Fans lautstark mitsangen. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von Mitgliedern des Commando Cannstatt und dem Sänger Philipp Volksmund. Die Einnahmen des Abends fließen in ein gemeinsames Bildungs- und Sozialprojekt der VfB-Stiftung „Brustring der Herzen“ und des Kammerorchesters.</p>
<p><strong>Gera:</strong> Die Gruppe WismutSzene 51 veröffentlichte eine Stellungnahme und kritisierte den Polizeieinsatz rund um das Heimspiel gegen FSV Wacker 90 Nordhausen. Trotz kooperativen Verhaltens sei es bereits beim Fantreffen, am Hauptbahnhof und später im Stadion zu zahlreichen Kontrollen und Maßnahmen gekommen, die willkürlich und unverhältnismäßig waren. Personen wurden aus der Gruppe gezogen, durchsucht und teils mit Zwangsgriffen kontrolliert. Zudem wurde einzelnen Fans zeitweise die freie Bewegung im Stadion eingeschränkt und auch Sanitäranlagen durften nur unter Aufsicht ersucht werden. Die Gruppe spricht von überzogenen Maßnahmen, gerade in einem Bereich wie dem Heimstadion, in dem man sich grundsätzlich frei bewegen darf und fordert eine kritische Aufarbeitung, betont aber zugleich, dass es nicht um eine Opferrolle gehe, sondern um die Dokumentation des Vorfalls und mögliche weitere Schritte.</p></div>
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		<title>Ausgabe 12: Bielefeld</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-12-bielefeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_27 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_28 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_29 et_pb_bg_layout_light" href="#gedanken">3. Gedankenaustausch</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_30 et_pb_bg_layout_light" href="#tellerrand">4. Blick über den Tellerrand</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_31 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">ein Sieg und ein Unentschieden konnten seit der letzten Ausgabe gegen die abstiegsbedrohten Vereine aus Magdeburg und Fürth eingefahren werden. Sorgte das Spiel gegen Magdeburg noch für große Euphorie im Stadion, war der letzte Samstag in Franken eher ernüchternd. Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft auf dem richtigen Weg. Heute drei Punkte und dann mit breiter Brust in die sogenannte Crunchtime gegen die Konkurrenten um den direkten Aufstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Talsohle in Sachen Stimmung der Nordkurve Gelsenkirchen scheint durchschritten zu sein. Nach den für unsere Verhältnisse schwachen Auftritten gegen Braunschweig, Kaiserslautern und Bochum konnten wir in den letzten Spielen endlich wieder mehr überzeugen. Klar, Luft nach oben ist immer, dennoch geht der Trend wieder in die richtige Richtung. Überhaupt ist es schön zu sehen, dass das Thema Stimmung auch außerhalb unserer Bubble zu Diskussionen führt. Noch schöner ist es, dass wir seit langer Zeit mal wieder eine externe Antwort auf einen Gedankenaustausch erhalten haben, die sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandersetzt. Nutzt diese Rubrik, um eure Gedanken rund um die Fußball- und Ultrawelt mitzuteilen und schreibt uns unter </span><a href="mailto:blauerbrief@ultras-ge.de"><span style="font-weight: 400;">blauerbrief@ultras-ge.de</span></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiteres Highlight ist in dieser Ausgabe der zweite Teil des Interviews mit Comandos Azules aus Bogotá in Kolumbien. In diesem Interview findet ihr völlig neue Eindrücke aus einer Ultrakultur, die mit unserer nicht zu vergleichen ist, und die so auch noch nicht in deutschen Fanzines abgedruckt waren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit Bielefeld haben wir heute einen Gegner auf den Rängen, dessen Kurve sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt hat. Weder die Mannschaft auf dem Feld noch wir in der Kurve sollten heute also die Ostwestfalen unterschätzen. Es gilt, von Anfang an für klare Verhältnisse zu sorgen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieser Moment vor vier Wochen, als sich das Stadion zum Supportstart der Dresdner erhob, weil es sich niemand gefallen lassen wollte, von den schwarzgelben Bastarden an die Wand gesungen zu werden – das sind genau die Momente, die Schalke ausmachen. Wenn zumindest die Kurve jedem Gegner mit dieser Motivation entgegentritt, kann uns niemand aufhalten!</span></p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_27">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH 5:3 (2:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie schon zwei Wochen zuvor gegen die Ossis aus Dresden schien die Staatsmacht den Köttel in der Hose zu haben und fuhr sichtlich dick auf. Inwieweit die Ereignisse vor einigen Wochen bei Magdeburg vor der Heimkurve mit rein spielten, lässt sich sicherlich nur spekulieren. Jedenfalls war das Bullen-Aufgebot wieder mal völlig überzogen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Nordkurve wurde die Vorfreude der Schalker deutlich, als wir 20 Minuten vor Anpfiff das alte Lied „La la lala laa … Schalke“ auf Indianer Jones erklingen ließen. Große Teile stiegen direkt ein und es kam auch sofort Bewegung in den Block. Zugegebenermaßen sorgte sogar der wieder einmal auftretende Sänger der Band „The Florians“, der „Königsblauer S04“ zum Besten gab, für gute Stimmung – der Schalker an sich ist halt schnell zu begeistern. Das Steigerlied ging nicht weniger schlecht nach vorne. Kurz vor Anpfiff zeigte ein lautes „Singen FC Schalke“, dass der Mob motiviert war.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nordkurve präsentierte sich im Oberrang mit anständigem Zaunfahnenbild und knallte bei Anpfiff „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ brachial laut heraus. Dem folgte ein „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ und „Schaa lalalaaaa … Schalke“, bei dem sogar das ganze Stadion einstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Keine Gelegenheit blieb ungenutzt, und wir hauten lautstark Lieder und Schlachtrufe wie „Wer geht zum HSV?“, „Auf geht&#8217;s Schalke, kämpfen und siegen“ und „Für deine Farben leben und sterben wir“ raus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Minute 13:12 ging plötzlich im Oberrang der Südkurve ein Spruchband hoch: „Ihr für uns &#8211; Wir für Euch! Sek SV immer dabei!”. Für einen Sekundenbruchteil ratterten sichtlich die Zahnräder bei jedem Ultrà in der Nordkurve. Aber dann dämmerte es: Unsere ausgesperrten Jungs hatten klammheimlich den Gruß vorbereitet und ins Stadion gebracht &#8211; ohne, dass irgendwer es mitbekam. Die Antwort aus der Kurve kam prompt mit einem extrem lauten Gruß zurück. Hammer Aktion, Brüder! Ein Zeichen, dass wir alle auch in harten Zeiten füreinander einstehen und uns nicht spalten lassen. Und als könnte es passender nicht sein, fiel einen Moment später das erste Tor für Schalke.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Leider kassierten die Blauen bereits in der 17. Minute den Ausgleich, was mit „Ole Ole … FC Schalke 04“ einen erneuten Jetzt-Erst-Recht-Moment auslöste. Nach einer halben Stunde kam es zu einem schönen Wechselgesang zwischen der linken und rechten Hälfte der Kurve. Eine Attacke durfte natürlich auch nicht fehlen. Als Dzeko das 2:1 erzielte, erklang „Unsere Fahnen wehn&#8216; im Wind“, welches bis zum Halbzeitpfiff gehalten wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir schickten die Mannschaft lautstark in die Pause und entsprechend motiviert kam sie zurück aufs Feld. Nach einem Handspiel von Magdeburg gab es einen Elfmeter, den Karaman souverän verwandelte. Nach dem 3:2 durch Magdeburg hielt die Nordkurve die Lautstärke hoch. Bei „Immer wieder S04“ musste sich niemand im Stadion bitten lassen und gefühlt stiegen alle Schalker mit ein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem 04. Treffer unserer Mannen auf dem Platz folgte ein heftiges „Ins Stadion geh&#8217;n“, bei dem bestimmt auch der ein oder andere Pappbecher Bier nicht seiner eigentlichen Nutzung zugeführt wurde. Im gesamten Stadion schwangen die Schalker nach dem kurz darauf folgenden 5:2 die Schals zum Triumphmarsch aus Verdis „Aida“. Wie selbstverständlich machte auch jeder beim „Mythos vom Schalker Markt“ mit. Rund zehn Minuten vor Schluss animierten unsere Vorsänger das Stadion zu „Asoziale Schalker“, was gerne angenommen wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Magdeburg auf 5:3 verkürzte, schien es, als hätten sich einige Schalker bereits ausgepowert, was sich in der Stimmung etwas niederschlug. Vielleicht war das etwas zu wenig für fünf Tore.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Abpfiff wurde noch die Mannschaft in die Kurve gerufen, um sich zusammen auf die finale Phase der Saison einzustimmen. Nur als Einheit, auf dem Platz und den Rängen, ist das Maximum möglich. Deshalb ist es dort und hier an jedem Einzelnen, das letzte Körnchen aus sich herauszuholen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als die Sachen gepackt waren, wurde noch ein Foto mit dem bereits erwähnten Spruchband für unsere ausgesperrten Brüder gemacht. Jungs, bleibt standhaft! Ihr für uns &#8211; Wir für Euch!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Magdeburg erschien wie gewohnt ohne Fahnen, Schwenker oder Doppelhalter. Somit war die starke Schalparade zu Beginn des Spiels das optische Highlight. Im Unterrang war die 1. FC Magdeburg-Zaunfahne zu sehen, sowie die CHWDP-Fahne und die Block U-Fahne im Oberrang. Die obligatorische DDR-Fahne fehlte natürlich auch nicht. Auch wenn die letzten Auftritte  besser in Erinnerung geblieben sind, kann die Stimmung ansonsten durchaus als gut bezeichnet werden. Denn trotz unserer eigenen Lautstärke war der Magdeburger Gästeanhang immer wieder zu vernehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein großer Dank geht an unsere Freunde aus Nürnberg, Enschede und Gladbach, die uns unterstützt haben!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>SpVgg Greuther Fürth GmbH &amp; Co. KGaA – FC Schalke 04 e.V. 1:1 (1:0)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen war die Gemütslage auf Schalker Seite mal wieder bestens und man konnte als Tabellenführer zum Schlusslicht nach Fürth fahren. So machte sich ein motivierter Haufen der aktiven Szene mit einigen Bussen auf den Weg in den Süden der Republik. Die Fahrt wurde mit einigen Bierchen und einem gelungenen Bingo-Spiel mit attraktiven Preisen kurzweilig gehalten. Pünktlich kamen wir am Sportpark Ronhof an und positionierten uns über die gesamte Breite des Gästeblocks. Vor dem Spiel testeten wir ein Lied, welches wir vor geraumer Zeit schon probiert haben. Mal schauen, ob es sich in Zukunft weiter durchsetzen kann. Diesbezüglich sind wir in den letzten Monaten wieder auf einem guten Weg. Daran gilt es auch künftig zu arbeiten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir läuteten das Spiel mit einer Rauch- und Pyroshow ein. Über den gesamten Steh- sowie Sitzplatzblock kamen einige Rauchtöpfe ans Tageslicht, welche den Gästesektor in unsere schönen Vereinsfarben hüllten. Die passenden weißen Bengalen rundeten die Aktion ab und so sorgten wir über die gesamte Breite des Blocks für ein sehr schönes Bild. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nordkurve wirkte direkt on point und wir starteten lautstark ins Spiel. Angetrieben von drei Vorsängern konnte oftmals der gesamte Gästeblock motiviert werden. Den ersten Dämpfer bekamen wir mit dem schnellen Gegentor in der zwölften Minute. Trotzdem hängten wir uns weiterhin rein und versuchten mit abwechselndem Liedgut auch immer wieder die anderen Schalker im Stadion mitzunehmen. Wie gewohnt hatten sich einige Blau-Weiße mit reichlich Karten außerhalb des Gästeblocks eingedeckt. So hatten wir eigentlich immer die Stimmungshoheit im Stadion.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Jungs auf dem Grün taten sich heute offensiv sehr schwer und kamen trotz viel Ballbesitz selten zu größeren Chancen. Es galt also für die Nordkurve weiter Gas zu geben und das Zünglein an der Waage zu sein. Erst spät in der zweiten Halbzeit konnten wir dann doch noch belohnt werden, als Ljubicic mit einem astreinen Fernschuss den verdienten Ausgleich in die Maschen hämmerte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Support war auch über die zweite Hälfte weiterhin sehr solide und gerade nach dem Tor wollten wir natürlich nochmal alles reinwerfen, um den erlösenden Siegtreffer ins Tor zu schreien. Die Anspannung war allerdings bei allen Schalkern zu spüren und diese dämpfte dann leider etwas die Unterstützung, da einfach jeder auf Teufel komm raus diese drei Punkte wollte. Erwähnenswert aus Hälfte zwei ist definitiv das neuere Lied „S04, du ganz allein“. Einfacher Text, leichte Melodie und es findet immer mehr Anklang in der Kurve. So darf es gerne weitergehen. Alles in allem ein ordentlicher Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen. Es war zwar aufgrund des Spielverlaufs noch viel Luft nach oben. Dennoch gab es viele gute Momente, in denen die Kurve voll da gewesen ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Mannschaft kam nach Abpfiff noch an den Zaun und mit “Auf gehts Schalke, kämpfen und siegen” verabschiedeten wir die Jungs und gaben Kraft für die nächsten wichtigen Aufgaben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gegenseite startete ebenfalls mit einer Pyroshow ins Spiel, was im Zusammenspiel mit dem Fahnenmeer und dem großen Spruchband vorne ganz gut aussah. Die Heimkurve schien sich im Vergleich zum letzten Mal etwas breiter aufgestellt zu haben und somit war immer wohl Bewegung zu sehen. Trotzdem hauen die einen mit ihrem kleinen Haufen weiterhin nicht vom Hocker. Es kam gesanglich absolut nichts bei uns an, weil gefühlt keiner außerhalb des Ultra-Kerns Lust hat, sich am aktiven Support zu beteiligen. Dennoch eine kleine Verbesserung zum letzten Mal.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Spiel in Fürth wurden wir von vielen Nürnberger Freunden unterstützt. Vielen Dank für euren wirklich starken Support! Ebenso nahmen Jungs aus Enschede die lange Bustour mit uns auf sich. Bedankt Mannen!</span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vergangenes Wochenende spielte der Glubb bei unseren Nachbarn in Bochum. Ein Spielbericht zu diesem kleinen Ausflug folgt am Ende der aktuellen Lage.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Letzten Sonntag stand Auswärtsspiel Nummer zwei in Folge auf dem Terminplan. Der Kick bei der Berliner Hertha ging mit 2:1 unglücklich verloren. Der Siegtreffer für die Hauptstädter fiel erst in der 88. Minute. Der Auswärtsblock zeigte zu Beginn ein großes FCN-Logo, bestehend aus Pappen und Fahnen über den kompletten Unterrang verteilt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Morgen empfängt man in Nürnberg die Düsseldorfer Fortuna, ehe eine Woche später das weiteste Auswärtsspiel der Saison in Kiel ansteht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">VFL Bochum &#8211; 1. FC Nürnberg e.V. 1:1 (0:1)</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Start des 23. Spieltags trat der Glubb beim VfL aus Bochum an. Erwartungsgemäß nutzten viele Schalker die Möglichkeit für einen Freundschaftsbesuch in der Nachbarstadt. Nachdem am Gästeparkplatz die Busse pünktlich in Empfang genommen wurden, ging es eingekesselt von der Staatsmacht zu der wahrscheinlich schlechtesten Einlasssituation der Liga. Wenig überraschend hat sich seit unserem Gastspiel an dieser wenig geändert, sodass der Block erst kurz vor Anpfiff zu den Klängen Herbert Grönemeyers betreten wurde. Nürnberg positionierte sich mit Trommeln, Vorsängern und Tifo über die gesamte Breite des Gästestehers und -sitzers. Diese Aufteilung sollte sich definitiv auszahlen. Denn mit dem ersten Gesang und den dazu angerissenen Fackeln der BDA war der Block wortwörtlich angezündet und peitschte den Club nach vorne. Ehrlicherweise sprang der Funke nicht wirklich auf die Mannschaft über und somit waren die Blicke des Gästeanhangs umso verwunderter, als der Ball kurz vor dem Pausentee im Bochumer Kasten zappelte.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Anschluss war die Stimmung sehr losgelöst und es wurde bis zur Halbzeit gefeiert, ehe es noch einige Schmähungen in Richtung der Roten auf der Heimseite gab. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Halbzeit wurde nahtlos an die erste Hälfte angeschlossen und mit einem sehr guten Mix zwischen Klassikern und neueren Liedern die rot-schwarzen Farben vertreten. Der unnötige Elfmeter zum 1:1 führte dabei nur zu einem kurzen Dämpfer. Mit dem Einsetzen der Schlussphase wurde die Mannschaft geschlossen und lautstark vors gegnerische Tor getrieben. Leider blieb es aber beim 1:1. Insgesamt kann man auf einen gelungenen Auftritt zurückblicken. Nach dem Spiel wurden die Freunde noch zu den Bussen begleitet und verabschiedet, wobei in einigen Fällen der Abschied nicht lange währte, da man sich ja am nächsten Tag bereits wieder sah. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zur Heimseite kann man heute nicht viele Worte verlieren. In meinen Augen war der Auftritt definitiv schlechter als vor vier Wochen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 18. Februar jährte sich die Gründung der Supportersvereniging VAK-P Enschede bereits zum 35. Mal. Auf diesem Wege nochmals die besten Glückwünsche. Zu diesem Ereignis präsentierten unsere Brüder selbstverständlich eine Choreo beim Heimspiel gegen den FC Groningen. Über den Vak-P wurde eine Blockfahne gezogen. Zwischen den Jahreszahlen 1991 und 2026 war ein vermummter Obelix mit Schlagknüppel dargestellt. An der Balustrade hing ein Spruchband mit der Aufschrift: „Grondleggers, eigenzinnig, kritisch en brutaal, wie bint al 35 joar loyaal!“. Abgerundet wurde das Ganze durch rote und gold glänzende Luftschlangen. Die Mannschaft auf dem Rasen tat ihr Bestes, um den Tag positiv abzurunden. Twente schlug Groningen mit 2:1. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bereits in der Woche danach stand wieder ein Heimspiel für unsere Freunde an. Und auch hier wurde wieder einmal eine Choreo präsentiert. Im Oberrang wurde mit roten und weißen Papptafeln „Twente“ dargestellt. Der Unterrang wurde mit kleinen Schwenkern in Vereins- und Stadtfarben gefüllt. Vom Oberrang hing das passende Spruchband: „Alles geven, voor onze liefde, aait vedan voor onze club!“.  Die Tukkers überzeugten ebenfalls erneut und schlugen Feyenoord mit 2:0. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach den jüngsten Ergebnissen sind es nur noch zwei Punkte die den FCT zu einem direkten Qualifikationsplatz für Europa fehlen. Es folgt das Auswärtsderby bei den Eagles aus Deventer und das Heimspiel gegen den FC Utrecht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Keine großen Neuigkeiten vom Balkan. Recht überraschend ist Vardar im Viertelfinale des mazedonischen Pokals im Elferschießen gegen einen Zweitligisten rausgeflogen. Als wir uns gerade auf dem Weg nach Fürth befanden, stand das Ligaspiel auswärts beim FC Struga am Ohridsee statt. Wie fast immer durfte Komiti dorthin nicht anreisen und verfolgte das 1:1-Unentschieden daher in Skopje in den Kafanas. Nun stehen noch zwei Ligaspiele, unter anderem gegen den Verfolger Shkendija und in Kratovo, auf dem Programm. Beide Partien finden jedoch an normalen Wochentagen zur Mittagszeit statt. Spannend wird es daher erst wieder Mitte März, wenn der Spielplan für die restliche Saison veröffentlicht wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jeder, der die Entwicklung der Ultras-Bewegung in Italien verfolgt, weiß, dass die dortigen Fans schon seit Jahren mit erheblichen Repressionen, Strafen und willkürlichen Maßnahmen zu kämpfen haben. Angefangen bei zehnjährigen Stadionverboten, über nicht nachvollziehbare Reiseverbote bei Auswärtsspielen bis hin zu Spielverlegungen aus fadenscheinigen Gründen zwei Tage vorm Spiel. Die Intention der Staatsgewalt ist klar: Die Leute sollen wegbrechen, die Lust verlieren und klein gehalten werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass sich Ultras verschiedener Vereine in Italien an einen Tisch setzen, ist, um ehrlich zu sein, eher eine Seltenheit. Zu groß die Unterschiede, zu groß die eigenen Interessen. Für einen gemeinsamen Weg gegen die Repressionen konnte man sich nun aber einigen und so haben sich letzte Woche die Gruppen vereinsübergreifend auf eine Petition verständigt, für die bei den kommenden Spielen Unterschriften gesammelt werden. Auch ein gemeinsamer Protestmarsch ist in Planung. Die Petition, die dem Parlament übergeben werden soll, enthält die folgenden Punkte:</span></p></div>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>D</b><b>er Fußball gehört den Menschen</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Forderungen an das Parlament:</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Leistungsorientierte Meisterschaften (Nein zu B-Mannschaften)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Erschwingliche Preise</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Spielzeiten und Terminkalender, die Rücksicht auf Arbeitnehmer nehmen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schutz von Auswärtsfahrten und Schutz der Bewegungsfreiheit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Abschaffung des „Codice di Gradimento“, ein “Verhaltenskodex”, der unabhängig von geltenden Gesetzen vom Stadionbetreiber gegen Fans durchgesetzt werden kann</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Freie Fankultur und Nutzung von Fan-Utensilien</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Stopp von ungerechten und unverhältnismäßigen Maßnahmen (wie zum Beispiel Stadionverbote ohne direkten Fußballkontext)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Bekämpfung von Mehrfachbesitz (Eigentümerschaft mehrerer Vereine durch dieselbe Person/Firma)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich ist die Tendenz für Salerno leider weiterhin negativ. Mit der 0:1 Niederlage beim Heimspiel gegen Monopoli und dem in weite Ferne rückenden direkten Aufstieg musste Trainer Raffaele nun seine Koffer packen. An seine Stelle rückt Serse Cosmi, der unter anderem vorher in Crotone und Perugia trainiert hat.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das erste Spiel unter dem neuen Trainer bestritt die Salernitana vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen Catania. Mit 12.000 Zuschauern war das Stadion vergleichsweise gut gefüllt, die Fans konnten aber leider keinen Sieg ihrer Mannschaft feiern und so trennte man sich 0:0 Unentschieden.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_29">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_29  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Wir freuen uns endlich Mal wieder eine externe Antwort in dieser Rubrik erhalten zu haben. Der “Gedankenaustausch” ist eine Rubrik, in der jeder die Möglichkeit hat, seine Gedanken rund um die Fußball- und Ultráwelt mitzuteilen oder auf vergangene Texte zu antworten. Die Texte entsprechen also nicht zwangsläufig der Meinung und Ansichten von Ultras Gelsenkirchen. Schickt eure Gedanken einfach an blauerbrief@ultras-ge.de</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Antwort auf „Im Stimmungstief oder die Last des Führenden?” aus der Ausgabe 10.</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glück auf,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">hab es leider ein paar Tage vor mir her geschoben, aber jetzt doch etwas verfasst als Antwort auf die Gedanken von Max:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses der BB-Ausgabe gegen Dynamo erfreute ich mich an der Wiederbelebung der aus meiner Sicht leider viel zu selten genutzten Rubrik „Gedankenaustausch“. Beim Blick auf das Thema habe ich mit zustimmendem Nicken und dem Gedanken „endlich sagt’s mal einer“ die ersten Worte des Texts von Max gelesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch ich nehme Lethargie, Antriebslosigkeit und fehlenden Willen bei der Unterstützung der Mannschaft wahr. Doch noch im ersten Absatz wandelte sich das Nicken in einen skeptischen Gesichtsausdruck. Unabhängig von wo aus genau Max in die Gesichter vieler Schalker schaut, so ist es bei mir nicht notwendig, mich umzudrehen, um diese Lethargie (oder in meinen Worten: „fehlende Ausgelassenheit“) und den fehlenden Willen zu sehen. Aus meiner Perspektive sehe ich auch &#8211; ohne ein besonderes Augenmerk darauf richten zu müssen &#8211; VOR mir bei Klatsch- und Hüpfeinlagen absolut nicht den Armeinsatz und die Bewegung, die ich mir von der Nordkurve Gelsenkirchen wünsche. Aber genau dort ist es entscheidend, davon bin ich überzeugt. Wenn ich sehe, wie alle Leute vor mir die Arme heben, wenn ich sehe, wie alle Leute vor mir sich einhaken (und dann auch noch wirklich hüpfen..), dann brauche ich mich doch gar nicht erst umdrehen. Ich tue es ihnen gleich und bin sicher, dass der Typ hinter mir sich das Gleiche denkt und genauso handelt. Wie geil wäre es, wenn wir alle unseren FC Schalke 04 nach vorne schreien?! Dabei ist es mir auch wumpe, ob die Augen dabei geschlossen oder offen sind. Viel wichtiger ist es doch, dass wir unsere Farben, unseren Verein und unsere Kurve so repräsentieren, wie es dieser glorreiche, königsblaue Verein verdient hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Tippen der Aufzählung im letzten Satz hatte ich auch „unsere Werte“ im Kopf. Zu Papier gebracht habe ich es dann aber doch nicht. Wieso nicht? Weil ich nicht weiß, ob es wirklich dieselben Werte sind, da bin ich ehrlich. Ich fühle mich erinnert an eine Aussage aus dem Erlebnis Fußball-Interview mit Erfordia Ultras (hier: Teil 2 in Ausgabe 92). Dort heißt es:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Der deutschen Ultrabewegung ist sicher nicht gutgetan, sich zwangsläufig in diese Hooltra-Richtung zu entwickeln und mit jeder Repression immer zu versuchen, noch einen Schritt radikaler zu werden oder sich vielleicht aus dem Stadion weg zu entwickeln. Wenn supporten, Fahne schwenken und in der ersten Reihe rumhüpfen für die Leute irgendwann Kindergarten geworden ist und man belächelt wird, dann ist das Verständnis von Ultra gescheitert. Das ist eine interessante Phase, in der sich manche Szenen so befinden. Wo die Gruppen aus meiner Sicht schon gefragt sind, auch mal einen Riegel vorzuschieben und zu sagen, dass wir uns als Ultras definieren. Gewalt ist natürlich ein Teil von Ultra, aber es darf sich nicht so sehr darauf fokussiert werden, wer den krassesten Haufen stellt und die coolsten Kickboxer hat, sondern das, was im Stadion passiert, ist halt auch ein großer und sehr wichtiger Teil.“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht unterscheiden sich nämlich die Werte und das Idealbild, das die Nordkurve Gelsenkirchen nach außen zeigen soll, innerhalb der Kurve? Vielleicht wird das Bild einer „starken“ Kurve in so manchem Kopf inzwischen viel mehr auf der Straße definiert als auf den Rängen? Vielleicht ist es in Gesprächen rund um den Spieltag inzwischen wichtiger, wer wen wann und wo angegriffen hat als wer ein neues, kreatives Lied in der eigenen Kurve etabliert hat? Ich habe bewusst Fragen formuliert, jeder von euch wird eigene Antworten auf diese haben oder auch nicht. Vielleicht darf ich ja in der nächsten Ausgabe einige davon lesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jan</span></p></div>
			</div><div id="tellerrand" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_30">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-scaled.jpg" alt="" title="09_Blick_über_de_Tellerrand" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-14627" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nachdem der erste Teil des Interviews mit Comandos Azules noch ein eher lockerer Einstieg war, geht es diesmal ans Eingemachte und Themen wie kriminelle Strukturen und der Einsatz von Waffen werden thematisiert. </span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Die Fußballwelt in Kolumbien lässt sich nicht mit der in Deutschland vergleichen. Eine Auswärtsfahrt hat dort ganz andere Herausforderungen als in unseren Gefilden. Freut euch daher umso mehr auf die Berichte aus Südamerika.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 2</span></span></p>
<p><b>In Kolumbien gibt es Städte, in denen die Situation fast militarisiert wirkt – dort haben Drogenkartelle oder mafiöse Strukturen das Sagen, etwa in Medellín oder Cali. In diesen Städten bestimmt die Mafia die Regeln – nicht der Staat oder die Polizei. Deshalb ist auch das Spannungsverhältnis zwischen den Barras in solchen Städten ganz anders geregelt: In Medellín zum Beispiel gibt es kaum Angriffe zwischen den Gruppen, weil die Mafia das nicht zulässt. Sie hat dort die Kontrolle. Wie ist es in Bogotá?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">In Bogotá ist das anders. Die Stadt ist sehr groß, hat eine Vielzahl an Einwohnern und dadurch auch viele konkurrierende kriminelle Gruppen, teilweise sogar mit staatlicher Duldung. Diese Vielzahl an Akteuren verhindert, dass eine einzelne Mafia direkten Einfluss auf die Barras nehmen kann. In manchen Fällen sind die Barras sogar mächtiger als lokale Gruppen der organisierten Kriminalität.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unseren Vierteln versuchen wir, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden, aber die Realität sieht so aus: In Städten wie Medellín oder Cali sind die kriminellen Strukturen historisch gewachsen, dort sind ganze Familien eingebunden &#8211; Väter, Onkel, Großeltern. In solchen Kontexten ist das Thema „Barra“ nicht relevant für den Alltag der Bevölkerung, die Mafia hat das letzte Wort.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá dagegen ist die Lage fragmentierter. In jeder Gruppe gibt es vielleicht zwei oder drei Personen, die mit bestimmten Netzwerken oder Handelslinien verbunden sind, aber sie handeln unabhängig, sind Mitglieder, nicht Befehlsempfänger. In Medellín und Cali dagegen funktionieren diese Strukturen wie eine eigene Regierung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá ist die Mafia nicht so kontrollierend gegenüber den Aktivitäten der Barras, wie das in anderen Städten der Fall ist. Das liegt daran, dass sie diese Kontrolle gar nicht ausüben kann, denn in Bogotá ist alles viel größer und dezentraler.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Unterschied dazu ist es in Medellín oder Cali anders: Wenn sich dort zwei Barras bekämpfen, „heizen sie die Suppe auf“ („calientan la olla“). Sie ziehen Aufmerksamkeit auf sich und das ist gefährlich für die Mafia, weil dann die Polizei eingreift und das Geschäft auffliegen könnte. Das ist das, was die Mafia dort am meisten schützt: den reibungslosen Ablauf ihres Geschäfts. Deshalb lassen sie dort keine internen Konflikte zu.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá dagegen arbeiten die kriminellen Gruppen teilweise Hand in Hand mit den Behörden. Einige Polizisten sind sogar auf der Lohnliste der Mafia, Teil des „kriminellen Apparats“. Und gerade deshalb passiert bei Konflikten zwischen Barras oft nichts, weil viele Mitglieder der Barras selbst Beziehungen zu diesen Gruppen haben, aber eben nicht direkt von ihnen abhängig sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt in Bogotá nicht den einen „großen Mafioso“, der alles kontrolliert, wie es in Medellín der Fall ist. Dort gibt es zum Beispiel die sogenannte „Oficina“, eine zentralisierte Struktur, der man sich besser nicht entgegenstellt. In Bogotá hingegen gibt es mehrere kleinere Bosse: einer lebt in den Bergen (Cerros), ein anderer im Süden, ein weiterer im Zentrum.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir, also die Mitglieder unserer Barra, schulden diesen Mafias keinen Respekt und keine Gefälligkeiten und genau deshalb können wir uns auch untereinander streiten, ohne dass es Konsequenzen hat. Es kommt vor, dass zwei verfeindete Gruppen im selben Viertel sitzen, vor derselben „Olla“ (Drogentreff), beim selben Dealer, aber sie können dort nichts machen, weil die Regeln der Szene das nicht erlauben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Seit wann gibt es keine Gästefans mehr? War das schon immer so?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Dass keine Auswärtsfans mehr zugelassen werden, ist keine neue Entwicklung, aber es war nicht immer so.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Einschränkungen begannen etwa ab 2011 und das hatte mehrere Gründe: Es kam zu tödlichen Auseinandersetzungen, Messerangriffen, interne Konflikte zwischen verschiedenen Fangruppen und auch zu schweren Konfrontationen auf der Straße und auf den Autobahnen, zum Teil sogar mit der Guerilla oder dem Militär, insbesondere in ländlichen Regionen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gab dabei Tote, Überfälle auf Reisebusse, Plünderungen und massive Sicherheitsprobleme. Diese Vorfälle haben dazu geführt, dass viele Städte und Sicherheitsbehörden beschlossen haben, Gästefans nicht mehr zuzulassen, um das Eskalationspotential zu senken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Vor ein paar Tagen habe ich ein Video auf YouTube gesehen – ich glaube, es zeigte, wie die Barras von Millonarios auf dem Weg nach Giradot waren. Dort waren auch Fans von Nacional, es kam zu Auseinandersetzungen und plötzlich kamen paramilitärische Gruppen aus der Nähe des Flusses, schossen und beendeten das Ganze. Danach mussten die Leute angeblich „1.000“ zahlen – und erst dann durften sie weiterreisen.</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, das passiert tatsächlich. Wer unterwegs auf Reisen einen Fehler macht, wird aufgehalten. Oft durch zehn oder 15 Motorräder, die sich einem Bus oder Auto in den Weg stellen und niemanden weiterfahren lassen, bis sie an eine „militarisierte Figur“ zahlen, die sie als „Paramilitärs“ bezeichnen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die klassische Guerilla ist in Kolumbien mittlerweile stark in die Berge zurückgedrängt, aber die Kriminalität auf den Straßen wird heute vor allem von kriminellen Banden mit paramilitärischem Hintergrund kontrolliert. Die meisten dieser Gruppen sind organisierte Banden, viele mit Verbindungen zum Paramilitarismus, obwohl sie oft nur als „gewöhnliche Kriminelle“ auftreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztes Jahr oder sogar dieses Jahr, ist zum Beispiel ein Bus aus der Karibikregion zurückgekommen, der auf der Rückreise im Februar gestoppt wurde. Die Leute mussten für etwas bezahlen, das angeblich gestohlen wurde, bevor sie weiterreisen durften.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Organisation &#8211; also als Barra &#8211; unterstützen wir solche Strukturen natürlich nicht. Das sind kriminelle Machenschaften im kleinen Stil, jemand in einem Dorf oder Laden zu überfallen bringt niemandem etwas.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der ganze „Recht auf Einlass“-Diskurs („derecho de admisión“) ist eine Folge all dieser Eskalationen. Es kam in der Vergangenheit zu Szenarien, in denen zehn Busse anreisten, mit Toten und Verletzten. Die Situation war so extrem, dass die Polizei anfing, selbst in den Fanbussen mitzufahren. Allerdings betrunken und unter Drogeneinfluss, was das Ganze nicht besser machte. Viele Polizisten mochten es sogar, mit uns die Grenzen zu überqueren, für sie war das ein Abenteuer.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir, ein harter Kern der Barra, haben nie aufgehört zu reisen, nicht seit 2011 und auch nicht danach. Inzwischen reisen wir eben ohne Trikots in Autos oder neutralen Bussen, aber wir sind immer unterwegs.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu manchen Spielen fahren wir nicht mehr aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen, weil es bei fünf oder sechs Versuchen immer wieder Zwischenfälle gab. Da entscheidet man sich einfach dagegen. Aber es geht nicht darum, dass wir aufgegeben haben. Wir reisen weiterhin organisiert und mit Vorsichtsmaßnahmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zwischen den Barras gibt es heute Nichtangriffspakte und sichere Reiserouten („corredores seguros“). All das dient dazu, den Fußball wieder zugänglich zu machen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Ende geht es uns nur darum, dem Ball zu folgen. Die Gewalt ist nicht unser Ziel, sie ist Teil einer sozialen Realität, aber nicht der Weg, den wir heute anstreben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Es ist zwar verboten, aber trotzdem reisen immer wieder Personen mit – oft getarnt oder inkognito. Zum Beispiel in Barranquilla, direkt vor dem Stadion, habe ich es selbst erlebt. Trotz allem: Es wird immer gereist und manchmal lassen sie einen später doch wieder rein?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Diese Reiseregelungen existieren zwar, aber in vielen Regionen lässt man uns nicht hinein. Selbst wenn wir es schaffen, bis ins Stadion zu kommen, werden wir oft entdeckt und rausgeholt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gleichzeitig gibt es in bestimmten Situationen – wie bereits erwähnt – Absprachen oder Nichtangriffspakte. Diese dienen in erster Linie dazu, allen Gruppen den Zugang zum Stadion zu ermöglichen und eine gemeinsame An- und Abreise zu koordinieren, sodass das Spiel ohne Zwischenfälle besucht werden kann. Ziel dieser Vereinbarungen ist es, Spannungen temporär zu reduzieren und einen friedlichen Stadionbesuch zu gewährleisten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hier in Bogotá bestehen beispielsweise solche Abkommen mit einigen anderen Fanlagern oder „Porras“, etwa mit dem BR, dem HLC, den Anhängern des BMG und gelegentlich sogar mit den RXN. Diese Übereinkünfte sind jedoch nicht dauerhaft oder selbstverständlich, sondern situationsabhängig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hinzu kommt, dass wir mittlerweile praktisch das gesamte Stadion durch Dauerkarten abgedeckt haben. Theoretisch gibt es daher kaum oder gar keine regulären Kontingente mehr für Gästefans. Das verändert die Dynamik zusätzlich, da der Raum für auswärtige Gruppen stark eingeschränkt ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was das Reisen mit vielen Bussen betrifft: Unsere Barra hat die Fähigkeit, Tausende zu mobilisieren. Beim letzten Auswärtsspiel nach Manizales haben wir 84 Busse organisiert und über 5.500 Leute mitgenommen. Das funktioniert durch eine zentralisierte Koordination, von der Leitung der Barra über alle Parche-Chefs hinweg. Jede Zone oder jeder Stadtteil stellt eigene Busse, die sich dann an einem zentralen Ort sammeln, um gemeinsam loszufahren und für Sicherheit zu sorgen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber solche großen Reisen finden nicht zu jedem Spiel statt, weil in vielen Städten die Grenzen für Gästefans geschlossen sind. Deshalb reisen mittlerweile viele Fans mit dem eigenen Auto oder sogar mit dem Flugzeug.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die wenigen Busse, die offiziell mit der Barra unterwegs sind (circa zwölf), fahren ohne sichtbare Fan-Kleidung oder Banner, um überhaupt in Stadien zu kommen, in denen Gästefans offiziell verboten sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá selbst ist der Zutritt für Auswärtsfans extrem eingeschränkt. Der Großteil der Plätze ist durch Dauerkarten verkauft, das Stadion ist praktisch ausverkauft. Es gibt keinen Platz mehr für Gästefans.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ganz ehrlich: Wir sind auch nicht traurig darüber, dass niemand kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Viele reisen auf den „Mulas“ mit – das ist ein interessantes Thema für Deutschland, weil es dort keine Möglichkeit gibt, sich in Lastwagen zu verstecken und auf diese traditionelle Weise zu reisen.</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Aber das ist eine falsche Tradition, die wir abschaffen wollen, denn wir haben viele Menschen auf diesen Reisen verloren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Leute stürzen ab, geraten in Konflikte mit anderen Fangruppen („Parches“) und ehrlich gesagt ist das Thema Tractomula (Sattelschlepper) und so zu reisen etwas, das wir nicht verherrlichen möchten. Es ist primitiv und menschenunwürdig auf diese Weise zu reisen, ein Risiko für alle.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer Gruppe, den Comandos, gibt es kein einziges Parche, das ausschließlich mit Mulas reist. Es gibt zwar die „Callejeros“, die sich selbst so nennen, aber unser Ziel ist es immer, dass diese Leute arbeiten, eigenes Geld verdienen und sich Fahrten leisten können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In vielen Fällen handelt es sich um junge Leute, die kein Geld haben, also an der Mautstelle auf die Mula aufspringen, weil sie sich kein Busticket leisten können. Wir wollen, dass jeder Fan, der reist, wenigstens ein Ticket bezahlen kann. Und ja, das mag vielleicht diskriminierend klingen, aber wir wollen, dass niemand mehr auf Mulas reist und dabei sein Leben riskiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Immer wieder hört man von bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Fanlagern. Für uns eine unvorstellbare Welt. Wie geht ihr mit dem Gebrauch von Waffen um? (Anm.d.Red.: Besonders bei dieser Antwort werden die eklatanten Unterschiede und Einstellungen zwischen Deutschland und Kolumbien deutlich und wir lehnen die Verwendung von Waffen ab.)</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>Comandos Azules: </b>Was die Waffen betrifft, ist es leider so: Es gibt viele Waffen im Umlauf. Macheten, Messer und auch Schusswaffen – das habe ich selbst auf Reisen gesehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese militante Realität hat über die Jahre zugenommen. Ich werde nicht leugnen, dass die Pistole von Anfang an Teil der Szene war, aber sie ist nicht unser bevorzugtes Mittel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir ziehen den Nahkampf vor, das Messer ist für uns wie ein Ausweis. Wir haben eine starke Verbindung zu Stichwaffen, weil sie leise sind, effizient und tun, was sie tun müssen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deshalb bevorzugen wir das Messer gegenüber der Pistole. Die Waffe kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Denn sobald geschossen wird, steht es in den Nachrichten. Darum setzen wir lieber auf das Leise. Die Waffen gehören für viele zum Überlebensprozess, sie sind ein Werkzeug zur Selbstverteidigung. Denn wer keine Waffe hat, ist das Opfer.</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Magdeburg:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Über die Vorkommnisse bei der Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden haben wir bereits in einer vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs (Ausgabe Nr. 10) berichtet. Das Straf- und Maßnahmenkarussell drehte sich derweil weiter. Der 1. FCM verurteilt die Gewalt ausdrücklich, warnt jedoch vor pauschalen Schuldzuweisungen an die gesamte Fanszene. Laut Verein liegen bislang keine personenbezogenen Daten zu den Vorfällen im Stadion vor, man stehe aber in engem Austausch mit Polizei und Behörden und unterstützt laufende Verfahren. Für die Zukunft kündigte der FCM konkrete Sicherheitsmaßnahmen an wie zum Beispiel dauerhafte bauliche Trennungen zwischen Fanbereichen, Ausbau der Sicherungen im Gästeblock, erweiterte Videoüberwachung sowie den Verzicht auf mobile Gegenstände in Umläufen, die als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten. Stadionverbote sollen bei Vorliegen von Täterdaten umgehend eingeleitet werden. Zusätzlich sorgte ein Aufruf der Fanhilfe Magdeburg im Stadionheft ,,Planet MD&#8220;, worin zum „Frühjahrsputz“ aufgerufen wurde, für weitere Ermittlungen wegen Strafvereitelung und kurzfristigen Ärger mit Sponsor GeoFly. Dieser setzte sein Sponsoring zunächst aus, nahm es nach Gesprächen mit dem Verein jedoch wieder auf und betonte den Willen zum Dialog.</span>tisiert die UEFA scharf für ihren Umgang mit Fans bei internationalen Spielen. Während sich die UEFA als moderner und professioneller Ausrichter inszeniere, würden Gästefans systematisch benachteiligt, schikaniert und mit Kollektivstrafen belegt. Fanaktionen und gelebte Fankultur würden von UEFA-Beobachtern als „Fehlverhalten“ gewertet und mit Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder Zuschauerausschlüssen sanktioniert, während gleichzeitig repressive Maßnahmen von Behörden und Vereinen gegenüber Gästefans folgenlos blieben. Die Fanszene sieht darin ein ungerechtes Strafsystem, das gezielt darauf abziele, Fans mundtot zu machen und aus den Stadien zu verdrängen. Am Beispiel der Kollektivstrafe gegen die Fans von YB Bern betont das Commando Cannstatt die Bedeutung von Solidarität zwischen den Fanszenen, um solche Maßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Ziel der UEFA, durch Kollektivstrafen Spaltung zwischen Fans und Vereinen zu erzeugen, müsse aktiv verhindert werden. Zugleich wird gefordert, dass sich auch die Vereine deutlicher hinter ihre Anhänger stellen und das Sanktionssystem der UEFA geschlossen ablehnen..</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Dortmund:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Beim Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund kam es zu unverhältnismäßigen und willkürlichen Polizeieinsätzen gegen die anreisenden Gäste aus Bayern. In einer Stellungnahme der Südkurve München erklärte man, dass es zu kleineren Rangeleien beim Einlass kam und die Polizei dabei wiederholt unbeteiligte Fans angriff sowie Schlagstöcke und Reizgas einsetzte und dabei zahlreiche Fans verletzte. Diese erlitten unter anderem Knochenbrüchen und Gesichtsverletzungen. Auch schwere Reizungen der Augen und Atemwege wurden beklagt. Nach Beruhigung der Lage eskalierte der Einsatz erneut kurz vor Spielende. Die Südkurve München kritisiert das Verhalten scharf und wirft der Dortmunder Polizei gezielte Provokation, unverhältnismäßige Gewalt und bewusste Inkaufnahme von Verletzungen vor. Der Vorfall spiegelte einmal mehr die bundesweiten problematischen Polizeieinsätze gegen Fanszenen wider. Aus Solidarität wurde auf der Heimseite in der zweiten Hälfte der Partie ein Spruchband gezeigt mit der Aufschrift ,,Freiheit für Gästefans in Dortmund!’’ </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span> Nach dem Heimspiel gegen VfB Stuttgart II im Oktober 2023 hatte die Staatsmacht den Materialraum der aktiven Szene der Stuttgarter Kickers mit Hilfe des Vereins durchsucht und den „1312“ Fetzen beschlagnahmt, ohne die Anhänger zu informieren. Die Polizei begründete die Maßnahme mit dem Verdacht auf Beleidigung. Nach jahrelangem juristischen Nachspiel stellte das Gericht nun alle Verfahren ein. Das Amtsgericht Langen sprach die Stuttgarter frei, da keine Ordnungswidrigkeit vorlag. Die Gruppe rund um SVK Ultras kritisiert, dass Polizei und Ordnungsbehörden das Rechtsstaatsprinzip nicht anerkannt hätten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Italien: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;">Die aktive Szene der Schwarz-Gelben blieb dem Auswärtsspiel gegen Atalanta Bergamo fern. Das Fanbündnis Südtribüne Dortmund kündigte dies bereits im Vorfeld an. Grund dafür sind wieder einmal massive und willkürliche Maßnahmen von Polizei und Behörden. In der Stellungnahme hieß es, dass bereits im Vorfeld zahlreiche Dortmunder an der Ausreise an diversen Flughäfen gehindert wurden. Dabei kam es zu intensiven Kontrollen, Ausreiseverboten und Meldeauflagen, teils allein wegen „szenetypischer Kleidung“ oder mitgeführten Stickern. Auch Anhänger, die bereits in Italien angekommen waren, wurden von der italienischen Polizei in ihren Unterkünften aufgesucht und kontrolliert. Die Südtribüne Dortmund spricht von einem bislang einmaligen Vorgang in fast 16 Jahren Europapokal und stellt klar, dass dies ein unzumutbarer Eingriff in die Rechte von Fußballfans war. Aus Protest gegen diese Praxis haben die aktiven Gruppen entschieden, geschlossen auf die Reise nach Bergamo zu verzichten. Gleichzeitig kündigten sie an, die Maßnahmen gemeinsam mit der Fanhilfe juristisch überprüfen zu lassen und verweisen darauf, dass erste Eilverfahren bereits zugunsten betroffener Fans ausgegangen seien. Es gilt hier zu verhindern, dass solche pauschalen und präventiven Ausreiseverbote zur Normalität werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Wien:</b></span> Der Strafsenat der österreichischen Bundesliga hat nach den Vorkommnissen zwischen dem SK Rapid Wien und FK Austria Wien harte Strafen verhängt. Rapid Wien muss bei drei kommenden Heimspielen gegen Austria, Salzburg, Sturm oder LASK den Block West sowie angrenzende Sektoren komplett schließen. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro ausgesprochen. Außerdem dürfen in den nächsten drei Jahren bei Wiener Derbys in der Generali Arena keine Gästefans zugelassen werden, was auch für Spiele der Zweiten von Rapid gilt. Austria Wien wurde wegen nicht genehmigter Pyrotechnik mit 48.400 Euro bestraft. Rapid verzichtete auf einen Einspruch und hatte bereits im Vorfeld angekündigt, bei künftigen Derbys freiwillig auf Auswärtsfans zu verzichten. </span></p></div>
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		<title>Ausgabe 11: Magdeburg</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-11-magdeburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>nach fünf Spielen ohne Sieg, konnten wir mit dem Dreier in Kiel die Krise abwenden und die Tabellenführung zurückerobern. Es liegen aber noch zwölf schwere Partien vor uns und noch ist alles möglich. Am heutigen Samstagabend steht uns der 1.FC Magdeburg gegenüber. Die Mannen vom FCM werden alles aufs Feld werfen, um den drohenden Abstieg in Liga drei zu verhindern. Auch auf den Rängen haben wir alles andere als einen leichten Gegner. Wir müssen daher sowohl auf dem Rasen als auch auf den Tribünen Vollgas geben, um erfolgreich nach Hause zu gehen.</p>
<p>Ausreden gibt es keine – Für Schalke alles geben!</p>
<p>Beim letzten Heimspiel gegen die SGD sorgten im Nachgang die gezeigten Spruchbänder für ein mediales Echo. Wenig überraschend überboten sich gerade Funke und Springer in Empörung und Hysterie. Aber auch einige Aufsichtsratsmitglieder aus der CT-Zeit sowie mit ihm befreundete Sponsoren und Weggefährten empfanden die gewählten Formulierungen auf einzelnen Spruchbändern als schlimmste Entgleisungen, die es in einem Fußballstadion geben kann. Wenn es ihnen wirklich nur um den Erfolg des Vereins gehen würde, hätten sie die Kritik intern angebracht und nicht gleichzeitig über die Medien lanciert.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass es gar nicht erst zur Abstimmung über Clemens Tönnies ins Ehrenpräsidium kommt und erneute Debatten um ihn als Person den Verein nicht länger beschäftigen.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; SG Dynamo Dresden e.V. 2:2 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Es gibt Gegner, die werden auch nach mehreren Aufeinandertreffen nicht langweilig. Dynamo gehört hier sicherlich dazu. Mit einem entsprechend großen und motivierten Haufen ging es zu Fuß – oder, wie die BILD schreiben würde, per „Machtdemonstration“ – Richtung Arena. Einmal mehr fiel hier das vollkommen geisteskranke Bullenaufgebot ins Auge. Negativ erwähnt werden müssen auch wieder einige Betretungsverbote gegen Jungs aus unserer Kurve. Stark bleiben!</p>
<p>Nach den enttäuschenden Auftritten &#8211; sowohl sportlich als auch auf den Rängen &#8211; in den vergangenen Vorwochen galt es mehr denn je, dem Trend zu trotzen und das Schalker Gesicht der Hinrunde zurückzuholen. Schon vor Anpfiff wurde klar, dass wir heute mit einer deutlich besseren Einstellung in den Tag gingen. „Die Nummer 1 aus dem Revier“ funktionierte schon mal ordentlich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Zum Anpfiff sorgte „Eine Stadt erstrahlt im Blau…“ für einen starken Start ins Spiel. Auch danach konnten gerade die gängigen Gassenhauer komplett überzeugen. Auf dem Rasen entwickelte sich derweil ein offener, aber durchaus sehenswerter Schlagabtausch. Die verspätete, aber lautstarke Ankunft von Ultras Dynamo und Co. nach rund zwanzig Minuten sorgte in der Nordkurve sogar noch einmal für einen zusätzlichen Push. Menge und Einsatz an Tifo-Material konnten sich von Beginn an definitiv sehen lassen. Damit ist die Geschichte des torlosen ersten Durchgangs auch schon erzählt.</p>
<p>Kurz nach der Pause gab’s von uns ein paar unmissverständliche Worte Richtung Rheda: „Aber ich will da auch nicht wieder hin – CT, steh zu deinem Wort, bleib weg vom Ehrenpräsidium!“. Auch andere Gruppen untermauerten die Thematik mit verschiedenen Spruchbändern.</p>
<p>Unsere Mannschaft kam richtig gut aus der Kabine und versuchte ab dem Wiederanpfiff, das Zepter in die Hand zu nehmen. Edin Džeko belohnte sich und alle Schalker in der 52. Minute. Der anschließende Torjubel bleibt auf jeden Fall in guter Erinnerung. In den Minuten danach konnte die Arena ein- bis zweimal mit ins Boot geholt werden, was sicherlich auch daran lag, dass unsere Jungs weiterhin am Drücker waren. Beim 2:0 in der 70. Minute, ebenfalls durch Džeko, machte sich dann fast schon so etwas wie Erleichterung breit. Gefeiert wurde unter anderem mit „Asoziale Schalker“. Leider schaffte es unsere Elf nicht, das Ding vernünftig zu Ende zu spielen. Nach dem Dresdner Anschlusstreffer in der 78. Minute entwickelte sich eine absolute Zitterpartie, und auch wir als Kurve schafften es hier nicht, noch einmal richtig hochzufahren. Letztendlich kam es dann, wie es kommen musste, und das Spiel endete mit einem 2:2, das sich wohl für jeden Blau-Weißen wie eine Niederlage anfühlte.</p>
<p>Am Ende steht ein recht guter Auftritt unsererseits, der aber selbstverständlich noch nicht viel mit dem zu tun hatte, was unsere Kurve an Sahnetagen leisten kann. Trotzdem kann man nach den Vorwochen auf eine positive Entwicklung aufbauen und im Spiel gegen Magdeburg noch ein oder zwei Schippen drauflegen. Auf geht’s Schalke kämpfen und siegen!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Wie weiter oben erwähnt, konnte die Dresdner Fanszene den Gästeblock erst mit rund zwanzigminütiger Verspätung bevölkern. Grund hierfür waren wohl die überzogenen Kontrollen am Gästeeingang. Nachdem sich Ultras Dynamo sortiert und angeflaggt hatten, konnte der Gästeblock für einige unüberhörbare Momente sorgen. Bei rund 6.000 Dresdnern durfte man hier nicht selten von einer nahezu hundertprozentigen Mitmachquote sprechen. Zwischendurch war aber auch immer mal wieder komplette Ruhe, was für Dynamo-Auftritte als relativ typischer Stil gesehen werden kann. Die Zaunbeflaggung war sehenswert, in Sachen Tifo reißt Dynamo auswärts wie gewohnt keine Bäume aus. Die Torjubel, erst recht nach dem Ausgleich, sowie das anschließende „Dy Dy Dy…“ nach Abpfiff gehören sicherlich zum Lautesten, was der Arena-Gästeblock in der bisherigen Saison zu hören bekommen hat. Alles in allem bleibt ein guter Dresdner Auftritt in Erinnerung. Erwähnenswert sind noch zwei Spruchbänder: „Jedes Statement so falsch wie eure Bilder – Chat GDP“ und „Logout Polizei!“ in Anspielung auf die sächsische Bullen-Gewerkschaft, welche ihre überdramatischen Kriegsberichte von den Ausschreitungen in Magdeburg mit KI-Bildern ausschmückte. Zum anderen kritisierte man mit typischer Ost-West-Rhetorik die überzogenen Preise für Karten im Gästebereich. Beide Anliegen sind natürlich komplett unterstützenswert.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p>Unterstützt wurden wir von über 50 Brüdern aus verschiedenen Untergruppen von Komiti Skopje. Auch unsere<br />Brüder aus Enschede standen einmal mehr an unserer Seite.</p>
<p>Danke!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gegnervorstellung</strong></p>
<p>Die heutige Gegnervorstellung gebührt der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V. aus der Landeshauptstadt Sachsens. Seit ihrer Gründung im Jahr 1953 wurde die SGD acht Mal Meister der DDR-Oberliga und gewann sieben Mal den FDGB-Pokal (sozusagen ostdeutscher DFB-Pokal). Die frühe Vereinsgeschichte der ehemaligen SG Polizei Dresden ist durchaus interessant; Dynamo Dresden war offiziell eine Diensteinheit der Volkspolizei wodurch auch deren Spieler den Rang von Volkspolizisten hatten. Durch Liquiditätsprobleme wurde der Verein 1995 in dieRegionalliga versetzt und hat seitdem keine Bundesliga-Luft mehr geschnuppert. Gespielt wird im Rudolf-Harbig-Stadion mit Platz für knapp über 32.000 Zuschauer.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Rechtsform:</span></span></p>
<p>Die SGD ist ein eingetragener Verein mit fast 37.000 Mitgliedern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Fanszene:</span></span></p>
<p>Die organisierte Fanszene der SGD versammelt sich bei Heimspielen im K-Block. Führende Gruppe ist Ultras Dynamo, gegründet im Jahr 2000 durch einen Zusammenschluss der Gruppen „Dynamo-Geschwader“, „Eastside Dresden“ und „Yellow Madness“. Weitere Fanclubs &#8211; darunter Dresden West, OSL Bande und Brigade 53 &#8211; agieren unter der Führung von UD und sind mit Zaun fahnen im Stadion sichtbar.</p>
<p>Neben ost-typischem Supportbild und zahlreichen meist großflächigen Choreos, legt die Fanszene der SGD Wert auf ein martialisches Auftreten, welches mit den mehr oder weniger kultigen Youtube-Videos mit dem Protagonist “Leatherface”, unterlegt wird.</p>
<p>Obwohl erhebliche Teile der heutigen aktiven Fanszene “den Osten” vermutlich selbst nie erlebt haben, scheint man in einer Zeit vor 1990 hängen geblieben zu sein. Das Feindbild Wessi wird also wohl noch mindestens eine Fangeneration prägen, oder auch das ist einfach nur Teil der Kultigkeit der SGD.</p>
<p>Im Gedächtnis geblieben sind allen Fußballfans in Deutschland in jüngerer Vergangenheit sicherlich insbesondere die “größte Blockfahne Europas”, welche 2015 beim Spiel gegen Magdeburg ausgerollt wurde sowie die “Footballarmy Dynamo Dresden” Mottofahrt beim Auswärtsspiel 2017 in Karlsruhe.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Freundschaften:</span></span></p>
<p>Freundschaften pflegen die Ultras Dynamo zu Red Kaos des FSV Zwickau. Relativ frische Kontakte bestehen zu den östlichen Nachbarn von Motor Lublin. Die Freundschaft zur Horda Zla aus Sarajewo ist inzwischen beendet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Feinde:</span></span></p>
<p>Hauptrivalen sind die anderen ehemaligen DDR-Oberliga Vereine, darunter insbesondere der 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock und Erzgebirge Aue.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:2 (0:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Im stillen Kämmerlein scheint sich gerade einiges zu bewegen. Verbände und Politik werkeln derzeit, abseits der aktuellen Geschehnisse, an einer Änderung der Stadionverbotsrichtlinien herum. Eine Thematik, die sich bereits aus der vergangenen Innenministerkonferenz im November 2025 herauskristallisiert hat und für populistische Politiker sowie an deren Zitzen hängenden Verbänden die Büchse der Pandora zu sein scheint. Abermals werden in die Entstehungs- und Entscheidungsprozesse nicht die Leute einbezogen, die es am Ende betrifft: Fans und Vereine. Ein Missstand, den es selbstverständlich nicht erst seit gestern zu beklagen gibt, jedoch leider immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden muss. Um auf diese anhaltende Schieflage aufmerksam zu machen, zeigten die Fanszenen Deutschlands, wie auch wir, an diesem Spieltag ein einheitliches Spruchband mit klarer Message: „Fans &amp; Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!“ Eine ausführliche Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands findet ihr auf unserer Homepage.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Dennoch braucht es nicht immer nur neue SV-Richtlinien, manchmal reichen schon die bisherigen aus, um Fans vor die Tore zu verbannen. Aus diesem Grund starteten wir mit einer Überraschungschoreo für unsere Stadionverbotler in die Partie. Diese bestand aus einem Mix aus blauen und weißen Ponchos, die wir unter den Schalkern verteilten. Im oberen Teil des Blocks wurde an der Dachkonstruktion die bekannte „Für die Jungs die draußen steh‘n“-Fahne als Blockfahne hochgezogen. Abgerundet wurde das Ganze durch den Nordkurve-Schriftzug inklusive aufgestellten Fans am unteren Teil des Blocks. Durch den starken Wind im Stadion klappte die hochgezogene Blockfahne leider ein wenig nach hinten weg. Ein Schönheitsmakel, jedoch unvermeidbar. Am Ende freuten sich die Jungs enorm über die Aktion und schickten direkt Dankesgrüße ins Stadion. Wir halten eure Fahne im Stadion hoch, ihr vor den Toren. Haltet durch! Um den Jungs vor dem Spiel noch eine kleine Freude zu machen, reservierten wir eine Kart-Bahn in der Nähe. Doppelte Überraschung also.</p>
<p>Die Ansprache der Vorsänger und das Wachrütteln einiger Schalker im Blauen Brief schien bereits in Kiel Wirkung gezeigt zu haben. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen und ließ (endlich) wieder einige Ausrast-Momente im Gästeblock wahr werden. Das neue Lied „Oh S04, du ganz allein“ wurde fast die gesamte erste Halbzeit durchgesungen und fand immer mehr Zugriff in der Schalker Anhängerschaft. Vor allem im unteren Teil des Blockes konnten wir, gepusht durch die Tore von Karaman, nach Dzekos Vorlage sowie 13 Minuten später Kurucay, ebenfalls nach Vorarbeit des Bosniers, die Momente und die Emotionalität des Liedes nutzen, um uns in einen Rausch zu singen. Da die zweite Halbzeit leider etwas schwächer startete als die erste endete, änderten wir kurzerhand den etwas spielbezogeneren Support, mit dem Ergebnis, dass „Uns’re Fahnen weh’n im Wind“ schön durch den eisigen Sonntagnachmittag an der Kieler Förde schepperte. Zwar verkürzte Kiel kurz zuvor noch einmal per Elfmeter auf 1:2 und drückte auf den Ausgleichstreffer, glücklicherweise schafften wir es, die drei Punkte irgendwie über die Zeit zu bringen. Sicherlich nicht schön, sicherlich mit Fehlern und definitiv mit sportlicher Luft nach oben. Der Wille, heute siegreich vom Platz zu gehen, war jedoch jederzeit zu spüren. Nichts anderes wollen wir sehen. Und zudem: Tabellenführer!</p>
<p>Neben dem Spruchband zu den neuen SV-Richtlinien, zeigten wir außerdem ein Spruchband für einen schwer erkrankten Schalker aus unseren Reihen.<br />Halte durch, Olli!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Vor dem Block der Kieler hing ab Stadionöffnung ein Banner Richtung Mannschaft mit der Forderung „Abstiegskampf annehmen“. Für die Störche, die durch die Niederlage gegen uns einen weiteren Platz Richtung Abstiegszone rutschen, wird die Luft in Liga zwei langsam dünner. Dazu kam ein ebenfalls dünner Support. Sicherlich gibt die Tribüne auf der Gegenseite wenig her, die Anzahl der Leute, die sich am aktiven Treiben beteiligt haben, war dennoch sehr dürftig. Die aktuelle Situation trägt ihr Übriges dazu bei.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p>Vielen Dank an die Jungs aus Gladbach für die Unterstützung!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_34">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor zwei Wochen gastierte der Glubb Samstagmittags in Paderborn. Nach einer 2:0-Führung von Paderborn und einer roten Karte kurz nach der Halbzeit gelang dem FCN zwar der Anschlusstreffer, am Ende reichte es aber nur zu einer 2:1-Niederlage.</p>
<p>Letzten Freitag waren die Jungs vom KSC zu Besuch im Achteck. Vor dem Spiel überlegte sich die Nordkurve Nürnberg wieder ein besonderes Intro. Im Oberrang hing ein Transparent mit der Aufschrift “Right now the fun is about to begin…”, im Unterrang “Freaks Come out at Night”. In der Mitte des unteren Teils war die bekannte Sonne zu sehen, deren Augen durch zwei Fackeln erstrahlten. Dazu sah man ein Fahnenmeer im Block. </p>
<p>Auch auf dem Platz knallte es gewaltig. Bereits in der ersten Halbzeit musste der Karlsruher Torwart dreimal hinter sich greifen. In der zweiten Halbzeit ließ der Glubb nicht locker, spielte weiter konzentriert nach vorne und schickte die Gäste mit einem deutlichen 5:1 nach Hause.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer zum Auswärtsspiel nach Bochum. Nächste Woche Sonntag geht’s dann weiter in die Hauptstadt.</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Leider konnte der FCT das Halbfinale des Pokals nicht erreichen. Bei AZ Alkmaar mussten sich die Roten in der Verlängerung mit 2:1 geschlagen geben.</p>
<p>Nachdem zahlreiche Brüder uns beim Heimspiel gegen Dynamo unterstützt hatten, stand für sie am Abend noch das Heimspiel gegen SC Heerenveen an. Gegen die in der Tabelle benachbarten Friesen gewannen die Tukker souverän mit 5:0. Im folgenden Spiel beim Vorletzten SC Telstar schaffte Twente es allerdings nicht über ein 1:1- Unentschieden hinaus.</p>
<p>Es folgen nun zwei Heimspiele gegen die alten Rivalen vom FC Groningen und Feyenoord Rotterdam.<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Die mazedonische Liga ist zurück aus der Winterpause. Und das natürlich &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; direkt Mal mit einer englischen Woche und einem Nachholspieltag. Natürlich an einem Mittwoch um 14 Uhr. Dementsprechend überschaubar war das Interesse und Zuschaueraufkommen. Komiti hang neben der üblichen Zaunfahne noch eine Gedenk-Fahne für den kürzlich verstorbenen Nikola auf. Dazu wurden vereinzelt Fackeln angerissen und ein souveränes 5:1 verfolgt. Wenige Tage später stand im kleinen Stadion des Fußballverbandes parallel zu unserem Spiel in Kiel das Stadtduell gegen Rabotnicki an. Hier gab es von Komiti eine kleine Choreo zu Spielbeginn auf der Tribüne hinter dem Tor. Und anschließend einen erneut ungefährdeten 3:0-Erfolg.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Wirft man einen Blick auf die Karte vom Stiefel, so stellt man schnell fest, dass der Weg von Salerno ins 150 Kilometer entfernte Cerignola an Avellino vorbeiführt. Wie jedem Leser bekannt sein dürfte, ist Avellino für Salerno das, was für jeden Schalker die Gelben sind: Der Feind. Daher dachte man sich bei den Behörden, dass sich ein Aufgebot der salernitanischen Polizei an die Reisebusse der Fanszene heften und über den gesamten Weg Präsenz zeigen muss. Natürlich ließen es sich die Beamten auch nicht nehmen, sich an den Eingängen an der Raststätte, an der man pausierte, aufzustellen und so zu demonstrieren, dass man hier auch ja nichts mitgehen lassen sollte. Irgendeine Aufgabe wollte man sich eben selbst auferlegen, um nicht dumm in der Gegend herumzustehen. Blöd nur, wenn man sich als Bulle am Zielort nicht auskennt und die Reisebusse auf einen zwei Meter breiten Feldweg kurz vorm Stadion schickt, auf dem dann der Busfahrer zusehen soll, wie er den Bus wieder gewendet bekommt. Endlich am Parkplatz angekommen, versagte dann auch noch der Shuttle-Bus zum Stadion, was dann die Stimmung bei den anwesenden Ultras von Centro Storico kippen ließ, da sich bereits abzeichnete, dass man das Stadion nicht rechtzeitig erreichen würde. Mit 15 Minuten Verspätung kam man dann am Stadion an und wenigstens hier ließen die Bullen die Gruppe reumütig ohne größere Kontrollen ins Innere des Stadions. Die Stimmung im Stadion war trotz der jämmerlichen Leistung auf dem Platz gut und konnte durchweg eine hohe Mitmachquote verzeichnen. Das Spiel ging aufgrund eines schweren Fehlers von Donnarumma 1:0 verloren und die Mannschaft wurde entsprechend lautstark in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der überraschende 3:0 Heimsieg gegen Casarano, bei dem wichtige Punkte eingefahren werden konnten, hat in dieser Ausgabe einen eigenen kleinen Bericht erhalten. Beim Auswärtsspiel bei den verhassten Nachbarn aus Cava de’ Tirreni trennte man sich bei einem durchaus ansehnlichen Kick 1:1 Unentschieden. Aktuell befindet sich Salernitana auf Platz drei der Tabelle mit elf Punkten Abstand auf Platz eins, was eine Tendenz in Richtung der Playoffs statt direktem Aufstieg vermuten lässt. Wer sich schon einmal mit dem Relegationssystem in Serie C beschäftigt hat, wird feststellen, dass dieses kompliziert und langwierig ist. Immerhin überspringt man als Drittplatzierter die Vorrunden und steigt direkt ins Achtelfinale ein, wohingegen man als Viertplatzierter schon die Gruppenphase spielen muss. Bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft in den nächsten Wochen und letzten Spielen bis Mitte April präsentiert, um noch Punkte zu sammeln und sich diesen kleinen Vorteil zu verschaffen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">US Salernitana – Casarano Calcio 3:0 (1:0)</span></p>
<p>So viele Jahre fahre ich nun schon regelmäßig nach Salerno und so viele Jahre schwärme ich davon. Kein Wunder also, dass auch in meiner Familie die Ohren größer wurden, wenn ich wieder mal aus Italien zurückkehrte. Den siebzigsten Geburtstag meines Vaters nahm ich dann zum Anlass, ihm ein Spiel in Salerno zu schenken, damit er sich auch mal selbst von den Erlebnissen überzeugen kann.</p>
<p>Der Gegner war erstmal zweitrangig, die Herausforderung ein Spiel zu finden, was entspannt zu erreichen und sich nicht mit einem Spiel von Schalke beißt, da schon größer. Zum Ärgernis unserer Freunde und in diesem Fall zum Glück für uns, finden in der Serie C einige Spiele unter der Woche statt. Also fix die Flüge, Mietwagen und Unterkunft gebucht und dem völlig überwältigten Vadda zum Geburtstag überreicht. Seine Aussage “ich mache alles mit, also verbringe die Tage wie immer” nahm ich mir dabei gerne zu Herzen.</p>
<p>Wir kamen in den Abendstunden in der Altstadt an, erster Anlaufpunkt ist dort natürlich die Sede von Centro Storico. Ich hatte mich nur einzelnen Leuten angekündigt und so wurden die Augen groß, als wir gut gelaunt an der Tür klopften. Noch größer wurden sie, als sie schnallten, wen ich da mitgebracht habe. Familie wird in Italien bekanntlich groß geschrieben und auch dort ist der häufigste Beginn der Fankarriere, dass der Vater den Sohn mit ins Stadion und in die Kurve genommen hat. Ab diesem Zeitpunkt wurde mein alter Herr dann quasi auf einer Sänfte durch Salerno getragen. Die Begeisterung war riesig, die Fratelli fühlten sich geehrt, mein Vater fühlte sich geehrt, nur ich stand etwas verdutzt daneben und wunderte mich über die Szenerie an diesem Abend.</p>
<p>Der Spieltag wurde gemütlich angegangen, das Wetter spielte zwar nicht so richtig mit und es fuhren leider keine Fähren zur Amalfi Küste. Also hieß es für mich, im Auto Serpentinen fressen. Die Orte sind natürlich inzwischen bekannt, aber nicht minder schön zu besuchen. Lange konnten wir allerdings nicht bleiben, schließlich stand noch ein Spiel am Abend an.</p>
<p>Die Zeit vor dem Spiel verbrachten wir bei Nuova Guardia. Auch hier war die Begeisterung groß und wir wurden wie immer herzlich empfangen. Bereits am Abend zuvor war zu vernehmen, dass das Spiel nicht normal angegangen werden würde. Trotz Platz drei in der Tabelle war die Leistung der Mannschaft zuletzt so schwach, dass es ein „weiter so“ nicht mehr geben würde. Die relevanten Gruppen der Curva Sud Siberiano steckten also die Köpfe zusammen und beschlossen, dass vor dem Anpfiff vor der Haupttribüne zunächst gegen die Leistung von Mannschaft und den weiteren Verantwortlichen protestiert werden sollte. Der erste Treffpunkt war dann eine Pizzeria am Meer, von der es dann zu Fuß zum Stadion und vor die Haupttribüne ging. Hier fanden dann alle Gruppen zusammen (lediglich UMS beteiligte sich nicht am Protest) und hinter dem Transparent mit der Aufschrift „Hai promesso tanto hai promesso tutto Iervolino guarda come ci hai ridotto“ (Übersetzt: Du hast viel versprochen, du hast alles versprochen und jetzt guck wie du uns ruiniert hast, Iervolino) formierten sich lautstark die Ultras. Adressiert war es an den Eigentümer Iervolino der wieder mal viel versprach und davon kaum etwas eingehalten hatte.</p>
<p>Während die Gruppen sich dann nach und nach in der Kurve einfanden, suchten wir unsere Plätze auf der Tribüne. Da Vadda nicht mehr so lange stehen kann, war es auch für mich nun die Premiere, die Curva Sud zum ersten Mal von außen auf einem Sitzplatz zu bewundern und was soll ich sagen, ich war unfassbar von der Lautstärke und Intensität der Kurve überrascht. Wie sehr ich die Lieder auch liebe, hätte ich eben diese Kraft in Sachen Lautstärke gar nicht erwartet. Zumindest habe ich sie bisher aus dem Herzen der Kurve heraus nicht so wahrgenommen.</p>
<p>Wir bekamen in den folgenden 90 Minuten also ein Konzert erster Güte geboten und auch die Mannschaft spielte endlich Mal wieder mit und siegte souverän mit 3:0. Ein Highlight für mich waren zwei kleine Jungs, die sich, mit Schwenkfahne bewaffnet, auf der Tribüne zu jedem Lied völlig austobten. Ab und zu der prüfende Blick nach oben, ob bei Mama oder Papa alles okay ist, ansonsten drehten sie in ihrer eigenen kleinen Ultranachwuchswelt komplett frei. Da geht das Herz auf und ich freue mich, dass auch hier Nachwuchs nachkommt. Ansonsten war das Stadion sehr schlecht besucht, nur 6.200 Tifosi fanden sich auf den Tribünen ein. Lediglich der Unterrang in der Kurve war voll besetzt.</p>
<p>Gäste waren nur ca. 25-30 angereist, eine Fanszene war dabei nicht auszumachen.</p>
<p>Während des Spiels wurden noch Geburtstagsglückwünsche an die verstorbene Celeste gesendet und nach dem Spiel der Mannschaft ein Spruchband mit der Aussage „Indegni“ was so viel wie „unwürdig“ heißt, entgegengehalten. Alles in Ordnung zwischen Mannschaft und Kurve ist also noch längst nicht alles. Aber ein erster Schritt ist vielleicht getan. Nach dem Spiel wurden wir dann klassisch in eine „Fressfalle“ gelockt. Wir waren vom Tag eigentlich völlig platt, als sich ein enger Freund von CS meldete, ob wir nach dem Spiel (Anstoß war 20:30) nicht noch gemeinsam EIN Panini essen wollten. Wir hatten zwar schon ausgiebig am frühen Abend gegessen, aber um auch ihm nochmal Hallo zu sagen, willigten wir ein und freuten uns auf ein kurzes Treffen. Tja, als wir um die Ecke der Sede von CS bogen, schnappte die Falle zu. Die Gruppe war noch fast vollzählig da, wir wurden ins Auto verfrachtet und in ein Restaurant gebracht. Widerstand war zwecklos und bei Bier und Gesangsbegleitung wurde uns ein Vier-Gänge-Menü serviert. Ich schaffte mehr oder weniger drei davon, während mein Vater tapfer durchhielt. Auch in diesen Stunden war er völlig geplättet von der unfassbaren Gastfreundschaft. Dass es danach nicht wieder zurück zum Apartment ging, sondern nochmal in eine kleine Bar für einen Nachtisch, wunderte da schon gar nicht mehr und der Limoncello tat gut daran, diese riesige Menge an Essen zu verdauen. Es war mittlerweile Mittwoch 1:30 Uhr und dass es um diese Uhrzeit frisch gebackenes Gebäck gibt, ist da eher bemerkenswert.</p>
<p>Glücklich fielen wir dann wenig später endlich in die Federn und mussten erstmal das Erlebte verdauen. Der Mittwoch fiel dann leider sprichwörtlich ins Wasser. <br />Es regnete in Strömen, aber dennoch konnte etwas Touri-Programm abgespult werden und die Tage fanden bei einem großartigen Essen ihr Ende.</p>
<p>Vielen Dank für die abermals großartige Gastfreundschaft.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Wie angekündigt startet in dieser Ausgabe die Interviewreihe mit der Gruppe Comandos Azules vom Verein Millonarios </em><em>FC aus Bogotá in Kolumbien.</em></p>
<p><em>Es war und ist uns eine große Ehre, dass sich die ansonsten eher verschlossenen Mitglieder die Zeit genommen und </em><em>unsere Fragen beantwortet haben. Das Interview ist sehr ausführlich geworden und wird sich insgesamt über drei </em><em>Ausgaben erstrecken.</em></p>
<p><em>Beim Lesen der Zeilen werden euch nicht nur einmal die teilweise extremen Unterschiede zwischen Deutschland </em><em>und Kolumbien auffallen, nicht nur im Stadion, sondern in allen Bereichen des Lebens. Behält man die verschiedenen </em><em>Lebensrealitäten im Hinterkopf, macht das dieses Interview um so interessanter.</em></p>
<p><em>Viel Spaß beim Lesen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 1</strong></span></p>
<p><strong>Vielen Dank, dass ihr dieses Interview angenommen habt. Zum Einstieg: Kannst du dich und die </strong><strong>Gruppe Comandos Azules bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Mein Name ist Pai, ich bin Ansprechpartner der Gruppe Kilombo Norte, die zu den Comandos Azules gehört. Ich bin 42 Jahre alt und seit 30 Jahren Mitglied der Barra.</p>
<p>Die Comandos Azules sind die repräsentativste Fangruppierung in ganz Kolumbien und ich bin seit 27 Jahren aktives Mitglied dieser Bewegung innerhalb eines engagierten Kernteams.</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass im Jahr 1992 die Gruppe Comandos Azules gegründet wurde? Hat der Name </strong><strong>etwas mit dem argentinischen Actionfilm zu tun, der zwölf Jahre zuvor erschienen ist? Und wie ist </strong><strong>das Logo mit dem Totenkopf und der Nummer 13 entstanden? </strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Die Idee, die du ansprichst, ist nachvollziehbar, aber der Name selbst wurde, zumindest aus unserer Sicht, nicht direkt aufgrund des Films gewählt, auch wenn einige Leute damals diesen Film als Referenz im Kopf hatten. Unter den ersten prägenden Mitgliedern und Wortführern der Bewegung waren damals Beto, Manrique, Morón, Tobi, Rasguños, Corti, Dog y La Bruja. Das waren sozusagen die „alten Hasen“, die Veteranen der ersten Stunde.</p>
<p>Die Totenkopf-Symbolik wurde schon früh übernommen und ist bis heute zentral. Sie steht symbolisch für die Treue zu Millonarios, bis über den Tod hinaus. Auf dem allerersten Mitgliedsausweis stand zum Beispiel der Satz: „Gültig auch nach dem Tod.“ Die Calavera (Totenkopf) war also von Anfang an das Symbol der Bewegung.</p>
<p>Etymologisch steht der Totenkopf für die Ewigkeit des Seins – denn auch nach dem Tod bleibt die Identifikation mit dem Verein bestehen.</p>
<p><strong>Wie war die Situation auf der „Lateral Norte“ (Nordtribüne), als ihr euch entschieden habt, die </strong><strong>Gruppe zu gründen?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Früher, oder besser gesagt, als wir beschlossen haben, uns als Gruppe, als Parche, zu organisieren, war das eher aus dem Bedürfnis der „Barra“ heraus, all die Leute zu identifizieren, die damals dabei waren. Es waren viele, Millonarios war zu der Zeit sehr angesagt. In einer Generalversammlung wurde dann versucht, die Leute aus den verschiedenen Zonen zusammenzubringen.</p>
<p>Es herrschte damals kein besonders angespannter Zustand. Es gab zwar territoriale Streitigkeiten oder Machtkämpfe innerhalb der „Barra“, aber diese Konflikte waren noch nicht so festgefahren oder in Stein gemeißelt. Es gab zwar Gründer und Führungspersönlichkeiten, aber wir teilten nicht unbedingt ihre Denkweise oder wollten uns nicht von ihnen vereinnahmen lassen.</p>
<p>Deshalb verstanden wir uns klar als Gegenpol zu den sogenannten „Ratas“ – also zu jenen Personen, die inner halb der eigenen Fanszene andere Millonarios-Anhänger bestahlen. Es waren weder loyale Fans noch organisierte Profikriminelle, sondern Einzelne, die gezielt Gelegenheiten zum Diebstahl nutzten. Diese Mentalität widersprach unserem Verständnis von Zusammenhalt und gegenseitigem Schutz, weshalb wir sie nicht tolerieren wollten.</p>
<p>Innerhalb der „Barra“ führte das immer wieder zu Spannungen. Nach einem Vorfall auf einer Auswärtsreise, bei dem wir selbst bestohlen wurden, kam es zu einer direkten Konfrontation und wir gingen entschieden dagegen vor. Zwar wurde niemand schwer verletzt, doch es gab Zusammenstöße. Mit einigen Gruppen suchten wir später das Gespräch, mit anderen kam es zur Versöhnung. Insgesamt herrschte eine angespannte Ruhe – doch die Ereignisse legten den Grundstein für spätere Konflikte.</p>
<p><strong>Sprechen wir über die Gegenwart: Wie seid ihr aktuell organisiert? Gibt es ein formelles Mitgliedssystem?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Ein formelles Mitgliedssystem im klassischen Sinne gibt es nicht, aber es existiert eine klare und strukturierte Organisation. Es gibt eine Leitungsebene, die man „diligencia“ nennt. Sie führt den jeweiligen Parche (die Untergruppe). Darunter folgen die „Jefes de Parche“, also die Verantwortlichen für jede Gruppe innerhalb eines Stadtteils oder Viertels.</p>
<p>Wir selbst gehören zum Parche La Kilombo Norte, der die Zone 1 und Usaquén repräsentiert. Unsere Struktur besteht aus einem „Jefe de Parche“ (Chef) und einer Art Vorstand, der sich regelmäßig abstimmt. Wöchentliche Treffen sind üblich. Dort wird über Choreografien, Auswärtsfahrten und kommende Veranstaltungen gesprochen.</p>
<p>Innerhalb der größeren Organisation der Barra gibt es eine Präsidentschaft, also einen Präsidenten, der die Kommunikation mit den anderen Führungspersonen übernimmt. Diese Präsidentschaft legt die Strategien und Richtlinien fest, denen sich alle Parches bei jedem Spiel anschließen.</p>
<p>In Kolumbien ist die Struktur etwas anders als in vielen anderen Ländern: Die Gruppen sind landesweit organisiert und nicht nur auf die Hauptstadt Bogotá beschränkt. Es existieren in zahlreichen Städten eigene Zusammenschlüsse und „Parches“, die jeweils regional verwurzelt sind.</p>
<p>So gibt es in Bucaramanga beispielsweise Gruppen wie La Decadencia de Bucaramanga oder in Cali die Forza Afuera. In Medellín bestehen mehrere kleinere Parches, etwa Familia Azul oder Medellín Azul. Aus unserer Sicht gehören diese Zusammenschlüsse jedoch alle zur gemeinsamen Struktur der Comandos Azules in Medellín, auch wenn sie zahlenmäßig kleiner sind. Entscheidend ist weniger ihre Größe, sondern die gemeinsame Identität und Zugehörigkeit innerhalb der landesweiten Organisation.</p>
<p>Der Unterschied zu anderen Barras in Kolumbien ist, dass sie oft deutlich mehr Sektionen oder Untergruppen haben. In Bogotá gibt es vier gegnerische große Barras, von denen zwei direkt aus der Stadt selbst stammen.</p>
<p><strong>Wie sieht euer Alltag aus? Habt ihr Treffpunkte oder feste Orte in Bogotá oder anderen Städten Kolumbiens? Gibt es bestimmte Tage in der Woche, an denen ihr euch trefft?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Ja, unser Alltag ist nicht unbedingt gewöhnlich. Zumindest für diejenigen von uns, die aktiv in der Barra involviert sind. Die meisten von uns arbeiten nicht im klassischen Sinn in einem Büro oder in einem festen Job, sondern sind in sozialen und politischen Projekten tätig. Wir arbeiten eng mit Institutionen, Stadtverwaltungen und verschiedenen Regierungsstellen zusammen, die uns bei Integrations- und Gemeinschaftsprojekten unterstützen.</p>
<p>Unsere Vision ist es, langfristig Mitglieder unserer Organisation in politische Positionen zu bringen. Etwa als Ratsmitglieder oder Abgeordnete, um gesellschaftlich aktiver Einfluss nehmen zu können.</p>
<p>Wir sind in verschiedenen Stadtteilen präsent und es gibt auch Trainings- und Bildungsangebote, sogenannte „escuelas de formación“. Uns ist bewusst, dass Kolumbien ein fußballverrücktes Land ist. Auch wenn es in anderen Sportarten wie der Formel 1 oder im Radsport ebenfalls große Erfolge gab. Trotzdem meiden viele den Fußball wegen der damit assoziierten Gewalt. Gerade in den 90ern und Anfang der 2000er wurden wir in den Medien sehr negativ dargestellt. Wer ins Stadion ging oder ein Trikot trug, wurde schnell als kriminell abgestempelt.</p>
<p>Ein wesentlicher Teil unserer sozialen Arbeit besteht darin, diesen Stigmata entgegenzuwirken. Wir bauen auf etwas, das wir “cultura futbolera” nennen. Das ist eine Art sozialer und kultureller Leitfaden, den wir in allen Vierteln einsetzen, um unsere Identität als Fans zu stärken.</p>
<p>Dazu gehören zum Beispiel sogenannte „ollas futboleras“ – soziale Kochtreffs –, bei denen gemeinsam gekocht und Essen verteilt wird. Auch kulturelle und soziale Veranstaltungen wie Halloween für Kinder, Weihnachtsaktionen oder Nachbarschaftsfeste gehören dazu. Das ist alles Teil eines kulturellen und politischen Aufbaus, mit dem wir unsere Präsenz im Viertel stärken wollen.</p>
<p>Natürlich gibt es auch die Realität der Gewalt im Fußballumfeld. Wir suchen diese Gewalt nicht, aber wir ignorieren sie auch nicht. Wenn wir auf gegnerische Gruppen treffen, kann es zu Auseinandersetzungen kommen, vor allem, wenn Reviergrenzen verletzt werden.</p>
<p>Von unserem Parche sind die Treffpunkte in Bogotá vor allem zwei zentrale Parks: der Parque Villa del Prado und der Parque del Éxito (auf der 170). Jedes Parche hat in seinen Barrios Parks, die mit Wandmalerungen markiert sind. Ein paar Kreuzungen südlich von unserem Park gibt es zum Beispiel den Treffpunkt einer Gruppe von Nacional Medellin. Ein paar Kreuzungen westlich den Treffpunkt eines Parches von Santa Fe. In unseren Parks halten wir unsere regelmäßigen Versammlungen ab. Diese Parks sind symbolisch für unsere Gruppe, genauso wie andere Gruppen ihre eigenen Treffpunkte haben.</p>
<p>Obwohl es früher häufiger zu Straßenschlägereien kam, ist das heute nicht mehr unser Fokus. Wir versuchen, friedlich präsent zu sein, aber wenn es zu Grenzüberschreitungen kommt, folgt meist eine direkte Reaktion.</p>
<p><strong>Wie ist das Verhältnis zu anderen Barras von Millonarios? Zum Beispiel ist bekannt, dass es im Stadion </strong><strong>irgendwann physische Auseinandersetzungen mit der Barra „Blue Rain“ gab …</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das Verhältnis zu anderen Barras ist kompliziert. Unsere Gruppe war immer Teil der internen Spaltungen innerhalb der Barra, insbesondere von Anfang an mit Konflikten gegenüber den ersten Führungspersönlichkeiten. Seit jeher sind wir Teil des Kerns von Comando Azul und deshalb waren wir auch bei fast allen internen Auseinandersetzungen direkt an vorderster Front beteiligt. Sei es gegen Blue Rain, gegen GR oder andere Gruppen.</p>
<p>Viele dieser Konflikte entstanden, weil wir mit der Art und Weise, wie andere Gruppen geführt wurden, nicht einverstanden waren. Da wir ihre Strukturen nicht unterstützen wollten und anders dachten, kam es zwangsläufig zu Reibungen und handfesten Streitigkeiten. Wir haben dabei immer gezeigt, dass wir eine geschlossene, starke Einheit sind, auch wenn sich das manchmal gegen andere Gruppen derselben Fangemeinde richtete.</p>
<p>Heute ist die Organisation sehr stark. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob sie stärker ist als früher, aber wir sind überzeugt, dass die derzeit 87 Parches, die die Organisation bilden, ein nie dagewesenes Engagement gegenüber der „Calavera“ (dem Totenkopf als Symbol der Gruppe) zeigen. Gleichzeitig besteht die offizielle Führung der Barra nur aus elf Parches, was in manchen Situationen als ausschließend oder nicht vollständig repräsentativ wahrgenommen wird.</p>
<p>Mit einigen Gruppen – zum Beispiel La Vagancia, Comando Terror Sur, La Temible Fundación oder den Gruppen aus Chapinero – verbindet uns ein brüderliches Verhältnis. In möglichen Konfliktsituationen wissen wir genau, auf wen wir uns verlassen können – und auf wen nicht.</p>
<p>Natürlich gab es in der Vergangenheit auch Auseinandersetzungen, teils heftig. Insbesondere vor etwa zehn Jahren war das Konfliktniveau deutlich höher. Heute ist die Lage etwas ruhiger, aber es gibt immer wieder Spannungen und man muss vorsichtig sein, besonders wenn es um Symbole wie das Trikot geht. Man sollte wissen, mit wem man es zu tun hat.</p>
<p><strong>Anders als in Deutschland, wo soziale Netzwerke oft kritisch gesehen werden, nutzt ihr sie sehr </strong><strong>aktiv und habt sogar Accounts mit Hunderttausenden von Followern. Wie wichtig ist für euch die </strong><strong>Kommunikation über diese Kanäle? Habt ihr Regeln, was gepostet werden darf und was nicht?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Soziale Netzwerke sind für uns zwar nicht flächendeckend professionalisiert, aber wir haben durchaus viele Follower, darunter auch Menschen aus dem Ausland. In Kolumbien ist die Zugehörigkeit zu einer Barra in sozialen und beruflichen Kontexten oft negativ behaftet. Viele Familien oder Arbeitgeber sehen das als problematisch.</p>
<p>Deshalb nutzen wir die Netzwerke bewusst, um ein anderes Bild zu zeigen. Wir wollen die positive Seite hervorheben: die „Cultura Futbolera“, unsere sozialen Projekte, unser Engagement im Viertel und auch unsere politische Arbeit. Die offiziellen Medien verbreiten oft ein verzerrtes Bild, weshalb es wichtig ist, unsere Realität sichtbar zu machen.</p>
<p>Wir veröffentlichen Inhalte über Wandmalereien, soziale Aktionen, politische Begleitung und andere kulturelle Aktivitäten in den Stadtteilen. Unser Ziel ist es, ein klares, positives Image aufzubauen. Dabei achten wir darauf, keine sensiblen Informationen oder Gesichter ohne Zustimmung zu zeigen – etwa bei Geburtstagsfeiern oder Tribünenaufnahmen.</p>
<p>In Bezug auf Sicherheit ist Kolumbien noch weniger streng überwacht als Länder wie Deutschland. Dort gibt es bereits biometrische Kameras und klare Identifikation von Fans, hier hingegen ist vieles noch nicht vollständig reguliert. Das bedeutet aber auch, dass man nicht anonym bleibt. Die Behörden kennen viele unserer Mitglieder, weil sie zum Beispiel in Stadtverwaltungen arbeiten und registriert sind.</p>
<p>Wir wissen, dass es nicht mehr möglich ist, sich zu verstecken. Die Institutionen haben Namen, Adressen und Telefonnummern. Deshalb gilt: Wenn wir etwas posten, dann ohne identifizierbare Gesichter, gerade um rechtliche Probleme zu vermeiden. In Deutschland gibt es eine konsequent angewandte Sportgesetzgebung, bei uns in Kolumbien ist das noch nicht so ausgeprägt.</p>
<p>Andersherum, bekommt man hier aber auch zehn Jahre Haft, wenn man mit einem Trikot jemanden verletzt, aber gar nichts, wenn es ohne Trikot passiert. Dieses Ungleichgewicht ist einer der Gründe, warum wir langfristig politisch aktiv sein wollen, um solche Ungerechtigkeiten mitzugestalten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Köln:</strong> Auf dem Weg zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart wurde ein Großteil der aktiven Fanszene auf einer Raststätte von der Polizei gestoppt und eingekesselt. Die Staatsmacht riegelte den Rasthof ab, durchsuchte die Busse und untersagte den Kölnern anschließend die Weiterfahrt. Begründet wurde dies mit einem möglichen Aufeinandertreffen mit Anhängern aus Mönchengladbach. Ihnen wurde dadurch ein Betretungsverbot für Stuttgart ausgesprochen. Als ,,Alternative’’ besuchte die aktive Szene stattdessen das U21-Spiel des 1. FC Köln.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Auch bei der Partie zwischen dem VfL Bochum und dem SC Paderborn blieb der Gästeblock leer, weil die aktive Szene aus Paderborn von der Polizei bereits vor dem Anpfiff an der Anreise gehindert wurde. Die Paderborner hatten ihren ursprünglichen Reiseplan geändert und tauchten in Bochum-Gerthe auf, von wo aus sie zum Stadion laufen wollten. Aufgrund einer polizeilichen Gefahrenprognose, die von einer möglichen Auseinandersetzung mit Anhängern aus Bochum ausging, stoppten die Bullen die Gruppe und schickten sie zurück. Auch hier wurde ein ,,alternatives’’ Programm gewählt und so besuchte die Szene das Heimspiel der U23.</p>
<p><strong>Frankreich:</strong> Die aktive Szene von Olympique Marseille protestiert derzeit gegen deren Vereinsführung. Beim Heimspiel gegen Racing Straßburg machten die Anhänger ihrem Frust über die sportliche Krise und die Klubführung mit einem koordinierten Protest Luft. Teile der Kurven blieben zunächst leer, der Einlass wurde bewusst verzögert und das Team schon beim Aufwärmen ausgepfiffen. Die Szene aus Marseille betrat erst zur 15. Spielminute das Stadion. Zahlreiche Banner richteten sich direkt gegen den Besitzer Frank McCourt und die Vereinsführung. Hintergrund der Proteste sind die anhaltende Erfolglosigkeit sowie der kürzliche Trainerwechsel nach dem Aus von Roberto De Zerbi. Als Marseille auch dieses Spiel nach Führung verlor, versuchten die Anhänger in den Innenraum vorzudringen, um Verantwortliche zur Rede zu stellen. Der Protest verdeutlichte die tiefe Entfremdung zwischen Fans und Vereinsführung.</p></div>
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		<title>Ausgabe 10: Dresden</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-10-dresden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 11:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Inhaltsverzeichnis</p></div>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_38 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_39 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_40 et_pb_bg_layout_light" href="#gedanken">3. Gedankenaustausch</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_41 et_pb_bg_layout_light" href="#tellerrand">4. Blick über den Tellerrand</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_42 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">mittlerweile sind wir bereits seit vier Spielen ohne Sieg. Glücklicherweise konnte unsere Konkurrenz diese Misere bisher nicht ausnutzen, sodass wir weiterhin von Platz eins der Tabelle grüßen können. Auf das Versagen unserer Gegner wollen und können wir uns aber nicht verlassen und daher müssen wir so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückkehren. Die heutige Partie scheint auf dem Papier eine simple Geschichte zu werden. Steht uns mit Dresden doch ein Abstiegskandidat gegenüber? Dynamo konnte allerdings aus den letzten drei Partien sieben von neun Punkten holen und reist somit mit breiter Brust ans Berger Feld.</span><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Damit diese schwere Aufgabe am heutigen Samstagmittag erfolgreich absolviert werden kann, sind wir umso mehr gefragt. Die Auftritte in den letzten Begegnungen lassen mehr als zu wünschen übrig. Das war gar nichts, Nordkurve Gelsenkirchen! Anscheinend hat man als Schalker ein Gedächtnis wie ein Sieb. Anders ist es nicht zu erklären, dass man nach den vorherigen zwei Katastrophen-Saisons schon wieder so verwöhnt ist, und man sein Maul nur aufbekommt, wenn die Mannen auf dem Feld in Führung liegen. Ausführlicher betrachten wir diese Problematik im Gedankenaustausch. Passend zum Namen der Rubrik sollte sich jeder Königsblaue Gedanken zu dem Thema und dem eigenen Verhalten machen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genug gemeckert, ein jeder und jede hat gleich die Chance, es wieder besser zu machen und diese Stadt und ihren Verein würdig zu vertreten!</span></p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_38">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e. V. – 1.FC Kaiserslautern GmbH &amp; Co. KGaA  2:2 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das erste Heimspiel im Jahre 2026 hielt mit den roten Teufeln vom Betzenberg einen Leckerbissen bereit. Nachdem wir in Berlin aus den bekannten Gründen nicht supporten konnten, stand der erste richtige Auftritt im neuen Jahr an. Dementsprechend groß war die Vorfreude. Für den passenden Rahmen sollte einmal mehr eine Choreo in der Nordkurve sorgen. Vor einem Karomuster aus blau-weißen Fahnen wurde ein großer „Schalke“-Schriftzug gezogen. Das Besondere hierbei: Die gezeigte Blockfahne wurde bereits vor dem Choreoverbot in der Arena angefertigt. Auch wenn die Jahre ein wenig an der Farbe genagt haben, gab es am Gesamtbild nichts auszusetzen. Nachdem die Fahnen heruntergenommen wurden, zeigte sich die Nordkurve in einheitlichen Wintermützen, die zuvor von uns verteilt worden waren. Alles in allem ein wirklich gutes Intro.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei diesem Highlight sollte es aber erst einmal bleiben. Scheinbar ist dem einen oder anderen Schalker der Erfolg aus der Hinrunde dermaßen zu Kopf gestiegen, dass man es nicht für nötig hält, bei durchwachsenen Spielen den Mund aufzukriegen. Anders ist der bodenlose Auftritt unserer Kurve kaum zu erklären. In fast keiner Phase der ersten Halbzeit konnten wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden. Auch auf dem Platz wurde, wie erwähnt, eher Schonkost angeboten und so ist die Geschichte der ersten Hälfte auch schon erzählt. Ein Spruchband unsererseits griff derweil noch einmal das Thema Polizeigewalt auf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer Hoffnung auf einen besseren zweiten Durchgang hatte, wurde zunächst enttäuscht. Sowohl sportlich als auch auf den Rängen ging es für Blau-Weiß ernüchternd weiter. Nach gut einer Stunde tat die Lauterer Führung ihr Übriges. Das 0:2 in der 84. Minute war dann schon ein gefühlter Gnadenstoß. Glücklicherweise hatte der eingewechselte Neuzugang Džeko aber andere Pläne und zeigte kurzerhand, warum er jahrelang im europäischen Topfußball für Furore sorgte. Der Anschlusstreffer weckte auch den Schalker Anhang noch einmal auf. Mit einer kämpferischen Leistung schaffte es unsere Mannschaft, das Ruder herumzureißen und doch noch einen Punkt aus diesem verloren geglaubten Spiel mitzunehmen. Der Torjubel zum 2:2 bleibt neben der Choreo aber als einziges positives Ausrufezeichen hängen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Auftritte negative Ausrutscher bleiben. In den nächsten Spielen muss hier definitiv ein anderes Gesicht gezeigt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der ausverkaufte Gästeblock konnte sich an diesem Tag auf jeden Fall sehen lassen. Neben einer starken Zaunbeflaggung, inklusive der großen „1. FC Kaiserslautern – unzerstörbar“-Fahne im Oberrang, stach vor allem die massive Anzahl an Schwenkern im Steher ins Auge. Schalparaden und Klatscheinlagen konnten sich ebenfalls sehen lassen. Auch akustisch lieferte der Anhang aus Lautern einen runden Auftritt ab, wenngleich gemessen an unserem Katastrophentag hier und da etwas mehr hätte ankommen können. Mit einem Spruchband und einer Fahne forderte die Fanszene die Abschaffung von Print@Home Tickets. Insgesamt darf man Kaiserslautern einen sehr runden Tag attestieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unterstützt wurden wir von Freunden aus Enschede! Danke Jungs! </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>VfL Bochum 1848 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:0 (2:0)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Während Bochum das Aufeinandertreffen mit uns gerne als Derby bezeichnet, besitzt dieses Spiel für uns eigentlich keine besondere Bedeutung. Auch die Bochumer Fanszene war für uns über Jahre hinweg kaum von Interesse und unser Fokus lag ehrlicherweise eher woanders. Umgekehrt scheint man dort jedoch eine deutlich tiefere Abneigung uns gegenüber zu haben. Nachdem man eigentlich hätte annehmen können, dass die Gegenseite aber aus den Ereignissen der vergangenen Jahre gelernt hat, fiel sie in den Wochen und Monaten vor dem Spiel einmal mehr durch eine übermäßig große Klappe auf. So machte sich bereits am Vorabend ein Teil der Schalker Fanszene auf den Weg nach Bochum, um sich persönlich von den Worten zu überzeugen. Auf der Gegenseite fand die Idee scheinbar nicht auf große Zustimmung, so dass es für den Haufen ereignislos wieder auf den Heimweg ging.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am nächsten Morgen traf sich unser Spieltagshaufen nahe der Bochumer Stadtgrenze, um von dort aus möglichst unbegleitet Richtung Ruhrstadion zu fahren. Natürlich waren die Gesetzeshüter relativ fix an unserem Treffpunkt angelangt, jedoch lief das Ganze entspannt ab. Zwar machten die Bullen die U-Bahn kurzerhand zu einer Direktfahrt Richtung Hauptbahnhof, so dass wir nicht wie geplant vorher aussteigen konnten. Trotz des relativ großzügigen Umwegs, über den die Cops uns führten und die leichten Verzögerungen aufgrund von Personalienkontrollen, erreichten wir das Stadion dennoch einigermaßen zeitig und hatten die Möglichkeit, uns im Block zu positionieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dafür wichen wir, wie auch im Jahr zuvor, auf den Hintertor-Sitzbereich aus. Hier hatten wir die Möglichkeit, uns mit den Gruppen breiter aufzustellen und den dennoch bescheidenen Block möglichst optimal nutzen zu können. Alles besser als der eigentliche Stehbereich im Ruhrstadion.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der heutige Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen reihte sich im folgenden leider in die der letzten Partien ein. Bereits vor der Winterpause bemerkten wir eine Lethargie, eine Antriebslosigkeit und fehlenden Willen innerhalb der Kurve. Dies ließ sich leider sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen erkennen. Selbstverständlich darf es nie der Fall sein, dass so etwas eintritt. Schon gar nicht in Spielen mit einer gewissen Brisanz sowie als Tabellenerster und derzeitiger Aufstiegskandidat. Zwar muss man sagen, dass das Ganze in der zweiten Halbzeit einen Ticken besser geworden war und man den ein oder anderen lauteren Moment erwischte, in Anbetracht der Gesamtsituation und auch unter Berücksichtigung des Gegentreffers in der ersten Minute, war das jedoch nicht zufriedenstellend. Lediglich die Schalparaden zu “Stadt der 1000 Feuer” und “E-jo FC Schalke” sahen sehr gut aus. Auch nach dem Anschlusstreffer, der vorher zu Unrecht abgepfiffen wurde und auch nach dem Tor, das später der VAR zurücknahm, konnten wir uns, leider nur kurzzeitig, aber dennoch immer wieder motivieren. Hier müssen wir den eigenen Ansprüchen in puncto Stimmung und Ausrastfaktor wieder gerechter werden und diese Momente mehr für uns selbst nutzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Laufe der ersten Halbzeit zeigten wir einige Utensilien der Bochumer, die uns in der Vergangenheit in die Hände gefallen sind. Sicherlich ein paar ärgerliche Exemplare für die Gegenseite, die da am Zaun hingen…</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem richteten wir per bereits aus Dublin bekannten, zweigeteiltem Spruchband, Worte der Unterstützung an unsere Jungs mit Betretungsverbot:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Wer euch brechen will, wird daran zerbrechen!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Gegen alle Betretungsverbote!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Bochumer zeigten zum Intro eine Choreo aus blauen Pappen und weißen Fahnen, die ein „VfL“ in die Kurve zeichneten, sowie den Spruch „Perle im Revier“ am unteren Ende des Blocks. Eine simple Aktion, die immerhin funktionierte. Auf der rechten Seite wurden die Pappen jedoch sehr früh heruntergenommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Insgesamt war der Auftritt der Ostkurve lautstärke- und mitmachtechnisch relativ passabel. Hin und wieder waren die Bochumer laut, teilweise ist das Stadion mit in die Gesänge eingestiegen. Insgesamt war das Ganze sehr spielbezogen, aber auch nichts Weltbewegendes. Für das Nichterscheinen am Vorabend dann aber ganz schön viel Gepöbel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Generell kann das Liedgut in BO als grausam betitelt werden. Vor allem das „So geh’n die Bochumer…“ am Ende löste massiven Fremdscham aus. Das Lied auf &#8222;Katherine&#8220; hingegen stach positiv heraus und hat beim Publikum gut gezogen. Im Gegensatz zum letzten Spiel war der Tifo höher und breiter verteilt. Zu Gast bei UB waren Ultras aus Bologna, bei RSK stand Münster in den Reihen. Darüber hinaus zeigte RSK ein Spruchband für die tödlich verunglückten Fans von PAOK.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem zeigte die Ostkurve während des Spiels mehrmals ein Banner mit der Forderung „für immer Ruhrstadion“. Neben besagtem Banner hingen vor und neben der Kurve noch zwei weitere Zaunfahnen mit „Ruhrstadion“. Hier hätten wahrscheinlich noch weitere am Dach, auf der Haupttribüne und an der Imbissbude gefehlt, damit es wirklich jeder sieht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielen Dank an unsere Freunde aus Nürnberg und Enschede, die uns heute wieder einmal unterstützt haben!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Spiel</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie bereits vor dem Spiel erwartete uns auch nach dem Spiel eine übertriebene Polizeipräsenz mit Beteiligung aller möglichen Einheiten. Diese führten uns zurück zum Hauptbahnhof, so dass wir in die U-Bahn steigen und Richtung Heimat aufbrechen konnten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Sonstiges</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Tage vor dem Spiel veröffentlichte die aktive Fanszene des VfL Bochum einen Flyer, in dem auf ein Sondertrikot aufmerksam gemacht wurde. Dieses sollte laut Vereinsmeldung erstmals zum Spiel gegen uns getragen werden. Darin kritisiert die aktive Fanszene, wie bereits in der Vergangenheit, die Farbwahl des Trikots, welches sich nicht auf die Vereinsfarben beschränkt beziehungsweise diese beinhaltet.</span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gegnervorstellung</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der VfL Bochum wurde 1938 durch Zusammenschluss des Turnvereins Bochum 48, Germania 06 und des TuS Bochum gegründet. Als offizielles Gründungsdatum wird sich dennoch auf das 90 Jahre frühere Jahr 1848 berufen. Seine Heimspiele trägt der Verein im Ruhrstadion mit Platz für 26.000 Fans aus, wobei die Namensrechte des Stadions seit der Saison 2006/07 an Sponsoren vergeben sind. Nennenswerte sportliche Erfolge hat der VfL bis heute nicht verzeichnet.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Rechtsform:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Stammverein ist der Verein für Leibesübungen Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V. und zählt knapp 33.000 Mitglieder. Die Fußballabteilung des VfL wurde jedoch im Jahr 2017 hin zur VfL Bochum 1848 GmbH &amp; Co. KGaA ausgegliedert. Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang die enorme Mehrheit von über 80% der Stimmen. Ein lange anhaltender Boykott der aktiven Fanszene war damals die Folge.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Fanszene:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Bochumer Fanszene hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten einige Veränderungen durchgemacht. Fester Bestandteil der Ostkurve ist seit 1999 die zentrale Gruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">Ultras Bochum</span></i><span style="font-weight: 400;">, welche sich nach außen hin politisch links positioniert. Daneben ist insbesondere das relativ junge </span><i><span style="font-weight: 400;">Ruhrstadtkollektiv </span></i><span style="font-weight: 400;">zu nennen, das direkter Nachfolger der Gruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">Melting Pott</span></i><span style="font-weight: 400;"> ist, welche mit der Ausgliederung des Vereins ihre Aktivitäten im Stadion 2017 einstellte. Zuvor gab es noch die Gruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">Whatever it takes Ultras</span></i><span style="font-weight: 400;"> welche als Vorgängergruppe von </span><i><span style="font-weight: 400;">Melting Pott</span></i><span style="font-weight: 400;"> gesehen werden kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Gastspiel des FC Schalke in Bochum vergangene Woche stellte der VfL ein in schwarz gehaltenes Sondertrikot vor, angelehnt an die Bergbau- und Stahlindustrie-Historie der Stadt. Ein gemeinsamer Protest der aktiven Fanszene allerdings sorgte dafür, dass die Mannschaft letztlich doch in Blau zum selbsternannten &#8222;Derby&#8220; auflief.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Freundschaften:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Freundschaften bestehen zum FC Bayern München, SC Preußen Münster und zum FC Bologna.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Feinde:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Weniger freundschaftlich gegenüber steht man insbesondere den Ruhrpottvereinen aus Dortmund, Wattenscheid und dem FC Schalke. Außerdem kann in dieser Auflistung noch Arminia Bielefeld genannt werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_39">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Freitagsausflug nach Darmstadt hatte die Nordkurve eine optische Aktion im Gepäck. Ein Nordkurve-Spruchband wurde zwischen Steh- und Sitzplatz hochgehalten. Anschließend leuchtete es kurz in beiden Bereichen. Schönes Intro &#8211; gebracht hat es leider nichts, das sportliche Geschehen auf dem Platz ging mit 0:2 verloren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Heimspiel gegen Preußen Münster konnte die Nordkurve mit einigen Fackeln über das Spiel verteilt auf sich aufmerksam machen. Spruchbänder gegen die zur Zeit wieder vermehrt aufkommenden und unverhältnismäßigen Einsätze der Bullen waren ebenfalls zu sehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nürnberger Elf auf dem Rasen kam nicht über ein 1:1 hinaus, obwohl man für einige Minuten in Führung ging. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tabellarisch ist man vor Beginn des jetzigen Spieltages in der goldenen Mitte auf Platz neun. Heute besteht in Paderborn aber die Chance, dies zu ändern. Wir drücken natürlich nicht nur aus egoistischen Gründen die Daumen. Nächste Woche kommt der KSC ins Achteck, eine Partie, die zumindest auf den Rängen viel verspricht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der FCT bleibt in 2026 ungeschlagen. Allerdings konnten die Tukkers in den letzten beiden Partien nur ein Unentschieden holen. Im Heimspiel gegen Excelsior blieb es torlos und beim NAC Breda trennte man sich 2:2. Somit steht Twente aktuell auf Tabellenplatz sieben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als nächstes spielen die Roten bei AZ Alkmaar ums Halbfinale im KNVB Beker. In der Liga geht es mit dem Heimspiel gegen Heerenveen weiter.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der mazedonische Fußball befindet sich weiterhin in der Winterpause. Nächste Woche geht es dafür dann direkt doppelt weiter. Unter der Woche wird der aufgrund von Wahlen abgesagte Spieltag, der ursprünglich im November gewesen wäre, nachgeholt. Anschließend folgt dann am Wochenende der reguläre Liga-Auftakt ins neue Jahr.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie schon beim Hinspiel hat die Fanszene der Granata das Spiel gegen die Zweite von Atalanta nicht besucht. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Spiele werden als charakterlos empfunden, da es keine gegnerische Stadtgeschichte, keine lokale Rivalität und oft auch keine gegnerischen Fans gibt, mit denen man sich messen kann. Für die Ultras von Salerno ist die Einführung von U23-Teams ein Projekt der „großen“ Vereine (aus der Serie A), um ihre Talente unter Wettbewerbsbedingungen zu parken, ohne diese an kleinere Vereine verleihen zu müssen. Viele Fans empfinden es als unfair, dass Zweitmannschaften Plätze in der Liga besetzen, die sonst an historische Vereine aus kleineren Städten gehen würden. Mit ihrem Boykott drücken die Ultras ihre klare Ablehnung gegen den modernen Fußball aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Spiel, das gemeinsam vorm TV verfolgt wurde, konnte 0:1 für Granata entschieden werden und auch beim darauffolgenden Auswärtsspiel gegen Sorrento konnten die drei Punkte mit nach Hause genommen werden. Beim Heimspiel gegen Giugliano trennte man sich unentschieden, sodass die Salernitana mit aktuell 46 Punkten Tabellendritter ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">US Salernitana &#8211; Giugliano Calcio 1:1 (1:0)</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nachdem ich am großen Besuch Anfang Januar aufgrund von Unistress und Co. nicht teilnehmen konnte, aber definitiv den Fratelli zeitnah nochmal einen Besuch abstatten wollte, kristallisierte sich das Spiel nach unserem Auswärtskick in Bochum schnell heraus. Also nach dem Gruselkick im kalten Bochum schnell ins Auto und auf in Richtung Aeroporto. Der Tag ging allerdings weiter wie er begonnen hatte und mit 45 Minuten Stau im Gepäck kamen mein Mitstreiter und ich am Gate an. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Maschine Richtung ewige Stadt war sehr gut im Zeitplan und wir erreichten Fiumicino 25 Minuten früher als geplant. Die gebuchte Bahn erreichten wir dank eines unfähigen Schaffners allerdings trotzdem nicht, inklusive anschließendem Wortgefecht zwischen den beteiligten Protagonisten. Naja, machste nichts und der Tag hatte ja noch ein versöhnliches Ende mit diversen Bieren unweit des Tibers in Trastevere. Wer mal in Rom ist, sollte es sich nicht nehmen lassen, abends die engen Gassen zu besuchen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am nächsten Morgen ging es dann nach einem kurzen Spaziergang am Forum Romanum vorbei Richtung Termini und mit dem Italo Richtung Amalfi Küste. Bei 300 km/h und einigen Bieren verging die Zeit wie von selbst und so erreichten wir in der Mittagssonne bei 18 Grad Salerno. Den Nachmittag verbrachten wir an der Bar Sanata Teresa mit einem weiteren Mitglied unserer Gruppe, ehe es nach einer kurzen Stärkung Richtung Räumlichkeiten von NG ging. Dort angekommen ging es nach allen Begrüßungen aber schnell weiter Richtung Stadion, da die Curva Sud nochmals Spenden für den kleinen Samuele Marcelli sammeln wollte, der traurigerweise im vergangenen November mit nur neun Jahren an einer seltenen Krankheit verstarb. Ihm zu Ehren wurde auch eine Schwenkfahne angefertigt. Vor dem Stadion angekommen wurden wir allerdings entführt und verbrachten die nächsten zwei Stunden noch in einer nahegelegenen Pizzeria mit diversen Salerno-Anhängern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei guten Gesprächen und viel Stickertauscherei verging die Zeit aber wie im Flug und wir enterten die Curva Sud circa 30 Minuten vor Anpfiff. Schnell noch positioniert und dann legte die Curva Sud auch schon direkt los. Die Mannschaft bedankte sich bei der Kurve für den guten Auftritt mit der 1:0-Führung nach einer Viertelstunde. Die Stimmung der ersten Halbzeit war im Anschluss ausgelassen. Leider verpassten es die Granatroten, noch einen Treffer nachzulegen, was sich natürlich in der zweiten Halbzeit rächen sollte. Der Ausgleich war schon ein Schock, aber es wurde alles in die Lieder gehauen, um doch noch die drei Punkte gegen den Tabellenletzten mitzunehmen. Von Erfolg gekrönt war das Ganze leider nicht, die Curva Sud war dementsprechend bedient und schickte die Mannschaft direkt in die Kabine. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Spiel ging es noch eine Stunde zu Centro Storico in den Club und nach dem Abschlussbierchen ging es geschafft ins Bett. So hieß es am nächsten Morgen Ciao und die Rückreise stand auf dem Plan. Die Zeit verging leider wie immer viel zu schnell, aber der nächste Besuch kommt bestimmt!</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_41">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_41  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Im Stimmungstief oder die Last des Führenden?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Lethargie, Antriebslosigkeit, fehlender Wille. Das sind die Worte, mit denen der Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen in Bochum ein paar Seiten zuvor beschrieben wird. Worte, die ziemlich genau das beschreiben, was ich sehe, wenn ich mich während der Spiele in die eigene Kurve umdrehe und in die Gesichter vieler Schalker schaue. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unten auf dem Rasen spielt eine junge, motivierte Truppe, bei der man wirklich spürt, dass sie alles versucht, um jedes einzelne Spiel zu gewinnen. Man spürt, dass Trainer, Staff und Mannschaft eine Einheit sind, dass kontinuierlich gearbeitet wird und dass unsere Vereinsführung inklusive des sportlichen Managements Ideen und daraus resultierende Ziele nachhaltig verfolgt. Wir sind derzeitiger Tabellenführer, Aufstiegskandidat und haben eine Ausgangslage, die wahrscheinlich so gut ist wie selten zuvor. Eigentlich stehen alle Zeichen auf Grün und es gibt wenig, das gegen eine laute, emotionale und eskalierende Kurve sprechen dürfte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch genau das scheint derzeit das Problem der gesamten Schalker Anhängerschaft, sowohl bei unseren Heimspielen als auch bei diversen Auswärtsspielen, zu sein. Mit steigender Erwartung aufgrund einer guten Tabellenplatzierung und dem damit automatisch verbundenen möglichen Aufstieg, steigen die Ansprüche an die sportlichen Geschehnisse auf dem Platz sowie damit einhergehend die Nervosität während der 90 Minuten. Führen wir, ist jeder angespannt, dass wir den Ausgleich kassieren, liegen wir zurück, ist jeder angespannt, dass wir den Ausgleich nicht mehr schaffen. Bedeutet: Keiner bekommt den Mund auf, was dazu führt, dass wir die Geschehnisse auf dem Platz nicht zu unseren Gunsten beeinflussen können. Immer wieder hören wir es von den Spielern: „Die Stimmung hat uns maximal gepusht“, „wir konnten über die Grenzen hinausgehen“, „Heimspielatmosphäre“. Aber genau für diese Dinge ist jeder einzelne von uns in der Kurve selbst verantwortlich. Jeder ist verantwortlich, eine Atmosphäre zu erzeugen, die gar nichts anderes zulassen kann, als einen Sieg für Schalke 04, und die am Ende der Saison vielleicht sogar den Aufstieg realisiert. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf dem Platz kann vieles passieren, es gibt viele Eventualitäten, viele Zahnräder müssen ineinander greifen und auch ein Quäntchen Glück gehört dazu. Es gibt viele Akteure, bei denen jeder einzelne seine Aufgabe erledigen muss, um am Ende gemeinsam erfolgreich zu sein. Einer dieser Akteure, am Rande des Platzes, sind wir. Die Nordkurve Gelsenkirchen mit ihrer gesamten Anhängerschaft, egal wo in Deutschland. Wir gemeinsam müssen die Aufgabe erfüllen, alles Mögliche dafür zu tun, dass die Spieler auf dem Platz alles geben können. Wir sind, möglicherweise, am Ende der Saison das Zünglein an der Waage. Nur wir haben die Möglichkeit, die Stimmung von den Rängen auf den Rasen überschwappen zu lassen. Und das Mittel, um genau diese Atmosphäre und diese Emotionen auf den Platz zu übertragen, ist unsere Stimme. Es sind unsere Fahnen, unser Klatschen und unsere Lieder.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und der Fahrplan dafür ist klar: Lassen wir uns nicht durch die an die eigene Erwartungshaltung gekoppelte Anspannung beeinflussen und halb-schweigend einem Tor entgegenzittern sondern im Kollektiv jedes einzelne Lied mit den gleichen Emotionen vortragen, als wäre es DAS entscheidende Lied am letzten Spieltag um den Aufstieg. Schließt die Augen, ballt die Fäuste, schreit unseren FC Schalke 04 nach vorne, lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass von Anfang an klar ist, wer hier das Spiel gewinnt. Denn erst, wenn wir unseren eigenen Soll erfüllt haben und mit Stolz behaupten können, heute alles Mögliche gegeben zu haben, erst dann kann jeder von uns zufrieden sein. Wir haben das Zepter selbst in der Hand, wir müssen es nur nutzen.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Max</span></i></p></div>
			</div><div id="tellerrand" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_41">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Mit der heutigen Ausgabe startet eine kleine Kolumbien-Reihe im Blauen Brief. Wir konnten die Gruppe Comandos Azules vom Millonarios FC für ein Interview gewinnen, welches wohl in Deutschland bisher seinesgleichen sucht, denn aus Kolumbien ist noch nicht viel in unsere Gefilde gelangt. Bevor wir aber mit diesem starten, möchten wir euch zur Einstimmung zwei Spielberichte von den Derbys der Millonarios liefern, die einen ersten Eindruck liefern, was in Kolumbien so los ist.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Die Spielberichte sind bereits im sehr empfehlenswerten Hopping-Heft ¡A la cancha!, aus Schalker Feder, erschienen. Wer es bisher noch nicht gelesen hat, sollte spätestens bei der nächsten Ausgabe am Infostand zuschlagen.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Kolumbien-Reihe</span></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;"></span></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Independiente Santa Fe &#8211; Millonarios FC 3:2, Estadio El Campín, 22.03.2025 </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Da mein Mitreisender und unser Gastgeber am Vorabend lange die Stadt unsicher gemacht hatten, fuhr ich erstmal per Uber in die Stadt und frühstückte etwas. Praktischerweise ist Koma, ein ehemaliger S04-Allesfahrer, vor einigen Jahren nach Bogotá ausgewandert und hat dort sehr guten Kontakt zu den Barras von Millonarios FC. So konnte nicht nur die Übernachtungsmöglichkeit in Bogotá und die Tickets für beide Clásicos (das Heimspiel von Millonarios vom 17. Spieltag wurde wegen eines Konzerts im Stadion praktischerweise vorverlegt) entspannt eingetütet werden – danke dafür! – sondern auch wirklich in die dortige Fankultur hereingeschnuppert werden, doch dazu später mehr.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erstmal wurde ich nach deren Erwachen eingesammelt und für die Jungs gab es ein kolumbianisches (Kater-)frühstück und für mich eine Suppe als zweites Frühstück. Nach dem Erledigen von Standardkram wie Geld wechseln und Klamotten wegbringen ging es erstmal ins Barrio der La Banda Kilombo Norte, einer Untergruppe der Comandos Azules, einer der großen Barra Bravas von Millonarios FC. Dort stieß nach zwei Bieren in einem Kiosk das erste Mitglied der LBKN zu unserer illustren Reisegruppe.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir gingen uns noch kurz umziehen, da zum Beispiel Gürtel in der Kurve nicht erlaubt sind. Da ich stolz berichten kann, dass ich seit der letzten Ausgabe einige Kilo verloren habe, ging das mit meiner Hose so gar nicht auf, weswegen Koma mir mit einem Schnürsenkel aushalf, der fortan meine Hose an Ort und Stelle hielt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Gut vorbereitet konnte es somit losgehen zum Treffpunkt am Stadion, wo ein „Korridor“ für die Gäste geschaffen wurde, über den zeitlich und örtlich die Anreise zu erfolgen hat. Dass es überhaupt Karten für die Gäste gab, war tatsächlich keine Selbstverständlichkeit. Denn während bei Gastspielen von Santa Fe wohl immer Tickets für die Gäste ausgegeben wurden, war das bei Millonarios sehr häufig nicht so.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Treffpunkt wurden wir von zahlreichen Mitgliedern der LBKN und allgemein von Comandos Azules begrüßt und ein ums andere Mal war unsere Hautfarbe Thema und wir das Ziel einiger kritischer Blicke. Meistens im Spaß, aber einige finden Ausländer in ihren Reihen verständlicherweise nicht sonderlich cool. Unser Besuch war allerdings mit der Führung des Comandos Azules abgesprochen.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fabian und ich schlugen bei einem lokalen Händler zu und gönnten uns alte Trikots von Millonarios für umgerechnet knappe 15 Euro. Damit waren wir schonmal etwas angepasster unterwegs, auch wenn wir an der Hautfarbe so schnell nichts ändern konnten.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eingestimmt wurde sich bei Essen und zahlreichen Bieren von den fliegenden Händlern, wobei ich mit einem Fleisch- und Wurstspieß mit einer ganzen Kartoffel oben dran und einem Bällchen aus Maisteig gefüllt mit Gemüse und Ei sehr happy war.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Vor Ort wurden schon viele Stunden vorm Einlass die Schwenkfahnen auf die Stöcke gezogen und reichlich geschwenkt, wobei sich hin und wieder auch warmgesungen wurde. Ein koordiniertes Einsingen gab es jedoch nicht.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Atmosphäre war sehr entspannt, wobei ich sie für ein Derby als etwas zu chillig empfunden habe. So eine gesunde Anspannung hatte ich erwartet, ich kann mich aber auch in der Wahrnehmung getäuscht haben. Der Hass zwischen beiden Fanlagern ist wohl nicht zu unterschätzen, da er vor allem auch mit (Waffen-)Gewalt Ausdruck findet.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glimpflich ging es heute für drei verirrte Jungs von Santa Fe aus, die mit ihren knallroten Trikots die Straße am Treffpunkt entlangliefen. Sie wurden nur beleidigt und mit allerlei Dingen beworfen, die gerade gut in der Hand lagen. „Selbst schuld“, dachte sich wohl auch die anwesende Polizei, die sich das Spektakel anschaute und dabei herzhaft lachte.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das gesamte Material an Zaun- und Blockfahnen war schon frühzeitig ins Stadion gebracht worden und auch die andere große Gruppe – Blue Rain – war zwischenzeitlich mit ihrem Material vorbeigelaufen. Die beiden Gruppen haben eine lange Historie, in der man sich so gar nicht verstanden hat und es auch mehrere Verletzte gab. Die Hintergründe waren vielfältig: Vormachtstellung in der Kurve, das Recht Klamotten zu verkaufen und diverse sonstige Machenschaften. Aktuell steht man wieder in der Nord quasi nebeneinander, allerdings in unterschiedlichen Blöcken auf unterschiedlichen Rängen und mit unterschiedlichen Eingängen sowie Treffpunkten. Das ist eher als Waffenstillstand zu betrachten und gut verstehen tut man sich weiterhin nicht. Supportet wird auch nicht dauerhaft einheitlich, sondern meistens jeder für sich, wobei Comandos Azules den größeren Haufen stellt.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine ähnliche Spaltung in zwei Lager gab es auch mal bei Comandos Azules, die ebenfalls mit Waffengewalt ausgetragen wurde und einige Tote zur Folge hatte. Mittlerweile ist das aber komplett Vergangenheit und Personen von beiden Seiten stehen wieder gemeinsam im Block und sind teilweise sogar in der gleichen Untergruppe organisiert.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir dann im Stadion waren, erreichte uns noch die Nachricht, dass Santa Fe den Mannschaftsbus von Millonarios angegriffen hat, wofür auch hier schon Spiele abgesagt wurden. Ohne weitere Details erfahren zu haben, war ich dennoch sehr froh, dass das Spiel dann nachher pünktlich angepfiffen wurde.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Wir standen recht weit oben in der Kurve, am Standort der LBKN unter deren Fahne mit der Aufschrift Salchi. Salchicha – so der Spitzname des Verstorbenen Mitglieds der Vor-Vorgänger-Gruppierung des LBKN – war 1999 federführend daran beteiligt, dass in einem sehr blutigen Kampf einige Zaunfahnen der La Guardia von Santa Fe erbeutet wurden und genießt deswegen bis heute Legendenstatus. Daher ziert statt des Gruppennamens eben sein Name die Zaunfahne der Untergruppe.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor Spielbeginn waren wir noch einige Male Mittelpunkt der zahlreichen Gespräche und Blicke, bekamen aber auch viele Handshakes und nicht nur einmal Koks angeboten. Das gibt es hier wenig überraschend wohl in guter Qualität für ‘nen schmalen Taler.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Zum Start hatte Santa Fe eine kleine Choreo vorbereitet, in dem der Pokal der Copa Sudamericana als Blockfahne heruntergelassen und dazu ein Spruchband mit der Aufschrift „Unsere Geschichte ist euer Traum“ gezeigt wurde. Zeitgleich wurde auf der Gegengeraden eine große Blockfahne mit der Aufschrift „Ihr könnt es sehen, aber nicht anfassen“ gezeigt. Quasi selbsterklärend, denn Santa Fe hat 2015 die Copa Sudamericana, den zweithöchsten Vereinstitel im CONMEBOL, gewonnen und Millonarios kann keinen relevanten internationalen Titel sein Eigen nennen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Kurven starteten beide mit herausragender Lautstärke ins Spiel, wo man wirklich sagen kann, dass sich Europa davon deutlich mehr als nur eine Scheibe abschneiden könnte. Phasenweise hat bei Santa Fe das ganze Stadion mitgezogen und bei Millonarios waren wir Kartoffeln wirklich die einzigen, die – wegen der Sprachbarriere – nicht komplett freigedreht sind. Lediglich bei „Vamos Azules“ und „Puta Santa Fe“ konnte ich mich einbringen und auch den Text verstehen und mitgrölen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Melodien und teilweise auch die Texte sind in ganz Südamerika quasi identisch und daher war an der Front nichts neues zu erwarten, aber die spanische Sprache gepaart mit den Melodien sorgt schon für zahlreiche Ohrwürmer, auch wenn man nichtmal die Hälfte versteht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Cool sind definitiv auch noch die Instrumente, die in der Kurve gespielt werden. Meistens beginnen die Lieder damit, dass die Vorsänger sie anstimmen, die Kurve und die Blasinstrumente einsteigen und nach ein bis zwei Durchgängen die Trommeln dazukommen und die Lautstärke noch mal gehörig explodiert. Diese Übergänge sind wirklich Gänsehautmomente, wie man sie in Deutschland nur bei wirklichen Highlights hinbekommt. Wahnsinn.</span></p>
<p> <span style="font-weight: 400;">Im Spielverlauf konnte man bei uns die Heimkurve nur ganz selten vernehmen, wenn sie das ganze Stadion motiviert bekamen und bei Millonarios gerade eine kurze ruhigere Phase war. Ansonsten kann man sagen, dass man die Jungs und Mädels der La Guardia „wegen der eigenen Aktivität“ nicht wirklich vernehmen konnte. Obwohl ich glaube, dass auch sie einen sehr guten Auftritt hatten, da man mindestens die ganze Kurve dauerhaft springen sah.</span></p>
<p> <span style="font-weight: 400;">Wie erwartet fiel bei Millonarios auf, dass Blue Rain in der von uns linken, etwas nach unten versetzten Ecke der Kurve die meiste Zeit ihr eigenes Ding durchzogen. Hin und wieder – keine Ahnung, ob das nur Zufall war – wirkte es, als würden beide Kurven zusammen singen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Spielverlauf war gefühlt relativ langweilig, obwohl es fünf Tore und eine rote Karte für Millonarios gab. Bemerkenswert ist an der Stelle, dass man nach Gegentoren und der roten Karte kaum einen negativen Einfluss auf die Stimmung wahrnehmen konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Generell war das Spiel auch sehr hitzig inklusive mehrerer Rudelbildungen, wobei es nach der Roten gegen Millonarios richtig wild und unübersichtlich wurde. Am Ende nahm der VAR die ursprüngliche rote Karte zurück, dafür bekam ein anderer Spieler für die Rangeleien eine unter die Nase gehalten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Darüber hinaus mussten die Spieler bei Auswechslungen mehrfach durch den Schiri vom Platz begleitet werden, da sie scheinbar komplett das Laufen verlernt hatten. Manch ein Spieler von Santa Fe wurde auch von einem Millonarios-Kollegen die letzten zwei Meter runtergeschubst. Insgesamt scheint die Disziplin im kolumbianischen Fußball etwas abhandengekommen zu sein. Nach roten Karten wird nämlich geschlagene drei Minuten demonstrativ auf dem Feld stehen geblieben und auch die klassischen Stör- oder Zeitverzögerungsaktionen werden wahnsinnig intensiv durchgeführt. Echt schon krass nervtötend. Besonders Santa Fe wirkte da auf mich äußerst unsympathisch, lag allerdings halt auch die meiste Zeit in Führung und rettete das 3:2 im Endeffekt auch über die Zeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Abpfiff gab es noch eine etwas längere Blocksperre, ehe wir wieder auf den Vorplatz gehen und etwas zu essen kaufen konnten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Millonarios FC &#8211; Independiente Santa Fe 2:0, Estadio El Campín, 26.03.2025 </span></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Morgens ging es abermals in den Flieger und zurück nach Bogotá. Wir trudelten wieder bei Koma ein und verbrachten seine Mittagspause in einem Crêpes- und Waffelladen mit dem einfallsreichen Namen „Crepes &amp; Waffles“, der sich hier äußerster Beliebtheit erfreut und diesen guten Ruf auch absolut zu recht innehat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Gut gestärkt erledigten wir noch einige Besorgungen, ehe wir uns wieder mit den Jungs von La Banda Kilombo Norte trafen und die ersten Bierchen zischten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zeitnah ging es zum Treffpunkt der Comandos Azules nahe des Stadions, wo der von der Polizei gestattete Bewegungsradius diesmal deutlich größer war und wir zunächst einem Kiosk mit zahlreichen Sitzgelegenheiten einen Besuch abstatteten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Laden platzte ziemlich zügig, nachdem wir uns mit den ersten Bieren auf Komas Nacken niedergelassen hatten, wirklich aus allen Nähten. Als ich mich auch mal mit einer Runde bei den Jungs revanchieren wollte und zum Bier holen aufbrach, gab es im Gedränge wie immer die typischen skeptischen Blicke, wobei ich diesmal sogar von einem der Jungs von LBKN verfolgt wurde, da er mir wohl den Einkauf der Biere nicht zutraute. Als ich seine auf spanisch gestellte Frage, ob ich denn Spanisch spreche, verneinte, lachte er, schüttelte den Kopf und übernahm den Bestellprozess. Auch wenn ich wohl in jedem Land eine Bierbestellung hinbekomme, war ich froh, immerhin bezahlen zu dürfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir noch unter dem Vordach des Kiosks verweilten, brach draußen mal wieder ein monsunartiger Regenschauer aus, bei dem wir ziemlich froh sein konnten, über überdachte Sitzplätze zu verfügen. Da hätte ich mir wohl den sicheren Tod abgeholt, wenn ich komplett durchnässt bei 15 Grad Celsius noch einige Stunden hätte draußen verbringen müssen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Comandos Azules hatte öffentlich aufgerufen, nicht im Trikot beziehungsweise in zivil zu erscheinen, da die Polizei nach dem Spiel gerne die Treffpunkte auflöst, weil es rund ums Stadion nicht ganz so viel zu tun gibt und sie die Leute gerne schnell weghaben wollen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zudem sollte jeder, der das Clásico „richtig fühlt“, sein Gesicht blau anmalen. Wofür man in unseren Gefilden wohl zurecht hart ausgelacht werden würde, fand hier doch einigen Zuspruch. Auch die Führungsetage der Comandos Azules konnte nachher mit komplett dunkelblauem Gesicht beobachtet werden und ganz so Panne, wie ich es mir vorgestellt habe, sah es tatsächlich nicht aus. Koma sagte, dass das zumindest auf Kurvenfotos halt extrem gut wirkt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Einsingen vor der Kurve wurde ebenso aufgerufen und wer hier die Videos aus San Lorenzo und Co vor Augen hat, wird wissen, was uns hier – wenn auch in etwas kleinerem Maßstab – erwartete. Wahnsinn! Ich würde euch am liebsten mein Video hier im Heft abdrucken, aber leider funktioniert das beim ¡A la Cancha! noch nicht wie beim Tagespropheten. Wir arbeiten dran. Aber im Ernst: Gegen dieses Einsingen stinkt wirklich jedes deutsche Derbyeinsingen hart ab. Da wird auf jeder Empore, auf den Treppen, auf dem Kassenhäuschen und auf den Zäunen unterhalb der Kurve von wirklich jedem herumgesprungen, als gäb’s kein Morgen mehr. Dazu ein Meer aus Fahnen, lautstarke Gesänge und natürlich instrumentalische Begleitung. Wirklich mal ein Erlebnis, da so mittendrin zu sein. Und als Hopper aufgrund der baulichen Gegebenheiten des Stadions tatsächlich auch ohne „Aufenthaltsgenehmigung“ sonst nicht möglich. Wir wurden nämlich dieses mal im Block auch ganz direkt angesprochen, woher wir kommen und mit wem wir hier sind. Dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen wäre bei falscher Antwort ein Rausschmiss aus der Kurve wohl unser geringstes Problem gewesen. Mit der Antwort LBKN, die auch direkt einige Kolumbianer um uns herum herausbölkten, waren die Fragesteller aber stets zufrieden und begrüßten uns dann in ihren Reihen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Support im Block war dann, wie man mittlerweile sagen kann, so lautstark und abwechslungsreich wie gewohnt. Erstaunlich war hier nur, dass bei einem nahezu komplett blau-weißen Stadion die Lieder selten alle von den Sitzen rissen. Dies lag weniger daran, dass es irgendwem an Motivation gefehlt hätte, sondern schlicht und ergreifend an dem unabgestimmten Support der beiden Kurven. Teilweise war Comandos Azules für einen kurzen Moment leise und die zur rechten liegende Haupttribüne stieg in die Gesänge von Blue Rain ein. Sobald Comandos Azules aber wenige Sekunden später wieder Vollgas gab, verstummte die Tribüne, da man mit dem gleichzeitigen Support der beiden Gruppen verständlicherweise so gar nicht zurechtkam. Selbiges ergab sich umgekehrt mit der Gegengerade neben Blue Rain in stillen Phasen ebendieser.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das muss für Hopper auf einer der beiden Tribünen natürlich eher frustrierend sein, da die gesamte Fanszene so quasi nie ihr Potential abruft, da einfach stumpf gegeneinander angesungen wird. Sehr schade.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genügend Gründe, das volle Potential abzurufen, gab es heute durchaus, denn dieses Spiel verlief deutlich positiver als das letzte. Nach einer recht frühen roten Karte in der 29. Minute für Santa Fe – die ich während des Spiels wirklich komplett verpasst habe – gelang nach zwei Treffern in der zweiten Hälfte ein ungefährdeter 2:0-Sieg. Die eine oder andere Rudelbildung durfte da natürlich nicht fehlen, sonst wäre es schließlich kein kolumbianisches Erstligaspiel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Spiel ereignete sich etwas völlig Absurdes: Während beim Hinspiel logischerweise die Heimfans direkt nach Hause gehen durften und wir mit Blocksperre noch etwas ausharren mussten, durften diesmal unverständlicherweise wieder die Fans von Santa Fe direkt nach Abpfiff abhauen. Und das gesamte restliche Stadion hatte eine Blocksperre. Junge, wie dumm ist das denn? Kannste keinem erzählen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir dann endlich raus durften und bei Kaltgetränken und geilen Chorizo-Hotdogs noch auf ein aufgrund von Kommunikationsproblemen abhandengekommenes Auto der Jungs von LBKN warteten, laberte mich auf einmal ein fliegender Händler beziehungsweise Bettler in Millonarios-Klamotten etwas aufdringlich auf Spanisch voll, wo ich denn herkäme. Auf meine Aussage „Alemania“ war seine Antwort „Schalke cero cuatro“, woraufhin man sich bis auf seine aufdringliche und etwas vercrackte Art auf Anhieb gut verstand. Da er aber mit der Zeit etwas zu weit in die eigene Wohlfühlzone vordrang und dabei immer lauter wurde, weil er auf seinen Drogen offensichtlich nicht verstanden hatte, dass ich gar kein Spanisch spreche, schaltete sich einer der Jungs von LBKN ein und setzte dem Treiben ein Ende. Nach einem Wortgefecht der beiden, wonach sich der Bettler kurz verzogen hatte, kam er wieder und wurde nach einer erneuten Entgleisung und der Weigerung sich zu verkrümeln kurzerhand umgetreten, was bei den nur drei Meter daneben stehenden Polizisten nur Achselzucken und Grinsen hervorrief. Das wäre bei uns vermutlich auch anders verlaufen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Naja, so fand dann auch der letzte wilde Abend ein Ende, wo nochmal ordentlich in die hiesige Fankultur eingetaucht werden konnte. Vor allem das Einsingen hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. </span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Dortmund:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Am Rande des Champions-League-Spiels zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand kam es zu einer polizeilichen Maßnahme gegen Anhänger der Schwarz-gelben, genauer gesagt zunächst zu einer Personalienfeststellung und anschließend einer Durchsuchung der Räumlichkeiten des Fanprojekts Dortmund. Dadurch erreichten viele den Heimblock erst zur Halbzeit, sodass die Südtribüne den Support erst in der zweiten Hälfte aufnahm. Das Fanprojekt kritisiert die Durchsuchung als historischen Einschnitt, da es in fast 40 Jahren keinen vergleichbaren Vorgang gegeben habe. Es betont, kein „Fanlokal“, sondern eine sozialpädagogische Jugendhilfeeinrichtung zu sein, deren Arbeit auf Vertrauen, Vertraulichkeit und freiwilliger Teilnahme beruht. Die Maßnahmen stützen sich wohl auf den Verdacht eines vorangegangenen Übergriffs gegen einzelne Mailänder. Die Durchsuchung ist ein problematisches Signal, weil sie die notwendige Unabhängigkeit und Vertrauensbasis der Fanarbeit untergräbt und das Verhältnis zwischen Polizei, Fans und Fanprojekten belastet. Das Fanprojekt fordert eine Rückkehr zum Dialog und eine respektvolle Behandlung als soziale Einrichtung, um Prävention und Deeskalation weiterhin leisten zu können.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Das Commando Cannstatt kritisiert die UEFA scharf für ihren Umgang mit Fans bei internationalen Spielen. Während sich die UEFA als moderner und professioneller Ausrichter inszeniere, würden Gästefans systematisch benachteiligt, schikaniert und mit Kollektivstrafen belegt. Fanaktionen und gelebte Fankultur würden von UEFA-Beobachtern als „Fehlverhalten“ gewertet und mit Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder Zuschauerausschlüssen sanktioniert, während gleichzeitig repressive Maßnahmen von Behörden und Vereinen gegenüber Gästefans folgenlos blieben. Die Fanszene sieht darin ein ungerechtes Strafsystem, das gezielt darauf abziele, Fans mundtot zu machen und aus den Stadien zu verdrängen. Am Beispiel der Kollektivstrafe gegen die Fans von YB Bern betont das Commando Cannstatt die Bedeutung von Solidarität zwischen den Fanszenen, um solche Maßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Ziel der UEFA, durch Kollektivstrafen Spaltung zwischen Fans und Vereinen zu erzeugen, müsse aktiv verhindert werden. Zugleich wird gefordert, dass sich auch die Vereine deutlicher hinter ihre Anhänger stellen und das Sanktionssystem der UEFA geschlossen ablehnen..</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Rumänien:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Sieben Anhänger von PAOK Saloniki sind auf dem Weg zum Europa-League-Spiel bei Olympique Lyon bei einem schweren Verkehrsunfall in Rumänien ums Leben gekommen. Das Auto der Reisegruppe geriet nach einem Überholmanöver frontal in einen Lastwagen. Der Unfall ereignete sich nahe der Stadt Timisoara. Vereinsführung sowie Griechenlands Ministerpräsident zeigten sich tief erschüttert und auch in vielen europäischen Stadien wurde der Opfer mit Solidaritätsbekundungen gedacht. PAOK informierte die UEFA über die Tragödie und forderte eine Spielabsage. Der Verband lehnte diese jedoch ab und bestätigte die Austragung der Partie in Lyon. Aus Protest und aus Trauer stornierten viele PAOK-Fans ihre Reise oder kehrten um, sodass der Gästeblock leer blieb. Ruhet in Frieden, PAOK-Fans.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Magdeburg:</strong></span> Die Geschehnisse rund um den Polizeieinsatz beim Spiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden werfen grundlegende Fragen nach Verhältnismäßigkeit, Einsatzstrategie und Verantwortlichkeit auf und sorgen für große Verunsicherung. Zunächst kam es nahe des Gästeblocks zu Auseinandersetzungen. Diese Situation galt jedoch nach kurzer Zeit als beruhigt. Dennoch wurden im weiteren Verlauf Polizeikräfte in den Bereich hinter der Nordtribüne verlegt. Die Staatsmacht lief dort mehrfach in geschlossener Formation auf Fans zu und setzte großflächig Pfefferspray ein. Ein Ausweichen war für viele Anwesende praktisch unmöglich, da Fluchtwege durch Zäune, geschlossene Tore und den starken Publikumsverkehr während der Halbzeitpause blockiert waren. Dadurch wurden zahlreiche Stadionbesucher in die Maßnahmen hineingezogen. Statt zu einer Beruhigung der Lage führte dieses Vorgehen zu Panik und weiterer Eskalation. In der Enge des Umlaufs sowie in Durchgängen und sanitären Anlagen kam es zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken, was das Chaos weiter verschärfte. Das Vorgehen wirkte weder koordiniert noch deeskalierend, sondern trug maßgeblich dazu bei, dass sich Solidarisierungseffekte entwickelten und die Situation außer Kontrolle geriet. Erst als sich die Bullen aus dem Innenraum zurückzogen, löste sich die Lage abrupt auf. Die Darstellung der Polizei, Fans hätten gezielt einen Angriff auf diese vorbereitet, wird von der Fanhilfe Magdeburg entschieden zurückgewiesen. Gerade weil dieser Bereich des Stadions üblicherweise nicht durch Polizeikräfte, sondern durch Ordner betreut wird, erscheint die Annahme eines geplanten Angriffs dort weder schlüssig noch plausibel. Vielmehr liegt die Verantwortung für die Eskalation in der Entscheidung der Einsatzleitung. Nach ersten Schätzungen wurden weit über 100 Stadionbesucher verletzt oder geschädigt. Bislang ist unklar, in wie vielen Fällen diese Verletzungen auf polizeiliche Maßnahmen, wie den Einsatz von Pfefferspray, zurückzuführen sind. Dies gilt auch für die Verletzten auf Seiten der Staatsmacht, obwohl hier von der Polizeigewerkschaft und Presse schon von versuchtem Mord gesprochen wird. Dabei wurde auch auf ein absurdes KI generiertes Bild gesetzt, welches einen schwer verletzten Polizisten darstellt, um nochmal mehr das “Feindbild Fußballfan” zu verdeutlichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Personen, wovon einer bereits in Untersuchungshaft sitzt aufgrund der vorher erwähnten Anschuldigungen. Gerade deshalb fordert die Fanhilfe in ihrer Stellungnahme eine sachliche, transparente und unabhängige Aufarbeitung der Vorgänge. Pauschale Schuldzuweisungen und populistische Forderungen helfen nicht weiter, sondern verzerren das Bild der Ereignisse. Notwendig ist eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem polizeilichen Vorgehen, um künftig vergleichbare Eskalationen zu verhindern und den Anspruch auf eine faire, verhältnismäßige und rechtsstaatliche Behandlung aller Stadionbesucher zu wahren. </span></p></div>
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		<title>Ausgabe 08+1: 1. FC Kaiserslautern</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>willkommen zum ersten Heimspiel in 2026. Wir hoffen, ihr hattet eine erholsame Winterpause und seid hoch motiviert, heute die ersten drei Punkte der Rückrunde einzufahren. Findet ihr in der ersten Ausgabe eines neuen Kalenderjahres ansonsten immer einen üppigen Rückblick auf die Winterpause, entfällt dieser Teil dieses Mal in Gänze. Schlichtweg, weil es nichts zu berichten gibt. Die Mannschaft ist in den heimatlichen Gefilden geblieben und das einzige Testspiel wurde aufgrund der Wetterbedingungen ins Parkstadion verlegt. Zuschauer wurden zu diesem Spiel ausgeschlossen, sodass es auch an dieser Stelle leider keinen Spielbericht gibt.</p>
<p>Der Start ins Fussballjahr 2026 war am vergangenen Wochenende leider so ganz und gar nicht von Erfolg gekrönt. Bereits während der Hinfahrt waren wir Schikanen der Staatsmacht ausgesetzt. Schlussendlich war dies leider kein Vergleich dazu, was uns in Berlin erwartete. Deutlich schlimmer hat es allerdings die Heimfans erwischt. Aufgrund roher Polizeigewalt entschied sich die aktive Fanszene von Hertha, nach wenigen Minuten ihre Kurve zu verlassen. Wir solidarisierten uns, indem wir auf Support verzichteten. Alles weitere hierzu findet ihr im Spielbericht sowie in der gemischten Tüte. Bleibt zu hoffen, dass dies kein Vorgeschmack auf die restliche Spielzeit war.</p>
<p>Mit dem 1.FC Kaiserslautern erwartet uns heute ein Gegner, der im Aufstiegsrennen mitmischen möchte. Der deutliche Sieg gegen den direkten Kontrahenten Hannover 96 am vergangenen Spieltag hat dies unterstrichen. Um von Minute 0 an unserer Mannschaft die volle Unterstützung mitzugeben, wird es heute erneut eine Choreographie in der Nordkurve geben. Durch die zahlreichen Choreos in der Hinrunde sollte es ein Selbstläufer werden. Da aber Routine auch immer anfällig für Fahrlässigkeit ist, gilt es für jeden Königsblauen, aufmerksam den Choreoflyer zu lesen und die Anweisungen zu befolgen. Nur gemeinsam kann das gewünschte Bild in die Nordkurve gezaubert werden.</p>
<p>Auf geht’s in ein erfolgreiches Jahr 2026 – Rock on Nordkurve Gelsenkirchen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; 1. FC Nürnberg, Verein für Leibesübungen e.V. 1:0 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vor dem Spiel</strong></span></p>
<p>Nach dem Auswärtssieg in Düsseldorf stand das Heimspiel gegen unsere Freunde an. Wir trafen uns frühzeitig, um uns gemeinsam auf die Partie einzustimmen und schon mit dem ein oder anderen Nürnberger anzustoßen.</p>
<p>Zu Ehren der Freundschaft zeigte die Nordkurve Gelsenkirchen eine Wechselchoreografie. Mit blauen und weißen Ponchos wurde zunächst über die gesamte Kurve hinweg das Schalker Vereinswappen dargestellt. Auf Kommando formten anschließend hochgehaltene Pappen in rot schwarz und weiß das Wappen des 1. FCN. Der blitzschnelle Wechsel inklusive des Übergangs zum Oberrang funktionierte reibungslos und erzeugte innerhalb weniger Sekunden zwei völlig unterschiedliche Bilder.</p>
<p>Abgesehen von kleinen Schönheitsfehlern am Übergang kann das Ergebnis absolut überzeugen. Dass ein derart komplexes Motiv in der Stehplatzkurve umgesetzt werden konnte, ist vor allem der Disziplin jedes einzelnen Schalkers zu verdanken. Perfektioniert wurde der Wechsel durch das Kommando „F-C-N“, bei dem synchron von Ponchos zu Pappen gewechselt wurde. Bis kurz vor der Halbzeit blieben die Ponchos an, sodass unser Wappen die komplette erste Spielhälfte die Kurve zierte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordkurve Gelsenkirchen</strong></span></p>
<p>Sichtlich gepusht starteten sowohl Mannschaft als auch Kurve gut in die Partie. Besonders die Wechselgesänge mit dem Oberrang und der Südkurve wurden gut angenommen.</p>
<p>Das Spiel flachte jedoch schnell ab und blieb, abgesehen von einer Torchance durch Karaman, in der ersten Hälfte ohne größere Höhepunkte. Auch die Nordkurve ließ nach und konnte lautstärketechnisch erstmal nicht mehr überzeugen.</p>
<p>Umso besser startete unsere Elf dann in Hälfte zwei: Mit der ersten Chance konnte Vitalie Becker zum 1:0 einschieben. Danach übernahmen eher die Gäste mehr Spielanteile. Mit einem „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ wurden nochmal alle Schalker animiert, was auch ganz gut gelang. Die folgenden Gesänge wurden deutlich besser getragen, so dass es in der umkämpften Schlussphase nochmal laut wurde. So gelang es unserem Team, vor allem durch starke Paraden von Karius, die Führung über die Zeit zu bringen und die Herbstmeisterschaft einzutüten.</p>
<p>Alles in allem zeigte die Nordkurve Gelsenkirchen einen durchwachsenen Auftritt und passte sich damit weitestgehend dem Spielverlauf an. Laut wurde es nur in der Schlussphase.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegner</strong></span></p>
<p>Im Gästeblock starteten die rund 5.000 mitgereisten Nürnberger optisch und akustisch ordentlich in die Partie. Auf das ganze Spiel gesehen kann man sagen, dass sie schon bessere Gastauftritte bei uns hatten. In der zweiten Halbzeit zeigten unsere Freunde noch ein gesprühtes Spruchband anlässlich des 150-jährigen Stadtjubiläums – Danke hierfür!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Freunde</strong></span></p>
<p>Neben unseren Freunden im Gästeblock hatten wir eine größere Abordnung aus Skopje zu Gast.</p>
<p><strong>Eintracht Braunschweig GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e. V. 2:1 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vor dem Spiel</strong></span></p>
<p>Wie es für einen Sonntagmittag zu erwarten war, konnten unsere Busse pünktlich das Eintracht-Stadion in der Löwenstadt ansteuern. Mit der großen Nordkurve Gelsenkirchen Fahne im Gepäck und dem Aufkleber-Schriftzug „Ultras Gelsenkirchen – Sektion Stadionverbot“, der über alle Plexiglasscheiben des Gästebereichs verteilt wurde, ergab der Block ein gutes Bild.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordkurve Gelsenkirchen</strong></span></p>
<p>Insgesamt betrachtet lieferte die Nordkurve einen schwächeren Auftritt ab, was vor allem an einigen Ausfällen in der zweiten Halbzeit lag. Als frischgebackener Herbstmeister muss es die Aufgabe jedes Einzelnen sein, auch in schwächeren Phasen des Spiels oder gar bei Rückständen eine Schüppe draufzulegen und wirklich alles rauszuhauen.</p>
<p>In der ersten Halbzeit konnten die ein oder anderen Lieder gerade zu Beginn noch überzeugen. Positiv in Erinnerung geblieben ist zudem der Wechselgesang „FC Schalke mein Verein“, der in langgezogenen Blöcken gut funktioniert. Ansonsten passte sich die Nordkurve leider immer mehr dem ereignisarmen Spielverlauf an. Nach dem ersten Gegentreffer wurde es in der zweiten Hälfte in Sachen Lautstärke dann nicht besser und das große Aufbäumen in der Schlussphase blieb leider aus.</p>
<p>Mit dem Spruchband „Endlich wieder der Stolz der Stadt“ bedankten wir uns nach dem Spiel lautstark bei der Mannschaft. Mit einem solchen Erfolg in der Hinrunde haben sicherlich die Wenigsten gerechnet. Umso mehr gilt es in der Rückrunde, gerade in kleineren Auswärtsblöcken und bei vielen erwartbar schweren Spielen völlig auszurasten und alles zu geben. An dieser Stelle gilt es auch, an unsere Stadionverbotler zu denken, denen das Ausrasten, die Emotionen und die gemeinsame Zeit im Block weiter verwehrt bleiben werden. Haltet durch! Wir werden siegen!</p>
<p>Auf dem Rückweg stieg noch einmal kurzzeitig der Adrenalinspiegel, als man in einer Baustelle plötzlich neben der Bulli-Kolonne der Aachener stand, die ihr Gastspiel in Havelse hatten. Da diese aber keine Anstalten machten den nächsten Parkplatz anzusteuern, verlief auch die Rückreise so ereignislos wie der restliche Tag und man erreichte Gelsenkirchen relativ zeitig.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegner</strong></span></p>
<p>Anlässlich des 130-jährigen Vereinsjubiläums wenige Tage zuvor führte die Südkurve eine in der Ausführung gelungene Choreo durch, welche ein hochgezogenes Foto der Gründerpersonen zeigte und durch Spruchbänder ergänzt wurde. Akustisch konnte man die Heimkurve bis auf in der Schlussphase des Spiels nicht vernehmen. Nur in wenigen Momenten schwappte die konstant optisch gute Bewegung aus der Mitte auf andere Bereiche über, sodass man hier nicht von einer echten Weiterentwicklung sprechen kann.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Freunde</strong></span></p>
<p>Vielen Dank an Mönchengladbach für die erneute Unterstützung!</p>
<p><strong>Hertha BSC GmbH &amp; Co KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:0 (0:0)</strong></p>
<p>Die Winterpause ist vorbei, die Rückrunde startet mit einem Topspiel in der Bundeshauptstadt, wir grüßen von der Tabellenspitze und ein großer Tross reisefreudiger Schalker macht sich auf den Weg nach Berlin, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Klingt eigentlich nach dem perfekten Fußballabend. Wie gesagt, eigentlich…</p>
<p>Bereits vor der Winterpause versuchte die Polizei uns, aufgrund von Vorkommnissen in der Vergangenheit, bei unseren Anreisen nach Münster und Düsseldorf an den Bahnhöfen in große, vorbereitete Kontrollen laufen zu lassen. Bisher hatten wir immer die Möglichkeit, diese umgehen zu können. Dieses Mal klappte es leider nicht und wir sollten uns mit Betreten des Hauptbahnhofs in Bochum einer Kontrolle durch die Polizei unterziehen, bei der unter Berufung auf den „besonders zu schützenden Raum Bahnhof“ jeder durchsucht wurde. Im Zuge dieser wurden einige Leute kurzzeitig festgenommen und aufgrund des Verdachts, an in der Vergangenheit liegenden Vorkommnissen beteiligt gewesen zu sein, Personalien aufgenommen sowie die Weiterreise per Zug untersagt. Auch während der nachfolgenden Zugfahrt wurden weitere Personalien aufgenommen, obwohl bereits vorher die Kontrolle stattgefunden hatte. Auch hier endete für die Betroffenen die Fahrt.</p>
<p>In Berlin angekommen, erwartete uns das wohl größte Bullenaufgebot, das wir jemals bei einem Fußballspiel gesehen haben. Nahezu jede Einheit aus dem Bundesland war vertreten, erwartete uns gespannt und nutzte ab Betreten des Bahnsteiges jede Möglichkeit der Provokation und Konfrontation. Durchgängige Beleidigungen, Schubsen und Wegstoßen, gefolgt von Aufbäumen und dem Wunsch, sich heute „mal richtig hauen zu können“. Ja, es ließ sich erahnen, was uns heute erwarten würde. Unmittelbar mit dieser Gangart der Bullen konfrontiert und der vielen Erfahrungen, die wir in den zurückliegenden Jahren, auch international, sammeln durften, wussten wir, dass man heute nicht selber der Auslöser sein muss, damit es richtig knallt.</p>
<p>Dass die Bullen bereits einen Schritt weiter waren und hinter der Heimkurve ordentlich herumwirbelten und viele, auch unbeteiligte Fußballfans krankenhausreif prügelten, erfuhren wir während unseres Einlasses am Stadion über die Presse bzw. die sozialen Medien. Auch wir erlebten einige Minuten später noch einmal die volle Breitseite Hass der Polizei auf Fußballfans. Während wir die Kartenkontrolle mit unserem Material am Blockeingang passierten, prügelten die Beamten plötzlich ohne Auslöser grundlos auf unsere Leute ein und jagten diese bis zu den Treppenaufgängen innerhalb des Blocks herunter. Dabei stürzten einige Fans, die zu dieser Zeit lediglich am Rand sowie an den Kiosken standen. Auch hier ist es nur der eigenen Besonnenheit zu verdanken, dass es nicht noch einmal eskaliert ist. Über den Auslöser und den Verlauf jeder Auseinandersetzung lässt sich immer diskutieren, jedoch darf es niemals sein, dass Polizisten im Dienste des Staates Eskalationen provozieren, diese vorantreiben, Unbeteiligte verletzen und so vorgehen, wie sie es an diesem Tage getan haben.</p>
<p>Aufgrund der Vorkommnisse hinter der Heimkurve machte sich schnell die Information breit, dass die Ostkurve rund um die aktiven Gruppen heute nicht mehr supporten wird. Zwar zeigte diese eine optische Aktion mit Pappen und Blockfahne, die das Ostkurve Hertha BSC Logo zierte, in Gedenken an den vor zwei Jahren verstorbenen Hertha-Präsidenten und ehemaligen Vorsänger Kay Bernstein, packte unmittelbar danach jedoch das gesamte Material ein und verließ das Stadion unter Protest gegen den Polizeieinsatz. Auch wir verzichteten in diesem Zuge auf den aktiven Support und verhielten uns solidarisch mit den Berlinern. Nur zu gut erinnern sich auch auf Schalke viele an den Polizeieinsatz beim Heimspiel gegen Saloniki, bei dem die Bullen wegen einer Fahne unsere Kurve stürmten und nahezu jeden, der im Weg stand, attackierten und veletzten. Es gibt Dinge, die man so schnell nicht vergisst, eines davon sind Erlebnisse. Nach solchen Ereignissen einfach „weiter zu machen“ und „sein Ding abzuspulen“ widerstrebte nicht nur unseren eigenen Moralvorstellungen, sondern auch denen der anderen Schalker im Gästeblock. Nicht nur wir hätten an diesem Tage gerne 100 Prozent gegeben und mit den anderen tausenden von Schalkern, die ebenfalls die vielen Kilometer nach Berlin auf sich genommen haben, den Gästeblock richtig abgerissen. Auch uns schmerzt der Gedanke daran, dass wir mit lautstarkem Support vielleicht doch noch die ein, zwei oder drei Prozent mehr aus der Mannschaft hätten herauskitzeln und doch noch den Lucky Punch erzwingen könnten. Jedoch gibt es Dinge, die in gewissen Momenten über dem Ganzen stehen. Eines dieser Dinge ist die Solidarität mit schwer verletzten Menschen durch massive und überzogene Polizeigewalt, egal auf welcher Seite. Und das mit Wirkung: Noch während des Spiels war der gemeinsame Stimmungsverzicht Fokusthema der Kommentatoren sowie der Medien jeglicher Art, weshalb die Aufmerksamkeit für die ganze Sache ins Zentrum der Öffentlichkeit gerutscht ist. Bestenfalls werden dadurch zukünftig solche Einsätze der Polizei noch kritischer hinterfragt und finden irgendwann, ganz vielleicht, endlich ein Ende.</p>
<p>Neben dem ganzen Drumherum sollte auch noch Fußball gespielt werden. Dies war, ohne Support, eine ganz andere Erfahrung. Die Berliner spielten über 90 Minuten ansehnlichen Fußball, Schalke hingegen zeigte sich unkonzentriert, defensiv überfordert und kreierte nach vorne keine Chancen. Lediglich ein Torschuss im gesamten Spiel war das Produkt des Ganzen. Nur aufgrund der starken Leistung von Karius endete die Partie mit 0:0, wir konnten einen Zähler einsammeln und, aufgrund der Ergebnisse unserer Verfolger am Ende des Spieltags, den Vorsprung sogar noch um einen Punkt ausbauen.</p>
<p>Nach dem Spiel verabschiedeten wir die Mannschaft und machten uns auf den Heimweg. An der übertriebenen Polizeipräsenz, die uns begleitete, änderte sich eben so wenig, wie an den Provokationen der Cops. Scheinbar war noch nicht genug passiert, um die eigenen Einsatzstunden zu rechtfertigen. An den Treppen zur S-Bahnstation kam es dann abermals zu grundlosen körperlichen Angriffen von Polizisten auf Schalker, bei denen einige durch die Beamten die große Treppe heruntergestoßen wurden. Durch die Panik, die das Ganze auslöste, stürzten viele Fans übereinander. Die Polizei begleitete dies weiterhin mit Tritten, Schlägen und weiteren Festnahmen. Auch wenn man glaubt, im Fußball schon alles gesehen zu haben, schafften es die Berliner Bullen das Ganze noch einmal auf eine neue Ebene zu heben.</p>
<p>Was bleibt, ist eine intensive Auswärtsfahrt, mit einem glücklichen 0:0 für unsere Mannschaft, Worte des Danks an unsere Freunde aus Nürnberg und Italien für die Unterstützung und ein unterirdisches und moralisch-menschlich nicht akzeptierbares Verhalten der Polizei Berlin.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Noch im letzten Jahr gastierten unsere Freunde vom FCN in unserem heimischen Stadion. Wie auch die anderen Duelle in diesem Jahrtausend auf Schalke, gewann der S04! Einen ausführlichen Bericht zu diesem Spiel findet ihr ein paar Seiten weiter vorne.</p>
<p>Zum Jahresabschluss empfing der 1. FC Nürnberg das Team aus Hannover. Vor dem Spiel gab es in den Stimmungsblöcken neun &amp; elf ein kleines Intro zu sehen. Neben roten und schwarzen Fahnen und der Sektion Stadionverbot-Fahne in der Mitte, las man vorne “Freiheit für alle Glubbfans”. Im Nachbarblock sieben sah man rot-schwarze Fahnen und das Banner aus den letzten Jahren: “Frohe Weihnachten an alle inhaftierten Glubbfans!”. Anlässlich des sechsten Todestages zeigte man ein Spruchband für Drüse &#8211; an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die anhaltende Anteilnahme! Der Glubb gewann das Spiel mit 2:1 und überwinterte mit 22 Punkten auf Platz acht.</p>
<p>In der Winterpause hatte Nürnberg lediglich ein Testspiel, welches sie deutlich mit 7:1 gegen den Grasshopper Club Zürich gewannen.</p>
<p>Letzte Woche gastierte der Tabellenzweite Elversberg im Achteck. Neben dem sehr spannenden Spiel, überreichte die Nordkurve Nürnberg 125.000 Euro aus der Weihnachtsspendenaktion! Wieder mal eine unglaublich hohe Summe, die hier durch die Aktionen der letzten Spiele gesammelt wurde! Nun zum Spiel: Nach zwei Rückständen und einem verschossenen, beziehungsweise gehaltenen Elfmeter von Elversberg in der 85. Spielminute bei einem Spielstand von 2:2, schaffte es der 1. FCN in der Nachspielzeit den Siegtreffer zu erzielen und die drei Punkte in Nürnberg zu behalten.</p>
<p>Vergangenen Freitag machten sich die Glubberer auf den Weg nach Darmstadt &#8211; hoffen wir mal, dass sie den aktuellen Tabellendritten auch in die Suppe spucken konnten!</p>
<p>Kommenden Freitag (ja, schon wieder ein Freitagsspiel) geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Münster.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Am letzten Heimspieltag des Jahres 2025 stand für unsere Brüder ein echtes Highlight auf dem Programm. Nicht nur unsere Stadt konnte im letzten Jahr Jubiläum feiern, nein auch unsere Brüder feierten das 700. Jubiläum der Stadt Enschede. Zum Derby gegen die Go Ahead Eagles bereiteten sie eine besondere Choreo vor. Diese bestand zwar nur aus einer Blockfahne, welche aber mit ca. 18.000 Quadratmetern einen Rekord in Europa aufstellte und über alle Blöcke des Stadions ragte. Mit über 2.500 Litern Farbe wurden hier die Höhe- aber auch Tiefpunkte der Geschichte der Stadt dargestellt. Von der Vergabe der Stadtrechte, über einige Brände, Zerstörung im zweiten Weltkrieg, der großen Feuerwerkkatastrophe und dem ständigen Wiederaufbau. „Aus Asche wiederauferstanden, Widerstandskraft bewiesen, Eanske feiert! 1325 &#8211; 2025.“ lauten die Worte zu den unzähligen Bildern.</p>
<p>Neben der beeindruckenden Choreo konnten unsere Freunde zudem einen 2:0-Sieg ihrer Mannschaft feiern.</p>
<p>Das Pokalspiel gegen Spakenburg wurde mit 6:3 gewonnen und zum Jahresabschluss konnte man ein 1:1-Unentschieden bei Feyenoord Rotterdam mitnehmen. Mit demselben Ergebnis startete der FCT in das neue Jahr im Heimspiel gegen PEC Zwolle. Beim FC Utrecht konnte man durch einen 2:1-Auswärtserfolg das Viertelfinale im Pokal buchen. Zum Intro in Utrecht hatten unsere Brüder reichlich Fackeln dabei, leider wurde nur drei Tage später schon das erste Stadionverbot aufgrund der Aktion vergeben. Stark bleiben, Bruder!</p>
<p>Abschließend findet ihr zum erfolgreichen Auswärtsderby bei Heracles in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</p>
<p><strong>FC Utrecht – Twente Enschede 1:2 (1:0)</strong></p>
<p>Nachdem ich schon beim letzten Pokalspiel zusammen mit den Tukkers auf Reisen ging, wurde auf der Rückfahrt bereits über die möglichen Gegner philosophiert. Die Hoffnung auf ein Heimspiel blieb allerdings aus, so brachte die Auslosung ein Auswärtsspiel beim FC Utrecht. Nach den Szenen nach dem letzten Spiel in Spakenburg ein mehr als reizvolles Los.<br />So ging es also gemeinsam mit den Jungs um U91 an einem Dienstag per Bus Richtung Utrecht.</p>
<p>Am Stadion angekommen staunte ich nicht schlecht, denn das waren mit Abstand die schlimmsten Einlassbedingungen, die ich bisher erlebt habe. Über eine Treppe, die knappe zwei Meter breit ist, ging es in einen katakombenähnlichen Raum unterhalb eines Bürogebäudes. Dort befanden sich ganze vier Drehkreuze. Hat man diese passiert, erwartet einen ein unterirdischer Gang von ungelogen 400–500 Metern, bis man das erste Mal wieder Tageslicht erblickt und das Stadion betritt.</p>
<p>Da es an diesem Tag eine Pyroshow zum Intro geben sollte, trat der untere Teil des Blocks um U91 und THF geschlossen in roten Regenjacken auf. Nach der optisch mehr als gelungenen Aktion folgte mit ein wenig Verzögerung auch der Anpfiff. Ganze zwölf Minuten später mussten wir dann auch das erste Gegentor hinnehmen.</p>
<p>Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin, ohne dabei nennenswerte Aktionen hervorzubringen. Leider war die Stimmung an diesem Tag dem Geschehen auf dem Platz angepasst. Nach der Pause ging es trotzdem mit Euphorie in die zweite Halbzeit. So konnten wir zehn Minuten nach Wiederanpfiff auch den ersten Treffer bejubeln. Dieser wurde jedoch durch den VAR zurückgenommen.</p>
<p>Die Jungs in Rot drückten weiter Richtung Tor, und so durften wir ganze elf Minuten später erneut jubeln. Dieses Mal sollte der Treffer jedoch zählen, nachdem Ricky van Wolfswinkel nach einem schönen Steckpass von Orjasaeter mit links einnetzte.</p>
<p>Mental machte man sich also schon einmal auf eine mögliche Verlängerung bereit, jedoch hatte Mats Rots an diesem Abend andere Pläne. So konnten wir kurz vor Ende noch das 1:2 bejubeln. Die ausgelassene Freude ließ die Stimmung zum Ende der Partie noch einmal so richtig hochkochen. Mit Abpfiff der Partie war dennoch eine deutliche Erleichterung im Block zu spüren und gemeinsam wurde der Einzug in die nächste Runde gefeiert, wo nun AZ Alkmaar auf dem Programm steht.</p>
<p>Über die heutige Heimkurve kann ich leider nicht viele Worte verlieren. Von der Gegenseite konnte man weder Bewegung noch nennenswerte Lautstärke vernehmen. Warum ich mein komplettes Tifomaterial dann auch noch in Schwarz halte, wenn meine Vereinsfarben Rot-Weiß sind, hinterfrage ich ebenfalls.</p>
<p>Die Rückfahrt verging ohne jegliche Ereignisse, und so konnten wir in den frühen Morgenstunden wieder die Stadt der 1.000 Feuer erreichen.</p>
<p><strong>Heracles Almelo – Twente Enschede 0:2 (0:1)</strong></p>
<p>Nachdem wir in den frühen Morgenstunden von unserem Auswärtsspiel in der Hauptstadt zurückkamen, freute sich mein Körper auf ganze drei Stunden Schlaf. Nach dem Aufstehen verfrachtete ich mich auch schon wieder in ein KFZ und es ging nach Enschede.</p>
<p>Heute stand das Derby beim Nachbarn aus Almelo an. Die selbst für holländische Verhältnisse kurze Anreise von 20 Minuten musste verpflichtend im Buskonvoi zurückgelegt werden und so konnte schon kurze Zeit später der Block betreten werden. Leider ohne einen holländischen Bruder, der sich in der letzten Woche ein Stadionverbot eingehandelt hatte. Stark bleiben, B!</p>
<p>Als die Mannschaft zum Aufwärmen den Platz betrat, merkte man schon, dass hier heute einiges möglich ist. In einem mehr als beschissenen Gästeblock im Oberrang vor einer vier Meter hohen Plexiglasscheibe zu stehen, fühlte sich schon ein wenig an wie die Affen im Zoo. Jedoch war der Haufen heute richtig gut aufgelegt. Die Heimseite startete mit einer „Anti-1965“-Choreo, bei der der vom heimischen Dönerpapier bekannte Dönerverkäufer das Wappentier des FC Twente am Spieß schnitt. Das sorgte bei uns für ein kleines Schmunzeln. Das war dann aber auch schon alles, was man von den Schwarz-Weißen heute jedenfalls im Stadion zu sehen bekam. Den Rest des Spiels war die Heimkurve quasi nicht wahrzunehmen.</p>
<p>Der Spielvorteil lag heute bei den Tukkers und so konnte man sich nach knapp 30 Minuten, nach einer Ecke, mit dem 1:0 belohnen. Das Spiel wurde danach zunächst für 15 Minuten unterbrochen, aufgrund von mehreren Becherwürfen auf der Seite der Schwarz-Weißen. Bis zum Halbzeitpfiff passierte jedoch nicht mehr viel, bis auf einen Ball, den der Ex-Schalker Lars Unnerstall über die Latte lenken musste.</p>
<p>Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Ricky van Wolfswinkel durch einen per VAR zugesprochenen Elfmeter auf 2:0. Ausgelassene Freude im Gästeblock und ein richtig gut aufgelegter Haufen um „die Jongens van Vak P“ zeigte den Calimeros aus der Nachbarschaft heute mal wieder, wer die Nummer 1 im Twenteland ist. In der 60. Minute musste der FCT noch eine Rote Karte hinnehmen, die ich persönlich so nicht gegeben hätte, was aber auch zur heutigen Schiedsrichterleistung passte. Im weiteren Verlauf der Partie wurde durch den VAR noch ein Elfmeter der Heimseite zurückgenommen.</p>
<p>Das Feiern mit der Mannschaft fiel aufgrund der Lage des Blocks etwas schwerer, tat der Freude aber keinen Abbruch.</p>
<p>Beim Verlassen des Blocks zeigte sich dann jedoch noch einmal die Heimseite gegenüber dem Zaun des Gästeblocks. Außer ein paar Fackel- und Mülltonnenwürfen kam es jedoch zu keinem wirklichen Kontakt. Die niederländische Polizei betrat ebenfalls den Vorplatz um den Gästekäfig und wirbelte etwas herum. Dabei konnten wir auch beobachten, wie der eigene Polizeihund einem Bullen ins Bein biss. Verdient! Nach Beendigung des Tanzes mit der Staatsmacht konnte die Rückreise nach Enschede schnell abgehandelt werden. Bullen aus den Stadien, egal ob in Deutschland oder den Niederlanden!</p>
<p>Twenteland is rood!<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Der mazedonische Fußball befindet sich derzeit noch in der Winterpause. Weiter geht es erst Mitte Februar mit noch fünf offenen Spieltagen der Rückrunde. Neben dem Kampf um die Meisterschaft ist Vardar außerdem noch im Pokal-Viertelfinale vertreten. Hier steht die Auslosung noch aus.</p>
<p>Direkt zu Beginn des Jahres erreichte uns aus Skopje die traurige Nachricht, dass Nikola Jordanoski verstorben ist. Ein Komiti-Mitglied, welches gerade in den Anfangsjahren und den ersten gegenseitigen Besuchen den Kontakt suchte. Und eine Person, die gruppenübergreifend bei Komiti bekannt und geschätzt war. Ein Bruder der ersten Stunde.<br /><strong>Ruhe in Frieden Onkel Kole!</strong></p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Während in Deutschland der Ball aufgrund der Winterpause nicht rollte, bestritt die Granata das Auswärtsspiel in Siracusa auf Sizilien. Die Jungs, die in Reggio Calabria auf die Fähre steigen mussten, wurden am Hafen von rund 70 Freunden aus Reggio mit Cornetti und Gesängen empfangen, womit sich die Wartezeit gut überbrücken ließ. Während in Deutschland Schneechaos wütete, fand man auf Sizilien angenehme 20 Grad vor. Das Stadio Nicola de Simone kann man als echte Perle hervorheben, mitten in einem abgerockten Wohnviertel, fasst das Stadion knapp 6.000 Zuschauer und steht gefühlt seit seiner Eröffnung 1932 ohne jegliche Restaurierung und Erneuerung. Einen Getränkestand sucht man vergeblich, dafür aber eine Palme hinter der desolaten Stahltribüne. Guckt man sich um, erblickt man zig Zaungäste, die aus den Wohnvierteln auf ihren Balkonen stehen und das Spiel verfolgen. Auf dem Platz und den Rängen konnte man hier leider kein Ausrufezeichen setzen, so fing man sich schon nach zwei Spielminuten das erste Tor, was der Kurve einen Dämpfer gab. Die rote Karte für Arena tat ihr Übriges und so musste man mit einer 3:1 Niederlage die Heimreise antreten.</p>
<p>Zum Heimspiel gegen Cosenza machte sich eine große Schalker Gruppe auf den Weg nach Salerno, dazu findet ihr einen eigenen Reisebericht in dieser Ausgabe.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Reisebericht Salerno 2026</strong></span></p>
<p>Die Winterpause bietet sich immer für einen größeren Besuch bei unseren Freunden aus Salerno an. Irgendwie sollte dieses Mal aber alles unter einem etwas schlechten Stern stehen. Die Serie C ließ sich gewohntermaßen Zeit mit der Terminierung. Während also die Flugpreise immer weiter stiegen, wurde der ein oder andere Schalker (einschließlich des Autors dieses Textes) nervös, wog die Wahrscheinlichkeit ab und buchte auf gut Glück die Flüge. Es gibt schließlich immer nur zwei Montagsspiele, wenn überhaupt, und Salerno hatte ja auch erst eines, was soll da schon passieren…</p>
<p>Während der Anfahrt zu unserem Spiel in Düsseldorf dann der Schlag in die Magengrube, natürlich wurde das Spiel für den Montag angesetzt. Viele angepisste Gesichter also auf dem Gästeparkplatz und wildes Gesuche nach neuen Flügen. Preislich war es am Ende gar nicht so wild aber den einen Urlaubstag hätte man sich dann doch gerne gespart. Aber was solls, nun hieß es freuen auf vier Tage freidrehen in Süditalien -was gibt es da schon Schöneres.</p>
<p><strong>Freitag</strong></p>
<p>Die Hiobsbotschaften rissen nicht ab, waren die letzten Winter eher maximal kühl, rollte in den Tagen des Abfluges eine riesige Schneewelle auf Norddeutschland zu. Blöd, wenn dort sich für einige Reisende ausnahmsweise der Abflugort befinden sollte. So hieß es zunächst, sich durch den Schnee im Auto Richtung Norden zu kämpfen und dann hoffen, dass der Flieger überhaupt abhebt. Eine weitere schlechte Nachricht war, dass das Bodenpersonal an allen italienischen Flughäfen für den Nachmittag Streik angekündigt hatte. Um es vorwegzunehmen, noch nie war ich so zufrieden mit drei Stunden Verspätung. Im Schneechaos gestartet, bei Sonnenschein gelandet. So soll es sein.</p>
<p>Da wir nun vier Tage Aufenthalt hatten, wollten wir auch alle Gruppen besuchen, mit denen wir in Salerno den intensivsten Kontakt halten. Stellt sich das normalerweise als schwieriger Spagat heraus und ist kaum unter einen Hut zu bringen, hatten wir diesmal genügend Zeit. Da sich die Unterkünfte fast alle in der Altstadt befanden, war es nur logisch, dass der Auftakt bei Centro Storico stattfand und hier nach und nach alle Schalker in den engen Gassen eintrafen. Die Zeit verging wie im Fluge und wir verlebten bei selbst gekochtem Essen und leckeren Getränken den perfekten Auftakt in die kommenden Tage.</p>
<p><strong>Samstag</strong></p>
<p>Für den Samstag stand zunächst nichts an, jedoch spielte leider genau an diesem Tag das Wetter nicht mit und es regnete in Strömen. Meine Reisegruppe nutzte dennoch die Zeit und suchte das alte Vestuti Stadion auf. Ich persönlich war nun schon mehrfach dort, aber kann mich trotzdem nicht an den alten Tribünen satt sehen. Diejenigen, die zum ersten Mal da waren, bekamen den Mund sowieso vor lauter Staunen nicht mehr zu.</p>
<p>Der Nachmittag wurde in den vielen Bars am Meer verbracht, bevor am frühen Abend das Handy klingelte und wir von den Jungs von Nucleo Storico eingesammelt wurden. Spätestens seit ihrem großen Besuch im vergangenen Jahr hat sich das Verhältnis zu den Freunden aus dem Süden Salernos intensiviert und so war es selbstverständlich, dass wir diesmal in großer Anzahl in ihren Räumlichkeiten aufschlagen wollten. Für mich war es der erste Besuch dort und auch diese Räumlichkeiten zeichneten sich durch ihre wunderbare detailverliebte Gestaltung aus. Jeder Zentimeter Platz wurde ausgenutzt, um irgendeine Erinnerung oder Botschaft zu vermitteln. Die Räume platzten dann auch aus allen Nähten, es wurden Käse und Kleinigkeiten gereicht und eine entspannte Zeit verbracht. Am Ende hielt der Präsident eine extrem wertschätzende Rede zur Freundschaft und auch ein Vertreter von uns durfte noch ein paar Worte an alle richten. Vielen Dank für diese wunderbaren Stunden.</p>
<p>Von Nucleo ging es direkt weiter in ein bekanntes Restaurant, in dem, wie bei jedem größeren Besuch, das gemeinsame Essen mit allen Gruppen stattfinden sollte. Wie immer war das Essen natürlich hervorragend und die gemeinsame Zeit noch wichtiger. Wie im Jahr zuvor wurde darauf geachtet, dass die Tische gemischt waren und so entwickelten sich überall interessante Gespräche über unsere Vereine und unsere Gruppen. Der Abend endete wie immer viel zu früh und für ein paar Reisegruppen ging es nochmal in die Altstadt auf einen Absacker.</p>
<p><strong> Sonntag</strong></p>
<p>Die Sonne weckte uns am Sonntagmorgen und viele müde Schalker Augen nutzen die Mittagszeit, um etwas am Meer zu flanieren. Treffpunkt war am frühen Nachmittag im Süden von Salerno in einer Pizzeria. Bei bestem Wetter, einem kühlen Bier und Meeresluft lässt es sich jedenfalls aushalten. Kein Wunder also, dass nicht nur die Italiener erst nach und nach in der Pizzeria eintrudelten. In einer ungezwungenen Atmosphäre wurde mit allen Gruppen aus dem Direttivo Salerno in drei Gängen gespeist und viele, viele Lieder zum Besten gegeben. Zum Nachtisch ging es anschließend in eine Pasticceria in der Nähe, wo der eisgekühlte Limoncello bitter nötig war, um das alles zu verarbeiten.</p>
<p>Am Sonntagabend dann der letzte der großen Gruppenbesuche. Eine kleine Auto-Karawane machte sich auf, um den IGUS die Ehre zu erweisen. Die IGUS begleiten uns nun schon fast die gesamte Zeit der Freundschaft eng und zwischen einzelnen Mitgliedern ist auch auf privater Ebene eine Freundschaft entstanden. Natürlich fehlte es uns in dieser Zeit an nichts und es war nicht möglich, ohne sein Konsummittel der Wahl in der Hand da zu stehen. Es wurden leidenschaftliche Reden gehalten und ein nicht minder emotionales Gruppenfoto geschossen, bevor der Abend gemeinsam in einer Bar beendet wurde. Die hier anwesenden Gäste waren nicht gerade begeistert, als der riesige Tross Fussballassis in den Laden einzog. Wir hatten aber unseren Spaß und es war um so trauriger, dass wir irgendwann zurück ins Zentrum mussten.</p>
<p><strong>Montag</strong></p>
<p>Der letzte Tag war angebrochen und wie eingangs erwähnt, stand die gesamte Reise unter keinem guten Stern. Es deutete sich bereits in den Tagen zuvor an, aber am Montag wurde endgültig sichtbar, dass die in Italien grassierende Grippewelle auch die Schalker Reisemeute erreicht hatte. Am Ende waren es wohl zwei Drittel der Königsblauen, die es volle Möhre erwischt hatte. Besonders Kampanien ist in diesem Jahr von der Grippewelle betroffen und die Krankenhäuser kommen an ihre Leistungsgrenze.</p>
<p>Meine Reisegruppe konnte zumindest noch am Montag mit einem kleinen Hüsterchen aufstehen und eine Bootstour nach Amalfi unternehmen. Der gesamte Küstenstreifen ist bekanntermaßen wie aus dem Bilderbuch und insbesondere die Ortschaften Amalfi und Positano weltweit bekannt. Wir besuchten nur den ersten der beiden. Leider waren die meisten der Restaurants geschlossen, dennoch fanden wir irgendwann eines und konnten uns nach dem kurzen Sightseeing stärken. Die Bootsfahrt kostet hin und zurück 24 Euro und kann nur jedem ans Herz gelegt werden.</p>
<p>Aber nun war endlich Spieltag!</p>
<p><strong>US Salernitana – Cosenza Calcio 0:0 (0:0)</strong></p>
<p>Treffpunkt war wie immer der Club von Nuova Guardia, hier wurde dann das ganze Ausmaß der Grippewelle deutlich, als auch die stärksten Biertrinker keines haben wollten. Dies änderte sich zwar etwas im Stadion, aber die bleichen Gesichter waren nicht zu übersehen. Im Stadion selbst hat sich im Vergleich zur Serie B auf den ersten Blick nicht viel verändert.<br />Die Kurve schien nicht sonderlich leerer zu sein, aber im restlichen Stadion waren doch einige Lücken zu vernehmen. Schlussendlich waren es 9.000 Zuschauer, die den Weg ins Arechi fanden. Wir teilten uns wie immer zwischen allen Gruppen auf, wobei der größte Teil in der Mitte bei Nuova Guardia stand. Natürlich wurden wir vor dem Spiel von den Vorsängern begrüßt und von der Kurve besungen, was für alle Mitreisenden jedes Mal aufs Neue eine große Ehre ist. Auch hängen seit dieser Saison, und nach beendetem Protest, wieder die Zaunfahnen in der Curva Sud Siberiano und somit konnte auch endlich Mal wieder der Hans Mittelmeerluft schnuppern. Das Spiel plätscherte die ganze Zeit vor sich hin, was allerdings der Stimmung keinen Abbruch tat. Schade, ich hätte gerne gewusst, wie ein Tor das alles nochmal eine Spur intensiver gemacht hätte, dabei wurde in der ersten Halbzeit sogar noch ein Elfmeter kläglich verschossen. Ich stand in der zweiten Halbzeit bei Nucleo und IGUS. Hier sind besonders viele junge Ultras zu finden, was den Umgang untereinander nochmal etwas wilder macht. Natürlich durfte immer wieder das für Süditalien typische „eingehakt im Kreis Gehüpfe“ nicht fehlen. Kurz gesagt, es hat einen riesigen Bock gemacht und ich blickte nach dem Spiel in viele strahlende Gesichter. Unsere Freunde waren weniger begeistert und zeigten ihren Unmut über das 0:0 deutlich. Der Vorsänger hielt dann abschließend eine Standpauke an die Mannschaft, bevor sie sich in die Kabine schleichen durfte.<br />Die Gäste durften trotz bestehender Rivalität nach Salerno reisen. Es sind aufgrund der geforderten Tessera zwar nicht alle Gruppen gekommen, aber gut 120 Ultras werden es gewesen sein. Ob die beiden bei Futbology eingeloggten Bremer auch dabei waren, kann nicht gesagt werden, gehangen hat jedenfalls nichts. Stimmungsmäßig kam aufgrund der kleinen Menge nichts bei uns an, aber es ist immer ein Highlight, wie fleißig zwischen den Kurven hin und her gepöbelt wird.</p>
<p>Nach dem Spiel ging es auf eine letzte Pizza in den Club von NG, bevor spätestens am nächsten Tag alle wieder Süditalien verließen und im heimischen Deutschland die meisten erstmal das Bett hüten mussten.</p>
<p>Mille grazie, fratelli. Influenza merda!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Rückblick Hinrunde der Nordkurve Gelsenkirchen</strong></p>
<p>Nach der desolaten Vorsaison konnte es mal wieder nur besser werden und so galt auch für die Nordkurve Gelsenkirchen: Alles auf Null. Zum Start gab es für uns das Topspiel gegen Hertha. Vom Namen her stimmte das schon mal. Bereits beim Einlauf der Mannschaft gingen die ersten Fackeln an und man merkte direkt bei den darauffolgenden Gesängen, dass es gut werden könnte. Dies sollte sich auch bewahrheiten und wir legten ein astreines Heimspiel aufs Parkett. Ab Minute eins war sowohl auf den Rängen als auch auf dem Platz Feuer drin. Sämtliches Liedgut funktionierte einwandfrei und mit starken Mitmachquoten. Immer wieder rundeten Fackeln in der Nordkurve das Gesamtbild ab und bei „einfacheren“ Liedern schaffte man es oft, das gesamte Stadion mitzureißen. </p>
<p>Der Schwung aus dem Hertha-Heimspiel konnte größtenteils mit in die folgenden Auswärtsspiele genommen werden. Auch in Lautern, Dresden und Magdeburg gaben wir ordentliche Visitenkarten ab, lediglich beim Pokalspiel in Leipzig stockte der Motor etwas. Beim Heimspiel gegen die Bochumer spielte uns der Spielverlauf voll in die Karten und somit durften wir auch hier zufrieden sein. Auf den Boden der Tatsachen zurück brachte uns das Heimspiel gegen Holstein Kiel: Niederlage und eine lethargische Nordkurve. Da merkte man wieder einmal, wie sehr die heimische Arena auf die Faktoren Gegner auf den Rängen und Spielverlauf reagieren kann. Dies zeigte sich auch in den folgenden Heimspielen. Zwar wurden immer knappe Siege eingefahren, jedoch war die Stimmung aufgrund der kleineren Gegner nicht so, wie man sich das gewünscht hatte. So gab es dank des sportlichen Erfolgs solide bis gute Auftritte, aber ohne die wirklich ganz großen Ausreißer nach oben. Erwähnenswert ist das Spiel gegen Greuther Fürth bei dem wir unsere neue Lautsprecheranlage in der Nordkurve einweihten. Von Heimspiel zu Heimspiel spielte sich die neue Anlage ein und die Mitmachquote zog noch einmal deutlich an. </p>
<p>Auswärts wechselten sich im Laufe der Hinrunde eher schlechtere sowie starke Auftritte immer wieder ab. Während wir in Hannover und Düsseldorf das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnten und mit jeweils über 10.000 Schalkern uns selbst eine gute Stimmung attestieren konnten, gab es bei den Spielen in Münster oder Bielefeld gefühlte Totalausfälle. Hier lagen die eigenen Ansprüche und die Leistung der Kurve meilenweit auseinander. Insbesondere das Spiel in Münster war absolut bodenlos und sollte sich so besser nicht noch einmal wiederholen.</p>
<p>Leider gab es trotz des Tabellenplatzes und der unerwarteten sportlichen Siegesserie viele Momente, in denen wir nicht das eigentliche Potential unserer Kurve abrufen konnten. Gerade in den Momenten, wo es sportlich enger zuging oder unsere Mannschaft in Rückstand geriet, brach die Nordkurve phasenweise regelrecht ein. Die zweite Halbzeit bei unserem Auswärtsspiel in Braunschweig ist dafür das beste Beispiel.</p>
<p>Genau an diesen Einbrüchen müssen wir in der Rückrunde arbeiten und gemeinsam deutlich mehr leidenschaftliche Momente in der Kurve kreieren. Diese waren leider zeitweise Mangelware und die Anspruchshaltung des ein oder anderen schien die Erinnerungen an die letzten Jahre verdrängt zu haben. Natürlich hat sich die sportliche Situation verbessert und es werden mittlerweile mehr Siege erwartet. Trotzdem sollten wir es nicht als selbstverständlich erachten, wo wir gerade stehen. Schalke ist anders! Besonders in schwierigen Momenten. Genau diese Mentalität müssen wir bei jedem einzelnen Spiel der Rückrunde an den Tag legen. Egal ob auswärts oder zuhause, egal wie die Gegner auch heißen!</p>
<p>Einen versöhnlichen Jahresabschluss gab es gegen unsere Freunde aus Nürnberg sowie in Braunschweig. In letzterem wurde nach dem Spiel wieder einmal deutlich: Die Mannschaft und die Kurve sind wieder eine Einheit. Auch Niederlagen können uns von diesem eingeschlagenen Weg nicht abbringen. Ein größeres Gegenbild zum Ende der letzten Saison konnte es wohl kaum geben. Wir können endlich wieder stolz auf unser Team und den Verein sein. Nur als Einheit sind wir stark. Daran gilt es, in der Rückrunde direkt anzuknüpfen!</p>
<p>Nachdem das Choreoverbot zum Ende der letzten Saison zu den Akten gelegt wurde, zeigten wir auch optisch ein sehr gutes Halbjahr. Pünktlich zum ersten Heimspiel gegen Berlin gab es die erste Aktion zu sehen, welche wir in zwei Teilen zeigten. Im ersten Teil wurde unter der bekannten Liedzeile „Manch böser Tag zog schon ins Land…“ an mal mehr, mal weniger aktuelle Tiefpunkte der Schalker Vereinsgeschichte erinnert. Die entsprechenden Schlagzeilen wurden via Spruchband in ein Meer aus schwarzen Folien integriert. Der zweite Teil unter dem Motto „…doch wir stehen immer Hand in Hand“ sollte die Kurve dann in den schönsten Farben der Welt erstrahlen lassen. Während im Oberrang mit Pappen ein „Nordkurve“-Schriftzug gebildet wurde, gab es unten ein wirklich ansehnliches Chaos-Intro aus Fahnen, Doppelhaltern und reichlich Konfetti. Nach dem Intro wurde hier das breite Fahnenmeer beibehalten, welches optisch zwar top war, uns aber zu einem weiteren Punkt der Hinrunde bringt: den Materialeinsatz. Nutzt die Fahnen und Doppelhalter bitte sinnvoll und in den richtigen Momenten. Gerade bei brenzligen Situationen während des Spiels, insbesondere Standardsituationen, ist das Tifo-Material unten zu lassen. Schwenkt nicht einfach 90 Minuten durch. In der Vergangenheit entstanden in diesem Punkt oftmals Konflikte, unter denen schlussendlich die gesamte Stimmung litt. Habt Verständnis für die Personen hinter euch und setzt das Tifo zwar aktiv, aber mit Verstand ein.</p>
<p>Zum Duell gegen den Nachbarn aus Bochum hatten wir ebenfalls eine Choreo im Gepäck. Diesmal schmückte ein großer „Ruhrpott“-Schriftzug unsere Kurve. Dieser wurde mit Hilfe von Netzen und Seilen an der Dachkonstruktion hochgezogen. Ein sehr starkes Gesamtbild begleitet von der passenden musikalischen Untermalung.</p>
<p>Ansonsten hatten wir bei fast jedem Auswärtsspiel unsere große Nordkurve Gelsenkirchen-Zaunfahne im Gepäck. Diese symbolisiert einerseits die Geschlossenheit der gesamten Kurve und wertet andererseits unser Zaunfahnenbild auf. So konnten wir optisch in der Hinrunde durchaus zufrieden sein und hüllten mit gewohnt vielem Tifo die Gästeblöcke des Landes in unsere Vereinsfarben. Bei den Heimspielen ist vor allem an den Banden noch Luft nach oben, wobei auch hier Fortschritte bei einigen Fanclubs zu verzeichnen sind. Lasst die Zaunfahnen nicht im Partykeller oder Vereinsheim liegen, sondern schmückt unsere Nordkurve!</p>
<p>Nachdem wir die beiden ersten Heimspiele der Saison mit Choreos eröffnet haben, sollte es bei den letzten beiden der Hinserie genauso sein. Gegen Paderborn wurden erst zwölf Minuten geschwiegen, bevor wir die erste Choreo der Gruppengeschichte während eines bereits laufenden Spiels durchführten. Zum 150-jährigen Jubiläum der offiziellen Stadtgründung von Gelsenkirchen, ließen wir eine in den Unterrang überlappende Blockfahne mit dem “Stadt der 1.000 Feuer” Schriftzug herunter, während parallel im Unterrang eine weitere Blockfahne hochgezogen wurde, die die vier Symbole unseres Stadtwappens repräsentierte. Die Eckblöcke wurden durch kleine Fahnen in den Stadtfarben schwarz, grün und weiß geschmückt. Passend zum Motto wurde nach ein paar Minuten der Stoff im Unterrang wieder weggezogen und tausende Wunderkerzen hüllten die Mittelblöcke der Nordkurve in ein denkwürdiges Lichtermeer. Gerade beim Herunterlassen der oberen Blockfahne lief nicht alles perfekt, dennoch waren wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis.</p>
<p>Gegen unsere Freunde von Glubb gab es dann wieder eine Aktion im Zeichen der Freundschaft. Zum Vereinslied streifte sich die gesamte Nordkurve blau-weiße Ponchos über, welche unser Vereinswappen erstrahlen ließen. Zum Einlauf der Mannschaften und der passenden Einlaufmusik, wechselte das Logo und das rot-schwarze Emblem unserer Freunde wurde mithilfe von ausgeteilten Pappen erzeugt. Ein wirklich gelungenes Bild. Der Wechsel klappte nahezu perfekt und wurde auch zu Beginn des Spiels als optischer Akzent genutzt. Die erste Choreo dieser Art auf Schalke. Schön zu sehen, dass in unserer Nordkurve solche Aktionen funktionieren und wir so als Fanszene im Bereich Choreographien die nächsten Schritte gehen können.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-scaled.jpg" alt="" title="Ode" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-16649" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Auch im neuen Jahr geht es in dieser Rubrik weiter. Mit dem chef? komm heut nich. Fanzine haben wir heute ein Heft als Interviewpartner, das nochmal (im positiven Sinne) deutlich aus dem gewohnten Fanzinen-Rahmen fällt. Im CKHN liegt der Fokus auf dem Drumherum ihrer Reisen, auf die Eindrücke und die Beobachtungen, die sie auf ihren Reisen wahr- und mitnehmen. Dass selbst der größte Fussballnerd dann nicht mit dem Lesen aufhört, liegt einfach daran, dass es die Autoren allesamt schaffen, den Leser mitzunehmen und an ihre Zeilen zu binden. </em><em>Ihr könnt das Heft gegen Dresden bei uns am Stand erwerben. An diesem Spieltag gibt es im Übrigen auch endlich das “Des Wahnsinns fette Beute” Heft aus Erfurt bei uns zu kaufen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interview: chef? komm heut nich.</strong></span></p>
<p><em></em><strong>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario. Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blättert durch euer Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, wat is’ dat denn?” Wie erklärt ihr ihm kurz euer Fanzine?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Auf dieser Welt existieren noch mehr schöne Orte als das Ufer des Rhein-Herne-Kanals. In unserem Fanzine beschreiben wir, wie wir diese Orte entdecken. Dabei besuchen wir regelmäßig Fußballspiele, die sowas wie Ankerpunkte unserer Reisen sind und mal mehr und mal weniger den Schwerpunkt der Texte des Heftes bilden.</p>
<p><strong>Stand heute, wie ist euer Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wir sind kein klassisches Groundhopping-Heft – glauben wir zumindest. Die neuesten Infos aus den Fanszenen haben wir selten parat, wir fokussieren uns auf Banaleres. Unsere Geschichten verlieren sich eher in aufwendigen Beschreibungen jener Faxen, die man meistens nicht im Stadion, sondern vor allem auf dem Weg dahin und auf dem Weg zum nächsten macht . Hinzu kommen gesellschaftliche Einordnungen und Versuche, eine Perspektive zu dem zu entwickeln, was wir beobachten. Außerdem versuchen wir mit herausgestellten Kultur-Tipps und sorgfältig ausgewählten, oftmals großformatigen Fotos für Abwechslung zu sorgen.</p>
<p><strong>Wie würdet ihr bzw. wen würdet ihr als eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen und wen erreicht ihr tatsächlich?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Ursprünglich war das Heft nur für Freunde und Familie und als persönliches Andenken gedacht. Mit jeder neuen Ausgabe war es intern Thema, bis wann es noch der gedruckte “Rundbrief an Freunde” ist und ab wann einfach ein öffentliches Heft. Freunde und Familie erreichen wir heute noch immer, der Rest geht bundesweit an persönliche Kontakte aus dem Fußballumfeld und viele Einzelpersonen, über die wir nichts wissen. Guckt man sich die Daten etwas genauer an, heißen die meisten Besteller Christian, Lukas und Jan und kommen aus NRW, Niedersachsen und Bayern. Da wir immer versucht haben, unseren persönlichen Schreibstil beizubehalten, freuen wir uns inzwischen auch, wenn Leute, die wir nicht persönlich kennen, Gefallen an unseren Texten finden.</p>
<p><strong>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee zu eurem Fanzine entstanden ist?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Im Jahr 2016 war einer unserer Autoren in Tunis, Tokio sowie London und sah dort einige Spiele, die er einfach festhalten wollte. Dann wurde im Freundeskreis gefragt, wer ebenfalls etwas beizutragen hat und wenig später war das CKHN geboren. Die Sache wuchs nach und nach zu einem gemeinsamen Projekt, unabhängig von der Stadt, in der man lebt und unabhängig vom Verein, den man liebt. So entstand die Möglichkeit, losgelöst von typischen Szene-Gepflogenheiten zusammenzukommen, Freundeskreise zu verbinden und kreativ zu sein.</p>
<p><strong>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Heftes geben? Wie haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt?</strong></p>
<p><strong>CKHN: </strong>Wir starteten 2017 mit 40 Heften und stehen heute bei 1.000. Wir haben dabei immer gewissenhaft abgewogen, was für uns zumutbar ist und sind dabei ‘gesund’ gewachsen, gerade weil wir den Vertrieb nie auslagern wollten.</p>
<p>Bei der inhaltlichen Diskussion drehte es sich immer wieder darum, ob wir Chronik oder Magazin sein wollen. Also ob die Dokumentation unserer Reisen im Vordergrund stehen sollte oder die unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Der Mittelweg war am Ende der, auf dem sich jeder Autor wiederfinden konnte. Das Heft begleitet die meisten von uns nun seit zehn Jahren. Viele von uns haben in diesem Zeitraum den Übergang vom Studien- ins Berufsleben geschafft, einige sind inzwischen Familienväter. Entsprechend sind es total aufregende Jahre, in denen das Heft uns begleitete und es wird spannend, später darauf zurückzublicken. Früher haben wir viel be- und gewertet, daraus aber auch gelernt und eigene Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Das Thema ‘Druck’ lässt sich ja aus zwei Perspektiven betrachten. Haptisch und optisch ist das Heft relativ ähnlich geblieben. Wir waren oft abhängig vom Abgabetermin. Wenn es zu knapp wurde, mussten wir auf das Papier gehen, mit dem die Druckerei am schnellsten arbeiten konnte. Beim Layout dienten am Anfang die 11Freunde und ballesterer als Inspiration. In den letzten Jahren waren es dann eher Anarcho-Fanzines. Entsprechend wurden wir in der Gestaltung vielleicht etwas radikaler, ohne den Blick auf die szenetypischen Gestaltungen zu verlieren.</p>
<p>Dann ist da noch der Druck, den man sich selber macht. Der ist nämlich schon ziemlich groß geworden. Gerade mit der gestiegenen Auflage und der damit einhergehenden Reichweite wuchs der Anspruch, der Fanzine-Landschaft seinen Stempel aufzudrücken und sie zu bereichern.</p>
<p>Durch eine Lesung und Party, die wir anlässlich der Veröffentlichung seit der zweiten Ausgabe veranstalten, gab es auch immer eine Deadline, die wir schaffen mussten und an der es einfach nichts zu rütteln gab. Das hat uns immer total geholfen, den Arsch hochzukriegen und im Jahresrhythmus zu veröffentlichen.</p>
<p><strong>Hattet ihr eine gewisse Fluktuation im Personal? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wirklich weggefallen ist nie jemand. Es gab immer mal wieder Leute aus unserem direkten Umfeld, die Lust hatten mitzumachen und das Heft mit Gastbeiträgen aufwerten konnten.</p>
<p>Vor dem Aus steht es jetzt. Wir haben uns dafür entschieden, das CKHN mit der zehnten Ausgabe zu beenden. Wir glauben, es ist ein guter Zeitpunkt, denn unsere Art zu reisen – so unser Gefühl – haben wir mittlerweile gefunden und die Lust auf andere, kleinere Projekte ist groß.</p>
<p>Wenn es am schönsten ist, sollte man bekanntlich aufhören: 1000er-Auflage, über 300 Seiten, zehn anspruchsvolle Autoren, eine viel zu große Partylocation mit drei DJs und einem an der Diskokugel hängenden, selbstgebastelten, ein Meter großen Deko-Fanzine aus Plexiglas – mehr ist mit unseren aktuellen Strukturen einfach nicht drin und dann ist es besser, das Projekt zu beenden, als es langsam auslaufen zu lassen und den alten Zeiten hinterherzutrauern.</p>
<p><strong>Die Welt wird immer schnelllebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücke können hier Fanzines noch schließen?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Fanzines wirken einfach entschleunigend – gedruckte Seiten kann man eben nicht so leicht wegwischen, liken oder teilen. Man muss sich gezielt Zeit dafür nehmen und kann es nicht so einfach überfliegen, während man Kurvenvideos guckt, über das nächste Auswärtsspiel chattet oder den Billigflug nach Moldawien bucht. Gleichzeitig sind Fanzines oft etwas handlicher als die Zeitung oder das Magazin am Kiosk und passen gut in den Auswärtsbeutel.</p>
<p>Sowohl der Prozess des Schreibens, als auch die Veröffentlichung triezen einen dazu, sich Zeit zu nehmen, sich Gedanken über das zu machen, was man erlebt hat – egal ob über die geheime Info aus der gesehenen Fanszene, die Kneipenempfehlung oder die ausufernde Beschreibung der Flutlichtmasten – ganz anders als die schnelle Story aus dem Urlaub, wo meistens eine gewisse Selbstbeweihräucherung im Fokus steht.</p>
<p>Wir würden aber eher fragen, welche Lücke Social Media schließen kann oder ob Fanzines überhaupt eine Lücke schließen müssen? Wir sehen die Sache nämlich gar nicht so verbissen. Vielleicht ist das gute digitale Fanzine einfach noch nicht erfunden und es findet sich noch ein Online-Format, das selbst Print-Liebhaber zufriedenstellt. Argumente wie Exklusivität, DIY-Ästhetik oder Individualität sind beispielsweise nichts, was analoge Medien nur für sich beanspruchen sollten.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt würden wir dann natürlich noch gern wissen, wo euer Heft erhältlich ist.</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wir freuen uns sehr darüber, dass es heute bei euch am Stand liegt. Dafür sind wir euch sehr dankbar und ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz. Wir lesen den Blauen Brief regelmäßig (online) und sind sehr beeindruckt von der Schalker Fanzine-Landschaft.</p>
<p>Unser Heft kostet 8 Euro. Alternativ könnt ihr uns jederzeit an cellerwatthast@ckhn.de schreiben – wir brauchen ab und zu ein wenig Zeit zum Antworten, aber wir geben uns größte Mühe, schnellstmöglich zu versenden. Mit dem eingenommenen Geld bezahlen wir vor allem die Produktionskosten des Heftes. Wenn etwas übrig bleiben sollte, spenden wir es an Projekte aus unserer Mitte.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Stuttgart:</strong> Zum Rückrundenauftakt des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin organisierte die Schwaben Kompanie Stuttgart erneut eine Spendenaktion unter dem Motto „Schwaben Kompanie sammelt“. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Kältebus Stuttgart wurden vor dem Heimspiel haltbare Lebensmittel für wohnungslose Menschen gesammelt. Ziel der Aktion ist es, die ehrenamtliche Arbeit des Kältebusses zu unterstützen, der seit 2013 in den Wintermonaten im Stadtgebiet Stuttgart im Einsatz ist und hilfsbedürftige Menschen unter anderem mit warmen Getränken, Essen, Schlafsäcken, Decken und Kleidung versorgt. Als Spende angenommen wurden hierbei ausschließlich originalverpackte, haltbare Lebensmittel. Mit der Aktion setzt die Gruppe ihr regelmäßiges soziales Engagement fort und leistet einen konkreten Beitrag zur Unterstützung wohnungsloser Menschen in der kalten Jahreszeit.</p>
<p><strong>Leverkusen:</strong> Die Partie zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln wurde von massiven und fragwürdigen Sicherheitsmaßnahmen überschattet, die schließlich dazu führten, dass beide Fanszenen geschlossen auf einen aktiven Spielbesuch verzichteten. Anlass für den Boykott waren entwürdigende und unverhältnismäßige Einlasskontrollen am Gästeblock, bei denen ein Kölner Fan gezwungen wurde, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden und im Intimbereich kontrollieren zu lassen. Die Fanhilfe Köln kritisierte die Maßnahmen und stellt klar, dass unabhängig von der Wortwahl der Staatsmacht in ihrer Pressemitteilung, dies klar eine Nacktkontrolle darstellt, die weder sachlich begründet noch verhältnismäßig war, zumal der Grund lediglich ein fehlendes Ticket gewesen sein soll. Die Maßnahme wird als gezielte Schikane gegenüber Fußballfans gewertet, zumal sie gegenüber dem Fanprojekt zunächst abgestritten wurde und sozialpädagogische Begleitung verhindert wurde. Die Fanhilfe Köln kritisiert ebenfalls die mangelnde Transparenz sowie die sprachliche Verharmlosung des Vorgehens und den respektlosen Umgang mit der Würde der Betroffenen und sieht darin ein weiteres Beispiel für willkürliches und fan-feindliches Handeln der Polizei, das letztlich zur Eskalation und zur bewussten Entscheidung gegen den Stadionbesuch führte.</p>
<p><strong>München:</strong> Nachdem die UEFA neben einer Geldstrafe auch Teile der Münchner Südkurve sperren ließ, entschied sich der Verein zu einer kompletten Sperrung der Südkurve beim Champions-League-Heimspiel des FC Bayern gegen Union Saint-Gilloise, da aus technischer Sicht einer nicht-vorhandenen Blocktrennung ein Teilausschluss der Kurve nicht möglich gewesen wäre. Aus “Kulanz” erstattete der FCB seinen Anhängern die bereits erworbenen Tickets. Auslöser war eine Pyroshow beim vorherigen Heimspiel gegen Sporting Lissabon, die nun unter anderem mit einem Zuschauer-Teilausschluss sanktioniert wurde. Die Südkurve München kritisierte dieses Vorgehen in ihrer Stellungnahme scharf und ordnete die Maßnahme als klassische Kollektivstrafe ein, bei der zahlreiche unbeteiligte Fans bestraft werden. Solche Sanktionen sind weder legitim noch geeignet, um gewünschtes Verhalten durchzusetzen, sondern dienen vor allem der Abschreckung und Spaltung der Fanszene. Gleichzeitig betonte die Südkurve, dass es innerhalb der Kurve unterschiedliche Meinungen zur Pyrotechnik gibt, ruft aber dazu auf, sich nicht durch Verbandsstrafen gegeneinander ausspielen zu lassen. Die Südkurve forderte Verantwortliche in Vereinen und Verbänden auf, sich klar gegen solche Maßnahmen zu positionieren und unterstrich, dass nur Zusammenhalt eine vielfältige, aktive und kritische Fankultur langfristig sichern kann.</p>
<p><strong>Berlin:</strong> Wie die meisten von euch mittlerweile mitbekommen haben sollten, kam es bei unserem Auswärtsspiel in Berlin zu einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz hinter der heimischen Ostkurve. In ihrer öffentlichen Stellungnahme kritisierte die Fanhilfe Hertha BSC den massiven Polizeieinsatz. Nach Angaben der Fanhilfe hielt sich die Polizei nicht an zuvor getroffene Absprachen mit dem Verein und trat bereits am Einlass provokant auf. Eine zunächst nicht nachvollziehbare Festnahme habe die Situation zusätzlich angeheizt, bevor sich die Eskalation in den Eingangsbereich der Ostkurve verlagerte. Dort sei gegen die wartenden Fans anlasslos und mit erheblicher Gewalt vorgegangen worden, unter anderem durch den großflächigen Einsatz von Pfefferspray. Infolgedessen wurden circa 30 Fans verletzt, mehrere davon so schwer, dass sie in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Die Fanhilfe ordnet die Ereignisse als vorläufigen Höhepunkt einer seit Monaten anhaltenden Eskalationsstrategie der Polizei im Olympiastadion ein und wirft der Einsatzleitung sowie der Berliner Innensenatorin vor, trotz wiederholter Dialogversuche des Vereins bewusst auf Konfrontation statt Deeskalation zu setzen. Als Konsequenz entschlossen sich die Gruppen der Heimkurve, die geplante Choreo zwar durchzuführen, jedoch danach geschlossen das Stadion zu verlassen und auf einen organisierten Support zu verzichten.</p></div>
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