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		<title>Ausgabe 14: Karlsruhe</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-14-karlsruhe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">wir hoffen, ihr konntet die Länderspielpause etwas zum Durchatmen nutzen und seid bereit für die letzten Spiele im Aufstiegskampf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die beiden letzten Begegnungen hätten kaum emotionaler sein können, denn selten blickte man in derart enttäuschte Gesichter wie nach dem Hannover-Spiel. Kurve und Spieler gaben alles, um irgendwie den eigentlich verdienten Sieg über die Zeit zu bringen. Leider war aber auch der Schiedsrichter bis in die Haarspitzen motiviert, die drei Punkte für Königsblau zu verhindern und so wurde uns der Sieg in der achten Minute der Nachspielzeit aus den Händen gerissen. Das tat weh. Immerhin wurde im Nachhinein die Sperre von Dzeko auf ein Spiel verkürzt. Wenn aber selbst der Schiedsrichter vor dem Sportgericht zu Protokoll gibt, dass es auch ne gelbe Karte getan hätte, packt man sich nur noch an den Kopf, warum es überhaupt zu diesem einen Spiel Sperre kommen konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">DFB und DFL hatten in den letzten Wochen ohnehin alle Hände voll zu tun. Die Kampagne “Meister müssen aufsteigen”, an der auch wir uns mit Spruchbändern beteiligten, werdet ihr ja alle mitbekommen haben. Hier entwarf die unter dem DFB angesiedelte Arbeitsgruppe nun zwei Vorschläge, wie die Aufstiegsreform umgesetzt werden könnte. Einer der beiden Vorschläge ist das von den allermeisten Fanszenen befürwortete Kompassmodell, bei dem die zukünftigen vier Regionalliga-Staffeln vor jeder Saison anhand von regionalen Gesichtspunkten neu eingeteilt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim anderen Vorschlag sollen die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in nur noch zwei Staffeln neu zusammengefasst werden. Die Vorschläge werden nun auf breiter Basis weiter diskutiert und könnten zur Saison 28/29 umgesetzt werden. Meister müssen aufsteigen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ebenfalls tagten die Sportminister auf Norderney. Thema waren unter anderem mal wieder die angeblich unsicheren Fußballstadien. Insbesondere die Innenminister Reul und Schuster zeichneten sich im Vorfeld wieder mit stumpfen und populistischen Forderungen aus. Vereine sollten sich an den Polizeikosten beteiligen, die Stadionverbote sollen sowieso strenger und zentral vergeben werden, etc. Viel rum gekommen ist auf der Tagung letztendlich nicht und es soll auf der nächsten Innenministerkonferenz weiter darüber gesprochen werden. Es gilt also nach wie vor, mit einem besonders aufmerksamen Auge die Entwicklungen zu beobachten. Die Exekutive wird sicherlich auch weiterhin alles dafür tun, die Zahlen weiter nach oben zu treiben. Denn bisher sagen die Statistiken rund um Straftaten beim Fußball nur eines aus: Die Stadien sind sicher!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Warnung sollten uns alle die Ereignisse in Schweden sein. Hier wurden unter anderem in Göteborg die Ultra- und Hooligan-Gruppen als kriminelle Vereinigungen eingestuft. Was so ein Verfahren auch in Deutschland für Konsequenzen hätte, erfahrt ihr in der aUsGEholt Rubrik und kann wohl nüchtern betrachtet als feuchter Traum von Reul und Co. bezeichnet werden. Unsere volle Solidarität gilt daher den Gruppen in Schweden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Heute geht es zu Hause gegen den Karlsruher SC. Wie bereits erwähnt, wurden die letzten beiden Spiele in der Kurve besonders emotional erlebt. Während gegen Hannover die Enttäuschung überwog, war es in Darmstadt der kollektive Rausch. Selten sang die Nordkurve so unverkrampft das gesamte Spiel (und darüber hinaus) ihre Mannschaft nach vorne. Keine großen Ansprachen waren nötig, niemand musste motiviert werden, es hatten einfach alle Bock. Klar ist so etwas aktuell vielleicht nicht bei jedem Spiel erwartbar, aber wir sollten im Kopf behalten, was möglich ist: Eine durchdrehende Kurve, frei von allen Zwängen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fangen wir heute damit an und schreien die Badener aus dem Stadion.</span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Hannover 96 GmbH &amp; Co. KGaA 2:2 (2:0</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die letzten beiden Heimspiele haben die Messlatte für die Nordkurve etwas höher gelegt und es galt, gegen Hannover nachzulegen. Die Wichtigkeit des Spiels gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten mit der entsprechenden Anspannung war nicht von der Hand zu weisen und somit musste die Kurve erstmal auf Betriebstemperatur kommen. Unsere Jungs auf dem Grün spielten eine super erste Hälfte und die zwei Tore ließen die Lieder dann trotz des ungeliebten Sonntagstermins doch leichter über die Lippen gehen. Die Mitmachquote war bei Armeinsätzen gewohnt hoch. Auch schön zu sehen, dass das Tifo-Material in der Kurve mittlerweile mit etwas mehr Fingerspitzengefühl eingesetzt wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der zweiten Hälfte ging es denkbar schlecht los und Dzeko holte sich direkt die rote Karte ab. Eine zumindest strittige Entscheidung, welche den Unmut des Publikums auf den Schiedsrichter schürte. Das Stadion wirkte nach der Dezimierung unserer Mannschaft erstmal kurz gelähmt und bekam den Mund gar nicht mehr auf. Nachdem unsere Vorsänger zurecht darauf hinwiesen, dass wir noch 2:0 führen und Spitzenreiter der zweiten Liga sind, berappelte man sich in der Nordkurve dann wieder und konnte das Stadion öfter zum Mitmachen animieren. Highlight war sicherlich “Asoziale Schalker”, welches lautstark in Richtung Grün und Gästeblock geschmettert wurde. Am Ende wurde trotz der Anspannung noch alles versucht, um die drei Punkte in Gelsenkirchen zu lassen. Auch wenn die Hannoveraner Szene uns einen guten Auftritt attestierte, würden wir uns eher das Zeugnis “ordentlich” ausstellen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der sportlich starken ersten Hälfte brachte die Unterzahl natürlich einen Bruch in das Schalker Spiel. Die Hannoveraner hatten leider den längeren Atem und kamen nach Ablauf der Nachspielzeit noch zum bitteren Ausgleich. Somit gab es nach dem Spiel aufmunternden Applaus für unsere Jungs und mit einem “Auf geht&#8217;s Schalke, kämpfen und siegen” schickten wir die Mannschaft in die Kabine. Es geht weiter!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der aktive Gästehaufen aus Hannover besetzte sowohl den Ober- als auch den Unterrang und hatte auch ordentlich Schwenkfahnen im Gepäck, die auf beide Ränge gut verteilt waren. Optisch machte der Block so schon mal einiges her. Stimmungstechnisch kam übers gesamte Spiel gesehen nicht wirklich viel bei uns in der Nordkurve an. Dennoch kann man von einem soliden Auftritt der Gäste sprechen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Leute aus Mönchengladbach unterstützten uns beim Spiel gegen die Niedersachsen. Besten Dank für euren Besuch!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>SV Darmstadt 1898 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:1 (1:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Wir woll‘n immer wieder diesen Wahnsinn spüren“ ist eine neue Zeile des Liedes, das wir in Darmstadt getestet haben. Dies hat sich die Nordkurve Gelsenkirchen heute definitiv zu Herzen genommen, so viel sei vorweggenommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Zum Einlaufen der Mannschaften thematisierten wir via Spruchband die unfaire Aufstiegsregelung in der Regionalliga. Unsere Forderung an die Arbeitsgruppe zur Regionalligareform ist dabei klar: „Meister müssen aufsteigen!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Vorsänger brachten den mitgereisten Auswärtshaufen anschließend auf die richtige Betriebstemperatur, ehe wir mit dem altbekannten Gassenhauer “Kaiser im Revier” in den Support starteten. Bereits in der vergangenen Saison war festzustellen, dass das Lied insbesondere in kleinen Gästeblöcken enormes Potenzial hat und auch in Darmstadt konnten wir damit ein erstes verbales Ausrufezeichen setzen. Zur Minute 19:04 zeigten wir ein Spruchband, welches Genesungswünsche an ein erkranktes Gruppenmitglied sendete. Der wichtigste Sieg ist deiner!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den folgenden 30 Minuten der ersten Spielhälfte konnte an die starke Anfangsphase angeknüpft werden und die Mannschaft wurde weiterhin lautstark mit einer Mischung aus melodischeren Liedern und Klassikern unterstützt. Kurz vor der Pause gab es kein Halten mehr, als Sylla die Blauen in Führung köpfte. Doch leider hielt die Freude nicht lange an, da Darmstadt noch vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich erzielte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Seitenwechsel gab die Nordkurve ebenso ein gutes Bild ab und trieb unser Team geschlossen an. Insbesondere die Hüpfeinlage zu “Super FC Schalke” ist mit einer Mischung aus hoher Lautstärke und viel Bewegung hängen geblieben. Zum Ende des Spiels sangen wir uns regelrecht in einen Rausch, der noch bis lange nach dem Abpfiff anhielt. Nachdem die Mannschaft für die weiteren Spiele eingeschworen wurde, folgte ein sehr emotionales “Königsblauer S04”, mehrere Attacken und ein bunter Mix an Liedern, die unserem Verein huldigen. Dies sind die Momente, an die wir uns noch jahrelang erinnern werden und die uns keiner mehr nehmen kann. Das ist der Mythos vom Schalker Markt!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei all den positiven Emotionen ist es am heutigen Tag natürlich umso bitterer gewesen, dass einige Brüder vor den Stadiontoren zurückgelassen werden mussten und diesen magischen Abend nicht mit uns im Block verbringen konnten. Haltet durch, Männer!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Optisch startete die Heimseite mit einem Fahnenintro ins Spiel und im Vergleich zum Pokalspiel waren auf der Südtribüne wieder die üblichen Zaunfahnen zu sehen. Ansonsten kann der Heimseite durchgehende Aktivität und Bewegung attestiert werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Negativ aufgefallen ist die Heimseite nur durch das vorzeitige Verlassen der Party im eigenen Stadion, worauf sie natürlich freundlich hingewiesen wurden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu Gast auf unserer Seite waren Brüder aus Salerno und Nürnberg. Besten Dank!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>1. FC Schweinfurt 05 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:0 (0:0)</b></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Sachs-Stadion lud der 1. FC Schweinfurt 05 am Donnerstag vor der Länderspielpause zum Testspiel ein. Vor Ort angekommen, ging es nach kurzer Begrüßung der üblichen Gesichter in den Block, der zuletzt in der Saison 18/19 im Pokal in Beschlag genommen wurde.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Stadion musste aufgrund des Drittligaaufstiegs im vergangenen Sommer einiges an die Anforderungen angepasst werden. So gab es neben einer neuen Rasenheizung auch im Gästebereich ein paar Änderungen. Der Einlass wurde etwas verändert, ein neuer Zaun installiert und auf einem Teil der Steinstufen wurde ein kleinerer Sitzplatzblock gebaut. Nimmt optisch nur minimal etwas vom Charme der geilen Schüssel, jedoch kann das ohne aktiven Support letztlich auch nicht vernünftig bewertet werden.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie bei Testspielen üblich, ist das Spiel eher nebensächlich und wird meist mit guten Gesprächen verbracht, steht doch am Wochenende die 20 Jahre Freundschaftsfeier mit Ultras VAK-P an, was auf jeden Fall für genug Gesprächsstoff sorgte. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die erste Halbzeit endete torlos, zu Beginn der zweiten Hälfte erzielten die Schweinfurter zwei schnelle Tore und dann war Feierabend.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Dank geht an einige Nürnberger und auch ein Gladbacher ließ es sich nicht nehmen, seinen Donnerstagabend mit uns zu verbringen. </span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Niederlage zuhause gegen Düsseldorf folgten zwei Siege. Beim Auswärtssieg in Kiel hatte die Nordkurve eine optische Aktion im Gepäck. Am Zaun prangerte ein schwarzes Spruchband mit der roten Aufschrift „GLUBB“, untermalt mit roten Luftballons im Ober- sowie schwarzen Ballons im Unterrang.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Spiel endete nach 2:0-Führung und zwischenzeitlichem 2:2 am Ende 3:2 für die Richtigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Heimsieg gegen Kaiserslautern fiel mit 3:0 deutlich aus und so konnte man entspannt auf Platz neun in die letzte Länderspielpause der Saison gehen. Auch zu diesem Spiel zeigte Ultras Nürnberg eine kleine Choreo. Im Oberrang wurden rot-schwarze sowie einige FCN-Fahnen verteilt. Passend dazu glich der Unterrang einem Meer aus Doppelhaltern, was in Verbindung mit dem „1. Fußballclub Nürnberg e.V.“-Spruchband zwischen beiden Bereichen ein gelungenes Bild abgab.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zeitgleich zu unserem heutigen Spiel ertönt der Anpfiff des Nürnberger Auswärtsspiels bei Eintracht Braunschweig. Kommendes Wochenende steht eines der Highlightspiele zuhause gegen Dynamo Dresden auf dem weiteren Fahrplan.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Auswärtsderby bei den Go Ahead Eagles aus Deventer wurde unseren Freunden eine ziemlich fragwürdige Strafe auferlegt. Aufgrund einer Pyroaktion in der Vorsaison erhielt Twente nur 200 Gästetickets. Die Eagles betonten, dass die Strafe bei einem Boykott auf die nächste Saison gelegt werden würde. So beschlossen unsere Brüder in Absprache mit anderen Fanclubs diese 200 Karten für das Spiel entgegenzunehmen und dem FC Twente Kidsclub zu spenden. Diese nahmen die Karten natürlich dankend an und die Kinder erlebten einen 4:1-Auswärtssieg im Derby gegen den Rivalen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim darauf folgenden Heimspiel gegen den FC Utrecht erwischten die Tukkers einen rabenschwarzen Tag. Nicht nur die Mannschaft zeigte eins ihrer schlechtesten Spiele und verlor mit 2:0, auch der Support unserer Freunde war unterirdisch. „Ze zijn er wel, je hoort ze niet!“, auf Deutsch „Sie sind zwar da, man hört sie nur nicht!“, erklang es aus dem Gästeblock. Nach diesem Tiefpunkt meldete sich VAK-P auf ihren Kanälen in den Sozialen Medien zu Wort. Unter den Bildern der während des Spiels schon sehr geleerten Kurve, vergleichen sie die Entwicklung ihrer Stimmung mit einer Kerze, die „langsam ausbrennt“. Sie schreiben, dass VAK-P ein Stimmungsblock sei, sich viele dessen aber scheinbar nicht mehr bewusst seien. Bei Auswärtsspielen erlebe man ungeachtet des Geschehens auf dem Rasen vollen Support über 90 Minuten, weil dort jeder wisse, „was er zu tun hat“. Doch bei Heimspielen sei man immer weiter davon entfernt. Sie fordern jeden, der sich nicht am Support beteiligen will, Platz zu machen für Leute, die bereit dafür sind. Zu guter Letzt zitieren sie Gäste, wie sie einst über die „Hel van Enschede“ geschrieben haben: „Das Publikum bei Twente ist verrückt! 13.000 Kehlen und die verdammten Trommeln sind ohrenbetäubend. Die Angst überkommt dich langsam. Wo holen sie diese Energie her? Schau dich mal um und hör das anhaltende Trommeln und die lauten Chöre aus den Kehlen an. Verdammt Jungs, ihr steht echt dahinter!“. Am Ende des Post steht der Aufruf „so wurden wir einst wahrgenommen und so müssen wir wieder werden!“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Auswärtsspiel in Sittard konnten die Roten wieder überzeugen und mit einem 2:1-Sieg drei Punkte mit nach Hause nehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das spielfreie Wochenende nutzten wir mit unseren Brüdern, um das 20-jährige Bestehen unserer Freundschaft zu feiern. Dazu findet ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Pause geht es für den FCT nach Amsterdam, bevor der FC Volendam in der Veste gastiert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">20 Jahre Ultras Gelsenkirchen &amp; Ultras VAK-P 91</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">4.März 2006 &#8211; Schalke gastiert bei Hannover 96 und siegt durch Tore von Christian Poulsen und Zlatan Bajramovic mit 2:1. Vielleicht schwelgt der ein oder andere Schalker jetzt schon in Erinnerung rund um Lincoln, Ebbe Sand, Marcelo Bordon und Co., doch für unsere Gruppe war dieses Auswärtsspiel etwas Besonderes. Zum ersten Mal hing eine Fahne der Supportersvereniging VAK-P Enschede über unserer Zaunfahne und stellte den Beginn unserer Freundschaft dar. Mittlerweile wird diese Freundschaft seit 20 Jahren gelebt und gepflegt. Die Länderspielpause im März kam also wie gerufen, um dieses Jubiläum zu feiern. Doch bevor wir über die Feier berichten springen wir in der Zeit zurück: Wie kam es eigentlich zu einem Bündnis zwischen Schalke und dem FCT?</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre, als der Fussball immer schnelllebiger wurde und die Stars eines Landes dem Geld zu den europäischen Topclubs folgten und somit die Ligen der kleinen Länder schwächten, lag es auf der Hand, dass sich Niederländer gerne deutschen Fussball ansahen. Das Niveau war schon damals höher als in der heimischen Eredivisie. Aufgrund der Entfernung war das Ruhrgebiet also natürlich ein gern genommenes Ziel für unsere Nachbarn. Zu der Zeit gab es sogar ein paar Jungs aus Oldenzaal, die mit ihrer Zaunfahne „Oldenzaal grüßt Schalke 04“ zu jedem Spiel der Blauen fuhren. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">An einem Donnerstagabend im Mai 1990 spielte Schalke in Berlin unter der Beobachtung von nur 150 Gästefans. Bei diesem Spiel knüpften die Jungs aus Oldenzaal die ersten Kontakte zu Mitgliedern der Gelsenszene. Erst in den Jahren darauf fingen die Jungs an, auch die Spiele des FCT regelmäßig zu besuchen und wurden nach und nach ein Teil des harten Kerns von Twente, aus dem sich 1994 die Twente Hooligan Firm gründete. Bei einem Auswärtsspiel in Bremen 1994 kämpften Hools des S04 und FCT das erste Mal Seite an Seite. Danach lud die Gelsenszene eine größere Abordnung aus Enschede zu einem Heimspiel ein und die Besuche wurden regelmäßiger und die Freundschaft war geboren (Wer noch mehr zu diesem Teil der gemeinsamen Geschichte lesen möchte, dem sei das Buch </span><i><span style="font-weight: 400;">Dit is Vak-P</span></i><span style="font-weight: 400;"> ans Herz gelegt).</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Kontakte mit Ultras aus Enschede begannen erst Mitte der 2000er Jahre, als man sich über eine angewandte Technik bei einer Choreo von VAK-P informieren wollte. Kurz darauf fuhren wir mit ein paar Stadionverbotlern zu einem Heimspiel des FCT und so nahm das Ganze seinen Lauf, bis man dies 2006 in Hannover auch der Öffentlichkeit zeigte. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2010 feierten wir gemeinsam den FC Twente, der erstmals niederländischer Meister wurde. Ein Jahr später wurden wir mit eurer Unterstützung Pokalsieger. Wir standen an eurer Seite, als ihr um die Existenz eures Vereins bangen musstet und 2016 den Zwangsabstieg gerade noch abwenden konntet. Aber auch beim sportlichen Abstieg 2018 standen wir Hand in Hand und feierten ein Jahr später mit euch den direkten Wiederaufstieg. Die Revanche ließ nicht lange auf sich warten und so konnten wir auf eure Unterstützung bei unserem Abstieg 2021 zählen. Aber auch, als ihr euch nach eurem Heimspiel sofort auf den Weg gemacht habt, um unserer Aufstiegsparty 2022 beizuwohnen. Jahrelang habt ihr uns auf internationalen Touren begleitet, die letzten drei Jahre, in der Schalke wieder nur in der zweiten Liga spielt, waren wir es dann, die euch durch Europa begleitet haben. Neben unzähligen Spielbesuchen, einigen Testspielen zwischen unseren Vereinen, bleiben natürlich die beiden Aufeinandertreffen des FCT und S04 auf internationaler Bühne im Kopf. Vor zehn Jahren, als ihr euer 25. Jubiläum gefeiert habt, obwohl euer Verein kurz davor stand zu zertrümmern, blieb eine Feier zur 10-jährigen Freundschaft aus, jetzt war es an der Zeit einiges nachzuholen. Nun feiern wir, dass unsere Freundschaft schon 20 Jahre besteht, was wir gemeinsam erlebt haben und was uns die Zukunft noch bringen wird. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Die Feier</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diejenigen, die schon länger nach Enschede fahren, werden sich sicherlich gefreut haben, als man sich entschied, die Feier in der Länderspielpause in Enschede zu feiern. Im Herzen der Stadt am Oude Markt, den einige sicherlich schon länger nicht mehr besucht haben. Gerade in den Jahren, in denen das Home geschlossen bleiben musste, war hier oft der Treffpunkt für alle Tukker und deren Freunde.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So machten wir uns am Nachmittag auf die Reise über die Grenze zu unseren Freunden, die eine Location in der Stadt angemietet hatten. Die Bude füllte sich so langsam und man hatte Zeit für die ersten Gespräche und sich in einer Ecke umzuschauen, in der viele Fotos und Erinnerungsstücke der letzten 20 Jahre ausgestellt waren. Nach den ersten Getränken gab es von beiden Seiten eine kurze Ansprache, Dank wurde ausgesprochen und man übergab sich als Erinnerung an den Abend gegenseitig ein Geschenk. Ein langjähriges Mitglied unserer Brüder berichtete kurz aus den Anfangszeiten unserer Freundschaft und wie sich diese entwickelt hat. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem offiziellen Teil startete dann die Party mit einem Schlagersänger, der ein paar deutsche und niederländische Gassenhauer performte. Einer unserer Freunde ließ es sich schließlich nicht nehmen, das Mikrofon zu übernehmen und der Menge sein persönliches Lieblingslied vorzutragen, bevor zwei Ultras aus Enschede das DJ-Pult übernahmen und es eine typische VAK-P Party mit ordentlich Hardstyle wurde. Man will nicht zu viel verraten, aber dem Laden sei wahrscheinlich eine Kernsanierung ans Herz gelegt.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Ende verließen wir gemeinsam den Ort des Geschehens, die einen zogen weiter, für andere ging es dann schon nach Hause.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einen großen Dank an alle Brüder für die Gastfreundlichkeit und die Planung dieses Abends. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Onze vriendschap is sinds 20 jaar en voor altijd, ze gaat nooit kapot!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die dritte und letzte Runde der mazedonischen Liga ist gestartet und Vardars Spiele gehen weiterhin 1:0 bzw. 0:1 aus. Das Heimspiel gegen Brera Strumica fand nach längerer Zeit mal wieder im Nationalstadion statt und wurde durch einen Elfer gewonnen. Das darauffolgende Auswärtsspiel in Gostivar bei Arsimi ging leider 0:1 verloren, sodass Vardar und Shkendija nun punktgleich in der Tabelle stehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am gestrigen Samstag fand das Heimspiel gegen Gjorce Petrov statt. In der kommenden Woche steht dann das traditionsreiche Duell gegen Pelister Bitola an. Leider wieder mal an einem Wochentag statt am Wochenende, nämlich mittwochs um 15:30. So nimmt man dem mazedonischen Fußball auch noch eines der letzten interessanten Spiele.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Freunde aus dem Süden Italiens haben für den Abgang vom Eigentümer Danilo Iervolino sehr lange gekämpft und protestiert. Ob er den Druck nicht mehr ausgehalten hat oder ihm die Kohle ausging, werden wir wohl nicht erfahren, aber die wichtigste Nachricht ist: Er will den Verein verkaufen. Der Vorvertrag ist bereits unterschrieben, zum Redaktionsschluss laufen die rechtlichen Prüfungen und der Eigentümerwechsel ist damit nur noch eine Formsache. Der Verkauf erfolgt an den 45-jährigen Unternehmer Cristiano Rufini aus Rom, der mehrere Firmen führt, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Ganz uneigennützig handelt Iervolino dabei aber natürlich nicht, er hat sich mehrere Klauseln in den Vertrag schreiben lassen, nach denen er Millionen kassiert, wenn Salernitana aufsteigen sollte. Ob und wie der Verein positiv vom neuen Eigentümer profitiert, bleibt abzuwarten. Festhalten kann man jedoch, dass ein unerwünschtes Gesicht den Verein verlässt und damit der Fanszene einen großen Gefallen getan hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich konnte Salernitana unter dem neuen Trainer Serse Cosmi mehrere Spiele gewinnen und somit wichtige Punkte im Kampf um die höheren Relegationsplätze einfahren. Das Spiel am vergangenen Samstag in Potenza ging dagegen leider völlig in die Hose und man musste mit einem 5:2 die Heimreise antreten. Eine höhere Platzierung am Ende der Saison ist entscheidend, da man in den ersten Runden der Relegation das Heimrecht genießt und bei einem Unentschieden nach Verlängerung aufgrund der besseren Tabellenposition automatisch weiterkommt. Zudem steigen Teams auf den Spitzenplätzen erst deutlich später in das Playoff-Turnier ein, was die Anzahl der nötigen Spiele reduziert. Somit heißt es weiter: Kämpfen um jeden Punkt und bis zur letzten Minute alles geben!</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Ultras als kriminelle Vereinigungen auch in Deutschland?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer die aktuelle Berichterstattung unserer Fußball-Blase verfolgt hat, der wird mitbekommen haben, dass in Schweden die Uhren ähnlich ticken wie in Deutschland und Bullen und Staat zunehmend freidrehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als neuen Höhepunkt polizeilicher Repressionen wurden gleich mehrere „Risikogruppen“, darunter Wisemen und Ultras Göteborg, kurzerhand zu kriminellen Vereinigungen erklärt. In einem vernetzten Europa, in dem auch ausländische Ermittlungsbehörden Zuständigkeiten erhalten können und sich deutsche Zivis an die Fersen von Groundhoppern hängen, drängt sich mir unmittelbar folgendes Gedankenexperiment auf: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was hindert Polizei und Staat daran, auch deutsche Ultragruppierungen als kriminelle Vereinigungen einzustufen und welche Folgen hat das für ihre Mitglieder und die gesamte Bewegung?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn selbst ohne hinter die behelmten Visagen und die Eulenaugen von NRW-Innenminister Herbert Reul blicken zu können, sind diese Gedanken nicht komplett aus der Welt geholt. Das Feindbild Fußballfan ist kein Hirngespinst, denkt man nur an die grinsenden Beamten, wenn diese friedlebende Fans die Treppen an Deutschlands Bahnhöfen herunterprügeln, nur um ihre miserable Berufswahl irgendeinem zweckstiftenden Inhalt zuzuführen.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um hier einmal jeden Leser abzuholen, vorab die trockene Theorie: </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deutschland ist nicht Schweden und so behandelt auch unser Rechtsstaat kriminelle Vereinigungen anders als unsere nordeuropäischen Nachbarn. Der Umgang mit eben solchen Gruppen betrifft Straf- und Vereinsrecht. Eine reine „Risikogruppen“-Klassifizierung durch die Polizei gibt es in Deutschland – zum Glück – nicht, jedenfalls keine, die besondere Befugnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft rechtfertigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Strafrecht</span></span></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;"> 129 Strafgesetzbuch (StGB) regelt den Straftatbestand der „Bildung krimineller Vereinigungen“. </span></li>
</ul>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Vereinigung gründet oder sich an einer Vereinigung als Mitglied beteiligt, deren Zweck oder Tätigkeit auf die Begehung von Straftaten gerichtet ist, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren bedroht sind.</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dabei obliegt es den Gerichten, das Vorliegen einer kriminellen Vereinigung festzustellen oder zu verneinen. Während die Voraussetzungen für eine Vereinigung niederschwellig sind und mehr oder weniger lediglich einen Zusammenschluss von mehr als zwei Personen erfordert, ist der kriminelle Zweck der Vereinigung schwammiger. Die Vereinigung muss jedenfalls insgesamt auf Straftaten ausgerichtet sein, was einzelne legale Aktivitäten nicht ausschließt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine „im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren“ bedrohte Straftat erfasst bereits Bagatellkriminalität wie Landfriedensbruch, Nötigung, einfache Körperverletzung oder Sachbeschädigung. Mittlerweile leider „Standard“-Anschuldigungen, die bereits bei konspirativen Anreisewegen oder Graffiti-Sprühen bemüht werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Zweck der Vorschrift ist klar auf organisierte Kriminalität und politischen Extremismus ausgerichtet. Im Jahr 2015 allerdings hatte es auch fünf Dresdner Hooligans getroffen, deren Gruppe darauf ausgelegt gewesen sein soll, Körperverletzungen, Landfriedensbrüche und Beteiligungen an Schlägereien durch verabredete Drittortauseinandersetzungen zu begehen. Abgesehen von dem juristischen Drahtseilakt verabredeter Kämpfe ist mithin auch die – weitergehende – Fußball-Blase nicht sicher.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Vereinsrecht</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben losen Zusammenschlüssen können Ultragruppierungen auch dem Vereinsrecht unterliegen, soweit sie sich bewusst für den Weg als eingetragener Verein (e.V.) entscheiden – prominentes Beispiel sind Ultras Gelsenkirchen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei Vereinen, deren Zwecke und Tätigkeiten „den Strafgesetzen zuwiderlaufen“, können deutsche Behörden ein Vereinsverbot aussprechen. Folgen wären die Auflösung des Vereins, Beschlagnahme des Vereinsvermögens und Verwendungsverbot der Kennzeichen des Vereins. Wer für den verbotenen Verein eine Nachfolge- oder Ersatzorganisation bildet oder die Kennzeichen des verbotenen Vereins weiter verwendet, macht sich strafbar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Wie steht es um die Ultrabewegung in Deutschland?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um auf das einleitende Gedankenexperiment zurückzukommen: Wie hoch ist das Risiko straf- und vereinsrechtlicher Repressalien für deutsche Ultragruppierungen und was wird aus den Gruppen und ihren Mitgliedern, wenn Fußballfans eben doch zu Verbrechern erklärt werden?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aus juristischer Sicht erscheint die Gefahr für deutsche Ultragruppierungen (noch) gering. Nach § 129 Abs. 3 Nr. 2 StGB nämlich ist eine Strafbarkeit dann ausgeschlossen, wenn die Begehung von Straftaten nur eine Tätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist. Und trotz irrationaler Ängste von Cops und Staat vor einer Armee kritischer und organisiert agierender Straftäter, ist jeder rational denkenden Person wohl bewusst, dass Ultras nicht die Rechtsstaatsfeinde sind, die die Polizei in ihren objektiven und differenzierten (Ironie aus) Einsatzberichten beschreibt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ohne hier eine Abhandlung á la „Das ist Ultrá für mich“ einzuwerfen, geht es vordergründig um bedingungslose Unterstützung von Stadt und Verein, Freundschaft und auch darum, unbequem zu sein. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nicht zuletzt „Ultras für GE“ und ähnliche soziale Projekte deutscher Ultragruppierungen auch in der Corona-Zeit zeigen die soziale Verantwortung, die Ultras sich auf die Fahne schreiben. Wer dabei nur an Pyro-Idioten und Gewalt denkt, der läuft mit Scheuklappen durchs Leben. Oder anders gesagt: Die Stadien in Deutschland sind so sicher, wie noch nie!</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was aber, wenn der Rechtsapparat eine Kehrtwende einlegt und auch „unsere Art zu Leben“ weiter pönalisiert wird? </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben der persönlichen Strafbarkeit durch die Mitgliedschaft in der kriminellen Vereinigung unabhängig von der Beteiligung an den konkreten Straftaten der Vereinigung, ist § 129 StGB ein sogenannter „Türöffner-Paragraf“. Die Anerkennung einer kriminellen Vereinigung öffnet den Ermittlungsbehörden die Tür strafprozessualer Überwachungsmethoden, wie Telekommunikationsüberwachung, Online-Durchsuchung und akustischer Wohnraumüberwachung. Oder die bei der Polizei besonders beliebten Hausdurchsuchungen bei vermeintlichen Gruppenmitgliedern oder in den Ultra-Heimen selbst. Interessant sind dabei natürlich insbesondere Führungspersonen und “Rädelsführer”. Ultimativ liefe es also auf grenzenlosen Zugang zu Kommunikation und Strukturen der Gruppe hinaus. Gleichzeitig sind entsprechende Strafen mit maximaler Einschüchterung und Abschreckung der gesamten Bewegung verbunden. Denn was in Dresden, Gelsenkirchen oder sonst wo (hypothetisch) passiert, kann morgen schon vor meiner eigenen Haustür eintreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gefahr ist die Wahrnehmbarkeit in der Gesellschaft. Denn machen wir uns nichts vor: Ultrá ist eine Subkultur, eine Blase, und das ist auch gut so. Aber was interessiert es den “normalen Fan” oder erst recht den nicht fußballinteressierten Bürger, wie es aktiven Fußballfans ergeht? Immerhin haben es sich diese Idioten ja selbst eingebrockt, ansonsten hätten sie ja keine Probleme mit der Polizei. Willkommen in Disneyland. Wir sind unsere eigene Lobby. Jeder Aktivismus geschieht von innen heraus und wirkt nach außen wie Rechtfertigung und Realitätsverweigerung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Haben wir – Ultras Gelsenkirchen – mit unserem Weg als eingetragener Verein nun die ultima ratio gegen die Panikmache der Politik gefunden? Mitnichten. Der e.V. schafft durch seine Satzung zwar einen legalen Zweck, auf welchen sich Verein und Mitglieder berufen können, jedoch müssen Satzung und Realität auch übereinpassen, und das ist – wie eingangs beschrieben – dem Auslegungsspielraum der Strafgerichte und Behörden unterworfen. Außerdem hat das Ganze auch einen Haken. Sollte ein Gericht tatsächlich den Weg gehen wollen und einen entsprechenden e.V. nach § 129 StGB einstufen, bräuchten die Ermittlungsbehörden nur einen Blick in das Mitgliederverzeichnis zu werfen, um Repressionen gegen ein paar hundert Leute zu verhängen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der vereinsrechtliche Rattenschwanz kommt noch hinzu. Ein Vereinsverbot nämlich würde mit sich bringen, dass Mitglieder ihre Kleiderschränke säubern und je nach Körperstelle Rücksprache mit dem Tätowierer ihres Vertrauens halten dürften, um weiteren strafrechtlichen Folgen zu entgehen. Der gute Hans müsste mithin auf unbestimmte Zeit ein trostloses Dasein in deutschen Kellern fristen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Hintergrund ständig anstehender Politikwechsel bleibt also getreu dem Motto „es gibt auch wichtigere Probleme in unserem Land“ wie so oft nur zu hoffen, dass Dinge in Deutschland anders gehandhabt werden, als anderswo. </span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nach einer kurzen Pause und dem Fokus auf das Kolumbien-Interview geht es nun in dieser Rubrik weiter.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Das La Cosa Nostra steht wohl wie kein anderes Fanzine für das absolute Ultra-Nerd-Tum, und das ist absolut positiv gemeint. Der Herausgeber bringt Jahr für Jahr dicke Wälzer auf den Markt, die eher Buch als Fanzine sind. Und da sind die ganzen Specials noch gar nicht mitgedacht. Inhaltlich ist es meistens eine Mischung aus den Spielberichten seines Vereins (SSV Ulm), Hoppingtexte (viel Italien!) und seiner Gedankenwelt. Die Highlights sind aber wahrscheinlich die Interviews von Gruppen, die er entweder selber führt oder aus alten (internationalen) Heften übersetzt.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Dass dem Heft so ein besonderer Ruf hervor eilt, liegt wahrscheinlich auch daran, dass es gar nicht so einfach zu bekommen ist “man muss wen kennen, der es mitbestellt”.  Wie und warum das so ist, lest ihr im Interview.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Einfacher könnt ihr die aktuelle Ausgabe des Trespass Fanzine bekommen, nämlich seit diesem Spieltag bei uns am Stand. Das dazugehörige Interview findet ihr in der Nürnberg-Ausgabe des Blauen Briefes.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview mit dem La Cosa Nostra</span></span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario: Du sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blätterst durch dein Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. „Ey hömma, war is‘ dat denn?“ Wie erklärst du ihm dein Fanzine?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Hast du mir auch ein Bier?</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Also, mit folgenden Schlagworten habe ich die LCN mal in einem anderen Interview beschrieben: Ultra, Lebenstil, Anarchie, Cyberpunk, Punk Rock, Kultur, DIY, Reise, Kompromisslosigkeit, klare politische Linie, Erziehung, Familie.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn es einfacher sein soll: Die LCN ist gleichzeitig Fanzine, Tagebuch und Familienchronik.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst, dann findest du darin hoffentlich etwas aus der wunderbaren Welt der Ultras, von dem du vorher noch nichts wusstest.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn du zur Fraktion „Man wird doch wohl mal sagen dürfen“ gehörst, ist das Heft nichts für dich. Die LCN ist nicht gedacht, um jemanden zu bekehren, sondern für diejenigen, die schon Brüder und Schwestern im Geiste sind. </span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Stand heute, wie ist dein Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ganz voran eine Spitzfindigkeit, es ist nicht wirklich „mein“ Heft. Da tragen so viele Leute zu bei, dass es auch ihr Heft ist. Und am Ende gehört es dem Leser oder der Leserin.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Einordnung, mhhh, schwierig. Am liebsten wäre es mir, wenn die LCN seine eigene Kategorie hätte und nirgendwo richtig einzuordnen wäre. Aber das kann ich ja nicht selbst bestimmen, die Einordnung machen immer andere. Mit Rückgriff auf bestehende Kategorien: Mir wäre Ultrazine deutlich lieber als Hoppingzine.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Inhaltlich geht es um vieles, außer um Fußball als Sport. Mir sind Spieler, Tabellenstände, Taktik usw echt völlig latte und ich muss jedes zweite Spielergebnis nachschlagen, wenn ich einen Bericht schreibe. Wobei es das Heft ohne Fußball auf dem Platz auch nicht gäbe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Leser hat die LCN mal als „ Essenz von Ultrà“ bezeichnet. Das Bild, das er mir da geschenkt hat, hat mich damals sehr gefreut: Die LCN ist das, was übrig bleibt, wenn man meine ganzen Interpretationen, Träume, Erfahrungen zu Ultrà einkocht und dann in Wortform bringt. Sie ist eine Essenz von Ultrà, nicht die (eine allgemeingültige) Essenz davon.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Wie würdest du, bzw. wen würdest du als deine Zielgruppe beschreiben? Wen willst du erreichen und wen erreichst du tatsächlich?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich möchte mit der LCN gerne denjenigen etwas zurückgeben, die dafür sorgen, dass ich auch heute noch gerne zum Fußball fahre. Die sich für die Kurve die Hände dreckig machen, Pyrostrafen in Kauf nehmen und die Knie auf Hallenböden kaputt schaben. Dann gibt es Konsumenten, Nazis und anderweitige Idioten, das sind Leute, die ich von der Zielgruppe explizit ausschließen will.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Daher gibt es etablierte Spielregeln, die mit der Ankündigung zu jeder neuen Ausgabe aufs Neue rausgehen. Bei denjenigen, die mehr als ein Heft bestellen, ist Respekt und Vertrauen vorhanden, daher bin ich mir ziemlich sicher, dass das Heft auch genau diese Zielgruppe erreicht. Klar, ein bissl Streu ist vermutlich immer und das liegt ja nicht mehr in meine Hand, aber die Balance stimmt für mich.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Ne ganz spezielle Zielgruppe sind meine Kinder. Ich würde ihnen an dem Punkt, wo sie keine Kinder mehr, sondern Erwachsene sind gerne die Hefte in die Hand drücken. Damit sie nachlesen können, was ihr Papa mal gemacht hat, wie er tickt, wovon sie ein Teil waren, als sie jünger waren. Vielleicht ergibt sich daraus die Basis für ein neues Verhältnis zwischen uns.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Weißt du noch, wie und wann die Idee zu deinem Fanzine entstanden ist? Kannst du uns einen groben Abriss über die Entwicklung deines Heftes geben? Wir haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Man kann denke ich sagen, dass sich das Heft im Gleichschritt mit meiner Gruppe, also den Supporters Ulm 99, entwickelt hat. Zu Beginn, also 2000/01, war es das klassische durchschnittliche Heft einer damals klassischen, durchschnittlichen (höchstens!) Gruppe. 2010 kam bei uns ein Bruch. Danach mussten wir für uns klar machen, was wir wollen oder auch nicht. Aus dem Potpourri an Strömungen in der Gruppe hat sich Ultra nicht durchgesetzt, stattdessen die Mentalität „Scheiss auf den Rest“ und „jeder wie er will“. Entsprechend gab es Ausgaben mit 20er Auflage, teilweise handgemalt und-geklebt und am Kopierer erstellt (es war ne Scheiß-Arbeit). Und ja, eine Ausgabe war auch ein Abgesang. Auf der letzten Seite stand „fine“, das galt damals auch für meine Gruppe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ab etwa 2015 hab ich mich dem Heft hauptamtlich und als mehr oder weniger Allein-Schreiber angenommen und daraus hat sich letztlich das entwickelt, was die LCN heute ist. Bißchen Nerd, bißchen Außenseiter, bißchen anecken, aber den Ultras in Ulm weiterhin verbunden und mit dem Versuch, etwas zur Entwicklung beizutragen. Irgendwie auch meine eigene Rolle bei den Ultras heute…</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Texte landen seit dem Aufstieg von Firma und Kurve vorab im Kurvenheft der Broken Society Ultras, so es denn Platz gibt und ich meine Überzeugungen nicht verbiegen muss, was bislang eigentlich immer der Fall war. Danke für das Vertrauen an dieser Stelle.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Haben auch mal andere Personen an dem Heft mitgearbeitet?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich mach zwar das meiste an der LCN, aber ich mach sie nicht alleine. Ich bin ja auch nicht mehr dauernd beim SSV und die LCN soll schon noch ein Ulmer Fanzine bleiben. Also gibt es diverse Beiträge aus der Gruppe und Fanszene. Außerdem ist die Leserschaft sehr aktiv. Das ist vielleicht nicht immer durch einen separaten Beitrag ersichtlich, aber in die Sachen, die ich schreibe fließen so viele Infos von anderen ein. Bei den letzten Ausgaben haben sich immer um die 50% der Szenen, die Hefte abnehmen auf die ein oder andere Weise beteiligt.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Die Welt wird immer schnellebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücken können hier Fanzines noch schließen?</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Meine erste Antwort wäre: Keine. Fanzines als Medium sind ein Relikt aus vergangenen Zeiten, überholt, und bestenfalls was für Leute, die damit sozialisiert worden sind.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Andererseits: Es gibt heute echt sehr viele, sehr gute Fanzines in unserem Kosmos und die werden ja auch abgenommen. Schnitzer, Credo, Plattenpost haben ja vierstellige Auflagen, euren Blauen Brief sollte ich hier stellvertretend für die Dutzenden Kurvenhefte, die jedes Wochenende erscheinen auch erwähnen&#8230; Es muss also doch noch eine Daseinsberechtigung geben.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein Erklärungsversuch, wohlwissend, dass ich kein Medienwissenschaftler bin: Ein Fanzine ist langlebig und es stehen Infos drin, denen wenigstens ich mehr Vertrauen schenke als anderen Quellen. Außerdem sind Inhalte vorgefiltert und nicht so hektisch. Vielleicht schließen Fanzines also eine Lücke für Leute, die Substanz voranstellen, Informationen anstatt beliebige Inhalte wollen und gerne auch nen Rückzugsraum haben, in dem man nicht mit Inhalten (ich schreibe bewusst nicht von Informationen) zugemüllt wird. Aber da schließe ich vielleicht zu sehr von mir und meiner Bubble (ist schön da, kommt rein!) auf Andere.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Zu guter letzt würden wir dann natürlich noch gerne wissen, wo dein Heft erhältlich ist.</b><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>LCN:</b><span style="font-weight: 400;"> Die LCN ist nur über persönliche Kontakte erhältlich, warum steht oben bei der Zielgruppe und der Nicht-Zielgruppe.</span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt Personen aus eurer Fanszene, die das Heft bestellen. Wenn ihr neugierig geworden seid, fragt euch durch. Wenn ihr aktiv den Weg zu LCN sucht, dann wäre mein Wunsch, dass sie euch auf halbem Weg entgegenkommt.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"> </span></i></p>
<p><b>Vielen Dank für das Interview</b></p></div>
			</div><div id="ev" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_5">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-scaled.jpg" alt="" title="23_EingetragenerVerein" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/23_EingetragenerVerein-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9827" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Aufgaben und Arbeitsweise des Wahlausschusses</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 18.07.2026 findet die diesjährige Mitgliederversammlung unseres FC Schalke 04 e.V. statt. Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschlussorgan des Vereins. Hier hat jedes Mitglied ab 16 Jahren die unmittelbare Gelegenheit sein Stimmrecht in Gebrauch zu nehmen und den Weg unseres Vereins mitzubestimmen. Die Mitgliederversammlung ist daher aus unserer Sicht ein absoluter Pflichttermin. In den kommenden Ausgaben werden wir die einzelnen Organe, die auf der MV gewählt werden, genauer vorstellen. Den Start macht in dieser Ausgabe der Wahlausschuss.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Aufgaben:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was macht der Wahlausschuss eigentlich genau? Kurz gesagt: Der Wahlausschuss entscheidet, wer sich auf der Mitgliederversammlung zur Wahl zum Aufsichtsrat stellen darf. Wenn ein Mitglied für das Amt des Aufsichtsrates kandidieren möchte, muss es seine Bewerbung bis zum 1. Februar einreichen. Auf weitere Formalitäten der Bewerbung werden wir im Text zum Aufsichtsrat eingehen. Die eingegangenen Bewerbungen muss der Vorstand spätestens eine Woche nach Ende der Vorschlagsfrist an den Wahlausschuss weiterleiten. Dieser sichtet die Bewerbungen und entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, welche Kandidaten zur Wahl zugelassen werden. Diese Entscheidungen sind unanfechtbar und nicht zu begründen. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen als Aufsichtratsämter zu besetzen sind, aber maximal die doppelte Anzahl.   </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Grunde trifft der Wahlausschuss eine Vorauswahl und lässt die geeignetsten Kandidaten zur Wahl zu. Wer und wie viele zugelassen werden, hängt natürlich davon ab, wie viele Bewerbungen eingehen und wer sich bewirbt. Die Kandidaten stehen in direkter Konkurrenz zueinander und die Aufgabe des Wahlausschusses ist es, die vier besten Kandidaten herauszufiltern. Daher kann es auch dazu kommen, dass Aufsichtsräte, die sich zur Wiederwahl bewerben, nicht zugelassen werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Wahlen:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Wahlausschuss besteht aus acht Mitgliedern, die direkt von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Durch ein rollierendes Verfahren werden jedes Jahr zwei Mitglieder des Wahlausschusses gewählt. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Bis zum 1. Mai kann sich jedes Mitglied, das mindestens ein Jahr ununterbrochen dem Verein angehört, zur Wahl stellen lassen. Die Bewerbung für die Kandidatur muss schriftlich erfolgen und von drei Vereinsmitgliedern unterstützt werden, die zu dem Zeitpunkt nicht von der Ausübung ihrer Mitgliederrechte ausgeschlossen sind. Der Kandidat darf nicht bereits anderen Vereinsorganen angehören oder dafür kandidieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied so viele Stimmen wie Plätze zu vergeben sind, in der Regel also zwei. Für die Wahl in den Wahlausschuss reicht die einfache Mehrheit aus, das bedeutet, dass die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ein Wahlausschussmitglied im Laufe seiner Amtszeit ausscheidet, rückt für die restliche Amtszeit der Kandidat nach, der auf der letzten Mitgliederversammlung die nächsthöchste Anzahl an Stimmen bekommen hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Wahl wählt der Wahlausschuss auf seiner ersten Sitzung, welche meistens direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfindet, einen Vorsitzenden. Zudem gibt er sich eine Geschäftsordnung, die von jedem Vereinsmitglied eingesehen werden kann.</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><i><span style="font-weight: 400;">Wie in der Einleitung bereits erwähnt kämpft die aktive Fanszene des IFK Göteborg gerade mit schweren Repressalien. Auch in anderen Ländern tragen Fussballfans schwere kämpfe mit den örtlichen Behörden aus, wie Beispielsweise die Verbotswelle in Frankreich 2025. Aber wie wahrscheinlich jedem bereits aufgefallen ist, sind Polizeigewalt und Repressionen auch in Deutschland deutlich spürbarer geworden, weswegen sich auch die gemischte Tüte immer mehr mit dem Thema auseinandersetzt und darauf aufmerksam macht, dass diese Vorfälle nicht nur eine Nebenerscheinung sind. Aus diesem Grund gilt unsere Solidarität allen Betroffenen jener Maßnahmen! Bleibt stark!</span></i></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong></strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bochum:</strong></span><strong><span style="font-weight: 400;"> Die Fanhilfe Bochum kritisiert scharf das Vorgehen der Staatsanwaltschaft nach mehreren Hausdurchsuchungen im Umfeld von Anhängern aus Bochum. Hintergrund sind Ermittlungen zu einer Auseinandersetzung im August 2024 in Frankreich. Zunächst waren fünf Personen lediglich als Zeugen geladen worden, da sie sich zum vermeintlichen Zeitpunkt in Frankreich aufhielten. Sie machten jedoch von ihrem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch, woraufhin sie plötzlich selbst zu Beschuldigten erklärt wurden, weswegen Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Begründet wird dies mit einem Anfangsverdacht sowie der angeblichen Zugehörigkeit zu einer sogenannten „Hooliganvereinigung“. Dieses Vorgehen stellt einen willkürlichen und rechtsstaatlich fragwürdigen Schritt dar. Es gebe keine neuen belastbaren Erkenntnisse, vielmehr wirkt es so, als wäre das Schweigen der Zeugen gezielt genutzt worden, um den Verdacht zu konstruieren. Diese Praxis untergräbt grundlegende Rechte und das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden.</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Köln:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und unserer Brüder aus Mönchengladbach kam es am Bahnhof Merzenich zu einem massiven Polizeieinsatz gegen rund 500 Gladbacher. In einer gemeinsam veröffentlichten Stellungnahme der Fanhilfe Mönchengladbach und dem Fanprojekt Mönchengladbach heißt es, dass der von der Polizei genannte Auslöser, welcher eine angebliche sexuelle Beleidigung gegen eine Polizistin beinhaltet, sowie die Solidarisierung und angeblichen Verhinderung der Personenfeststellung, unzutreffend war und nichts mit der späteren Eskalation zu tun hatte. Hierbei handelte es sich um die “Reingeschaut”-Geste, welche missverstanden wurde. Stattdessen habe die Polizei ohne erkennbaren Grund zunächst eine kleine Gruppe Gladbacher, die auf den aus Köln zurückreisenden Haufen wartete, angegriffen, was die Unruhen auslöste. In der Folge sei die Situation eskaliert: Fans wurden von beiden Seiten zurückgedrängt, mit Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen und teilweise auf die Gleise oder Treppen gedrängt. Die Fanhilfe spricht von gefährlichen, panikartigen Szenen. Mehrere unserer Freunde aus Gladbach wurden verletzt, darunter mit Knochenbrüchen und Platzwunden. Die Fanhilfe kritisiert den Einsatz als unverhältnismäßig und kündigt rechtliche Schritte an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bremen:</strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Beim Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und SV Werder Bremen ordnet die Grün-Weiße Hilfe aus Bremen in Ihrer Stellungnahme die Geschehnissen vor der Partie mit der Polizei ein. Auslöser war laut Angaben der Staatsmacht ein angeblich unerlaubter geschmuggelter Gegenstand, der sich aber als falsch erwies. Besagter Gegenstand war lediglich eine Fahnenstange, die die vorangegangene erlaubte Anzahl von zehn Fahnenstangen überschritt. Die Situation eskalierte, als ein Ordner sofort körperlich gegen einen Fan vorging. In dem engen Treppenbereich des Gästeblocks haben Polizeikräfte anschließend die Bremer Anhänger eingekesselt und mit Schlägen sowie Pfefferspray angegriffen. Dabei wurden zahlreiche Personen verletzt, auch unbeteiligte Fans und Fanbetreuer. Die Fanhilfe widerspricht der offiziellen Darstellung von „Fanangriffen“ deutlich und spricht stattdessen von einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Lübeck: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem es zu Ausschreitungen rund um das Heimspiel gegen den HSV II kam, hat der VfB Lübeck weitreichende Maßnahmen ergriffen und reagiert damit auf die eskalierende Situation innerhalb der eigenen Fanszene. Für das Auswärtsspiel beim FSV Schöningen wurde auf Empfehlung des Vereins vollständig auf einen Gästeblock sowie eine Tageskasse verzichtet. Hintergrund war die Auseinandersetzung der Lübecker Szene untereinander, bei welcher wohl auch Unbeteiligte verletzt wurden. Das Ultrakollektiv Lübeck und die Gruppe Halunken waren bislang in der Pappelkurve beheimatet, ein gemeinsames Auftreten ist jedoch aktuell nicht mehr möglich. Als Konsequenz wurde beim Heimspiel gegen Blau-Weiß Lohne die Pappelkurve vollständig geschlossen und eine strikte Fantrennung umgesetzt. Das UKL soll im Gästeblock A1 untergebracht werden, während Halunken den Block B erhalten. Auch die Zuwegungen werden voneinander getrennt organisiert. Darüber hinaus bleibt das Contidorf vorerst geschlossen, da bauliche und sicherheitstechnische Mängel behoben werden müssen. Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem ein Verbot des Zutritts zum Innenraum für die Anhänger zum Aufhängen von Zaunfahnen sowie den Entzug von Saison-Akkreditierungen für Fanordner und Fotografen. Der Verein betont, dass die Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und den betroffenen Gruppen getroffen wurden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Hamburg:</b></span> Der Förderkreis Nordtribüne e.V. ruft zum erneut zum Blutspenden auf. Unter dem Motto “Rauten retten Leben” wurde eine Aktionstag ins Leben gerufen, an dem im Juni am UKE-Gelände in Hamburg unter anderem zur Blutspende aufgerufen wird. Die Einnahmen des Aktionstags werden dem Kinderhospiz Sternenbrücke gespendet. Darüber hinaus stellt der Förderkreis Stempelkarten zur Verfügung, mit denen bis Oktober über Blutspenden dokumentiert werden sollen. Um einen gewissen Anreiz zu schaffen, erhält die Person mit den meisten Stempeln ein getragenes HSV Trikot von Luka Vušković.</span></p></div>
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		<title>Ausgabe 13: Hannover 96</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-13-hannover-96/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_13 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">6. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>der wichtige Sieg gegen Bielefeld konnte in der letzten Woche eingetütet werden. Die Nordkurve zeigte dabei einen der Wichtigkeit des Spiels angemessenen Auftritt und konnte die Mannschaft in der Schlussviertelstunde trotz der Anspannung über die Ziellinie tragen. Um einen unserer Vorsänger sinngemäß wiederzugeben: „Wie laut wir vor oder nach dem Spiel sind, können wir uns in die Haare schmieren, was gilt ist jetzt! Jetzt müssen wir für die Mannschaft da sein, also reißt euch JETZT den Arsch auf und schreit sie zum Sieg!“. Am Freitag bekamen wir genau das über weite Strecken des Spiels hin. Teil dieser Kurve sein zu dürfen ist ein Privileg und zugleich eine Verpflichtung, seid euch dessen bewusst. Also auch heute wieder vollen Fokus aufs Spiel und geht 90 Minuten aus euch heraus!</p>
<p>Unser heutiger Gegner findet heute hoffentlich mal den Blinker und schafft es rechtzeitig von der Autobahn abzufahren. Der Gästeblock wird dann jedenfalls motiviert sein, seine Mannschaft nach vorne zu peitschen, damit diese den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verliert. Die letzten Auftritte der Niedersachsen waren bei uns zwar eher mittelmäßig, nichtsdestotrotz geht es auch für Hannover um sehr viel.</p>
<p>Bei all der Freude über den Platz an der Sonne trübt auch bei uns die Staatsmacht die Laune. Es werden sicherlich alle mitbekommen haben, wie Polizei &amp; Co. aktuell deutschlandweit auffahren. Am eigenen Leibe haben wir es vor allem in Berlin zu spüren bekommen, als grundlos in uns rein geprügelt wurde und dennoch muss man wohl ernüchternd festhalten, dass dies im Vergleich zu den Vorfällen in der Ostkurve Berlin oder nun kürzlich vor dem Dortmunder Gästeblock noch harmlos war. Das Verhalten hat sich seit der Innenministerkonferenz merklich geändert und es wirkt fast so, als ob die Zahlen nun durch Provokation oder sogar durch eigene Übergriffe auf Fangruppen nach oben getrieben werden sollen. In Gelsenkirchen selbst geht es noch vergleichsweise entspannt zu, lediglich die Präsenz der Zivis hat sich verändert, die sich nun mehr oder weniger „unauffällig“ neu positionieren. Auch in Bereichen, in denen sie absolut nichts zu suchen haben. Hier sei also gesagt, dass man sich lieber einmal mehr umgucken sollte, wer da gerade neben einem steht. Ausführlicher werden wir in der Rubrik aUsGEholt auf diese neue Phase der Repression eingehen und können diesen Text jedem nur ans Herz legen. </p>
<p>Den Kopf in Sand stecken gilt aber natürlich eh nicht, Solidarität ist unsere Waffe und wir werden auch aus dieser Zeit gestärkt herausgehen. Klingt abgedroschen, aber genau das macht unsere Bewegung aus. In diesem Sinne.</p>
<p>Auf geht´s Schalke &#8211; Kämpfen und Siegen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Bestes Wetter, Freitagabend und ein ebenso traditionsreiches wie wichtiges NRW-Duell gegen die Arminia aus Bielefeld. Fußballherz, was willst du mehr?</p>
<p>Schon beim Einsingen und Pogen vor Anpfiff konnte man spüren, dass die Nordkurve an die positive Entwicklung der letzten Wochen anknüpfen wollte. Auch optisch ging es gut los. Dutzende Blinker und ordentlich blauer Rauch in den Ecken sorgten, gepaart mit einem stabilen Tifo-Einsatz, für ein rundes Intro.</p>
<p>Danach schafften wir es immer wieder, laute Momente zu kreieren. „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ bleibt hier in besonders guter Erinnerung. Edin Dzeko ließ sich nicht lange bitten und beglückte die Königsblauen nach einer Viertelstunde mit dem 1:0. Selbstredend ging sämtliches Liedgut noch besser als zuvor von den Lippen. Mit der Führung in einem wirklich ansehnlichen Spiel im Rücken ging es bestens gelaunt in die Pause.</p>
<p>Durchgang zwei konnte mit einem starken „Geh’n mit dir auf jede Reise“ eröffnet werden. Um im weiterhin völlig offenen Spiel die ganze Kurve oder auch die Arena bestmöglich mitzunehmen, wurde danach eher auf leichtere Gassenhauer zurückgegriffen. Das klappte wunderbar und sorgte mehrmals für wirklich laute Minuten. Einen Schockmoment hielt das Spiel mit dem vermeintlichen Bielefelder Ausgleich auch noch bereit. Glücklicherweise wurde der Treffer aber einkassiert, während die Nordkurve während der VAR-Überprüfung durch sang, sorgte die Entscheidung beim restlichen Schalker Anhang noch einmal für komplette Ekstase. Der fade Beigeschmack des Videobeweises blieb natürlich trotzdem.</p>
<p>Am Ende schafften es unsere Jungs einmal mehr, das Ding über die Ziellinie zu bringen und den nächsten Dreier aufs Punktekonto zu buchen. Nach Abpfiff wurde den Emotionen freien Lauf gelassen und ein paar perfekt getimte Fackeln sorgten beim Feiern mit der Mannschaft für einen absoluten Gänsehautmoment. Unserer Kurve darf man an diesem Tag einen guten Auftritt attestieren, an den es in den verbleibenden Spielen anzuknüpfen gilt. Spitzenreiter!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Bielefeld machte den Gästebereich mit rund 6.000 Mann komplett voll. Schon vor Anpfiff sorgte ein richtig ordentlicher Wechselgesang mit dem Oberrang für ein Ausrufezeichen. Auch danach gibt es quasi nichts  auszusetzen. Lokal Crew und Co. schafften es etliche Male, den gesamten Anhang mitzunehmen und überzeugten auch optisch mit gutem Tifo und ordentlich Bewegung im Block. Der durch den VAR aberkannte Ausgleich sorgte, verständlicherweise, für einen Einbruch. Unter dem Strich steht ein Auftritt, der in absolut positiver Erinnerung bleibt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Einmal mehr standen unsere Brüder aus Nürnberg und Enschede an unserer Seite. Danke Jungs!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegnervorstellung</strong></span></p>
<p>Unsere letzte Gegnervorstellung der Saison beschäftigt sich mit der ostwestfälischen Arminia aus Bielefeld. Der Name Arminia geht auf den germanischen Fürsten Arminius zurück, dessen Namen viele deutsche Vereine um 1900 als patriotisches Symbol wählten. Heimstadion des Vereins ist die Bielefelder Alm, welche ihren Namen in den 1920er Jahren erhielt, als vor dem Stadion noch Kühe grasten. Heutzutage blickt man aus dem Gästebereich des 26.750 Plätze umfassenden Stadions heraus in eine idyllische Kleingartenanlage. Seit 2004 sind die Namensrechte allerdings an das ortsansässige Unternehmen Schüco vergeben.</p>
<p>Neben vier Zweitliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2019/20 &#8211; und zwei Drittliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2024/25 &#8211; ist der jüngste sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte wohl der Einzug ins DFB-Pokalfinale 2024/25, welches 2:4 gegen den VfB Stuttgart verloren wurde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rechtsform:</span></p>
<p>Seit dem 1. Juli 2001 ist die Lizenzspielerabteilung der Arminia ausgegliedert in die DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA. Der Stammverein Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld e. V. wurde 1905 mit dem Namen 1. Bielefelder FC “Arminia” gegründet. Heutzutage zählt der Verein knapp über 29.000 Mitglieder, insbesondere beflügelt durch den jüngsten Erfolg im DFB-Pokal, hatte der Verein im August 2024 noch gerade einmal 16.000 Mitglieder.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fanszene:</span></p>
<p>Im Dunstkreis von Kutten, Hools und Normalos begründeten im Jahr 1995 die BOYS Bielefeld den Startschuss der Bielefelder Ultrà-Szene. Erste ultrà-ähnliche Strömungen trugen in den späten 90er Jahren zudem die Gruppen Fantastic Blue und Blue Yankees mit. 2001 wurden als eine Art Dachverband für aktive Arminia-Fans die Ultras Bielefeld gegründet und bereits im Februar 2004 wieder aufgelöst. Grund war die angebliche Beschmutzung des Begriffs “Ultras” aufgrund der Zunahme von Gewalt in und außerhalb der Stadien, mit dem sich die gewalt-ablehnende Gruppe nicht weiter identifizieren konnte.</p>
<p>Mit dem Umzug der aktiven Fanszene in den neu geschaffenen Block 1 im Sommer 2006 gründete sich die heute tonangebende Gruppe Lokal Crew. Angeschlossene Gruppen sind Sparrenkollektiv, Companions und Sektion Wittekind. Nach einem Einbruch in das Fahnenlager der Fanszene und dem damit verbundenen Abhandenkommen der Zaunfahne der Lokal Crew im Jahr 2014 trat man für etwa 1,5 Jahre hinter einer “Block Eins Ultras” Zaunfahne nach außen auf, ehe man seit der Rückrunde 2015/16 mit neu gepinselter Fahne nunmehr wieder hinter dem Namen Lokal Crew steht. Die entwendete Zaunfahne hat bis heute nicht wieder das Licht der Welt erblickt.</p>
<p>Seit der Saison 2022/23 findet sich außerdem die Zaunfahne der BOYS Bielefeld nicht mehr im Block 1, womit man sich offenbar endgültig von “Ultrà” abgewandt hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freundschaften:</span></p>
<p>In den späten 90er und frühen 00er Jahren entwickelten sich in der anfänglichen Bielefelder Ultrà-Szene neben einer Freundschaft nach Hannover (Komplott Hannovera und Verrückte Meute) vereinzelte freundschaftliche Kontakte nach Hamburg (Chosen Few), Nürnberg (Psychopathen), Ultras Leverkusen und Berlin (Harlekins).</p>
<p>Heutzutage pflegt die aktive Fanszene der Arminia Freundschaften zum FC Savoia 1908 aus der italienischen Serie D und Ultras Düsseldorf. Darüber hinaus bestehen weiterhin freundschaftliche Kontakte nach Hamburg und Hannover aus vergangenen Zeiten, auch wenn die offiziellen Fanfreundschaften bereits aufgekündigt wurden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Feinde:</span></p>
<p>Feinde sieht man in Dortmund, Bochum, Osnabrück und Münster, wobei Letzteres neben der geografischen Nähe insbesondere durch gegenseitige Fahnendiebstähle in der Vergangenheit manifestiert wurde.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Letzte Woche Samstag empfing der Glubb die Fortuna aus Düsseldorf. Einen ausführlichen Spielbericht dazu findet ihr weiter unten.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer in den hohen Norden zum Spiel gegen Kiel &#8211; vor der Länderspielpause empfängt der 1. FCN zu Hause das Team aus Kaiserslautern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. FC Nürnberg e.V. &#8211; Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. 0:1 (0:0)</span></p>
<p>Nach unserem Bielefeld-Spiel ging es trotz kurzer Nacht für mehrere Auto-Besatzungen am Samstagmorgen Richtung Nürnberg, um unsere Freunde beim Spiel gegen die Düsseldorfer Fortuna zu unterstützen. Angekommen am Stadion suchten wir direkt den neuen Biergarten auf. Dieser ist seit einiger Zeit mit allerhand Sitzmöglichkeiten im Stadionumlauf zu finden und war bei bestem Frühlingswetter natürlich brechend voll.</p>
<p>Rund 15 Minuten vor Anpfiff begann die Nordkurve Nürnberg, sich einzusingen und packte dazu zwei ältere Lieder aus. Die Mannschaft auf dem Platz hielt leider nicht, was der Wettergott versprach und so gab es in der ersten Hälfte bis auf ein nicht gegebenes Tor keine weiteren nennenswerten Aktionen des FCN. Der magere Spielverlauf spiegelte sich auch in der Stimmung wider. So konnte selten das Stadion mitgenommen werden und die Lieder wurden nicht so lange gehalten, wie man es eigentlich gewohnt ist.</p>
<p>Der Glubb kam besser in die zweite Hälfte der Partie, allerdings war es Düsseldorf, welches kurz vor‘m „Ganz kleinen Bub“ die Führung erzielte. Nürnberg warf nochmal einiges rein, am Ende wurden die letzten Pässe jedoch nicht an den Mann gebracht und es fehlte an wirklich zwingenden Torchancen.</p>
<p>Der Gästeanhang konnte mit einem ansehnlichen Tifoeinsatz und durchgängiger Bewegung überzeugen, das wars dann aber schon wieder. Akustisch kam auch nach der Führung bei uns nichts an, was natürlich zum Teil an den baulichen Gegebenheiten liegt.</p>
<p>Spätestens mit einem Sani-Einsatz kurz vor Ende der Partie war dann die Luft in der Nordkurve raus und die Spieler wurden nach Abpfiff bedient in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der restliche Samstag wurde im Lokale Grande verbracht, da zum fränkisch-italienischen Abend eingeladen wurde. Italien-Liebhaber kamen bei hervorragender Pinsa und Pasta komplett auf ihre Kosten und konnten anschließend mit Vino Bianco oder Vino Rosso for free auch flüssige italienische Highlights genießen. Für den fränkischen Part des Mottos sorgten über 30 verschiedene Biersorten und so war das Spiel schnell in Vergessenheit geraten. Für den einen oder anderen von uns gab’s im Anschluss noch eine Tour durchs Fanzine-Archiv, welches mit seinen rund 7.000 Heften und Büchern das Fanzine-Herz um einiges schneller schlagen lässt.</p>
<p>Am Ende kann man sich nur für die erneute Gastfreundschaft bedanken!</p>
<p>Schalke und der FCN!</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Nur eine Woche seit der vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs. Dementsprechend wenig ist am Balkan in den letzten Tagen passiert. Vardar spielte wieder einmal an allen Tagen außer dem Wochenende. Donnerstags stand das Topspiel gegen Shkendija an. Nach dem Unentschieden gegen den Drittplatzierten FC Struga wurde dies zu Hause leider mit 0:1 verloren. Wenige Tage später stand das letzte Rückrundenspiel auswärts bei Sileks Kratovo auf dem Programm. Aufgrund des erneuten Termins auf einem Werktag (Montag) boykottiert Komiti die Partie. Vardar gewann dennoch 1:0 und steht somit weiterhin knapp an der Tabellenspitze. Nachdem nun die Hin- und Rückrunde gespielt ist, steht ab nächster Woche die finale dritte Runde des Ligabetriebs an.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Das Spiel gegen den ungeliebten Nachbarn aus Caserta verlor die Granata auswärts 1:0 und ließ abermals wichtige Punkte liegen. Wieder einmal durften keine Gäste anreisen, sodass die Fanszene das Spiel vom heimischen Fernseher aus verfolgen musste.</p>
<p>Das Heimspiel gegen Latina fand am Weltfrauentag statt, der in Italien viel Beachtung erhält. Die italienische Gesellschaft ist für das Thema Femizide durch die Berichterstattung über die vielen Morde an Frauen durch ihre (Ex)-Partner in Italien sehr sensibilisiert und schenkt diesem Tag daher viel Aufmerksamkeit. Die Ultras der Curva Sud Siberiano haben daher die traditionellen gelben Mimosen an alle Frauen in der Kurve verschenkt und ein Spruchband gezeigt “Eine Welt ohne Frauen ist wie eine Welt ohne Salernitana”.</p>
<p>Das Spiel konnte Granata durch die Tore von Cabianca und Lescano trotz Unterzahl mit 2:1 gewinnen. Etwa 80 Gäste aus der Stadt südlich von Rom hatten sich im Block eingefunden. Das Stadion hatte mit 7.000 Zuschauern den bisher niedrigsten Zuschauerwert der Saison. Viele Fans haben aus Protest, Frust und anderen ähnlichen Motiven, trotz Dauerkarte, darauf verzichtet, zum Spiel zu kommen. Obwohl das Spiel gewonnen werden konnte, hat man sowohl Fans als auch Spielern angemerkt, dass hier niemandem wirklich zu feiern zumute war und so begab sich die Elf auch unmittelbar nach Schlusspfiff in die Kabine.</p>
<p>Mit zwei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Cosenza und sechs Punkten auf den Zweiten Catania steht Salernitana aktuell auf Platz vier der Tabelle und spielt noch um die wichtigen Platzierungen für die Playoffs.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mitgliederkongress 2026</strong></p>
<p>Neben der Mitgliederversammlung des F.C. Schalke 04 e.V. ist der jährliche Mitgliederkongress ein Tag, an dem man als Mitglied direkten Einfluss nehmen und unseren Verein mitgestalten kann. Die vierte Veranstaltung dieser Art fand am Samstag nach dem 1:0 Heimsieg gegen Bielefeld statt. Ab 10 Uhr trudelten die teilnehmenden Mitglieder nach und nach im Glückauf Club in der Arena ein. Nach dem ersten Kaffee wurde der Kongress um 11:04 Uhr von Moderator Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier eröffnet. Diverse Vereinsvertreter, unter anderem auch Vorstand Matthias Tillmann, begrüßten die Anwesenden und erklärten den Tagesablauf. Nach rund 30 Minuten folgte die erste von zwei Workshop-Phasen. Bei der Anmeldung konnte man aus acht Workshops drei, nach Priorität geordnet, auswählen, an denen man teilnehmen wollte. Zwei Workshops wurden im Nachgang aus internen Gründen gestrichen, sodass die Mitglieder in sechs Workshops diskutierten, Probleme erörterten und Lösungsansätze überlegten. Diese waren:</p>
<p>• Fankultur<br />• Fanclubkultur<br />• #STEHTAUF<br />• Familien auf Schalke<br />• Auswärtsspiele<br />• Barrierefreies Schalke</p>
<p>Gestärkt ging es nach der Mittagspause in die zweite Workshoprunde. Zwei Stunden später neigte sich der Mitgliederkongress bereits dem Ende zu. Beim Abschluss wurden die Ergebnisse der Workshops Barrierefreies Schalke und Familien auf Schalke vorgestellt. An Stellwänden konnte man die Ergebnisse aller Workshops nachlesen.</p>
<p>Wie viel Gehaltvolles und Umsetzbares am Ende rumgekommen ist, wird sich zeigen. Es bleibt aber festzuhalten, dass unser Verein mit dem Mitgliederkongress seinen Mitgliedern unmittelbar die Chance gibt, den Club konkret mitzugestalten. Gewisse Maßnahmen in den letzten Monaten sind auf Ideen aus den Mitgliederkongressen der letzten Jahre zurückzuführen. Dies zeigt, dass sich der Verein mit den Ergebnissen auch wirklich beschäftigt und es keine vergeudete Zeit ist. Es wäre daher schön, wenn sich im nächsten Jahr wieder ein paar mehr Königsblaue motivieren können, an diesem Kongress teilzunehmen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Im letzten und vielleicht interessantesten Teil geht es zurück ins Stadion. Wie entstehen die Lieder? Wie läuft es </em><em>mit Stadionverboten? Und wie wird eine Freundschaft zwischen einer kolumbianischen und einer argentinischen </em><em>Gruppe eigentlich mit Leben gefüllt? Auf diese und viele andere Fragen findet ihr in diesem Teil eine Antwort.<br /></em><em>Wir hoffen, dass euch diese kleine Reise nach Kolumbien ebenso gefallen hat wie uns und bedanken uns an </em><em>dieser Stelle nochmal aufrichtig beim Comandos Azules für das Interview.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 3</span></p>
<p><strong>Wie entstehen die Lieder und Gesänge, die auf der Tribüne gesungen werden? Wie werden sie </strong><strong>entschieden und wie schafft ihr es, dass die ganze Fanszene sie lernt?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Also, ich persönlich war zwölf Jahre lang Teil der Instrumentalgruppe, deshalb bin ich tief involviert in die Komposition und Interpretation der Lieder.</p>
<p>Wichtig ist, dass ein Lied, um gut anzukommen, aktuell ist, also einen musikalischen Rhythmus hat, der gerade im Trend liegt. Der Text hingegen muss voller Leidenschaft sein, die Energie transportieren, die wir der Mannschaft geben und die Liebe zu den Farben widerspiegeln. Es geht darum, zu feiern, was Millonarios bedeutet.</p>
<p>Wenn man sich die Lieder anderer Barras in Kolumbien anhört, merkt man schnell, dass sie oft gegen andere Fangruppen singen, „die Hurensöhne von Millonarios“, „die Hühner“ und so weiter. Wir machen das fast gar nicht.</p>
<p>Wir haben ein Lied gegen Santa Fe, eins gegen Nacional und das war’s. Und die wissen auch, dass die gegen sie sind. Aber der große Fokus liegt bei uns auf positiven Gesängen, die unser Team feiern, nicht die Rivalen beleidigen.</p>
<p>In Bezug auf die Musik:</p>
<p>Unsere Band besteht normalerweise aus: 16 großen Trommeln (bombos), 16 Snare-Drums (redoblantes) und drei Repinique-Trommeln (repiques).</p>
<p>Je nachdem, wie es der Barra gerade geht, ändert sich das Setup. Wir hatten auch schon Zeiten, in denen wir nur zwei Trommeln und eine kleine Percussion hatten. Aber je mehr sich die Fans zusammenschließen, desto größer wird auch die musikalische Kraft und desto mächtiger klingt das Ganze im Stadion.</p>
<p><strong>In Lateinamerika ist es ja oft so, dass viele Melodien gleich klingen, wie zum Beispiel „Sonar pompa“.</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Dass sich manche Lieder ähneln, liegt letztlich am Klang – am rhythmischen Ursprung. Wir haben versucht, das ein wenig mit Barrett-Elementen zu vermischen, besonders nachdem wir bei den Weltmeisterschaften waren. Wir wollten den Liedern ein anderes „Gewürz“ hinzufügen, eine neue Note, dabei aber die gleiche Leidenschaft und Euphorie erhalten.</p>
<p>Ich persönlich verteidige sehr unsere Fußballkultur, denn ich kenne die Fangemeinde von Millonarios. Es ist eine Fanszene, die mit dem Herzen singt.</p>
<p>Manchmal mag es sich vielleicht nach argentinischen Fangesängen anhören, aber das ist einfach ein Teil des Klangbilds, das beim Publikum Gänsehaut auslöst. Die Gesänge wirken ähnlich, ja. Aber wer sich mit der Komposition auskennt, die Rhythmen versteht und versucht, bewusst mit Tonlage und Melodie zu singen, merkt: Das ist etwas Eigenes.</p>
<p>Es geht also nicht um Kopie, sondern um emotionale Wirkung. Um das, was die Leute im Stadion wirklich spüren, wenn sie mitsingen.</p>
<p>Wir haben mal ein Lied auf der Basis von Fito Páez’ „Mariposa Tecknicolor“ gemacht. Ich hatte diese Musik als Kind gehört, bin damit eingeschlafen und als wir sie im Stadion-Kontext wiederentdeckten, passte sie einfach perfekt zu Millonarios. Der spanischsprachige Rock, vor allem der argentinische, ist ikonisch in Kolumbien. Wir selbst haben keine so starke Rockszene wie Argentinien, deshalb kommen viele Stadionlieder aus deren Musikkultur.</p>
<p>Aber auch die Argentinier übernehmen Melodien von überall, es ist ein offenes System.<br />Als der Boom der Barras begann, kam vieles aus Argentinien zu uns: die Cassetten, die ersten Lieder, die Struktur der Barra. Darum haben wir bis heute so eine enge Verbindung mit Gruppen wie „Los Borrachos del Tablón“. Da entstanden Brücken, Freundschaften, auch durch den Austausch von Instrumenten.</p>
<p>Zum Beispiel waren wir die erste Barra in Kolumbien, die ein Repique (eine spezielle Trommel) hatte. Seit 2004 und unser damaliger Chef brachte es aus Argentinien mit, um unseren eigenen Sound zu entwickeln. Das bedeutet aber nicht, dass wir spielen wie sie. Es ist einfach so: Die Musik entzündet das Feuer, die Emotion im Stadion, die Leidenschaft.</p>
<p>Wir haben auch Lieder mit kolumbianischen Rhythmen, zum Beispiel basierend auf Songs von Shakira oder anderen lokalen Künstlern. Es geht nicht nur um Argentinien, sondern darum, was uns emotional bewegt.</p>
<p><strong>Welche Art von Sanktionen verhängt der Staat bei Auseinandersetzungen? Gibt es Sanktionen wie Stadionverbote?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, wir haben hier im Laufe der Jahre viele Situationen erlebt, in denen wir bestraft wurden. Dazu gehören unter anderem die Spaltung der Gruppe, Polizeipräsenz auf der Tribüne, das Verbot, mit Trikots ins Stadion zu gehen, Reiseverbote für organisierte Fangruppen und sogar der Verlust unserer eigenen Tribüne über Jahre hinweg – wir durften nicht mehr auf unsere eigene Tribüne. Aber das hat uns letztlich nicht wirklich beeinträchtigt, denn wir sind trotzdem immer ins Stadion gegangen.</p>
<p>Es gab auch eine Zeit, in der man das sogenannte „Recht auf Einlassverweigerung“ durchsetzen wollte. Einzelne Personen bekamen Zutrittsverbote, aber das war höchstens für sechs Monate. Das war genau zu der Zeit, als Miguel Sicherheitssekretär der Stadt Bogotá war, eine schwierige Phase. Er wollte das Thatcher-Modell anwenden und das Hooliganismus-Gesetz umsetzen. Damals durften wir nur noch neutrale, weiße T-Shirts tragen. Es gab also durchaus Einschränkungen und Sanktionen. Aber keine, die uns dauerhaft davon abhalten konnten, ins Stadion zu gehen.</p>
<p><strong>Aber wie wird eigentlich kontrolliert, ob jemand ein Stadionverbot hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das war in den Jahren 2013 und 2014, in der Zeit, als dieser Sicherheitsbeamte aktiv war. Es gab Einlassverbote, aber wie gesagt: maximal ein halbes Jahr. Es wurde nie wie in anderen Ländern gehandhabt, wo man jahrelang gesperrt wird oder sich während der Spiele bei der Polizei melden muss. So etwas gab es hier nicht. In Deutschland zum Beispiel gibt es spezielle Polizeieinheiten nur für die Fanszenen. Das sind oft Zivilbeamte, die sich unter die Gruppen mischen. Auch hier in Kolumbien hat man das versucht. Es gab Zivilpolizisten und wenn wir sie enttarnten, stand dann meist gleich ein Polizeiwagen in der Nähe. Aber wir haben begonnen, uns diese Räume wieder zurückzuerobern. Wir arbeiten aktuell daran, ein rechtliches Fundament zu schaffen, mit Rechten und Pflichten.</p>
<p><strong>Neben den Auswärtsspielen in der Liga begleitet ihr das Team auch bei internationalen Turnieren wie der Copa Libertadores?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Fanszene von Millonarios ist wirklich sehr engagiert. Wenn das Team auswärts spielt, sind wir fast immer dabei, unabhängig vom Ort. Leider ist es der Verein selbst, der dem nicht gerecht wird. Unser Wunsch ist es, dass Millonarios ein wirklich wettbewerbsfähiger Club ist, ein Verein, der dem Niveau seiner Fans entspricht.<br />Wir als Fans sind immer bereit, die Mannschaft überallhin zu begleiten. Sei es innerhalb Kolumbiens oder auch zu internationalen Spielen, zum Beispiel nach Europa oder in die USA, wenn dort Freundschaftsturniere stattfinden. Leider tritt das Team bei hochkarätigen Wettbewerben in Südamerika, wie der Copa Libertadores, nicht auf dem sportlichen Niveau auf, das wir uns wünschen würden. Aber unabhängig davon: Wir reisen überallhin mit. Die Fahne wird immer hochgehalten.</p>
<p><strong>Wie gelingt es euch, an solchen Spielen teilzunehmen – angesichts der weiten Entfernungen und </strong><strong>der hohen Reisekosten in Südamerika?</strong></p>
<p>Die Antwort liegt im Fanatismus, in der tiefen Verbundenheit mit dem Verein. Viele opfern sehr viel. Sie kündigen ihre Jobs, lassen ihre Familien zurück, nur um ihrem Herzensclub hinterher zu reisen. In den meisten Fällen läuft das über Selbstorganisation, jeder trägt seine Kosten selbst. Innerhalb der einzelnen Fangruppen („Parches“) gibt es aber auch finanzielle Solidarität. Es werden gemeinsame Fonds organisiert oder Beiträge gesammelt, um Mitglieder bei den Reisekosten zu unterstützen. Das hängt immer von der jeweiligen Gruppe ab. In unserer Gruppe gibt es immer Unterstützung, es wird gesammelt, sobald eine Auswärtsreise ansteht. Natürlich ist die Höhe dieser Unterstützung abhängig von der Entfernung und dem Zielland. Aber wichtig ist: Es ist alles freiwillig. Niemand ist verpflichtet, zu zahlen oder zu reisen. Wer mitfährt, entscheidet das eigenverantwortlich und trägt grundsätzlich seine eigenen Kosten.</p>
<p><strong>Apropos Südamerika: Wir wissen, dass ihr seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit den </strong><strong>Fangruppen von River Plate aus Buenos Aires pflegt. Wie ist diese Beziehung entstanden und </strong><strong>wie bleibt sie trotz der Distanz lebendig? Wir haben gehört, dass Ende letzten Jahres eine große </strong><strong>Gruppe von euch zu Besuch in Argentinien war…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Verbindung zu River Plate – abgesehen davon, dass sie wie wir auch „Los Millonarios“ heißen – besteht schon sehr lange. Sie geht zurück auf die Zeit des „El Dorado“ im kolumbianischen Fußball, als viele argentinische Spieler wegen der damaligen Krise in Argentinien nach Kolumbien kamen. Damals entstand eine erste Nähe.</p>
<p>In den frühen 2000er-Jahren wurde die Beziehung dann vertieft, als River Plate zu Freundschaftsspielen nach Kolumbien reiste. Wir als Fangruppe haben damals beschlossen, sie zu begleiten und zu unterstützen. Viele unserer Gründungsmitglieder reisten in dieser Zeit auch nach Argentinien und so wurde ein enges Band zwischen den Gruppen geknüpft. Wir stehen heute in direktem Kontakt mit verschiedenen „Parches“ von River Plate, zum Beispiel mit den Jungs aus Entre Ríos. Auch wenn manche dieser Gruppen nicht die prominentesten sind, bieten wir ihnen immer Gastfreundschaft. Egal, ob sie nach Kolumbien kommen oder wir nach Argentinien reisen. Es ist eine gelebte Verbundenheit, eine echte Freundschaft, die nicht infrage gestellt wird, weil sie auf jahrzehntelangem Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.</p>
<p><strong>Wie läuft dieser Kontakt konkret ab? Kommen regelmäßig Personen aus Argentinien zu euch </strong><strong>oder reisen Mitglieder von euch nach Buenos Aires? Gibt es jemanden, der die Tickets organisiert </strong><strong>oder die Reise plant?</strong></p>
<p>Comandos Azules: Der Kontakt ist direkt und persönlich. Wenn beispielsweise jemand aus unserer Gruppe nach Buenos Aires reist oder ein River-Fan nach Bogotá kommt, wird das nicht als etwas Außergewöhnliches betrachtet. In der Regel handelt es sich um eine Art symbolische Vertretung der jeweiligen Gruppe, oft von den „Comandos“. Die jeweiligen Anführer kennen sich bereits seit vielen Jahren und auf beiden Seiten wird stets Gastfreundschaft gewährt. Es ist eine Freundschaft, die sich auf gegenseitige Unterstützung und Respekt gründet.</p>
<p>Ein Beispiel: Bei Spielen wie dem, bei dem auch jemand von euch dabei war, sind die Tickets oft schon lange ausverkauft. Aber durch die engen Verbindungen ist es manchmal trotzdem möglich, noch Karten zu bekommen oder Zugang zu Bereichen zu erhalten, die normalerweise für Touristen oder Außenstehende verschlossen bleiben.</p>
<p>Das ist wie ein stilles Abkommen, eine langjährige Allianz zwischen beiden Gruppen. Selbst in Argentinien, wo das „Recht auf Einlassverweigerung“ (derecho de admisión) vielen Fangruppen stark zugesetzt hat, bleiben diese Kontakte bestehen. Und auch wir halten als Kollektiv weiterhin zusammen, unabhängig von staatlichem Druck.</p>
<p><strong>Habt ihr auch Freundschaften oder Verbindungen zu Fangruppen aus anderen Ländern? Zum Beispiel kursierte mal ein Foto mit einer Darmstadt-Fahne (Deutschland) zusammen mit Millonarios-Fans…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das Foto, das du erwähnst, steht nicht direkt in Verbindung mit unserer Gruppe, den Comandos Azules. Es handelt sich wahrscheinlich um Millonarios-Fans, die unabhängig von der organisierten Barra Kontakte zu anderen Fangruppen geknüpft haben. Aber das geschah nicht offiziell oder im Namen der Comandos Azules, also nicht durch unsere Struktur oder Führung. Deshalb kann man solche Kontakte eher als einzelne, lose Freundschaften betrachten, nicht als echte, über Jahre gewachsene Allianz wie die mit River Plate, bei der es viele belegbare gemeinsame Erlebnisse und Verbindungen gibt. Was solche Flaggenfotos betrifft: Ja, es sind Fans, aber sie gehören nicht offiziell zur Barra Brava oder unserer Gruppe.</p>
<p>Natürlich haben wir im Laufe der Zeit auch andere freundschaftliche Begegnungen mit Fans aus anderen Ländern gehabt. In Brasilien zum Beispiel hatten wir einmal sehr guten Kontakt zur Fangruppe The Fiel von Corinthians. Allerdings pflegen diese eine deutlich engere Verbindung zu América de Cali, da es Überschneidungen bei den Spielern gab. Einige, die bei Corinthians gespielt haben, waren zuvor oder später bei América.</p>
<p>Solche Konstellationen schaffen dann für uns eher eine Distanz, weshalb sich diese Verbindung nicht weiter vertieft hat. Das heißt nicht, dass wir nur mit River Plate befreundet sind. Es gibt auch einzelne Gruppen (Parches), die Freundschaften mit Fans in Paraguay oder Chile haben, zum Beispiel mit der U de Chile. Dort besteht tatsächlich eine enge Verbindung auf Gruppenebene.</p>
<p>Insgesamt lässt sich sagen: Diese Freundschaften entstehen nicht zwischen zwei Vereinen im klassischen Sinne, sondern vielmehr zwischen den jeweiligen Fangruppen, den Parches. Und das entwickelt sich meist aus Begegnungen, etwa bei Turnieren wie der Copa América oder anderen internationalen Events.</p>
<p><strong>Nach den Freunden fehlen jetzt die Feinde. So wie wir, habt auch ihr mehrere Rivalen. Was könnt ihr dazu sagen? Wer ist aktuell euer größter Rivale?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das ist eine Frage, die uns unser ganzes Leben lang gestellt wird – bei jeder Umfrage, in jedem Interview: Wen hasst ihr am meisten? Aber innerhalb unserer Gruppe gibt es niemanden, den wir mehr hassen als andere. Wir haben nie echte Freundschaften mit anderen Fanlagern geschlossen und deshalb sind sie für uns im Prinzip alle gleich. Natürlich gibt es Fangruppen, mit denen wir deutlich mehr Konflikte hatten, mit Toten und Verletzten.</p>
<p>Wenn wir es also in eine Rangliste fassen müssten: Ja, wir verachten sie alle, aber wenn es darum geht, mit wem es die tiefsten Feindschaften gibt, dann stehen unangefochten die aus Cali und Atlético Nacional ganz oben.</p>
<p>Was Cali betrifft: Sportlich gesehen ist es die einzige Mannschaft, die uns in gewisser Weise dominiert. Ihre Denkweise ist unserer sogar relativ ähnlich, was ihre Struktur und Organisation angeht und das macht die Rivalität umso intensiver. Der Hass entsteht aus dem sportlichen Wettbewerb, aus dem Kampf um die Tribüne, aus den Choreografien, den Bannern – alles ist auf Augenhöhe.</p>
<p>Mit Nacional ist es etwas anderes. Sie sind sportlich weit von uns entfernt, auch in puncto Fanszene. Ihre Fangruppen hängen stark von mafiösen Strukturen und externen Faktoren ab. Im Gegensatz zu uns, die völlig selbstorganisiert sind. Deshalb stehen diese beiden Fangruppen bei uns ganz oben auf der Liste der meistverachteten.</p>
<p>Aber ehrlich gesagt, wir haben mit Allen rivalisierende Beziehungen. Ob bei Aufmärschen, Choreos, Pyroaktionen oder Festen, wir setzen Maßstäbe. Und wenn andere da mithalten wollen, müssen sie sich zusammenschließen, um überhaupt annähernd an unser Niveau heranzukommen.</p>
<p>Und dann ist da noch Santa Fe. Santa Fe ist unser klassischer Stadtrivale. Bogotá hat vier große Fangruppen, aber Nacional und América de Cali sind deutlich größer als Santa Fe. Trotzdem ist Santa Fe der ewige lokale Gegner, aber sie waren für uns nie eine ernstzunehmende Konkurrenz auf der Tribüne. In Sachen Straßenpräsenz, Auseinandersetzungen und echter Feindschaft treffen wir zwar häufiger auf Santa-Fe-Fans, aber die wirklich tiefen Rivalitäten leben mit anderen Gruppen. Santa Fe ist uns da emotional und ideologisch ziemlich fern.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Gibt es eine besondere Anekdote oder Geschichte, die ihr mit unseren Leserinnen </strong><strong>und Lesern teilen möchtet? Ein unvergessliches Spiel, ein Moment, der euch geprägt hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Für mich als Fan war es ganz klar, als wir unseren 14. Meistertitel gewonnen haben. Es waren 28 Jahre ohne Titel und ich selbst war davon schon zwölf bis 15 Jahre als treuer Fan dabei. Aus dieser langen Durststrecke endlich herauszukommen, war für mich etwas Unglaubliches. Eine Finalpartie zu erleben und sie auch noch zu gewinnen, war unbeschreiblich. Alles, was auf der Tribüne passiert ist: die Pyrotechnik, die Atmosphäre, die Anspannung, die emotionale Achterbahnfahrt. Es gab auch Fehler bei der Pyro, Momente höchster Nervosität und Anspannung. Aber am Ende haben wir das Finale im eigenen Stadion gewonnen. Ich würde sagen: Für mich war das einer der bedeutendsten Momente meines Lebens als Fan. Damals war ich zudem für die Instrumente verantwortlich. Ich habe während des gesamten Spiels die Musik koordiniert und gespielt. Es war einfach wunderschön, die ganze Partie musikalisch zu begleiten und so ein Teil dieser Emotion zu sein.</p>
<p>Ein weiterer großartiger Moment war ein Auswärtssieg gegen Santa Fe, als wir als Fans inkognito im Stadion waren und die Mannschaft dort den Sieg feierte. <br />Ohne Genehmigung, ohne offizielle Fanpräsenz – ein Erlebnis, das sich tief eingeprägt hat.</p>
<p>Aber wenn ich es abwägen müsste: Der Moment, als wir die 28-jährige Titellosigkeit beendet haben, wiegt emotional deutlich mehr als der Auswärtssieg gegen Santa Fe in unserer eigenen Stadt.</p>
<p>Damals mussten wir buchstäblich kämpfen, um überhaupt in die Nähe des Stadions zu kommen. Wir standen nur ein paar Blocks vom Estadio Azul entfernt, demselben Stadion, in dem wir unser erstes großes Finale erlebt hatten. Solche Erlebnisse machen all die Opfer lohnenswert, die man für diese Fanliebe bringt. Für Millonarios, für den Aufbau einer wahren Fankultur. Gerade in einem Land wie Kolumbien, wo man Fangruppen oft pauschal mit Gewalt und Drogen assoziiert, ist es wichtig zu zeigen: Für uns ist das ein Lebensstil. Und ihn auf positive Weise zu leben, das ist der wahre Erfolg einer gut organisierten Fangemeinschaft.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wenn die Politik den Dialog predigt und die Polizei den Knüppel tanzen lässt</strong></span></p>
<p>Erinnert ihr euch noch an den Dezember 2025? Die Schlagzeilen überschlugen sich: „Sieg für Fußball-Fans“ (WELT, 04.12.2025), „Dialog statt Konfrontation“ (NDR.de, 05.12.2025). Nach Wochen des Schweigens in den Stadien und dem bundesweiten 12-Minuten-Boykott, schienen die Herren und Damen Innenminister in Bremen plötzlich ganz zahm. Ulrich Mäurer (SPD) gab den weisen Moderator und sogar Hardliner wie Joachim Herrmann (CSU) schwafelten plötzlich von „Augenmaß“ und „Dialog“.</p>
<p>Man verkündete stolz: Keine personalisierten Tickets, keine flächendeckende Gesichtserkennung – vorerst. Ein Erfolg? Vielleicht auf dem Papier. Doch wer die Abschlussprotokolle der 224. IMK aufmerksam liest, erkennt schnell: Das war kein Rückzug oder Entgegenkommen, sondern eine Nebelkerze.</p>
<p>Während man bei der Überwachungstechnologie medienwirksam einen Gang zurückschaltete, wurde an anderer Stelle ein repressives Monstrum geschaffen: die „zentrale, unabhängige Stadionverbotskommission“. Was klingt wie eine neutrale Schiedsstelle, ist in Wahrheit der Versuch, Stadionverbote endgültig von jeglicher richterlicher Kontrolle zu entkoppeln.</p>
<p>Die Logik der IMK ist perfide: Man will „einheitliche Standards“. Im Klartext heißt das: Ein Stadionverbot soll künftig bundesweit am Reißbrett einer Behörde entstehen, noch bevor überhaupt ein Staatsanwalt die Akte gesehen hat. Die Unschuldsvermutung? Ein nettes Konzept für Jura-Erstsemester, aber laut IMK-Logik hinderlich bei der Kontrolle der Kurven. Wenn die Polizei „Erkenntnisse“ hat – egal wie dünn diese sind –, sollen die Vereine künftig per „Empfehlung“ dieser Kommission zur Sanktion gezwungen werden. Es lebe der Generalverdacht.</p>
<p>Besonders zynisch wird es, wenn man die vergangenen Monate betrachtet. Da die großen Gesetzesverschärfungen am Widerstand der Fanszenen und Vereine (ja, sogar DFL und DFB waren diesmal skeptisch) scheiterten, scheint die Polizei auf der Straße nun auf eigene Faust „nachzubessern“ oder die rückläufigen Fallzahlen aus der Vor-Saison 2024/2025 wieder aufzuhübschen. Denn trotz zunehmender Stadionbesucher nahm die Anzahl der eingeleiteten Verfahren von 6179 (2023/2024) auf 4.700 in der Saison 2024/2025 ab – einhergehend mit einer gleichzeitigen Reduzierung der Arbeitsstunden der Polizeibehörden um neun Prozent im gleichen Zeitraum.</p>
<p>Man nutzt jetzt exzessiv das Landespolizeirecht (PAG). Warum mühsam Straftaten nachweisen, wenn man einfach „präventiv“ ganze Busladungen aus Köln oder Paderborn auf der Autobahn abfangen und zurückschicken kann? Die IMK hat den Rahmen geschaffen: Indem sie das „Sicherheitsproblem“ künstlich am Leben erhält, liefert sie die ideologische Rechtfertigung für die Sippenhaft 2.0. In Bremen wurde auch das Hohelied der „Stadionallianzen“ gesungen – das vertrauensvolle Miteinander von Polizei, Verein und Fans. Doch wie dieses „Vertrauen“ aussieht, haben wir in Berlin gegen Schalke oder beim Bayern-Gastspiel in Dortmund gesehen. Wenn Einheiten am Einlass ohne Not Panik provozieren oder Reizgas in geschlossene Mengen sprühen, ist die „Allianz“ nichts weiter als eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit. In Berlin scheint man sowieso ohnehin jede Verhältnismäßigkeit abgegeben zu haben.</p>
<p>Die Innenministerkonferenz hat im Dezember 2025 nur deshalb eingelenkt, weil der Gegenwind aus den Kurven zu stark wurde. Doch sie sind nicht abgebogen. Sie fahren den repressiven Kurs nur jetzt auf dunkleren Nebenstraßen. Während sie in Talkshows den „Dialog“ feiern, wird in den Hinterzimmern an der bundesweiten Zentralisierung der Repression gearbeitet.</p>
<p>Lassen wir uns von den „Erfolgsmeldungen“ aus Bremen nicht einlullen. Unsere Antwort muss wie seit Jahren die gleiche sein: Wachsam bleiben, Fanhilfen unterstützen und jedes Mal laut werden, wenn sie versuchen, unsere Grundrechte im Namen eines phantomhaften Sicherheitsgefühls zu opfern. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mainz:</strong> Die Anhänger des 1. FSV Mainz 05 haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um an den Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft von 1982 zu erinnern. Ziel ist es, innerhalb von vier Wochen 30.005 Euro zu sammeln, um ein Replikat der Carl-Riegel-Trophäe anfertigen zu lassen und nach Mainz zu holen. Damit soll ein inzwischen etwas in Vergessenheit geratener und zugleich wichtiger Teil der Vereinsgeschichte wieder sichtbar gemacht und für kommende Generationen von Fans bewahrt werden.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Der VfL Bochum reagiert auf die Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Düsseldorf mit neuen Maßnahmen. Im Gästeblock kam es zum Einsatz von Pyrotechnik, bei der wohl mehrere Personen verletzt wurden, sowie zur Besetzung von Sitzplatzbereichen. Der Verein verurteilte die Vorfälle deutlich und kündigte an, die Vergabe von Auswärtstickets künftig stärker zu reglementieren, insbesondere bei der Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen. <br />Zudem wurde gemeinsam mit Stadt, Polizei und Feuerwehr ein Lenkungskreis gegründet, der weitere Maßnahmen für den Stadionbesuch erarbeiten soll.</p>
<p><strong>Dortmund:</strong> Bereits in der Ausgabe von letzter Woche (Ausgabe Nr. 12) berichteten wir über die Vorkommnisse der Partie des FC Bayern München bei den Schwarz-Gelben. Die Südkurve München hat auf ihrer Homepage die Geschehnisse chronologisch aufgearbeitet und übt dabei scharfe Kritik am Polizeieinsatz. Ausgangspunkt der Ereignisse war eine kleine Gruppe von Fans, die ohne Ticket in das Stadion gelangen wollte und dabei in eine Auseinandersetzung mit einem Ordner geriet. Die Polizei habe daraufhin circa 29 Fans eingekesselt, die später nach Personalienfeststellung ins Stadion gelassen werden sollten. Demnach eskalierte die Situation anschließend mehrfach durch das Vorgehen der Polizei. Im Stadionumlauf rückten Beamte kurz vor Spielbeginn in Formation auf wartende Fans vor und setzten Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein, wodurch zahlreiche Personen verletzt wurden. Eine weitere gewaltsame Auseinandersetzung hat kurz vor Spielende stattgefunden. Die aktive Münchener Szene stellt den Einsatz insgesamt als unverhältnismäßig dar und spricht von gezielter Eskalation durch die Polizei, auch wenn das Verhalten einzelner Fans beim Einlass als Auslöser der Situation benannt wurde.</p>
<p><strong>Stuttgart:</strong> Das Commando Cannstatt organisierte zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester ein Konzert mit dem Namen „Klassik trifft Kurve’’. Mit rund 1.800 Anhängern des VfB Stuttgart gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester verband das Konzert klassische Musik mit Stadiongesängen der Cannstatter Kurve. Neben Kompositionen bekannter Klassik-Stücke wurden auch Vereinslieder und Fangesänge orchestriert gespielt, während die Fans lautstark mitsangen. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von Mitgliedern des Commando Cannstatt und dem Sänger Philipp Volksmund. Die Einnahmen des Abends fließen in ein gemeinsames Bildungs- und Sozialprojekt der VfB-Stiftung „Brustring der Herzen“ und des Kammerorchesters.</p>
<p><strong>Gera:</strong> Die Gruppe WismutSzene 51 veröffentlichte eine Stellungnahme und kritisierte den Polizeieinsatz rund um das Heimspiel gegen FSV Wacker 90 Nordhausen. Trotz kooperativen Verhaltens sei es bereits beim Fantreffen, am Hauptbahnhof und später im Stadion zu zahlreichen Kontrollen und Maßnahmen gekommen, die willkürlich und unverhältnismäßig waren. Personen wurden aus der Gruppe gezogen, durchsucht und teils mit Zwangsgriffen kontrolliert. Zudem wurde einzelnen Fans zeitweise die freie Bewegung im Stadion eingeschränkt und auch Sanitäranlagen durften nur unter Aufsicht ersucht werden. Die Gruppe spricht von überzogenen Maßnahmen, gerade in einem Bereich wie dem Heimstadion, in dem man sich grundsätzlich frei bewegen darf und fordert eine kritische Aufarbeitung, betont aber zugleich, dass es nicht um eine Opferrolle gehe, sondern um die Dokumentation des Vorfalls und mögliche weitere Schritte.</p></div>
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		<title>Ausgabe 12: Bielefeld</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-12-bielefeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">ein Sieg und ein Unentschieden konnten seit der letzten Ausgabe gegen die abstiegsbedrohten Vereine aus Magdeburg und Fürth eingefahren werden. Sorgte das Spiel gegen Magdeburg noch für große Euphorie im Stadion, war der letzte Samstag in Franken eher ernüchternd. Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft auf dem richtigen Weg. Heute drei Punkte und dann mit breiter Brust in die sogenannte Crunchtime gegen die Konkurrenten um den direkten Aufstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Talsohle in Sachen Stimmung der Nordkurve Gelsenkirchen scheint durchschritten zu sein. Nach den für unsere Verhältnisse schwachen Auftritten gegen Braunschweig, Kaiserslautern und Bochum konnten wir in den letzten Spielen endlich wieder mehr überzeugen. Klar, Luft nach oben ist immer, dennoch geht der Trend wieder in die richtige Richtung. Überhaupt ist es schön zu sehen, dass das Thema Stimmung auch außerhalb unserer Bubble zu Diskussionen führt. Noch schöner ist es, dass wir seit langer Zeit mal wieder eine externe Antwort auf einen Gedankenaustausch erhalten haben, die sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandersetzt. Nutzt diese Rubrik, um eure Gedanken rund um die Fußball- und Ultrawelt mitzuteilen und schreibt uns unter </span><a href="mailto:blauerbrief@ultras-ge.de"><span style="font-weight: 400;">blauerbrief@ultras-ge.de</span></a><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein weiteres Highlight ist in dieser Ausgabe der zweite Teil des Interviews mit Comandos Azules aus Bogotá in Kolumbien. In diesem Interview findet ihr völlig neue Eindrücke aus einer Ultrakultur, die mit unserer nicht zu vergleichen ist, und die so auch noch nicht in deutschen Fanzines abgedruckt waren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit Bielefeld haben wir heute einen Gegner auf den Rängen, dessen Kurve sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt hat. Weder die Mannschaft auf dem Feld noch wir in der Kurve sollten heute also die Ostwestfalen unterschätzen. Es gilt, von Anfang an für klare Verhältnisse zu sorgen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dieser Moment vor vier Wochen, als sich das Stadion zum Supportstart der Dresdner erhob, weil es sich niemand gefallen lassen wollte, von den schwarzgelben Bastarden an die Wand gesungen zu werden – das sind genau die Momente, die Schalke ausmachen. Wenn zumindest die Kurve jedem Gegner mit dieser Motivation entgegentritt, kann uns niemand aufhalten!</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>FC Schalke 04 e.V. &#8211; 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH 5:3 (2:1)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie schon zwei Wochen zuvor gegen die Ossis aus Dresden schien die Staatsmacht den Köttel in der Hose zu haben und fuhr sichtlich dick auf. Inwieweit die Ereignisse vor einigen Wochen bei Magdeburg vor der Heimkurve mit rein spielten, lässt sich sicherlich nur spekulieren. Jedenfalls war das Bullen-Aufgebot wieder mal völlig überzogen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In der Nordkurve wurde die Vorfreude der Schalker deutlich, als wir 20 Minuten vor Anpfiff das alte Lied „La la lala laa … Schalke“ auf Indianer Jones erklingen ließen. Große Teile stiegen direkt ein und es kam auch sofort Bewegung in den Block. Zugegebenermaßen sorgte sogar der wieder einmal auftretende Sänger der Band „The Florians“, der „Königsblauer S04“ zum Besten gab, für gute Stimmung – der Schalker an sich ist halt schnell zu begeistern. Das Steigerlied ging nicht weniger schlecht nach vorne. Kurz vor Anpfiff zeigte ein lautes „Singen FC Schalke“, dass der Mob motiviert war.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nordkurve präsentierte sich im Oberrang mit anständigem Zaunfahnenbild und knallte bei Anpfiff „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ brachial laut heraus. Dem folgte ein „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ und „Schaa lalalaaaa … Schalke“, bei dem sogar das ganze Stadion einstieg.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Keine Gelegenheit blieb ungenutzt, und wir hauten lautstark Lieder und Schlachtrufe wie „Wer geht zum HSV?“, „Auf geht&#8217;s Schalke, kämpfen und siegen“ und „Für deine Farben leben und sterben wir“ raus.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Minute 13:12 ging plötzlich im Oberrang der Südkurve ein Spruchband hoch: „Ihr für uns &#8211; Wir für Euch! Sek SV immer dabei!”. Für einen Sekundenbruchteil ratterten sichtlich die Zahnräder bei jedem Ultrà in der Nordkurve. Aber dann dämmerte es: Unsere ausgesperrten Jungs hatten klammheimlich den Gruß vorbereitet und ins Stadion gebracht &#8211; ohne, dass irgendwer es mitbekam. Die Antwort aus der Kurve kam prompt mit einem extrem lauten Gruß zurück. Hammer Aktion, Brüder! Ein Zeichen, dass wir alle auch in harten Zeiten füreinander einstehen und uns nicht spalten lassen. Und als könnte es passender nicht sein, fiel einen Moment später das erste Tor für Schalke.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Leider kassierten die Blauen bereits in der 17. Minute den Ausgleich, was mit „Ole Ole … FC Schalke 04“ einen erneuten Jetzt-Erst-Recht-Moment auslöste. Nach einer halben Stunde kam es zu einem schönen Wechselgesang zwischen der linken und rechten Hälfte der Kurve. Eine Attacke durfte natürlich auch nicht fehlen. Als Dzeko das 2:1 erzielte, erklang „Unsere Fahnen wehn&#8216; im Wind“, welches bis zum Halbzeitpfiff gehalten wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir schickten die Mannschaft lautstark in die Pause und entsprechend motiviert kam sie zurück aufs Feld. Nach einem Handspiel von Magdeburg gab es einen Elfmeter, den Karaman souverän verwandelte. Nach dem 3:2 durch Magdeburg hielt die Nordkurve die Lautstärke hoch. Bei „Immer wieder S04“ musste sich niemand im Stadion bitten lassen und gefühlt stiegen alle Schalker mit ein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem 04. Treffer unserer Mannen auf dem Platz folgte ein heftiges „Ins Stadion geh&#8217;n“, bei dem bestimmt auch der ein oder andere Pappbecher Bier nicht seiner eigentlichen Nutzung zugeführt wurde. Im gesamten Stadion schwangen die Schalker nach dem kurz darauf folgenden 5:2 die Schals zum Triumphmarsch aus Verdis „Aida“. Wie selbstverständlich machte auch jeder beim „Mythos vom Schalker Markt“ mit. Rund zehn Minuten vor Schluss animierten unsere Vorsänger das Stadion zu „Asoziale Schalker“, was gerne angenommen wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Magdeburg auf 5:3 verkürzte, schien es, als hätten sich einige Schalker bereits ausgepowert, was sich in der Stimmung etwas niederschlug. Vielleicht war das etwas zu wenig für fünf Tore.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Abpfiff wurde noch die Mannschaft in die Kurve gerufen, um sich zusammen auf die finale Phase der Saison einzustimmen. Nur als Einheit, auf dem Platz und den Rängen, ist das Maximum möglich. Deshalb ist es dort und hier an jedem Einzelnen, das letzte Körnchen aus sich herauszuholen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als die Sachen gepackt waren, wurde noch ein Foto mit dem bereits erwähnten Spruchband für unsere ausgesperrten Brüder gemacht. Jungs, bleibt standhaft! Ihr für uns &#8211; Wir für Euch!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Magdeburg erschien wie gewohnt ohne Fahnen, Schwenker oder Doppelhalter. Somit war die starke Schalparade zu Beginn des Spiels das optische Highlight. Im Unterrang war die 1. FC Magdeburg-Zaunfahne zu sehen, sowie die CHWDP-Fahne und die Block U-Fahne im Oberrang. Die obligatorische DDR-Fahne fehlte natürlich auch nicht. Auch wenn die letzten Auftritte  besser in Erinnerung geblieben sind, kann die Stimmung ansonsten durchaus als gut bezeichnet werden. Denn trotz unserer eigenen Lautstärke war der Magdeburger Gästeanhang immer wieder zu vernehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein großer Dank geht an unsere Freunde aus Nürnberg, Enschede und Gladbach, die uns unterstützt haben!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>SpVgg Greuther Fürth GmbH &amp; Co. KGaA – FC Schalke 04 e.V. 1:1 (1:0)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen war die Gemütslage auf Schalker Seite mal wieder bestens und man konnte als Tabellenführer zum Schlusslicht nach Fürth fahren. So machte sich ein motivierter Haufen der aktiven Szene mit einigen Bussen auf den Weg in den Süden der Republik. Die Fahrt wurde mit einigen Bierchen und einem gelungenen Bingo-Spiel mit attraktiven Preisen kurzweilig gehalten. Pünktlich kamen wir am Sportpark Ronhof an und positionierten uns über die gesamte Breite des Gästeblocks. Vor dem Spiel testeten wir ein Lied, welches wir vor geraumer Zeit schon probiert haben. Mal schauen, ob es sich in Zukunft weiter durchsetzen kann. Diesbezüglich sind wir in den letzten Monaten wieder auf einem guten Weg. Daran gilt es auch künftig zu arbeiten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir läuteten das Spiel mit einer Rauch- und Pyroshow ein. Über den gesamten Steh- sowie Sitzplatzblock kamen einige Rauchtöpfe ans Tageslicht, welche den Gästesektor in unsere schönen Vereinsfarben hüllten. Die passenden weißen Bengalen rundeten die Aktion ab und so sorgten wir über die gesamte Breite des Blocks für ein sehr schönes Bild. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nordkurve wirkte direkt on point und wir starteten lautstark ins Spiel. Angetrieben von drei Vorsängern konnte oftmals der gesamte Gästeblock motiviert werden. Den ersten Dämpfer bekamen wir mit dem schnellen Gegentor in der zwölften Minute. Trotzdem hängten wir uns weiterhin rein und versuchten mit abwechselndem Liedgut auch immer wieder die anderen Schalker im Stadion mitzunehmen. Wie gewohnt hatten sich einige Blau-Weiße mit reichlich Karten außerhalb des Gästeblocks eingedeckt. So hatten wir eigentlich immer die Stimmungshoheit im Stadion.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unsere Jungs auf dem Grün taten sich heute offensiv sehr schwer und kamen trotz viel Ballbesitz selten zu größeren Chancen. Es galt also für die Nordkurve weiter Gas zu geben und das Zünglein an der Waage zu sein. Erst spät in der zweiten Halbzeit konnten wir dann doch noch belohnt werden, als Ljubicic mit einem astreinen Fernschuss den verdienten Ausgleich in die Maschen hämmerte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Support war auch über die zweite Hälfte weiterhin sehr solide und gerade nach dem Tor wollten wir natürlich nochmal alles reinwerfen, um den erlösenden Siegtreffer ins Tor zu schreien. Die Anspannung war allerdings bei allen Schalkern zu spüren und diese dämpfte dann leider etwas die Unterstützung, da einfach jeder auf Teufel komm raus diese drei Punkte wollte. Erwähnenswert aus Hälfte zwei ist definitiv das neuere Lied „S04, du ganz allein“. Einfacher Text, leichte Melodie und es findet immer mehr Anklang in der Kurve. So darf es gerne weitergehen. Alles in allem ein ordentlicher Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen. Es war zwar aufgrund des Spielverlaufs noch viel Luft nach oben. Dennoch gab es viele gute Momente, in denen die Kurve voll da gewesen ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Mannschaft kam nach Abpfiff noch an den Zaun und mit “Auf gehts Schalke, kämpfen und siegen” verabschiedeten wir die Jungs und gaben Kraft für die nächsten wichtigen Aufgaben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gegenseite startete ebenfalls mit einer Pyroshow ins Spiel, was im Zusammenspiel mit dem Fahnenmeer und dem großen Spruchband vorne ganz gut aussah. Die Heimkurve schien sich im Vergleich zum letzten Mal etwas breiter aufgestellt zu haben und somit war immer wohl Bewegung zu sehen. Trotzdem hauen die einen mit ihrem kleinen Haufen weiterhin nicht vom Hocker. Es kam gesanglich absolut nichts bei uns an, weil gefühlt keiner außerhalb des Ultra-Kerns Lust hat, sich am aktiven Support zu beteiligen. Dennoch eine kleine Verbesserung zum letzten Mal.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Spiel in Fürth wurden wir von vielen Nürnberger Freunden unterstützt. Vielen Dank für euren wirklich starken Support! Ebenso nahmen Jungs aus Enschede die lange Bustour mit uns auf sich. Bedankt Mannen!</span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vergangenes Wochenende spielte der Glubb bei unseren Nachbarn in Bochum. Ein Spielbericht zu diesem kleinen Ausflug folgt am Ende der aktuellen Lage.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Letzten Sonntag stand Auswärtsspiel Nummer zwei in Folge auf dem Terminplan. Der Kick bei der Berliner Hertha ging mit 2:1 unglücklich verloren. Der Siegtreffer für die Hauptstädter fiel erst in der 88. Minute. Der Auswärtsblock zeigte zu Beginn ein großes FCN-Logo, bestehend aus Pappen und Fahnen über den kompletten Unterrang verteilt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Morgen empfängt man in Nürnberg die Düsseldorfer Fortuna, ehe eine Woche später das weiteste Auswärtsspiel der Saison in Kiel ansteht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">VFL Bochum &#8211; 1. FC Nürnberg e.V. 1:1 (0:1)</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Start des 23. Spieltags trat der Glubb beim VfL aus Bochum an. Erwartungsgemäß nutzten viele Schalker die Möglichkeit für einen Freundschaftsbesuch in der Nachbarstadt. Nachdem am Gästeparkplatz die Busse pünktlich in Empfang genommen wurden, ging es eingekesselt von der Staatsmacht zu der wahrscheinlich schlechtesten Einlasssituation der Liga. Wenig überraschend hat sich seit unserem Gastspiel an dieser wenig geändert, sodass der Block erst kurz vor Anpfiff zu den Klängen Herbert Grönemeyers betreten wurde. Nürnberg positionierte sich mit Trommeln, Vorsängern und Tifo über die gesamte Breite des Gästestehers und -sitzers. Diese Aufteilung sollte sich definitiv auszahlen. Denn mit dem ersten Gesang und den dazu angerissenen Fackeln der BDA war der Block wortwörtlich angezündet und peitschte den Club nach vorne. Ehrlicherweise sprang der Funke nicht wirklich auf die Mannschaft über und somit waren die Blicke des Gästeanhangs umso verwunderter, als der Ball kurz vor dem Pausentee im Bochumer Kasten zappelte.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Anschluss war die Stimmung sehr losgelöst und es wurde bis zur Halbzeit gefeiert, ehe es noch einige Schmähungen in Richtung der Roten auf der Heimseite gab. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Halbzeit wurde nahtlos an die erste Hälfte angeschlossen und mit einem sehr guten Mix zwischen Klassikern und neueren Liedern die rot-schwarzen Farben vertreten. Der unnötige Elfmeter zum 1:1 führte dabei nur zu einem kurzen Dämpfer. Mit dem Einsetzen der Schlussphase wurde die Mannschaft geschlossen und lautstark vors gegnerische Tor getrieben. Leider blieb es aber beim 1:1. Insgesamt kann man auf einen gelungenen Auftritt zurückblicken. Nach dem Spiel wurden die Freunde noch zu den Bussen begleitet und verabschiedet, wobei in einigen Fällen der Abschied nicht lange währte, da man sich ja am nächsten Tag bereits wieder sah. </span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zur Heimseite kann man heute nicht viele Worte verlieren. In meinen Augen war der Auftritt definitiv schlechter als vor vier Wochen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 18. Februar jährte sich die Gründung der Supportersvereniging VAK-P Enschede bereits zum 35. Mal. Auf diesem Wege nochmals die besten Glückwünsche. Zu diesem Ereignis präsentierten unsere Brüder selbstverständlich eine Choreo beim Heimspiel gegen den FC Groningen. Über den Vak-P wurde eine Blockfahne gezogen. Zwischen den Jahreszahlen 1991 und 2026 war ein vermummter Obelix mit Schlagknüppel dargestellt. An der Balustrade hing ein Spruchband mit der Aufschrift: „Grondleggers, eigenzinnig, kritisch en brutaal, wie bint al 35 joar loyaal!“. Abgerundet wurde das Ganze durch rote und gold glänzende Luftschlangen. Die Mannschaft auf dem Rasen tat ihr Bestes, um den Tag positiv abzurunden. Twente schlug Groningen mit 2:1. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bereits in der Woche danach stand wieder ein Heimspiel für unsere Freunde an. Und auch hier wurde wieder einmal eine Choreo präsentiert. Im Oberrang wurde mit roten und weißen Papptafeln „Twente“ dargestellt. Der Unterrang wurde mit kleinen Schwenkern in Vereins- und Stadtfarben gefüllt. Vom Oberrang hing das passende Spruchband: „Alles geven, voor onze liefde, aait vedan voor onze club!“.  Die Tukkers überzeugten ebenfalls erneut und schlugen Feyenoord mit 2:0. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach den jüngsten Ergebnissen sind es nur noch zwei Punkte die den FCT zu einem direkten Qualifikationsplatz für Europa fehlen. Es folgt das Auswärtsderby bei den Eagles aus Deventer und das Heimspiel gegen den FC Utrecht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Keine großen Neuigkeiten vom Balkan. Recht überraschend ist Vardar im Viertelfinale des mazedonischen Pokals im Elferschießen gegen einen Zweitligisten rausgeflogen. Als wir uns gerade auf dem Weg nach Fürth befanden, stand das Ligaspiel auswärts beim FC Struga am Ohridsee statt. Wie fast immer durfte Komiti dorthin nicht anreisen und verfolgte das 1:1-Unentschieden daher in Skopje in den Kafanas. Nun stehen noch zwei Ligaspiele, unter anderem gegen den Verfolger Shkendija und in Kratovo, auf dem Programm. Beide Partien finden jedoch an normalen Wochentagen zur Mittagszeit statt. Spannend wird es daher erst wieder Mitte März, wenn der Spielplan für die restliche Saison veröffentlicht wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jeder, der die Entwicklung der Ultras-Bewegung in Italien verfolgt, weiß, dass die dortigen Fans schon seit Jahren mit erheblichen Repressionen, Strafen und willkürlichen Maßnahmen zu kämpfen haben. Angefangen bei zehnjährigen Stadionverboten, über nicht nachvollziehbare Reiseverbote bei Auswärtsspielen bis hin zu Spielverlegungen aus fadenscheinigen Gründen zwei Tage vorm Spiel. Die Intention der Staatsgewalt ist klar: Die Leute sollen wegbrechen, die Lust verlieren und klein gehalten werden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass sich Ultras verschiedener Vereine in Italien an einen Tisch setzen, ist, um ehrlich zu sein, eher eine Seltenheit. Zu groß die Unterschiede, zu groß die eigenen Interessen. Für einen gemeinsamen Weg gegen die Repressionen konnte man sich nun aber einigen und so haben sich letzte Woche die Gruppen vereinsübergreifend auf eine Petition verständigt, für die bei den kommenden Spielen Unterschriften gesammelt werden. Auch ein gemeinsamer Protestmarsch ist in Planung. Die Petition, die dem Parlament übergeben werden soll, enthält die folgenden Punkte:</span></p></div>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><b>D</b><b>er Fußball gehört den Menschen</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Forderungen an das Parlament:</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Leistungsorientierte Meisterschaften (Nein zu B-Mannschaften)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Erschwingliche Preise</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Spielzeiten und Terminkalender, die Rücksicht auf Arbeitnehmer nehmen</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Schutz von Auswärtsfahrten und Schutz der Bewegungsfreiheit</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Abschaffung des „Codice di Gradimento“, ein “Verhaltenskodex”, der unabhängig von geltenden Gesetzen vom Stadionbetreiber gegen Fans durchgesetzt werden kann</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Freie Fankultur und Nutzung von Fan-Utensilien</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Stopp von ungerechten und unverhältnismäßigen Maßnahmen (wie zum Beispiel Stadionverbote ohne direkten Fußballkontext)</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">​Bekämpfung von Mehrfachbesitz (Eigentümerschaft mehrerer Vereine durch dieselbe Person/Firma)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Sportlich ist die Tendenz für Salerno leider weiterhin negativ. Mit der 0:1 Niederlage beim Heimspiel gegen Monopoli und dem in weite Ferne rückenden direkten Aufstieg musste Trainer Raffaele nun seine Koffer packen. An seine Stelle rückt Serse Cosmi, der unter anderem vorher in Crotone und Perugia trainiert hat.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das erste Spiel unter dem neuen Trainer bestritt die Salernitana vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen Catania. Mit 12.000 Zuschauern war das Stadion vergleichsweise gut gefüllt, die Fans konnten aber leider keinen Sieg ihrer Mannschaft feiern und so trennte man sich 0:0 Unentschieden.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_17">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_17  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div id="gedanken" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_17">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-scaled.jpg" alt="" title="04_Gedankenaustausch" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-11899" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Wir freuen uns endlich Mal wieder eine externe Antwort in dieser Rubrik erhalten zu haben. Der “Gedankenaustausch” ist eine Rubrik, in der jeder die Möglichkeit hat, seine Gedanken rund um die Fußball- und Ultráwelt mitzuteilen oder auf vergangene Texte zu antworten. Die Texte entsprechen also nicht zwangsläufig der Meinung und Ansichten von Ultras Gelsenkirchen. Schickt eure Gedanken einfach an blauerbrief@ultras-ge.de</span></i></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Antwort auf „Im Stimmungstief oder die Last des Führenden?” aus der Ausgabe 10.</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glück auf,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">hab es leider ein paar Tage vor mir her geschoben, aber jetzt doch etwas verfasst als Antwort auf die Gedanken von Max:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schon beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses der BB-Ausgabe gegen Dynamo erfreute ich mich an der Wiederbelebung der aus meiner Sicht leider viel zu selten genutzten Rubrik „Gedankenaustausch“. Beim Blick auf das Thema habe ich mit zustimmendem Nicken und dem Gedanken „endlich sagt’s mal einer“ die ersten Worte des Texts von Max gelesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch ich nehme Lethargie, Antriebslosigkeit und fehlenden Willen bei der Unterstützung der Mannschaft wahr. Doch noch im ersten Absatz wandelte sich das Nicken in einen skeptischen Gesichtsausdruck. Unabhängig von wo aus genau Max in die Gesichter vieler Schalker schaut, so ist es bei mir nicht notwendig, mich umzudrehen, um diese Lethargie (oder in meinen Worten: „fehlende Ausgelassenheit“) und den fehlenden Willen zu sehen. Aus meiner Perspektive sehe ich auch &#8211; ohne ein besonderes Augenmerk darauf richten zu müssen &#8211; VOR mir bei Klatsch- und Hüpfeinlagen absolut nicht den Armeinsatz und die Bewegung, die ich mir von der Nordkurve Gelsenkirchen wünsche. Aber genau dort ist es entscheidend, davon bin ich überzeugt. Wenn ich sehe, wie alle Leute vor mir die Arme heben, wenn ich sehe, wie alle Leute vor mir sich einhaken (und dann auch noch wirklich hüpfen..), dann brauche ich mich doch gar nicht erst umdrehen. Ich tue es ihnen gleich und bin sicher, dass der Typ hinter mir sich das Gleiche denkt und genauso handelt. Wie geil wäre es, wenn wir alle unseren FC Schalke 04 nach vorne schreien?! Dabei ist es mir auch wumpe, ob die Augen dabei geschlossen oder offen sind. Viel wichtiger ist es doch, dass wir unsere Farben, unseren Verein und unsere Kurve so repräsentieren, wie es dieser glorreiche, königsblaue Verein verdient hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Tippen der Aufzählung im letzten Satz hatte ich auch „unsere Werte“ im Kopf. Zu Papier gebracht habe ich es dann aber doch nicht. Wieso nicht? Weil ich nicht weiß, ob es wirklich dieselben Werte sind, da bin ich ehrlich. Ich fühle mich erinnert an eine Aussage aus dem Erlebnis Fußball-Interview mit Erfordia Ultras (hier: Teil 2 in Ausgabe 92). Dort heißt es:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Der deutschen Ultrabewegung ist sicher nicht gutgetan, sich zwangsläufig in diese Hooltra-Richtung zu entwickeln und mit jeder Repression immer zu versuchen, noch einen Schritt radikaler zu werden oder sich vielleicht aus dem Stadion weg zu entwickeln. Wenn supporten, Fahne schwenken und in der ersten Reihe rumhüpfen für die Leute irgendwann Kindergarten geworden ist und man belächelt wird, dann ist das Verständnis von Ultra gescheitert. Das ist eine interessante Phase, in der sich manche Szenen so befinden. Wo die Gruppen aus meiner Sicht schon gefragt sind, auch mal einen Riegel vorzuschieben und zu sagen, dass wir uns als Ultras definieren. Gewalt ist natürlich ein Teil von Ultra, aber es darf sich nicht so sehr darauf fokussiert werden, wer den krassesten Haufen stellt und die coolsten Kickboxer hat, sondern das, was im Stadion passiert, ist halt auch ein großer und sehr wichtiger Teil.“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht unterscheiden sich nämlich die Werte und das Idealbild, das die Nordkurve Gelsenkirchen nach außen zeigen soll, innerhalb der Kurve? Vielleicht wird das Bild einer „starken“ Kurve in so manchem Kopf inzwischen viel mehr auf der Straße definiert als auf den Rängen? Vielleicht ist es in Gesprächen rund um den Spieltag inzwischen wichtiger, wer wen wann und wo angegriffen hat als wer ein neues, kreatives Lied in der eigenen Kurve etabliert hat? Ich habe bewusst Fragen formuliert, jeder von euch wird eigene Antworten auf diese haben oder auch nicht. Vielleicht darf ich ja in der nächsten Ausgabe einige davon lesen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jan</span></p></div>
			</div><div id="tellerrand" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_18">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nachdem der erste Teil des Interviews mit Comandos Azules noch ein eher lockerer Einstieg war, geht es diesmal ans Eingemachte und Themen wie kriminelle Strukturen und der Einsatz von Waffen werden thematisiert. </span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Die Fußballwelt in Kolumbien lässt sich nicht mit der in Deutschland vergleichen. Eine Auswärtsfahrt hat dort ganz andere Herausforderungen als in unseren Gefilden. Freut euch daher umso mehr auf die Berichte aus Südamerika.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 2</span></span></p>
<p><b>In Kolumbien gibt es Städte, in denen die Situation fast militarisiert wirkt – dort haben Drogenkartelle oder mafiöse Strukturen das Sagen, etwa in Medellín oder Cali. In diesen Städten bestimmt die Mafia die Regeln – nicht der Staat oder die Polizei. Deshalb ist auch das Spannungsverhältnis zwischen den Barras in solchen Städten ganz anders geregelt: In Medellín zum Beispiel gibt es kaum Angriffe zwischen den Gruppen, weil die Mafia das nicht zulässt. Sie hat dort die Kontrolle. Wie ist es in Bogotá?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">In Bogotá ist das anders. Die Stadt ist sehr groß, hat eine Vielzahl an Einwohnern und dadurch auch viele konkurrierende kriminelle Gruppen, teilweise sogar mit staatlicher Duldung. Diese Vielzahl an Akteuren verhindert, dass eine einzelne Mafia direkten Einfluss auf die Barras nehmen kann. In manchen Fällen sind die Barras sogar mächtiger als lokale Gruppen der organisierten Kriminalität.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unseren Vierteln versuchen wir, gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden, aber die Realität sieht so aus: In Städten wie Medellín oder Cali sind die kriminellen Strukturen historisch gewachsen, dort sind ganze Familien eingebunden &#8211; Väter, Onkel, Großeltern. In solchen Kontexten ist das Thema „Barra“ nicht relevant für den Alltag der Bevölkerung, die Mafia hat das letzte Wort.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá dagegen ist die Lage fragmentierter. In jeder Gruppe gibt es vielleicht zwei oder drei Personen, die mit bestimmten Netzwerken oder Handelslinien verbunden sind, aber sie handeln unabhängig, sind Mitglieder, nicht Befehlsempfänger. In Medellín und Cali dagegen funktionieren diese Strukturen wie eine eigene Regierung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá ist die Mafia nicht so kontrollierend gegenüber den Aktivitäten der Barras, wie das in anderen Städten der Fall ist. Das liegt daran, dass sie diese Kontrolle gar nicht ausüben kann, denn in Bogotá ist alles viel größer und dezentraler.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Unterschied dazu ist es in Medellín oder Cali anders: Wenn sich dort zwei Barras bekämpfen, „heizen sie die Suppe auf“ („calientan la olla“). Sie ziehen Aufmerksamkeit auf sich und das ist gefährlich für die Mafia, weil dann die Polizei eingreift und das Geschäft auffliegen könnte. Das ist das, was die Mafia dort am meisten schützt: den reibungslosen Ablauf ihres Geschäfts. Deshalb lassen sie dort keine internen Konflikte zu.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá dagegen arbeiten die kriminellen Gruppen teilweise Hand in Hand mit den Behörden. Einige Polizisten sind sogar auf der Lohnliste der Mafia, Teil des „kriminellen Apparats“. Und gerade deshalb passiert bei Konflikten zwischen Barras oft nichts, weil viele Mitglieder der Barras selbst Beziehungen zu diesen Gruppen haben, aber eben nicht direkt von ihnen abhängig sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt in Bogotá nicht den einen „großen Mafioso“, der alles kontrolliert, wie es in Medellín der Fall ist. Dort gibt es zum Beispiel die sogenannte „Oficina“, eine zentralisierte Struktur, der man sich besser nicht entgegenstellt. In Bogotá hingegen gibt es mehrere kleinere Bosse: einer lebt in den Bergen (Cerros), ein anderer im Süden, ein weiterer im Zentrum.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir, also die Mitglieder unserer Barra, schulden diesen Mafias keinen Respekt und keine Gefälligkeiten und genau deshalb können wir uns auch untereinander streiten, ohne dass es Konsequenzen hat. Es kommt vor, dass zwei verfeindete Gruppen im selben Viertel sitzen, vor derselben „Olla“ (Drogentreff), beim selben Dealer, aber sie können dort nichts machen, weil die Regeln der Szene das nicht erlauben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Seit wann gibt es keine Gästefans mehr? War das schon immer so?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Dass keine Auswärtsfans mehr zugelassen werden, ist keine neue Entwicklung, aber es war nicht immer so.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Einschränkungen begannen etwa ab 2011 und das hatte mehrere Gründe: Es kam zu tödlichen Auseinandersetzungen, Messerangriffen, interne Konflikte zwischen verschiedenen Fangruppen und auch zu schweren Konfrontationen auf der Straße und auf den Autobahnen, zum Teil sogar mit der Guerilla oder dem Militär, insbesondere in ländlichen Regionen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gab dabei Tote, Überfälle auf Reisebusse, Plünderungen und massive Sicherheitsprobleme. Diese Vorfälle haben dazu geführt, dass viele Städte und Sicherheitsbehörden beschlossen haben, Gästefans nicht mehr zuzulassen, um das Eskalationspotential zu senken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Vor ein paar Tagen habe ich ein Video auf YouTube gesehen – ich glaube, es zeigte, wie die Barras von Millonarios auf dem Weg nach Giradot waren. Dort waren auch Fans von Nacional, es kam zu Auseinandersetzungen und plötzlich kamen paramilitärische Gruppen aus der Nähe des Flusses, schossen und beendeten das Ganze. Danach mussten die Leute angeblich „1.000“ zahlen – und erst dann durften sie weiterreisen.</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Ja, das passiert tatsächlich. Wer unterwegs auf Reisen einen Fehler macht, wird aufgehalten. Oft durch zehn oder 15 Motorräder, die sich einem Bus oder Auto in den Weg stellen und niemanden weiterfahren lassen, bis sie an eine „militarisierte Figur“ zahlen, die sie als „Paramilitärs“ bezeichnen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die klassische Guerilla ist in Kolumbien mittlerweile stark in die Berge zurückgedrängt, aber die Kriminalität auf den Straßen wird heute vor allem von kriminellen Banden mit paramilitärischem Hintergrund kontrolliert. Die meisten dieser Gruppen sind organisierte Banden, viele mit Verbindungen zum Paramilitarismus, obwohl sie oft nur als „gewöhnliche Kriminelle“ auftreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Letztes Jahr oder sogar dieses Jahr, ist zum Beispiel ein Bus aus der Karibikregion zurückgekommen, der auf der Rückreise im Februar gestoppt wurde. Die Leute mussten für etwas bezahlen, das angeblich gestohlen wurde, bevor sie weiterreisen durften.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Organisation &#8211; also als Barra &#8211; unterstützen wir solche Strukturen natürlich nicht. Das sind kriminelle Machenschaften im kleinen Stil, jemand in einem Dorf oder Laden zu überfallen bringt niemandem etwas.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der ganze „Recht auf Einlass“-Diskurs („derecho de admisión“) ist eine Folge all dieser Eskalationen. Es kam in der Vergangenheit zu Szenarien, in denen zehn Busse anreisten, mit Toten und Verletzten. Die Situation war so extrem, dass die Polizei anfing, selbst in den Fanbussen mitzufahren. Allerdings betrunken und unter Drogeneinfluss, was das Ganze nicht besser machte. Viele Polizisten mochten es sogar, mit uns die Grenzen zu überqueren, für sie war das ein Abenteuer.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir, ein harter Kern der Barra, haben nie aufgehört zu reisen, nicht seit 2011 und auch nicht danach. Inzwischen reisen wir eben ohne Trikots in Autos oder neutralen Bussen, aber wir sind immer unterwegs.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu manchen Spielen fahren wir nicht mehr aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen, weil es bei fünf oder sechs Versuchen immer wieder Zwischenfälle gab. Da entscheidet man sich einfach dagegen. Aber es geht nicht darum, dass wir aufgegeben haben. Wir reisen weiterhin organisiert und mit Vorsichtsmaßnahmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zwischen den Barras gibt es heute Nichtangriffspakte und sichere Reiserouten („corredores seguros“). All das dient dazu, den Fußball wieder zugänglich zu machen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Ende geht es uns nur darum, dem Ball zu folgen. Die Gewalt ist nicht unser Ziel, sie ist Teil einer sozialen Realität, aber nicht der Weg, den wir heute anstreben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Es ist zwar verboten, aber trotzdem reisen immer wieder Personen mit – oft getarnt oder inkognito. Zum Beispiel in Barranquilla, direkt vor dem Stadion, habe ich es selbst erlebt. Trotz allem: Es wird immer gereist und manchmal lassen sie einen später doch wieder rein?</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Diese Reiseregelungen existieren zwar, aber in vielen Regionen lässt man uns nicht hinein. Selbst wenn wir es schaffen, bis ins Stadion zu kommen, werden wir oft entdeckt und rausgeholt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gleichzeitig gibt es in bestimmten Situationen – wie bereits erwähnt – Absprachen oder Nichtangriffspakte. Diese dienen in erster Linie dazu, allen Gruppen den Zugang zum Stadion zu ermöglichen und eine gemeinsame An- und Abreise zu koordinieren, sodass das Spiel ohne Zwischenfälle besucht werden kann. Ziel dieser Vereinbarungen ist es, Spannungen temporär zu reduzieren und einen friedlichen Stadionbesuch zu gewährleisten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hier in Bogotá bestehen beispielsweise solche Abkommen mit einigen anderen Fanlagern oder „Porras“, etwa mit dem BR, dem HLC, den Anhängern des BMG und gelegentlich sogar mit den RXN. Diese Übereinkünfte sind jedoch nicht dauerhaft oder selbstverständlich, sondern situationsabhängig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Hinzu kommt, dass wir mittlerweile praktisch das gesamte Stadion durch Dauerkarten abgedeckt haben. Theoretisch gibt es daher kaum oder gar keine regulären Kontingente mehr für Gästefans. Das verändert die Dynamik zusätzlich, da der Raum für auswärtige Gruppen stark eingeschränkt ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was das Reisen mit vielen Bussen betrifft: Unsere Barra hat die Fähigkeit, Tausende zu mobilisieren. Beim letzten Auswärtsspiel nach Manizales haben wir 84 Busse organisiert und über 5.500 Leute mitgenommen. Das funktioniert durch eine zentralisierte Koordination, von der Leitung der Barra über alle Parche-Chefs hinweg. Jede Zone oder jeder Stadtteil stellt eigene Busse, die sich dann an einem zentralen Ort sammeln, um gemeinsam loszufahren und für Sicherheit zu sorgen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber solche großen Reisen finden nicht zu jedem Spiel statt, weil in vielen Städten die Grenzen für Gästefans geschlossen sind. Deshalb reisen mittlerweile viele Fans mit dem eigenen Auto oder sogar mit dem Flugzeug.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die wenigen Busse, die offiziell mit der Barra unterwegs sind (circa zwölf), fahren ohne sichtbare Fan-Kleidung oder Banner, um überhaupt in Stadien zu kommen, in denen Gästefans offiziell verboten sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In Bogotá selbst ist der Zutritt für Auswärtsfans extrem eingeschränkt. Der Großteil der Plätze ist durch Dauerkarten verkauft, das Stadion ist praktisch ausverkauft. Es gibt keinen Platz mehr für Gästefans.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ganz ehrlich: Wir sind auch nicht traurig darüber, dass niemand kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Viele reisen auf den „Mulas“ mit – das ist ein interessantes Thema für Deutschland, weil es dort keine Möglichkeit gibt, sich in Lastwagen zu verstecken und auf diese traditionelle Weise zu reisen.</b></p>
<p><b>Comandos Azules: </b><span style="font-weight: 400;">Aber das ist eine falsche Tradition, die wir abschaffen wollen, denn wir haben viele Menschen auf diesen Reisen verloren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Leute stürzen ab, geraten in Konflikte mit anderen Fangruppen („Parches“) und ehrlich gesagt ist das Thema Tractomula (Sattelschlepper) und so zu reisen etwas, das wir nicht verherrlichen möchten. Es ist primitiv und menschenunwürdig auf diese Weise zu reisen, ein Risiko für alle.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In unserer Gruppe, den Comandos, gibt es kein einziges Parche, das ausschließlich mit Mulas reist. Es gibt zwar die „Callejeros“, die sich selbst so nennen, aber unser Ziel ist es immer, dass diese Leute arbeiten, eigenes Geld verdienen und sich Fahrten leisten können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In vielen Fällen handelt es sich um junge Leute, die kein Geld haben, also an der Mautstelle auf die Mula aufspringen, weil sie sich kein Busticket leisten können. Wir wollen, dass jeder Fan, der reist, wenigstens ein Ticket bezahlen kann. Und ja, das mag vielleicht diskriminierend klingen, aber wir wollen, dass niemand mehr auf Mulas reist und dabei sein Leben riskiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Immer wieder hört man von bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Fanlagern. Für uns eine unvorstellbare Welt. Wie geht ihr mit dem Gebrauch von Waffen um? (Anm.d.Red.: Besonders bei dieser Antwort werden die eklatanten Unterschiede und Einstellungen zwischen Deutschland und Kolumbien deutlich und wir lehnen die Verwendung von Waffen ab.)</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>Comandos Azules: </b>Was die Waffen betrifft, ist es leider so: Es gibt viele Waffen im Umlauf. Macheten, Messer und auch Schusswaffen – das habe ich selbst auf Reisen gesehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese militante Realität hat über die Jahre zugenommen. Ich werde nicht leugnen, dass die Pistole von Anfang an Teil der Szene war, aber sie ist nicht unser bevorzugtes Mittel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir ziehen den Nahkampf vor, das Messer ist für uns wie ein Ausweis. Wir haben eine starke Verbindung zu Stichwaffen, weil sie leise sind, effizient und tun, was sie tun müssen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deshalb bevorzugen wir das Messer gegenüber der Pistole. Die Waffe kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Denn sobald geschossen wird, steht es in den Nachrichten. Darum setzen wir lieber auf das Leise. Die Waffen gehören für viele zum Überlebensprozess, sie sind ein Werkzeug zur Selbstverteidigung. Denn wer keine Waffe hat, ist das Opfer.</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Magdeburg:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Über die Vorkommnisse bei der Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden haben wir bereits in einer vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs (Ausgabe Nr. 10) berichtet. Das Straf- und Maßnahmenkarussell drehte sich derweil weiter. Der 1. FCM verurteilt die Gewalt ausdrücklich, warnt jedoch vor pauschalen Schuldzuweisungen an die gesamte Fanszene. Laut Verein liegen bislang keine personenbezogenen Daten zu den Vorfällen im Stadion vor, man stehe aber in engem Austausch mit Polizei und Behörden und unterstützt laufende Verfahren. Für die Zukunft kündigte der FCM konkrete Sicherheitsmaßnahmen an wie zum Beispiel dauerhafte bauliche Trennungen zwischen Fanbereichen, Ausbau der Sicherungen im Gästeblock, erweiterte Videoüberwachung sowie den Verzicht auf mobile Gegenstände in Umläufen, die als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten. Stadionverbote sollen bei Vorliegen von Täterdaten umgehend eingeleitet werden. Zusätzlich sorgte ein Aufruf der Fanhilfe Magdeburg im Stadionheft ,,Planet MD&#8220;, worin zum „Frühjahrsputz“ aufgerufen wurde, für weitere Ermittlungen wegen Strafvereitelung und kurzfristigen Ärger mit Sponsor GeoFly. Dieser setzte sein Sponsoring zunächst aus, nahm es nach Gesprächen mit dem Verein jedoch wieder auf und betonte den Willen zum Dialog.</span>tisiert die UEFA scharf für ihren Umgang mit Fans bei internationalen Spielen. Während sich die UEFA als moderner und professioneller Ausrichter inszeniere, würden Gästefans systematisch benachteiligt, schikaniert und mit Kollektivstrafen belegt. Fanaktionen und gelebte Fankultur würden von UEFA-Beobachtern als „Fehlverhalten“ gewertet und mit Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder Zuschauerausschlüssen sanktioniert, während gleichzeitig repressive Maßnahmen von Behörden und Vereinen gegenüber Gästefans folgenlos blieben. Die Fanszene sieht darin ein ungerechtes Strafsystem, das gezielt darauf abziele, Fans mundtot zu machen und aus den Stadien zu verdrängen. Am Beispiel der Kollektivstrafe gegen die Fans von YB Bern betont das Commando Cannstatt die Bedeutung von Solidarität zwischen den Fanszenen, um solche Maßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Ziel der UEFA, durch Kollektivstrafen Spaltung zwischen Fans und Vereinen zu erzeugen, müsse aktiv verhindert werden. Zugleich wird gefordert, dass sich auch die Vereine deutlicher hinter ihre Anhänger stellen und das Sanktionssystem der UEFA geschlossen ablehnen..</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Dortmund:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Beim Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund kam es zu unverhältnismäßigen und willkürlichen Polizeieinsätzen gegen die anreisenden Gäste aus Bayern. In einer Stellungnahme der Südkurve München erklärte man, dass es zu kleineren Rangeleien beim Einlass kam und die Polizei dabei wiederholt unbeteiligte Fans angriff sowie Schlagstöcke und Reizgas einsetzte und dabei zahlreiche Fans verletzte. Diese erlitten unter anderem Knochenbrüchen und Gesichtsverletzungen. Auch schwere Reizungen der Augen und Atemwege wurden beklagt. Nach Beruhigung der Lage eskalierte der Einsatz erneut kurz vor Spielende. Die Südkurve München kritisiert das Verhalten scharf und wirft der Dortmunder Polizei gezielte Provokation, unverhältnismäßige Gewalt und bewusste Inkaufnahme von Verletzungen vor. Der Vorfall spiegelte einmal mehr die bundesweiten problematischen Polizeieinsätze gegen Fanszenen wider. Aus Solidarität wurde auf der Heimseite in der zweiten Hälfte der Partie ein Spruchband gezeigt mit der Aufschrift ,,Freiheit für Gästefans in Dortmund!’’ </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span> Nach dem Heimspiel gegen VfB Stuttgart II im Oktober 2023 hatte die Staatsmacht den Materialraum der aktiven Szene der Stuttgarter Kickers mit Hilfe des Vereins durchsucht und den „1312“ Fetzen beschlagnahmt, ohne die Anhänger zu informieren. Die Polizei begründete die Maßnahme mit dem Verdacht auf Beleidigung. Nach jahrelangem juristischen Nachspiel stellte das Gericht nun alle Verfahren ein. Das Amtsgericht Langen sprach die Stuttgarter frei, da keine Ordnungswidrigkeit vorlag. Die Gruppe rund um SVK Ultras kritisiert, dass Polizei und Ordnungsbehörden das Rechtsstaatsprinzip nicht anerkannt hätten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Italien: </strong></span></span><span style="font-weight: 400;">Die aktive Szene der Schwarz-Gelben blieb dem Auswärtsspiel gegen Atalanta Bergamo fern. Das Fanbündnis Südtribüne Dortmund kündigte dies bereits im Vorfeld an. Grund dafür sind wieder einmal massive und willkürliche Maßnahmen von Polizei und Behörden. In der Stellungnahme hieß es, dass bereits im Vorfeld zahlreiche Dortmunder an der Ausreise an diversen Flughäfen gehindert wurden. Dabei kam es zu intensiven Kontrollen, Ausreiseverboten und Meldeauflagen, teils allein wegen „szenetypischer Kleidung“ oder mitgeführten Stickern. Auch Anhänger, die bereits in Italien angekommen waren, wurden von der italienischen Polizei in ihren Unterkünften aufgesucht und kontrolliert. Die Südtribüne Dortmund spricht von einem bislang einmaligen Vorgang in fast 16 Jahren Europapokal und stellt klar, dass dies ein unzumutbarer Eingriff in die Rechte von Fußballfans war. Aus Protest gegen diese Praxis haben die aktiven Gruppen entschieden, geschlossen auf die Reise nach Bergamo zu verzichten. Gleichzeitig kündigten sie an, die Maßnahmen gemeinsam mit der Fanhilfe juristisch überprüfen zu lassen und verweisen darauf, dass erste Eilverfahren bereits zugunsten betroffener Fans ausgegangen seien. Es gilt hier zu verhindern, dass solche pauschalen und präventiven Ausreiseverbote zur Normalität werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><b>Wien:</b></span> Der Strafsenat der österreichischen Bundesliga hat nach den Vorkommnissen zwischen dem SK Rapid Wien und FK Austria Wien harte Strafen verhängt. Rapid Wien muss bei drei kommenden Heimspielen gegen Austria, Salzburg, Sturm oder LASK den Block West sowie angrenzende Sektoren komplett schließen. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro ausgesprochen. Außerdem dürfen in den nächsten drei Jahren bei Wiener Derbys in der Generali Arena keine Gästefans zugelassen werden, was auch für Spiele der Zweiten von Rapid gilt. Austria Wien wurde wegen nicht genehmigter Pyrotechnik mit 48.400 Euro bestraft. Rapid verzichtete auf einen Einspruch und hatte bereits im Vorfeld angekündigt, bei künftigen Derbys freiwillig auf Auswärtsfans zu verzichten. </span></p></div>
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		<title>Ausgabe 11: Magdeburg</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-11-magdeburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>nach fünf Spielen ohne Sieg, konnten wir mit dem Dreier in Kiel die Krise abwenden und die Tabellenführung zurückerobern. Es liegen aber noch zwölf schwere Partien vor uns und noch ist alles möglich. Am heutigen Samstagabend steht uns der 1.FC Magdeburg gegenüber. Die Mannen vom FCM werden alles aufs Feld werfen, um den drohenden Abstieg in Liga drei zu verhindern. Auch auf den Rängen haben wir alles andere als einen leichten Gegner. Wir müssen daher sowohl auf dem Rasen als auch auf den Tribünen Vollgas geben, um erfolgreich nach Hause zu gehen.</p>
<p>Ausreden gibt es keine – Für Schalke alles geben!</p>
<p>Beim letzten Heimspiel gegen die SGD sorgten im Nachgang die gezeigten Spruchbänder für ein mediales Echo. Wenig überraschend überboten sich gerade Funke und Springer in Empörung und Hysterie. Aber auch einige Aufsichtsratsmitglieder aus der CT-Zeit sowie mit ihm befreundete Sponsoren und Weggefährten empfanden die gewählten Formulierungen auf einzelnen Spruchbändern als schlimmste Entgleisungen, die es in einem Fußballstadion geben kann. Wenn es ihnen wirklich nur um den Erfolg des Vereins gehen würde, hätten sie die Kritik intern angebracht und nicht gleichzeitig über die Medien lanciert.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass es gar nicht erst zur Abstimmung über Clemens Tönnies ins Ehrenpräsidium kommt und erneute Debatten um ihn als Person den Verein nicht länger beschäftigen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; SG Dynamo Dresden e.V. 2:2 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Es gibt Gegner, die werden auch nach mehreren Aufeinandertreffen nicht langweilig. Dynamo gehört hier sicherlich dazu. Mit einem entsprechend großen und motivierten Haufen ging es zu Fuß – oder, wie die BILD schreiben würde, per „Machtdemonstration“ – Richtung Arena. Einmal mehr fiel hier das vollkommen geisteskranke Bullenaufgebot ins Auge. Negativ erwähnt werden müssen auch wieder einige Betretungsverbote gegen Jungs aus unserer Kurve. Stark bleiben!</p>
<p>Nach den enttäuschenden Auftritten &#8211; sowohl sportlich als auch auf den Rängen &#8211; in den vergangenen Vorwochen galt es mehr denn je, dem Trend zu trotzen und das Schalker Gesicht der Hinrunde zurückzuholen. Schon vor Anpfiff wurde klar, dass wir heute mit einer deutlich besseren Einstellung in den Tag gingen. „Die Nummer 1 aus dem Revier“ funktionierte schon mal ordentlich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Zum Anpfiff sorgte „Eine Stadt erstrahlt im Blau…“ für einen starken Start ins Spiel. Auch danach konnten gerade die gängigen Gassenhauer komplett überzeugen. Auf dem Rasen entwickelte sich derweil ein offener, aber durchaus sehenswerter Schlagabtausch. Die verspätete, aber lautstarke Ankunft von Ultras Dynamo und Co. nach rund zwanzig Minuten sorgte in der Nordkurve sogar noch einmal für einen zusätzlichen Push. Menge und Einsatz an Tifo-Material konnten sich von Beginn an definitiv sehen lassen. Damit ist die Geschichte des torlosen ersten Durchgangs auch schon erzählt.</p>
<p>Kurz nach der Pause gab’s von uns ein paar unmissverständliche Worte Richtung Rheda: „Aber ich will da auch nicht wieder hin – CT, steh zu deinem Wort, bleib weg vom Ehrenpräsidium!“. Auch andere Gruppen untermauerten die Thematik mit verschiedenen Spruchbändern.</p>
<p>Unsere Mannschaft kam richtig gut aus der Kabine und versuchte ab dem Wiederanpfiff, das Zepter in die Hand zu nehmen. Edin Džeko belohnte sich und alle Schalker in der 52. Minute. Der anschließende Torjubel bleibt auf jeden Fall in guter Erinnerung. In den Minuten danach konnte die Arena ein- bis zweimal mit ins Boot geholt werden, was sicherlich auch daran lag, dass unsere Jungs weiterhin am Drücker waren. Beim 2:0 in der 70. Minute, ebenfalls durch Džeko, machte sich dann fast schon so etwas wie Erleichterung breit. Gefeiert wurde unter anderem mit „Asoziale Schalker“. Leider schaffte es unsere Elf nicht, das Ding vernünftig zu Ende zu spielen. Nach dem Dresdner Anschlusstreffer in der 78. Minute entwickelte sich eine absolute Zitterpartie, und auch wir als Kurve schafften es hier nicht, noch einmal richtig hochzufahren. Letztendlich kam es dann, wie es kommen musste, und das Spiel endete mit einem 2:2, das sich wohl für jeden Blau-Weißen wie eine Niederlage anfühlte.</p>
<p>Am Ende steht ein recht guter Auftritt unsererseits, der aber selbstverständlich noch nicht viel mit dem zu tun hatte, was unsere Kurve an Sahnetagen leisten kann. Trotzdem kann man nach den Vorwochen auf eine positive Entwicklung aufbauen und im Spiel gegen Magdeburg noch ein oder zwei Schippen drauflegen. Auf geht’s Schalke kämpfen und siegen!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Wie weiter oben erwähnt, konnte die Dresdner Fanszene den Gästeblock erst mit rund zwanzigminütiger Verspätung bevölkern. Grund hierfür waren wohl die überzogenen Kontrollen am Gästeeingang. Nachdem sich Ultras Dynamo sortiert und angeflaggt hatten, konnte der Gästeblock für einige unüberhörbare Momente sorgen. Bei rund 6.000 Dresdnern durfte man hier nicht selten von einer nahezu hundertprozentigen Mitmachquote sprechen. Zwischendurch war aber auch immer mal wieder komplette Ruhe, was für Dynamo-Auftritte als relativ typischer Stil gesehen werden kann. Die Zaunbeflaggung war sehenswert, in Sachen Tifo reißt Dynamo auswärts wie gewohnt keine Bäume aus. Die Torjubel, erst recht nach dem Ausgleich, sowie das anschließende „Dy Dy Dy…“ nach Abpfiff gehören sicherlich zum Lautesten, was der Arena-Gästeblock in der bisherigen Saison zu hören bekommen hat. Alles in allem bleibt ein guter Dresdner Auftritt in Erinnerung. Erwähnenswert sind noch zwei Spruchbänder: „Jedes Statement so falsch wie eure Bilder – Chat GDP“ und „Logout Polizei!“ in Anspielung auf die sächsische Bullen-Gewerkschaft, welche ihre überdramatischen Kriegsberichte von den Ausschreitungen in Magdeburg mit KI-Bildern ausschmückte. Zum anderen kritisierte man mit typischer Ost-West-Rhetorik die überzogenen Preise für Karten im Gästebereich. Beide Anliegen sind natürlich komplett unterstützenswert.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p>Unterstützt wurden wir von über 50 Brüdern aus verschiedenen Untergruppen von Komiti Skopje. Auch unsere<br />Brüder aus Enschede standen einmal mehr an unserer Seite.</p>
<p>Danke!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gegnervorstellung</strong></p>
<p>Die heutige Gegnervorstellung gebührt der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V. aus der Landeshauptstadt Sachsens. Seit ihrer Gründung im Jahr 1953 wurde die SGD acht Mal Meister der DDR-Oberliga und gewann sieben Mal den FDGB-Pokal (sozusagen ostdeutscher DFB-Pokal). Die frühe Vereinsgeschichte der ehemaligen SG Polizei Dresden ist durchaus interessant; Dynamo Dresden war offiziell eine Diensteinheit der Volkspolizei wodurch auch deren Spieler den Rang von Volkspolizisten hatten. Durch Liquiditätsprobleme wurde der Verein 1995 in dieRegionalliga versetzt und hat seitdem keine Bundesliga-Luft mehr geschnuppert. Gespielt wird im Rudolf-Harbig-Stadion mit Platz für knapp über 32.000 Zuschauer.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Rechtsform:</span></span></p>
<p>Die SGD ist ein eingetragener Verein mit fast 37.000 Mitgliedern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Fanszene:</span></span></p>
<p>Die organisierte Fanszene der SGD versammelt sich bei Heimspielen im K-Block. Führende Gruppe ist Ultras Dynamo, gegründet im Jahr 2000 durch einen Zusammenschluss der Gruppen „Dynamo-Geschwader“, „Eastside Dresden“ und „Yellow Madness“. Weitere Fanclubs &#8211; darunter Dresden West, OSL Bande und Brigade 53 &#8211; agieren unter der Führung von UD und sind mit Zaun fahnen im Stadion sichtbar.</p>
<p>Neben ost-typischem Supportbild und zahlreichen meist großflächigen Choreos, legt die Fanszene der SGD Wert auf ein martialisches Auftreten, welches mit den mehr oder weniger kultigen Youtube-Videos mit dem Protagonist “Leatherface”, unterlegt wird.</p>
<p>Obwohl erhebliche Teile der heutigen aktiven Fanszene “den Osten” vermutlich selbst nie erlebt haben, scheint man in einer Zeit vor 1990 hängen geblieben zu sein. Das Feindbild Wessi wird also wohl noch mindestens eine Fangeneration prägen, oder auch das ist einfach nur Teil der Kultigkeit der SGD.</p>
<p>Im Gedächtnis geblieben sind allen Fußballfans in Deutschland in jüngerer Vergangenheit sicherlich insbesondere die “größte Blockfahne Europas”, welche 2015 beim Spiel gegen Magdeburg ausgerollt wurde sowie die “Footballarmy Dynamo Dresden” Mottofahrt beim Auswärtsspiel 2017 in Karlsruhe.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Freundschaften:</span></span></p>
<p>Freundschaften pflegen die Ultras Dynamo zu Red Kaos des FSV Zwickau. Relativ frische Kontakte bestehen zu den östlichen Nachbarn von Motor Lublin. Die Freundschaft zur Horda Zla aus Sarajewo ist inzwischen beendet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Feinde:</span></span></p>
<p>Hauptrivalen sind die anderen ehemaligen DDR-Oberliga Vereine, darunter insbesondere der 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock und Erzgebirge Aue.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:2 (0:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Im stillen Kämmerlein scheint sich gerade einiges zu bewegen. Verbände und Politik werkeln derzeit, abseits der aktuellen Geschehnisse, an einer Änderung der Stadionverbotsrichtlinien herum. Eine Thematik, die sich bereits aus der vergangenen Innenministerkonferenz im November 2025 herauskristallisiert hat und für populistische Politiker sowie an deren Zitzen hängenden Verbänden die Büchse der Pandora zu sein scheint. Abermals werden in die Entstehungs- und Entscheidungsprozesse nicht die Leute einbezogen, die es am Ende betrifft: Fans und Vereine. Ein Missstand, den es selbstverständlich nicht erst seit gestern zu beklagen gibt, jedoch leider immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden muss. Um auf diese anhaltende Schieflage aufmerksam zu machen, zeigten die Fanszenen Deutschlands, wie auch wir, an diesem Spieltag ein einheitliches Spruchband mit klarer Message: „Fans &amp; Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!“ Eine ausführliche Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands findet ihr auf unserer Homepage.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Dennoch braucht es nicht immer nur neue SV-Richtlinien, manchmal reichen schon die bisherigen aus, um Fans vor die Tore zu verbannen. Aus diesem Grund starteten wir mit einer Überraschungschoreo für unsere Stadionverbotler in die Partie. Diese bestand aus einem Mix aus blauen und weißen Ponchos, die wir unter den Schalkern verteilten. Im oberen Teil des Blocks wurde an der Dachkonstruktion die bekannte „Für die Jungs die draußen steh‘n“-Fahne als Blockfahne hochgezogen. Abgerundet wurde das Ganze durch den Nordkurve-Schriftzug inklusive aufgestellten Fans am unteren Teil des Blocks. Durch den starken Wind im Stadion klappte die hochgezogene Blockfahne leider ein wenig nach hinten weg. Ein Schönheitsmakel, jedoch unvermeidbar. Am Ende freuten sich die Jungs enorm über die Aktion und schickten direkt Dankesgrüße ins Stadion. Wir halten eure Fahne im Stadion hoch, ihr vor den Toren. Haltet durch! Um den Jungs vor dem Spiel noch eine kleine Freude zu machen, reservierten wir eine Kart-Bahn in der Nähe. Doppelte Überraschung also.</p>
<p>Die Ansprache der Vorsänger und das Wachrütteln einiger Schalker im Blauen Brief schien bereits in Kiel Wirkung gezeigt zu haben. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen und ließ (endlich) wieder einige Ausrast-Momente im Gästeblock wahr werden. Das neue Lied „Oh S04, du ganz allein“ wurde fast die gesamte erste Halbzeit durchgesungen und fand immer mehr Zugriff in der Schalker Anhängerschaft. Vor allem im unteren Teil des Blockes konnten wir, gepusht durch die Tore von Karaman, nach Dzekos Vorlage sowie 13 Minuten später Kurucay, ebenfalls nach Vorarbeit des Bosniers, die Momente und die Emotionalität des Liedes nutzen, um uns in einen Rausch zu singen. Da die zweite Halbzeit leider etwas schwächer startete als die erste endete, änderten wir kurzerhand den etwas spielbezogeneren Support, mit dem Ergebnis, dass „Uns’re Fahnen weh’n im Wind“ schön durch den eisigen Sonntagnachmittag an der Kieler Förde schepperte. Zwar verkürzte Kiel kurz zuvor noch einmal per Elfmeter auf 1:2 und drückte auf den Ausgleichstreffer, glücklicherweise schafften wir es, die drei Punkte irgendwie über die Zeit zu bringen. Sicherlich nicht schön, sicherlich mit Fehlern und definitiv mit sportlicher Luft nach oben. Der Wille, heute siegreich vom Platz zu gehen, war jedoch jederzeit zu spüren. Nichts anderes wollen wir sehen. Und zudem: Tabellenführer!</p>
<p>Neben dem Spruchband zu den neuen SV-Richtlinien, zeigten wir außerdem ein Spruchband für einen schwer erkrankten Schalker aus unseren Reihen.<br />Halte durch, Olli!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Vor dem Block der Kieler hing ab Stadionöffnung ein Banner Richtung Mannschaft mit der Forderung „Abstiegskampf annehmen“. Für die Störche, die durch die Niederlage gegen uns einen weiteren Platz Richtung Abstiegszone rutschen, wird die Luft in Liga zwei langsam dünner. Dazu kam ein ebenfalls dünner Support. Sicherlich gibt die Tribüne auf der Gegenseite wenig her, die Anzahl der Leute, die sich am aktiven Treiben beteiligt haben, war dennoch sehr dürftig. Die aktuelle Situation trägt ihr Übriges dazu bei.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p>Vielen Dank an die Jungs aus Gladbach für die Unterstützung!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_22">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor zwei Wochen gastierte der Glubb Samstagmittags in Paderborn. Nach einer 2:0-Führung von Paderborn und einer roten Karte kurz nach der Halbzeit gelang dem FCN zwar der Anschlusstreffer, am Ende reichte es aber nur zu einer 2:1-Niederlage.</p>
<p>Letzten Freitag waren die Jungs vom KSC zu Besuch im Achteck. Vor dem Spiel überlegte sich die Nordkurve Nürnberg wieder ein besonderes Intro. Im Oberrang hing ein Transparent mit der Aufschrift “Right now the fun is about to begin…”, im Unterrang “Freaks Come out at Night”. In der Mitte des unteren Teils war die bekannte Sonne zu sehen, deren Augen durch zwei Fackeln erstrahlten. Dazu sah man ein Fahnenmeer im Block. </p>
<p>Auch auf dem Platz knallte es gewaltig. Bereits in der ersten Halbzeit musste der Karlsruher Torwart dreimal hinter sich greifen. In der zweiten Halbzeit ließ der Glubb nicht locker, spielte weiter konzentriert nach vorne und schickte die Gäste mit einem deutlichen 5:1 nach Hause.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer zum Auswärtsspiel nach Bochum. Nächste Woche Sonntag geht’s dann weiter in die Hauptstadt.</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Leider konnte der FCT das Halbfinale des Pokals nicht erreichen. Bei AZ Alkmaar mussten sich die Roten in der Verlängerung mit 2:1 geschlagen geben.</p>
<p>Nachdem zahlreiche Brüder uns beim Heimspiel gegen Dynamo unterstützt hatten, stand für sie am Abend noch das Heimspiel gegen SC Heerenveen an. Gegen die in der Tabelle benachbarten Friesen gewannen die Tukker souverän mit 5:0. Im folgenden Spiel beim Vorletzten SC Telstar schaffte Twente es allerdings nicht über ein 1:1- Unentschieden hinaus.</p>
<p>Es folgen nun zwei Heimspiele gegen die alten Rivalen vom FC Groningen und Feyenoord Rotterdam.<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Die mazedonische Liga ist zurück aus der Winterpause. Und das natürlich &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; direkt Mal mit einer englischen Woche und einem Nachholspieltag. Natürlich an einem Mittwoch um 14 Uhr. Dementsprechend überschaubar war das Interesse und Zuschaueraufkommen. Komiti hang neben der üblichen Zaunfahne noch eine Gedenk-Fahne für den kürzlich verstorbenen Nikola auf. Dazu wurden vereinzelt Fackeln angerissen und ein souveränes 5:1 verfolgt. Wenige Tage später stand im kleinen Stadion des Fußballverbandes parallel zu unserem Spiel in Kiel das Stadtduell gegen Rabotnicki an. Hier gab es von Komiti eine kleine Choreo zu Spielbeginn auf der Tribüne hinter dem Tor. Und anschließend einen erneut ungefährdeten 3:0-Erfolg.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Wirft man einen Blick auf die Karte vom Stiefel, so stellt man schnell fest, dass der Weg von Salerno ins 150 Kilometer entfernte Cerignola an Avellino vorbeiführt. Wie jedem Leser bekannt sein dürfte, ist Avellino für Salerno das, was für jeden Schalker die Gelben sind: Der Feind. Daher dachte man sich bei den Behörden, dass sich ein Aufgebot der salernitanischen Polizei an die Reisebusse der Fanszene heften und über den gesamten Weg Präsenz zeigen muss. Natürlich ließen es sich die Beamten auch nicht nehmen, sich an den Eingängen an der Raststätte, an der man pausierte, aufzustellen und so zu demonstrieren, dass man hier auch ja nichts mitgehen lassen sollte. Irgendeine Aufgabe wollte man sich eben selbst auferlegen, um nicht dumm in der Gegend herumzustehen. Blöd nur, wenn man sich als Bulle am Zielort nicht auskennt und die Reisebusse auf einen zwei Meter breiten Feldweg kurz vorm Stadion schickt, auf dem dann der Busfahrer zusehen soll, wie er den Bus wieder gewendet bekommt. Endlich am Parkplatz angekommen, versagte dann auch noch der Shuttle-Bus zum Stadion, was dann die Stimmung bei den anwesenden Ultras von Centro Storico kippen ließ, da sich bereits abzeichnete, dass man das Stadion nicht rechtzeitig erreichen würde. Mit 15 Minuten Verspätung kam man dann am Stadion an und wenigstens hier ließen die Bullen die Gruppe reumütig ohne größere Kontrollen ins Innere des Stadions. Die Stimmung im Stadion war trotz der jämmerlichen Leistung auf dem Platz gut und konnte durchweg eine hohe Mitmachquote verzeichnen. Das Spiel ging aufgrund eines schweren Fehlers von Donnarumma 1:0 verloren und die Mannschaft wurde entsprechend lautstark in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der überraschende 3:0 Heimsieg gegen Casarano, bei dem wichtige Punkte eingefahren werden konnten, hat in dieser Ausgabe einen eigenen kleinen Bericht erhalten. Beim Auswärtsspiel bei den verhassten Nachbarn aus Cava de’ Tirreni trennte man sich bei einem durchaus ansehnlichen Kick 1:1 Unentschieden. Aktuell befindet sich Salernitana auf Platz drei der Tabelle mit elf Punkten Abstand auf Platz eins, was eine Tendenz in Richtung der Playoffs statt direktem Aufstieg vermuten lässt. Wer sich schon einmal mit dem Relegationssystem in Serie C beschäftigt hat, wird feststellen, dass dieses kompliziert und langwierig ist. Immerhin überspringt man als Drittplatzierter die Vorrunden und steigt direkt ins Achtelfinale ein, wohingegen man als Viertplatzierter schon die Gruppenphase spielen muss. Bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft in den nächsten Wochen und letzten Spielen bis Mitte April präsentiert, um noch Punkte zu sammeln und sich diesen kleinen Vorteil zu verschaffen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">US Salernitana – Casarano Calcio 3:0 (1:0)</span></p>
<p>So viele Jahre fahre ich nun schon regelmäßig nach Salerno und so viele Jahre schwärme ich davon. Kein Wunder also, dass auch in meiner Familie die Ohren größer wurden, wenn ich wieder mal aus Italien zurückkehrte. Den siebzigsten Geburtstag meines Vaters nahm ich dann zum Anlass, ihm ein Spiel in Salerno zu schenken, damit er sich auch mal selbst von den Erlebnissen überzeugen kann.</p>
<p>Der Gegner war erstmal zweitrangig, die Herausforderung ein Spiel zu finden, was entspannt zu erreichen und sich nicht mit einem Spiel von Schalke beißt, da schon größer. Zum Ärgernis unserer Freunde und in diesem Fall zum Glück für uns, finden in der Serie C einige Spiele unter der Woche statt. Also fix die Flüge, Mietwagen und Unterkunft gebucht und dem völlig überwältigten Vadda zum Geburtstag überreicht. Seine Aussage “ich mache alles mit, also verbringe die Tage wie immer” nahm ich mir dabei gerne zu Herzen.</p>
<p>Wir kamen in den Abendstunden in der Altstadt an, erster Anlaufpunkt ist dort natürlich die Sede von Centro Storico. Ich hatte mich nur einzelnen Leuten angekündigt und so wurden die Augen groß, als wir gut gelaunt an der Tür klopften. Noch größer wurden sie, als sie schnallten, wen ich da mitgebracht habe. Familie wird in Italien bekanntlich groß geschrieben und auch dort ist der häufigste Beginn der Fankarriere, dass der Vater den Sohn mit ins Stadion und in die Kurve genommen hat. Ab diesem Zeitpunkt wurde mein alter Herr dann quasi auf einer Sänfte durch Salerno getragen. Die Begeisterung war riesig, die Fratelli fühlten sich geehrt, mein Vater fühlte sich geehrt, nur ich stand etwas verdutzt daneben und wunderte mich über die Szenerie an diesem Abend.</p>
<p>Der Spieltag wurde gemütlich angegangen, das Wetter spielte zwar nicht so richtig mit und es fuhren leider keine Fähren zur Amalfi Küste. Also hieß es für mich, im Auto Serpentinen fressen. Die Orte sind natürlich inzwischen bekannt, aber nicht minder schön zu besuchen. Lange konnten wir allerdings nicht bleiben, schließlich stand noch ein Spiel am Abend an.</p>
<p>Die Zeit vor dem Spiel verbrachten wir bei Nuova Guardia. Auch hier war die Begeisterung groß und wir wurden wie immer herzlich empfangen. Bereits am Abend zuvor war zu vernehmen, dass das Spiel nicht normal angegangen werden würde. Trotz Platz drei in der Tabelle war die Leistung der Mannschaft zuletzt so schwach, dass es ein „weiter so“ nicht mehr geben würde. Die relevanten Gruppen der Curva Sud Siberiano steckten also die Köpfe zusammen und beschlossen, dass vor dem Anpfiff vor der Haupttribüne zunächst gegen die Leistung von Mannschaft und den weiteren Verantwortlichen protestiert werden sollte. Der erste Treffpunkt war dann eine Pizzeria am Meer, von der es dann zu Fuß zum Stadion und vor die Haupttribüne ging. Hier fanden dann alle Gruppen zusammen (lediglich UMS beteiligte sich nicht am Protest) und hinter dem Transparent mit der Aufschrift „Hai promesso tanto hai promesso tutto Iervolino guarda come ci hai ridotto“ (Übersetzt: Du hast viel versprochen, du hast alles versprochen und jetzt guck wie du uns ruiniert hast, Iervolino) formierten sich lautstark die Ultras. Adressiert war es an den Eigentümer Iervolino der wieder mal viel versprach und davon kaum etwas eingehalten hatte.</p>
<p>Während die Gruppen sich dann nach und nach in der Kurve einfanden, suchten wir unsere Plätze auf der Tribüne. Da Vadda nicht mehr so lange stehen kann, war es auch für mich nun die Premiere, die Curva Sud zum ersten Mal von außen auf einem Sitzplatz zu bewundern und was soll ich sagen, ich war unfassbar von der Lautstärke und Intensität der Kurve überrascht. Wie sehr ich die Lieder auch liebe, hätte ich eben diese Kraft in Sachen Lautstärke gar nicht erwartet. Zumindest habe ich sie bisher aus dem Herzen der Kurve heraus nicht so wahrgenommen.</p>
<p>Wir bekamen in den folgenden 90 Minuten also ein Konzert erster Güte geboten und auch die Mannschaft spielte endlich Mal wieder mit und siegte souverän mit 3:0. Ein Highlight für mich waren zwei kleine Jungs, die sich, mit Schwenkfahne bewaffnet, auf der Tribüne zu jedem Lied völlig austobten. Ab und zu der prüfende Blick nach oben, ob bei Mama oder Papa alles okay ist, ansonsten drehten sie in ihrer eigenen kleinen Ultranachwuchswelt komplett frei. Da geht das Herz auf und ich freue mich, dass auch hier Nachwuchs nachkommt. Ansonsten war das Stadion sehr schlecht besucht, nur 6.200 Tifosi fanden sich auf den Tribünen ein. Lediglich der Unterrang in der Kurve war voll besetzt.</p>
<p>Gäste waren nur ca. 25-30 angereist, eine Fanszene war dabei nicht auszumachen.</p>
<p>Während des Spiels wurden noch Geburtstagsglückwünsche an die verstorbene Celeste gesendet und nach dem Spiel der Mannschaft ein Spruchband mit der Aussage „Indegni“ was so viel wie „unwürdig“ heißt, entgegengehalten. Alles in Ordnung zwischen Mannschaft und Kurve ist also noch längst nicht alles. Aber ein erster Schritt ist vielleicht getan. Nach dem Spiel wurden wir dann klassisch in eine „Fressfalle“ gelockt. Wir waren vom Tag eigentlich völlig platt, als sich ein enger Freund von CS meldete, ob wir nach dem Spiel (Anstoß war 20:30) nicht noch gemeinsam EIN Panini essen wollten. Wir hatten zwar schon ausgiebig am frühen Abend gegessen, aber um auch ihm nochmal Hallo zu sagen, willigten wir ein und freuten uns auf ein kurzes Treffen. Tja, als wir um die Ecke der Sede von CS bogen, schnappte die Falle zu. Die Gruppe war noch fast vollzählig da, wir wurden ins Auto verfrachtet und in ein Restaurant gebracht. Widerstand war zwecklos und bei Bier und Gesangsbegleitung wurde uns ein Vier-Gänge-Menü serviert. Ich schaffte mehr oder weniger drei davon, während mein Vater tapfer durchhielt. Auch in diesen Stunden war er völlig geplättet von der unfassbaren Gastfreundschaft. Dass es danach nicht wieder zurück zum Apartment ging, sondern nochmal in eine kleine Bar für einen Nachtisch, wunderte da schon gar nicht mehr und der Limoncello tat gut daran, diese riesige Menge an Essen zu verdauen. Es war mittlerweile Mittwoch 1:30 Uhr und dass es um diese Uhrzeit frisch gebackenes Gebäck gibt, ist da eher bemerkenswert.</p>
<p>Glücklich fielen wir dann wenig später endlich in die Federn und mussten erstmal das Erlebte verdauen. Der Mittwoch fiel dann leider sprichwörtlich ins Wasser. <br />Es regnete in Strömen, aber dennoch konnte etwas Touri-Programm abgespult werden und die Tage fanden bei einem großartigen Essen ihr Ende.</p>
<p>Vielen Dank für die abermals großartige Gastfreundschaft.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Wie angekündigt startet in dieser Ausgabe die Interviewreihe mit der Gruppe Comandos Azules vom Verein Millonarios </em><em>FC aus Bogotá in Kolumbien.</em></p>
<p><em>Es war und ist uns eine große Ehre, dass sich die ansonsten eher verschlossenen Mitglieder die Zeit genommen und </em><em>unsere Fragen beantwortet haben. Das Interview ist sehr ausführlich geworden und wird sich insgesamt über drei </em><em>Ausgaben erstrecken.</em></p>
<p><em>Beim Lesen der Zeilen werden euch nicht nur einmal die teilweise extremen Unterschiede zwischen Deutschland </em><em>und Kolumbien auffallen, nicht nur im Stadion, sondern in allen Bereichen des Lebens. Behält man die verschiedenen </em><em>Lebensrealitäten im Hinterkopf, macht das dieses Interview um so interessanter.</em></p>
<p><em>Viel Spaß beim Lesen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 1</strong></span></p>
<p><strong>Vielen Dank, dass ihr dieses Interview angenommen habt. Zum Einstieg: Kannst du dich und die </strong><strong>Gruppe Comandos Azules bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Mein Name ist Pai, ich bin Ansprechpartner der Gruppe Kilombo Norte, die zu den Comandos Azules gehört. Ich bin 42 Jahre alt und seit 30 Jahren Mitglied der Barra.</p>
<p>Die Comandos Azules sind die repräsentativste Fangruppierung in ganz Kolumbien und ich bin seit 27 Jahren aktives Mitglied dieser Bewegung innerhalb eines engagierten Kernteams.</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass im Jahr 1992 die Gruppe Comandos Azules gegründet wurde? Hat der Name </strong><strong>etwas mit dem argentinischen Actionfilm zu tun, der zwölf Jahre zuvor erschienen ist? Und wie ist </strong><strong>das Logo mit dem Totenkopf und der Nummer 13 entstanden? </strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Die Idee, die du ansprichst, ist nachvollziehbar, aber der Name selbst wurde, zumindest aus unserer Sicht, nicht direkt aufgrund des Films gewählt, auch wenn einige Leute damals diesen Film als Referenz im Kopf hatten. Unter den ersten prägenden Mitgliedern und Wortführern der Bewegung waren damals Beto, Manrique, Morón, Tobi, Rasguños, Corti, Dog y La Bruja. Das waren sozusagen die „alten Hasen“, die Veteranen der ersten Stunde.</p>
<p>Die Totenkopf-Symbolik wurde schon früh übernommen und ist bis heute zentral. Sie steht symbolisch für die Treue zu Millonarios, bis über den Tod hinaus. Auf dem allerersten Mitgliedsausweis stand zum Beispiel der Satz: „Gültig auch nach dem Tod.“ Die Calavera (Totenkopf) war also von Anfang an das Symbol der Bewegung.</p>
<p>Etymologisch steht der Totenkopf für die Ewigkeit des Seins – denn auch nach dem Tod bleibt die Identifikation mit dem Verein bestehen.</p>
<p><strong>Wie war die Situation auf der „Lateral Norte“ (Nordtribüne), als ihr euch entschieden habt, die </strong><strong>Gruppe zu gründen?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Früher, oder besser gesagt, als wir beschlossen haben, uns als Gruppe, als Parche, zu organisieren, war das eher aus dem Bedürfnis der „Barra“ heraus, all die Leute zu identifizieren, die damals dabei waren. Es waren viele, Millonarios war zu der Zeit sehr angesagt. In einer Generalversammlung wurde dann versucht, die Leute aus den verschiedenen Zonen zusammenzubringen.</p>
<p>Es herrschte damals kein besonders angespannter Zustand. Es gab zwar territoriale Streitigkeiten oder Machtkämpfe innerhalb der „Barra“, aber diese Konflikte waren noch nicht so festgefahren oder in Stein gemeißelt. Es gab zwar Gründer und Führungspersönlichkeiten, aber wir teilten nicht unbedingt ihre Denkweise oder wollten uns nicht von ihnen vereinnahmen lassen.</p>
<p>Deshalb verstanden wir uns klar als Gegenpol zu den sogenannten „Ratas“ – also zu jenen Personen, die inner halb der eigenen Fanszene andere Millonarios-Anhänger bestahlen. Es waren weder loyale Fans noch organisierte Profikriminelle, sondern Einzelne, die gezielt Gelegenheiten zum Diebstahl nutzten. Diese Mentalität widersprach unserem Verständnis von Zusammenhalt und gegenseitigem Schutz, weshalb wir sie nicht tolerieren wollten.</p>
<p>Innerhalb der „Barra“ führte das immer wieder zu Spannungen. Nach einem Vorfall auf einer Auswärtsreise, bei dem wir selbst bestohlen wurden, kam es zu einer direkten Konfrontation und wir gingen entschieden dagegen vor. Zwar wurde niemand schwer verletzt, doch es gab Zusammenstöße. Mit einigen Gruppen suchten wir später das Gespräch, mit anderen kam es zur Versöhnung. Insgesamt herrschte eine angespannte Ruhe – doch die Ereignisse legten den Grundstein für spätere Konflikte.</p>
<p><strong>Sprechen wir über die Gegenwart: Wie seid ihr aktuell organisiert? Gibt es ein formelles Mitgliedssystem?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Ein formelles Mitgliedssystem im klassischen Sinne gibt es nicht, aber es existiert eine klare und strukturierte Organisation. Es gibt eine Leitungsebene, die man „diligencia“ nennt. Sie führt den jeweiligen Parche (die Untergruppe). Darunter folgen die „Jefes de Parche“, also die Verantwortlichen für jede Gruppe innerhalb eines Stadtteils oder Viertels.</p>
<p>Wir selbst gehören zum Parche La Kilombo Norte, der die Zone 1 und Usaquén repräsentiert. Unsere Struktur besteht aus einem „Jefe de Parche“ (Chef) und einer Art Vorstand, der sich regelmäßig abstimmt. Wöchentliche Treffen sind üblich. Dort wird über Choreografien, Auswärtsfahrten und kommende Veranstaltungen gesprochen.</p>
<p>Innerhalb der größeren Organisation der Barra gibt es eine Präsidentschaft, also einen Präsidenten, der die Kommunikation mit den anderen Führungspersonen übernimmt. Diese Präsidentschaft legt die Strategien und Richtlinien fest, denen sich alle Parches bei jedem Spiel anschließen.</p>
<p>In Kolumbien ist die Struktur etwas anders als in vielen anderen Ländern: Die Gruppen sind landesweit organisiert und nicht nur auf die Hauptstadt Bogotá beschränkt. Es existieren in zahlreichen Städten eigene Zusammenschlüsse und „Parches“, die jeweils regional verwurzelt sind.</p>
<p>So gibt es in Bucaramanga beispielsweise Gruppen wie La Decadencia de Bucaramanga oder in Cali die Forza Afuera. In Medellín bestehen mehrere kleinere Parches, etwa Familia Azul oder Medellín Azul. Aus unserer Sicht gehören diese Zusammenschlüsse jedoch alle zur gemeinsamen Struktur der Comandos Azules in Medellín, auch wenn sie zahlenmäßig kleiner sind. Entscheidend ist weniger ihre Größe, sondern die gemeinsame Identität und Zugehörigkeit innerhalb der landesweiten Organisation.</p>
<p>Der Unterschied zu anderen Barras in Kolumbien ist, dass sie oft deutlich mehr Sektionen oder Untergruppen haben. In Bogotá gibt es vier gegnerische große Barras, von denen zwei direkt aus der Stadt selbst stammen.</p>
<p><strong>Wie sieht euer Alltag aus? Habt ihr Treffpunkte oder feste Orte in Bogotá oder anderen Städten Kolumbiens? Gibt es bestimmte Tage in der Woche, an denen ihr euch trefft?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Ja, unser Alltag ist nicht unbedingt gewöhnlich. Zumindest für diejenigen von uns, die aktiv in der Barra involviert sind. Die meisten von uns arbeiten nicht im klassischen Sinn in einem Büro oder in einem festen Job, sondern sind in sozialen und politischen Projekten tätig. Wir arbeiten eng mit Institutionen, Stadtverwaltungen und verschiedenen Regierungsstellen zusammen, die uns bei Integrations- und Gemeinschaftsprojekten unterstützen.</p>
<p>Unsere Vision ist es, langfristig Mitglieder unserer Organisation in politische Positionen zu bringen. Etwa als Ratsmitglieder oder Abgeordnete, um gesellschaftlich aktiver Einfluss nehmen zu können.</p>
<p>Wir sind in verschiedenen Stadtteilen präsent und es gibt auch Trainings- und Bildungsangebote, sogenannte „escuelas de formación“. Uns ist bewusst, dass Kolumbien ein fußballverrücktes Land ist. Auch wenn es in anderen Sportarten wie der Formel 1 oder im Radsport ebenfalls große Erfolge gab. Trotzdem meiden viele den Fußball wegen der damit assoziierten Gewalt. Gerade in den 90ern und Anfang der 2000er wurden wir in den Medien sehr negativ dargestellt. Wer ins Stadion ging oder ein Trikot trug, wurde schnell als kriminell abgestempelt.</p>
<p>Ein wesentlicher Teil unserer sozialen Arbeit besteht darin, diesen Stigmata entgegenzuwirken. Wir bauen auf etwas, das wir “cultura futbolera” nennen. Das ist eine Art sozialer und kultureller Leitfaden, den wir in allen Vierteln einsetzen, um unsere Identität als Fans zu stärken.</p>
<p>Dazu gehören zum Beispiel sogenannte „ollas futboleras“ – soziale Kochtreffs –, bei denen gemeinsam gekocht und Essen verteilt wird. Auch kulturelle und soziale Veranstaltungen wie Halloween für Kinder, Weihnachtsaktionen oder Nachbarschaftsfeste gehören dazu. Das ist alles Teil eines kulturellen und politischen Aufbaus, mit dem wir unsere Präsenz im Viertel stärken wollen.</p>
<p>Natürlich gibt es auch die Realität der Gewalt im Fußballumfeld. Wir suchen diese Gewalt nicht, aber wir ignorieren sie auch nicht. Wenn wir auf gegnerische Gruppen treffen, kann es zu Auseinandersetzungen kommen, vor allem, wenn Reviergrenzen verletzt werden.</p>
<p>Von unserem Parche sind die Treffpunkte in Bogotá vor allem zwei zentrale Parks: der Parque Villa del Prado und der Parque del Éxito (auf der 170). Jedes Parche hat in seinen Barrios Parks, die mit Wandmalerungen markiert sind. Ein paar Kreuzungen südlich von unserem Park gibt es zum Beispiel den Treffpunkt einer Gruppe von Nacional Medellin. Ein paar Kreuzungen westlich den Treffpunkt eines Parches von Santa Fe. In unseren Parks halten wir unsere regelmäßigen Versammlungen ab. Diese Parks sind symbolisch für unsere Gruppe, genauso wie andere Gruppen ihre eigenen Treffpunkte haben.</p>
<p>Obwohl es früher häufiger zu Straßenschlägereien kam, ist das heute nicht mehr unser Fokus. Wir versuchen, friedlich präsent zu sein, aber wenn es zu Grenzüberschreitungen kommt, folgt meist eine direkte Reaktion.</p>
<p><strong>Wie ist das Verhältnis zu anderen Barras von Millonarios? Zum Beispiel ist bekannt, dass es im Stadion </strong><strong>irgendwann physische Auseinandersetzungen mit der Barra „Blue Rain“ gab …</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das Verhältnis zu anderen Barras ist kompliziert. Unsere Gruppe war immer Teil der internen Spaltungen innerhalb der Barra, insbesondere von Anfang an mit Konflikten gegenüber den ersten Führungspersönlichkeiten. Seit jeher sind wir Teil des Kerns von Comando Azul und deshalb waren wir auch bei fast allen internen Auseinandersetzungen direkt an vorderster Front beteiligt. Sei es gegen Blue Rain, gegen GR oder andere Gruppen.</p>
<p>Viele dieser Konflikte entstanden, weil wir mit der Art und Weise, wie andere Gruppen geführt wurden, nicht einverstanden waren. Da wir ihre Strukturen nicht unterstützen wollten und anders dachten, kam es zwangsläufig zu Reibungen und handfesten Streitigkeiten. Wir haben dabei immer gezeigt, dass wir eine geschlossene, starke Einheit sind, auch wenn sich das manchmal gegen andere Gruppen derselben Fangemeinde richtete.</p>
<p>Heute ist die Organisation sehr stark. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob sie stärker ist als früher, aber wir sind überzeugt, dass die derzeit 87 Parches, die die Organisation bilden, ein nie dagewesenes Engagement gegenüber der „Calavera“ (dem Totenkopf als Symbol der Gruppe) zeigen. Gleichzeitig besteht die offizielle Führung der Barra nur aus elf Parches, was in manchen Situationen als ausschließend oder nicht vollständig repräsentativ wahrgenommen wird.</p>
<p>Mit einigen Gruppen – zum Beispiel La Vagancia, Comando Terror Sur, La Temible Fundación oder den Gruppen aus Chapinero – verbindet uns ein brüderliches Verhältnis. In möglichen Konfliktsituationen wissen wir genau, auf wen wir uns verlassen können – und auf wen nicht.</p>
<p>Natürlich gab es in der Vergangenheit auch Auseinandersetzungen, teils heftig. Insbesondere vor etwa zehn Jahren war das Konfliktniveau deutlich höher. Heute ist die Lage etwas ruhiger, aber es gibt immer wieder Spannungen und man muss vorsichtig sein, besonders wenn es um Symbole wie das Trikot geht. Man sollte wissen, mit wem man es zu tun hat.</p>
<p><strong>Anders als in Deutschland, wo soziale Netzwerke oft kritisch gesehen werden, nutzt ihr sie sehr </strong><strong>aktiv und habt sogar Accounts mit Hunderttausenden von Followern. Wie wichtig ist für euch die </strong><strong>Kommunikation über diese Kanäle? Habt ihr Regeln, was gepostet werden darf und was nicht?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Soziale Netzwerke sind für uns zwar nicht flächendeckend professionalisiert, aber wir haben durchaus viele Follower, darunter auch Menschen aus dem Ausland. In Kolumbien ist die Zugehörigkeit zu einer Barra in sozialen und beruflichen Kontexten oft negativ behaftet. Viele Familien oder Arbeitgeber sehen das als problematisch.</p>
<p>Deshalb nutzen wir die Netzwerke bewusst, um ein anderes Bild zu zeigen. Wir wollen die positive Seite hervorheben: die „Cultura Futbolera“, unsere sozialen Projekte, unser Engagement im Viertel und auch unsere politische Arbeit. Die offiziellen Medien verbreiten oft ein verzerrtes Bild, weshalb es wichtig ist, unsere Realität sichtbar zu machen.</p>
<p>Wir veröffentlichen Inhalte über Wandmalereien, soziale Aktionen, politische Begleitung und andere kulturelle Aktivitäten in den Stadtteilen. Unser Ziel ist es, ein klares, positives Image aufzubauen. Dabei achten wir darauf, keine sensiblen Informationen oder Gesichter ohne Zustimmung zu zeigen – etwa bei Geburtstagsfeiern oder Tribünenaufnahmen.</p>
<p>In Bezug auf Sicherheit ist Kolumbien noch weniger streng überwacht als Länder wie Deutschland. Dort gibt es bereits biometrische Kameras und klare Identifikation von Fans, hier hingegen ist vieles noch nicht vollständig reguliert. Das bedeutet aber auch, dass man nicht anonym bleibt. Die Behörden kennen viele unserer Mitglieder, weil sie zum Beispiel in Stadtverwaltungen arbeiten und registriert sind.</p>
<p>Wir wissen, dass es nicht mehr möglich ist, sich zu verstecken. Die Institutionen haben Namen, Adressen und Telefonnummern. Deshalb gilt: Wenn wir etwas posten, dann ohne identifizierbare Gesichter, gerade um rechtliche Probleme zu vermeiden. In Deutschland gibt es eine konsequent angewandte Sportgesetzgebung, bei uns in Kolumbien ist das noch nicht so ausgeprägt.</p>
<p>Andersherum, bekommt man hier aber auch zehn Jahre Haft, wenn man mit einem Trikot jemanden verletzt, aber gar nichts, wenn es ohne Trikot passiert. Dieses Ungleichgewicht ist einer der Gründe, warum wir langfristig politisch aktiv sein wollen, um solche Ungerechtigkeiten mitzugestalten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Köln:</strong> Auf dem Weg zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart wurde ein Großteil der aktiven Fanszene auf einer Raststätte von der Polizei gestoppt und eingekesselt. Die Staatsmacht riegelte den Rasthof ab, durchsuchte die Busse und untersagte den Kölnern anschließend die Weiterfahrt. Begründet wurde dies mit einem möglichen Aufeinandertreffen mit Anhängern aus Mönchengladbach. Ihnen wurde dadurch ein Betretungsverbot für Stuttgart ausgesprochen. Als ,,Alternative’’ besuchte die aktive Szene stattdessen das U21-Spiel des 1. FC Köln.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Auch bei der Partie zwischen dem VfL Bochum und dem SC Paderborn blieb der Gästeblock leer, weil die aktive Szene aus Paderborn von der Polizei bereits vor dem Anpfiff an der Anreise gehindert wurde. Die Paderborner hatten ihren ursprünglichen Reiseplan geändert und tauchten in Bochum-Gerthe auf, von wo aus sie zum Stadion laufen wollten. Aufgrund einer polizeilichen Gefahrenprognose, die von einer möglichen Auseinandersetzung mit Anhängern aus Bochum ausging, stoppten die Bullen die Gruppe und schickten sie zurück. Auch hier wurde ein ,,alternatives’’ Programm gewählt und so besuchte die Szene das Heimspiel der U23.</p>
<p><strong>Frankreich:</strong> Die aktive Szene von Olympique Marseille protestiert derzeit gegen deren Vereinsführung. Beim Heimspiel gegen Racing Straßburg machten die Anhänger ihrem Frust über die sportliche Krise und die Klubführung mit einem koordinierten Protest Luft. Teile der Kurven blieben zunächst leer, der Einlass wurde bewusst verzögert und das Team schon beim Aufwärmen ausgepfiffen. Die Szene aus Marseille betrat erst zur 15. Spielminute das Stadion. Zahlreiche Banner richteten sich direkt gegen den Besitzer Frank McCourt und die Vereinsführung. Hintergrund der Proteste sind die anhaltende Erfolglosigkeit sowie der kürzliche Trainerwechsel nach dem Aus von Roberto De Zerbi. Als Marseille auch dieses Spiel nach Führung verlor, versuchten die Anhänger in den Innenraum vorzudringen, um Verantwortliche zur Rede zu stellen. Der Protest verdeutlichte die tiefe Entfremdung zwischen Fans und Vereinsführung.</p></div>
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		<title>Ausgabe 10: Dresden</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-10-dresden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 11:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Inhaltsverzeichnis</p></div>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_26 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_27 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_29 et_pb_bg_layout_light" href="#tellerrand">4. Blick über den Tellerrand</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_30 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">mittlerweile sind wir bereits seit vier Spielen ohne Sieg. Glücklicherweise konnte unsere Konkurrenz diese Misere bisher nicht ausnutzen, sodass wir weiterhin von Platz eins der Tabelle grüßen können. Auf das Versagen unserer Gegner wollen und können wir uns aber nicht verlassen und daher müssen wir so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückkehren. Die heutige Partie scheint auf dem Papier eine simple Geschichte zu werden. Steht uns mit Dresden doch ein Abstiegskandidat gegenüber? Dynamo konnte allerdings aus den letzten drei Partien sieben von neun Punkten holen und reist somit mit breiter Brust ans Berger Feld.</span><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Damit diese schwere Aufgabe am heutigen Samstagmittag erfolgreich absolviert werden kann, sind wir umso mehr gefragt. Die Auftritte in den letzten Begegnungen lassen mehr als zu wünschen übrig. Das war gar nichts, Nordkurve Gelsenkirchen! Anscheinend hat man als Schalker ein Gedächtnis wie ein Sieb. Anders ist es nicht zu erklären, dass man nach den vorherigen zwei Katastrophen-Saisons schon wieder so verwöhnt ist, und man sein Maul nur aufbekommt, wenn die Mannen auf dem Feld in Führung liegen. Ausführlicher betrachten wir diese Problematik im Gedankenaustausch. Passend zum Namen der Rubrik sollte sich jeder Königsblaue Gedanken zu dem Thema und dem eigenen Verhalten machen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genug gemeckert, ein jeder und jede hat gleich die Chance, es wieder besser zu machen und diese Stadt und ihren Verein würdig zu vertreten!</span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e. V. – 1.FC Kaiserslautern GmbH &amp; Co. KGaA  2:2 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das erste Heimspiel im Jahre 2026 hielt mit den roten Teufeln vom Betzenberg einen Leckerbissen bereit. Nachdem wir in Berlin aus den bekannten Gründen nicht supporten konnten, stand der erste richtige Auftritt im neuen Jahr an. Dementsprechend groß war die Vorfreude. Für den passenden Rahmen sollte einmal mehr eine Choreo in der Nordkurve sorgen. Vor einem Karomuster aus blau-weißen Fahnen wurde ein großer „Schalke“-Schriftzug gezogen. Das Besondere hierbei: Die gezeigte Blockfahne wurde bereits vor dem Choreoverbot in der Arena angefertigt. Auch wenn die Jahre ein wenig an der Farbe genagt haben, gab es am Gesamtbild nichts auszusetzen. Nachdem die Fahnen heruntergenommen wurden, zeigte sich die Nordkurve in einheitlichen Wintermützen, die zuvor von uns verteilt worden waren. Alles in allem ein wirklich gutes Intro.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei diesem Highlight sollte es aber erst einmal bleiben. Scheinbar ist dem einen oder anderen Schalker der Erfolg aus der Hinrunde dermaßen zu Kopf gestiegen, dass man es nicht für nötig hält, bei durchwachsenen Spielen den Mund aufzukriegen. Anders ist der bodenlose Auftritt unserer Kurve kaum zu erklären. In fast keiner Phase der ersten Halbzeit konnten wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden. Auch auf dem Platz wurde, wie erwähnt, eher Schonkost angeboten und so ist die Geschichte der ersten Hälfte auch schon erzählt. Ein Spruchband unsererseits griff derweil noch einmal das Thema Polizeigewalt auf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer Hoffnung auf einen besseren zweiten Durchgang hatte, wurde zunächst enttäuscht. Sowohl sportlich als auch auf den Rängen ging es für Blau-Weiß ernüchternd weiter. Nach gut einer Stunde tat die Lauterer Führung ihr Übriges. Das 0:2 in der 84. Minute war dann schon ein gefühlter Gnadenstoß. Glücklicherweise hatte der eingewechselte Neuzugang Džeko aber andere Pläne und zeigte kurzerhand, warum er jahrelang im europäischen Topfußball für Furore sorgte. Der Anschlusstreffer weckte auch den Schalker Anhang noch einmal auf. Mit einer kämpferischen Leistung schaffte es unsere Mannschaft, das Ruder herumzureißen und doch noch einen Punkt aus diesem verloren geglaubten Spiel mitzunehmen. Der Torjubel zum 2:2 bleibt neben der Choreo aber als einziges positives Ausrufezeichen hängen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Auftritte negative Ausrutscher bleiben. In den nächsten Spielen muss hier definitiv ein anderes Gesicht gezeigt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der ausverkaufte Gästeblock konnte sich an diesem Tag auf jeden Fall sehen lassen. Neben einer starken Zaunbeflaggung, inklusive der großen „1. FC Kaiserslautern – unzerstörbar“-Fahne im Oberrang, stach vor allem die massive Anzahl an Schwenkern im Steher ins Auge. Schalparaden und Klatscheinlagen konnten sich ebenfalls sehen lassen. Auch akustisch lieferte der Anhang aus Lautern einen runden Auftritt ab, wenngleich gemessen an unserem Katastrophentag hier und da etwas mehr hätte ankommen können. Mit einem Spruchband und einer Fahne forderte die Fanszene die Abschaffung von Print@Home Tickets. Insgesamt darf man Kaiserslautern einen sehr runden Tag attestieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unterstützt wurden wir von Freunden aus Enschede! Danke Jungs! </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><b>VfL Bochum 1848 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:0 (2:0)</b></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Während Bochum das Aufeinandertreffen mit uns gerne als Derby bezeichnet, besitzt dieses Spiel für uns eigentlich keine besondere Bedeutung. Auch die Bochumer Fanszene war für uns über Jahre hinweg kaum von Interesse und unser Fokus lag ehrlicherweise eher woanders. Umgekehrt scheint man dort jedoch eine deutlich tiefere Abneigung uns gegenüber zu haben. Nachdem man eigentlich hätte annehmen können, dass die Gegenseite aber aus den Ereignissen der vergangenen Jahre gelernt hat, fiel sie in den Wochen und Monaten vor dem Spiel einmal mehr durch eine übermäßig große Klappe auf. So machte sich bereits am Vorabend ein Teil der Schalker Fanszene auf den Weg nach Bochum, um sich persönlich von den Worten zu überzeugen. Auf der Gegenseite fand die Idee scheinbar nicht auf große Zustimmung, so dass es für den Haufen ereignislos wieder auf den Heimweg ging.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am nächsten Morgen traf sich unser Spieltagshaufen nahe der Bochumer Stadtgrenze, um von dort aus möglichst unbegleitet Richtung Ruhrstadion zu fahren. Natürlich waren die Gesetzeshüter relativ fix an unserem Treffpunkt angelangt, jedoch lief das Ganze entspannt ab. Zwar machten die Bullen die U-Bahn kurzerhand zu einer Direktfahrt Richtung Hauptbahnhof, so dass wir nicht wie geplant vorher aussteigen konnten. Trotz des relativ großzügigen Umwegs, über den die Cops uns führten und die leichten Verzögerungen aufgrund von Personalienkontrollen, erreichten wir das Stadion dennoch einigermaßen zeitig und hatten die Möglichkeit, uns im Block zu positionieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dafür wichen wir, wie auch im Jahr zuvor, auf den Hintertor-Sitzbereich aus. Hier hatten wir die Möglichkeit, uns mit den Gruppen breiter aufzustellen und den dennoch bescheidenen Block möglichst optimal nutzen zu können. Alles besser als der eigentliche Stehbereich im Ruhrstadion.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der heutige Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen reihte sich im folgenden leider in die der letzten Partien ein. Bereits vor der Winterpause bemerkten wir eine Lethargie, eine Antriebslosigkeit und fehlenden Willen innerhalb der Kurve. Dies ließ sich leider sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen erkennen. Selbstverständlich darf es nie der Fall sein, dass so etwas eintritt. Schon gar nicht in Spielen mit einer gewissen Brisanz sowie als Tabellenerster und derzeitiger Aufstiegskandidat. Zwar muss man sagen, dass das Ganze in der zweiten Halbzeit einen Ticken besser geworden war und man den ein oder anderen lauteren Moment erwischte, in Anbetracht der Gesamtsituation und auch unter Berücksichtigung des Gegentreffers in der ersten Minute, war das jedoch nicht zufriedenstellend. Lediglich die Schalparaden zu “Stadt der 1000 Feuer” und “E-jo FC Schalke” sahen sehr gut aus. Auch nach dem Anschlusstreffer, der vorher zu Unrecht abgepfiffen wurde und auch nach dem Tor, das später der VAR zurücknahm, konnten wir uns, leider nur kurzzeitig, aber dennoch immer wieder motivieren. Hier müssen wir den eigenen Ansprüchen in puncto Stimmung und Ausrastfaktor wieder gerechter werden und diese Momente mehr für uns selbst nutzen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Laufe der ersten Halbzeit zeigten wir einige Utensilien der Bochumer, die uns in der Vergangenheit in die Hände gefallen sind. Sicherlich ein paar ärgerliche Exemplare für die Gegenseite, die da am Zaun hingen…</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem richteten wir per bereits aus Dublin bekannten, zweigeteiltem Spruchband, Worte der Unterstützung an unsere Jungs mit Betretungsverbot:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Wer euch brechen will, wird daran zerbrechen!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Gegen alle Betretungsverbote!“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Bochumer zeigten zum Intro eine Choreo aus blauen Pappen und weißen Fahnen, die ein „VfL“ in die Kurve zeichneten, sowie den Spruch „Perle im Revier“ am unteren Ende des Blocks. Eine simple Aktion, die immerhin funktionierte. Auf der rechten Seite wurden die Pappen jedoch sehr früh heruntergenommen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Insgesamt war der Auftritt der Ostkurve lautstärke- und mitmachtechnisch relativ passabel. Hin und wieder waren die Bochumer laut, teilweise ist das Stadion mit in die Gesänge eingestiegen. Insgesamt war das Ganze sehr spielbezogen, aber auch nichts Weltbewegendes. Für das Nichterscheinen am Vorabend dann aber ganz schön viel Gepöbel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Generell kann das Liedgut in BO als grausam betitelt werden. Vor allem das „So geh’n die Bochumer…“ am Ende löste massiven Fremdscham aus. Das Lied auf &#8222;Katherine&#8220; hingegen stach positiv heraus und hat beim Publikum gut gezogen. Im Gegensatz zum letzten Spiel war der Tifo höher und breiter verteilt. Zu Gast bei UB waren Ultras aus Bologna, bei RSK stand Münster in den Reihen. Darüber hinaus zeigte RSK ein Spruchband für die tödlich verunglückten Fans von PAOK.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem zeigte die Ostkurve während des Spiels mehrmals ein Banner mit der Forderung „für immer Ruhrstadion“. Neben besagtem Banner hingen vor und neben der Kurve noch zwei weitere Zaunfahnen mit „Ruhrstadion“. Hier hätten wahrscheinlich noch weitere am Dach, auf der Haupttribüne und an der Imbissbude gefehlt, damit es wirklich jeder sieht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielen Dank an unsere Freunde aus Nürnberg und Enschede, die uns heute wieder einmal unterstützt haben!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Spiel</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie bereits vor dem Spiel erwartete uns auch nach dem Spiel eine übertriebene Polizeipräsenz mit Beteiligung aller möglichen Einheiten. Diese führten uns zurück zum Hauptbahnhof, so dass wir in die U-Bahn steigen und Richtung Heimat aufbrechen konnten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Sonstiges</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige Tage vor dem Spiel veröffentlichte die aktive Fanszene des VfL Bochum einen Flyer, in dem auf ein Sondertrikot aufmerksam gemacht wurde. Dieses sollte laut Vereinsmeldung erstmals zum Spiel gegen uns getragen werden. Darin kritisiert die aktive Fanszene, wie bereits in der Vergangenheit, die Farbwahl des Trikots, welches sich nicht auf die Vereinsfarben beschränkt beziehungsweise diese beinhaltet.</span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gegnervorstellung</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der VfL Bochum wurde 1938 durch Zusammenschluss des Turnvereins Bochum 48, Germania 06 und des TuS Bochum gegründet. Als offizielles Gründungsdatum wird sich dennoch auf das 90 Jahre frühere Jahr 1848 berufen. Seine Heimspiele trägt der Verein im Ruhrstadion mit Platz für 26.000 Fans aus, wobei die Namensrechte des Stadions seit der Saison 2006/07 an Sponsoren vergeben sind. Nennenswerte sportliche Erfolge hat der VfL bis heute nicht verzeichnet.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Rechtsform:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Stammverein ist der Verein für Leibesübungen Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V. und zählt knapp 33.000 Mitglieder. Die Fußballabteilung des VfL wurde jedoch im Jahr 2017 hin zur VfL Bochum 1848 GmbH &amp; Co. KGaA ausgegliedert. Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang die enorme Mehrheit von über 80% der Stimmen. Ein lange anhaltender Boykott der aktiven Fanszene war damals die Folge.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Fanszene:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Bochumer Fanszene hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten einige Veränderungen durchgemacht. Fester Bestandteil der Ostkurve ist seit 1999 die zentrale Gruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">Ultras Bochum</span></i><span style="font-weight: 400;">, welche sich nach außen hin politisch links positioniert. Daneben ist insbesondere das relativ junge </span><i><span style="font-weight: 400;">Ruhrstadtkollektiv </span></i><span style="font-weight: 400;">zu nennen, das direkter Nachfolger der Gruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">Melting Pott</span></i><span style="font-weight: 400;"> ist, welche mit der Ausgliederung des Vereins ihre Aktivitäten im Stadion 2017 einstellte. Zuvor gab es noch die Gruppe </span><i><span style="font-weight: 400;">Whatever it takes Ultras</span></i><span style="font-weight: 400;"> welche als Vorgängergruppe von </span><i><span style="font-weight: 400;">Melting Pott</span></i><span style="font-weight: 400;"> gesehen werden kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor dem Gastspiel des FC Schalke in Bochum vergangene Woche stellte der VfL ein in schwarz gehaltenes Sondertrikot vor, angelehnt an die Bergbau- und Stahlindustrie-Historie der Stadt. Ein gemeinsamer Protest der aktiven Fanszene allerdings sorgte dafür, dass die Mannschaft letztlich doch in Blau zum selbsternannten &#8222;Derby&#8220; auflief.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Freundschaften:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Freundschaften bestehen zum FC Bayern München, SC Preußen Münster und zum FC Bologna.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Feinde:</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Weniger freundschaftlich gegenüber steht man insbesondere den Ruhrpottvereinen aus Dortmund, Wattenscheid und dem FC Schalke. Außerdem kann in dieser Auflistung noch Arminia Bielefeld genannt werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_27">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Freitagsausflug nach Darmstadt hatte die Nordkurve eine optische Aktion im Gepäck. Ein Nordkurve-Spruchband wurde zwischen Steh- und Sitzplatz hochgehalten. Anschließend leuchtete es kurz in beiden Bereichen. Schönes Intro &#8211; gebracht hat es leider nichts, das sportliche Geschehen auf dem Platz ging mit 0:2 verloren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Heimspiel gegen Preußen Münster konnte die Nordkurve mit einigen Fackeln über das Spiel verteilt auf sich aufmerksam machen. Spruchbänder gegen die zur Zeit wieder vermehrt aufkommenden und unverhältnismäßigen Einsätze der Bullen waren ebenfalls zu sehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Nürnberger Elf auf dem Rasen kam nicht über ein 1:1 hinaus, obwohl man für einige Minuten in Führung ging. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tabellarisch ist man vor Beginn des jetzigen Spieltages in der goldenen Mitte auf Platz neun. Heute besteht in Paderborn aber die Chance, dies zu ändern. Wir drücken natürlich nicht nur aus egoistischen Gründen die Daumen. Nächste Woche kommt der KSC ins Achteck, eine Partie, die zumindest auf den Rängen viel verspricht. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der FCT bleibt in 2026 ungeschlagen. Allerdings konnten die Tukkers in den letzten beiden Partien nur ein Unentschieden holen. Im Heimspiel gegen Excelsior blieb es torlos und beim NAC Breda trennte man sich 2:2. Somit steht Twente aktuell auf Tabellenplatz sieben. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als nächstes spielen die Roten bei AZ Alkmaar ums Halbfinale im KNVB Beker. In der Liga geht es mit dem Heimspiel gegen Heerenveen weiter.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der mazedonische Fußball befindet sich weiterhin in der Winterpause. Nächste Woche geht es dafür dann direkt doppelt weiter. Unter der Woche wird der aufgrund von Wahlen abgesagte Spieltag, der ursprünglich im November gewesen wäre, nachgeholt. Anschließend folgt dann am Wochenende der reguläre Liga-Auftakt ins neue Jahr.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie schon beim Hinspiel hat die Fanszene der Granata das Spiel gegen die Zweite von Atalanta nicht besucht. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Spiele werden als charakterlos empfunden, da es keine gegnerische Stadtgeschichte, keine lokale Rivalität und oft auch keine gegnerischen Fans gibt, mit denen man sich messen kann. Für die Ultras von Salerno ist die Einführung von U23-Teams ein Projekt der „großen“ Vereine (aus der Serie A), um ihre Talente unter Wettbewerbsbedingungen zu parken, ohne diese an kleinere Vereine verleihen zu müssen. Viele Fans empfinden es als unfair, dass Zweitmannschaften Plätze in der Liga besetzen, die sonst an historische Vereine aus kleineren Städten gehen würden. Mit ihrem Boykott drücken die Ultras ihre klare Ablehnung gegen den modernen Fußball aus. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Spiel, das gemeinsam vorm TV verfolgt wurde, konnte 0:1 für Granata entschieden werden und auch beim darauffolgenden Auswärtsspiel gegen Sorrento konnten die drei Punkte mit nach Hause genommen werden. Beim Heimspiel gegen Giugliano trennte man sich unentschieden, sodass die Salernitana mit aktuell 46 Punkten Tabellendritter ist.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">US Salernitana &#8211; Giugliano Calcio 1:1 (1:0)</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nachdem ich am großen Besuch Anfang Januar aufgrund von Unistress und Co. nicht teilnehmen konnte, aber definitiv den Fratelli zeitnah nochmal einen Besuch abstatten wollte, kristallisierte sich das Spiel nach unserem Auswärtskick in Bochum schnell heraus. Also nach dem Gruselkick im kalten Bochum schnell ins Auto und auf in Richtung Aeroporto. Der Tag ging allerdings weiter wie er begonnen hatte und mit 45 Minuten Stau im Gepäck kamen mein Mitstreiter und ich am Gate an. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Maschine Richtung ewige Stadt war sehr gut im Zeitplan und wir erreichten Fiumicino 25 Minuten früher als geplant. Die gebuchte Bahn erreichten wir dank eines unfähigen Schaffners allerdings trotzdem nicht, inklusive anschließendem Wortgefecht zwischen den beteiligten Protagonisten. Naja, machste nichts und der Tag hatte ja noch ein versöhnliches Ende mit diversen Bieren unweit des Tibers in Trastevere. Wer mal in Rom ist, sollte es sich nicht nehmen lassen, abends die engen Gassen zu besuchen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am nächsten Morgen ging es dann nach einem kurzen Spaziergang am Forum Romanum vorbei Richtung Termini und mit dem Italo Richtung Amalfi Küste. Bei 300 km/h und einigen Bieren verging die Zeit wie von selbst und so erreichten wir in der Mittagssonne bei 18 Grad Salerno. Den Nachmittag verbrachten wir an der Bar Sanata Teresa mit einem weiteren Mitglied unserer Gruppe, ehe es nach einer kurzen Stärkung Richtung Räumlichkeiten von NG ging. Dort angekommen ging es nach allen Begrüßungen aber schnell weiter Richtung Stadion, da die Curva Sud nochmals Spenden für den kleinen Samuele Marcelli sammeln wollte, der traurigerweise im vergangenen November mit nur neun Jahren an einer seltenen Krankheit verstarb. Ihm zu Ehren wurde auch eine Schwenkfahne angefertigt. Vor dem Stadion angekommen wurden wir allerdings entführt und verbrachten die nächsten zwei Stunden noch in einer nahegelegenen Pizzeria mit diversen Salerno-Anhängern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei guten Gesprächen und viel Stickertauscherei verging die Zeit aber wie im Flug und wir enterten die Curva Sud circa 30 Minuten vor Anpfiff. Schnell noch positioniert und dann legte die Curva Sud auch schon direkt los. Die Mannschaft bedankte sich bei der Kurve für den guten Auftritt mit der 1:0-Führung nach einer Viertelstunde. Die Stimmung der ersten Halbzeit war im Anschluss ausgelassen. Leider verpassten es die Granatroten, noch einen Treffer nachzulegen, was sich natürlich in der zweiten Halbzeit rächen sollte. Der Ausgleich war schon ein Schock, aber es wurde alles in die Lieder gehauen, um doch noch die drei Punkte gegen den Tabellenletzten mitzunehmen. Von Erfolg gekrönt war das Ganze leider nicht, die Curva Sud war dementsprechend bedient und schickte die Mannschaft direkt in die Kabine. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Spiel ging es noch eine Stunde zu Centro Storico in den Club und nach dem Abschlussbierchen ging es geschafft ins Bett. So hieß es am nächsten Morgen Ciao und die Rückreise stand auf dem Plan. Die Zeit verging leider wie immer viel zu schnell, aber der nächste Besuch kommt bestimmt!</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_29  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-scaled.jpg" alt="" title="04_Gedankenaustausch" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/10/04_Gedankenaustausch-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-11899" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Im Stimmungstief oder die Last des Führenden?</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Lethargie, Antriebslosigkeit, fehlender Wille. Das sind die Worte, mit denen der Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen in Bochum ein paar Seiten zuvor beschrieben wird. Worte, die ziemlich genau das beschreiben, was ich sehe, wenn ich mich während der Spiele in die eigene Kurve umdrehe und in die Gesichter vieler Schalker schaue. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Unten auf dem Rasen spielt eine junge, motivierte Truppe, bei der man wirklich spürt, dass sie alles versucht, um jedes einzelne Spiel zu gewinnen. Man spürt, dass Trainer, Staff und Mannschaft eine Einheit sind, dass kontinuierlich gearbeitet wird und dass unsere Vereinsführung inklusive des sportlichen Managements Ideen und daraus resultierende Ziele nachhaltig verfolgt. Wir sind derzeitiger Tabellenführer, Aufstiegskandidat und haben eine Ausgangslage, die wahrscheinlich so gut ist wie selten zuvor. Eigentlich stehen alle Zeichen auf Grün und es gibt wenig, das gegen eine laute, emotionale und eskalierende Kurve sprechen dürfte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch genau das scheint derzeit das Problem der gesamten Schalker Anhängerschaft, sowohl bei unseren Heimspielen als auch bei diversen Auswärtsspielen, zu sein. Mit steigender Erwartung aufgrund einer guten Tabellenplatzierung und dem damit automatisch verbundenen möglichen Aufstieg, steigen die Ansprüche an die sportlichen Geschehnisse auf dem Platz sowie damit einhergehend die Nervosität während der 90 Minuten. Führen wir, ist jeder angespannt, dass wir den Ausgleich kassieren, liegen wir zurück, ist jeder angespannt, dass wir den Ausgleich nicht mehr schaffen. Bedeutet: Keiner bekommt den Mund auf, was dazu führt, dass wir die Geschehnisse auf dem Platz nicht zu unseren Gunsten beeinflussen können. Immer wieder hören wir es von den Spielern: „Die Stimmung hat uns maximal gepusht“, „wir konnten über die Grenzen hinausgehen“, „Heimspielatmosphäre“. Aber genau für diese Dinge ist jeder einzelne von uns in der Kurve selbst verantwortlich. Jeder ist verantwortlich, eine Atmosphäre zu erzeugen, die gar nichts anderes zulassen kann, als einen Sieg für Schalke 04, und die am Ende der Saison vielleicht sogar den Aufstieg realisiert. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf dem Platz kann vieles passieren, es gibt viele Eventualitäten, viele Zahnräder müssen ineinander greifen und auch ein Quäntchen Glück gehört dazu. Es gibt viele Akteure, bei denen jeder einzelne seine Aufgabe erledigen muss, um am Ende gemeinsam erfolgreich zu sein. Einer dieser Akteure, am Rande des Platzes, sind wir. Die Nordkurve Gelsenkirchen mit ihrer gesamten Anhängerschaft, egal wo in Deutschland. Wir gemeinsam müssen die Aufgabe erfüllen, alles Mögliche dafür zu tun, dass die Spieler auf dem Platz alles geben können. Wir sind, möglicherweise, am Ende der Saison das Zünglein an der Waage. Nur wir haben die Möglichkeit, die Stimmung von den Rängen auf den Rasen überschwappen zu lassen. Und das Mittel, um genau diese Atmosphäre und diese Emotionen auf den Platz zu übertragen, ist unsere Stimme. Es sind unsere Fahnen, unser Klatschen und unsere Lieder.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und der Fahrplan dafür ist klar: Lassen wir uns nicht durch die an die eigene Erwartungshaltung gekoppelte Anspannung beeinflussen und halb-schweigend einem Tor entgegenzittern sondern im Kollektiv jedes einzelne Lied mit den gleichen Emotionen vortragen, als wäre es DAS entscheidende Lied am letzten Spieltag um den Aufstieg. Schließt die Augen, ballt die Fäuste, schreit unseren FC Schalke 04 nach vorne, lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass von Anfang an klar ist, wer hier das Spiel gewinnt. Denn erst, wenn wir unseren eigenen Soll erfüllt haben und mit Stolz behaupten können, heute alles Mögliche gegeben zu haben, erst dann kann jeder von uns zufrieden sein. Wir haben das Zepter selbst in der Hand, wir müssen es nur nutzen.</span></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Max</span></i></p></div>
			</div><div id="tellerrand" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_29">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-scaled.jpg" alt="" title="09_Blick_über_de_Tellerrand" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2024/04/09_Blick_ueber_de_Tellerrand-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-14627" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Mit der heutigen Ausgabe startet eine kleine Kolumbien-Reihe im Blauen Brief. Wir konnten die Gruppe Comandos Azules vom Millonarios FC für ein Interview gewinnen, welches wohl in Deutschland bisher seinesgleichen sucht, denn aus Kolumbien ist noch nicht viel in unsere Gefilde gelangt. Bevor wir aber mit diesem starten, möchten wir euch zur Einstimmung zwei Spielberichte von den Derbys der Millonarios liefern, die einen ersten Eindruck liefern, was in Kolumbien so los ist.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Die Spielberichte sind bereits im sehr empfehlenswerten Hopping-Heft ¡A la cancha!, aus Schalker Feder, erschienen. Wer es bisher noch nicht gelesen hat, sollte spätestens bei der nächsten Ausgabe am Infostand zuschlagen.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Kolumbien-Reihe</span></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;"></span></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Independiente Santa Fe &#8211; Millonarios FC 3:2, Estadio El Campín, 22.03.2025 </span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Da mein Mitreisender und unser Gastgeber am Vorabend lange die Stadt unsicher gemacht hatten, fuhr ich erstmal per Uber in die Stadt und frühstückte etwas. Praktischerweise ist Koma, ein ehemaliger S04-Allesfahrer, vor einigen Jahren nach Bogotá ausgewandert und hat dort sehr guten Kontakt zu den Barras von Millonarios FC. So konnte nicht nur die Übernachtungsmöglichkeit in Bogotá und die Tickets für beide Clásicos (das Heimspiel von Millonarios vom 17. Spieltag wurde wegen eines Konzerts im Stadion praktischerweise vorverlegt) entspannt eingetütet werden – danke dafür! – sondern auch wirklich in die dortige Fankultur hereingeschnuppert werden, doch dazu später mehr.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erstmal wurde ich nach deren Erwachen eingesammelt und für die Jungs gab es ein kolumbianisches (Kater-)frühstück und für mich eine Suppe als zweites Frühstück. Nach dem Erledigen von Standardkram wie Geld wechseln und Klamotten wegbringen ging es erstmal ins Barrio der La Banda Kilombo Norte, einer Untergruppe der Comandos Azules, einer der großen Barra Bravas von Millonarios FC. Dort stieß nach zwei Bieren in einem Kiosk das erste Mitglied der LBKN zu unserer illustren Reisegruppe.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir gingen uns noch kurz umziehen, da zum Beispiel Gürtel in der Kurve nicht erlaubt sind. Da ich stolz berichten kann, dass ich seit der letzten Ausgabe einige Kilo verloren habe, ging das mit meiner Hose so gar nicht auf, weswegen Koma mir mit einem Schnürsenkel aushalf, der fortan meine Hose an Ort und Stelle hielt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Gut vorbereitet konnte es somit losgehen zum Treffpunkt am Stadion, wo ein „Korridor“ für die Gäste geschaffen wurde, über den zeitlich und örtlich die Anreise zu erfolgen hat. Dass es überhaupt Karten für die Gäste gab, war tatsächlich keine Selbstverständlichkeit. Denn während bei Gastspielen von Santa Fe wohl immer Tickets für die Gäste ausgegeben wurden, war das bei Millonarios sehr häufig nicht so.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Treffpunkt wurden wir von zahlreichen Mitgliedern der LBKN und allgemein von Comandos Azules begrüßt und ein ums andere Mal war unsere Hautfarbe Thema und wir das Ziel einiger kritischer Blicke. Meistens im Spaß, aber einige finden Ausländer in ihren Reihen verständlicherweise nicht sonderlich cool. Unser Besuch war allerdings mit der Führung des Comandos Azules abgesprochen.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fabian und ich schlugen bei einem lokalen Händler zu und gönnten uns alte Trikots von Millonarios für umgerechnet knappe 15 Euro. Damit waren wir schonmal etwas angepasster unterwegs, auch wenn wir an der Hautfarbe so schnell nichts ändern konnten.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eingestimmt wurde sich bei Essen und zahlreichen Bieren von den fliegenden Händlern, wobei ich mit einem Fleisch- und Wurstspieß mit einer ganzen Kartoffel oben dran und einem Bällchen aus Maisteig gefüllt mit Gemüse und Ei sehr happy war.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Vor Ort wurden schon viele Stunden vorm Einlass die Schwenkfahnen auf die Stöcke gezogen und reichlich geschwenkt, wobei sich hin und wieder auch warmgesungen wurde. Ein koordiniertes Einsingen gab es jedoch nicht.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Atmosphäre war sehr entspannt, wobei ich sie für ein Derby als etwas zu chillig empfunden habe. So eine gesunde Anspannung hatte ich erwartet, ich kann mich aber auch in der Wahrnehmung getäuscht haben. Der Hass zwischen beiden Fanlagern ist wohl nicht zu unterschätzen, da er vor allem auch mit (Waffen-)Gewalt Ausdruck findet.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glimpflich ging es heute für drei verirrte Jungs von Santa Fe aus, die mit ihren knallroten Trikots die Straße am Treffpunkt entlangliefen. Sie wurden nur beleidigt und mit allerlei Dingen beworfen, die gerade gut in der Hand lagen. „Selbst schuld“, dachte sich wohl auch die anwesende Polizei, die sich das Spektakel anschaute und dabei herzhaft lachte.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das gesamte Material an Zaun- und Blockfahnen war schon frühzeitig ins Stadion gebracht worden und auch die andere große Gruppe – Blue Rain – war zwischenzeitlich mit ihrem Material vorbeigelaufen. Die beiden Gruppen haben eine lange Historie, in der man sich so gar nicht verstanden hat und es auch mehrere Verletzte gab. Die Hintergründe waren vielfältig: Vormachtstellung in der Kurve, das Recht Klamotten zu verkaufen und diverse sonstige Machenschaften. Aktuell steht man wieder in der Nord quasi nebeneinander, allerdings in unterschiedlichen Blöcken auf unterschiedlichen Rängen und mit unterschiedlichen Eingängen sowie Treffpunkten. Das ist eher als Waffenstillstand zu betrachten und gut verstehen tut man sich weiterhin nicht. Supportet wird auch nicht dauerhaft einheitlich, sondern meistens jeder für sich, wobei Comandos Azules den größeren Haufen stellt.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine ähnliche Spaltung in zwei Lager gab es auch mal bei Comandos Azules, die ebenfalls mit Waffengewalt ausgetragen wurde und einige Tote zur Folge hatte. Mittlerweile ist das aber komplett Vergangenheit und Personen von beiden Seiten stehen wieder gemeinsam im Block und sind teilweise sogar in der gleichen Untergruppe organisiert.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir dann im Stadion waren, erreichte uns noch die Nachricht, dass Santa Fe den Mannschaftsbus von Millonarios angegriffen hat, wofür auch hier schon Spiele abgesagt wurden. Ohne weitere Details erfahren zu haben, war ich dennoch sehr froh, dass das Spiel dann nachher pünktlich angepfiffen wurde.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Wir standen recht weit oben in der Kurve, am Standort der LBKN unter deren Fahne mit der Aufschrift Salchi. Salchicha – so der Spitzname des Verstorbenen Mitglieds der Vor-Vorgänger-Gruppierung des LBKN – war 1999 federführend daran beteiligt, dass in einem sehr blutigen Kampf einige Zaunfahnen der La Guardia von Santa Fe erbeutet wurden und genießt deswegen bis heute Legendenstatus. Daher ziert statt des Gruppennamens eben sein Name die Zaunfahne der Untergruppe.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor Spielbeginn waren wir noch einige Male Mittelpunkt der zahlreichen Gespräche und Blicke, bekamen aber auch viele Handshakes und nicht nur einmal Koks angeboten. Das gibt es hier wenig überraschend wohl in guter Qualität für ‘nen schmalen Taler.</span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Zum Start hatte Santa Fe eine kleine Choreo vorbereitet, in dem der Pokal der Copa Sudamericana als Blockfahne heruntergelassen und dazu ein Spruchband mit der Aufschrift „Unsere Geschichte ist euer Traum“ gezeigt wurde. Zeitgleich wurde auf der Gegengeraden eine große Blockfahne mit der Aufschrift „Ihr könnt es sehen, aber nicht anfassen“ gezeigt. Quasi selbsterklärend, denn Santa Fe hat 2015 die Copa Sudamericana, den zweithöchsten Vereinstitel im CONMEBOL, gewonnen und Millonarios kann keinen relevanten internationalen Titel sein Eigen nennen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Kurven starteten beide mit herausragender Lautstärke ins Spiel, wo man wirklich sagen kann, dass sich Europa davon deutlich mehr als nur eine Scheibe abschneiden könnte. Phasenweise hat bei Santa Fe das ganze Stadion mitgezogen und bei Millonarios waren wir Kartoffeln wirklich die einzigen, die – wegen der Sprachbarriere – nicht komplett freigedreht sind. Lediglich bei „Vamos Azules“ und „Puta Santa Fe“ konnte ich mich einbringen und auch den Text verstehen und mitgrölen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Melodien und teilweise auch die Texte sind in ganz Südamerika quasi identisch und daher war an der Front nichts neues zu erwarten, aber die spanische Sprache gepaart mit den Melodien sorgt schon für zahlreiche Ohrwürmer, auch wenn man nichtmal die Hälfte versteht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Cool sind definitiv auch noch die Instrumente, die in der Kurve gespielt werden. Meistens beginnen die Lieder damit, dass die Vorsänger sie anstimmen, die Kurve und die Blasinstrumente einsteigen und nach ein bis zwei Durchgängen die Trommeln dazukommen und die Lautstärke noch mal gehörig explodiert. Diese Übergänge sind wirklich Gänsehautmomente, wie man sie in Deutschland nur bei wirklichen Highlights hinbekommt. Wahnsinn.</span></p>
<p> <span style="font-weight: 400;">Im Spielverlauf konnte man bei uns die Heimkurve nur ganz selten vernehmen, wenn sie das ganze Stadion motiviert bekamen und bei Millonarios gerade eine kurze ruhigere Phase war. Ansonsten kann man sagen, dass man die Jungs und Mädels der La Guardia „wegen der eigenen Aktivität“ nicht wirklich vernehmen konnte. Obwohl ich glaube, dass auch sie einen sehr guten Auftritt hatten, da man mindestens die ganze Kurve dauerhaft springen sah.</span></p>
<p> <span style="font-weight: 400;">Wie erwartet fiel bei Millonarios auf, dass Blue Rain in der von uns linken, etwas nach unten versetzten Ecke der Kurve die meiste Zeit ihr eigenes Ding durchzogen. Hin und wieder – keine Ahnung, ob das nur Zufall war – wirkte es, als würden beide Kurven zusammen singen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Spielverlauf war gefühlt relativ langweilig, obwohl es fünf Tore und eine rote Karte für Millonarios gab. Bemerkenswert ist an der Stelle, dass man nach Gegentoren und der roten Karte kaum einen negativen Einfluss auf die Stimmung wahrnehmen konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Generell war das Spiel auch sehr hitzig inklusive mehrerer Rudelbildungen, wobei es nach der Roten gegen Millonarios richtig wild und unübersichtlich wurde. Am Ende nahm der VAR die ursprüngliche rote Karte zurück, dafür bekam ein anderer Spieler für die Rangeleien eine unter die Nase gehalten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Darüber hinaus mussten die Spieler bei Auswechslungen mehrfach durch den Schiri vom Platz begleitet werden, da sie scheinbar komplett das Laufen verlernt hatten. Manch ein Spieler von Santa Fe wurde auch von einem Millonarios-Kollegen die letzten zwei Meter runtergeschubst. Insgesamt scheint die Disziplin im kolumbianischen Fußball etwas abhandengekommen zu sein. Nach roten Karten wird nämlich geschlagene drei Minuten demonstrativ auf dem Feld stehen geblieben und auch die klassischen Stör- oder Zeitverzögerungsaktionen werden wahnsinnig intensiv durchgeführt. Echt schon krass nervtötend. Besonders Santa Fe wirkte da auf mich äußerst unsympathisch, lag allerdings halt auch die meiste Zeit in Führung und rettete das 3:2 im Endeffekt auch über die Zeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Abpfiff gab es noch eine etwas längere Blocksperre, ehe wir wieder auf den Vorplatz gehen und etwas zu essen kaufen konnten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Millonarios FC &#8211; Independiente Santa Fe 2:0, Estadio El Campín, 26.03.2025 </span></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;"><br /></span><span style="font-weight: 400;">Morgens ging es abermals in den Flieger und zurück nach Bogotá. Wir trudelten wieder bei Koma ein und verbrachten seine Mittagspause in einem Crêpes- und Waffelladen mit dem einfallsreichen Namen „Crepes &amp; Waffles“, der sich hier äußerster Beliebtheit erfreut und diesen guten Ruf auch absolut zu recht innehat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;"></span><span style="font-weight: 400;">Gut gestärkt erledigten wir noch einige Besorgungen, ehe wir uns wieder mit den Jungs von La Banda Kilombo Norte trafen und die ersten Bierchen zischten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zeitnah ging es zum Treffpunkt der Comandos Azules nahe des Stadions, wo der von der Polizei gestattete Bewegungsradius diesmal deutlich größer war und wir zunächst einem Kiosk mit zahlreichen Sitzgelegenheiten einen Besuch abstatteten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Laden platzte ziemlich zügig, nachdem wir uns mit den ersten Bieren auf Komas Nacken niedergelassen hatten, wirklich aus allen Nähten. Als ich mich auch mal mit einer Runde bei den Jungs revanchieren wollte und zum Bier holen aufbrach, gab es im Gedränge wie immer die typischen skeptischen Blicke, wobei ich diesmal sogar von einem der Jungs von LBKN verfolgt wurde, da er mir wohl den Einkauf der Biere nicht zutraute. Als ich seine auf spanisch gestellte Frage, ob ich denn Spanisch spreche, verneinte, lachte er, schüttelte den Kopf und übernahm den Bestellprozess. Auch wenn ich wohl in jedem Land eine Bierbestellung hinbekomme, war ich froh, immerhin bezahlen zu dürfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir noch unter dem Vordach des Kiosks verweilten, brach draußen mal wieder ein monsunartiger Regenschauer aus, bei dem wir ziemlich froh sein konnten, über überdachte Sitzplätze zu verfügen. Da hätte ich mir wohl den sicheren Tod abgeholt, wenn ich komplett durchnässt bei 15 Grad Celsius noch einige Stunden hätte draußen verbringen müssen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Comandos Azules hatte öffentlich aufgerufen, nicht im Trikot beziehungsweise in zivil zu erscheinen, da die Polizei nach dem Spiel gerne die Treffpunkte auflöst, weil es rund ums Stadion nicht ganz so viel zu tun gibt und sie die Leute gerne schnell weghaben wollen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zudem sollte jeder, der das Clásico „richtig fühlt“, sein Gesicht blau anmalen. Wofür man in unseren Gefilden wohl zurecht hart ausgelacht werden würde, fand hier doch einigen Zuspruch. Auch die Führungsetage der Comandos Azules konnte nachher mit komplett dunkelblauem Gesicht beobachtet werden und ganz so Panne, wie ich es mir vorgestellt habe, sah es tatsächlich nicht aus. Koma sagte, dass das zumindest auf Kurvenfotos halt extrem gut wirkt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Einsingen vor der Kurve wurde ebenso aufgerufen und wer hier die Videos aus San Lorenzo und Co vor Augen hat, wird wissen, was uns hier – wenn auch in etwas kleinerem Maßstab – erwartete. Wahnsinn! Ich würde euch am liebsten mein Video hier im Heft abdrucken, aber leider funktioniert das beim ¡A la Cancha! noch nicht wie beim Tagespropheten. Wir arbeiten dran. Aber im Ernst: Gegen dieses Einsingen stinkt wirklich jedes deutsche Derbyeinsingen hart ab. Da wird auf jeder Empore, auf den Treppen, auf dem Kassenhäuschen und auf den Zäunen unterhalb der Kurve von wirklich jedem herumgesprungen, als gäb’s kein Morgen mehr. Dazu ein Meer aus Fahnen, lautstarke Gesänge und natürlich instrumentalische Begleitung. Wirklich mal ein Erlebnis, da so mittendrin zu sein. Und als Hopper aufgrund der baulichen Gegebenheiten des Stadions tatsächlich auch ohne „Aufenthaltsgenehmigung“ sonst nicht möglich. Wir wurden nämlich dieses mal im Block auch ganz direkt angesprochen, woher wir kommen und mit wem wir hier sind. Dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen wäre bei falscher Antwort ein Rausschmiss aus der Kurve wohl unser geringstes Problem gewesen. Mit der Antwort LBKN, die auch direkt einige Kolumbianer um uns herum herausbölkten, waren die Fragesteller aber stets zufrieden und begrüßten uns dann in ihren Reihen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Support im Block war dann, wie man mittlerweile sagen kann, so lautstark und abwechslungsreich wie gewohnt. Erstaunlich war hier nur, dass bei einem nahezu komplett blau-weißen Stadion die Lieder selten alle von den Sitzen rissen. Dies lag weniger daran, dass es irgendwem an Motivation gefehlt hätte, sondern schlicht und ergreifend an dem unabgestimmten Support der beiden Kurven. Teilweise war Comandos Azules für einen kurzen Moment leise und die zur rechten liegende Haupttribüne stieg in die Gesänge von Blue Rain ein. Sobald Comandos Azules aber wenige Sekunden später wieder Vollgas gab, verstummte die Tribüne, da man mit dem gleichzeitigen Support der beiden Gruppen verständlicherweise so gar nicht zurechtkam. Selbiges ergab sich umgekehrt mit der Gegengerade neben Blue Rain in stillen Phasen ebendieser.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das muss für Hopper auf einer der beiden Tribünen natürlich eher frustrierend sein, da die gesamte Fanszene so quasi nie ihr Potential abruft, da einfach stumpf gegeneinander angesungen wird. Sehr schade.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Genügend Gründe, das volle Potential abzurufen, gab es heute durchaus, denn dieses Spiel verlief deutlich positiver als das letzte. Nach einer recht frühen roten Karte in der 29. Minute für Santa Fe – die ich während des Spiels wirklich komplett verpasst habe – gelang nach zwei Treffern in der zweiten Hälfte ein ungefährdeter 2:0-Sieg. Die eine oder andere Rudelbildung durfte da natürlich nicht fehlen, sonst wäre es schließlich kein kolumbianisches Erstligaspiel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach dem Spiel ereignete sich etwas völlig Absurdes: Während beim Hinspiel logischerweise die Heimfans direkt nach Hause gehen durften und wir mit Blocksperre noch etwas ausharren mussten, durften diesmal unverständlicherweise wieder die Fans von Santa Fe direkt nach Abpfiff abhauen. Und das gesamte restliche Stadion hatte eine Blocksperre. Junge, wie dumm ist das denn? Kannste keinem erzählen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als wir dann endlich raus durften und bei Kaltgetränken und geilen Chorizo-Hotdogs noch auf ein aufgrund von Kommunikationsproblemen abhandengekommenes Auto der Jungs von LBKN warteten, laberte mich auf einmal ein fliegender Händler beziehungsweise Bettler in Millonarios-Klamotten etwas aufdringlich auf Spanisch voll, wo ich denn herkäme. Auf meine Aussage „Alemania“ war seine Antwort „Schalke cero cuatro“, woraufhin man sich bis auf seine aufdringliche und etwas vercrackte Art auf Anhieb gut verstand. Da er aber mit der Zeit etwas zu weit in die eigene Wohlfühlzone vordrang und dabei immer lauter wurde, weil er auf seinen Drogen offensichtlich nicht verstanden hatte, dass ich gar kein Spanisch spreche, schaltete sich einer der Jungs von LBKN ein und setzte dem Treiben ein Ende. Nach einem Wortgefecht der beiden, wonach sich der Bettler kurz verzogen hatte, kam er wieder und wurde nach einer erneuten Entgleisung und der Weigerung sich zu verkrümeln kurzerhand umgetreten, was bei den nur drei Meter daneben stehenden Polizisten nur Achselzucken und Grinsen hervorrief. Das wäre bei uns vermutlich auch anders verlaufen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Naja, so fand dann auch der letzte wilde Abend ein Ende, wo nochmal ordentlich in die hiesige Fankultur eingetaucht werden konnte. Vor allem das Einsingen hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. </span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Dortmund:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Am Rande des Champions-League-Spiels zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand kam es zu einer polizeilichen Maßnahme gegen Anhänger der Schwarz-gelben, genauer gesagt zunächst zu einer Personalienfeststellung und anschließend einer Durchsuchung der Räumlichkeiten des Fanprojekts Dortmund. Dadurch erreichten viele den Heimblock erst zur Halbzeit, sodass die Südtribüne den Support erst in der zweiten Hälfte aufnahm. Das Fanprojekt kritisiert die Durchsuchung als historischen Einschnitt, da es in fast 40 Jahren keinen vergleichbaren Vorgang gegeben habe. Es betont, kein „Fanlokal“, sondern eine sozialpädagogische Jugendhilfeeinrichtung zu sein, deren Arbeit auf Vertrauen, Vertraulichkeit und freiwilliger Teilnahme beruht. Die Maßnahmen stützen sich wohl auf den Verdacht eines vorangegangenen Übergriffs gegen einzelne Mailänder. Die Durchsuchung ist ein problematisches Signal, weil sie die notwendige Unabhängigkeit und Vertrauensbasis der Fanarbeit untergräbt und das Verhältnis zwischen Polizei, Fans und Fanprojekten belastet. Das Fanprojekt fordert eine Rückkehr zum Dialog und eine respektvolle Behandlung als soziale Einrichtung, um Prävention und Deeskalation weiterhin leisten zu können.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Das Commando Cannstatt kritisiert die UEFA scharf für ihren Umgang mit Fans bei internationalen Spielen. Während sich die UEFA als moderner und professioneller Ausrichter inszeniere, würden Gästefans systematisch benachteiligt, schikaniert und mit Kollektivstrafen belegt. Fanaktionen und gelebte Fankultur würden von UEFA-Beobachtern als „Fehlverhalten“ gewertet und mit Geldstrafen, Bewährungsstrafen oder Zuschauerausschlüssen sanktioniert, während gleichzeitig repressive Maßnahmen von Behörden und Vereinen gegenüber Gästefans folgenlos blieben. Die Fanszene sieht darin ein ungerechtes Strafsystem, das gezielt darauf abziele, Fans mundtot zu machen und aus den Stadien zu verdrängen. Am Beispiel der Kollektivstrafe gegen die Fans von YB Bern betont das Commando Cannstatt die Bedeutung von Solidarität zwischen den Fanszenen, um solche Maßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Ziel der UEFA, durch Kollektivstrafen Spaltung zwischen Fans und Vereinen zu erzeugen, müsse aktiv verhindert werden. Zugleich wird gefordert, dass sich auch die Vereine deutlicher hinter ihre Anhänger stellen und das Sanktionssystem der UEFA geschlossen ablehnen..</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Rumänien:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Sieben Anhänger von PAOK Saloniki sind auf dem Weg zum Europa-League-Spiel bei Olympique Lyon bei einem schweren Verkehrsunfall in Rumänien ums Leben gekommen. Das Auto der Reisegruppe geriet nach einem Überholmanöver frontal in einen Lastwagen. Der Unfall ereignete sich nahe der Stadt Timisoara. Vereinsführung sowie Griechenlands Ministerpräsident zeigten sich tief erschüttert und auch in vielen europäischen Stadien wurde der Opfer mit Solidaritätsbekundungen gedacht. PAOK informierte die UEFA über die Tragödie und forderte eine Spielabsage. Der Verband lehnte diese jedoch ab und bestätigte die Austragung der Partie in Lyon. Aus Protest und aus Trauer stornierten viele PAOK-Fans ihre Reise oder kehrten um, sodass der Gästeblock leer blieb. Ruhet in Frieden, PAOK-Fans.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Magdeburg:</strong></span> Die Geschehnisse rund um den Polizeieinsatz beim Spiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden werfen grundlegende Fragen nach Verhältnismäßigkeit, Einsatzstrategie und Verantwortlichkeit auf und sorgen für große Verunsicherung. Zunächst kam es nahe des Gästeblocks zu Auseinandersetzungen. Diese Situation galt jedoch nach kurzer Zeit als beruhigt. Dennoch wurden im weiteren Verlauf Polizeikräfte in den Bereich hinter der Nordtribüne verlegt. Die Staatsmacht lief dort mehrfach in geschlossener Formation auf Fans zu und setzte großflächig Pfefferspray ein. Ein Ausweichen war für viele Anwesende praktisch unmöglich, da Fluchtwege durch Zäune, geschlossene Tore und den starken Publikumsverkehr während der Halbzeitpause blockiert waren. Dadurch wurden zahlreiche Stadionbesucher in die Maßnahmen hineingezogen. Statt zu einer Beruhigung der Lage führte dieses Vorgehen zu Panik und weiterer Eskalation. In der Enge des Umlaufs sowie in Durchgängen und sanitären Anlagen kam es zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken, was das Chaos weiter verschärfte. Das Vorgehen wirkte weder koordiniert noch deeskalierend, sondern trug maßgeblich dazu bei, dass sich Solidarisierungseffekte entwickelten und die Situation außer Kontrolle geriet. Erst als sich die Bullen aus dem Innenraum zurückzogen, löste sich die Lage abrupt auf. Die Darstellung der Polizei, Fans hätten gezielt einen Angriff auf diese vorbereitet, wird von der Fanhilfe Magdeburg entschieden zurückgewiesen. Gerade weil dieser Bereich des Stadions üblicherweise nicht durch Polizeikräfte, sondern durch Ordner betreut wird, erscheint die Annahme eines geplanten Angriffs dort weder schlüssig noch plausibel. Vielmehr liegt die Verantwortung für die Eskalation in der Entscheidung der Einsatzleitung. Nach ersten Schätzungen wurden weit über 100 Stadionbesucher verletzt oder geschädigt. Bislang ist unklar, in wie vielen Fällen diese Verletzungen auf polizeiliche Maßnahmen, wie den Einsatz von Pfefferspray, zurückzuführen sind. Dies gilt auch für die Verletzten auf Seiten der Staatsmacht, obwohl hier von der Polizeigewerkschaft und Presse schon von versuchtem Mord gesprochen wird. Dabei wurde auch auf ein absurdes KI generiertes Bild gesetzt, welches einen schwer verletzten Polizisten darstellt, um nochmal mehr das “Feindbild Fußballfan” zu verdeutlichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Personen, wovon einer bereits in Untersuchungshaft sitzt aufgrund der vorher erwähnten Anschuldigungen. Gerade deshalb fordert die Fanhilfe in ihrer Stellungnahme eine sachliche, transparente und unabhängige Aufarbeitung der Vorgänge. Pauschale Schuldzuweisungen und populistische Forderungen helfen nicht weiter, sondern verzerren das Bild der Ereignisse. Notwendig ist eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem polizeilichen Vorgehen, um künftig vergleichbare Eskalationen zu verhindern und den Anspruch auf eine faire, verhältnismäßige und rechtsstaatliche Behandlung aller Stadionbesucher zu wahren. </span></p></div>
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		<title>Ausgabe 08+1: 1. FC Kaiserslautern</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-081-1-fc-kaiserslautern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_32 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_33 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_34 et_pb_bg_layout_light" href="#blickindiekurve">3. Blick in die Kurve</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_35 et_pb_bg_layout_light" href="#ode">4. Eine Ode an die Fanzines</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_36 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>willkommen zum ersten Heimspiel in 2026. Wir hoffen, ihr hattet eine erholsame Winterpause und seid hoch motiviert, heute die ersten drei Punkte der Rückrunde einzufahren. Findet ihr in der ersten Ausgabe eines neuen Kalenderjahres ansonsten immer einen üppigen Rückblick auf die Winterpause, entfällt dieser Teil dieses Mal in Gänze. Schlichtweg, weil es nichts zu berichten gibt. Die Mannschaft ist in den heimatlichen Gefilden geblieben und das einzige Testspiel wurde aufgrund der Wetterbedingungen ins Parkstadion verlegt. Zuschauer wurden zu diesem Spiel ausgeschlossen, sodass es auch an dieser Stelle leider keinen Spielbericht gibt.</p>
<p>Der Start ins Fussballjahr 2026 war am vergangenen Wochenende leider so ganz und gar nicht von Erfolg gekrönt. Bereits während der Hinfahrt waren wir Schikanen der Staatsmacht ausgesetzt. Schlussendlich war dies leider kein Vergleich dazu, was uns in Berlin erwartete. Deutlich schlimmer hat es allerdings die Heimfans erwischt. Aufgrund roher Polizeigewalt entschied sich die aktive Fanszene von Hertha, nach wenigen Minuten ihre Kurve zu verlassen. Wir solidarisierten uns, indem wir auf Support verzichteten. Alles weitere hierzu findet ihr im Spielbericht sowie in der gemischten Tüte. Bleibt zu hoffen, dass dies kein Vorgeschmack auf die restliche Spielzeit war.</p>
<p>Mit dem 1.FC Kaiserslautern erwartet uns heute ein Gegner, der im Aufstiegsrennen mitmischen möchte. Der deutliche Sieg gegen den direkten Kontrahenten Hannover 96 am vergangenen Spieltag hat dies unterstrichen. Um von Minute 0 an unserer Mannschaft die volle Unterstützung mitzugeben, wird es heute erneut eine Choreographie in der Nordkurve geben. Durch die zahlreichen Choreos in der Hinrunde sollte es ein Selbstläufer werden. Da aber Routine auch immer anfällig für Fahrlässigkeit ist, gilt es für jeden Königsblauen, aufmerksam den Choreoflyer zu lesen und die Anweisungen zu befolgen. Nur gemeinsam kann das gewünschte Bild in die Nordkurve gezaubert werden.</p>
<p>Auf geht’s in ein erfolgreiches Jahr 2026 – Rock on Nordkurve Gelsenkirchen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; 1. FC Nürnberg, Verein für Leibesübungen e.V. 1:0 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vor dem Spiel</strong></span></p>
<p>Nach dem Auswärtssieg in Düsseldorf stand das Heimspiel gegen unsere Freunde an. Wir trafen uns frühzeitig, um uns gemeinsam auf die Partie einzustimmen und schon mit dem ein oder anderen Nürnberger anzustoßen.</p>
<p>Zu Ehren der Freundschaft zeigte die Nordkurve Gelsenkirchen eine Wechselchoreografie. Mit blauen und weißen Ponchos wurde zunächst über die gesamte Kurve hinweg das Schalker Vereinswappen dargestellt. Auf Kommando formten anschließend hochgehaltene Pappen in rot schwarz und weiß das Wappen des 1. FCN. Der blitzschnelle Wechsel inklusive des Übergangs zum Oberrang funktionierte reibungslos und erzeugte innerhalb weniger Sekunden zwei völlig unterschiedliche Bilder.</p>
<p>Abgesehen von kleinen Schönheitsfehlern am Übergang kann das Ergebnis absolut überzeugen. Dass ein derart komplexes Motiv in der Stehplatzkurve umgesetzt werden konnte, ist vor allem der Disziplin jedes einzelnen Schalkers zu verdanken. Perfektioniert wurde der Wechsel durch das Kommando „F-C-N“, bei dem synchron von Ponchos zu Pappen gewechselt wurde. Bis kurz vor der Halbzeit blieben die Ponchos an, sodass unser Wappen die komplette erste Spielhälfte die Kurve zierte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordkurve Gelsenkirchen</strong></span></p>
<p>Sichtlich gepusht starteten sowohl Mannschaft als auch Kurve gut in die Partie. Besonders die Wechselgesänge mit dem Oberrang und der Südkurve wurden gut angenommen.</p>
<p>Das Spiel flachte jedoch schnell ab und blieb, abgesehen von einer Torchance durch Karaman, in der ersten Hälfte ohne größere Höhepunkte. Auch die Nordkurve ließ nach und konnte lautstärketechnisch erstmal nicht mehr überzeugen.</p>
<p>Umso besser startete unsere Elf dann in Hälfte zwei: Mit der ersten Chance konnte Vitalie Becker zum 1:0 einschieben. Danach übernahmen eher die Gäste mehr Spielanteile. Mit einem „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ wurden nochmal alle Schalker animiert, was auch ganz gut gelang. Die folgenden Gesänge wurden deutlich besser getragen, so dass es in der umkämpften Schlussphase nochmal laut wurde. So gelang es unserem Team, vor allem durch starke Paraden von Karius, die Führung über die Zeit zu bringen und die Herbstmeisterschaft einzutüten.</p>
<p>Alles in allem zeigte die Nordkurve Gelsenkirchen einen durchwachsenen Auftritt und passte sich damit weitestgehend dem Spielverlauf an. Laut wurde es nur in der Schlussphase.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegner</strong></span></p>
<p>Im Gästeblock starteten die rund 5.000 mitgereisten Nürnberger optisch und akustisch ordentlich in die Partie. Auf das ganze Spiel gesehen kann man sagen, dass sie schon bessere Gastauftritte bei uns hatten. In der zweiten Halbzeit zeigten unsere Freunde noch ein gesprühtes Spruchband anlässlich des 150-jährigen Stadtjubiläums – Danke hierfür!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Freunde</strong></span></p>
<p>Neben unseren Freunden im Gästeblock hatten wir eine größere Abordnung aus Skopje zu Gast.</p>
<p><strong>Eintracht Braunschweig GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e. V. 2:1 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vor dem Spiel</strong></span></p>
<p>Wie es für einen Sonntagmittag zu erwarten war, konnten unsere Busse pünktlich das Eintracht-Stadion in der Löwenstadt ansteuern. Mit der großen Nordkurve Gelsenkirchen Fahne im Gepäck und dem Aufkleber-Schriftzug „Ultras Gelsenkirchen – Sektion Stadionverbot“, der über alle Plexiglasscheiben des Gästebereichs verteilt wurde, ergab der Block ein gutes Bild.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordkurve Gelsenkirchen</strong></span></p>
<p>Insgesamt betrachtet lieferte die Nordkurve einen schwächeren Auftritt ab, was vor allem an einigen Ausfällen in der zweiten Halbzeit lag. Als frischgebackener Herbstmeister muss es die Aufgabe jedes Einzelnen sein, auch in schwächeren Phasen des Spiels oder gar bei Rückständen eine Schüppe draufzulegen und wirklich alles rauszuhauen.</p>
<p>In der ersten Halbzeit konnten die ein oder anderen Lieder gerade zu Beginn noch überzeugen. Positiv in Erinnerung geblieben ist zudem der Wechselgesang „FC Schalke mein Verein“, der in langgezogenen Blöcken gut funktioniert. Ansonsten passte sich die Nordkurve leider immer mehr dem ereignisarmen Spielverlauf an. Nach dem ersten Gegentreffer wurde es in der zweiten Hälfte in Sachen Lautstärke dann nicht besser und das große Aufbäumen in der Schlussphase blieb leider aus.</p>
<p>Mit dem Spruchband „Endlich wieder der Stolz der Stadt“ bedankten wir uns nach dem Spiel lautstark bei der Mannschaft. Mit einem solchen Erfolg in der Hinrunde haben sicherlich die Wenigsten gerechnet. Umso mehr gilt es in der Rückrunde, gerade in kleineren Auswärtsblöcken und bei vielen erwartbar schweren Spielen völlig auszurasten und alles zu geben. An dieser Stelle gilt es auch, an unsere Stadionverbotler zu denken, denen das Ausrasten, die Emotionen und die gemeinsame Zeit im Block weiter verwehrt bleiben werden. Haltet durch! Wir werden siegen!</p>
<p>Auf dem Rückweg stieg noch einmal kurzzeitig der Adrenalinspiegel, als man in einer Baustelle plötzlich neben der Bulli-Kolonne der Aachener stand, die ihr Gastspiel in Havelse hatten. Da diese aber keine Anstalten machten den nächsten Parkplatz anzusteuern, verlief auch die Rückreise so ereignislos wie der restliche Tag und man erreichte Gelsenkirchen relativ zeitig.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegner</strong></span></p>
<p>Anlässlich des 130-jährigen Vereinsjubiläums wenige Tage zuvor führte die Südkurve eine in der Ausführung gelungene Choreo durch, welche ein hochgezogenes Foto der Gründerpersonen zeigte und durch Spruchbänder ergänzt wurde. Akustisch konnte man die Heimkurve bis auf in der Schlussphase des Spiels nicht vernehmen. Nur in wenigen Momenten schwappte die konstant optisch gute Bewegung aus der Mitte auf andere Bereiche über, sodass man hier nicht von einer echten Weiterentwicklung sprechen kann.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Freunde</strong></span></p>
<p>Vielen Dank an Mönchengladbach für die erneute Unterstützung!</p>
<p><strong>Hertha BSC GmbH &amp; Co KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:0 (0:0)</strong></p>
<p>Die Winterpause ist vorbei, die Rückrunde startet mit einem Topspiel in der Bundeshauptstadt, wir grüßen von der Tabellenspitze und ein großer Tross reisefreudiger Schalker macht sich auf den Weg nach Berlin, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Klingt eigentlich nach dem perfekten Fußballabend. Wie gesagt, eigentlich…</p>
<p>Bereits vor der Winterpause versuchte die Polizei uns, aufgrund von Vorkommnissen in der Vergangenheit, bei unseren Anreisen nach Münster und Düsseldorf an den Bahnhöfen in große, vorbereitete Kontrollen laufen zu lassen. Bisher hatten wir immer die Möglichkeit, diese umgehen zu können. Dieses Mal klappte es leider nicht und wir sollten uns mit Betreten des Hauptbahnhofs in Bochum einer Kontrolle durch die Polizei unterziehen, bei der unter Berufung auf den „besonders zu schützenden Raum Bahnhof“ jeder durchsucht wurde. Im Zuge dieser wurden einige Leute kurzzeitig festgenommen und aufgrund des Verdachts, an in der Vergangenheit liegenden Vorkommnissen beteiligt gewesen zu sein, Personalien aufgenommen sowie die Weiterreise per Zug untersagt. Auch während der nachfolgenden Zugfahrt wurden weitere Personalien aufgenommen, obwohl bereits vorher die Kontrolle stattgefunden hatte. Auch hier endete für die Betroffenen die Fahrt.</p>
<p>In Berlin angekommen, erwartete uns das wohl größte Bullenaufgebot, das wir jemals bei einem Fußballspiel gesehen haben. Nahezu jede Einheit aus dem Bundesland war vertreten, erwartete uns gespannt und nutzte ab Betreten des Bahnsteiges jede Möglichkeit der Provokation und Konfrontation. Durchgängige Beleidigungen, Schubsen und Wegstoßen, gefolgt von Aufbäumen und dem Wunsch, sich heute „mal richtig hauen zu können“. Ja, es ließ sich erahnen, was uns heute erwarten würde. Unmittelbar mit dieser Gangart der Bullen konfrontiert und der vielen Erfahrungen, die wir in den zurückliegenden Jahren, auch international, sammeln durften, wussten wir, dass man heute nicht selber der Auslöser sein muss, damit es richtig knallt.</p>
<p>Dass die Bullen bereits einen Schritt weiter waren und hinter der Heimkurve ordentlich herumwirbelten und viele, auch unbeteiligte Fußballfans krankenhausreif prügelten, erfuhren wir während unseres Einlasses am Stadion über die Presse bzw. die sozialen Medien. Auch wir erlebten einige Minuten später noch einmal die volle Breitseite Hass der Polizei auf Fußballfans. Während wir die Kartenkontrolle mit unserem Material am Blockeingang passierten, prügelten die Beamten plötzlich ohne Auslöser grundlos auf unsere Leute ein und jagten diese bis zu den Treppenaufgängen innerhalb des Blocks herunter. Dabei stürzten einige Fans, die zu dieser Zeit lediglich am Rand sowie an den Kiosken standen. Auch hier ist es nur der eigenen Besonnenheit zu verdanken, dass es nicht noch einmal eskaliert ist. Über den Auslöser und den Verlauf jeder Auseinandersetzung lässt sich immer diskutieren, jedoch darf es niemals sein, dass Polizisten im Dienste des Staates Eskalationen provozieren, diese vorantreiben, Unbeteiligte verletzen und so vorgehen, wie sie es an diesem Tage getan haben.</p>
<p>Aufgrund der Vorkommnisse hinter der Heimkurve machte sich schnell die Information breit, dass die Ostkurve rund um die aktiven Gruppen heute nicht mehr supporten wird. Zwar zeigte diese eine optische Aktion mit Pappen und Blockfahne, die das Ostkurve Hertha BSC Logo zierte, in Gedenken an den vor zwei Jahren verstorbenen Hertha-Präsidenten und ehemaligen Vorsänger Kay Bernstein, packte unmittelbar danach jedoch das gesamte Material ein und verließ das Stadion unter Protest gegen den Polizeieinsatz. Auch wir verzichteten in diesem Zuge auf den aktiven Support und verhielten uns solidarisch mit den Berlinern. Nur zu gut erinnern sich auch auf Schalke viele an den Polizeieinsatz beim Heimspiel gegen Saloniki, bei dem die Bullen wegen einer Fahne unsere Kurve stürmten und nahezu jeden, der im Weg stand, attackierten und veletzten. Es gibt Dinge, die man so schnell nicht vergisst, eines davon sind Erlebnisse. Nach solchen Ereignissen einfach „weiter zu machen“ und „sein Ding abzuspulen“ widerstrebte nicht nur unseren eigenen Moralvorstellungen, sondern auch denen der anderen Schalker im Gästeblock. Nicht nur wir hätten an diesem Tage gerne 100 Prozent gegeben und mit den anderen tausenden von Schalkern, die ebenfalls die vielen Kilometer nach Berlin auf sich genommen haben, den Gästeblock richtig abgerissen. Auch uns schmerzt der Gedanke daran, dass wir mit lautstarkem Support vielleicht doch noch die ein, zwei oder drei Prozent mehr aus der Mannschaft hätten herauskitzeln und doch noch den Lucky Punch erzwingen könnten. Jedoch gibt es Dinge, die in gewissen Momenten über dem Ganzen stehen. Eines dieser Dinge ist die Solidarität mit schwer verletzten Menschen durch massive und überzogene Polizeigewalt, egal auf welcher Seite. Und das mit Wirkung: Noch während des Spiels war der gemeinsame Stimmungsverzicht Fokusthema der Kommentatoren sowie der Medien jeglicher Art, weshalb die Aufmerksamkeit für die ganze Sache ins Zentrum der Öffentlichkeit gerutscht ist. Bestenfalls werden dadurch zukünftig solche Einsätze der Polizei noch kritischer hinterfragt und finden irgendwann, ganz vielleicht, endlich ein Ende.</p>
<p>Neben dem ganzen Drumherum sollte auch noch Fußball gespielt werden. Dies war, ohne Support, eine ganz andere Erfahrung. Die Berliner spielten über 90 Minuten ansehnlichen Fußball, Schalke hingegen zeigte sich unkonzentriert, defensiv überfordert und kreierte nach vorne keine Chancen. Lediglich ein Torschuss im gesamten Spiel war das Produkt des Ganzen. Nur aufgrund der starken Leistung von Karius endete die Partie mit 0:0, wir konnten einen Zähler einsammeln und, aufgrund der Ergebnisse unserer Verfolger am Ende des Spieltags, den Vorsprung sogar noch um einen Punkt ausbauen.</p>
<p>Nach dem Spiel verabschiedeten wir die Mannschaft und machten uns auf den Heimweg. An der übertriebenen Polizeipräsenz, die uns begleitete, änderte sich eben so wenig, wie an den Provokationen der Cops. Scheinbar war noch nicht genug passiert, um die eigenen Einsatzstunden zu rechtfertigen. An den Treppen zur S-Bahnstation kam es dann abermals zu grundlosen körperlichen Angriffen von Polizisten auf Schalker, bei denen einige durch die Beamten die große Treppe heruntergestoßen wurden. Durch die Panik, die das Ganze auslöste, stürzten viele Fans übereinander. Die Polizei begleitete dies weiterhin mit Tritten, Schlägen und weiteren Festnahmen. Auch wenn man glaubt, im Fußball schon alles gesehen zu haben, schafften es die Berliner Bullen das Ganze noch einmal auf eine neue Ebene zu heben.</p>
<p>Was bleibt, ist eine intensive Auswärtsfahrt, mit einem glücklichen 0:0 für unsere Mannschaft, Worte des Danks an unsere Freunde aus Nürnberg und Italien für die Unterstützung und ein unterirdisches und moralisch-menschlich nicht akzeptierbares Verhalten der Polizei Berlin.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Noch im letzten Jahr gastierten unsere Freunde vom FCN in unserem heimischen Stadion. Wie auch die anderen Duelle in diesem Jahrtausend auf Schalke, gewann der S04! Einen ausführlichen Bericht zu diesem Spiel findet ihr ein paar Seiten weiter vorne.</p>
<p>Zum Jahresabschluss empfing der 1. FC Nürnberg das Team aus Hannover. Vor dem Spiel gab es in den Stimmungsblöcken neun &amp; elf ein kleines Intro zu sehen. Neben roten und schwarzen Fahnen und der Sektion Stadionverbot-Fahne in der Mitte, las man vorne “Freiheit für alle Glubbfans”. Im Nachbarblock sieben sah man rot-schwarze Fahnen und das Banner aus den letzten Jahren: “Frohe Weihnachten an alle inhaftierten Glubbfans!”. Anlässlich des sechsten Todestages zeigte man ein Spruchband für Drüse &#8211; an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die anhaltende Anteilnahme! Der Glubb gewann das Spiel mit 2:1 und überwinterte mit 22 Punkten auf Platz acht.</p>
<p>In der Winterpause hatte Nürnberg lediglich ein Testspiel, welches sie deutlich mit 7:1 gegen den Grasshopper Club Zürich gewannen.</p>
<p>Letzte Woche gastierte der Tabellenzweite Elversberg im Achteck. Neben dem sehr spannenden Spiel, überreichte die Nordkurve Nürnberg 125.000 Euro aus der Weihnachtsspendenaktion! Wieder mal eine unglaublich hohe Summe, die hier durch die Aktionen der letzten Spiele gesammelt wurde! Nun zum Spiel: Nach zwei Rückständen und einem verschossenen, beziehungsweise gehaltenen Elfmeter von Elversberg in der 85. Spielminute bei einem Spielstand von 2:2, schaffte es der 1. FCN in der Nachspielzeit den Siegtreffer zu erzielen und die drei Punkte in Nürnberg zu behalten.</p>
<p>Vergangenen Freitag machten sich die Glubberer auf den Weg nach Darmstadt &#8211; hoffen wir mal, dass sie den aktuellen Tabellendritten auch in die Suppe spucken konnten!</p>
<p>Kommenden Freitag (ja, schon wieder ein Freitagsspiel) geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Münster.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Am letzten Heimspieltag des Jahres 2025 stand für unsere Brüder ein echtes Highlight auf dem Programm. Nicht nur unsere Stadt konnte im letzten Jahr Jubiläum feiern, nein auch unsere Brüder feierten das 700. Jubiläum der Stadt Enschede. Zum Derby gegen die Go Ahead Eagles bereiteten sie eine besondere Choreo vor. Diese bestand zwar nur aus einer Blockfahne, welche aber mit ca. 18.000 Quadratmetern einen Rekord in Europa aufstellte und über alle Blöcke des Stadions ragte. Mit über 2.500 Litern Farbe wurden hier die Höhe- aber auch Tiefpunkte der Geschichte der Stadt dargestellt. Von der Vergabe der Stadtrechte, über einige Brände, Zerstörung im zweiten Weltkrieg, der großen Feuerwerkkatastrophe und dem ständigen Wiederaufbau. „Aus Asche wiederauferstanden, Widerstandskraft bewiesen, Eanske feiert! 1325 &#8211; 2025.“ lauten die Worte zu den unzähligen Bildern.</p>
<p>Neben der beeindruckenden Choreo konnten unsere Freunde zudem einen 2:0-Sieg ihrer Mannschaft feiern.</p>
<p>Das Pokalspiel gegen Spakenburg wurde mit 6:3 gewonnen und zum Jahresabschluss konnte man ein 1:1-Unentschieden bei Feyenoord Rotterdam mitnehmen. Mit demselben Ergebnis startete der FCT in das neue Jahr im Heimspiel gegen PEC Zwolle. Beim FC Utrecht konnte man durch einen 2:1-Auswärtserfolg das Viertelfinale im Pokal buchen. Zum Intro in Utrecht hatten unsere Brüder reichlich Fackeln dabei, leider wurde nur drei Tage später schon das erste Stadionverbot aufgrund der Aktion vergeben. Stark bleiben, Bruder!</p>
<p>Abschließend findet ihr zum erfolgreichen Auswärtsderby bei Heracles in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</p>
<p><strong>FC Utrecht – Twente Enschede 1:2 (1:0)</strong></p>
<p>Nachdem ich schon beim letzten Pokalspiel zusammen mit den Tukkers auf Reisen ging, wurde auf der Rückfahrt bereits über die möglichen Gegner philosophiert. Die Hoffnung auf ein Heimspiel blieb allerdings aus, so brachte die Auslosung ein Auswärtsspiel beim FC Utrecht. Nach den Szenen nach dem letzten Spiel in Spakenburg ein mehr als reizvolles Los.<br />So ging es also gemeinsam mit den Jungs um U91 an einem Dienstag per Bus Richtung Utrecht.</p>
<p>Am Stadion angekommen staunte ich nicht schlecht, denn das waren mit Abstand die schlimmsten Einlassbedingungen, die ich bisher erlebt habe. Über eine Treppe, die knappe zwei Meter breit ist, ging es in einen katakombenähnlichen Raum unterhalb eines Bürogebäudes. Dort befanden sich ganze vier Drehkreuze. Hat man diese passiert, erwartet einen ein unterirdischer Gang von ungelogen 400–500 Metern, bis man das erste Mal wieder Tageslicht erblickt und das Stadion betritt.</p>
<p>Da es an diesem Tag eine Pyroshow zum Intro geben sollte, trat der untere Teil des Blocks um U91 und THF geschlossen in roten Regenjacken auf. Nach der optisch mehr als gelungenen Aktion folgte mit ein wenig Verzögerung auch der Anpfiff. Ganze zwölf Minuten später mussten wir dann auch das erste Gegentor hinnehmen.</p>
<p>Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin, ohne dabei nennenswerte Aktionen hervorzubringen. Leider war die Stimmung an diesem Tag dem Geschehen auf dem Platz angepasst. Nach der Pause ging es trotzdem mit Euphorie in die zweite Halbzeit. So konnten wir zehn Minuten nach Wiederanpfiff auch den ersten Treffer bejubeln. Dieser wurde jedoch durch den VAR zurückgenommen.</p>
<p>Die Jungs in Rot drückten weiter Richtung Tor, und so durften wir ganze elf Minuten später erneut jubeln. Dieses Mal sollte der Treffer jedoch zählen, nachdem Ricky van Wolfswinkel nach einem schönen Steckpass von Orjasaeter mit links einnetzte.</p>
<p>Mental machte man sich also schon einmal auf eine mögliche Verlängerung bereit, jedoch hatte Mats Rots an diesem Abend andere Pläne. So konnten wir kurz vor Ende noch das 1:2 bejubeln. Die ausgelassene Freude ließ die Stimmung zum Ende der Partie noch einmal so richtig hochkochen. Mit Abpfiff der Partie war dennoch eine deutliche Erleichterung im Block zu spüren und gemeinsam wurde der Einzug in die nächste Runde gefeiert, wo nun AZ Alkmaar auf dem Programm steht.</p>
<p>Über die heutige Heimkurve kann ich leider nicht viele Worte verlieren. Von der Gegenseite konnte man weder Bewegung noch nennenswerte Lautstärke vernehmen. Warum ich mein komplettes Tifomaterial dann auch noch in Schwarz halte, wenn meine Vereinsfarben Rot-Weiß sind, hinterfrage ich ebenfalls.</p>
<p>Die Rückfahrt verging ohne jegliche Ereignisse, und so konnten wir in den frühen Morgenstunden wieder die Stadt der 1.000 Feuer erreichen.</p>
<p><strong>Heracles Almelo – Twente Enschede 0:2 (0:1)</strong></p>
<p>Nachdem wir in den frühen Morgenstunden von unserem Auswärtsspiel in der Hauptstadt zurückkamen, freute sich mein Körper auf ganze drei Stunden Schlaf. Nach dem Aufstehen verfrachtete ich mich auch schon wieder in ein KFZ und es ging nach Enschede.</p>
<p>Heute stand das Derby beim Nachbarn aus Almelo an. Die selbst für holländische Verhältnisse kurze Anreise von 20 Minuten musste verpflichtend im Buskonvoi zurückgelegt werden und so konnte schon kurze Zeit später der Block betreten werden. Leider ohne einen holländischen Bruder, der sich in der letzten Woche ein Stadionverbot eingehandelt hatte. Stark bleiben, B!</p>
<p>Als die Mannschaft zum Aufwärmen den Platz betrat, merkte man schon, dass hier heute einiges möglich ist. In einem mehr als beschissenen Gästeblock im Oberrang vor einer vier Meter hohen Plexiglasscheibe zu stehen, fühlte sich schon ein wenig an wie die Affen im Zoo. Jedoch war der Haufen heute richtig gut aufgelegt. Die Heimseite startete mit einer „Anti-1965“-Choreo, bei der der vom heimischen Dönerpapier bekannte Dönerverkäufer das Wappentier des FC Twente am Spieß schnitt. Das sorgte bei uns für ein kleines Schmunzeln. Das war dann aber auch schon alles, was man von den Schwarz-Weißen heute jedenfalls im Stadion zu sehen bekam. Den Rest des Spiels war die Heimkurve quasi nicht wahrzunehmen.</p>
<p>Der Spielvorteil lag heute bei den Tukkers und so konnte man sich nach knapp 30 Minuten, nach einer Ecke, mit dem 1:0 belohnen. Das Spiel wurde danach zunächst für 15 Minuten unterbrochen, aufgrund von mehreren Becherwürfen auf der Seite der Schwarz-Weißen. Bis zum Halbzeitpfiff passierte jedoch nicht mehr viel, bis auf einen Ball, den der Ex-Schalker Lars Unnerstall über die Latte lenken musste.</p>
<p>Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Ricky van Wolfswinkel durch einen per VAR zugesprochenen Elfmeter auf 2:0. Ausgelassene Freude im Gästeblock und ein richtig gut aufgelegter Haufen um „die Jongens van Vak P“ zeigte den Calimeros aus der Nachbarschaft heute mal wieder, wer die Nummer 1 im Twenteland ist. In der 60. Minute musste der FCT noch eine Rote Karte hinnehmen, die ich persönlich so nicht gegeben hätte, was aber auch zur heutigen Schiedsrichterleistung passte. Im weiteren Verlauf der Partie wurde durch den VAR noch ein Elfmeter der Heimseite zurückgenommen.</p>
<p>Das Feiern mit der Mannschaft fiel aufgrund der Lage des Blocks etwas schwerer, tat der Freude aber keinen Abbruch.</p>
<p>Beim Verlassen des Blocks zeigte sich dann jedoch noch einmal die Heimseite gegenüber dem Zaun des Gästeblocks. Außer ein paar Fackel- und Mülltonnenwürfen kam es jedoch zu keinem wirklichen Kontakt. Die niederländische Polizei betrat ebenfalls den Vorplatz um den Gästekäfig und wirbelte etwas herum. Dabei konnten wir auch beobachten, wie der eigene Polizeihund einem Bullen ins Bein biss. Verdient! Nach Beendigung des Tanzes mit der Staatsmacht konnte die Rückreise nach Enschede schnell abgehandelt werden. Bullen aus den Stadien, egal ob in Deutschland oder den Niederlanden!</p>
<p>Twenteland is rood!<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Der mazedonische Fußball befindet sich derzeit noch in der Winterpause. Weiter geht es erst Mitte Februar mit noch fünf offenen Spieltagen der Rückrunde. Neben dem Kampf um die Meisterschaft ist Vardar außerdem noch im Pokal-Viertelfinale vertreten. Hier steht die Auslosung noch aus.</p>
<p>Direkt zu Beginn des Jahres erreichte uns aus Skopje die traurige Nachricht, dass Nikola Jordanoski verstorben ist. Ein Komiti-Mitglied, welches gerade in den Anfangsjahren und den ersten gegenseitigen Besuchen den Kontakt suchte. Und eine Person, die gruppenübergreifend bei Komiti bekannt und geschätzt war. Ein Bruder der ersten Stunde.<br /><strong>Ruhe in Frieden Onkel Kole!</strong></p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Während in Deutschland der Ball aufgrund der Winterpause nicht rollte, bestritt die Granata das Auswärtsspiel in Siracusa auf Sizilien. Die Jungs, die in Reggio Calabria auf die Fähre steigen mussten, wurden am Hafen von rund 70 Freunden aus Reggio mit Cornetti und Gesängen empfangen, womit sich die Wartezeit gut überbrücken ließ. Während in Deutschland Schneechaos wütete, fand man auf Sizilien angenehme 20 Grad vor. Das Stadio Nicola de Simone kann man als echte Perle hervorheben, mitten in einem abgerockten Wohnviertel, fasst das Stadion knapp 6.000 Zuschauer und steht gefühlt seit seiner Eröffnung 1932 ohne jegliche Restaurierung und Erneuerung. Einen Getränkestand sucht man vergeblich, dafür aber eine Palme hinter der desolaten Stahltribüne. Guckt man sich um, erblickt man zig Zaungäste, die aus den Wohnvierteln auf ihren Balkonen stehen und das Spiel verfolgen. Auf dem Platz und den Rängen konnte man hier leider kein Ausrufezeichen setzen, so fing man sich schon nach zwei Spielminuten das erste Tor, was der Kurve einen Dämpfer gab. Die rote Karte für Arena tat ihr Übriges und so musste man mit einer 3:1 Niederlage die Heimreise antreten.</p>
<p>Zum Heimspiel gegen Cosenza machte sich eine große Schalker Gruppe auf den Weg nach Salerno, dazu findet ihr einen eigenen Reisebericht in dieser Ausgabe.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Reisebericht Salerno 2026</strong></span></p>
<p>Die Winterpause bietet sich immer für einen größeren Besuch bei unseren Freunden aus Salerno an. Irgendwie sollte dieses Mal aber alles unter einem etwas schlechten Stern stehen. Die Serie C ließ sich gewohntermaßen Zeit mit der Terminierung. Während also die Flugpreise immer weiter stiegen, wurde der ein oder andere Schalker (einschließlich des Autors dieses Textes) nervös, wog die Wahrscheinlichkeit ab und buchte auf gut Glück die Flüge. Es gibt schließlich immer nur zwei Montagsspiele, wenn überhaupt, und Salerno hatte ja auch erst eines, was soll da schon passieren…</p>
<p>Während der Anfahrt zu unserem Spiel in Düsseldorf dann der Schlag in die Magengrube, natürlich wurde das Spiel für den Montag angesetzt. Viele angepisste Gesichter also auf dem Gästeparkplatz und wildes Gesuche nach neuen Flügen. Preislich war es am Ende gar nicht so wild aber den einen Urlaubstag hätte man sich dann doch gerne gespart. Aber was solls, nun hieß es freuen auf vier Tage freidrehen in Süditalien -was gibt es da schon Schöneres.</p>
<p><strong>Freitag</strong></p>
<p>Die Hiobsbotschaften rissen nicht ab, waren die letzten Winter eher maximal kühl, rollte in den Tagen des Abfluges eine riesige Schneewelle auf Norddeutschland zu. Blöd, wenn dort sich für einige Reisende ausnahmsweise der Abflugort befinden sollte. So hieß es zunächst, sich durch den Schnee im Auto Richtung Norden zu kämpfen und dann hoffen, dass der Flieger überhaupt abhebt. Eine weitere schlechte Nachricht war, dass das Bodenpersonal an allen italienischen Flughäfen für den Nachmittag Streik angekündigt hatte. Um es vorwegzunehmen, noch nie war ich so zufrieden mit drei Stunden Verspätung. Im Schneechaos gestartet, bei Sonnenschein gelandet. So soll es sein.</p>
<p>Da wir nun vier Tage Aufenthalt hatten, wollten wir auch alle Gruppen besuchen, mit denen wir in Salerno den intensivsten Kontakt halten. Stellt sich das normalerweise als schwieriger Spagat heraus und ist kaum unter einen Hut zu bringen, hatten wir diesmal genügend Zeit. Da sich die Unterkünfte fast alle in der Altstadt befanden, war es nur logisch, dass der Auftakt bei Centro Storico stattfand und hier nach und nach alle Schalker in den engen Gassen eintrafen. Die Zeit verging wie im Fluge und wir verlebten bei selbst gekochtem Essen und leckeren Getränken den perfekten Auftakt in die kommenden Tage.</p>
<p><strong>Samstag</strong></p>
<p>Für den Samstag stand zunächst nichts an, jedoch spielte leider genau an diesem Tag das Wetter nicht mit und es regnete in Strömen. Meine Reisegruppe nutzte dennoch die Zeit und suchte das alte Vestuti Stadion auf. Ich persönlich war nun schon mehrfach dort, aber kann mich trotzdem nicht an den alten Tribünen satt sehen. Diejenigen, die zum ersten Mal da waren, bekamen den Mund sowieso vor lauter Staunen nicht mehr zu.</p>
<p>Der Nachmittag wurde in den vielen Bars am Meer verbracht, bevor am frühen Abend das Handy klingelte und wir von den Jungs von Nucleo Storico eingesammelt wurden. Spätestens seit ihrem großen Besuch im vergangenen Jahr hat sich das Verhältnis zu den Freunden aus dem Süden Salernos intensiviert und so war es selbstverständlich, dass wir diesmal in großer Anzahl in ihren Räumlichkeiten aufschlagen wollten. Für mich war es der erste Besuch dort und auch diese Räumlichkeiten zeichneten sich durch ihre wunderbare detailverliebte Gestaltung aus. Jeder Zentimeter Platz wurde ausgenutzt, um irgendeine Erinnerung oder Botschaft zu vermitteln. Die Räume platzten dann auch aus allen Nähten, es wurden Käse und Kleinigkeiten gereicht und eine entspannte Zeit verbracht. Am Ende hielt der Präsident eine extrem wertschätzende Rede zur Freundschaft und auch ein Vertreter von uns durfte noch ein paar Worte an alle richten. Vielen Dank für diese wunderbaren Stunden.</p>
<p>Von Nucleo ging es direkt weiter in ein bekanntes Restaurant, in dem, wie bei jedem größeren Besuch, das gemeinsame Essen mit allen Gruppen stattfinden sollte. Wie immer war das Essen natürlich hervorragend und die gemeinsame Zeit noch wichtiger. Wie im Jahr zuvor wurde darauf geachtet, dass die Tische gemischt waren und so entwickelten sich überall interessante Gespräche über unsere Vereine und unsere Gruppen. Der Abend endete wie immer viel zu früh und für ein paar Reisegruppen ging es nochmal in die Altstadt auf einen Absacker.</p>
<p><strong> Sonntag</strong></p>
<p>Die Sonne weckte uns am Sonntagmorgen und viele müde Schalker Augen nutzen die Mittagszeit, um etwas am Meer zu flanieren. Treffpunkt war am frühen Nachmittag im Süden von Salerno in einer Pizzeria. Bei bestem Wetter, einem kühlen Bier und Meeresluft lässt es sich jedenfalls aushalten. Kein Wunder also, dass nicht nur die Italiener erst nach und nach in der Pizzeria eintrudelten. In einer ungezwungenen Atmosphäre wurde mit allen Gruppen aus dem Direttivo Salerno in drei Gängen gespeist und viele, viele Lieder zum Besten gegeben. Zum Nachtisch ging es anschließend in eine Pasticceria in der Nähe, wo der eisgekühlte Limoncello bitter nötig war, um das alles zu verarbeiten.</p>
<p>Am Sonntagabend dann der letzte der großen Gruppenbesuche. Eine kleine Auto-Karawane machte sich auf, um den IGUS die Ehre zu erweisen. Die IGUS begleiten uns nun schon fast die gesamte Zeit der Freundschaft eng und zwischen einzelnen Mitgliedern ist auch auf privater Ebene eine Freundschaft entstanden. Natürlich fehlte es uns in dieser Zeit an nichts und es war nicht möglich, ohne sein Konsummittel der Wahl in der Hand da zu stehen. Es wurden leidenschaftliche Reden gehalten und ein nicht minder emotionales Gruppenfoto geschossen, bevor der Abend gemeinsam in einer Bar beendet wurde. Die hier anwesenden Gäste waren nicht gerade begeistert, als der riesige Tross Fussballassis in den Laden einzog. Wir hatten aber unseren Spaß und es war um so trauriger, dass wir irgendwann zurück ins Zentrum mussten.</p>
<p><strong>Montag</strong></p>
<p>Der letzte Tag war angebrochen und wie eingangs erwähnt, stand die gesamte Reise unter keinem guten Stern. Es deutete sich bereits in den Tagen zuvor an, aber am Montag wurde endgültig sichtbar, dass die in Italien grassierende Grippewelle auch die Schalker Reisemeute erreicht hatte. Am Ende waren es wohl zwei Drittel der Königsblauen, die es volle Möhre erwischt hatte. Besonders Kampanien ist in diesem Jahr von der Grippewelle betroffen und die Krankenhäuser kommen an ihre Leistungsgrenze.</p>
<p>Meine Reisegruppe konnte zumindest noch am Montag mit einem kleinen Hüsterchen aufstehen und eine Bootstour nach Amalfi unternehmen. Der gesamte Küstenstreifen ist bekanntermaßen wie aus dem Bilderbuch und insbesondere die Ortschaften Amalfi und Positano weltweit bekannt. Wir besuchten nur den ersten der beiden. Leider waren die meisten der Restaurants geschlossen, dennoch fanden wir irgendwann eines und konnten uns nach dem kurzen Sightseeing stärken. Die Bootsfahrt kostet hin und zurück 24 Euro und kann nur jedem ans Herz gelegt werden.</p>
<p>Aber nun war endlich Spieltag!</p>
<p><strong>US Salernitana – Cosenza Calcio 0:0 (0:0)</strong></p>
<p>Treffpunkt war wie immer der Club von Nuova Guardia, hier wurde dann das ganze Ausmaß der Grippewelle deutlich, als auch die stärksten Biertrinker keines haben wollten. Dies änderte sich zwar etwas im Stadion, aber die bleichen Gesichter waren nicht zu übersehen. Im Stadion selbst hat sich im Vergleich zur Serie B auf den ersten Blick nicht viel verändert.<br />Die Kurve schien nicht sonderlich leerer zu sein, aber im restlichen Stadion waren doch einige Lücken zu vernehmen. Schlussendlich waren es 9.000 Zuschauer, die den Weg ins Arechi fanden. Wir teilten uns wie immer zwischen allen Gruppen auf, wobei der größte Teil in der Mitte bei Nuova Guardia stand. Natürlich wurden wir vor dem Spiel von den Vorsängern begrüßt und von der Kurve besungen, was für alle Mitreisenden jedes Mal aufs Neue eine große Ehre ist. Auch hängen seit dieser Saison, und nach beendetem Protest, wieder die Zaunfahnen in der Curva Sud Siberiano und somit konnte auch endlich Mal wieder der Hans Mittelmeerluft schnuppern. Das Spiel plätscherte die ganze Zeit vor sich hin, was allerdings der Stimmung keinen Abbruch tat. Schade, ich hätte gerne gewusst, wie ein Tor das alles nochmal eine Spur intensiver gemacht hätte, dabei wurde in der ersten Halbzeit sogar noch ein Elfmeter kläglich verschossen. Ich stand in der zweiten Halbzeit bei Nucleo und IGUS. Hier sind besonders viele junge Ultras zu finden, was den Umgang untereinander nochmal etwas wilder macht. Natürlich durfte immer wieder das für Süditalien typische „eingehakt im Kreis Gehüpfe“ nicht fehlen. Kurz gesagt, es hat einen riesigen Bock gemacht und ich blickte nach dem Spiel in viele strahlende Gesichter. Unsere Freunde waren weniger begeistert und zeigten ihren Unmut über das 0:0 deutlich. Der Vorsänger hielt dann abschließend eine Standpauke an die Mannschaft, bevor sie sich in die Kabine schleichen durfte.<br />Die Gäste durften trotz bestehender Rivalität nach Salerno reisen. Es sind aufgrund der geforderten Tessera zwar nicht alle Gruppen gekommen, aber gut 120 Ultras werden es gewesen sein. Ob die beiden bei Futbology eingeloggten Bremer auch dabei waren, kann nicht gesagt werden, gehangen hat jedenfalls nichts. Stimmungsmäßig kam aufgrund der kleinen Menge nichts bei uns an, aber es ist immer ein Highlight, wie fleißig zwischen den Kurven hin und her gepöbelt wird.</p>
<p>Nach dem Spiel ging es auf eine letzte Pizza in den Club von NG, bevor spätestens am nächsten Tag alle wieder Süditalien verließen und im heimischen Deutschland die meisten erstmal das Bett hüten mussten.</p>
<p>Mille grazie, fratelli. Influenza merda!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Rückblick Hinrunde der Nordkurve Gelsenkirchen</strong></p>
<p>Nach der desolaten Vorsaison konnte es mal wieder nur besser werden und so galt auch für die Nordkurve Gelsenkirchen: Alles auf Null. Zum Start gab es für uns das Topspiel gegen Hertha. Vom Namen her stimmte das schon mal. Bereits beim Einlauf der Mannschaft gingen die ersten Fackeln an und man merkte direkt bei den darauffolgenden Gesängen, dass es gut werden könnte. Dies sollte sich auch bewahrheiten und wir legten ein astreines Heimspiel aufs Parkett. Ab Minute eins war sowohl auf den Rängen als auch auf dem Platz Feuer drin. Sämtliches Liedgut funktionierte einwandfrei und mit starken Mitmachquoten. Immer wieder rundeten Fackeln in der Nordkurve das Gesamtbild ab und bei „einfacheren“ Liedern schaffte man es oft, das gesamte Stadion mitzureißen. </p>
<p>Der Schwung aus dem Hertha-Heimspiel konnte größtenteils mit in die folgenden Auswärtsspiele genommen werden. Auch in Lautern, Dresden und Magdeburg gaben wir ordentliche Visitenkarten ab, lediglich beim Pokalspiel in Leipzig stockte der Motor etwas. Beim Heimspiel gegen die Bochumer spielte uns der Spielverlauf voll in die Karten und somit durften wir auch hier zufrieden sein. Auf den Boden der Tatsachen zurück brachte uns das Heimspiel gegen Holstein Kiel: Niederlage und eine lethargische Nordkurve. Da merkte man wieder einmal, wie sehr die heimische Arena auf die Faktoren Gegner auf den Rängen und Spielverlauf reagieren kann. Dies zeigte sich auch in den folgenden Heimspielen. Zwar wurden immer knappe Siege eingefahren, jedoch war die Stimmung aufgrund der kleineren Gegner nicht so, wie man sich das gewünscht hatte. So gab es dank des sportlichen Erfolgs solide bis gute Auftritte, aber ohne die wirklich ganz großen Ausreißer nach oben. Erwähnenswert ist das Spiel gegen Greuther Fürth bei dem wir unsere neue Lautsprecheranlage in der Nordkurve einweihten. Von Heimspiel zu Heimspiel spielte sich die neue Anlage ein und die Mitmachquote zog noch einmal deutlich an. </p>
<p>Auswärts wechselten sich im Laufe der Hinrunde eher schlechtere sowie starke Auftritte immer wieder ab. Während wir in Hannover und Düsseldorf das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnten und mit jeweils über 10.000 Schalkern uns selbst eine gute Stimmung attestieren konnten, gab es bei den Spielen in Münster oder Bielefeld gefühlte Totalausfälle. Hier lagen die eigenen Ansprüche und die Leistung der Kurve meilenweit auseinander. Insbesondere das Spiel in Münster war absolut bodenlos und sollte sich so besser nicht noch einmal wiederholen.</p>
<p>Leider gab es trotz des Tabellenplatzes und der unerwarteten sportlichen Siegesserie viele Momente, in denen wir nicht das eigentliche Potential unserer Kurve abrufen konnten. Gerade in den Momenten, wo es sportlich enger zuging oder unsere Mannschaft in Rückstand geriet, brach die Nordkurve phasenweise regelrecht ein. Die zweite Halbzeit bei unserem Auswärtsspiel in Braunschweig ist dafür das beste Beispiel.</p>
<p>Genau an diesen Einbrüchen müssen wir in der Rückrunde arbeiten und gemeinsam deutlich mehr leidenschaftliche Momente in der Kurve kreieren. Diese waren leider zeitweise Mangelware und die Anspruchshaltung des ein oder anderen schien die Erinnerungen an die letzten Jahre verdrängt zu haben. Natürlich hat sich die sportliche Situation verbessert und es werden mittlerweile mehr Siege erwartet. Trotzdem sollten wir es nicht als selbstverständlich erachten, wo wir gerade stehen. Schalke ist anders! Besonders in schwierigen Momenten. Genau diese Mentalität müssen wir bei jedem einzelnen Spiel der Rückrunde an den Tag legen. Egal ob auswärts oder zuhause, egal wie die Gegner auch heißen!</p>
<p>Einen versöhnlichen Jahresabschluss gab es gegen unsere Freunde aus Nürnberg sowie in Braunschweig. In letzterem wurde nach dem Spiel wieder einmal deutlich: Die Mannschaft und die Kurve sind wieder eine Einheit. Auch Niederlagen können uns von diesem eingeschlagenen Weg nicht abbringen. Ein größeres Gegenbild zum Ende der letzten Saison konnte es wohl kaum geben. Wir können endlich wieder stolz auf unser Team und den Verein sein. Nur als Einheit sind wir stark. Daran gilt es, in der Rückrunde direkt anzuknüpfen!</p>
<p>Nachdem das Choreoverbot zum Ende der letzten Saison zu den Akten gelegt wurde, zeigten wir auch optisch ein sehr gutes Halbjahr. Pünktlich zum ersten Heimspiel gegen Berlin gab es die erste Aktion zu sehen, welche wir in zwei Teilen zeigten. Im ersten Teil wurde unter der bekannten Liedzeile „Manch böser Tag zog schon ins Land…“ an mal mehr, mal weniger aktuelle Tiefpunkte der Schalker Vereinsgeschichte erinnert. Die entsprechenden Schlagzeilen wurden via Spruchband in ein Meer aus schwarzen Folien integriert. Der zweite Teil unter dem Motto „…doch wir stehen immer Hand in Hand“ sollte die Kurve dann in den schönsten Farben der Welt erstrahlen lassen. Während im Oberrang mit Pappen ein „Nordkurve“-Schriftzug gebildet wurde, gab es unten ein wirklich ansehnliches Chaos-Intro aus Fahnen, Doppelhaltern und reichlich Konfetti. Nach dem Intro wurde hier das breite Fahnenmeer beibehalten, welches optisch zwar top war, uns aber zu einem weiteren Punkt der Hinrunde bringt: den Materialeinsatz. Nutzt die Fahnen und Doppelhalter bitte sinnvoll und in den richtigen Momenten. Gerade bei brenzligen Situationen während des Spiels, insbesondere Standardsituationen, ist das Tifo-Material unten zu lassen. Schwenkt nicht einfach 90 Minuten durch. In der Vergangenheit entstanden in diesem Punkt oftmals Konflikte, unter denen schlussendlich die gesamte Stimmung litt. Habt Verständnis für die Personen hinter euch und setzt das Tifo zwar aktiv, aber mit Verstand ein.</p>
<p>Zum Duell gegen den Nachbarn aus Bochum hatten wir ebenfalls eine Choreo im Gepäck. Diesmal schmückte ein großer „Ruhrpott“-Schriftzug unsere Kurve. Dieser wurde mit Hilfe von Netzen und Seilen an der Dachkonstruktion hochgezogen. Ein sehr starkes Gesamtbild begleitet von der passenden musikalischen Untermalung.</p>
<p>Ansonsten hatten wir bei fast jedem Auswärtsspiel unsere große Nordkurve Gelsenkirchen-Zaunfahne im Gepäck. Diese symbolisiert einerseits die Geschlossenheit der gesamten Kurve und wertet andererseits unser Zaunfahnenbild auf. So konnten wir optisch in der Hinrunde durchaus zufrieden sein und hüllten mit gewohnt vielem Tifo die Gästeblöcke des Landes in unsere Vereinsfarben. Bei den Heimspielen ist vor allem an den Banden noch Luft nach oben, wobei auch hier Fortschritte bei einigen Fanclubs zu verzeichnen sind. Lasst die Zaunfahnen nicht im Partykeller oder Vereinsheim liegen, sondern schmückt unsere Nordkurve!</p>
<p>Nachdem wir die beiden ersten Heimspiele der Saison mit Choreos eröffnet haben, sollte es bei den letzten beiden der Hinserie genauso sein. Gegen Paderborn wurden erst zwölf Minuten geschwiegen, bevor wir die erste Choreo der Gruppengeschichte während eines bereits laufenden Spiels durchführten. Zum 150-jährigen Jubiläum der offiziellen Stadtgründung von Gelsenkirchen, ließen wir eine in den Unterrang überlappende Blockfahne mit dem “Stadt der 1.000 Feuer” Schriftzug herunter, während parallel im Unterrang eine weitere Blockfahne hochgezogen wurde, die die vier Symbole unseres Stadtwappens repräsentierte. Die Eckblöcke wurden durch kleine Fahnen in den Stadtfarben schwarz, grün und weiß geschmückt. Passend zum Motto wurde nach ein paar Minuten der Stoff im Unterrang wieder weggezogen und tausende Wunderkerzen hüllten die Mittelblöcke der Nordkurve in ein denkwürdiges Lichtermeer. Gerade beim Herunterlassen der oberen Blockfahne lief nicht alles perfekt, dennoch waren wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis.</p>
<p>Gegen unsere Freunde von Glubb gab es dann wieder eine Aktion im Zeichen der Freundschaft. Zum Vereinslied streifte sich die gesamte Nordkurve blau-weiße Ponchos über, welche unser Vereinswappen erstrahlen ließen. Zum Einlauf der Mannschaften und der passenden Einlaufmusik, wechselte das Logo und das rot-schwarze Emblem unserer Freunde wurde mithilfe von ausgeteilten Pappen erzeugt. Ein wirklich gelungenes Bild. Der Wechsel klappte nahezu perfekt und wurde auch zu Beginn des Spiels als optischer Akzent genutzt. Die erste Choreo dieser Art auf Schalke. Schön zu sehen, dass in unserer Nordkurve solche Aktionen funktionieren und wir so als Fanszene im Bereich Choreographien die nächsten Schritte gehen können.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Auch im neuen Jahr geht es in dieser Rubrik weiter. Mit dem chef? komm heut nich. Fanzine haben wir heute ein Heft als Interviewpartner, das nochmal (im positiven Sinne) deutlich aus dem gewohnten Fanzinen-Rahmen fällt. Im CKHN liegt der Fokus auf dem Drumherum ihrer Reisen, auf die Eindrücke und die Beobachtungen, die sie auf ihren Reisen wahr- und mitnehmen. Dass selbst der größte Fussballnerd dann nicht mit dem Lesen aufhört, liegt einfach daran, dass es die Autoren allesamt schaffen, den Leser mitzunehmen und an ihre Zeilen zu binden. </em><em>Ihr könnt das Heft gegen Dresden bei uns am Stand erwerben. An diesem Spieltag gibt es im Übrigen auch endlich das “Des Wahnsinns fette Beute” Heft aus Erfurt bei uns zu kaufen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interview: chef? komm heut nich.</strong></span></p>
<p><em></em><strong>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario. Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blättert durch euer Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, wat is’ dat denn?” Wie erklärt ihr ihm kurz euer Fanzine?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Auf dieser Welt existieren noch mehr schöne Orte als das Ufer des Rhein-Herne-Kanals. In unserem Fanzine beschreiben wir, wie wir diese Orte entdecken. Dabei besuchen wir regelmäßig Fußballspiele, die sowas wie Ankerpunkte unserer Reisen sind und mal mehr und mal weniger den Schwerpunkt der Texte des Heftes bilden.</p>
<p><strong>Stand heute, wie ist euer Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wir sind kein klassisches Groundhopping-Heft – glauben wir zumindest. Die neuesten Infos aus den Fanszenen haben wir selten parat, wir fokussieren uns auf Banaleres. Unsere Geschichten verlieren sich eher in aufwendigen Beschreibungen jener Faxen, die man meistens nicht im Stadion, sondern vor allem auf dem Weg dahin und auf dem Weg zum nächsten macht . Hinzu kommen gesellschaftliche Einordnungen und Versuche, eine Perspektive zu dem zu entwickeln, was wir beobachten. Außerdem versuchen wir mit herausgestellten Kultur-Tipps und sorgfältig ausgewählten, oftmals großformatigen Fotos für Abwechslung zu sorgen.</p>
<p><strong>Wie würdet ihr bzw. wen würdet ihr als eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen und wen erreicht ihr tatsächlich?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Ursprünglich war das Heft nur für Freunde und Familie und als persönliches Andenken gedacht. Mit jeder neuen Ausgabe war es intern Thema, bis wann es noch der gedruckte “Rundbrief an Freunde” ist und ab wann einfach ein öffentliches Heft. Freunde und Familie erreichen wir heute noch immer, der Rest geht bundesweit an persönliche Kontakte aus dem Fußballumfeld und viele Einzelpersonen, über die wir nichts wissen. Guckt man sich die Daten etwas genauer an, heißen die meisten Besteller Christian, Lukas und Jan und kommen aus NRW, Niedersachsen und Bayern. Da wir immer versucht haben, unseren persönlichen Schreibstil beizubehalten, freuen wir uns inzwischen auch, wenn Leute, die wir nicht persönlich kennen, Gefallen an unseren Texten finden.</p>
<p><strong>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee zu eurem Fanzine entstanden ist?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Im Jahr 2016 war einer unserer Autoren in Tunis, Tokio sowie London und sah dort einige Spiele, die er einfach festhalten wollte. Dann wurde im Freundeskreis gefragt, wer ebenfalls etwas beizutragen hat und wenig später war das CKHN geboren. Die Sache wuchs nach und nach zu einem gemeinsamen Projekt, unabhängig von der Stadt, in der man lebt und unabhängig vom Verein, den man liebt. So entstand die Möglichkeit, losgelöst von typischen Szene-Gepflogenheiten zusammenzukommen, Freundeskreise zu verbinden und kreativ zu sein.</p>
<p><strong>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Heftes geben? Wie haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt?</strong></p>
<p><strong>CKHN: </strong>Wir starteten 2017 mit 40 Heften und stehen heute bei 1.000. Wir haben dabei immer gewissenhaft abgewogen, was für uns zumutbar ist und sind dabei ‘gesund’ gewachsen, gerade weil wir den Vertrieb nie auslagern wollten.</p>
<p>Bei der inhaltlichen Diskussion drehte es sich immer wieder darum, ob wir Chronik oder Magazin sein wollen. Also ob die Dokumentation unserer Reisen im Vordergrund stehen sollte oder die unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Der Mittelweg war am Ende der, auf dem sich jeder Autor wiederfinden konnte. Das Heft begleitet die meisten von uns nun seit zehn Jahren. Viele von uns haben in diesem Zeitraum den Übergang vom Studien- ins Berufsleben geschafft, einige sind inzwischen Familienväter. Entsprechend sind es total aufregende Jahre, in denen das Heft uns begleitete und es wird spannend, später darauf zurückzublicken. Früher haben wir viel be- und gewertet, daraus aber auch gelernt und eigene Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Das Thema ‘Druck’ lässt sich ja aus zwei Perspektiven betrachten. Haptisch und optisch ist das Heft relativ ähnlich geblieben. Wir waren oft abhängig vom Abgabetermin. Wenn es zu knapp wurde, mussten wir auf das Papier gehen, mit dem die Druckerei am schnellsten arbeiten konnte. Beim Layout dienten am Anfang die 11Freunde und ballesterer als Inspiration. In den letzten Jahren waren es dann eher Anarcho-Fanzines. Entsprechend wurden wir in der Gestaltung vielleicht etwas radikaler, ohne den Blick auf die szenetypischen Gestaltungen zu verlieren.</p>
<p>Dann ist da noch der Druck, den man sich selber macht. Der ist nämlich schon ziemlich groß geworden. Gerade mit der gestiegenen Auflage und der damit einhergehenden Reichweite wuchs der Anspruch, der Fanzine-Landschaft seinen Stempel aufzudrücken und sie zu bereichern.</p>
<p>Durch eine Lesung und Party, die wir anlässlich der Veröffentlichung seit der zweiten Ausgabe veranstalten, gab es auch immer eine Deadline, die wir schaffen mussten und an der es einfach nichts zu rütteln gab. Das hat uns immer total geholfen, den Arsch hochzukriegen und im Jahresrhythmus zu veröffentlichen.</p>
<p><strong>Hattet ihr eine gewisse Fluktuation im Personal? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wirklich weggefallen ist nie jemand. Es gab immer mal wieder Leute aus unserem direkten Umfeld, die Lust hatten mitzumachen und das Heft mit Gastbeiträgen aufwerten konnten.</p>
<p>Vor dem Aus steht es jetzt. Wir haben uns dafür entschieden, das CKHN mit der zehnten Ausgabe zu beenden. Wir glauben, es ist ein guter Zeitpunkt, denn unsere Art zu reisen – so unser Gefühl – haben wir mittlerweile gefunden und die Lust auf andere, kleinere Projekte ist groß.</p>
<p>Wenn es am schönsten ist, sollte man bekanntlich aufhören: 1000er-Auflage, über 300 Seiten, zehn anspruchsvolle Autoren, eine viel zu große Partylocation mit drei DJs und einem an der Diskokugel hängenden, selbstgebastelten, ein Meter großen Deko-Fanzine aus Plexiglas – mehr ist mit unseren aktuellen Strukturen einfach nicht drin und dann ist es besser, das Projekt zu beenden, als es langsam auslaufen zu lassen und den alten Zeiten hinterherzutrauern.</p>
<p><strong>Die Welt wird immer schnelllebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücke können hier Fanzines noch schließen?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Fanzines wirken einfach entschleunigend – gedruckte Seiten kann man eben nicht so leicht wegwischen, liken oder teilen. Man muss sich gezielt Zeit dafür nehmen und kann es nicht so einfach überfliegen, während man Kurvenvideos guckt, über das nächste Auswärtsspiel chattet oder den Billigflug nach Moldawien bucht. Gleichzeitig sind Fanzines oft etwas handlicher als die Zeitung oder das Magazin am Kiosk und passen gut in den Auswärtsbeutel.</p>
<p>Sowohl der Prozess des Schreibens, als auch die Veröffentlichung triezen einen dazu, sich Zeit zu nehmen, sich Gedanken über das zu machen, was man erlebt hat – egal ob über die geheime Info aus der gesehenen Fanszene, die Kneipenempfehlung oder die ausufernde Beschreibung der Flutlichtmasten – ganz anders als die schnelle Story aus dem Urlaub, wo meistens eine gewisse Selbstbeweihräucherung im Fokus steht.</p>
<p>Wir würden aber eher fragen, welche Lücke Social Media schließen kann oder ob Fanzines überhaupt eine Lücke schließen müssen? Wir sehen die Sache nämlich gar nicht so verbissen. Vielleicht ist das gute digitale Fanzine einfach noch nicht erfunden und es findet sich noch ein Online-Format, das selbst Print-Liebhaber zufriedenstellt. Argumente wie Exklusivität, DIY-Ästhetik oder Individualität sind beispielsweise nichts, was analoge Medien nur für sich beanspruchen sollten.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt würden wir dann natürlich noch gern wissen, wo euer Heft erhältlich ist.</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wir freuen uns sehr darüber, dass es heute bei euch am Stand liegt. Dafür sind wir euch sehr dankbar und ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz. Wir lesen den Blauen Brief regelmäßig (online) und sind sehr beeindruckt von der Schalker Fanzine-Landschaft.</p>
<p>Unser Heft kostet 8 Euro. Alternativ könnt ihr uns jederzeit an cellerwatthast@ckhn.de schreiben – wir brauchen ab und zu ein wenig Zeit zum Antworten, aber wir geben uns größte Mühe, schnellstmöglich zu versenden. Mit dem eingenommenen Geld bezahlen wir vor allem die Produktionskosten des Heftes. Wenn etwas übrig bleiben sollte, spenden wir es an Projekte aus unserer Mitte.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Stuttgart:</strong> Zum Rückrundenauftakt des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin organisierte die Schwaben Kompanie Stuttgart erneut eine Spendenaktion unter dem Motto „Schwaben Kompanie sammelt“. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Kältebus Stuttgart wurden vor dem Heimspiel haltbare Lebensmittel für wohnungslose Menschen gesammelt. Ziel der Aktion ist es, die ehrenamtliche Arbeit des Kältebusses zu unterstützen, der seit 2013 in den Wintermonaten im Stadtgebiet Stuttgart im Einsatz ist und hilfsbedürftige Menschen unter anderem mit warmen Getränken, Essen, Schlafsäcken, Decken und Kleidung versorgt. Als Spende angenommen wurden hierbei ausschließlich originalverpackte, haltbare Lebensmittel. Mit der Aktion setzt die Gruppe ihr regelmäßiges soziales Engagement fort und leistet einen konkreten Beitrag zur Unterstützung wohnungsloser Menschen in der kalten Jahreszeit.</p>
<p><strong>Leverkusen:</strong> Die Partie zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln wurde von massiven und fragwürdigen Sicherheitsmaßnahmen überschattet, die schließlich dazu führten, dass beide Fanszenen geschlossen auf einen aktiven Spielbesuch verzichteten. Anlass für den Boykott waren entwürdigende und unverhältnismäßige Einlasskontrollen am Gästeblock, bei denen ein Kölner Fan gezwungen wurde, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden und im Intimbereich kontrollieren zu lassen. Die Fanhilfe Köln kritisierte die Maßnahmen und stellt klar, dass unabhängig von der Wortwahl der Staatsmacht in ihrer Pressemitteilung, dies klar eine Nacktkontrolle darstellt, die weder sachlich begründet noch verhältnismäßig war, zumal der Grund lediglich ein fehlendes Ticket gewesen sein soll. Die Maßnahme wird als gezielte Schikane gegenüber Fußballfans gewertet, zumal sie gegenüber dem Fanprojekt zunächst abgestritten wurde und sozialpädagogische Begleitung verhindert wurde. Die Fanhilfe Köln kritisiert ebenfalls die mangelnde Transparenz sowie die sprachliche Verharmlosung des Vorgehens und den respektlosen Umgang mit der Würde der Betroffenen und sieht darin ein weiteres Beispiel für willkürliches und fan-feindliches Handeln der Polizei, das letztlich zur Eskalation und zur bewussten Entscheidung gegen den Stadionbesuch führte.</p>
<p><strong>München:</strong> Nachdem die UEFA neben einer Geldstrafe auch Teile der Münchner Südkurve sperren ließ, entschied sich der Verein zu einer kompletten Sperrung der Südkurve beim Champions-League-Heimspiel des FC Bayern gegen Union Saint-Gilloise, da aus technischer Sicht einer nicht-vorhandenen Blocktrennung ein Teilausschluss der Kurve nicht möglich gewesen wäre. Aus “Kulanz” erstattete der FCB seinen Anhängern die bereits erworbenen Tickets. Auslöser war eine Pyroshow beim vorherigen Heimspiel gegen Sporting Lissabon, die nun unter anderem mit einem Zuschauer-Teilausschluss sanktioniert wurde. Die Südkurve München kritisierte dieses Vorgehen in ihrer Stellungnahme scharf und ordnete die Maßnahme als klassische Kollektivstrafe ein, bei der zahlreiche unbeteiligte Fans bestraft werden. Solche Sanktionen sind weder legitim noch geeignet, um gewünschtes Verhalten durchzusetzen, sondern dienen vor allem der Abschreckung und Spaltung der Fanszene. Gleichzeitig betonte die Südkurve, dass es innerhalb der Kurve unterschiedliche Meinungen zur Pyrotechnik gibt, ruft aber dazu auf, sich nicht durch Verbandsstrafen gegeneinander ausspielen zu lassen. Die Südkurve forderte Verantwortliche in Vereinen und Verbänden auf, sich klar gegen solche Maßnahmen zu positionieren und unterstrich, dass nur Zusammenhalt eine vielfältige, aktive und kritische Fankultur langfristig sichern kann.</p>
<p><strong>Berlin:</strong> Wie die meisten von euch mittlerweile mitbekommen haben sollten, kam es bei unserem Auswärtsspiel in Berlin zu einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz hinter der heimischen Ostkurve. In ihrer öffentlichen Stellungnahme kritisierte die Fanhilfe Hertha BSC den massiven Polizeieinsatz. Nach Angaben der Fanhilfe hielt sich die Polizei nicht an zuvor getroffene Absprachen mit dem Verein und trat bereits am Einlass provokant auf. Eine zunächst nicht nachvollziehbare Festnahme habe die Situation zusätzlich angeheizt, bevor sich die Eskalation in den Eingangsbereich der Ostkurve verlagerte. Dort sei gegen die wartenden Fans anlasslos und mit erheblicher Gewalt vorgegangen worden, unter anderem durch den großflächigen Einsatz von Pfefferspray. Infolgedessen wurden circa 30 Fans verletzt, mehrere davon so schwer, dass sie in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Die Fanhilfe ordnet die Ereignisse als vorläufigen Höhepunkt einer seit Monaten anhaltenden Eskalationsstrategie der Polizei im Olympiastadion ein und wirft der Einsatzleitung sowie der Berliner Innensenatorin vor, trotz wiederholter Dialogversuche des Vereins bewusst auf Konfrontation statt Deeskalation zu setzen. Als Konsequenz entschlossen sich die Gruppen der Heimkurve, die geplante Choreo zwar durchzuführen, jedoch danach geschlossen das Stadion zu verlassen und auf einen organisierten Support zu verzichten.</p></div>
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		<title>Ausgabe 8: Nürnberg</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-8-nuernberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_38 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_39 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_40 et_pb_bg_layout_light" href="#interview_bb">3. Interview Blauer Brief</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_41 et_pb_bg_layout_light" href="#ode">4. Eine Ode an die Fanzines</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_42 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>G<span style="font-weight: 400;">lück auf Schalker, Servus Glubbfans,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">auch wenn Weihnachten noch gut zehn Tage auf sich warten lässt, macht uns unsere Mannschaft ein Geschenk nach dem anderen. Mittlerweile sind es schon vier Punkte auf den Zweitplatzierten und es fällt immer schwerer sich nicht als Aufstiegskandidat zu bezeichnen. Für den Rest der Welt sind wir es eh schon. Wir schauen dennoch nur von Spiel zu Spiel und am heutigen dritten Advent heißt unser Gegner 1. Fussballclub Nürnberg. Sicherlich keine Partie wie jede andere. Auch wenn die Freundschaft heute für 90+x Minuten ruhen muss, wird sie ansonsten wie üblich zelebriert. Auch wir tragen unseren Teil dazu bei und würdigen dieses beispiellose Bündnis mit einer Choreographie. Es ist die vierte in dieser Hinrunde, so dass der königsblaue Anhang in der Nordkurve bereits geübt ist. Nichtsdestotrotz sollte sich jeder und jede gründlich den Choreoflyer durchlesen und auf die Ansagen unserer Vorsänger achten. Das Gelingen der Choreo liegt in der Verantwortung von jedem einzelnen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wo wir beim Thema Weihnachten und Geschenke sind: Weiterhin ist der Nordkurven Kalender 2026 an den bekannten Stellen im Stadion erhältlich. Auch in diesem Jahr lassen wir es uns nicht nehmen, mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Gelsenkirchen vertreten zu sein. Am Dienstag, den 23.12. findet ihr uns dort ab 9:30 Uhr. Wie üblich wird es eine große Tombola mit spannenden Preisen geben. Für das leibliche Wohl bieten wir Kinderpunsch, Waffeln und weitere Köstlichkeiten an. Ebenso gibt es noch einen geringen Restbestand an Tassen zu kaufen und ihr habt letztmalig die Chancen den Nordkurven Kalender 2026 zu erwerben.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Heimspiel gegen den SC Paderborn vor 16 Tagen, haben wir das 150-jährige Jubiläum der Stadt Gelsenkirchen mit einer großen Choreographie begangen. Wie in der letzten Ausgabe an dieser Stelle angekündigt, sollte es nicht das letzte Geschenk von uns sein. So gibt es heute neben dieser regulären Ausgabe des Blauen Briefs, eine Sonderausgabe zu 150 Jahren GE. In dieser begeben wir uns an historische Orte und Gebäude unserer Stadt und nehmen euch mit auf eine kleine Zeitreise. Wir hoffen wir haben euer Interesse geweckt und wünschen viel Spaß beim lesen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach der Partie in Braunschweig am kommenden Sonntag, geht es in die wohlverdiente Winterpause. Genießt die ruhigen Tage und tankt Kraft für die Rückrunde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Rock on in 2026!</span></p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_38">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e. V. – SC Paderborn 07 GmbH &amp; Co. KGaA 2:1 (1:1)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch an diesem Spieltag protestierten wir erneut gegen die Sicherheitsanforderungen der IMK. Das zwölf Minuten lange Schweigen wurde von den Spruchbändern “Ist das der Fußball, den ihr wollt?” im Unterrang und “IMK: Populistisch &amp; intransparent &#8211; Fankultur schützen, statt zerstören” im Oberrang begleitet. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit Ende des Protests hatten wir noch eine nette Aktion in Petto. Genau auf den 29. November fiel das 150-jährige Jubiläum der offiziellen Stadtgründung von Gelsenkirchen, auch wenn die Wurzeln natürlich Jahrhunderte weiter zurückliegen. Deshalb nutzten wir das Heimspiel einen Tag vorher, um unserer Stadt ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk in Form einer Choreo über die gesamte Nordkurve zu machen. Vom Oberrang aus ließen wir eine in den Unterrang überlappende Blockfahne mit dem “Stadt der 1.000 Feuer” Schriftzug herunter, während parallel im Unterrang eine weitere Blockfahne hochgezogen wurde, die die vier Symbole unseres Stadtwappens repräsentierte. Die Eckblöcke wurden durch kleine Fahnen in den Stadtfarben schwarz, grün und weiß geschmückt. Passend zum Motto wurde nach ein paar Minuten der Stoff im Unterrang wieder weggezogen und tausende Wunderkerzen hüllten die Mittelblöcke der Nordkurve in ein denkwürdiges Lichtermeer. Gerade beim Herunterlassen der oberen Blockfahne lief nicht alles perfekt, aber wenn man bedenkt, dass es die erste Choreo der Gruppengeschichte war, die während eines laufenden Spiels durchgeführt wurde, war das auf jeden Fall ein Erfolg. An dieser Stelle gilt ein großer Dank allen Schalkern, die im Stadion waren und sowohl beim Protest als auch bei der Choreo geholfen haben. Das zeigt einmal mehr, was erreichbar ist, wenn wir alle an einem Strang ziehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die wilde Anfangsphase mit dem aberkannten Elfmeter und der gelungenen Choreo beflügelte die Kurve jedoch nicht wirklich und die Anspannung in diesem Spitzenspiel war vielen anzumerken. Bis zur Halbzeit gelang es uns kaum, Gesänge über einige Minuten zu tragen oder das gesamte Stadion mitzureißen. Erst mit dem Gegentreffer in der 38. Minute durch Laurin Curda ging ein Weckruf durch unsere Reihen, was in zehn starken letzten Minuten vor der Halbzeit und einem brachialen Torjubel nach dem Ausgleichstreffer von Kenan Karaman in der Nachspielzeit mündete.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dementsprechend motiviert startete die Nordkurve in die zweite Hälfte, besonders bei “Von der Elbe bis zur Isar” stiegen weite Teile des Stadions ein. Auch die Mannschaft auf dem Platz ließ nichts mehr anbrennen und keinen wirklich gefährlichen Torschuss der eigentlich offensivstarken Gäste zu. Fußballgott Bryan Lasme kam in der 67. Minute auf das Feld, belebte das Spiel durch seine Spritzigkeit noch einmal komplett und bescherte uns in der 86. Minute den Siegtreffer per Lupfer. Danach explodierte die Arena und die gesamte Nachspielzeit wurde das Team vom feiernden Stadion zum Sieg gepeitscht. Selbstverständlich durfte eine ausgiebige Feiereinheit im Anschluss nicht fehlen. Wie immer mit dabei die  “Wir werden Siegen”-Fahne. An alle Brüder, die diesen Moment verpasst haben: Haltet durch, wir stehen hinter Euch!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sicherlich mögen die Gäste aus Paderborn durch die sportlich gute Situation im Moment beflügelt sein, aber für eine so vergleichsweise kleine Szene war der Auftritt und die Anzahl der Gästefans doch überraschend gut, besonders was Tifoeinsatz und Bewegung anging.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielen Dank, Freunde aus Nürnberg und Enschede, dass ihr uns so zahlreich unterstützt habt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. — FC Schalke 04 e.V. 0:2 (0:1)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer den Nahverkehr in NRW als Fußballfan kennt, weiß, wie unentspannt die Kombination aus Freitagnachmittag und Polizei werden kann. Um diesem Chaos zu entgehen, fiel die Wahl diesmal auf den PKW. Trotz Stau durch das bekloppte Zufahrtsystem auf den Parkplatz war der Gästeblock pünktlich gefüllt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie erwartet hatten sich tausende Schalker mit Tickets außerhalb des Gästekontingents eingedeckt. Ob es am Ende 20.000 oder sogar noch mehr waren, bleibt offen. So oder so: ein absolut beeindruckendes Bild und gleichzeitig eine Herausforderung für die Koordination des Supports.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nachdem unser „Experiment“ im Oberrang im Vorjahr nicht gut gelaufen war, sollte der Stimmungskern diesmal wieder in den Stehplatzbereich verlegt werden. Die Aufteilung, inklusive der großen Nordkurve Gelsenkirchen Fahne, weiterer Schwenker im Oberrang und einer Fahne über dem Seitentunnel, konnte sich schon vor Anpfiff sehen lassen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu Beginn des Spiels schaffte man es zunächst nur selten, die gesamte Masse mitzunehmen. Eine ordentliche „S 0 4“-Klatscheinlage und „Kohle unter unsern Füßen“ bleiben aber positiv hängen. Dazu kam ein „Schalke &#8211; Nullvier“ Wechselgesang, der in einer auswärts selten dagewesenen Lautstärke durchs Rund geknallt werden konnte. Insgesamt wurde man jedoch das Gefühl nicht los, dass hier eigentlich noch mehr drin gewesen wäre. Auf dem Rasen sah es nicht großartig anders aus: ein intensives, kampfbetontes Spiel mit wenigen Highlights, das zunächst nicht wirklich mitriss. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte dann aber Karaman’s Elfmeter für völlige Ekstase und den perfekten Push zur Halbzeit.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mit der Führung im Rücken startete man in den zweiten Durchgang, begleitet von einer starken „Königsblauer S04“-Schalparade. Jetzt ging alles deutlich lockerer von den Lippen und es gelang immer wieder, das Potenzial der Masse abzurufen. Unsere Mannschaft spielte nun in der Manier eines Tabellenführers und ließ dem Gastgeber kaum Luft zum Atmen. Wie gerufen kam die Rote Karte gegen die Fortuna in der 55. Minute. Spätestens jetzt war jeder Schalker überzeugt, die drei Punkte mitzunehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vitalie Becker setzte seiner ohnehin hervorragenden Leistung in der Schlussphase mit dem 0:2 die Krone auf. Das anschließende „Uns’re Fahnen wehn im Wind“ schepperte richtig. Bemerkenswert und schön zu sehen, wie gut das Lied inzwischen angenommen wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach Abpfiff drehte Blau Weiß dann komplett frei. Auf den „Kling Glöckchen“-Klassiker folgte ein überragender „Mythos vom Schalker Markt“. Besser hätte man diesen Abend kaum abschließen können. In Erinnerung bleibt definitiv unser bester Auftritt in Düsseldorf seit Jahren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf der Gegenseite stand der Tag im Zeichen von 25 Jahren Ultras Düsseldorf. Gefeiert wurde mit einer ansehnlichen Pyroeinlage, über das gesamte Spiel hinweg wurden immer wieder Fackeln gezündet. Optisch wirkten die Mitmachquoten im Unterrang solide, akustisch kam jedoch nahezu nichts an, was natürlich auch der überwältigenden Masse an Schalkern im Stadion und dem Spielverlauf geschuldet war. Mit einer kleinen und ehrlicherweise recht bescheidenen Choreo im Eckblock feierte die „Fortuna Mafia“ ihr Jubiläum.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></span><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielen Dank an unsere Freunde aus Enschede, die auch in Düsseldorf wieder mit dabei waren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Glück auf Schalker,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Servus Glubbfans,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">auch zum heutigen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg möchten wir euch natürlich auf den aktuellen Stand aus dem Frankenland bringen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie die meisten mitbekommen haben, stand letzten Sonntag das 275. Frankenderby auf dem Spielplan. Einer durchwachsenen ersten Hälfte folgte eine rasant startende zweite Halbzeit. Innerhalb von 13 Minuten gab der FCN zwei Führungen aus der Hand und so hatten beide Vereine jeweils zwei Tore auf der Habenseite. Die Nordkurve überzeugte zu Spielbeginn mit einer Stadtchoreo. Eine Karikatur der Nürnberger Burg umfasst von großen NÜRNBERG Lettern bildeten den Hauptteil. Abgerundet wurde das Gesamtbild mit größeren Stadtwappen-Fahnen, sowie dem Spruchband “Am Fuße des steinigen Berges wurdest du erschaffen und machtest das Land zu Deinem”. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Über das Spiel in Magdeburg verlieren wir an dieser Stelle wenig Worte. Fantechnisch stand die Partie ein letztes Mal im Zeichen der bundesweiten Fanproteste. Zusammen mit dem Block U betrat man erst zur zwölften Minute stillschweigend die Kurven, ehe nach der 30. Spielminute dann auf beiden Seiten der Support aufgenommen wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor der Winterpause begrüßt man Hannover 96 nochmals in Nürnberg, ehe die Weihnachtszeit auch in Nürnberg den Ball ruhen lässt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach fast zwei Monaten haben unsere Freunde endlich wieder einen Heimsieg einfahren können. Gegen AZ Alkmaar gewannen die Tukker mit 1:0. Im folgenden Auswärtsspiel beim FC Utrecht konnte man in der Schlussphase immerhin noch das 1:1 erzielen und somit einen Punkt mit nach Enschede nehmen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor Weihnachten steht für den FCT nochmal eine englische Woche an. Nach dem Heimderby gegen die Eagles aus Deventer spielt man unter der Woche beim Amateurclub SV Spakenburg um das Weiterkommen im Pokal. Das letzte Spiel des Jahres bestreiten unsere Brüder bei Feyenoord Rotterdam.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der FK Vardar überwintert an der Tabellenspitze. Seit dem Remis gegen den Tabellenzweiten Struga Anfang Oktober hat Vardar jedes Spiel gewonnen, wenn auch manchmal knapp, wie am vergangenen Wochenende in Gjorce Petrov, wo ein Rückstand in der zweiten Hälfte noch in einen 2:1-Auswärtssieg gedreht werden konnte. Eine Woche zuvor stand das Stadtduell gegen Shkupi auf dem Programm. Eigentlich ein sportlich wie auch auf den Tribünen eindeutiges Duell, war dennoch etwas mehr Aktivität als bei den letzten Duellen in der Stadt zu spüren. Am Vorabend der Begegnung wäre es beinahe zu einem größeren Aufeinandertreffen der beiden Fanszenen im Stadtzentrum gekommen. Der Rivale rund um die Gruppe Shverceri war am Ende doch nicht so entschlossen wie vorher angekündigt und trat den Rückschritt an. Einzelne Personen erwischte es dennoch. Aufgrund der Witterung fand die Partie im Stadion am Verbandsgelände statt. Das machte Komiti sich zunutze und zeigte eine Choreo über zwei Tribünen inklusive etwas Rauch und auch das Spiel wurde am Ende überdeutlich mit 6:1 gewonnen. Ein rundum gelungenes Wochenende und weiterhin die Tabellenführung, mit der man nun bis Mitte Februar in die Winterpause geht.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Haben wir in den letzten Wochen noch von dem ansehnlichen Fußball und der Leistung geschwärmt, die man aktuell in Salerno sieht, müssen wir über die letzten beiden Spiele eher Gegenteiliges berichten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auswärts in Benevento hat man sich eine 5:1 Packung abgeholt, bei der die Mannschaft völlig auseinandergefallen ist. Auch beim Heimspiel darauf gegen Trapani gab die Mannschaft kein gutes Bild ab, wenig Kampfgeist, kein Wille. Immerhin konnte man durch einen Treffer von Anastasio noch ein 1:1 und damit einen wichtigen Punkt retten. Aktuell befindet sich Granata auf Tabellenplatz 4 mit 32 Punkten und damit 5 Punkte zum Tabellenersten Catania. Die nächsten Spiele werden also entscheidend sein, um den Anschluss nicht zu verlieren. Mit dem Auswärtsspiel in Picerno (letzter Tabellenplatz) und dem Heimspiel gegen Foggia (Platz 18) warten immerhin vermeintlich einfache Gegner, bei denen es Punkte zu holen gilt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Abseits vom Sportlichen können wir vom Stadionumbau berichten, der in italienischer Manier ein Jahr später als geplant gestartet ist, die ersten Bagger rollen aber nun und das Stadion wird abschnittsweise gesperrt und umgebaut. Wie berichtet, werden die Heimspiele in späteren Bauphasen im benachbarten Provisorium Volpe ausgetragen.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_41">
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/12/Interview_BB-scaled.jpg" alt="" title="Interview_BB" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/12/Interview_BB-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/12/Interview_BB-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/12/Interview_BB-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/12/Interview_BB-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-17250" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nachdem sich die Erfordia Ultras mit einem Interview für die Rubrik “Ode an die Fanzines&#8220; beteiligt hatten, war es für uns selbstverständlich, dass wir ihnen im Gegenzug ebenfalls ein Interview zum Blauen Brief geben. Das Interview ist in ihrem Spieltagsheft “Block3” in den letzten Wochen erschienen und wir wollen euch diese Zeilen natürlich auch nicht vorenthalten.</span></i></p>
<p><i></i></p>
<p><b>Block3: Moin nach Gelsenkirchen. Zunächst Danke für das Interesse an unserem Heft und die Bereitschaft, im Gegenzug ebenfalls ein paar Fragen für uns zu beantworten.</b></p>
<p><b>Woher das Interesse an Des Wahnsinns fette Beute und nach welchen Kriterien sucht Ihr die Hefte für euren „Eine Ode an die Fanzines“-Part im Blauen Brief raus?</b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Glück auf, auch von unserer Seite erstmal ein fettes Dankeschön, dass wir euch an dieser Stelle etwas den Blauen Brief vorstellen können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht zu Beginn ein paar Worte zur Rubrik “Ode an die Fanzines” selbst. Wir hatten auf Schalke über Jahre hinweg extrem viele Leser von Fanzines. Unsere gruppeninternen Bestellungen waren bei fast jedem Heft sehr hoch. 2016 herum gab es allerdings einen Einbruch dieser Zahlen. Eine erste Reaktion war der relativ bekannte Text “Ode an die Fanzines&#8220;, der die Verkaufszahlen in der Folge wieder nach oben schnellen ließ. Wir wollten die entstandene Energie aufgreifen und haben erstmals diese Interviewreihe veröffentlicht. Zum damaligen Zeitpunkt waren unsere Interviewpartner, neben den bekannten überregionalen Heften, unter anderem die Klassiker “Beziehungskiste”, “Dröhnbüttel” und das “Unterwegs” Fanzine.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den letzten Jahren wurde es dann nicht besser. Die Interessen der jungen Leute verschieben sich und Fanzines werden immer mehr zu einem “Nerd-Ding”. Dem wollen wir entgegenwirken und legen die Reihe nun wieder neu auf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit Veröffentlichung der letzten &#8222;Ode an die Fanzines”-Reihe sind jede Menge neue und großartige Hefte auf den Markt gekommen. Wir haben für die Interviews bei denjenigen angefragt, die wir mit gutem Gewissen weiterempfehlen können, die für uns einen inhaltlichen Mehrwert haben und gut geschrieben sind. In den meisten Fällen ist es gleichbedeutend, dass sie bei uns in der Gruppe bereits von einigen gelesen werden. Wir würden uns freuen, wenn wir durch die Interviews ein paar neue Leser eurer Hefte finden würden.</span></p>
<p><i> </i></p>
<p><b>Block3: Wie hat sich das Heft im Laufe der Jahre entwickelt und wofür steht der blaue Brief heute? Worauf legt Ihr inhaltlich wert? </b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">In erster Linie ist es natürlich DAS Medium, mit dem Ultras Gelsenkirchen nach außen hin kommuniziert.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir wollen mit dem Blauen Brief möglichst viele Menschen erreichen und für unsere Themen sensibilisieren. Das ist auch der Grund, warum wir ihn nach wie vor auf unserer Homepage online stellen. Allein die Nordkurve fasst über 15.000 Menschen, die wir mit der gedruckten Variante niemals auch nur ansatzweise alle erreichen könnten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir wollen dabei inhaltlich möglichst alle Bereiche, die zu Ultras Gelsenkirchen gehören, abbilden. Daher veröffentlichen wir neben den Spielberichten und News zu unseren Freunden auch immer einzelne Texte, die sich beispielsweise mit der Geschichte von Schalke, der Stadt, Mentalitätsfragen oder eben mit Fanzines beschäftigen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Gesellschaft wird schnelllebiger, Informationen erreichen immer rasanter den Konsumenten, werden aber auch gleichzeitig immer oberflächlicher. Fanzines haben nach wie vor die Möglichkeit und die Kraft, dem zumindest in der Fußballwelt entgegenzuwirken und thematisch mehr in die Tiefe zu gehen. Das wollen wir mit dem Blauen Brief erreichen.</span></p>
<p><i> </i></p>
<p><b>Block3: Blick hinter die Kulissen: Wie viele Leute arbeiten derzeit am Heft mit und sind irgendwelche neuen Sachen für die Zukunft geplant?</b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Das ist schwer zu sagen. Theoretisch sind in der Redaktion etwa 35 Menschen, die sich im Laufe der Saison mit dem Blauen Brief beschäftigen. Realistisch sind es aber 10-15 variierende Personen, die an einer Ausgabe arbeiten. Dazu gehören Schreiben, Gegenlesen, Lektorat und Layout.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als kleinen Spoiler können wir vielleicht verkünden, dass in den nächsten Wochen über mehrere Ausgaben hinweg ein internationales Interview erscheinen wird. Auf dieses Interview sind wir wirklich stolz, da es Einblicke in die Fußballwelt eines Landes bringen wird, aus der zumindest wir in dieser Form noch nie lesen konnten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Block3: Wie sieht die Entwicklung eures Heftes chronologisch gesehen aus? Ich persönlich verfolge euer Zine, auch aufgrund der guten Zugänglichkeit, bereits seit einiger Zeit. Es gehörte für mich gerade zu Zeiten des ersten großen Ultraboom in Deutschland (ca. 2012-2016) zu den besten Angeboten auf dem Markt. Parallel zum sportlichen Werdegang des S04 &#8211; so mein Bauchgefühl &#8211; gab es einen kleinen Knick in der Leistungskurve. Seit einiger Zeit geht es wieder vorwärts. Täusche ich mich oder wie seht Ihr das?</b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Und genau wegen solchen Fragen landet ihr im Marienhospital! Nein, ernsthaft, diese Beobachtung kann schon stimmen. Wir würden das Hoch des Heftes aber ein paar Jahre länger als 2016 ziehen, haben aber auch gemerkt, dass irgendwann viele Geschichten und Themen auserzählt sind oder irgendwann schon mal behandelt wurden. Ein vernünftiges Niveau konnte aus unserer Sicht zwar immer gehalten werden, besondere und einprägsame Texte sind in der Tat jedoch weniger geworden und so etwas wie eine falsche Routine hat sich vielleicht eingeschlichen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den letzten Jahren konnten wir wieder einige nette Reihen und Texte veröffentlichen und für diese Saison sind wir eigentlich bis zum letzten Spieltag mit inhaltlichen Highlights durchgeplant. Auch haben wir die Form unserer Spielberichte wieder neu angepasst, mit der alten in der “Ich-Form” waren wir nicht mehr zufrieden. Wir hoffen, dass dies dann auch beim Leser ankommen wird. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Block3: Wir haben uns vor ein paar Jahren dazu entschieden, unser Block3 nicht mehr online zur Verfügung zu stellen. Wertschätzung, intimere und persönliche Gedanken sind zwei Gründe, die dafür mit ausschlaggebend waren. Uns ist durchaus bewusst, dass wir alleine von der Größe der Kurve sowie der aktiven Fanszene in ganz anderen Welten daheim sind. Trotzdem drängt sich die Frage auf: Eure Gründe, das Heft heute noch online zu stellen? </b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Wie schon angesprochen, wollen wir möglichst viele Schalker mit unseren Themen erreichen und sensibilisieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders vereinspolitisch konnten wir uns in den letzten Jahren trotz der Größe des Vereins sehr erfolgreich einbringen und sogar verschiedenen Posten bekleiden. Das hätten wir niemals geschafft, wenn wir uns den anderen Mitgliedern des FC Schalke komplett verschließen würden und unnahbar wären. Gleiches gilt für andere sensible Debatten. Wir haben den Eindruck, dass zumindest die Schalker, die ins Stadion gehen und/oder sich vereinspolitisch interessieren, Dinge vergleichsweise gut einordnen können. Sicherlich sind diese nicht immer einer Meinung mit uns, aber zumindest etwas informierter über die Hintergründe.</span></p>
<p><i> </i></p>
<p><b>Block3: Den Lesern dieser Zeilen dürfte ja bewusst sein, warum es sich heute noch lohnt, Fanzines zu machen. Wie ist eure Sicht der Dinge? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das geschriebene Wort ist noch immer das, das am besten in den Köpfen ankommt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Fanzines bieten Informationen, Unterhaltung und im besten Fall Einblicke und Anregungen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gleichzeitig sind sie aus erster Hand, kein anderes Medium hat den Inhalt interpretiert oder eingeordnet. Es ist die reine Meinung der Herausgeber. Das ist besonders in der heutigen Zeit ein unfassbarer Wert. Dabei hat man die Möglichkeit, ins Detail zu gehen und etwas aufzuarbeiten. Das wird niemals ein sensationsgeiler und stumpfer ins Netz gefurzter Beitrag ablösen können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der DIY-Charakter ist fast zu einem Alleinstellungsmerkmal unserer Subkultur geworden und sollte wie ein rohes Ei behandelt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn wir mit dem Schreiben aufhören, haben die Falschen gewonnen.</span></p>
<p><i> </i></p>
<p><b>Block3: Große Szene, viel Aktivität. Macht sich das auch auf dem Schalker Fanzinemarkt bemerkbar? Wie ist dieser aktuell aufgestellt? </b></p>
<p><i> </i><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Nach Jahren der kleinen Flaute erscheinen auf Schalke neben dem Blauen Brief aktuell sechs Fanzines oder Gruppenhefte regelmäßig.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das ist eine schöne Entwicklung. Aber auch da stellt sich natürlich die Frage, wie viele “neue” Leser man wirklich erreicht oder ob es vor allem eben die paar hundert Menschen sind, die einfach alles lesen. Wir arbeiten dran. </span></p>
<p><i> </i></p>
<p><b>Block3: Wir kommen langsam zum Ende. Eine spitz formulierte Frage wollen wir uns rausnehmen: Fester Fragenkatalog oder individuelle Interview-Fragen? </b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Je nachdem. Für Einzelinterviews mit Spielern, Fanszenen etc., wo man vielleicht die Möglichkeit hat, die Interviews im direkten Gespräch zu führen, ist ein individueller Fragenkatalog viel besser. Für Reihen über eine ganze Saison, wie jetzt beispielsweise mit der Fanzine Rubrik, bietet sich ein fester Fragenkatalog an.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><b>Blo</b><strong>ck3: Es wurde zwar bereits angeschnitten, aber hier nochmal die Frage: Wo kann man euer Heft lesen?</strong></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ausgelegt ist es an Spieltagen in unserem Club und wird im Stadion hinter der Nordkurve verteilt. Wir nehmen für die Hefte kein Geld, aber die Leser haben die Möglichkeit, etwas zu spenden, was sich auch gut deckt. Ansonsten online auf unserer Homepage. </span></p>
<p><i> </i></p>
<p><b>Block3: Danke nach Gelsenkirchen! Wenn Ihr noch was loswerden wollt, die letzten Zeilen gehören natürlich auch an dieser Stelle ganz obligatorisch dem Interviewten.</b></p>
<p><b>Blauer Brief: </b><span style="font-weight: 400;">Fanzines sind die Geschichtsbücher unserer Bewegung, wir müssen sie sorgsam behandeln und ewig fortführen. Es ist ein schöner Gedanke, dass in 20 Jahren ein junger Ultra in den Geschichten der heutigen Generation blättern und hoffentlich etwas daraus mitnehmen kann. Egal ob in Gelsenkirchen oder in Erfurt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews.</span></p></div>
			</div><div id="ode" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_41">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-scaled.jpg" alt="" title="Ode" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2025/08/Ode-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-16649" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Nach einer kurzen Pause geht es nun in dieser Rubrik weiter. Unser Interviewpartner ist diesmal das Fanzine Trespass aus Frankfurt. Auf den ersten Blick würden wir es als klassisches Hopping-Fanzine beschreiben. Texte zu Spielen der Eintracht finden nur selten den Weg in das Heft, diese sind dann aber auch um so mehr zu empfehlen. Beispielhaft sind hier die Zeilen zum letzten DFB-Pokalsieg aus der letzten Ausgabe erwähnt. Der Schreibstil ist unglaublich unterhaltsam und die Schreiber können die Geschehnisse wunderbar mit Leichtigkeit, aber auch viel Hintergrund einordnen, was ihr auch in diesem Interview sicherlich feststellen werdet.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Leider ist das Heft schon länger nicht mehr erschienen und wir hoffen, dass überhaupt nochmal eine Ausgabe erscheint. Ihr könnt aber zwei Ausgaben im NOFB-Shop (</span></i><a href="https://www.nofb-shop.de/"><i><span style="font-weight: 400;">https://www.nofb-shop.de/</span></i></a><i><span style="font-weight: 400;">) bekommen.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;">Vielen Dank nach Frankfurt für das Interview.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Interview mit dem Trespass</span></span><i><span style="font-weight: 400;"></span></i></p>
<p><b>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario. Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blättert durch euer Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, wat is’ dat denn?” Wie erklärt ihr ihm kurz euer Fanzine?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Ei Gude, ich frag mich zwar immer noch, was genau wir hier in Gelsenkirchen auf einer Parkbank machen, aber wenn wir schonmal hier sind, kannste dich auch zu uns setzen. Haste noch ein Bier für? Ah, subber, danke, prost. Also, das Ding ist der Trespass, ein Groundhopping Fanzine von uns drei, alle Fans der SGE. Is geil, musste auch mal lesen. Geht net ausschließlich um Fußball und Fanszenen, Stadien und Eintrittskarten, geht auch um viel Dummgebabbel, Weltverbesserung, Bier, Reiseberichterstattung, Schreiben als Selbsttherapie, autobiografische Stories, Musik, Trash TV, Hass auf Coldplay, verrückte Typen und lustige Ehefrauen, gutes Essen und wilde Partys, langweilige Abende und Schmierfraß, Spartipps und Geldverschwendung, lange Flixbusfahrten, noch längere Laufeinheiten, Ganja, Freundschaft und Fußball. Und Fanszenen. Und Stadien. Und Eintrittskarten. Kann man mal lesen, ist geil. Prost!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Stand heute, wie ist euer Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Auf den ersten Blick ist es eigentlich ein klassisches Groundhopping Zine ohne großartigen Schnickschnack. Außer einer Sonderausgabe besteht der Inhalt nur aus Spielberichten, wobei der eigene Verein außer in absoluten Ausnahmefällen (allen voran DFB- und Europapokalsieg), die dafür dann aber den Rückmeldungen nach zu urteilen auch als die Highlights der bisherigen Ausgaben gelten, außen vor bleibt. Ich glaube jedoch, dass der „Erfolg“ und die fast ausschließlich mehr als positiven Rückmeldungen weniger auf dem reinen Inhalt als der Art und Weise der Berichterstattung liegen. Oftmals bieten die besuchten Spiele nur den Rahmen, um im dazugehörigen Text über alles Mögliche, teils sehr persönlich oder autobiografisch, zu referieren oder um uns mehr oder weniger kreativ auszutoben. So erfährt der/die Leserin nicht nur viel über uns, sondern schafft es auch, eine Art „Beziehung“ aufzubauen, was den Zugang zu den Texten sehr erleichtert. Das ist übrigens keine Selbstbeweihräucherung, sondern so fast wörtlich aus einer Rezension abgeschrieben 🙂 Ich persönlich denke bzw hoffe ja auch, dass der Trespass einfach auf mehreren Ebenen funktioniert. Klar, in erster Linie sind das einfach mal Groundhopping-Touren. Unser Anspruch ist aber schon, die Texte nicht 0815 erscheinen zu lassen. Selbstironie, Wortwitz, eigene Meinung (die sicherlich nicht immer allen gefallen muss) ein kritischer Blick – sowohl auf uns und unser Verhalten als auch auf die uns umgebende Dinge – und Empathie sind dabei genauso wichtig wie das Unterbringen wichtiger Informationen und die Beschreibung der Stadionatmosphäre. U.a. dadurch, aber auch durch Stilmittel wie dem mal subtilen, mal exzessiven Einbauen von Film- und Musikzitaten (vornehmlich aus der goldenen Phase des Deutschraps), Insiderwitzen aus der Jugend oder Running Gags, kann eigentlich jede und jeder etwas anderes aus den Texten mitnehmen. Der Freund aus der Heimat wird sich im Jordanien Bericht über die Erinnerung an den Frühschoppen kaputtlachen, die Tifobegeisterte die Beschreibung des Hauptstadtderbys inhalieren, der kulturell Interessierte einige Inspirationen aufsaugen und die Filmnerds sich über die teils grandiosen (ja, dafür klopfe ich mir gerne selbst auf die Schulter ;-)) Anspielungen freuen. Und genau deshalb… </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Wie würdet ihr bzw. wen würdet ihr als eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen und wen erreicht ihr tatsächlich?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Eigentlich gibt es DIE Zielgruppe nicht. Prinzipiell kann unser Heft jede interessierte Person lesen und jede wird in irgendeiner Form auf ihre Kosten kommen. Man muss nicht unbedingt Fußballfan sein, um sich an ellenlangen Beschreibungen von Tierbeobachtungen zu erfreuen. Klar richtet es sich in erster Linie an Fußballleute und den eigenen Freundeskreis und wir freuen uns über jede einzelne Person, die es liest, der es gefällt und die im Idealfall etwas für sich daraus mitnimmt. Gibt aber auch Leute, die sich an den Geschichten abseits des Fußballs begeistern und es deshalb lesen. Klar ist das die absolute Minderheit und ein Rosamunde Pilcher Fan wird jetzt eher nicht zur Stammkundschaft gehören, aber prinzipiell funktioniert das schon. Ein inzwischen gar nicht mal so kleiner und sehr schöner Nebeneffekt ist, dass wir durch unser Heft doch schon sehr viele Leute quer durch die Republik und darüber hinaus kennengelernt haben und dabei auch gute Freundschaften entstanden sind. Von daher kann man schon sagen, dass wir im Großen und Ganzen die richtigen Leute erreichen. Mehr Leser*innen wären aber auch immer gut. Also, sofern ihr keine Arschlöcher seid, schlagt zu 😉</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee zu eurem Fanzine entstanden ist?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Die Idee war eigentlich schon lange im Kopf, nur hat es keiner in die Tat umgesetzt. Während einer Italientour 2014 habe ich dann einfach mal angefangen, das Erlebte runterzuschreiben. Anschließend im Eintrachtforum veröffentlicht, auf sehr positive Resonanz gestoßen und das gleiche bei der nächsten Tour wieder gemacht. Und schon war einiges an Ausgangsmaterial da, auf das wir aufbauen konnten. Zehn Monate später hatten wir dann das erste Heft in der Hand.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Heftes geben? Wie haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Seit 2015 jährlich erschienen; den Rhythmus schaffen wir leider nicht mehr zu halten; bisher sieben reguläre und eine Sonderausgabe; Umfang ist eigentlich stetig angewachsen – von 100 (bzw 120 in der farbigen Edition) Seiten in der Erstausgabe sind wir mittlerweile bei deutlich über 200, mit dem Höhepunkt von 280 in der #5 – das war aber auch ein geisteskrankes Jahr. Inhaltlich ist es seit jeher eine ausgewogene Mischung aus fantechnisch relevanten Spielen, mehr oder weniger exotischen Touren und dem ein oder anderen Rumpelkick, wobei sich der Fokus über die Ausgaben schon etwas verschoben hat. Standen anfangs noch eher die großen Derbys im Tifo Mittelpunkt, sorgen jetzt eher die kleineren Szenen, vornehmlich auf dem Stiefel, für die stimmungsmäßigen Highlights. Die Auflage ist recht stabil bei so 4-500, wobei Ausgaben 1-3 teilweise schon mehrfach nachgedruckt wurden. Für die späteren Ausgaben ist das jedoch nicht möglich, da der gestiegene Umfang jede Kostenkalkulation sprengen würde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Hattet ihr eine gewisse Fluktuation im Personal? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Die Redaktion ist quantitativ recht stabil. Angefangen zu zweit (Ösch, Ede), irgendwann mal einen Gastschreiber an Land gezogen (Jutsen), der jetzt die Redaktion vervollständigt. Qualitativ, also nicht inhaltlich, sondern was Motivation, Zeitmanagement and so on betrifft, ist das dann schon eher so ne Sache. Die Ursprungsredaktion ist relativ frisch Vater geworden, jobtechnisch sind wir alle ordentlich eingebunden, die „jugendliche“ Unbekümmertheit weicht einem deprimierenden Frust über das Weltgeschehen – alles Punkte, dass sowohl Zeit als auch oftmals Lust fehlt, nach einem anstrengenden Tag im Büro und anschließender Kinderbespaßung noch großartig in Stimmung zu kommen, einen lustigen, kreativen oder informativen Text zu schreiben. Da schaue ich aktuell lieber abends noch eine Serie, lese selber etwas oder höre mir mal wieder einen Soundclash aus der guten alten Zeit an. Um die Frage zu beantworten: Nein, vorm Aus STAND das Heft noch nie. Die Zukunft ist aber ungewisser denn je. Eigentlich will ich nicht, dass das Ding stirbt. Die Erstellung der achten Ausgabe ist aber ein einziger sich ewig hinziehender Krampf und frustriert mich auch gut. Für den Fall, dass das Ding mal fertig werden sollte, müssen wir uns danach mal Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Aber fertig werden muss es. Die bisher getippten Berichte sind nämlich gut…aber halt stellenweise auch nicht mehr wirklich aktuell 😉</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Die Welt wird immer schnelllebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücke können hier Fanzines noch schließen?</b></p>
<p><b>Trespass:</b><span style="font-weight: 400;"> Die Frage triggert mich gerade etwas, da ich seit einiger Zeit fast schon unter der digitalen Reizüberflutung gelitten habe. Es folgen lose und vor allem sehr subjektive Gedanken, die aber doch alle irgendwie zusammen gehören. Klassische Antwort auf die Frage: Die Tiefe der Informationen, die man über ein Fanzine erhält, gibt dir kein Instagram-Post, kein noch so guter Faszination Fankurve Artikel, keine minutiöse Berichterstattung über Whatsapp deines besten Freundes und erst recht kein fucking Gruppa OF Video. Du weißt zwar, was los ist, kriegst aber in der nächsten Sekunde die nächste utopische Pyroshow oder Video von der Tribüne stürzender Personen in den Feed gespült und hast schon wieder alles vergessen, was du davor gemacht hast. Was ein Bullshit. Liest man stattdessen ein Heft oder Buch und legt im Idealfall das Handy außer Reichweite, nimmt man die Infos und Geschichten viel intensiver wahr. Könnt ihr mir glauben, habe ich im Selbstversuch so rausgefunden 😉</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aber für mich geht das Pro für das gedruckte Wort noch weiter, bzw. schließt daran an. Natürlich ist es geil, dass man alles, was so passiert, quasi in Echtzeit mitbekommt. In meinen Augen verliert es dadurch aber einfach auch total an Wert. Da wir uns hier im Fußballkosmos bewegen, bleibe ich auch in diesem Themenfeld, könnte man aber auch genauso gut auf andere Branchen projizieren. Beispiel – und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin: Mich bockt überhaupt nicht mehr, was so auf den Tribünen abgeht. So geil ich das auch finde, auf welchem Level sich die Fanszenen inzwischen befinden, aber es ist einfach Reizüberflutung next Level. Es bockt mich nicht, wenn ich durch die sozialen Medien scrolle und pro Spieltag 127 gleichaussehende Pyroshows sehe, von denen wahrscheinlich 126 nicht mal stimmungsfördernd waren. Da bleibt nichts mehr hängen, ist too much und schaue ich im Stadion auch nur noch mit einem Auge hin. Man kennt halt mittlerweile alles und stumpft komplett ab. Klar, wenn Basel oder Züri mal wieder das Rad neu erfinden, Legia die UEFA verarscht oder Lautern im Pokalfinale spielt, dann schockt mich das immer noch, aber im Großen und Ganzen zieht das alles nur noch an mir vorbei. Vorbei die Zeiten, in denen man vor 15-20 Jahren die neue Erlebnis Fußball aufschlug und erstmal völlig geflasht von der obligatorischen Collage der letzten Saint-Etienne Choreos war. Da greife ich heute noch wahllos rein und schaue mir die im Gedächtnis abgespeicherten Bilder detailliert an, während ich die meisten Aktionen der Nach-Corona-Zeit schon längst wieder vergessen habe. Für mehr als ein kurzes „Wow“ reicht es da nicht mehr. Was mich hingegen interessiert, sind Hintergründe – gerne auch zu den Kurvenbildern, die ich schon längst wieder vergessen habe. Was mich interessiert, sind die lustigen, skurrilen und interessanten Geschichten rund um den Fußball. Statt dem x-ten Pyrobild lese ich lieber, wie es ein Liedtext der Curva Volpi in Chieti zum Motto der Weihnachtsbeleuchtung geschafft hat und dadurch die örtliche Kirche erzürnt wurde. Anstatt das x-te vermummte Modul auf einem Zaun anzuglotzen, lese ich viel lieber einen emotionalen Erfahrungsbericht – scheißegal ob von der Kreisliga, einem heißen Derby oder dem anderen Ende der Welt. Anstatt das x-te Bild von brennenden Beutematerial bloß anzuglotzen, lese ich viel lieber, wie dieses in Feindeshände gelangt ist. All das – und noch viel mehr – kriegt man halt in gebündelter Form nur im Printerzeugnis. Das hat einfach eine ganz andere Wertigkeit als nur der oberflächliche Konsum.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für mich geht es aber noch weiter. Vielleicht liest man aus der bisherigen Antwort eine gewisse Frustration raus. Das kommt nämlich nicht von ungefähr. Oftmals habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich völlig sinnlos durch irgendwelche Reels gescrollt habe und dadurch auch gerne mal in der ein oder anderen unangenehmen Bubble gelandet bin. Einmal zu lange das falsche Video angeschaut und schon bekommt man anstatt Pizzateigherstellung plötzlich Klimawandelleugnung in den Feed gespült. Bei den Kurzvideos bin ich übrigens nur gelandet, weil mir die Storys der von mir gefolgten Personen auf den Sack gingen. Haben scheinbar alle ein super Leben und sind auf Touren, auf denen ich auch gerne wäre, was aber familiär derzeit nicht möglich ist. Auf meiner Flucht davor lande ich bei Russenbots. Um dem zu entgehen, suche ich nach Musik, bin dann aber da gefangen. Ist zwar geil, aber bringt einen auch nicht weiter. Wenn ich dann endlich bereit bin zu schlafen, habe ich mal wieder nichts gemacht außer sinnlos auf dem Handy rumgedaddelt und kaum was Sinnvolles mitgenommen. Wenn ihr ganz ehrlich zu euch selbst seid, hat sich bestimmt der eine oder die andere hier gerade selbst erkannt. Nicht nur, dass man so seine Zeit total sinnlos verschwendet, sinkt auch die geistige Kapazität. Wer kann denn heute noch ein Fußballspiel komplett anschauen? Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne dürfte ja nur noch wenige Minuten betragen – wenn überhaupt. Lange und auf den ersten Blick vielleicht etwas weit hergeholte Rede, aber um den Kreis zu schließen: Ich habe mich als Konsequenz daraus vor einigen Wochen aus fast allen sozialen Medien abgemeldet und bin auch auf Messenger-Diensten wesentlich weniger aktiv (sorry, falls meine Antworten mal wieder länger dauern ;-)). Ja, ich bekomme weniger mit. Ich wusste bis einen Tag später nicht mal, wer das Europa League Finale gewonnen hat. Ich bekomme aber auch einfach weniger schlechte Nachrichten, weniger Hass und weniger eh schon tausend Mal gesehene Sachen mit. Stattdessen ist mein riesiger ungelesener Fanzinestapel schon ordentlich geschrumpft. Hier schließen Fanzines nicht nur eine Lücke, sondern können auch ganz einfach helfen. Abschalten. Zur Ruhe kommen. Konzentriert und fokussiert lesen. Und dabei noch was lernen. Das ist so viel mehr wert, als immer up to date zu sein. Tut euch selbst – und den vielen Fanzineautoren &#8211; den Gefallen und macht das Selbstexperiment. Legt das Handy außer Reichweite, nehmt stattdessen ein Heft oder Buch und entflieht einfach dieser schnelllebigen Welt. Das Leben ist zu schade, um es sich durch soziale Medien zu versauen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> </span></p>
<p><b>Zu guter Letzt würden wir dann natürlich noch gern wissen, wo euer Heft erhältlich ist.</b></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"><b>Trespass:</b> Bisher waren alle Hefte neben der persönlichen Schiene (wer keine privaten Kontaktdaten hat, kann sich gerne jederzeit per Mail melden: trespass-zine@gmx.de) auch im NOFB Shop erhältlich. Sollte die 8. Ausgabe jemals fertig werden, wird es diese aufgrund des doch sehr persönlichen, fast schon intimen Inhalts nur noch im Direktkontakt geben. Prinzipiell kann das jeder beziehen. Ich möchte aber schon ein bisschen ein Auge drauf haben, wer es alles bekommt. Ein offenkundiges Arschloch und/oder Nazi muss jetzt nicht unbedingt irgendwelche Geschichten aus meinem Familienurlaub lesen. Ältere Ausgaben – also quasi alle außer dem Extrablatt – sind nur noch über den Zweitmarkt erhältlich. </span></i></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Leipzig:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Nach dem DFB-Pokalspiel in Leipzig kam es zu einem hoch fragwürdigen Polizeieinsatz gegen Anhänger des 1. FC Magdeburg. Unmittelbar nach Abpfiff verriegelte die Polizei ohne Vorwarnung die Ausgänge des Gästeblocks und schloss über 100 unbeteiligte Personen im Stadion ein, darunter Familien und Kinder. Eine erkennbare Gefahrenlage oder ein konkreter Anlass wurden den Betroffenen nicht mitgeteilt und anschließend wurden diese erkennungsdienstlich behandelt. Besonders problematisch waren die vollständige Verweigerung von Kommunikation seitens der Staatsmacht sowie der Einsatz von körperlicher Gewalt und Pfefferspray in engen Bereichen, wodurch die Fans gesundheitlichen Risiken ausgesetzt waren. Bereits im Vorfeld des Spiels beschreiben Augenzeugen eine aggressive, martialische Grundhaltung der Polizei, die Fans einkesselte, Bewegungsfreiheit einschränkte und mit Eskalation drohte, obwohl es zuvor keine Zwischenfälle gab. Die Fanhilfe Magdeburg kritisierte diesen Einsatz scharf und bezeichnete ihn als willkürlich, unverhältnismäßig und rechtsstaatlich bedenklich, der nicht deeskalierend wirkte und pauschal gegen Fans vorging, weshalb die Fanhilfe rechtliche Schritte prüft.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Regensburg:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Die Gruppe Castra Regina Invicta ruft gemeinsam mit dem Fanprojekt Regensburg in der Vorweihnachtszeit zu einer Spendenaktion auf, um finanziell benachteiligte Kinder und Familien in Regensburg zu unterstützen. Gesammelt wird für den Förderverein „Mütter in Not“ sowie für die Kinder- und Jugendhilfe St. Vincent, insbesondere deren Wohnheime. Im Fokus stehen Sachspenden wie Spielzeug, Sport- und Freizeitgegenstände sowie Kinderkleidung, außerdem sind Bargeldspenden möglich. Mit den Geldspenden sollen gezielt fehlende Bedarfe der unterstützten Einrichtungen gedeckt werden. Ziel der Aktion ist es, betroffenen Familien in der Weihnachtszeit etwas Entlastung und Unterstützung zu ermöglichen.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Frankfurt:</strong></span><span style="font-weight: 400;"> Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ließ am Freitagmorgen der letzten Woche erneut Wohnungen mehrerer Eintracht-Anhänger durchsuchen. Offiziell begründet wurden die Maßnahmen mit dem Vorwurf, beim Spiel gegen den VfB Stuttgart Ende März ein beleidigendes Banner mit der Aufschrift: “Auch das beste Pferd im Stall wird eines Tages gefickt. Grüße an K.T.” gegen eine Szenebeamtin gezeigt zu haben. Die Polizei behauptet, drei Personen über Videoaufnahmen identifiziert zu haben, obwohl diese laut Ermittlern teilweise vermummt gewesen seien. Hintergrund ist insbesondere der Vorfall im November 2023, als es vor dem Heimspiel gegen Stuttgart zu Auseinandersetzungen zwischen den Bullen und Frankfurtern vor der Nordwestkurve kam. Schon damals wurden Wohnungen durchsucht und umfangreiche Ermittlungsverfahren eingeleitet, von denen bis heute einige laufen. Mit den jetzt folgenden Maßnahmen setzt sich ein Muster fort, bei dem Polizei und Staatsanwaltschaft mit repressiven Mitteln auf Vorkommnisse im Stadionumfeld reagieren, ohne zentrale Fragen zur Verhältnismäßigkeit solcher Einsätze zu klären. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Holland:</strong></span>  Im Vorfeld des Europapokalspiels des VfB Stuttgart bei den Go Ahead Eagles kam es zu erheblichen Konflikten mit den niederländischen Behörden. Die aktive Stuttgarter Fanszene wurde nach ihrer Ankunft in Deventer geschlossen zurück nach Deutschland geschickt. Bereits kurz vor der Stadtgrenze wurde die Bus-Kolonne ohne nachvollziehbaren Grund aufgeteilt. Ein Teil der Busse wurde auf einen Rastplatz geleitet, während der andere Teil unter massiver Polizeibegleitung zum offiziellen Fan Meeting Point gebracht wurde. Dort erfolgte die Unterbringung in einem abgesperrten Bereich, in dem umfangreiche Kontrollen durchgeführt wurden. Hintergrund dieser Maßnahme war der Verdacht von angereisten Stuttgartern ohne Tickets in Richtung Stadion, welches bereits vorab vom Vorstand der Go Ahead Eagles untersagt wurde. Dabei kam es zu Rangeleien, worauf die Polizei mit Schlagstöcken reagierte. Anstatt die Lage kommunikativ zu beruhigen, entschieden sich Polizei und Stadtverwaltung in der Folge für eine Kollektivmaßnahme und verhängten ein generelles Betretungsverbot für alle Fans aus den betroffenen Bussen. Sämtliche Mitgereisten wurden daraufhin in ihre Busse zurückgedrängt und unter Polizeieskorte über die Grenze geführt. Auch die Busse, die zuvor auf dem Rastplatz festgehalten wurden, mussten die Heimreise antreten. Andere bereits in Deventer befindliche Stuttgarter solidarisierten sich daraufhin und reisten ebenfalls ab. Der VfB Stuttgart kritisierte das Vorgehen scharf. Vorstandsmitglieder, die selbst am Fan Meeting Point anwesend waren, widersprachen den Darstellungen der Behörden deutlich. Von dem angeblich „aggressiven Verhalten“ der Fans habe man nichts beobachten können. Die Maßnahmen waren in keiner Weise nachvollziehbar und zeugten von einem unverhältnismäßigen Vorgehen. Der Verein fordert nun eine vollständige Aufarbeitung der Ereignisse durch die Behörden und die UEFA.</span></p></div>
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		<title>Ausgabe 07: SC Paderborn</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-07-sc-paderborn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="font-weight: 400;">Glück auf Schalker,</p>
<p></span><span style="font-weight: 400;">Erster gegen Zweiter! Vor wenigen Monaten noch hätte jeder königsblaue Fan jetzt gesagt: „Wat hab ich damit am Kopp?!“, aber mittlerweile sind über ein Drittel der Saison absolviert und der starke Auftakt konnte bestätigt werden. Platz zwei mit gerade mal einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer. Davon konnten wir die letzten Jahre nur träumen. Vom Aufstieg wollen wir dennoch nicht sprechen. Spiele wie letzte Woche in Münster zeigen, dass das alles kein Selbstläufer ist. Wir werden sicherlich auch noch den ein oder anderen Dämpfer bekommen. Lasst uns daher den Moment genießen und wo es am Ende hingeht, werden wir sehen. Jetzt steht erstmal das Flutlichtspiel gegen den SC Paderborn an. Gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellenfeld konnte unsere Elf diese Saison fast immer überzeugen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das heute ebenso der Fall sein wird.</p>
<p>Diesen Spieltag gibt es unabhängig vom Ausgang der Partie einen Grund zu feiern. Unsere Stadt wird am morgigen Samstag 150 Jahre alt! Um dieses Jubiläum gebührend einzuläuten, wird es heute eine große Geburtstagschoreo geben. Die Flyer mit den nötigen Infos sollte jeder und jede von euch bereits in den Händen halten. Lest ihn euch gut durch und befolgt die Anweisungen. Nur so kann die Aktion ein voller Erfolg werden. Wir möchten an dieser Stelle noch auf die Ausstellung im Schalke Museum zu 150 Jahren Gelsenkirchen hinweisen. Bis zum 14. Dezember werden Fotos aus dem Bildband „Gelsenkirchen in Geschichte und Gegenwart – Stadtansichten aus 150 Jahren“ gezeigt. Hierbei werden immer zwei Fotos aus der Vergangenheit und der Gegenwart gegenübergestellt. Des Weiteren wird es von unserer Seite beim nächsten Heimspiel eine Sonderausgabe des Blauen Briefs zu Gelsenkirchen geben.</p>
<p>Bevor allerdings die Choreo das Licht der Arena erblickt, heißt es heute wieder mal zwölf Minuten zu schweigen. Von 3. bis 5. Dezember steht die Innenministerkonferenz in Bremen an, auf der weitreichende Maßnahmen gegen Fußballfans beschlossen werden sollen. Wir haben im gesamten Stadion daher Infoflyer verteilt, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und aufzuklären. Die meisten dürften bereits mitbekommen haben, dass es ein Online-Petition gegen diese Maßnahmen gibt. Tragt euch ein und unterstützt die Kampagne:</p>
<p><a href="https://www.openpetition.de/petition/online/der-fussball-ist-sicher-schluss-mit-populismus-ja-zur-fankultur">https://www.openpetition.de/petition/online/der-fussball-ist-sicher-schluss-mit-populismus-ja-zur-fankultur</a> </span><span style="font-weight: 400;"></span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e. V. – Sportvereinigung 07 Elversberg e.V. 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Ein Heimspiel gegen Elversberg ist jetzt nicht gerade das Highlight der Saison. Langweiliger Verein und kein großer Gegner auf den Rängen. Die Tabellenkonstellation, de facto Zweiter gegen Dritter, brachte es aber mit sich, dass die Partie einen durchaus sportlichen Reiz hatte.</p>
<p>Bei schönem Herbstwetter läuteten wir den Spieltag in unseren Räumlichkeiten ein und brachen rechtzeitig zur Spielstätte auf. Nach dem Einlass aufs Stadiongelände ging es noch an unseren fleißigen Mitgliedern vorbei, die wieder den aktuellen Nordkurve-Kalender unter das blau-weiße Volk brachten. Schlagt weiter kräftig zu, das Teil ist wieder sehr schick geworden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Irgendwie hatte man im Vorfeld schon so eine Vorahnung und es kam dann auch wie es kommen musste. Die Nordkurve Gelsenkirchen kam nicht richtig in den Tritt und konnte in der ersten Halbzeit keinen guten Auftritt abliefern. Die Mannschaft spielte uns eigentlich voll in die Karten und führte früh mit 1:0, dennoch konnten wir zu keinem Zeitpunkt eine vernünftige Lautstärke erzeugen. Es waren zwar oftmals viele Hände oder Fäuste oben &#8211; optisch gibts dafür ein Sternchen. Bringt nur nichts, wenn einfach zu wenig auf dem Rasen ankommt. Das kann nicht unser Anspruch sein, Nordkurve!</p>
<p>Kurz nach der Halbzeit gab es einen Notarzteinsatz in der Südkurve, weshalb das Stadion den Support für 15 Minuten ruhen ließ. Dem betroffenen Fan wünschen wir natürlich alles Gute an dieser Stelle.</p>
<p>Die Zwangspause tat der Arena erstaunlicherweise gut und es wurde nach Wiederaufnahme des Supports mit der Führung im Nacken öfter laut in der Nordkurve. In den letzten Minuten konnte auch mehrmals das Stadion mitgenommen werden, um die drei Punkte in Gelsenkirchen zu behalten. Dieses Unterfangen glückte durch solide Abwehrarbeit und wir konnten sehr entspannt in die anstehende Länderspielpause gehen. Unser Team kam nach dem Schlusspfiff noch zur Nordkurve und es gab einen ordentlichen Schalteppich zu sehen und den „Mythos vom Schalker Markt“ auf die Ohren. Ein sehr schöner Augenblick mit der Mannschaft. Dennoch war es summa summarum ein eher schwächerer Heimspiel-Auftritt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Der Gästesteher war auf einem Samstag schon mal schlechter gefüllt. Nichtsdestotrotz bleibt von den Elversbergern wenig in Erinnerung. Tifo-Material wurde eingesetzt und das Zaunfahnenbild war ok. Gehört hat man aber bei uns absolut gar nichts.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Unterstützung gab es von unseren Freunden aus Nürnberg und Enschede. Es war uns wie immer eine Ehre, euch an unserer Seite zu haben.</p>
<p><strong>Twente Enschede &#8211; FC Schalke 04 e. V. 1:0 (0:0)</strong></p>
<p>Das aller erste internationale Spiel, welches Schalke in seiner Vereinsgeschichte bestritten hat, war 1929 gegen Enschede (in Groningen). Damals noch gegen den FC Enschede. 36 Jahre später gründete sich dann Twente Enschede, fusioniert aus den Teams Sportclub Enschede und Enschedese Boys. Wer nun mitgerechnet hat, wird feststellen, dass ein runder Geburtstag für unsere Freunde anstand. Selbstverständlich wollten weder der Verein noch die Schalker Fan-Schar als Gratulanten fehlen und tischten zum sechzigsten Geburtstag in Enschede an.</p>
<p>Knapp 5.000 Schalker sind für so ein Testspiel nicht sowieso schon eine absurde Anzahl, sie stellten zusätzlich auch noch einen neuen Auswärtsfan Rekord in Enschede da. Wir gingen das Spiel, für einen Testkick üblich, entspannt an und teilten uns im Stadion auf. Einige verweilten bei unseren Freunden im Vak-P, andere waren im Gästeblock anzutreffen. Gemeinsam hatten aber wohl alle, dass die großartige Verpflegung im Stadion ausgiebig getestet wurde. In der Heimkurve hingen die typischen Zaunfahnen und es wurde mehr oder weniger sporadisch supportet, aber auch hier lag der Fokus auf dem Genießen der gemeinsamen Zeit.</p>
<p>Für absurde Szenen sorgte der Schalverkauf von Ultras Vak-P. Diese produzierten für das Spiel einen extra angefertigten Freundschaftsschal. Man hatte teilweise den Eindruck, dass mancher Schalker nur wegen des Schals nach Enschede gekommen war. Völliger Wahnsinn, was sich an den Verkaufsstellen teilweise abspielte. Die zahlreichen Ebay-Angebote, die noch am selben Abend den Weg ins Netz geschafft haben, waren dann allerdings nicht mehr zu entschuldigen. Wer sich an den Kurven bereichern will, hat in unserem Umfeld nichts zu suchen!</p>
<p>Das Spiel selber plätscherte dann vor sich hin. Schalke spielte bestenfalls mit einer B-Elf und konnte erstaunlich gut mithalten. Die knappe 1:0 Niederlage tat dann auch niemanden weh. Wir zeigten im VAK-P noch eine kleine Aufmerksamkeit für unsere Freunde und gratulierten mit einem aufwendig gestalteten Spruchband zum sechzigsten Geburtstag.</p>
<p>60 Jaar FC Twente – Gefeliciteerd!</p>
<p><strong>Sportclub Preußen Münster 06 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:0 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Bereits früh am Samstagmorgen stand das Handy kaum mehr still. Zu dem absoluten Hochrisikospiel bei Preußen Münster hatte die Bundespolizei groß aufgefahren und mehrere Hundertschaften nach Gelsenkirchen bestellt, die rund um den Hauptbahnhof stark vertreten waren. Außerdem wurde in der Bahnhofshalle eine Personenschleuse und auf dem Bahnhofsvorplatz Stationen aufgebaut. Aber auch am Club75 war schon ein erhöhtes Polizeiaufgebot erkennbar. Wenig überraschend wurde die geplante Zug-Anreise über den Haufen geworfen und es ging per Autos Richtung Münsterland. Dies ließ die Polizei sichtlich nervös werden und so folgten uns ein paar Einsatzwagen auf die Autobahn inklusive “Rauswinken” einiger Fahrzeuge.</p>
<p>Dies passt natürlich perfekt zu den aktuellen Geschehnissen und Diskussionen. Wenn ein Thema Fußballdeutschland derzeit beschäftigt, dann ist es definitiv die Innenministerkonferenz. Immer größere Überwachung, personalisierte Eintrittskarten, intransparentere und zentralisierte Stadionverbotsverfahren &#8211; die Ideen, die durch den Raum schwirren, werden immer absurder und rasen immer weiter auf alle Fußballfans in Deutschland zu. Um sich dem Versuch, diese Hirngespinste in die Tat umzusetzen, in den Weg zu stellen, organisieren sich die Fanszenen deutschlandweit. Die Spieltage der Ligen standen also im Fokus von gemeinsamen Protesten, um alle Fußballfans noch einmal für das Thema zu sensibilisieren und der Politik sowie den Verbänden zu zeigen, wo die Grenzen sind. Umgesetzt wurde dies mit Supportverzicht in den ersten zwölf Minuten sowie mit einem Transparent, welches am Zaun vor dem Block hing und durch die Mannschaft nach Spielende präsentiert wurde. Hier zeigt sich noch einmal: Verein und Fans stellen sich gemeinsam gegen diese populistischen Maßnahmen!</p>
<p>Die eingangs erwähnten “Kontrollen” durch die Polizei machten auch am Stadioneingang nicht halt. Neben einem schlecht funktionierenden Ticket-/Scansystem wurde zusätzlich jeder Schalker bei dem das Ticket nicht auf Anhieb funktionierte, von zwei Beamten abgeführt und teilweise außerhalb des Stadions kontrolliert. Somit stellt die Polizei jeden einzelnen Stadionbesucher unter Generalverdacht und wirft diesen Ticketbetrug vor. Dabei war es den Beamten egal, ob die Person jung, alt, Mann, Frau oder sogar körperlich beeinträchtigt war. Jeder musste sich an beiden Armen abführen lassen. Der Vorwurf des Ticketbetrugs würde übrigens ein Ermittlungsverfahren nach sich ziehen und würde nach den neuen Stadionverbotsrichtlinien Stadionverbot für die beschuldigte Person bedeuten. Ihr merkt also, dass es jeden treffen kann. Stellt euch dagegen und unterzeichnet die Petition!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Unser Auftritt am ersten Spieltag nach der Länderspielpause, als Tabellenzweiter und derzeitiger Aufsteiger hätte definitiv anders laufen müssen. Ehrlicherweise muss man sich selbst und dem gesamten Schalker Haufen eingestehen, dass das, was nach dem zwölfminütigen Stimmungsboykott kam, uns als Kurve nicht würdig war.</p>
<p>Gefühlt befand sich der komplette Gästeanhang nicht zwölf, sondern die kompletten 90 Minuten im Stimmungsboykott. Weder zum Supportstart noch im Verlauf des Spiels konnten Momente erzeugt werden, die von der Lautstärke sowie Mitmachquote im Block für unsere Kurve auch nur annähernd akzeptabel waren. Noch vor Bielefeld der mit Abstand schwächste Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen, welcher in allen Belangen die eigenen Ansprüche nicht erfüllen konnte.</p>
<p>Da hilft es auch nicht nach Ausreden zu suchen, sondern mit Blick auf die kommenden Spiele einfach wieder ein anderes Gesicht zu zeigen!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Auch der Gegner aus Münster erwischte keinen Sahnetag, schlecht war das ganze aber auch nicht. Im Vergleich zur letzten Saison wurde hier aufgrund des großen Stadionumbaus ein wenig Tribünenroulette gespielt und so durfte die Heimkurve im vorigen Gästeblock Platz nehmen. Wohlwissend um die dürftige Akustik der Tribünen und des gesamten Stadions wurden hier, außer nach dem Spiel beim Einstimmen auf das kommende Spiel gegen Bielefeld, jedoch keine Bäume ausgerissen. Der Tifo-Einsatz sah über 90 Minuten gut aus und auch Hüpf- und Klatscheinlagen waren solide.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Vielen Dank Jungs vom FCN für eure Unterstützung!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Rückblick Mitgliederversammlung 2025</p>
<p></strong>Nur sechs Tage nach der ersten Genossenschaftsversammlung der Auf Schalke eG, war es Zeit für unsere jährliche Mitgliederversammlung des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V.. Wie schon im Vorjahr, fand diese in der Länderspielpause im November statt. Seit der Umstellung des Geschäftsjahres gibt es auch gar nicht mehr so viele alternative Möglichkeiten. Um dies zukünftig zu ändern, gab es von Vereinsseite den Satzungsänderungsantrag, die MV zukünftig ab 1. Juni statt wie bislang ab dem 1. Oktober stattfinden lassen zu können und somit mehr Spielraum für den Termin und damit verbunden auch angenehmeren Temperaturen zu haben. Würde es den Ultras und der aktiven Fanszene, wie oft in den Medien behauptet, nur darum gehen, möglichst viel allein zu entscheiden und wenig Leute auf der MV zu haben, hätte das Abstimmungsergebnis sicher anders ausgesehen. Das Gegenteil war der Fall und wir begrüßen es weiterhin, wenn möglichst viele Personen den Weg zur jährlichen Versammlung finden.</p>
<p>Neben den Satzungsänderungen gab es noch die üblichen Tagesordnungspunkte wie Berichte, Wahlen und Aussprache. Natürlich, bedingt durch die sportliche Entwicklung der letzten Monate, war die Stimmung deutlich positiver und die kritischen Wortmeldungen sehr überschaubar, für einige schon zu gering. Nur weil es sportlich läuft, heißt es nicht, dass alles rosig ist. Ebenso wenig, wie in sportlich schlechten Zeiten alles und jede Entscheidung verteufelt werden muss.</p>
<p>Nach den Berichten der drei Vorstände und des Aufsichtsrats kam es dann zu den beiden wichtigsten Tagesordnungspunkten – den Wahlen. Mit Stefan Hegmanns und Johannes Struckmeier für den Aufsichtsrat und Nathalie van den Meulenhof und Anja Wortmann für den Wahlausschuss wurde jeweils eine Person wieder- und eine neu ins Gremium gewählt.</p>
<p>Nach rekordverdächtigen vier Stunden war die Versammlung schon vorbei und die meisten Anwesenden dürften mit dem bereits verplanten Tag erstmal überfordert gewesen sein. Insgesamt eine ruhige und vielleicht sogar zu harmonische Mitgliederversammlung, die dem Verein nach den vergangenen zwei Jahren aber auch mal gut tun dürfte. Dennoch sollte man hoffen, dass im kommenden Jahr mehr Leute den Weg zu diesem wichtigen Termin finden. Da dieser bereits jetzt feststeht und am Ende der Versammlung parallel zum Vereinslied bekannt gegeben wurde, kann es eigentlich keine Ausreden mehr geben.<strong><br /></strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor der Länderspielpause gastierte der FCN bei der Elf aus Dresden und gewann das Spiel mit 1:2.</p>
<p>Letzte Woche gelang dem Glubb der dritte Sieg in Folge im Heimspiel gegen die Arminia aus Bielefeld. Im Anschluss fand bei eisigen Temperaturen im Rahmen der Weihnachtsspendenaktion das alljährliche Winterdorf der Nordkurve Nürnberg statt.</p>
<p>Morgen geht es für den FCN erneut in den Osten zum Topspiel gegen Magdeburg, ehe die Woche drauf das Frankenderby im Achteck stattfindet. So heißt es für den FCN nochmal zwei Spieltage Punkte holen, ehe unsere Freunde bei uns spielen.</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Zufrieden können unsere Freunde mit den letzten beiden Partien ihrer Mannschaft nicht sein. Erst kam man im eigenen Stadion gegen das Tabellenschlusslicht SC Telstar nicht über ein torloses Remis hinaus, dann kassierte man in der Schlussphase der Partie, wie schon so oft in dieser Saison, auch beim Aufsteiger aus Volendam den 1:1 Ausgleich.Immerhin ist für die Tukker noch alles drin, bis Tabellenplatz drei sind es nur sieben Punkte.</p>
<p>Während der Länderspielpause lud der FCT, wie die meisten wohl wissen, unsere Mannschaft im Rahmen der Festlichkeiten ihres 60-jährigen Jubiläums zum Testspiel in die Grolsch Veste. Bei diesem Spiel durften unsere Brüder und auch wir natürlich nicht fehlen. Unseren Bericht zu der Partie findet ihr in dieser Ausgabe.</p>
<p>Twente spielt als nächstes zuhause gegen AZ Alkmaar. Danach ist man beim FC Utrecht zu Gast.</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Der FK Vardar gewinnt weiter und bleibt in der Saison ungeschlagen. Nach dem Weiterkommen im Pokal konnten die letzten vier Ligaspiele alle siegreich bestritten werden. Das Auswärtsderby in Bitola wurde kurzfristig von der Mittagszeit auf 17 Uhr etwas nach hinten geschoben – wohlgemerkt an einem Mittwoch. Komiti beschloss daraufhin, das Spiel doch noch zu besuchen und machte sich auf den Weg in den Süden des Landes. Der dadurch deutlich kleinere Haufen als üblich legte dennoch einen ordentlichen Auftritt auf der neuen zweiten Tribüne hin. Wenige Tage später gab es für die Fanszene dann doppelte Gelegenheit zur Unterstützung des Vereins. Erst stand mittags das Heimspiel gegen Tikvesh Kavadarci auf dem Programm, anschließend ging es zum Handball in die Halle. Hierzu findet ihr im Anschluss an diese Zeilen auch mal wieder einen kurzen Reisebericht von einem unserer Mitglieder. Parallel zu unserem Spiel in Münster ging es für Komiti auf die Reise ins südliche Mazedonien nach Strumica. Komiti legte den Weg per Auto-Konvoi zurück und platzierte sich auf der Tribüne hinter dem Tor und durfte einen 2:0-Auswärtssieg bestaunen und den Tag ohne große Ereignisse, aber weiterhin als Tabellenführer, ausklingen lassen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">FK Vardar Skopje &#8211; GFK Tikveš Kavadarci 3:1 (1:1)</span></p>
<p>„Wir sind gefickt. Wir sind so heftig gefickt.“</p>
<p>Nachdem mich mein Wecker aus den schönsten Aufstiegs- und Europapokalträumen gerissen hatte, waren das die ersten Worte, die ich auf dem viel zu hellen Smartphone-Display erblicken konnte. Schlagartig war ich hellwach, da diese Nachricht von meinem heutigen Reisebegleiter und Fahrer zum Flughafen stammte. Während ich nach dem souveränen Heimsieg gegen Elversberg die Einladung in die Kneipe ausschlug und nach dem obligatorischen Taxiteller ins Bett fiel, knallte sich der Kollege genüsslich ein Bier nach dem anderen rein und war am Ende im kompletten Delirium. Ganz normaler Samstagabend halt. Bevor ich in meiner Panik aber die bekannten Taxi-Apps gecheckt hatte, kam die erlösende Nachricht, dass er wach sei und wir doch nicht „gefickt“ sind. Nur das Fahren seines Autos musste ich übernehmen. Nun konnte uns also nur noch ein verspäteter Flug vom Spiel Vardar gegen Tikveš Kavadarci abhalten. Doch auch hier gab es keine bösen Überraschungen und so landeten wir anderthalb Stunden vor Anpfiff in Skopje. Die Passkontrolle hinter uns gebracht, warteten schon zwei Komiti im Auto vor dem Flughafen. Nach kurzer Begrüßung ging es dann direkt zum Stadion.</p>
<p>Dort angekommen, wurden natürlich erstmal alle begrüßt, die ersten Skopsko getrunken und dem leicht verkaterten Skopje-Neuling der erste Rakija gereicht. Stilecht wurde er mit den Worten „today you‘re going to be fucked up“ begrüßt. Dem aufmerksamen Leser dürfte bekannt sein, dass etliche Leute bei ihrem ersten Besuch in Skopje die Wirkung des Rakijas unterschätzten. Allen Warnungen zum Trotz griff er aber immer wieder selbstbewusst zur 0,5l-PET-Flasche mit feinstem selbstgebrannten Zeugs.</p>
<p>Zum Spiel verirrten sich dann leider nicht mal 1.000 Zuschauer, darunter circa 200 in der Kurve und eine Busladung Lozari aus Kavadarci auf der gegenüberliegenden Seite. Diese trafen allerdings erst kurz vor der Halbzeit ein. Der Support seitens Komiti war ordentlich mit bekannten Liedern, Schlachtrufen und schönen Pöbeleien gegen die Lozari. Ich ließ des Öfteren meinen Blick durch den Block schweifen und jedes Mal wenn ich die vielen kleinen Kinder sah, wie sie auf den Schultern ihrer Väter sitzend, ihre auf A4-Blättern selbstgemalten Vardar-Wappen hoch hielten, ging mein Herz auf und ich erinnerte mich an meine Kindheit im Parkstadion. Für Nachwuchs sollte bei Komiti also auch in den nächsten Jahren gesorgt sein. Zum Spiel selbst gibt es nicht viel zu sagen. Das Niveau ist bekanntlich nicht das Höchste. Vardar führte früh 1:0 und hatte das Spiel weitestgehend im Griff. Kurz vor der Halbzeit ging allerdings ein Anruf aus dem Kölner Keller beim Schiri ein, welcher sich eine Szene im Strafraum von Vardar nochmal anschauen sollte. Der VAR ist seit dieser Saison leider auch in Mazedonien angekommen, diesen Mist werden wir wohl nie wieder los. Der folgerichtige Elfmeter wurde verwandelt und so ging es mit einem 1:1 in die Pause. Die zweite Hälfte verlief wie die erste, nur dass Vardar erst in den letzten zehn Minuten den Sack zumachte, den Spielstand auf 3:1 schraubte und somit die Tabellenführung festigte. Nachdem die Mannschaft verabschiedet und das Material verstaut wurde, ging es für uns beide zunächst zum Apartment, um die Taschen wegzubringen. Der Kollege, der während des Spiels die PET-Flasche mit Rakija weitestgehend alleine geleert hatte, war auf dem Weg zum Apartment noch frohen Mutes und meinte ganz groß, dass er „letztens noch zwei Flaschen Maria getrunken“ habe und danach noch klar kam. Angekommen in der Wohnung ging es für ihn direkt aufs Klo, wo ihn der altbekannte Rakija-Hammer traf. Blass kam er wieder raus und legte sich mit den Worten, dass er heute nirgends mehr hin gehe, sofort ins Bett. Da lag er nun wie ein Häufchen Elend, das nächste Rakija-Opfer, welches seine Skopje-Taufe hinter sich hatte.</p>
<p>Für mich ging es mit ein paar Komiti weiter zu einer bekannten Kafana in der Nähe der Handballhalle. Diesen Tag hatte Komiti nämlich als Doppel-Spieltag ausgerufen. Die Handballer trafen am Abend auf die Mannschaft von Alkaloid zum Topspiel der mazedonischen Handballliga. Das Spiel gewann Vardar ziemlich souverän mit 34:28 und untermauerte damit seine Favoritenrolle. Für mich war es tatsächlich die Heimspielpremiere beim Handball, da ich bisher nur die Europapokal-Gastspiele in Kiel besucht habe. Der Support war ebenfalls ordentlich und hat Spaß gemacht. In den Gästeblock hatte sich niemand verirrt, somit ging es in der Halle nur um Vardar und Komiti. Nach Spielende kehrten wir noch in eine weitere Kafana ein und ließen den Tag ausklingen. Irgendwann war ich aufgrund des langen Tages auch gut fertig und so wurde ich, mit Burek und Wasser für den mittlerweile wieder wachen Kollegen, zur Wohnung gebracht.</p>
<p>Der nächste Tag startete standesgemäß mit einem ausgiebigen Frühstück und einer anschließenden kleinen Sightseeingtour durch die Innenstadt. Irgendwann war es dann Zeit, den Mietwagen in Empfang zu nehmen, um zum Ligaspiel Shkendija gegen Makedonija Gjorce Petrov in Tetovo zu fahren. 2017 stand ich das erste Mal vor dem Stadion und war fasziniert von dem verrotteten Zustand und den herumlaufenden Hühnern in den stillgelegten Autowerkstätten unter den Tribünen. Das anvisierte Spiel fand damals auf einem anderen Platz statt und somit dauerte es acht Jahre, bis ich mein Kreuz hier endlich machen konnte. Leider ist von dem Stadion aber nicht mehr viel übrig, denn nur die Haupttribüne und eine Hintertortribüne stehen noch. Hier wird in den nächsten Jahren ein neues Stadion, welches auch für Länderspiele genutzt werden soll, gebaut. Beim Betreten der Haupttribüne habe ich mich dann trotzdem wie ein kleines Kind gefreut. Es ist schon herrlich, wie faszinierend so ein verfallenes Stadion auf einen wirken kann. Da die Hintertortribüne gesperrt war, waren alle Zuschauer auf der Haupttribüne zugegen und somit war schon vorher klar, dass wir die Jungs von Ballistët nicht zu Gesicht bekommen würden. Unklar war, ob sie überhaupt im Stadion sein würden, da die Ansetzung auf einen Montag um 13:00 Uhr schon frech war. Mitte der ersten Halbzeit hörte man jedoch die ersten Trommeln und Gesänge. Nach zwei Minuten kehrte aber wieder Stille ein, welche auch nicht mehr unterbrochen wurde. Das Spiel ging 7:2 für Shkendija aus, welche damit in der Tabelle weiter knapp hinter Vardar liegen. Für uns ging es danach noch nach Matka zum Canyon. Eine Bootsfahrt ist leider aufgrund der einkehrenden Dunkelheit ins Wasser gefallen, somit reichte es nur noch für ein paar Getränke am Ufer. Nach Ankunft in Skopje trafen wir uns noch zum Abschluss mit mehreren Leuten von Komiti in einer Kafana und anschließend in einer Bar. Natürlich wurde hier nicht auf die Uhr geguckt und so hatten wir nur noch knapp anderthalb Stunden Schlaf, bevor wir zum Flughafen aufbrechen mussten.</p>
<p>Vielen Dank für zwei grandiose Tage, фала браќа.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Eine lange Sommerpause, mehrere Monate Sperre, um zu den Spielen auswärts zu fahren, eine Mannschaft, die ansehnlichen Fußball spielt. Es gibt vielfältige Gründe, dass derzeit ein großer Run auf die Tickets der Salernitana herrscht. Der Ticketverkauf für das Auswärtsspiel gegen Altamura förderte die Problematik zu Tage und war absolutes Chaos. Weniger als eine halbe Stunde nachdem die Plattform für den Verkauf freigeschaltet war, waren alle 950 Tickets vergriffen. Der Heimverein zögerte nicht lange und gab wenige Tage später weitere Bereiche um den Gästeblock frei, sodass insgesamt 1.500 Fans das Spiel ihrer Mannschaft verfolgen konnten. Zur Partie lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Mannschaft schon bessere Tage erwischt hat. Altamura ging früh in der 11. Spielminute in Führung, in der zweiten Halbzeit verwandelte Salernitana zwei Elfmeter, die dann zum 1:2 Endstand führten.</p>
<p>Gegen das Team aus Potenza kam man leider nicht über ein 1:1 hinaus. Der Gegner aus dem Mittelfeld der Tabelle hielt gut dagegen und konnte sogar mit 1:0 in Führung gehen, immerhin wurde kurz vor Schluss der Ausgleich erzielt und die Salernitana belegt den zweiten Platz in der Tabelle, punktgleich mit dem Führenden aus Catania.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Interview Ultras Bar Nettuno – Die Geburtsstunde der Ultras in Salerno | Teil 2</span></strong></p>
<p><em>In Teil 1 hat Adolfo uns Fragen zur Bildung der Gruppe, Inspiration durch andere Kurven und Rivalitäten beantwortet. Im zweiten Teil erzählen er und Rino, was sie persönlich bewegt hat, wie die Gruppendynamik und Kurve sich änderten, als die Granata South Force die Bühne betrat und wie Rino auf die Entwicklung bis heute blickt.</em></p>
<p><strong>Was war für dich der schönste und was der schlimmste Tag als Salernitana-Fan?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Das ist nicht einfach, denn ich habe im alten Vestuti-Stadion schon lange vor der Existenz der Ultras – also in den 60er Jahren – starke Emotionen erlebt und Erfahrungen gemacht. Der erste große unvergessliche Moment war, als wir 1966 das Derby gegen Neapel gewannen. Das war eine wunderschöne Emotion, weil Neapel damals die unbestrittene Metropole des Südens war. Das war ein erster persönlicher Höhepunkt. Einer der emotional schlimmsten Tage auf sportlicher Ebene war sicherlich das Play-off-Spiel in Pescara im Jahr 1991, als wir gegen Cosenza 0:1 verloren und wieder in die Serie C abstiegen.<br />Und dann wieder Pescara, aber diesmal gegen die abruzzesische Mannschaft. Damals hatten wir für einige Minuten die Illusion, in die Serie A aufgestiegen zu sein. Dann endete das Spiel und auf den Rängen brach die Hölle los, mit Platzsturm beider Fanlager und schwersten Zwischenfällen mitten auf dem Feld.</p>
<p>Das waren bittere sportliche Enttäuschungen. Aber der absolut schlimmste Tag für alle Fans ist eindeutig die Tragödie mit dem Sonderzug von 1999. <em>(Anmerkung der Redaktion: Die Zugtragödie vom 24. Mai 1999 war der Brand eines Sonderzuges, der etwa 1.500 Salernitana-Fans nach dem letzten Saisonspiel und dem daraus resultierenden Abstieg aus der Serie A von Piacenza nach Salerno zurückbringen sollte. Kurz vor der Ankunft des Zuges in Salerno, im Santa Lucia Tunnel, breitete sich ein Feuer blitzschnell im Zug aus. Viele Fans sprangen in Panik aus den Fenstern. Vier junge Fans (Vincenzo Lioi, Ciro Alfieri, Giuseppe Diodato und Simone Vitale) konnten dem Feuer im Waggon nicht entkommen und verloren ihr Leben.)</em></p>
<p><strong>Was kannst du uns über die Umstände des Zugunglücks sagen?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Die Fans sind nicht mit einem einzigen Sonderzug nach Piacenza gefahren. Jeder hatte sein eigenes Ticket für verschiedene Züge. Aber als Salernitana verlor und die Fans zurückkehren mussten, stellte der Polizeipräsident einen Zug zur Verfügung und drängte alle hinein. Man hat einfach alle in diesen einen Zug geworfen. Er wurde zum „Treno della Morte“ (Zug des Todes). Und später im Prozess wurde diese Verantwortung der Behörden nicht ausreichend untersucht. Der Polizeipräsident stellte diesen Zug zusammen und steckte uns alle hinein.</p>
<p><strong>Du sagtest während der Filmvorführung, dass du dich bereits mit 29 Jahren aus der aktiven Bewegung zurückgezogen hast. Was hat dich dazu bewogen?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Anfang der 80er Jahre hatten sich die Dinge, vor allem in mir selbst, grundlegend geändert und ich konnte mich nicht mehr damit identifizieren. Auch wenn ich im Herzen immer bei Salernitana war, war ich es von diesem Moment an vorm Fernseher.</p>
<p><strong>Eine Konsolidierung der Gruppen erfolgte 1982 mit der Granata South Force, der GSF. Was war die Idee hinter dieser neuen, großen Gruppe?</strong></p>
<p><strong>Rino:</strong> Die GSF war der nächste Schritt der Bewegung und ihrer Organisation. Sie wurde 1982 aus dem Wunsch heraus gegründet, alle Gruppen zu vereinen. Das Ziel war, mit einer Stimme zu sprechen und eine noch bessere Organisation auf die Beine zu stellen.</p>
<p><strong>Und das spiegelt sich im Symbol der GSF wider, dem fünfzackigen Stern. Was genau repräsentierten diese fünf Zacken?</strong></p>
<p><strong>Rino:</strong> Genau. Der fünfzackige Stern hatte keinen politischen Bezug, sondern sollte die fünf wichtigsten Gruppen darstellen, die sich damals zusammen schlossen, um die Granata South Force zu bilden und die Kurve wirklich zu führen. Jede Gruppe hatte ihre eigene Zaunfahne. Das waren die Panthers, Warriors, Fighters, Fedayn und Ultras. Die Gruppe Ultras kam aus dem Viertel Pastena und war die Gruppe von Carmine und Vincenzo Rinaldi. Carmine Rinaldi, später besser bekannt als „Siberiano“. Derjenige, der dann zu einem Mythos wurde. Anerkannt und respektiert von allen in der italienischen Ultra-Welt. Über Carmine zu sprechen würde Zeit erfordern und wir könnten trotzdem nicht beschreiben, was er dargestellt hat. Sicherlich hat er einen Meilenstein unserer Bewegung dargestellt.</p>
<p>Mit der Gründung der GSF wurden die Ultras der Salernitana zu einer wirklich kompakten und respektierten Kraft, sowohl in der Curva Sud als auch bei Auswärtsfahrten in ganz Italien. Um einige besondere Episoden zu nennen, muss gesagt werden, dass zum Beispiel die Gesänge auf eine bestimmte Weise eingeführt wurden. Andrea Criscuolo, einer der ersten Vorsänger, pflegte nach Rom in die Curva Sud zu gehen, wo damals die „Commando Ultrà Curva Sud“ (CUCS) waren. Er hörte sich die Gesänge an, die die Romanisti Ultras anstimmten, prägte sich den Rhythmus ein und wir wiederholten sie in unserer Kurve, natürlich für unsere Bedarfe abgeändert.</p>
<p>Wie Adolfo bereits sagte: Imitation, Imitation in einem nicht abfälligen Sinne.</p>
<p><strong>Welche Choreographie kennzeichnete die erste oder die berühmteste der GSF?</strong></p>
<p><strong>Rino:</strong> Das war im Heimspiel im Derby gegen die Cavese 1984-85. Es war die erste Choreographie in Italien mit umgedrehten Pappkarten. „Vinci per noi“ (Gewinne für uns). Granatrote Fläche mit weißer Schrift. Das ist die erste Choreographie, die ich in einer italienischen Kurve auf diese Weise in Erinnerung habe.</p>
<p><strong>Wann begannen die ersten Fanfreundschaften?</strong></p>
<p><strong>Rino: </strong>Die erste Fanfreundschaft, die wirklich eine bestimmte Art von Mentalität gefestigt hat, war 1983 mit Bari. Das war eine Zeit, die ich persönlich erlebt habe. Eine Beziehung, die im Laufe der Zeit zu einem Gefühl der Brüderlichkeit zwischen zwei ganzen Städten und nicht nur zu einer Ultra-Beziehung geworden ist. Totale Symbiose zwischen zwei Städten, die ein Stolz und ein Erbe sind, welche bewahrt und an die neuen Generationen weitergegeben werden müssen.</p>
<p>Nach der mit Bari gab es die Fanfreundschaft mit Monopoli, die sehr lange dauerte, aber die Beziehung wurde kürzlich beendet. Dann folgten Reggina 1987 und Andria 1989. Fanfreundschaften oder starke Freundschaften gab es auch mit Pagani und Perugia.</p>
<p>Pagani wurde unterbrochen, weil von ihrer Seite kein Interesse mehr bestand, diese Beziehung aufrechtzuerhalten. Aus Gründen, die nicht einmal interessieren, aber wir sind der Meinung, dass eine Freundschaft bei jeder Gelegenheit auf Respekt basieren muss und das begann offensichtlich zu fehlen.</p>
<p>Perugia ist eine dieser Freundschaften, unter deren Bruch ich immer noch leide. Ich übernehme jede Verantwortung dafür, dass die Trennung unsere Schuld war. Ohne weiteres hinzuzufügen, denn diese Dinge sollten in ungeeigneten Foren überhaupt nicht beschrieben oder erzählt werden. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass Ultra-Themen auf die richtige Weise und in den entsprechenden Foren behandelt werden müssen. Das Aufkommen der sozialen Medien und der „virtuellen Welt“ hat unsere Welt verzerrt und es in vielen Fällen nicht ermöglicht, das Reale vom Illusorischen und der virtuellen Welt zu unterscheiden.</p>
<p><strong>Heute leiden die italienischen Ultras sehr unter der Repression des Staates und der Polizei. Die Verwendung der Tessera, Stadionverbote von zehn Jahren oder das Auswärtsfahrverbot sind nur die Spitze des Eisbergs. Wie habt ihr damals die staatlichen Organe erlebt?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Die Gewalt war schlimmer als heute und es gab immer Schlägereien! Die Polizei stellte sich immer und überall auf, um diese Auseinandersetzungen zu verhindern. Wir trafen uns oft mit Nocerina, Casertana und Cavese, aber es gab auch Auseinandersetzungen in Bergamo, Benevento und an anderen Orten.</p>
<p><strong>Rino:</strong> Was sich geändert hat, ist, dass die Repression heute systematisch geworden ist. Ohne die Rolle des Opfers einnehmen zu wollen, weil wir uns bewusst sind, dass jede Aktion eine Reaktion haben wird und wir immer und in jedem Fall die volle Verantwortung für das übernehmen, was wir tun.</p>
<p>Aber Stadionverbote außerhalb vom Fußballkontext, präventive Stadionverbote, Nutzungsbestimmungen der Stadien, die Entziehung der Mittel des Tifomaterials und teure Tickets stellen gemeinsame Feinde dar, die kompakt bekämpft werden müssen.Man beraubt uns der Natur des Ultra-Seins. Heutzutage, besonders in Italien, muss jeder junge Mensch, der noch an eine bestimmte Art zu handeln und dieses Leben zu führen glaubt, als Held betrachtet werden, weil es materiell unmöglich geworden ist.</p>
<p><strong>Vielen Dank für diese unglaublich interessanten Einblicke in die Geschichte der Ultras in Salerno.</strong><span style="text-decoration: underline;"><br /></span></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bremen:</strong></span><strong> </strong>Die Spendenaktion „Vereint für Bremen“ der aktiven Fanszene des SV Werder Bremen startete zum sechsten Mal und konzentriert sich in diesem Jahr auf die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien sowie von Kindern mit schweren oder lebensverändernden Erkrankungen. An den letzten drei Heimspieltagen der Hinrunde wird für drei ausgewählte Organisationen aus Bremen und dem Umland gesammelt. Die Initiative entstand während der Corona-Pandemie und setzt ihr soziales Engagement bis heute fort. Unterstützt wird die Aktion durch den Verkauf von Fanartikeln sowie durch Spenden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span><strong> </strong>Nach den Auseinandersetzungen zwischen VfB- und Basel-Fans sowie dem Einsatz von Pyrotechnik während der Partie wurde der VfB Stuttgart von der UEFA zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Bei erneutem Pyroeinsatz droht dem Verein ein Verkaufsverbot für Auswärtstickets. Die aktive Stuttgarter Fanszene kritisierte diese Entscheidung deutlich und sieht darin ein Zeichen für die strikte Null-Toleranz-Linie der UEFA. In ihrer Stellungnahme schildert sie zudem, dass Auswärtsreisen in Europa immer häufiger von Repressionen, Generalverdacht und entwürdigenden Bedingungen geprägt seien. Besonders die Erlebnisse in Madrid und Belgrad gelten als Beleg für massive Übergriffe und mangelnde Reaktionen der UEFA.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Jena:</strong></span><strong> </strong>Das heutige Derby zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem FC Carl Zeiss Jena sorgte schon vor dem Anpfiff für Unmut, da die Eintrittspreise im Gästeblock erstmals die unverhandelbare Grenze von 20 Euro für einen Stehplatz erreichten. Grund dafür sind unter anderem zusätzliche Vorverkaufsgebühren, die der FC Carl Zeiss Jena seinen eigenen Anhängern berechnet. Die Horda Azzuro veröffentlichte deshalb eine Stellungnahme, in der sie diese Preisentwicklung kritisierten und alle beteiligten Vereine der Regionalliga Nordost aufforderten, sich künftig auf moderate und fanfreundliche Ticketpreise zu verständigen. Die Gruppe verweist auf die Initiative „Kein Zwanni für’n Steher“, deren Grundgedanke auch heute noch gelte und betont, dass steigende Kosten und Sicherheitsauflagen nicht dazu führen dürften, Fans finanziell weiter zu belasten. Vorverkaufsgebühren sollten ausschließlich den tatsächlichen Aufwand abdecken und nicht als zusätzliche Einnahmequelle dienen. Die Vereine haben die Verantwortung, die finanziellen Möglichkeiten ihrer Anhänger zu berücksichtigen und die 20-Euro-Grenze als klare Schmerzschwelle anzuerkennen. Gleichzeitig appellierte die Horda Azzuro an die eigene Fanszene, sich diesen Entwicklungen nicht widerstandslos zu beugen und die Preisgrenze gemeinsam zu verteidigen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Köln:</strong></span><strong> </strong>Bei dem Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln kam es vor dem Gästeblock zu einem von Willkür und Unverhältnismäßigkeit geprägten Polizeieinsatz. Der Eingang zum Gästeblock wurde zeitweise komplett gesperrt, wodurch sich ein starker Andrang entwickelte. Die Staatsmacht griff dabei teils ohne erkennbaren Grund mit Faustschlägen gegen Fans ein und trennte in einem Fall einen Vater von seinem minderjährigen Sohn. Besonders problematisch war, dass Kinder und Familien während des Einsatzes offenbar kaum geschützt wurden und teils Gefahren ausgesetzt waren, die durch das Verhalten der Beamten selbst entstanden. Zahlreiche Fans wurden verletzt, teils bereits beim bloßen Einlass. Die Fanhilfe Köln kritisiert die Maßnahme als pauschal, undifferenziert und rechtsstaatlich problematisch, da offenbar keinerlei konkrete Gefährdung vorlag, die ein derartiges Vorgehen gerechtfertigt hätte.</p>
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