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		<title>Ausgabe 17: Eintracht Braunschweig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glückauf Aufsteiger,</p>
<p>fühlt sich das gut an! Eine Saison, von der wir hoffentlich noch lange zehren werden, erreichte ihren Höhepunkt mit dem Betreten der Schalker Mannschaft zum Aufwärmen vor der Düsseldorf-Partie. Das war wahrscheinlich einer der lautesten Momente in der mittlerweile 25-jährigen Geschichte unseres Stadions. Auch wenn es die Studenten aus Münster in ihrem Flyer immer noch für einen Neubau halten, erlebt es auch nach mehr als zwei Jahrzehnten immer wieder neue Höhepunkte.</p>
<p>Blickt man ein Jahr zurück, als wir gegen Elversberg auf dem Tiefpunkt angekommen waren, ist es kaum zu glauben, was aus dieser Mannschaft, dem Trainerteam und dem ganzen Auftreten des Vereins geworden ist. Alle zogen an einem Strang und ordneten sich dem großen Ganzen unter und wurde es dann doch manchmal knapp, sorgte die Kurve für die letzten paar Prozentpunkte und wir brachten die Siege nach Hause. Wir sind zurück in Liga 1 und sich dort wieder zu etablieren, wird eine knüppeldicke Aufgabe, aber wie schon Dennis nach dem Spiel zur Mannschaft sagte, gemeinsam werden wir auch diese meistern!</p>
<p>Während wir in Nürnberg dann eine wunderbar entspannte Zeit mit unseren Freunden verbrachten, steht heute die letzte Partie der Saison an. Auch wenn es in diesem Spiel wieder für uns um nichts mehr wirklich geht, wollen wir natürlich am Ende als Sieger die Meisterschaft feiern. Wir haben es uns verdient.</p>
<p>Ein weniger schönes Thema ist die in einem knappen Monat anstehende nächste Innenministerkonferenz. Seit der letzten Konferenz ist viel passiert, die Polizeigewalt hat ein neues Ausmaß erreicht, der Strafenkatalog wurde vom DFB deutlich verschärft und hinter verschlossenen Türen wird an einer zentralen Stadionverbot-Kommission gearbeitet. Was sich nicht geändert hat, ist dabei das intransparente Vorgehen seitens der Politik, denn außer immer weiteren polemischen Forderungen und dem Versuch, Stadionbesucher in gute und schlechte Fans einzuordnen, kommt dabei nicht viel rum. Wir lassen uns jedenfalls nicht spalten und verweisen dabei gerne auf die ausführliche Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands.</p>
<p>Der wichtigste Termin des Jahres folgt am 18. Juli in der Sommerpause. Während besonders die letzte Mitgliederversammlung unspektakulär beziehungsweise fürs sportliche Abschneiden geradezu harmonisch vonstatten ging, stehen in diesem Jahr neben den üblichen Wahlen einige spannende Punkte auf der Tagesordnung, wie zum Beispiel Satzungsänderungsanträge und Wahlen bzw. Berufungen ins Ehrenpräsidium. Zur Vorbereitung zu diesem Pflichttermin können wir jedem den Text zur MV in dieser Ausgabe ans Herz legen, in dem wir nicht nur die angesprochenen Punkte nochmal ausführlich einordnen.</p>
<p>Bei den letzten Worten wollen wir uns dem Verein auf seiner Aufstiegs-Pressekonferenz anschließen und sie den verstorbenen Schalkern widmen, die diese großartigen Tage rund um den Aufstieg nicht mehr miterleben durften. Stellvertretend für alle Verstorbenen sind die Menschen aus unserer Mitte genannt: Otto, Erich, Rudi, Fabian, Milan und Drüse, wir haben den Aufstieg auch für euch geholt!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glückauf Schalker,</p>
<p>wahrscheinlich hätten nicht einmal die kühnsten Optimisten damit gerechnet, am heutigen Sonntag in der Kurve zu stehen, unser Stadion komplett in Blau und Weiß erstrahlen zu lassen und nach der obligatorischen Übergabe der Schale den endgültigen Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs zu feiern.</p>
<p>Der S04 ist wieder da! Lautstark war das in den vergangenen beiden Wochen aus unseren heiseren Kehlen zu vernehmen.</p>
<p>Gefühlt waren wir davon in den letzten beiden Jahren so weit entfernt wie Peter Neururer von einem neuen Trainerposten. Im wahrsten Sinne des Wortes mussten wir allerhand Scheiße über uns ergehen lassen und Woche für Woche war es auswärts wie zu Hause ein Kampf für unsere Kurve und jeden einzelnen Schalker, die Motivation aufrechtzuerhalten. Doch in dieser Saison sollte sich das Ganze anders gestalten. Die Geschichte und den Verlauf rund um unseren Trainer und unsere Mannschaft kennt ihr alle selbst, ebenso die besonderen Momente, die wir gerade in den letzten Tagen gemeinsam erlebt haben.</p>
<p>Momente, die sich wahrscheinlich auf ewig in unsere Erinnerungen eingebrannt haben und von denen wir zehren können, wenn wir bei den unattraktivsten Gegnern der Liga im Gästeblock stehen oder sonntags zur Unzeit um 19:30 Uhr anstoßen.</p>
<p>Aber da, wo Licht ist, ist auch Schatten, und bei aller Freude ist es wichtig, aus seinen eigenen Fehlern zu lernen, um an unseren eigenen Ansprüchen in der kommenden Spielzeit weiter wachsen zu können.</p>
<p>Trotz aller Siege und sportlichen Leistungen gab es leider einige Auftritte auf den Rängen, die nicht ansatzweise unsere eigenen Ansprüche erfüllen konnten. Besonders negativ in Erinnerung bleiben hierbei sicherlich unsere Gastspiele in Bochum, Bielefeld und Münster, um nur einige zu benennen. Die Nordkurve und alle anwesenden Schalker präsentierten sich an diesen Tagen unterirdisch und führten uns einmal mehr vor Augen, dass Anspruch und Realität weit auseinander liegen können.</p>
<p>Solche Aussetzer dürfen uns in der neuen Spielzeit nicht passieren! Daher heißt es für uns alle, nicht nach möglichen Gründen oder Ausreden zu suchen, sondern es einfach in jeder einzelnen Minute besser zu machen! Jeder Schalker im Stadion, egal ob in der Kurve, im Gästeblock oder sonst wo, steht da in der Pflicht, das Maximale rauszuholen. Wir als Kurve müssen eben auch dann funktionieren, wenn wir in Rückstand geraten, wenn es einfach mal nicht läuft. Gerade in der ersten Liga werden wir den Wahnsinn jedes Einzelnen dringend benötigen.</p>
<p>Gleiches gilt für unsere Heimspiele. Gerade die Spiele am frühen Samstag- oder Sonntagmittag ließen oftmals das nötige Feuer vermissen. Momente, in denen wir nicht den nötigen Funken von den Rängen auf die Mannschaft transportieren konnten, sondern selbst darauf angewiesen waren, den Funken vom Spielfeld zu erhalten.</p>
<p>Auch gilt es ganz klar, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und wieder einige Gänge nach oben zu schalten! Teile der neuen Gegner werden uns mit ihren Kurven wieder jedes Spiel aufs Neue alles abverlangen.</p>
<p>Was kann für uns als bessere Motivation dienen als die Momente, die uns in dieser Saison geprägt haben? 20.000 Schalker in Düsseldorf, die lautstark und eindrucksvoll den Auswärtssieg gefeiert haben. Unsere Auftritte im Osten des Landes, als die Nordkurve sowohl in Magdeburg als auch in Dresden eine starke Visitenkarte hinterlassen konnte.</p>
<p>Der oftmals beschriebene Wahnsinn, der uns in Darmstadt packte und weit über die abgelaufene Spielzeit hinaus für unseren Verein und unsere Farben am Kabel drehen ließ. Die Torjubel in Elversberg und Paderborn, die auf ewig in unserem Gedächtnis bleiben werden.</p>
<p>Und natürlich unser Aufstiegsspiel gegen Düsseldorf. Als wir mit tausenden Schalkern zur Arena zogen und es für alle spürbar gewesen ist, dass eine ganze Stadt hinter unserem Verein steht. Der Moment, als unsere Spieler den Rasen betreten haben und die ganze Arena in einer vielleicht noch nie erlebten Lautstärke explodiert ist.</p>
<p>Genau das sind die Erlebnisse, die Geschichten, die unseren Akku für die neuen Herausforderungen bis zum Maximum laden, uns antreiben, motivieren und danach streben lassen, nicht nur in unseren Gesängen die Nummer eins aus dem Revier zu sein. Schalker, nutzt die Sommerpause zum Verschnaufen! In der neuen Saison drehen wir von der ersten bis zur letzten Minute an der Kordel, um unseren Traum von Liga eins zu halten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Es war angerichtet! Nach den Ergebnissen der vorherigen Wochen konnten wir tatsächlich mit einem Sieg gegen die Fortuna aus Düsseldorf den direkten Aufstieg im eigenen Stadion klarmachen. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht? Auch wenn uns im Oberhaus wieder die ungeliebten Spiele gegen Leipzig oder Hoffenheim erwarten und die zweite Liga von den Mannschaften wohl eine etwas attraktivere Spielklasse ist, ist dann doch die erste Fußball-Bundesliga ohne Zweifel der Ort, wo der FC Schalke 04 hingehört.</p>
<p>Um dem Spieltag einen würdigen Rahmen zu verleihen, riefen wir öffentlich einen gemeinsamen Treffpunkt in Buer aus, um uns auf das Spiel einzustimmen und den Weg zum Stadion mit vielen Schalkern gemeinsam zu bestreiten. Die Laune vor Ort war schon sehr losgelöst und jeder vertrieb sich bei allerhand Köstlichkeiten sowie Kaltgetränken die Zeit bis zum Abmarsch. Der Treffpunkt füllte sich mehr und mehr und sollte schlussendlich aus allen Nähten platzen. Wir marschierten gegen 16:30 Uhr mit gut und gerne 20.000 Schalkern zusammen zum Stadion &#8211; rekordverdächtig für eine von uns ausgerufene Aktion. Mit Gesängen konnten wir die Kurt-Schumacher-Straße bis zum Stadion hinunterlaufen, wo an den Straßenrändern, vor allem am Rathaus Buer und am Berger See, immer wieder Massen an Schalkern zum Marsch hinzu stießen. Ein Verkehrschaos war bei dieser Route zwar vorprogrammiert, aber es war auch einfach ein sehr geiles Bild.</p>
<p>Nachdem die Kontrollen am Stadion hinter sich gelassen wurden, ging es ab in den Block zu den üblichen Vorbereitungen. Die Vorfreude in der Arena lag förmlich in der Luft. Es passte von den Rahmenbedingungen einfach alles an diesem Tag.<span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Das große Aber: Es musste erstmal ein Fußballspiel gewonnen werden. Extra Motivation brauchte bei dieser Partie niemand. Schon beim Einlauf der Schalker Mannschaft zum Aufwärmen hakten wir uns ein und begrüßten sie mit einer ordentlichen Hüpfeinlage und einigen Fackeln. Ein sehr geiler Augenblick. Angetrieben von sechs Vorsängern war die Nordkurve auch zu Spielbeginn dann direkt da und zündete das Stadion an. Wir brachten direkt eine enorme Lautstärke in Richtung Rasen. Jeder Schalker war bei nahezu hundert Prozent und schrie die Gesänge aus sich heraus. Einfach nur geil! So soll es sein!</p>
<p>Die Mannschaft tat es uns gleich. Der Wille der Truppe, der bei den Topspielen in Elversberg und Paderborn schon zu sehen war, war auch an diesem Tag am Start und es gab keine Zweifel: Die Jungs wollten das Ding zu Hause in Gelsenkirchen ziehen. Nach dem 1:0 durch Karaman hatte keiner mehr das Gefühl, dass es noch schief gehen könnte. Gegen Ende der ersten Halbzeit ließ der Druck unserer Mannschaft nach, wovon wir uns auf den Rängen etwas anstecken ließen. Aber man konnte schon von einer sehr starken ersten Hälfte sprechen.</p>
<p>Die Halbzeit wurde zum Durchschnaufen genutzt und nach dem Pausentee musste erstmal jeder wieder auf das richtige Level kommen. Die Arena hoffte einfach auf das erlösende 2:0, dies war deutlich im weiten Rund zu spüren. Schalke ging auf dem Platz kein großes Risiko mehr ein und hielt hinten den Laden dicht. Die Düsseldorfer waren aber schon hin und wieder in unserem Strafraum präsent. Die Angst und damit einhergehende Anspannung, dass da doch noch ein Ball reinfliegt, drückte bei allen Schalkern ordentlich auf die Stimmbänder. Trotzdem war das weiterhin ein sehr gutes Niveau in der Nordkurve. Auch das Stadion stieg oftmals in die Gesänge ein und gab den Jungs auf dem Rasen den nötigen Rückhalt. Immer wieder untermalten wir die verschiedenen Lieder mit Fackeln. Ein weiteres Tor für die Blau-Weißen hätte wohl endgültig die Dämme brechen lassen. Jede Balleroberungsaktion gegen Ende des Spiels wurde gefeiert und je näher das Spielende rückte, desto mehr erlangte man die Gewissheit, dass wir uns das Ding hier und heute holen. Mit dem erlösenden Abpfiff dann der kollektive Jubel in der Arena. Schalke ist wieder da, wo es hingehört.</p>
<p>Nie mehr 2. Liga!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Es war natürlich klar, dass die Fans der Fortuna Schwierigkeiten haben werden, uns bei so einem Spielverlauf im eigenen Stadion Paroli bieten zu können. Die aktive Szene verteilte sich auf Ober- und Unterrang, UD flaggte oben an. Zum Start des Spiels gab es eine schlichte Choreo mit einem großen Spruchband und roten sowie weißen Fackeln. Sah soweit ganz nett aus. Von den Gesängen im Spiel ist in der Nordkurve hin und wieder was angekommen, was gerade in Anbetracht des Spielverlaufs bemerkenswert war. Optisch wirkte der Auftritt auch ganz rund. Man kann den Rheinländern sicher einen ordentlichen Auftritt attestieren, wobei man schon hinterfragen sollte, warum sie nicht alle ihre pyrotechnischen Materialien in ihrem Block halten konnten. Das Werfen von zwei Fackeln in den Nachbarblock in der Halbzeitpause war maximal unnötig.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Spiel</span></p>
<p>Im Vorfeld haben der Verein, einzelne Spieler, der Trainer und auch wir sowie weitere Fanorganisationen darum gebeten, von einem Platzsturm abzusehen. Schön, dass es geklappt hat! Für Platzstürme ist unser Stadion einfach das falsche und birgt zu viele Verletzungsgefahren und ganz nebenbei konnten so alle Schalker zusammen mit der Mannschaft feiern. Das hat man aus dem Aufstieg 2022 auf jeden Fall gelernt. Anders als beim St. Pauli-Spiel vor vier Jahren blieben an diesem Tage also alle Schalker auf ihren Plätzen und die Mannschaft konnte auf dem Grün vernünftig die Korken knallen lassen. Das Team kam zur Kurve und wir feierten sie für den verdienten Aufstieg ins Oberhaus. Somit regierte noch lange im Stadion die Partystimmung und alle lagen sich freudestrahlend in den Armen.</p>
<p>Die Feierlichkeiten in unseren Räumlichkeiten und in der Stadt zogen sich bis in den nächsten Morgen und werden in sehr guter Erinnerung bleiben.</p>
<p>Der S04 ist zurück in Liga 1!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Wie sollte es auch anders sein: Bei unserem Aufstiegsspiel unterstützten uns viele Gäste aus Nürnberg, Enschede und Mönchengladbach.<br />Vielen Dank für eure starke Unterstützung und die verschiedenen Glückwunsch-Gesten.</p>
<p><strong>1. Fußball-Club Nürnberg Verein für Leibesübungen e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 3:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Auch wenn die Spannung nach der bereits letzte Woche eingetüteten Zweitligameisterschaft nicht mehr ganz so hoch war und es sportlich nur noch um die berüchtigte goldene Ananas ging, war trotzdem große Vorfreude auf den Tag zu verspüren. Bereits früh am Morgen machte man sich auf den Weg, um sich schon einige Stunden vorher mit den Freunden aus Nürnberg bei Speis und Trank auf das Spiel einzustimmen &#8211; danke hierfür! Anschließend bestritten wir gemeinsam den Weg zum Max-Morlock-Stadion.</p>
<p>Samstagabend, schönster Sonnenschein und egal wie das Spiel ausgehen mag: Wir spielen nächstes Jahr in Liga eins und auch Nürnberg hat den Klassenerhalt bereits eingetütet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Bereits vor Anpfiff sang sich die daher gut gelaunte Nordkurve Gelsenkirchen ein, pöbelte mit Blick auf das endlich wieder stattfindende Derby gegen die Schwarzgelben und erwartete die Mannschaft.</p>
<p>Zu Beginn der Partie unterstrichen die ersten Lieder und Klatscheinlagen mit guter Beteiligung vom Oberrang die ausgelassene Stimmung. Auf dem Rasen zeigte unsere Elf eine schwache Leistung und so kam in Minute 20 schon der erste Dämpfer durch ein Eigentor von Schallenberg. Man merkte dem Anhang an, dass es heute nicht um das Ergebnis ging und so wurde mit „Königsblauer S04“ und „S04-Nur du Allein“ direkt nachgelegt.</p>
<p>Vor der Halbzeit wurden die restlichen Schalker im Stadion noch animiert, in die Gesänge einzusteigen. Und weil es so schön war, wurde sogar die Pause für die ein oder andere Gesangseinlage genutzt.</p>
<p>In der zweiten Hälfte startete unsere Elf zumindest ein bisschen besser und konnte auch den ein oder anderen Torschuss verzeichnen. Dennoch fiel noch das verdiente 2:0 und schließlich auch 3:0 für Nürnberg. Der angeheiterte Gästeblock ließ sich die Laune nicht verderben, sodass prompt die Eurofighter besungen wurden und von der Meisterschaft und dem Pokalsieg geträumt wurde. Auch Opa Pritschikowski durfte nicht fehlen. In Erinnerung blieben auch die Wechselgesänge mit den Nebenblöcken.</p>
<p>Alles in allem merkte man der Mannschaft leider an, dass ihr noch die Feierlichkeiten in den Knochen steckte. Die Nordkurve Gelsenkirchen war trotz des Ergebnisses gut aufgelegt und hatte Spaß daran, dass es sportlich um nichts mehr ging. Auch wenn dadurch nicht jedes einzelne Lied die volle Wucht entwickelte, war es dank einer meist guten Mitmachquote ein anständiger Auftritt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Die Nordkurve Nürnberg zeigte eine Choreo zu Ehren der Freundschaft, die sich über die Gegengerade bis in den Gästeblock zog.</p>
<p>Anlassbezogen wurden während des Spiels immer wieder einige Fackeln gezündet. Insgesamt waren die Stimmungsblöcke dauerhaft in Bewegung und auch ansonsten wirkte das wie ein richtig guter Auftritt der Heimkurve. Gegen Ende der Partie zeigten sie noch ein Spruchband:</p>
<p>Bundesliga ohne Schalke ist wie Taxiteller ohne Gyros &#8211; Glückwunsch zum Aufstieg!</p>
<p>Auch dafür vielen Dank!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Neben unseren Freunden auf der anderen Seite des Achtecks waren auch Abordnungen aus Salerno, Mönchengladbach, Enschede und von Komiti Skopje da. Vielen Dank dafür!</p>
<p><strong>Saison 2025/2026 aus Sicht der SEK SV</strong></p>
<p>Die Saison ist vorbei. Schalke hat sportlich alle Erwartungen übertroffen und den Aufstieg klargemacht. Damit steht fest, dass wir im kommenden Jahr wieder dort sind, wo wir hingehören.</p>
<p>Während für die meisten Schalker, die diese Zeilen lesen, die Saison wahrscheinlich optimal lief und für viel Euphorie und Jubelstimmung sorgte, gab es allerdings auch ein paar Jungs, die diese erfolgreiche Saison nicht im Stadion erleben durften. Die Rede ist dabei von den „Jungs, die draußen stehen“.</p>
<p>Die folgenden Zeilen sollen verdeutlichen, dass – egal, wie hart Staat und Verbände versuchen, uns in unserer Freiheit einzuschränken – sie es niemals schaffen werden, uns von unserem Lebensweg abzubringen. Ultra endet nicht am Stadiontor! Der folgende Rückblick zeigt, wie die Saison für uns lief, und er zeigt vor allem eines: Die Versuche, uns zu isolieren und zu brechen, haben genau das Gegenteil bewirkt.</p>
<p>Los ging die Saison mit einem Heimspiel freitagabends gegen die alte Dame aus Berlin. Um sich für die Unterstützung in der letzten Saison zu bedanken und der Gruppe für den Saisonauftakt die letzte Motivationsspritze mitzugeben, schickten wir die Botschaft „Ihr für uns – wir für euch!“ vor Anpfiff mittels Foto ins Stadion. Der Spruch sollte direkt verdeutlichen, dass man uns nicht trennen kann, und wurde an diesem Tag nicht zum letzten Mal benutzt. Nach dem Spiel liefen wir mit genau diesem Spruchband und einigen Fackeln der Gruppe entgegen und sorgten so für den ersten emotionalen Moment der Saison.</p>
<p>Ansonsten ähnelten sich gerade die Heimspieltage schon sehr oft, und man war recht schnell eingespielt. Bei Auswärtsspielen begleiteten wir die Gruppe, soweit es ging, und ließen uns dann immer, mal mit mehr, mal mit weniger Aufwand, ohne Bullen in der jeweiligen Stadt nieder. Auch hier gab es dann Spiele, die aufregender waren, und Spiele, die an Langeweile kaum zu überbieten waren. Doch es war immer klar, dass auch wenn wir aktuell nicht im Stadion präsent sein können, wir unsere Werte und Ideale auf der Straße vertreten. Egal, wie aussichtslos manche Situationen erschienen, wir durchlebten sie gemeinsam. Auch wenn man am Ende des Tages mit einer blutigen Nase nach Hause fuhr. Mit seinen Freunden gemeinsam für seine Werte einzustehen, ist die Anforderung, die wir an uns selbst stellen, aber auch von unseren Feinden erwarten. Die Saison zeigte jedoch, dass das nicht überall so gelebt wird.</p>
<p>Mussten wir früh in der Saison lernen, dass nicht jeder an einem fairen Wettkampf unter Gleichgesinnten interessiert zu sein scheint, bleibt aber zu sagen, dass wir mit den meisten anderen, mit denen wir uns ein intensiveres Pläuschchen lieferten, gute Erfahrungen machten. Den Jungs, die sich mit diesen Zeilen angesprochen fühlen, gebührt unser Respekt. Ultras!</p>
<p>Ein Highlight in dieser Saison war sicherlich das internationale Testspiel in Dublin. Wir konnten endlich wieder mit unseren Freunden gemeinsam im Stadion das ausleben, weshalb jeder von uns irgendwann mal mit dieser ganzen Sache angefangen hat – Ultra leben, fernab von irgendwelchen Zwängen oder Einschränkungen! Auch wenn wir an diesem Tag im Stadion sehr viel Spaß hatten, kehrten wir leider mit neuen Stadionverboten aus Dublin zurück, und zum Heimspiel gegen Nürnberg füllten sich die Kneipen mit neuen Gesichtern.</p>
<p>Ein weiteres Highlight war das Auswärtsspiel in Kiel. Hier wurden wir erst bei Ankunft in Kiel damit überrascht, dass für uns eine Kartbahn reserviert wurde, und als i-Tüpfelchen gab es via Handy-Live-Übertragung aus dem Stadion eine Choreo für uns. Da selbst der Tifo-Meister in unseren Reihen davon überrascht war und nichts ahnte, ist die Überraschung definitiv gelungen. Heilfroh, dass man uns endlich mal auf dem Schirm hatte (diesmal haben wir es ihnen aber auch wirklich einfach gemacht), begleitete uns ein Zivi bis auf die Kartbahn, lehnte unsere Einladung, mitfahren zu können, dann aber leider ab.</p>
<p>Zusätzlich zum Stadionverbot gingen uns die Bullen recht häufig mit Betretungsverboten für Heimspiele auf die Nerven, sodass es etwas Aufwand bedeutete, die Heimspiele so gut es ging trotzdem im Kreise der gesamten Gruppe zu verbringen. Aber wir wären nicht wir, wenn wir dafür keine Lösung gefunden hätten. An der einen oder anderen Stelle half es uns sogar, das aufgrund des hohen Kalorienüberschusses dringend benötigte Sportprogramm zu absolvieren. Auch auswärts gab es für die Spiele in Hannover, Düsseldorf, Münster und Bochum Stadtverbote, sodass wir hier etwas ausgebremst, aber nicht gestoppt wurden.</p>
<p>Zum Auswärtsspiel gegen Paderborn liefen dann die ersten Stadionverbote aus. Die Jungs können jetzt endlich wieder im Stadion Gas geben, während der verbliebene Rest weiterhin draußen die Stellung hält.</p>
<p>Abschließend lässt sich sagen, dass die Saison aus Sicht der SEK SV sehr ereignisreich war und man aus der beschissenen Situation definitiv das Beste gemacht hat. Auch wenn es nicht immer einfach war, gehen wir sicherlich gestärkt aus der Situation hervor. Wir haben Niederlagen erlebt, dafür haben aber die Siege umso besser geschmeckt. Wir sind weiter zusammengewachsen und haben gezeigt, dass uns kein Verbot stoppen kann. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an jeden Einzelnen, der uns in dieser Zeit, in welcher Form auch immer, unterstützt hat. Jede eurer Gesten ist angekommen und hat uns Kraft gegeben – Zusammenhalt ist unser größter Trumpf!</p>
<p><strong>WER UNS BRECHEN WILL, WIRD DARAN ZERBRECHEN!</strong><br /><strong>ULTRAS GELSENKIRCHEN SEKTION STADIONVERBOT</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Einen Tag nach unserem Aufstieg gastierte der FCN in Fürth. Das Spiel endete 1:1, unten findet ihr noch einen ausführlichen Spielbericht dazu. Letzte Woche schaffte der 1. FC Nürnberg die Sensation und gewann gegen unsere Elf mit 3:0 und sicherte sich somit einen einstelligen Tabellenplatz.<br />Heute bestreitet der Glubb sein letztes Saisonspiel in Hannover. Im Anschluss geht es in die wohlverdiente Sommerpause.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">SvVgg Fürth &#8211; 1.FC Nürnberg 1:1 (1:1)</span></p>
<p>Während die einen nach dem Aufstieg noch eine After Hour starteten, andere glücklich und zufrieden ins Bett fielen, sollte es für mich und meine Reisegruppe mit 30 Minuten „Schlaf“ im Gepäck Richtung Fürth gehen. Kann man sicherlich keinem normalen Menschen verkaufen, beschreibt unsere Kultur aber nur zu gut. Die Freunde im wichtigsten Spiel der Saison zu unterstützen, bleibt Priorität bei all der Freude über den eigenen Erfolg.</p>
<p>Die Fahrt verlief ohne Probleme und es konnte abwechselnd noch ein wenig Schlaf nachgeholt werden.</p>
<p>In Fürth angekommen, wurde der Haufen unserer Brüder begrüßt ehe es auf direktem Wege zum Gästeblock ging um die anstehende 2-teilige Choreo vorzubereiten. Bei strahlendem Sonnenschein verging die Zeit bis zur Stadionöffnung im Fluge und es konnte der Gästeblock betreten werden. Die Ausgangslage vor diesem Derby war deutlich, mit einem Sieg wollte man das Kleeblatt weiter Richtung Abgrund schießen. Unsere Freunde bedienten sich für die Choreo im 17. Jahrhundert und stellten den Kaiserlichen Feldherr Wallenstein zu Roß dar wie er das Fürther Dorf niederbrannte. Gerade die Fackeln hinter den Elementen rundeten hier das Bild perfekt ab. Auf Kommando wechselte sich das schwarze Bild durch Ponchos in ein rot schwarzes und das Spruchband änderte sich von „Wallenstein brannte euch einst nieder“ zu „Heute singen wir brandschatzend unsere Lieder“. Dazu kamen zwei Aufsteller, auf der einen, ein Nürnberger Mob, auf der anderen vier Fürther, die wegrennen. Durch eine Seilkonstruktion wurde den Fürthern das gezogene Material präsentiert. Eine sehr amüsante Idee, die im Block und bei mir auf große Begeisterung stieß.</p>
<p>Der Start ins Spiel ging mächtig schief und das Kleeblatt kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Eine davon nutze Futkeu in der 13. Minute. Auch die restliche Spielzeit war das Kleeblatt überlegen, der FCN konnte aber kurz vor der Halbzeit den Ausgleich erzielen. In der zweiten Spielhälfte entwickelte sich ein offenes Spiel, das keiner für sich entscheiden konnte. Die Stimmung war ähnlich wie die Mannschaftsleistung am heutigen Tag von Höhen und Tiefen geprägt. Mit der 2. Halbzeit konnte man aber sicherlich besser leben als mit der Ersten. Während des ganzen Spiels wurden die Gesänge immer wieder durch Fackeln und Rauch begleitet, was mir definitiv positiv in Erinnerung geblieben ist.</p>
<p>Nach Spielende ging es rasch zum Parkplatz, die Brüder wurden verabschiedet und es ging sichtlich angeschlagen vom Tag zurück in die Stadt der 1000 Feuer. Zur Bewertung der Heimseite verweisen wir gerne auf den Spieltagsbericht unserer Brüder und sparen uns jedes Wort. Bleibt zu hoffen, dass die Westvorstadt endlich absteigt und in der Versenkung verschwindet.</p>
<p>Vielen Dank für eure Gastfreundschaft, Schalke und der FCN wird‘s für alle Zeiten geben!</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Durch ein 2:2-Unentschieden bei AZ Alkmaar und einen 4:0-Heimsieg im letzten Heimspiel der Saison gegen Sparta Rotterdam, steht Twente auf dem dritten Tabellenplatz. Somit haben die Tukker es heute gegen den Meister PSV Eindhoven selbst in der Hand, sich das Ticket für die Qualifikation zur Königsklasse zu sichern. Vor dem Anpfiff des letzten Heimspiels zeigten unsere Brüder zum Abschluss der Saison nochmals eine Choreo. Mit Papptafeln wurde auf dem Vak-P, das Gesicht von Obelix, ihrem Logo dargestellt. Ein absolut gelungenes Bild.</p>
<p>Wir drücken unseren Freunden die Daumen und hoffen, sie in der nächsten Saison durch Europa zu begleiten &#8211; bestenfalls in der Champions League.</p>
<p>Come on Twente Enschede &#8211; strijden voor Europa!</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Ein Punkt noch, dann hat der FK Vardar die zwölfte Meisterschaft (und die erste seit 2020) sicher. Nach harten Jahren, inklusive dem Abstieg in die zweite Liga, ist der Rekordmeister wieder da, wo er hingehört: An der Spitze der mazedonischen Liga. Beim Schreiben dieser Zeilen hat der Verein bereits sechs Zähler Vorsprung auf Rang zwei und bei zwei ausstehenden Partien trotzdem ein deutlich besseres Torverhältnis. Also sollte eigentlich alles klar sein.</p>
<p>Vorgestern stand das letzte Auswärtsspiel der Saison beim FK Struga am Ohridsee an. Zusätzlich zum Gästeverbot, welches Komiti dort für die meisten Spiele erhält, gab es die Terminierung an einem Freitagnachmittag. Dementsprechend geht der Blick eher zum letzten Saisonspiel, nächste Woche gegen Shkendija im heimischen Nationalstadion. Die ganz große Feier wird dort wohl durch die bekannten Begleiterscheinungen dieser Meisterschaft ausbleiben. Dennoch ist es so natürlich deutlich schöner als die letzten zwei Jahre in der Relegation noch ran zu müssen.</p>
<p>Spannend wird es dann eher im Sommer, wenn der FK Vardar endlich wieder international antreten und Anfang Juli in der Champions League Quali spielen darf.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Auch die Salernitana ist am vergangenen Wochenende, nach einer kurzen Pause, in den Playoffs gestartet. Nachdem sie aufgrund des dritten Tabellenplatzes die Gruppenphase der Play-offs überspringen durften, ging es nun gegen die Mainzer Freunde aus Caserta. Nachdem man im März in der Liga noch das Nachsehen hatte, konnte diesmal ein 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel geholt werden. Beste Voraussetzungen also, dass am vergangenen Mittwoch die nächste Runde erreicht werden konnte. Das Ergebnis ist beim Schreiben dieser Zeilen aufgrund des Redaktionsschlusses aber leider noch nicht bekannt.</p>
<p>Bekannt ist allerdings, dass sowohl unsere Freunde als auch die Tifosi von Caserta nicht die Auswärtsspiele besuchen durften. Die Entwicklung von Gästeverboten in Italien ist wirklich besorgniserregend und es bleibt zu hoffen, dass dieser Trend in absehbarer Zeit wieder geändert wird.</p>
<p>Sollte Salerno die nächste Runde erreicht haben, stehen als nächstes Gegner aus ganz Italien auf dem Plan. Wir drücken natürlich alle Daumen, dass der Aufstieg in die Serie B doch noch erreicht werden kann.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Nachdem wir bereits die Aufgaben von Wahlausschuss, Aufsichtsrat und Ehrenrat beleuchtet haben, möchten wir uns in der letzten Ausgabe der Saison noch mit dem Ehrenpräsidium beschäftigen. Auch hierbei konzentrieren wir uns wieder auf die wichtigsten Aspekte.</em></p>
<p><em>Für eine ganzheitliche Betrachtung der Aufgaben des Ehrenpräsidiums, legen wir jedem wie immer die Satzung unseres Vereins ans Herz.</em></p>
<p><a href="https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung">https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung</a> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aufgaben und Arbeitsweise des Ehrenpräsidiums</span></p>
<p>Im Gegensatz zu den anderen Vereinsorganen wie zum Beispiel Aufsichtsrat, Wahlausschuss oder Ehrenrat, hat das Ehrenpräsidium keine operativen Aufgaben und ist ein rein repräsentatives Gremium. Es dient der Würdigung langjähriger, verdienter Funktionsträger. Mitglieder des Ehrenpräsidiums können Personen werden, die 20 Jahre Mitglied des Vereins sind und darüber hinaus zehn Jahre Mitglied eines Vereinsorgans waren. Die Organe des Vereins können potentielle Mitglieder für das Ehrenpräsidium vorschlagen und die Mitgliederversammlung diese dann anschließend berufen. Einmal ins Ehrenpräsidium gewählt, kann nur der Ehrenrat diese Berufung widerrufen.</p>
<p>Insgesamt darf das Ehrenpräsidium aus maximal elf Personen bestehen und aus seiner Mitte heraus dann einen Vorsitzenden wählen. Sollte es, wie es aktuell mit Gerhard Rehberg der Fall ist, einen Ehrenvorsitzenden geben, ist dieser gleichzeitig auch Vorsitzender des Ehrenpräsidiums.</p>
<p>Aktuell gehören dem Ehrenpräsidium neben dem Ehrenvorsitzenden Gerhard Rehberg sechs weitere Mitglieder an. Das sind: Dieter Basdorf, Eberhard Bergjohann, Dr. Peter Paziorek, Dr. Ingo Westen, Volker Struckmann, Dr. Herbert Tegenthoff. Elf ins Ehrenpräsidium berufene Personen sind leider bereits verstorben. Dazu zählen zum Beispiel der kürzlich von uns gegangene Manfred Kreuz oder auch Josef Schnusenberg.</p>
<p>Auch wenn das Ehrenpräsidium inklusive des Vorsitzenden nur repräsentative Aufgaben wahrnimmt, so sollte dennoch mit Bedacht gewählt werden. Personen, die in der Vergangenheit bereits Position im Verein zur Selbstdarstellung und Profilierung genutzt haben, gehören sicherlich nicht ins Ehrenpräsidium.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Mitgliederversammlung 2026</span></p>
<p>Am Samstag, den 18. Juli steht die diesjährige Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 e.V. an. Nach der aktuellen Saison dürften die meisten Schalker wenig zu meckern haben und gerade sportlich lief es in den vergangenen Monaten endlich wieder richtig rund. Dennoch sollte die Mitgliederversammlung auch in diesem Jahr für jedes Mitglied ähnlich wie ein Spieltag als Pflichttermin im Kalender stehen und besucht werden. Dort hat jeder die Möglichkeit, Personen zu wählen, die einen in den Gremien des Vereins vertreten sollen. Und dort gibt es die Möglichkeit, kritische Fragen zu stellen und die inhaltliche Auseinandersetzung zu suchen, um den Verein zu gestalten. Nur weil es sportlich gut läuft, heißt es nicht, dass alles rosarot ist. Zudem stehen turnusmäßig zahlreiche wichtige Entscheidungen wie zum Beispiel Wahlen und Satzungsänderungsanträge an. Dazu möchten wir euch nachfolgend einen kleinen Überblick geben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wahlen</span></p>
<p>Beim Aufsichtsrat scheiden der derzeitige Vorsitzende Axel Hefer und Holger Brauner in diesem Jahr nach dreijähriger Amtszeit aus. Beide haben sich erneut zur Wahl beworben sowie darüber hinaus vier weitere Personen. Aus diesen sechs Bewerbungen hat der Wahlausschuss dann vier Personen, also die maximal mögliche Anzahl, zur Wahl zugelassen. Neben den aktuellen Aufsichtsräten Axel Hefer und Holger Brauner stehen Mitte Juli auch noch Malte Stuckmann und Michael Esken zur Wahl für das Kontrollgremium unseres Vereins.</p>
<p>Auch im Wahlausschuss werden zwei Mitglieder neu gewählt. Wie im Aufsichtsrat scheidet auch hier der Gremien-Vorsitzende Stefan Schorlemmer, sowie Dennis „Elton“ Steckel nach vierjähriger Amtszeit aus dem Gremium aus. Die zur Wahl stehenden Kandidaten sind noch nicht bekannt und werden erst in der Sommerpause veröffentlicht.</p>
<p>Darüber hinaus sollen in diesem Jahr auch neue Mitglieder ins Ehrenpräsidium berufen werden. Das Ehrenpräsidium hat Medienberichten zufolge Clemens Tönnies und Huub Stevens vorgeschlagen. Zum Erstgenannten haben wir uns bereits vor einigen Wochen beim Bekanntwerden des Vorschlags per Spruchband geäußert. Huub Stevens ist dagegen sicherlich weniger polarisierend. Warum er aber ins Ehrenpräsidium anstatt wie andere verdiente Trainer in die Ehrenkabine soll, bleibt wohl Geheimnis des aktuellen Ehrenpräsidiums, die den Vorschlag eingereicht haben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Satzungsänderungsanträge</span></p>
<p>Bei den eingereichten Satzungsänderungsanträgen für die diesjährige Mitgliederversammlung ist ein Antrag zur Änderung des Fan-Vertreters im Aufsichtsrat enthalten. Seit vielen Jahren wird ein Aufsichtsratsmitglied vom Schalker Fan-Club-Verband (SFCV) durch dessen Vorstand entsandt. Diese Regelung stammt aus einer Zeit, in der noch alle Fans durch den SFCV, der damals noch Schalker Fan-Club-Dachverband hieß, organisiert waren. Dies ist sicherlich nicht mehr zeitgemäß und bildet die mittlerweile stark gewachsene und viel diversere Fankultur nicht vollständig ab. Der Antrag beinhaltet daher die Änderung, dass neben dem SFCV auch die anderen Fan-Organisationen gleichermaßen berücksichtigt werden und die verschiedenen Akteure gemeinsam einen Fan-Vertreter auswählen. Diese Person soll als Fan-Vertreter für alle Mitglieder und Fans agieren und eine klar definierte Rolle und Aufgabe ausüben.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>DFB Pokalsieger 2001</strong></em></p>
<p><em>Denkt man an die Saison 2000/2001 zurück, denkt man vor allem an die vier Minuten Meisterschaft, dabei holte Schalke trotz aller Katastrophe in genau dieser Saison den DFB-Pokal. Macht man sich bewusst, dass dieser Titel einer von nur vier in den letzten fünfzig Jahren ist, sollte dieser mehr Würdigung bekommen, als nur ein Beiwerk<br />neben der verlorenen Meisterschaft zu sein.</em></p>
<p><em>Wir möchten in diesem Rückblick nicht nur auf die nackten Ergebnisse gucken, sondern möchten aus Sicht der damaligen aktiven Fanszene berichten. Und zwar von der gesamten Saison, nicht nur vom Finale. Dafür haben wir jede Menge Fanzines gewälzt und aus den gewonnenen Eindrücken neue Berichte geschrieben. Konkret stammen die Informationen aus den Heften: Blaues Blut Nr. 5 und Nr. 6, Dorfmop on Tour Nr. 2, Blau weiße GEschichten Nr. 1, GEballert Nr. 1 und Nr. 2 und Go Ahead Nr. 3.</em></p>
<p><em>Taucht also ein in eine andere Zeit, in der die Ultra-Kultur auf Schalke noch in den Kinder-New Balance steckte.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Turn- und Sportverein 1896 e.V. Rain – FC Schalke 04 e.V. 0:7 (0:3)</span></p>
<p>Das wie jedes Jahr heiß erwartete Los der ersten Runde führte uns wie immer nicht nach Essen, sondern aufs Dorf im tiefsten schwäbischen Bayern.</p>
<p>Immerhin war es ein neuer unbekannter Ort und die noch blutjunge Ultraszene machte sich mit dem Bosch-Bus auf den Weg in den Süden. Nachdem die üblichen Maria-Flaschen vernichtet waren, erreichte der Bus das Georg-Weber-Stadion. Unverschämte 40 DM mussten als Eintritt abgedrückt werden und als Dank erwartete die Schalker Auswärtsschar nur alkoholfreies Bier.</p>
<p>Erstaunlich wenige Allesfahrer hatten sich trotz neuen Grounds auf den Weg gemacht und sahen einen ungefährdeten 7:0 Sieg, wobei ein Tor davon auf das Konto des frisch verpflichteten Andreas Möller ging und demnach eigentlich nicht zählte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">FC St. Pauli e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:3 n. V. (1:1, 1:1)</span></p>
<p>Nicht nur die damalige Gruppe „Radikale Minderheit“ hatte ihren Namen in Verbindung ihrer Abneigung zu Andreas Möller gefunden (Den Möller-Gegnern wurde von Vereinsseite vorgeworfen nur eine radikale Minderheit zu sein), diese Personalie polarisierte über die Schalker Fanszene hinaus. Kein Wunder also, dass sich auch die St. Pauli Fans dieser Thematik annahmen und zu Spielbeginn ein Spruchband mitsamt Konterfei präsentierten und die Gesichter und Namen „Szepan, Kuzorra, Libuda, Möller“ zu sehen waren. Zumindest für die Radikale Minderheit im Gästeblock eine durchaus gelungene Provokation.</p>
<p>Ansonsten reiste die Ultra-Szene wieder mit dem Bosch-Bus an, verbrachte vor dem Spiel noch eine entspannte Zeit auf der Reeperbahn und musste durch knöcheltiefen Schlamm zum Gästeblock waten. In diesem supporteten ganze 20 Mann dauerhaft, was die damaligen Verhältnisse nochmal deutlich machte. Der Zittersieg wurde in der Verlängerung mehr oder weniger souverän über die Zeit gebracht und das Achtelfinale erreicht.</p>
<p>Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die beiden Fanzines Schalke Unser und der Übersteiger von St. Pauli zu diesem Spiel eine gemeinsame Ausgabe herausbrachten und sich nicht zur Freude aller annäherten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">FC Schalke 04 e.V. &#8211; Borussia Dortmund GmbH &amp; Co. KGaA 2:1 (2:1)</span></p>
<p>Derby im DFB Pokal, da liegen die Nerven natürlich noch blanker als sowieso schon, aber trotzdem sollte das Spiel natürlich würdig eingeleitet werden. Während in der Nordkurve das Commando 1904 unzählige Doppelhalter zum Intro verteilte, hatte die Radikale Minderheit auf der Haupttribüne im I-Block eine Choreo vorbereitet. Nachdem die Blau-Weißen Papptafeln verteilt waren, wurde das Spruchband „Dortmund verrecke“ an der Balustrade befestigt. Da dies aus mehreren Teilen bestand, klingelte bereits während dieses Vorgangs das Handy eines der Mitglieder. Der Verein wollte wissen, was denn bitte auf dem Spruchband stehen würde. Bisher hatte man im Parkstadion freie Hand bei Choreografien und somit wurde zähneknirschend wahrheitsgemäß geantwortet. Der Verein verbot daraufhin das Spruchband und die Gruppe steckte die Köpfe zusammen, was nun zu tun sei. Die Aktion trotzdem durchziehen und dafür Stadionverbote kassieren? Die Aktion ganz absagen oder nur einen Teil zeigen? Guter Rat war teuer und letztendlich wurde sich für letztere Möglichkeit entschieden. Natürlich hätte man aus heutiger Sicht anders entschieden, zur damaligen Zeit aber wohl ein verständliches Vorgehen. Somit erstrahlte zum Anpfiff ein blau-weißes Papptafelmuster und nur ein Spruchband mit der Aufschrift „Im Pott ist nur für einen Platz“.</p>
<p>Den Gästeblock konnte Dortmund nicht ganz füllen (4.000 – 5.000), was auch damals extrem peinlich war. Immerhin gab es ein schönes Pyro-Intro, aber ansonsten nichts Erwähnenswertes. Das Spiel konnte Schalke trotz früher Führung Dortmunds noch in Halbzeit eins drehen und den Derbysieg nach Hause holen.</p>
<p>Nach dem Spiel sollte es noch an der Gesamtschule Berger Feld ein Aufeinandertreffen zwischen jüngeren Schalkern und Dortmundern geben, die Gerüchteküche besagt aber, dass die Dortmunder doch lieber in den Bus stiegen. Derbysieger!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1.FC Magdeburg e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:1 (0:1)</span></p>
<p>Als Wintermeister ging es mit breiter Brust in den wilden Osten zum Favoritenschreck, schließlich hatte Magdeburg zuvor sogar den FC Bayern rausgeschossen. Statt mit dem Bosch-Bus wurde diesmal ausnahmsweise mit einem der Busse des SFCV angereist. Dass die Uhren in Sachsen-Anhalt bereits anders tickten, machte nicht nur die Polizeieskorte ab dem Verlassen der Autobahn deutlich, sondern auch das Intro im altehrwürdigen Ernst-Grube-Stadion. Zunächst gab es eine Bänder-Choreografie samt Blockfahne und danach das ganze Spiel über Fackeln und Leuchtraketen, was für neidische Blicke im Gästeblock sorgte. Auf Schalker Seite wurde das Spiel mit dem passenden Spruchband „Auferstanden aus Ruinen“ eingeleitet.</p>
<p>RMG hatte diesmal sogar ein Megafon mit dabei, mit dem aus dem Block heraus versucht wurde, die Schalker Meute zum Mitsingen zu animieren. Dies klappte im Vergleich zu den letzten Spielen auch besser, allerdings auch hier wieder kein Vergleich zur Heimseite. Hier gab es schon einen richtigen Vorsänger, der vor dem Block stand und für damalige Verhältnisse für eine ungeahnte Stimmung sorgte.</p>
<p>Das Viertelfinale konnte per Elfmeter von Jörg Böhme mit 1:0 gewonnen werden, wozu nach dem Spiel 200 Magdeburger nochmal persönlich gratulieren wollten. Auf Schalker Seite war kaum Potential vorhanden und so war man ehrlicherweise froh, dass die Polizei die über dem Platz rennenden Maggis aufhielt. Alles in allem ein echtes Saison-Highlight.</p>
<p>Ebenfalls interessant: Im Gästeblock wurde mittels Doppelhalter pro Buchstabe der Schriftzug FC Schalke 04 gezeigt, diese Doppelhalter werden heute noch von uns genutzt und hingen in der Vergangenheit als Zaunfahne vor dem Block, wenn wir die Amateure unterstützten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">VfB Stuttgart e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:3 (0:3)</span></p>
<p>Mit dem Bosch-Bus, einem Sonderzug oder mit Autos zog die Schalker Ultra-Szene auf verschiedenen Wegen nach Stuttgart. Mit dabei auch noch 12.000 andere Schalker. Es ist einfach unglaublich, was wir bereits seit jeher für Massen auf die Reise schicken.</p>
<p>Zum Intro in der ersten Halbzeit präsentierte die RMG ein Spruchband mit der Aufschrift „GEboren um für Schalke zu sterben“ und dazu jede Menge Fahnen und Doppelhalter, was insbesondere für die damaligen Zeiten gut aussah. Das Commando Cannstatt war 2001 schon gegründet und zeigte, dass sie schon vier Jahre Erfahrung auf dem Buckel hatten. Das Rauch- und Fackelintro sorgte ähnlich wie in Magdeburg für offene Münder im Gästeblock. Da half auch nicht die kleine und gelungene Mülltüten-Choreografie im Sitzplatzbereich zum Wiederanpfiff, die von RMG und C1904 gemeinsam geplant und durchgeführt wurde.</p>
<p>Im restlichen Stadion herrschte ansonsten Tristesse und es war nicht ansatzweise ausverkauft. Schalke spielte wie beflügelt auf und ging rasch mit 3:0 in Führung, was auch den Endstand bedeutete. Die ganz große Euphorie blieb nach Abpfiff erstaunlicherweise aus, schließlich war es das erste große nationale Finale nach fast 30 Jahren, nichtsdestotrotz halte es natürlich trotzdem aus 12.000 Kehlen: BERLIN BERLIN WIR FAHREN NACH BERLIN!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. FC Union Berlin e.V. – FC Schalke 04 e.V. 0:2 (0:0)</span></p>
<p>Und wieder strömten die Massen. Obwohl viele Schalker bei der Kartenvergabe leer ausgegangen waren und es sich um einen Gegner aus der Stadt des Final-Ortes handelte, schafften es letztendlich rund 40.000 Königsblaue ins Olympiastadion. Damals noch ohne Dach, aber dafür mit genauso viel Charme. Die Schalker Szene bereitete eine schlichte Choreo vor, im Oberrang wurden blaue und im Unterrang weiße Papptafeln verteilt, dazu die Spruchbänder „Machts unseren Ahnen nach und werdet zu Legenden“ und „Ihr denkt ihr seid Eisern – Wir sind aus Kohle und Stahl“. Sah halbwegs okay aus. An komplizierte Muster traute man sich nicht heran, da ein genauer Bestuhlungsplan fehlte. Das Ergebnis, wenn man es dennoch versuchte, konnte man auf der Gegenseite sehen, denn dort war der geplante Schriftzug mit Papptafeln nicht zu erkennen.</p>
<p>Der Schock der vier Minuten Meisterschaft saß natürlich noch tief und es fiel Mannschaft und Kurve schwer ins Spiel zu kommen. Natürlich war der DFB-Pokal ein Riesenerfolg, wenn einem aber der große Traum aus den Händen gerissen wurde, ist es gar nicht so einfach diesen Erfolg zu akzeptieren. Jörg Böhme war es dann mal wieder, der mit zwei Toren für den souveränen 2:0 Sieg im Finale sorgte.</p>
<p>Die Laola-Welle schwappte durchs Rund und auch in den Heimblöcken sah man immer wieder Leute in blau gekleidet aufspringen. Der zweite Titel innerhalb von vier Jahren war eingeheimst, aber es brauchte noch einige Zeit, damit dieser auch die Würdigung erfuhr, die er verdiente.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Auch in dieser Saison haben wir wieder die Eindrücke gesammelt, die gegnerische Fanszenen sowohl bei Auswärts- als auch bei Heimspielen von der Nordkurve Gelsenkirchen gewonnen haben. An Rechtschreibung oder sonstigen Dingen haben wir dabei nichts verändert.</em></p>
<p><strong>Hinrunde</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hertha BSC (H) &#8211; hb98.de</span></p>
<p>Für die Heimseite lief anschließend [Anm.: nach der Choreo] natürlich alles nach Plan, so erwies sich das Überemotionalisieren des Schalkerseins (Spruchbandchoreo mit dem Memepotential der letzten Jahre) vor Anpfiff als Stimmungsfördernd, denn später klinkten sich ein paar Mal die restlichen Bereiche der Arena mit ein, auch wenn es gefühlt nur zwei Lieder waren. Hertha erwies sich ebenfalls als toller Gast und wehrte sich nicht großartig, so dass alle Königsblauen einen von vorne bis hinten schönen Saisonauftakt hatten, der immer wieder mit einigen Stimmungsfackeln untermalt wurde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lautern (A) &#8211; Unter die Haut</span></p>
<p>Bei den Gästen aus Gelsenkirchen sah es auch nicht übel aus. Gerade die gerne mal kritisierte Zaunbeflaggung war an diesem Abend ordentlich, die Nordkurve-Fahne passt halt auch perfekt längenmäßig vor den gesamten Gästebereich. Lautstärkentechnisch ist das wie immer schlecht einzuschätzen, aber immer mal wieder drang etwas rüber und optisch sah das mit gut verteilten Fahnen auch ordentlich aus. Viel zu meckern gibt es also nicht. Natürlich hatte man im Vorfeld etwas auf eine optische Aktion und/oder das ein oder andere verbotene Element spekuliert, aber da die UGE einerseits beim eigenen Heimspiel eine große Choreo inklusive “Frag mal den Ralle”-Referenz abgeliefert hatte und man andererseits wohl Hände und Köpfe für die Besichtigung von Heidelberg frei haben wollte, beschränkte sich die Szene aus dem Pott verständlicherweise auf das Standardprogramm.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Magdeburg (A) &#8211; Planet MD</span></p>
<p>Schaute man in Richtung des Gästeblocks sah man zahlreiche Schalker, welche sich wie gewohnt hinter ihren wichtigsten Zaunfahnen UGE, HUGOS und Marler Jungs aufreihten.<br />Zusätzlich hing oben im Block die große „Nordkuve Gelsenkirchen“ Fahne und einige verteilte Schwenker sollten das Blockbild unterstützen. Hier muss ich wirklich mal anmerken &#8211; für mich persönlich leider wohl eines der unansehnlichsten Zaunfahnenbilder, die Ultradeutschland zu bieten hat. Stimmungstechnisch dagegen ging es auf beiden Seiten gut ab. Schon eine Viertelstunde vor Spielbeginn knallte das erstmal „Kämpfen und Siegen” sowie „Einmal blauweiß immer blauweiß” durch das HKS und auch unsere Gäste konnten nach Anpfiff vereinzelt mal einen Akzent setzen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hannover (A) &#8211; I Block</span></p>
<p>Der FC Schalke 04 brachte etwas weniger als 10.000 Fans mit, die sich auf auf einem großen Teil der Südtribüne breitmachten. Enttäuschten UGE, Hugos und Co. die letzten Male mit der Zaunbeflaggung, sah das dieses Mal deutlich besser aus. Während die Gruppenfahnen an einer Rohrkonstruktion befestigt wurden, hing die große „Nordkurve Gelsenkirchen”-Fahne vorneweg. Ein weiterer Punkt, der im Bezug auf das Kurvenbild positiv hervorzuheben ist, ist, dass nun nicht mehr bloß im von der Szene genutzten Sitzplatzbereich, sondern ebenso im Steher nebenan organisiert supportet wurde. Im Grundsätzlichen konnte man die Gelsenkirchener des häufigeren vernehmen, was aber natürlich nicht zuletzt auch an deren schierer Masse, dem Spielverlauf und der angesprochenen miesen Stimmung unsererseits gelegen haben dürfte. Alles in allem war das jedoch ein absolut solider Auftritt.</p>
<p><strong>Rückrunde</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hertha BSC (A) &#8211; hb98.de</span></p>
<p>Aus Solidarität mit den verletzten und schwerverletzten Hertha-Fans verzichteten auch die Gästefans rund um die Ultras Gelsenkirchen auf die akustische und optische Unterstützung ihrer Mannschaft. Angesichts des Verhältnisses zwischen den Fanszenen von Hertha BSC und Schalke 04 haben wir höchsten Respekt vor der Reaktion der Nordkurve Gelsenkirchen!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lautern (H) &#8211; Unter die Haut</span></p>
<p>Das Fazit zur Gegenseite fällt ähnlich aus: Die Choreo war sehenswert, der Support besser als noch bei den beiden Spielen zuvor. Die sportlich gute Ausgangslage und ein Trainer, der zumindest mir als Außenstehendem den Eindruck vermittelt, als würde er zum Verein passen, tun da sicher ihr übriges.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bochum (A) &#8211; Blick in die Kurve</span></p>
<p>Der Gästeanhang erlebte keinen Sahnetag und bleibt außerhalb einer ansehnlichen Schalparade eher durch das trostloses Zaunfahnenbild in Erinnerung. Nicht unerwähnt sollen aber die großen Transparente gegen die ausgesprochenen Betretungsverbote sein.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bochum (A) &#8211; Schallermann (Münster)</span></p>
<p>Als abschließendes Fazit zum Gästeanhang lässt sich meiner Meinung nach festhalten, dass sie mit Sicherheit zu den Schwergewichten in punkto Gewalt in Deutschland gehören und dies am Spieltagswochende (wie ihr eh alle von Finstergram und Co. wisst) auch unter Beweis gestellt haben bzw. unter Beweis stellen wollten. Supportmäßig war das in Bochum gar nix, dazu Al-Kaida Hans Bin-Laden Schwenker im Stehplatz Block, aber kein Vorsänger in eben diesem Block geschweige denn eine vernünftige Zaunfahne dort am Zaun.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Dresden (H) &#8211; Zentralorgan</span></p>
<p>Die Wessis hinterließen keinen wirklich bleibenden Eindruck. Zu selten konnte ein größerer Bereich in der Nordkurve mitgenommen werden. Viel Leerlauf, in dem wenig zu vernehmen war. Die Momente, in denen das Stadion mit einstieg wussten aber entsprechend zu überzeugen. Vor allem nach den Toren konnte dabei auch der arrogant, verwöhnte Sitzplatzmalocher mitgenommen werden. Minuten, die vom in Deutschland inzwischen vermehrt verbreiteten Bundesliga-Sitzplatzpublikum abwichen. Das wars dann aber auch. Mit Spruchbändern wurde Kritik an Tönnies verbreitet und die Stadion- und Betretungsverbotler gegrüßt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bielefeld (H) &#8211; Infozettel Südtribüne</span></p>
<p>In den letzten Minuten wurde es dann noch einmal hitzig, als der ungeliebte VAR eingriff und ein Tor unserer Arminia wegen Abseitsstellung aberkannte. Dabei sollte jedem Fußballfan klar sein, dass der Videobeweis den Emotionen in unserem schönen Sport nachhaltig schadet. Die folgende Freude bei den Fans des „Kumpel- und Malocherclubs” erschien demnach ziemlich deplatziert. Ansonsten zeigte sich die Nordkurve über weite Phasen in eindrucksvoller Natur, mit beeindruckender Lautstärke und viel Bewegung aufden Rängen, auch wenn das Pyro-Intro mit Blinkern und Rauch zu Beginn etwas unkoordiniert wirkte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Münster (H) &#8211; Schallermann</span></p>
<p>Die Gegenseite rund um die „Ultras Gelsenkirchen“ und „Hugos“ beschränkte sich zum Großteil auf das Wesentliche. Das ganze Spiel über trumpfte bestehend aus Motivschwenkern auf. Vor Spielbeginn wurde außerdem noch eine Helene-Fischer-Umdichtung intoniert. Den Wahnsinn spürten allerdings nicht alle in der Nordkurve und auch mich ließ das Lied nicht zwingend atemlos zurück. Brachial kam allerdings alles andere was das Schalker Kuttenliedgut so zu bieten hatte, vor allem gegen Spielende konnte man zum Teil nur noch schwer seinen eigenen Gedanken folgen. Mein Fall ist diese Art von Liedgut allerdings weiterhin nicht. Am gesamten Rest der Stadionerfahrung Gelsenkirchen kann ich aber im Verlauf nichts positives mehr abgewinnen. Der Neubau stellt für mich einfach die absolute Fußballdystopie dar. Dank Sporthallenfeeling und Pre-Game-Unterhaltung á la „Song des Spielchtachs“ hat sich über die Jahre echt eine ganz eigene Fußball-Subkultur abseits der Ultragruppen gebildet. Fischerhut, Komasaufen und Pogo zu „Beila Beila“ inklusive. Gutes Gelingen in Liga 1.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Paderborn (A) &#8211; Pfauenschrei</span></p>
<p>Der Support der Schalker wurde seinem Ruf an diesem Tag nicht gerecht. Über weite Strecken des Spiels kam nur wenig bei uns an und Teile vom Gästeblock schienen sich auch eher auf das Sonnenbaden zu konzentrieren, als auf die Unterstützung der eigenen Mannschaft. Wirklich laut wurde es erst nach dem Führungstreffer und beim Pöbeln gegen Dortmund nach dem Spiel. Positiv hervorzuheben ist aber der passende Einsatz von vereinzelten Fackeln und Rauchtöpfen nach den Toren. Zusammenfassend gab es in dieser Saison auf jeden Fall schon Szenen, die mehr abgerissen haben.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="text-decoration: underline;">Bochum:</span></strong> Rund um das Heimspiel des VfL Bochum gegen Hannover 96 kam es in der Innenstadt zu Scharmützeln zwischen Anhängern beider Lager, woraufhin mehrere Bochumer festgenommen oder zeitweise in Gewahrsam genommen wurden. Im Stadion sorgte vor allem der Einsatz der BFE für Aufregung. Behelmte und vermummte Bullen positionierten sich im Bereich der Ostkurve und des Umlaufs bis in die Mundlöcher. Hintergrund soll eine geplante Festnahme im Bereich der Ostkurve gewesen sein. Die aktive Szene stellte daraufhin den Support ein und stellte sich der Polizei in den Weg, um eben jene Maßnahmen zu verhindern. Nach verbalen Auseinandersetzungen drang die Staatsmacht in Richtung der Blöcke vor, wodurch einige Bochumer Verletzungen erlitten. Auch nach dem Spiel kam es bei der Begleitung der Fans zu weiteren Festnahmen. Kritisch bewertet die Fanhilfe vor allem das unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei. Die starke Präsenz der BFE im Bereich der Ostkurve wirkte provokativ.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Dresden:</strong></span> Die Schwarz-Gelbe Hilfe Dresden kritisiert die Praxis von Betretungsverboten gegen Fußballfans und schildert einen konkreten Fall aus dem Jahr 2023, wo ein Dynamo Anhänger bei dem Auswärtsspiel gegen den VfL Oldenburg Betretungsverbot für die Stadt Oldenburg erhielt und dagegen klagte. Nach mehr als drei Jahren erklärte das Verwaltungsgericht Oldenburg das Verbot für rechtswidrig. Das Gericht kritisierte vor allem, dass die Polizei ihre Maßnahmen auf Vermutungen statt auf konkrete Gefahren gestützt habe und das Verbot sowohl räumlich als auch zeitlich unverhältnismäßig gewesen sei. Das Urteil ist ein wichtiges Zeichen gegen pauschale Einschränkungen von Fußballfans und gegen die übermäßige Polizeipraxis im Namen der “Gewaltprävention”.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kolumbien:</strong></span> Bei der Partie zwischen Independiente Medellín und Flamengo im Copa Libertadores kam es aufgrund von Protesten der heimischen Fans zu Ausschreitungen und einem Spielabbruch. Kurz nach Anpfiff zündeten die Anhänger aus Medellín Bengalos, warfen Gegenstände auf das Spielfeld und versuchten, dieses zu stürmen, woraufhin der Schiedsrichter die Partie unterbrach. Da sich die Situation nicht beruhigte, wurde das Spiel nach langer Unterbrechung endgültig abgebrochen. Dem Verein droht nun eine 0:3-Wertung sowie weitere Strafen durch die CONMEBOL. Hintergrund der Proteste ist der Konflikt gegen die Vereinsführung von Medellín, da wohl die Klubspitze für die sportliche Krise verantwortlich ist.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>ODE AN DIE FANZINES</strong></p>
<p><em>Die Interviewreihe mit verschiedenen Fanzines ist nun zwar abgeschlossen, dennoch möchten wir euch aber auch in Zukunft am Stand Fanzines in kleiner Stückzahl anbieten, die normalerweise nicht für jeden direkt zugänglich sind, wir aber mit gutem Gewissen weiterempfehlen können. Denn was nützt es, wenn wir immer wieder zum Lesen von Heften auffordern, aber nur ein kleiner Teil an diese rankommt.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">C’est la vie Ausgabe 9</span></p>
<p>Das Heft aus Darmstädter Feder bietet neben eigener Spielberichte auch ein Interview mit drei Gründungsmitgliedern der Ultras Darmstadt, Freundschaftsberichte, eine Vielzahl an Hoppingtexten und jede Menge mehr.</p>
<p>Das alles bekommt ihr für 5€ am Stand.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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		<title>Ausgabe 16: Fortuna Düsseldorf</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-16-fortuna-duesseldorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Inhaltsverzeichnis</p></div>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_12 et_pb_bg_layout_light" href="#datisschalke">4. Dat is Schalke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_13 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte </a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>wir hoffen, ihr hattet ein paar schöne Stunden in Buer und nun herzlich Willkommen zum Liga Endspurt!</p>
<p>Gegen Münster gab es nicht nur einen gut aufgelegten Gästeblock zu bestaunen, sondern eine noch bessere Schalker Mannschaft, die endlich unsere Nerven schonte, das Spiel von den ersten Minuten an souverän beherrschte und den Sieg ungefährdet nach Hause brachte. Auf den Rängen herrschte dementsprechend ausgelassene Atmosphäre. Nach den ganzen knappen Ergebnissen hat das Stadion förmlich danach gelechzt, mit ein paar Toren Vorsprung unbeschwert ihre Mannschaft zu feiern.</p>
<p>Und dann kam Paderborn. Altobelli. Wir schreiben es immer wieder, dass wir dies und das im Gedächtnis behalten sollen, aber was letzten Sonntag passiert ist, war einer dieser Momente für die Ewigkeit. Die Stimmung an sich war von uns sicherlich nicht ideal und es war nur Paderborn und es war nur die zweite Liga, aber sollten wir in den nächsten Jahren mal wieder gegen den Abstieg spielen und mal wieder alles scheiße sein, dann erinnert euch an diese Torjubel. Schalke!</p>
<p>Was haben die Medien sich zu Saisonbeginn das Maul zerrissen. Der nächste Abstiegskampf sollte quasi um jeden Preis herbeigeredet werden. Kurve und Mannschaft schafften es aber von Spieltag eins an, eine Einheit zu bilden, ließen sich von dem Gerede nicht beeindrucken und stehen nun drei Spieltage vor Schluss vor dem großen Wurf. Wir können stolz auf das Geschaffte sein! Nun lasst uns den letzten Schritt gehen und die letzten Spiele einfach genießen.</p>
<p>Wer noch etwas zu Lesen braucht, um die Zeit zwischen den Spielen irgendwie rum zu bekommen: Die neue Doppelausgabe des “Erlebnis Fußball” ist bei uns eingetroffen, wie immer prall gefüllt mit vielen Themen. Neben den üblichen Interview Highlights haben auch wir einen Text zum Thema „Hallenturniere“ beigesteuert und berichten von den Erlebnissen bei unseren Hallenbesuchen zwischen 2009 und 2014. Eine absolute Leseempfehlung geht also wie immer raus.</p>
<p>Eine sehr traurige Nachricht verbreitete sich am 22. April auf Schalke. Mit Manfred – Manni – Kreuz ist der letzte Spieler der Meistermannschaft 1958 verstorben. Manni blieb dem Verein sein Leben lang verbunden und war trotz seines stolzen Alters von 90 Jahren nicht vom Bergerfeld wegzudenken. Mit ihm geht ein großes Stück Schalke und nun liegt es an uns, sein Gedenken für ewig weiter hochzuhalten. Seine Karriere lassen wir nochmal in der “Dat is Schalke”-Rubrik Revue passieren. Ein letztes “Glück auf” Manni, wir holen den Aufstieg auch für dich!</p>
<p>Mit Düsseldorf haben wir heute eine Mannschaft zu Gast, die auch nach dem Sieg im letzten Spiel immer noch mit dem Rücken zur Wand steht. Auch wenn die ganz heißen Duelle aus den Achtzigern und Neunzigern gegen die Fortunen vorbei sind, hat diese Partie einiges zu bieten und die Gruppen rund um die Ultras Düsseldorf werden alles versuchen, ihr Team zum Klassenerhalt zu tragen. Bedeutet für uns: Keine Sekunde locker lassen und direkt zu Beginn zeigen, wer Herr im Haus ist – auf dem Rasen und auf den Tribünen. Dass wir das können, haben wir in dieser Saison zur Genüge unter Beweis gestellt.</p>
<p>Zu guter Letzt freuen wir uns, dass wir inzwischen endlich wieder zwei Jungs in unseren Reihen zurück wissen.<br />Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wer euch brechen will, wird daran zerbrechen!</p></div>
			</div><div id="spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_9">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; Sportclub Preußen Münster 06 GmbH &amp; Co. KGaA 4:1 (2:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Die Anzahl der ausstehenden Spiele wird so langsam immer kleiner und das Saisonende rückt immer und immer näher. Die Zeichen stehen auf Aufstieg. Beflügelt durch den gemeinsam erzwungenen Sieg in Elversberg eine Woche zuvor und dem uns entgegenkommenden 1:1 von Hannover und Paderborn am Samstagabend, lag über dem Stadtteil Erle ein Dunst aus drückender Vorfreude und steigender Hoffnung in der Luft. Und so viel sei vorweggenommen, auch am Montag nach der Partie hat sich daran nichts geändert. Bei einer Sache waren sich alle sicher: Der Moment stimmt. Alle Zeichen stehen auf Grün. Verein, Fans, Mannschaft, Staff, alles drum herum ist eine Einheit, der Ball liegt frei vorm Tor und muss nur reingedrückt werden. Wir haben die Chance aufzusteigen selbst in der Hand und das fühlt sich richtig geil an! Auf dem Weg zur Arena, im Stadionumlauf und auf den Stufen der Nordkurve Gelsenkirchen spürt man es.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Um dem Ziel “Aufstieg in Liga 1” auch an diesem Tag einen großen Schritt näher zu kommen und seine eigenen Hausaufgaben auf den Rängen zu erfüllen, war die Marschroute, welche Dennis noch einmal über die Anlage kommunizierte, ziemlich klar: alles geben, 90 Minuten, nur gemeinsam, als Einheit. Worte, die zwar leider immer inflationärer genutzt werden, jedoch in fast keiner Situation so wie Arsch auf Eimer passen, wie derzeit. Dementsprechend versuchten wir ab Minute eins genau dies zu tun. Als Motor des Stadions kamen wir ganz gut aus der Hüfte und versuchten schon relativ früh in der Partie, auch den Rest des Stadions in die Gesänge mit einzubeziehen. Leider waren die übrigen Tribünen noch nicht ganz wach, was vorerst zu überschaubarer Rückmeldung führte. Wir machten mit einem Mix aus alten Klassikern und neuen funktionierenden Liedern weiter und durften gleichzeitig spielerisch dominierende Schalker auf dem Feld beobachten. Das Ergebnis dieser Leistung war ein 2:0-Halbzeitstand, der durch zwei extrem starke Torjubel in der gesamten Arena honoriert wurde.</p>
<p>Offensichtlich ließen die Freudenschreie und die darauffolgende Halbzeit die Kehlen frei werden, weshalb im Verlaufe von Halbzeit zwei auch das Stadion mit in die Gesänge einstieg. Der emotionale Gipfel des Ganzen war die sich entwickelnde Laola-Welle, die minutenlang durch die Arena schwappte und von „Oh wie ist das schön“- Gesängen begleitet wurde. Dieses Mal getrieben durch pure Freude über das Spiel und die gesamte Saisonleistung unserer Truppe, statt Hohn über das desolate Auftreten wie noch im Mai 2025. Das „Asoziale Schalker“ kurz vor Schluss schepperte ebenso schön durch das Rund und setzte der Königin dann ihre verdiente Krone auf. Es passt gerade einfach alles zusammen. Nach dem Abpfiff erwarteten wir die Mannschaft standesgemäß und feierten gemeinsam einen weiteren großen Schritt Richtung Aufstieg. Dass während der Feierlichkeiten auch noch das kurz zuvor gefallene 3:2-Siegtor von Fürth gegen Verfolger Darmstadt auf dem Würfel eingeblendet wurde, ließ vielleicht sogar den ein oder anderen Nürnberger schmunzeln. Insgesamt war unser Auftritt einer der besseren an einem Sonntagmittag, der uns supporttechnisch eigentlich eher weniger liegt. Keine Ausrede, sondern Motivation, es kommende Woche Sonntag in Paderborn noch einen Tacken besser und den Aufstieg vielleicht schon zu Hause gegen Düsseldorf möglich zu machen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Der Gast aus Münster kaufte so ziemlich das gesamte Gästekontingent leer und teilte sich, wie es einige andere Szenen zuvor ebenfalls getan haben, mit dem aktiven Haufen in den Ober- und Unterrang auf. Im unteren Steher befanden sich die Hauptzaunfahnen um Fede Nerblo, den Oberrang zierte die “Sportclub Preussen Münster”- Zaunfahne, inklusive einiger weniger, aber überwiegend alter Fanclub Zaunfahnen am Rand des Oberrangs. Auch diverse Schwenkfahnen waren über beide Ebenen verteilt. Der Anhang aus Münster lieferte über die gesamten 90 Minuten einen richtig guten Auftritt ab und fiel bereits vor Anpfiff mit einem Wechselgesang über beiden Ränge auf, der auf unserer Seite für das ein oder andere respektvolle Kopfnicken sorgte. Im Spiel konnte man sie mehrfach in guter Lautstärke wahrnehmen, auch optisch setzten sie immer wieder Ausrufezeichen, obgleich des sich gegen sie entwickelnden Spielverlaufs. Generell hatte man den Eindruck, dass Fans und Mannschaft derzeit ein enges Verhältnis haben. Trotz des Spielverlaufs und Ergebnisses, supporteten die Gäste unaufhaltsam weiter und stimmten sich nach Abpfiff lautstark mit der Mannschaft auf das Derby gegen Bielefeld ein. Wenn man die bekannten Einflussfaktoren wie aktuelle sportliche Situation, Größe, und so weiter ebenfalls berücksichtigt, so haben hier manche vermeintlich „bessere“ Fanszenen schon deutlich schlechtere Auftritte abgeliefert. Unterstützt wurden die Gäste von Freunden aus Bochum.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Vielen Dank an die Unterstützung einer großen Reisegruppe aus Nürnberg sowie Freunden aus Skopje und Enschede!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Spiel</span></p>
<p>Während wir Freudetrunken das Stadion verließen, trafen wir vor den Toren wie immer auf die Jungs der SEK SV, die diese Momente derzeit leider nicht mit uns gemeinsam feiern können. Um diesen für ihre teilweise letzten Spiele noch einmal Kraft mitzugeben, liefen wir auf den wartenden Haufen mit der „Wir werden siegen“-Fahne zu und begrüßten die Jungs standesgemäß. Stadionverbote halten uns nicht auf!</p>
<p><strong> SC Paderborn 07 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:3 (2:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Bei bestem Kaiserwetter machten wir uns per Autokolonne auf den Weg nach Paderborn. Am Treffpunkt in Ostwestfalen angekommen, drehten sich die meisten Gespräche um die sportliche Ausgangssituation, nachdem der Konkurrenz am Samstag wieder einmal die Nerven versagten. Dementsprechend zuversichtlich legten wir den Weg zum Stadion zu Fuß zurück, ehe wir die peniblen Einlasskontrollen über uns ergehen lassen mussten. Im Block konnten wir einen ausgesperrten Bruder mit einem Spruchband wieder in unseren Reihen begrüßen. So schön der Moment heute auch war, wissen wir, dass weiterhin zu viele Jungs<br />vor den Stadiontoren stehen. Haltet durch Männer und lasst euch nicht unterkriegen!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Wir positionierten uns als aktive Fanszene wie gewohnt im Stehplatzbereich und starteten wie in den vergangenen Wochen mit „Wir woll‘n immer wieder diesen Wahnsinn spüren“ in den Support. Leider konnte man bereits hier erahnen, dass die Stimmung nicht so werden würde, wie man es sich erhofft hatte. Kaum Durchschlagskraft und viel zu wenig Bewegung im Block. Der Gästeblock machte über weite Strecken den Eindruck, dass Bier trinken und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen bei manchen heute Priorität hatte. Die Grundanspannung und der zwischenzeitliche 0:2 Rückstand taten ihr Übriges dazu. Die Leistungssteigerung in Verbindung mit der Aufholjagd setzten glücklicherweise Emotionen beim Gästeanhang frei, sodass immerhin die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit nicht ganz so schwach waren, wie in der Zeit zuvor.</p>
<p>Nach dem Halbzeitpfiff konnten wir an die verbesserte Schlussphase anknüpfen, allerdings entsprach dieser Auftritt in keinster Weise unseren Ansprüchen. Viel mehr Worte gibt es dazu auch nicht mehr zu verlieren. Nach dem 3:2 brachen natürlich alle Dämme und die Hütte stand Kopf. Nächste Woche gegen D‘Dorf zeigen wir hoffentlich ein anderes Gesicht und gehen gemeinsam den letzten Schritt ans Ziel!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Die Heimseite präsentierte zu Spielbeginn eine simple Choreo, bestehend aus blau-schwarzen Fahnen, blauen Luftballons und Spruchband, im mittleren Bereich der Heimkurve. Ehrlicherweise nichts, was in Erinnerung bleiben wird, auch wenn sie tatsächlich immer wieder mal im Gästeblock zu hören waren. Paderborn bleibt wie die letzten Jahre eine graue Maus der Liga. Es würde sicherlich die Meisten freuen, wenn man sich diese Tour nächste Saison knicken kann.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Vielen Dank für die Unterstützung an Gladbach und Enschede!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor zwei Wochen gastierte der FCN in der Bielefelder Alm. Nach einem frühen Gegentreffer, schaffte man zehn Minuten vor Ende noch den Ausgleich.</p>
<p>Die darauffolgende Woche gab der Verein bekannt, dass aufgrund der Vorkommnisse in der Nacht vor dem Dresden-Spiel neue Stadionverbote erteilt werden.</p>
<p>Zum Heimspiel gegen Magdeburg rief die Nordkurve Nürnberg zu einem Marsch vom Wöhrder See zum Max-Morlock-Stadion auf. Dem Aufruf sind zahlreiche Glubbfans gefolgt und so zog ein großer Mob in roten Trikots durch die Straßen. Das Spiel gewann der 1. FCN mit 1:0. Während der Anhang aus einem der neuen Bundesländer die Heimfahrt auf dem Relegationsplatz antreten durfte, heizte die Nordkurve Nürnberg noch das Team für das kommende Derby ein.</p>
<p>Morgen steht für den Glubb das Frankenderby an! Zu der Wichtigkeit eines Derbys muss man nicht viel sagen, dennoch könnte der FCN durch einen Sieg den Abstieg der Fürther bedrohlich nahe rücken lassen! Somit heißt es alles geben und am Ende den Ronhof mit einem lauten “Absteiger” und “Derbysieger FCN” verlassen. Nächste Woche gastiert der Spitzenreiter der zweiten Liga im Achteck.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Aufgrund des niederländischen Pokalfinals, welches immer ein paar Wochen vor Saisonende stattfindet und für eine Pause im Ligabetrieb sorgt, bestritten die Tukkers seit der letzten Ausgabe nur das Heimspiel gegen NEC Nijmegen. Zu diesem Spiel gegen den Vize-Pokalsieger und Mitkonkurrent um die internationalen Plätze findet ihr in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</p>
<p>Auch für unsere Freunde sind noch drei Partien zu gehen. Zwischen Liga internen Play-offs für die Conference League und direkter Champions-League Qualifikation liegen nur vier Punkte. Als nächstes gastiert der FCT beim frisch gebackenen Pokalsieger AZ Alkmaar. Im letzten Heimspiel der Saison trifft man auf Sparta Rotterdam.<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Twente Enschede &#8211; NEC Nijmegen 1:1 (1:1)</span></p>
<p>Auch Twente hat spätestens nach dem 2:1-Sieg in Amsterdam noch alle Trümpfe in der eigenen Hand, das Beste aus der restlichen Saison &#8211; die direkte Qualifikation für die Champions League-Play-offs &#8211; rauszuholen. 04 Spieltage vor Schluss gastierte mit NEC Nijmegen der einen Punkt in Front liegende Tabellennachbar in der Hel van Enschede. Ein echtes Topspiel am Samstagabend also. Was da noch fehlt, ist das entsprechende Vorprogramm. Unsere Brüder wussten wieder einmal mit Gastfreundschaft zu überzeugen und luden uns bereits am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein in eine entspannte Örtlichkeit in der Gegend ein, wo wir begrillt wurden und kalte Getränke aller coleur serviert bekamen. Keine typisch niederländische Party, aber gesellig genug, um sich gemeinsam auf das Spiel einzustimmen.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadion fiel mir dann wieder ein beziehungsweise auf, dass es ja doch noch Frühling ist, denn es wurde bei frischer Brise merklich kühler. Die Jacke, die ich anziehen wollte, hing natürlich zu Hause. Dagegen hilft erfahrungsgemäß Warmtrinken. Ein Sechserträger nach dem nächsten wurde vernichtet und plötzlich war es kurz vor neun. Für das heutige Spiel bereitete VAK-P eine Choreo vor, bestehend aus Papptafeln, die rot-weiße beziehungsweise schwarz-grüne (die Farben der Vorgängervereine) Streifen bildeten, darüber wurde ein großes „FCT“, das mit dem Wappen des Clubs gefüllt war, mittig über den Block gezogen. Während der Choreo wurde hinter dem Tor ein professionelles Feuerwerk gezündet. Für unsereins in der Umsetzung vermutlich etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch mit einem ansehnlichen Ergebnis. Als die Jungs gerade mit dem Wegräumen der Choreo-Elemente fertig waren, fielen auch schon das 1:0 und diverse Biere durch die Luft. Die Stimmung ohnehin schon außerordentlich gut, jetzt kamen nochmal ein paar Dezibel oben drauf. Warm genug wurde mir dadurch übrigens auch. Noch in der Halbzeit konnten die Gäste aus der Provinz Limburg den Ausgleich erzielen, was den Heimfans aber offensichtlich egal war. Obwohl das Spiel in der Folge von vielen Fehlpässen und wenig klaren Torchancen geprägt war, hielt die Veste die gute Stimmung bis zum Abpfiff. Ein 1:1, das im Kampf um die Champions League-Plätze nicht wirklich weiterhilft.</p>
<p>An diesem Abend verabschiedeten wir uns zeitig von unseren Freunden, denn die Nacht vor unserem eigenen Auswärtsspiel in Paderborn sollte kurz sein, ließ also keine großartige Erholung zu. Dennoch war es wie so oft ein top Tag in Enschede!<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vom Balkan gibt es wenig Berichtenswertes von den Rängen, dafür das übliche Chaos drum herum. Das Stadtderby bei Shkupi konnte Vardar souverän und wenig überraschend mit 7:0 gewinnen. Der Rivale von der anderen Seite des Flusses liegt mit einem Punkt chancenlos auf dem letzten Tabellenplatz und hat bereits über 100 Gegentore bekommen. Gespielt wurde die Partie im Stadion des Mazedonischen Fußballverbandes und um der Begegnung wirklich jeden Reiz zu nehmen, auch noch ohne Zuschauer.</p>
<p>Auch am vergangenen Woche gab es einen, diesmal etwas überraschend hohen 7:0-Erfolg. Diesmal im Heimspiel gegen Tikves aus Kavadarci. Dadurch bleibt Vardar vier Spieltage vor Saisonende an der Tabellenspitze, dicht gefolgt von Shkendija, gegen die am letzten Spieltag das direkte Duell ansteht.</p>
<p>Am heutigen Samstag muss Vardar bei Bashkimi Kumanovo antreten. Beim Tippen dieser Zeilen steht das Stadion jedoch noch nicht fest. An sich am Balkan nicht besonders ungewöhnlich, in diesem Fall jedoch schon. Denn Bashkimi wurde am vergangenen Wochenende das Stadion auf unbestimmte Zeit vom Verband gesperrt, nachdem beim Heimspiel gegen Struga, welches 0:4 verloren ging, Spieler und Verantwortliche der Gastmannschaft auf dem Feld angegriffen und auch der Bus später bei Abfahrt mit Steinen beworfen wurde. Gut möglich also, dass Komiti auch die heutige Begegnung nicht im Stadion verfolgen kann und das nächste Geisterspiel ansteht.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Wie so oft konnten auch beim letzten Spiel der Saison in Foggia keine Gäste anreisen und auch die Heimfans wurden ausgeschlossen, sodass Granata das Spiel ohne Zuschauer und Support bestreiten musste. Das Spiel konnte solide 1:3 gewonnen werden, sodass Salernitana die Saison auf Platz 3 der Tabelle beendet und die ersten Spiele der Play-offs am 10. Mai auswärts und am 13. Mai heim bestreitet.</p>
<p>Zum Verkauf des Vereins kursieren wieder einmal sehr viele Gerüchte und Widersprüchlichkeiten, sodass wir hierzu nichts Handfestes berichten können und abwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt. Die Bauarbeiten an der Curva Nord im Arechi wurden, nachdem vor zwei Monaten Wasserleitungen verlegt werden mussten, wieder aufgenommen und der Umbau des Stadions fortgesetzt.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;">Aufgaben und Arbeitsweise des Ehrenrats</span></p>
<p>Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe dieser Lektüre die Aufgaben und Wahlen des Aufsichtsrats angesehen haben, werden wir uns nun mit dem Ehrenrat beschäftigen. Auch hierbei konzentrieren wir uns wieder auf die wichtigsten Aspekte.</p>
<p>Für ein vollumfängliches Bild über die Aufgaben des Ehrenrates legen wir jedem die Satzung unseres Vereins ans Herz.</p>
<p><a href="https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung">https://schalke04.de/verein/schalke-04-e-v/satzung</a></p>
<p><strong>Aufgaben</strong></p>
<p>Ganz allgemein kann man sagen, dass der Ehrenrat ein typisches, vereinsinternes Schieds- und Beratungsorgan darstellt, das bei Streitigkeiten, Satzungsverstößen oder vereinsinternen Konflikten tätig wird.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. Überprüfung von Vereinsmaßnahmen:</span></p>
<p>Prüft Vereinsausschlüsse und Sanktionen, wird dabei aber nur auf Antrag des betroffenen Mitglieds oder eines Vereinsorgans tätig und entscheidet am Ende endgültig, es gibt keinen weiteren vereinsinternen Rechtsbehelf.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">2. Entscheidungen bei vereinsinternen Streitigkeiten</span></p>
<p>Behandelt Konflikte zwischen einzelnen Mitgliedern, zwischen Mitgliedern und Vereinsorganen und über die Anfechtung von Beschlüssen der Vereinsorgane. Auch hier wird der Ehrenrat nur auf Antrag tätig.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3. Eigenständiges Verfahren bei Fehlverhalten</span></p>
<p>Hier kann der Ehrenrat von sich aus tätig werden und handelt bei grob unsportlichem oder vereinsschädigendem Verhalten, bzw. rechtswidrigem oder satzungswidrigem Verhalten von Organen oder Organmitgliedern (z.B. Aufsichtsrats- oder Wahlausschussmitgliedern).</p>
<p>Er entscheidet, ob ein Verfahren eingeleitet wird und kann selbst Sanktionen gemäß Vereinssatzung verhängen. Bei Verfahren ohne Antrag ist eine vorherige Anhörung des Betroffenen zwingend.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">4. Schlichtungsstelle</span></p>
<p>Vermittelt bei vereinsbezogenen Streitigkeiten und wird nur tätig, wenn eine Partei einen Antrag stellt und die andere Partei dem Schlichtungsversuch zustimmt.</p>
<p>Ein erfolgreicher Schlichterspruch ist endgültig und verbindlich – bei Scheitern erklärt der Ehrenrat die Schlichtung für beendet.<br />Der Ehrenrat kann innerhalb seiner Zuständigkeit vorläufige Maßnahmen beschließen, z.B. Ruhen eines Vereinsamtes bis zum Abschluss des Verfahrens.</p>
<p><strong>Arbeitsweise</strong></p>
<p>Zusammensetzung und Unabhängigkeit:</p>
<p>Er besteht aus fünf Mitgliedern, diese können aktive oder passive Mitglieder sein, müssen über 30 Jahre alt sein und mindestens fünf Jahre Vereinszugehörigkeit aufweisen.</p>
<p>Mindestens zwei Mitglieder müssen die Befähigung zum Richteramt besitzen und dürfen keinem anderen Vereinsorgan angehören. Sie arbeiten unabhängig und weisungsfrei.</p>
<p>Der Ehrenrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und den Stellvertreter und gibt sich eine Geschäftsordnung. Beschlussfähig ist er ab einer Anzahl von drei anwesenden Mitgliedern.</p>
<p><strong>Verfahren</strong></p>
<p>In der Regel sollen mündliche Verhandlungen stattfinden. Die Entscheidungen sind schriftlich, mit Begründung, an den Betroffenen und Vorstand per Einschreiben zu kommunizieren.</p>
<p>Im Vergleich zu anderen Vereinen, die oft nur grobe Regeln haben, orientiert sich unsere Satzung klar an das Verbandsniveau von DFB/DFL.</p>
<p><strong>Aktuelle Zusammensetzung</strong></p>
<p>Laut unserer Vereinssatzung wählt ein gemeinsamer Ausschuss, bestehend aus sechs Mitgliedern (jeweils drei Aufsichtsrats- und drei Wahlausschussmitglieder) gemäß einer eigenen Geschäftsordnung geeignete Mitglieder für den Ehrenrat aus.</p>
<p>Zurzeit hat Lars Althoff, Fachanwalt für Arbeitsrecht, den Vorsitz und wird von Ilona Caroli, Dezernentin Arbeitsmarktpolitik, Gesundheit und Soziales a.D., vertreten. Es gehören außerdem noch Ernst-Martin Barth, ev. Pfarrer der Christus-Kirchengemeinde Buer, Matthäuskirche und der Kapelle der Arena, Jan Henke, Dipl.-Phys. Ing., geschäftsführender Gesellschafter, ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Bochum, sowie Prof. Dr. iur. Andreas Müglich, Professor für Internationales Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung an der Westfälischen Hochschule, dem Ehrenrat an.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-scaled.jpg" alt="" title="06_DatIsSchalke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/06_DatIsSchalke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9830" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><i><span style="font-weight: 400;">Zum Tode von Manni Kreuz möchten wir selbstverständlich auf die Karriere des letzten lebenden Meister-Spielers von 1958 zurückblicken.</span></i></p>
<p><i><span style="font-weight: 400;"></span></i><span style="font-weight: 400;"><span style="text-decoration: underline;">Manfred “Manni” Kreuz</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wer an die Meistermannschaft von 1958 denkt, dem fällt sein Name bestimmt nicht als erstes ein, auch wenn er maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat. Für viele Schalker ist er auch dadurch ein Teil des Mythos Schalke. Er selbst sagte über sich, dass er ein ganz „normaler Junge aus Gelsenkirchen“ sei.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Manni wurde 1936 in Hassel geboren. In seiner Kindheit floh seine Familie durch die Wirren des Krieges nach Bayern, wo sie jedoch nicht lange verweilte und nach Westfalen zurückkehrte. Er begann eine Ausbildung zum Finanzbeamten in Borken und trat in seiner Freizeit für den SC Buer-Hassel gegen den Ball. Hier entstand auch aufgrund seines strammen Linksschusses der Name “Bomber”. Da er für das Training aus Borken pendelte, war eine regelmäßige Teilnahme schwierig, aber durch sein Talent und zahllose Extraeinheiten schaffte er bald den Sprung in die Ligamannschaft und in die Westfalen-Auswahl.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Sein Talent fiel auch den Knappen auf, sodass Ernst Kuzorra sich fortan bemühte, ihn unter Vertrag zu nehmen. Das tägliche Pendeln hätte jedoch einer aktiven Karriere auf Schalke im Weg gestanden. Manni wollte seinen Job auf keinen Fall aufgeben, deswegen besorgte ihm Kuzorra, wie bei so manch anderem, einen Arbeitsplatz. Von da an arbeitete er beim Finanzamt Buer und wechselte für eine Ablöse von 80 Mark zum FC Schalke. Seinen Job nahm Kreuz immer sehr ernst, da er für die Zeit nach der Karriere als Fußballer ein zweites Standbein haben wollte. Zur damaligen Zeit war es auch durchaus üblich, dass die Spieler keine Vollprofis waren und so fand das Training im Nachmittagsbereich statt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Schalke spielte 1958 groß auf und erreichte das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Für die Schalker Fans war sein wichtigstes Spiel gegen den Hamburger SV.<br />Er schoss ein Tor selbst und bereitete die anderen beiden zum 3:0 Endstand vor. Es war der bis jetzt letzte Meistertitel für unsere Königsblauen, jedoch nicht für Manni, denn 1988 gelang ihm mit dem TC Buer der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Hallentennis.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Nach der Meisterschaft ging es für Schalke sportlich bergab. Mit der Einführung der Bundesliga wandelte sich auch die Mentalität in der Mannschaft, laut Kreuz ging es nur noch darum „Geld zu verdienen und weniger darum, erfolgreich Fußball zu spielen“.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Seit dem Jahr 1962 war er Kapitän der Königsblauen. Fragt man Kreuz nach dem wichtigsten Spiel seiner Karriere, nennt er nicht etwa den Gewinn der deutschen Meisterschaft, sondern das Spiel gegen Neunkirchen 1966. Schalke war zu diesem Zeitpunkt schwer angeschlagen und kämpfte gegen den Abstieg. Manni erzielte fünf Minuten vor Ende das entscheidende zweite Tor. Gerne erzählt er die Anekdote vom kleinen Jungen, der direkt nach dem Tor mit Blumen aufs Feld gelaufen kam, um sich zu bedanken und Kreuz ihn mit Freudentränen in den Augen noch für die letzten Minuten vom Platz bitten musste. 1967 war für ihn ein schwarzes Jahr, nicht nur weil Schalke gegen Gladbach mit 11:0 unterging, sondern weil in diesem Jahr seine Frau im Alter von 21 Jahren überraschend an einer Viruserkrankung verstarb.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> So beendete er seine aktive Karriere 1968, aufgrund eines Meniskusschadens spielte er zuletzt in der Verteidigung. Anschließend blieb er den Königsblauen erhalten und arbeitete als Trainer im Nachwuchsbereich bis 1982. Bis 2013 war er Mitglied im Schalker Ehrenrat und im Ehrenpräsidium. Bis zuletzt verfolgte er jedes Heimspiel unserer Königsblauen und war nach Niederlagen „manchmal drei Tage nicht ansprechbar“. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Manni Kreuz, ein Name, den viele nicht auf dem Zettel haben, der aber zu den ganz Großen zählt. Ein echtes Kind aus dem Ruhrgebiet, bodenständiger Malocher. Kein Mann der großen Worte, aber einer, der unseren Verein wirklich lebte. Für einen Einsatz in der Nationalmannschaft hat es übrigens aufgrund seiner Vorliebe für Bier und Zigaretten nach dem Spiel nie gereicht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ruhe in Frieden Manni! Wir werden dich und dein Andenken in Ehren halten.</span><span style="font-weight: 400;"></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Berlin:</strong></span> Die Gruppe Harlekins Berlin ‘98 ruft zur Spendenaktion „Spendet Becher &#8211; Rettet Leben“ auf. Die Initiative erinnert an ein verstorbenes Gruppenmitglied und unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Beim Heimspiel gegen Holstein Kiel wurden Pfandbecher und Geldspenden gesammelt. In diesem Jahr gehen die Einnahmen an das Projekt „Herzenszeit Berlin“, das Familien mit schwerkranken Kindern sowie Trauernde begleitet. Auch die Anhänger von Holstein Kiel beteiligten sich an der Aktion.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Chemnitz:</strong></span> Beim Heimspiel des Chemnitzer FC gegen den ZFC Meuselwitz kam es auf der Heimseite zum Stimmungsboykott. Weder Support noch optische Unterstützung begleiteten die Partie. Anlass war das verlorene Derby gegen Erzgebirge Aue. Die aktive Szene wirft der Mannschaft fehlenden Einsatz und mangelnden Willen vor. Das Spiel sollte bewusst still verfolgt werden. In einem offenen Brief forderte die Gruppe rund um Ultras Chemnitz 99 von der Mannschaft vor allem Kampf, Einsatz und Identifikation mit Verein und Stadt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Ahlen:</strong></span> Die aktive Fanszene von Rot Weiss Ahlen stellt bis zum Saisonende den organisierten Support ein. Hintergrund sind die Folgen der Ausschreitungen im Spiel gegen SG Wattenscheid 09, darunter die Schließung der Willi-Pott-Tribüne, Hausverbote und der Umgang mit den Maßnahmen. Damit wurde die Grundlage für einen gemeinsamen Support zerstört. In der Vergangenheit hatte es schon wegen sportlicher Unzufriedenheit und interner Spannungen einen Boykott gegeben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Paraguay:</strong></span> Das Derby zwischen Club Olimpia und Cerro Porteño im Estadio Defensores del Chaco musste nach massiven Ausschreitungen abgebrochen werden. Bereits vor dem Spiel kam es zu Unruhen, da zahlreiche Gästefans offenbar nicht rechtzeitig ins Stadion gelangten. Vorausgehend war hier der erschwerte Einlass. Vor und im Stadion kam es dann unter anderem zum Aufeinandertreffen beider Anhänger. Nach dem Einsatz von Pyrotechnik griff die Polizei ein und leitete umstrittene Maßnahmen zur Räumung ein. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Bullen. Während die Polizei von einem vermeintlich defensiven Vorgehen spricht, berichten die örtlichen Medien und Anhänger vom Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Auf beiden Seiten gab es Verletzte und es kam zu mehreren Festnahmen. Viele Fans flüchteten auf das Spielfeld. Das Spiel selbst wurde nach knapp 30 Minuten abgebrochen.</p></div>
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		<title>Ausgabe 13: Hannover 96</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-13-hannover-96/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_17 et_pb_bg_layout_light" href="#Eingetragenerverein">3. Eingetragener Verein seit 1904</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>der wichtige Sieg gegen Bielefeld konnte in der letzten Woche eingetütet werden. Die Nordkurve zeigte dabei einen der Wichtigkeit des Spiels angemessenen Auftritt und konnte die Mannschaft in der Schlussviertelstunde trotz der Anspannung über die Ziellinie tragen. Um einen unserer Vorsänger sinngemäß wiederzugeben: „Wie laut wir vor oder nach dem Spiel sind, können wir uns in die Haare schmieren, was gilt ist jetzt! Jetzt müssen wir für die Mannschaft da sein, also reißt euch JETZT den Arsch auf und schreit sie zum Sieg!“. Am Freitag bekamen wir genau das über weite Strecken des Spiels hin. Teil dieser Kurve sein zu dürfen ist ein Privileg und zugleich eine Verpflichtung, seid euch dessen bewusst. Also auch heute wieder vollen Fokus aufs Spiel und geht 90 Minuten aus euch heraus!</p>
<p>Unser heutiger Gegner findet heute hoffentlich mal den Blinker und schafft es rechtzeitig von der Autobahn abzufahren. Der Gästeblock wird dann jedenfalls motiviert sein, seine Mannschaft nach vorne zu peitschen, damit diese den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verliert. Die letzten Auftritte der Niedersachsen waren bei uns zwar eher mittelmäßig, nichtsdestotrotz geht es auch für Hannover um sehr viel.</p>
<p>Bei all der Freude über den Platz an der Sonne trübt auch bei uns die Staatsmacht die Laune. Es werden sicherlich alle mitbekommen haben, wie Polizei &amp; Co. aktuell deutschlandweit auffahren. Am eigenen Leibe haben wir es vor allem in Berlin zu spüren bekommen, als grundlos in uns rein geprügelt wurde und dennoch muss man wohl ernüchternd festhalten, dass dies im Vergleich zu den Vorfällen in der Ostkurve Berlin oder nun kürzlich vor dem Dortmunder Gästeblock noch harmlos war. Das Verhalten hat sich seit der Innenministerkonferenz merklich geändert und es wirkt fast so, als ob die Zahlen nun durch Provokation oder sogar durch eigene Übergriffe auf Fangruppen nach oben getrieben werden sollen. In Gelsenkirchen selbst geht es noch vergleichsweise entspannt zu, lediglich die Präsenz der Zivis hat sich verändert, die sich nun mehr oder weniger „unauffällig“ neu positionieren. Auch in Bereichen, in denen sie absolut nichts zu suchen haben. Hier sei also gesagt, dass man sich lieber einmal mehr umgucken sollte, wer da gerade neben einem steht. Ausführlicher werden wir in der Rubrik aUsGEholt auf diese neue Phase der Repression eingehen und können diesen Text jedem nur ans Herz legen. </p>
<p>Den Kopf in Sand stecken gilt aber natürlich eh nicht, Solidarität ist unsere Waffe und wir werden auch aus dieser Zeit gestärkt herausgehen. Klingt abgedroschen, aber genau das macht unsere Bewegung aus. In diesem Sinne.</p>
<p>Auf geht´s Schalke &#8211; Kämpfen und Siegen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Bestes Wetter, Freitagabend und ein ebenso traditionsreiches wie wichtiges NRW-Duell gegen die Arminia aus Bielefeld. Fußballherz, was willst du mehr?</p>
<p>Schon beim Einsingen und Pogen vor Anpfiff konnte man spüren, dass die Nordkurve an die positive Entwicklung der letzten Wochen anknüpfen wollte. Auch optisch ging es gut los. Dutzende Blinker und ordentlich blauer Rauch in den Ecken sorgten, gepaart mit einem stabilen Tifo-Einsatz, für ein rundes Intro.</p>
<p>Danach schafften wir es immer wieder, laute Momente zu kreieren. „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ bleibt hier in besonders guter Erinnerung. Edin Dzeko ließ sich nicht lange bitten und beglückte die Königsblauen nach einer Viertelstunde mit dem 1:0. Selbstredend ging sämtliches Liedgut noch besser als zuvor von den Lippen. Mit der Führung in einem wirklich ansehnlichen Spiel im Rücken ging es bestens gelaunt in die Pause.</p>
<p>Durchgang zwei konnte mit einem starken „Geh’n mit dir auf jede Reise“ eröffnet werden. Um im weiterhin völlig offenen Spiel die ganze Kurve oder auch die Arena bestmöglich mitzunehmen, wurde danach eher auf leichtere Gassenhauer zurückgegriffen. Das klappte wunderbar und sorgte mehrmals für wirklich laute Minuten. Einen Schockmoment hielt das Spiel mit dem vermeintlichen Bielefelder Ausgleich auch noch bereit. Glücklicherweise wurde der Treffer aber einkassiert, während die Nordkurve während der VAR-Überprüfung durch sang, sorgte die Entscheidung beim restlichen Schalker Anhang noch einmal für komplette Ekstase. Der fade Beigeschmack des Videobeweises blieb natürlich trotzdem.</p>
<p>Am Ende schafften es unsere Jungs einmal mehr, das Ding über die Ziellinie zu bringen und den nächsten Dreier aufs Punktekonto zu buchen. Nach Abpfiff wurde den Emotionen freien Lauf gelassen und ein paar perfekt getimte Fackeln sorgten beim Feiern mit der Mannschaft für einen absoluten Gänsehautmoment. Unserer Kurve darf man an diesem Tag einen guten Auftritt attestieren, an den es in den verbleibenden Spielen anzuknüpfen gilt. Spitzenreiter!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Bielefeld machte den Gästebereich mit rund 6.000 Mann komplett voll. Schon vor Anpfiff sorgte ein richtig ordentlicher Wechselgesang mit dem Oberrang für ein Ausrufezeichen. Auch danach gibt es quasi nichts  auszusetzen. Lokal Crew und Co. schafften es etliche Male, den gesamten Anhang mitzunehmen und überzeugten auch optisch mit gutem Tifo und ordentlich Bewegung im Block. Der durch den VAR aberkannte Ausgleich sorgte, verständlicherweise, für einen Einbruch. Unter dem Strich steht ein Auftritt, der in absolut positiver Erinnerung bleibt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Einmal mehr standen unsere Brüder aus Nürnberg und Enschede an unserer Seite. Danke Jungs!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegnervorstellung</strong></span></p>
<p>Unsere letzte Gegnervorstellung der Saison beschäftigt sich mit der ostwestfälischen Arminia aus Bielefeld. Der Name Arminia geht auf den germanischen Fürsten Arminius zurück, dessen Namen viele deutsche Vereine um 1900 als patriotisches Symbol wählten. Heimstadion des Vereins ist die Bielefelder Alm, welche ihren Namen in den 1920er Jahren erhielt, als vor dem Stadion noch Kühe grasten. Heutzutage blickt man aus dem Gästebereich des 26.750 Plätze umfassenden Stadions heraus in eine idyllische Kleingartenanlage. Seit 2004 sind die Namensrechte allerdings an das ortsansässige Unternehmen Schüco vergeben.</p>
<p>Neben vier Zweitliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2019/20 &#8211; und zwei Drittliga-Meistertiteln &#8211; zuletzt in der Saison 2024/25 &#8211; ist der jüngste sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte wohl der Einzug ins DFB-Pokalfinale 2024/25, welches 2:4 gegen den VfB Stuttgart verloren wurde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rechtsform:</span></p>
<p>Seit dem 1. Juli 2001 ist die Lizenzspielerabteilung der Arminia ausgegliedert in die DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA. Der Stammverein Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld e. V. wurde 1905 mit dem Namen 1. Bielefelder FC “Arminia” gegründet. Heutzutage zählt der Verein knapp über 29.000 Mitglieder, insbesondere beflügelt durch den jüngsten Erfolg im DFB-Pokal, hatte der Verein im August 2024 noch gerade einmal 16.000 Mitglieder.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fanszene:</span></p>
<p>Im Dunstkreis von Kutten, Hools und Normalos begründeten im Jahr 1995 die BOYS Bielefeld den Startschuss der Bielefelder Ultrà-Szene. Erste ultrà-ähnliche Strömungen trugen in den späten 90er Jahren zudem die Gruppen Fantastic Blue und Blue Yankees mit. 2001 wurden als eine Art Dachverband für aktive Arminia-Fans die Ultras Bielefeld gegründet und bereits im Februar 2004 wieder aufgelöst. Grund war die angebliche Beschmutzung des Begriffs “Ultras” aufgrund der Zunahme von Gewalt in und außerhalb der Stadien, mit dem sich die gewalt-ablehnende Gruppe nicht weiter identifizieren konnte.</p>
<p>Mit dem Umzug der aktiven Fanszene in den neu geschaffenen Block 1 im Sommer 2006 gründete sich die heute tonangebende Gruppe Lokal Crew. Angeschlossene Gruppen sind Sparrenkollektiv, Companions und Sektion Wittekind. Nach einem Einbruch in das Fahnenlager der Fanszene und dem damit verbundenen Abhandenkommen der Zaunfahne der Lokal Crew im Jahr 2014 trat man für etwa 1,5 Jahre hinter einer “Block Eins Ultras” Zaunfahne nach außen auf, ehe man seit der Rückrunde 2015/16 mit neu gepinselter Fahne nunmehr wieder hinter dem Namen Lokal Crew steht. Die entwendete Zaunfahne hat bis heute nicht wieder das Licht der Welt erblickt.</p>
<p>Seit der Saison 2022/23 findet sich außerdem die Zaunfahne der BOYS Bielefeld nicht mehr im Block 1, womit man sich offenbar endgültig von “Ultrà” abgewandt hat.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freundschaften:</span></p>
<p>In den späten 90er und frühen 00er Jahren entwickelten sich in der anfänglichen Bielefelder Ultrà-Szene neben einer Freundschaft nach Hannover (Komplott Hannovera und Verrückte Meute) vereinzelte freundschaftliche Kontakte nach Hamburg (Chosen Few), Nürnberg (Psychopathen), Ultras Leverkusen und Berlin (Harlekins).</p>
<p>Heutzutage pflegt die aktive Fanszene der Arminia Freundschaften zum FC Savoia 1908 aus der italienischen Serie D und Ultras Düsseldorf. Darüber hinaus bestehen weiterhin freundschaftliche Kontakte nach Hamburg und Hannover aus vergangenen Zeiten, auch wenn die offiziellen Fanfreundschaften bereits aufgekündigt wurden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Feinde:</span></p>
<p>Feinde sieht man in Dortmund, Bochum, Osnabrück und Münster, wobei Letzteres neben der geografischen Nähe insbesondere durch gegenseitige Fahnendiebstähle in der Vergangenheit manifestiert wurde.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_16">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
			</div><div id="Spielrueckblicke" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Letzte Woche Samstag empfing der Glubb die Fortuna aus Düsseldorf. Einen ausführlichen Spielbericht dazu findet ihr weiter unten.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer in den hohen Norden zum Spiel gegen Kiel &#8211; vor der Länderspielpause empfängt der 1. FCN zu Hause das Team aus Kaiserslautern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">1. FC Nürnberg e.V. &#8211; Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. 0:1 (0:0)</span></p>
<p>Nach unserem Bielefeld-Spiel ging es trotz kurzer Nacht für mehrere Auto-Besatzungen am Samstagmorgen Richtung Nürnberg, um unsere Freunde beim Spiel gegen die Düsseldorfer Fortuna zu unterstützen. Angekommen am Stadion suchten wir direkt den neuen Biergarten auf. Dieser ist seit einiger Zeit mit allerhand Sitzmöglichkeiten im Stadionumlauf zu finden und war bei bestem Frühlingswetter natürlich brechend voll.</p>
<p>Rund 15 Minuten vor Anpfiff begann die Nordkurve Nürnberg, sich einzusingen und packte dazu zwei ältere Lieder aus. Die Mannschaft auf dem Platz hielt leider nicht, was der Wettergott versprach und so gab es in der ersten Hälfte bis auf ein nicht gegebenes Tor keine weiteren nennenswerten Aktionen des FCN. Der magere Spielverlauf spiegelte sich auch in der Stimmung wider. So konnte selten das Stadion mitgenommen werden und die Lieder wurden nicht so lange gehalten, wie man es eigentlich gewohnt ist.</p>
<p>Der Glubb kam besser in die zweite Hälfte der Partie, allerdings war es Düsseldorf, welches kurz vor‘m „Ganz kleinen Bub“ die Führung erzielte. Nürnberg warf nochmal einiges rein, am Ende wurden die letzten Pässe jedoch nicht an den Mann gebracht und es fehlte an wirklich zwingenden Torchancen.</p>
<p>Der Gästeanhang konnte mit einem ansehnlichen Tifoeinsatz und durchgängiger Bewegung überzeugen, das wars dann aber schon wieder. Akustisch kam auch nach der Führung bei uns nichts an, was natürlich zum Teil an den baulichen Gegebenheiten liegt.</p>
<p>Spätestens mit einem Sani-Einsatz kurz vor Ende der Partie war dann die Luft in der Nordkurve raus und die Spieler wurden nach Abpfiff bedient in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der restliche Samstag wurde im Lokale Grande verbracht, da zum fränkisch-italienischen Abend eingeladen wurde. Italien-Liebhaber kamen bei hervorragender Pinsa und Pasta komplett auf ihre Kosten und konnten anschließend mit Vino Bianco oder Vino Rosso for free auch flüssige italienische Highlights genießen. Für den fränkischen Part des Mottos sorgten über 30 verschiedene Biersorten und so war das Spiel schnell in Vergessenheit geraten. Für den einen oder anderen von uns gab’s im Anschluss noch eine Tour durchs Fanzine-Archiv, welches mit seinen rund 7.000 Heften und Büchern das Fanzine-Herz um einiges schneller schlagen lässt.</p>
<p>Am Ende kann man sich nur für die erneute Gastfreundschaft bedanken!</p>
<p>Schalke und der FCN!</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Nur eine Woche seit der vergangenen Ausgabe des Blauen Briefs. Dementsprechend wenig ist am Balkan in den letzten Tagen passiert. Vardar spielte wieder einmal an allen Tagen außer dem Wochenende. Donnerstags stand das Topspiel gegen Shkendija an. Nach dem Unentschieden gegen den Drittplatzierten FC Struga wurde dies zu Hause leider mit 0:1 verloren. Wenige Tage später stand das letzte Rückrundenspiel auswärts bei Sileks Kratovo auf dem Programm. Aufgrund des erneuten Termins auf einem Werktag (Montag) boykottiert Komiti die Partie. Vardar gewann dennoch 1:0 und steht somit weiterhin knapp an der Tabellenspitze. Nachdem nun die Hin- und Rückrunde gespielt ist, steht ab nächster Woche die finale dritte Runde des Ligabetriebs an.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Das Spiel gegen den ungeliebten Nachbarn aus Caserta verlor die Granata auswärts 1:0 und ließ abermals wichtige Punkte liegen. Wieder einmal durften keine Gäste anreisen, sodass die Fanszene das Spiel vom heimischen Fernseher aus verfolgen musste.</p>
<p>Das Heimspiel gegen Latina fand am Weltfrauentag statt, der in Italien viel Beachtung erhält. Die italienische Gesellschaft ist für das Thema Femizide durch die Berichterstattung über die vielen Morde an Frauen durch ihre (Ex)-Partner in Italien sehr sensibilisiert und schenkt diesem Tag daher viel Aufmerksamkeit. Die Ultras der Curva Sud Siberiano haben daher die traditionellen gelben Mimosen an alle Frauen in der Kurve verschenkt und ein Spruchband gezeigt “Eine Welt ohne Frauen ist wie eine Welt ohne Salernitana”.</p>
<p>Das Spiel konnte Granata durch die Tore von Cabianca und Lescano trotz Unterzahl mit 2:1 gewinnen. Etwa 80 Gäste aus der Stadt südlich von Rom hatten sich im Block eingefunden. Das Stadion hatte mit 7.000 Zuschauern den bisher niedrigsten Zuschauerwert der Saison. Viele Fans haben aus Protest, Frust und anderen ähnlichen Motiven, trotz Dauerkarte, darauf verzichtet, zum Spiel zu kommen. Obwohl das Spiel gewonnen werden konnte, hat man sowohl Fans als auch Spielern angemerkt, dass hier niemandem wirklich zu feiern zumute war und so begab sich die Elf auch unmittelbar nach Schlusspfiff in die Kabine.</p>
<p>Mit zwei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Cosenza und sechs Punkten auf den Zweiten Catania steht Salernitana aktuell auf Platz vier der Tabelle und spielt noch um die wichtigen Platzierungen für die Playoffs.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mitgliederkongress 2026</strong></p>
<p>Neben der Mitgliederversammlung des F.C. Schalke 04 e.V. ist der jährliche Mitgliederkongress ein Tag, an dem man als Mitglied direkten Einfluss nehmen und unseren Verein mitgestalten kann. Die vierte Veranstaltung dieser Art fand am Samstag nach dem 1:0 Heimsieg gegen Bielefeld statt. Ab 10 Uhr trudelten die teilnehmenden Mitglieder nach und nach im Glückauf Club in der Arena ein. Nach dem ersten Kaffee wurde der Kongress um 11:04 Uhr von Moderator Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier eröffnet. Diverse Vereinsvertreter, unter anderem auch Vorstand Matthias Tillmann, begrüßten die Anwesenden und erklärten den Tagesablauf. Nach rund 30 Minuten folgte die erste von zwei Workshop-Phasen. Bei der Anmeldung konnte man aus acht Workshops drei, nach Priorität geordnet, auswählen, an denen man teilnehmen wollte. Zwei Workshops wurden im Nachgang aus internen Gründen gestrichen, sodass die Mitglieder in sechs Workshops diskutierten, Probleme erörterten und Lösungsansätze überlegten. Diese waren:</p>
<p>• Fankultur<br />• Fanclubkultur<br />• #STEHTAUF<br />• Familien auf Schalke<br />• Auswärtsspiele<br />• Barrierefreies Schalke</p>
<p>Gestärkt ging es nach der Mittagspause in die zweite Workshoprunde. Zwei Stunden später neigte sich der Mitgliederkongress bereits dem Ende zu. Beim Abschluss wurden die Ergebnisse der Workshops Barrierefreies Schalke und Familien auf Schalke vorgestellt. An Stellwänden konnte man die Ergebnisse aller Workshops nachlesen.</p>
<p>Wie viel Gehaltvolles und Umsetzbares am Ende rumgekommen ist, wird sich zeigen. Es bleibt aber festzuhalten, dass unser Verein mit dem Mitgliederkongress seinen Mitgliedern unmittelbar die Chance gibt, den Club konkret mitzugestalten. Gewisse Maßnahmen in den letzten Monaten sind auf Ideen aus den Mitgliederkongressen der letzten Jahre zurückzuführen. Dies zeigt, dass sich der Verein mit den Ergebnissen auch wirklich beschäftigt und es keine vergeudete Zeit ist. Es wäre daher schön, wenn sich im nächsten Jahr wieder ein paar mehr Königsblaue motivieren können, an diesem Kongress teilzunehmen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Im letzten und vielleicht interessantesten Teil geht es zurück ins Stadion. Wie entstehen die Lieder? Wie läuft es </em><em>mit Stadionverboten? Und wie wird eine Freundschaft zwischen einer kolumbianischen und einer argentinischen </em><em>Gruppe eigentlich mit Leben gefüllt? Auf diese und viele andere Fragen findet ihr in diesem Teil eine Antwort.<br /></em><em>Wir hoffen, dass euch diese kleine Reise nach Kolumbien ebenso gefallen hat wie uns und bedanken uns an </em><em>dieser Stelle nochmal aufrichtig beim Comandos Azules für das Interview.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 3</span></p>
<p><strong>Wie entstehen die Lieder und Gesänge, die auf der Tribüne gesungen werden? Wie werden sie </strong><strong>entschieden und wie schafft ihr es, dass die ganze Fanszene sie lernt?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Also, ich persönlich war zwölf Jahre lang Teil der Instrumentalgruppe, deshalb bin ich tief involviert in die Komposition und Interpretation der Lieder.</p>
<p>Wichtig ist, dass ein Lied, um gut anzukommen, aktuell ist, also einen musikalischen Rhythmus hat, der gerade im Trend liegt. Der Text hingegen muss voller Leidenschaft sein, die Energie transportieren, die wir der Mannschaft geben und die Liebe zu den Farben widerspiegeln. Es geht darum, zu feiern, was Millonarios bedeutet.</p>
<p>Wenn man sich die Lieder anderer Barras in Kolumbien anhört, merkt man schnell, dass sie oft gegen andere Fangruppen singen, „die Hurensöhne von Millonarios“, „die Hühner“ und so weiter. Wir machen das fast gar nicht.</p>
<p>Wir haben ein Lied gegen Santa Fe, eins gegen Nacional und das war’s. Und die wissen auch, dass die gegen sie sind. Aber der große Fokus liegt bei uns auf positiven Gesängen, die unser Team feiern, nicht die Rivalen beleidigen.</p>
<p>In Bezug auf die Musik:</p>
<p>Unsere Band besteht normalerweise aus: 16 großen Trommeln (bombos), 16 Snare-Drums (redoblantes) und drei Repinique-Trommeln (repiques).</p>
<p>Je nachdem, wie es der Barra gerade geht, ändert sich das Setup. Wir hatten auch schon Zeiten, in denen wir nur zwei Trommeln und eine kleine Percussion hatten. Aber je mehr sich die Fans zusammenschließen, desto größer wird auch die musikalische Kraft und desto mächtiger klingt das Ganze im Stadion.</p>
<p><strong>In Lateinamerika ist es ja oft so, dass viele Melodien gleich klingen, wie zum Beispiel „Sonar pompa“.</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Dass sich manche Lieder ähneln, liegt letztlich am Klang – am rhythmischen Ursprung. Wir haben versucht, das ein wenig mit Barrett-Elementen zu vermischen, besonders nachdem wir bei den Weltmeisterschaften waren. Wir wollten den Liedern ein anderes „Gewürz“ hinzufügen, eine neue Note, dabei aber die gleiche Leidenschaft und Euphorie erhalten.</p>
<p>Ich persönlich verteidige sehr unsere Fußballkultur, denn ich kenne die Fangemeinde von Millonarios. Es ist eine Fanszene, die mit dem Herzen singt.</p>
<p>Manchmal mag es sich vielleicht nach argentinischen Fangesängen anhören, aber das ist einfach ein Teil des Klangbilds, das beim Publikum Gänsehaut auslöst. Die Gesänge wirken ähnlich, ja. Aber wer sich mit der Komposition auskennt, die Rhythmen versteht und versucht, bewusst mit Tonlage und Melodie zu singen, merkt: Das ist etwas Eigenes.</p>
<p>Es geht also nicht um Kopie, sondern um emotionale Wirkung. Um das, was die Leute im Stadion wirklich spüren, wenn sie mitsingen.</p>
<p>Wir haben mal ein Lied auf der Basis von Fito Páez’ „Mariposa Tecknicolor“ gemacht. Ich hatte diese Musik als Kind gehört, bin damit eingeschlafen und als wir sie im Stadion-Kontext wiederentdeckten, passte sie einfach perfekt zu Millonarios. Der spanischsprachige Rock, vor allem der argentinische, ist ikonisch in Kolumbien. Wir selbst haben keine so starke Rockszene wie Argentinien, deshalb kommen viele Stadionlieder aus deren Musikkultur.</p>
<p>Aber auch die Argentinier übernehmen Melodien von überall, es ist ein offenes System.<br />Als der Boom der Barras begann, kam vieles aus Argentinien zu uns: die Cassetten, die ersten Lieder, die Struktur der Barra. Darum haben wir bis heute so eine enge Verbindung mit Gruppen wie „Los Borrachos del Tablón“. Da entstanden Brücken, Freundschaften, auch durch den Austausch von Instrumenten.</p>
<p>Zum Beispiel waren wir die erste Barra in Kolumbien, die ein Repique (eine spezielle Trommel) hatte. Seit 2004 und unser damaliger Chef brachte es aus Argentinien mit, um unseren eigenen Sound zu entwickeln. Das bedeutet aber nicht, dass wir spielen wie sie. Es ist einfach so: Die Musik entzündet das Feuer, die Emotion im Stadion, die Leidenschaft.</p>
<p>Wir haben auch Lieder mit kolumbianischen Rhythmen, zum Beispiel basierend auf Songs von Shakira oder anderen lokalen Künstlern. Es geht nicht nur um Argentinien, sondern darum, was uns emotional bewegt.</p>
<p><strong>Welche Art von Sanktionen verhängt der Staat bei Auseinandersetzungen? Gibt es Sanktionen wie Stadionverbote?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, wir haben hier im Laufe der Jahre viele Situationen erlebt, in denen wir bestraft wurden. Dazu gehören unter anderem die Spaltung der Gruppe, Polizeipräsenz auf der Tribüne, das Verbot, mit Trikots ins Stadion zu gehen, Reiseverbote für organisierte Fangruppen und sogar der Verlust unserer eigenen Tribüne über Jahre hinweg – wir durften nicht mehr auf unsere eigene Tribüne. Aber das hat uns letztlich nicht wirklich beeinträchtigt, denn wir sind trotzdem immer ins Stadion gegangen.</p>
<p>Es gab auch eine Zeit, in der man das sogenannte „Recht auf Einlassverweigerung“ durchsetzen wollte. Einzelne Personen bekamen Zutrittsverbote, aber das war höchstens für sechs Monate. Das war genau zu der Zeit, als Miguel Sicherheitssekretär der Stadt Bogotá war, eine schwierige Phase. Er wollte das Thatcher-Modell anwenden und das Hooliganismus-Gesetz umsetzen. Damals durften wir nur noch neutrale, weiße T-Shirts tragen. Es gab also durchaus Einschränkungen und Sanktionen. Aber keine, die uns dauerhaft davon abhalten konnten, ins Stadion zu gehen.</p>
<p><strong>Aber wie wird eigentlich kontrolliert, ob jemand ein Stadionverbot hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das war in den Jahren 2013 und 2014, in der Zeit, als dieser Sicherheitsbeamte aktiv war. Es gab Einlassverbote, aber wie gesagt: maximal ein halbes Jahr. Es wurde nie wie in anderen Ländern gehandhabt, wo man jahrelang gesperrt wird oder sich während der Spiele bei der Polizei melden muss. So etwas gab es hier nicht. In Deutschland zum Beispiel gibt es spezielle Polizeieinheiten nur für die Fanszenen. Das sind oft Zivilbeamte, die sich unter die Gruppen mischen. Auch hier in Kolumbien hat man das versucht. Es gab Zivilpolizisten und wenn wir sie enttarnten, stand dann meist gleich ein Polizeiwagen in der Nähe. Aber wir haben begonnen, uns diese Räume wieder zurückzuerobern. Wir arbeiten aktuell daran, ein rechtliches Fundament zu schaffen, mit Rechten und Pflichten.</p>
<p><strong>Neben den Auswärtsspielen in der Liga begleitet ihr das Team auch bei internationalen Turnieren wie der Copa Libertadores?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Fanszene von Millonarios ist wirklich sehr engagiert. Wenn das Team auswärts spielt, sind wir fast immer dabei, unabhängig vom Ort. Leider ist es der Verein selbst, der dem nicht gerecht wird. Unser Wunsch ist es, dass Millonarios ein wirklich wettbewerbsfähiger Club ist, ein Verein, der dem Niveau seiner Fans entspricht.<br />Wir als Fans sind immer bereit, die Mannschaft überallhin zu begleiten. Sei es innerhalb Kolumbiens oder auch zu internationalen Spielen, zum Beispiel nach Europa oder in die USA, wenn dort Freundschaftsturniere stattfinden. Leider tritt das Team bei hochkarätigen Wettbewerben in Südamerika, wie der Copa Libertadores, nicht auf dem sportlichen Niveau auf, das wir uns wünschen würden. Aber unabhängig davon: Wir reisen überallhin mit. Die Fahne wird immer hochgehalten.</p>
<p><strong>Wie gelingt es euch, an solchen Spielen teilzunehmen – angesichts der weiten Entfernungen und </strong><strong>der hohen Reisekosten in Südamerika?</strong></p>
<p>Die Antwort liegt im Fanatismus, in der tiefen Verbundenheit mit dem Verein. Viele opfern sehr viel. Sie kündigen ihre Jobs, lassen ihre Familien zurück, nur um ihrem Herzensclub hinterher zu reisen. In den meisten Fällen läuft das über Selbstorganisation, jeder trägt seine Kosten selbst. Innerhalb der einzelnen Fangruppen („Parches“) gibt es aber auch finanzielle Solidarität. Es werden gemeinsame Fonds organisiert oder Beiträge gesammelt, um Mitglieder bei den Reisekosten zu unterstützen. Das hängt immer von der jeweiligen Gruppe ab. In unserer Gruppe gibt es immer Unterstützung, es wird gesammelt, sobald eine Auswärtsreise ansteht. Natürlich ist die Höhe dieser Unterstützung abhängig von der Entfernung und dem Zielland. Aber wichtig ist: Es ist alles freiwillig. Niemand ist verpflichtet, zu zahlen oder zu reisen. Wer mitfährt, entscheidet das eigenverantwortlich und trägt grundsätzlich seine eigenen Kosten.</p>
<p><strong>Apropos Südamerika: Wir wissen, dass ihr seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit den </strong><strong>Fangruppen von River Plate aus Buenos Aires pflegt. Wie ist diese Beziehung entstanden und </strong><strong>wie bleibt sie trotz der Distanz lebendig? Wir haben gehört, dass Ende letzten Jahres eine große </strong><strong>Gruppe von euch zu Besuch in Argentinien war…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azuels:</strong> Nun, die Verbindung zu River Plate – abgesehen davon, dass sie wie wir auch „Los Millonarios“ heißen – besteht schon sehr lange. Sie geht zurück auf die Zeit des „El Dorado“ im kolumbianischen Fußball, als viele argentinische Spieler wegen der damaligen Krise in Argentinien nach Kolumbien kamen. Damals entstand eine erste Nähe.</p>
<p>In den frühen 2000er-Jahren wurde die Beziehung dann vertieft, als River Plate zu Freundschaftsspielen nach Kolumbien reiste. Wir als Fangruppe haben damals beschlossen, sie zu begleiten und zu unterstützen. Viele unserer Gründungsmitglieder reisten in dieser Zeit auch nach Argentinien und so wurde ein enges Band zwischen den Gruppen geknüpft. Wir stehen heute in direktem Kontakt mit verschiedenen „Parches“ von River Plate, zum Beispiel mit den Jungs aus Entre Ríos. Auch wenn manche dieser Gruppen nicht die prominentesten sind, bieten wir ihnen immer Gastfreundschaft. Egal, ob sie nach Kolumbien kommen oder wir nach Argentinien reisen. Es ist eine gelebte Verbundenheit, eine echte Freundschaft, die nicht infrage gestellt wird, weil sie auf jahrzehntelangem Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.</p>
<p><strong>Wie läuft dieser Kontakt konkret ab? Kommen regelmäßig Personen aus Argentinien zu euch </strong><strong>oder reisen Mitglieder von euch nach Buenos Aires? Gibt es jemanden, der die Tickets organisiert </strong><strong>oder die Reise plant?</strong></p>
<p>Comandos Azules: Der Kontakt ist direkt und persönlich. Wenn beispielsweise jemand aus unserer Gruppe nach Buenos Aires reist oder ein River-Fan nach Bogotá kommt, wird das nicht als etwas Außergewöhnliches betrachtet. In der Regel handelt es sich um eine Art symbolische Vertretung der jeweiligen Gruppe, oft von den „Comandos“. Die jeweiligen Anführer kennen sich bereits seit vielen Jahren und auf beiden Seiten wird stets Gastfreundschaft gewährt. Es ist eine Freundschaft, die sich auf gegenseitige Unterstützung und Respekt gründet.</p>
<p>Ein Beispiel: Bei Spielen wie dem, bei dem auch jemand von euch dabei war, sind die Tickets oft schon lange ausverkauft. Aber durch die engen Verbindungen ist es manchmal trotzdem möglich, noch Karten zu bekommen oder Zugang zu Bereichen zu erhalten, die normalerweise für Touristen oder Außenstehende verschlossen bleiben.</p>
<p>Das ist wie ein stilles Abkommen, eine langjährige Allianz zwischen beiden Gruppen. Selbst in Argentinien, wo das „Recht auf Einlassverweigerung“ (derecho de admisión) vielen Fangruppen stark zugesetzt hat, bleiben diese Kontakte bestehen. Und auch wir halten als Kollektiv weiterhin zusammen, unabhängig von staatlichem Druck.</p>
<p><strong>Habt ihr auch Freundschaften oder Verbindungen zu Fangruppen aus anderen Ländern? Zum Beispiel kursierte mal ein Foto mit einer Darmstadt-Fahne (Deutschland) zusammen mit Millonarios-Fans…</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das Foto, das du erwähnst, steht nicht direkt in Verbindung mit unserer Gruppe, den Comandos Azules. Es handelt sich wahrscheinlich um Millonarios-Fans, die unabhängig von der organisierten Barra Kontakte zu anderen Fangruppen geknüpft haben. Aber das geschah nicht offiziell oder im Namen der Comandos Azules, also nicht durch unsere Struktur oder Führung. Deshalb kann man solche Kontakte eher als einzelne, lose Freundschaften betrachten, nicht als echte, über Jahre gewachsene Allianz wie die mit River Plate, bei der es viele belegbare gemeinsame Erlebnisse und Verbindungen gibt. Was solche Flaggenfotos betrifft: Ja, es sind Fans, aber sie gehören nicht offiziell zur Barra Brava oder unserer Gruppe.</p>
<p>Natürlich haben wir im Laufe der Zeit auch andere freundschaftliche Begegnungen mit Fans aus anderen Ländern gehabt. In Brasilien zum Beispiel hatten wir einmal sehr guten Kontakt zur Fangruppe The Fiel von Corinthians. Allerdings pflegen diese eine deutlich engere Verbindung zu América de Cali, da es Überschneidungen bei den Spielern gab. Einige, die bei Corinthians gespielt haben, waren zuvor oder später bei América.</p>
<p>Solche Konstellationen schaffen dann für uns eher eine Distanz, weshalb sich diese Verbindung nicht weiter vertieft hat. Das heißt nicht, dass wir nur mit River Plate befreundet sind. Es gibt auch einzelne Gruppen (Parches), die Freundschaften mit Fans in Paraguay oder Chile haben, zum Beispiel mit der U de Chile. Dort besteht tatsächlich eine enge Verbindung auf Gruppenebene.</p>
<p>Insgesamt lässt sich sagen: Diese Freundschaften entstehen nicht zwischen zwei Vereinen im klassischen Sinne, sondern vielmehr zwischen den jeweiligen Fangruppen, den Parches. Und das entwickelt sich meist aus Begegnungen, etwa bei Turnieren wie der Copa América oder anderen internationalen Events.</p>
<p><strong>Nach den Freunden fehlen jetzt die Feinde. So wie wir, habt auch ihr mehrere Rivalen. Was könnt ihr dazu sagen? Wer ist aktuell euer größter Rivale?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Nun, das ist eine Frage, die uns unser ganzes Leben lang gestellt wird – bei jeder Umfrage, in jedem Interview: Wen hasst ihr am meisten? Aber innerhalb unserer Gruppe gibt es niemanden, den wir mehr hassen als andere. Wir haben nie echte Freundschaften mit anderen Fanlagern geschlossen und deshalb sind sie für uns im Prinzip alle gleich. Natürlich gibt es Fangruppen, mit denen wir deutlich mehr Konflikte hatten, mit Toten und Verletzten.</p>
<p>Wenn wir es also in eine Rangliste fassen müssten: Ja, wir verachten sie alle, aber wenn es darum geht, mit wem es die tiefsten Feindschaften gibt, dann stehen unangefochten die aus Cali und Atlético Nacional ganz oben.</p>
<p>Was Cali betrifft: Sportlich gesehen ist es die einzige Mannschaft, die uns in gewisser Weise dominiert. Ihre Denkweise ist unserer sogar relativ ähnlich, was ihre Struktur und Organisation angeht und das macht die Rivalität umso intensiver. Der Hass entsteht aus dem sportlichen Wettbewerb, aus dem Kampf um die Tribüne, aus den Choreografien, den Bannern – alles ist auf Augenhöhe.</p>
<p>Mit Nacional ist es etwas anderes. Sie sind sportlich weit von uns entfernt, auch in puncto Fanszene. Ihre Fangruppen hängen stark von mafiösen Strukturen und externen Faktoren ab. Im Gegensatz zu uns, die völlig selbstorganisiert sind. Deshalb stehen diese beiden Fangruppen bei uns ganz oben auf der Liste der meistverachteten.</p>
<p>Aber ehrlich gesagt, wir haben mit Allen rivalisierende Beziehungen. Ob bei Aufmärschen, Choreos, Pyroaktionen oder Festen, wir setzen Maßstäbe. Und wenn andere da mithalten wollen, müssen sie sich zusammenschließen, um überhaupt annähernd an unser Niveau heranzukommen.</p>
<p>Und dann ist da noch Santa Fe. Santa Fe ist unser klassischer Stadtrivale. Bogotá hat vier große Fangruppen, aber Nacional und América de Cali sind deutlich größer als Santa Fe. Trotzdem ist Santa Fe der ewige lokale Gegner, aber sie waren für uns nie eine ernstzunehmende Konkurrenz auf der Tribüne. In Sachen Straßenpräsenz, Auseinandersetzungen und echter Feindschaft treffen wir zwar häufiger auf Santa-Fe-Fans, aber die wirklich tiefen Rivalitäten leben mit anderen Gruppen. Santa Fe ist uns da emotional und ideologisch ziemlich fern.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Gibt es eine besondere Anekdote oder Geschichte, die ihr mit unseren Leserinnen </strong><strong>und Lesern teilen möchtet? Ein unvergessliches Spiel, ein Moment, der euch geprägt hat?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Für mich als Fan war es ganz klar, als wir unseren 14. Meistertitel gewonnen haben. Es waren 28 Jahre ohne Titel und ich selbst war davon schon zwölf bis 15 Jahre als treuer Fan dabei. Aus dieser langen Durststrecke endlich herauszukommen, war für mich etwas Unglaubliches. Eine Finalpartie zu erleben und sie auch noch zu gewinnen, war unbeschreiblich. Alles, was auf der Tribüne passiert ist: die Pyrotechnik, die Atmosphäre, die Anspannung, die emotionale Achterbahnfahrt. Es gab auch Fehler bei der Pyro, Momente höchster Nervosität und Anspannung. Aber am Ende haben wir das Finale im eigenen Stadion gewonnen. Ich würde sagen: Für mich war das einer der bedeutendsten Momente meines Lebens als Fan. Damals war ich zudem für die Instrumente verantwortlich. Ich habe während des gesamten Spiels die Musik koordiniert und gespielt. Es war einfach wunderschön, die ganze Partie musikalisch zu begleiten und so ein Teil dieser Emotion zu sein.</p>
<p>Ein weiterer großartiger Moment war ein Auswärtssieg gegen Santa Fe, als wir als Fans inkognito im Stadion waren und die Mannschaft dort den Sieg feierte. <br />Ohne Genehmigung, ohne offizielle Fanpräsenz – ein Erlebnis, das sich tief eingeprägt hat.</p>
<p>Aber wenn ich es abwägen müsste: Der Moment, als wir die 28-jährige Titellosigkeit beendet haben, wiegt emotional deutlich mehr als der Auswärtssieg gegen Santa Fe in unserer eigenen Stadt.</p>
<p>Damals mussten wir buchstäblich kämpfen, um überhaupt in die Nähe des Stadions zu kommen. Wir standen nur ein paar Blocks vom Estadio Azul entfernt, demselben Stadion, in dem wir unser erstes großes Finale erlebt hatten. Solche Erlebnisse machen all die Opfer lohnenswert, die man für diese Fanliebe bringt. Für Millonarios, für den Aufbau einer wahren Fankultur. Gerade in einem Land wie Kolumbien, wo man Fangruppen oft pauschal mit Gewalt und Drogen assoziiert, ist es wichtig zu zeigen: Für uns ist das ein Lebensstil. Und ihn auf positive Weise zu leben, das ist der wahre Erfolg einer gut organisierten Fangemeinschaft.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wenn die Politik den Dialog predigt und die Polizei den Knüppel tanzen lässt</strong></span></p>
<p>Erinnert ihr euch noch an den Dezember 2025? Die Schlagzeilen überschlugen sich: „Sieg für Fußball-Fans“ (WELT, 04.12.2025), „Dialog statt Konfrontation“ (NDR.de, 05.12.2025). Nach Wochen des Schweigens in den Stadien und dem bundesweiten 12-Minuten-Boykott, schienen die Herren und Damen Innenminister in Bremen plötzlich ganz zahm. Ulrich Mäurer (SPD) gab den weisen Moderator und sogar Hardliner wie Joachim Herrmann (CSU) schwafelten plötzlich von „Augenmaß“ und „Dialog“.</p>
<p>Man verkündete stolz: Keine personalisierten Tickets, keine flächendeckende Gesichtserkennung – vorerst. Ein Erfolg? Vielleicht auf dem Papier. Doch wer die Abschlussprotokolle der 224. IMK aufmerksam liest, erkennt schnell: Das war kein Rückzug oder Entgegenkommen, sondern eine Nebelkerze.</p>
<p>Während man bei der Überwachungstechnologie medienwirksam einen Gang zurückschaltete, wurde an anderer Stelle ein repressives Monstrum geschaffen: die „zentrale, unabhängige Stadionverbotskommission“. Was klingt wie eine neutrale Schiedsstelle, ist in Wahrheit der Versuch, Stadionverbote endgültig von jeglicher richterlicher Kontrolle zu entkoppeln.</p>
<p>Die Logik der IMK ist perfide: Man will „einheitliche Standards“. Im Klartext heißt das: Ein Stadionverbot soll künftig bundesweit am Reißbrett einer Behörde entstehen, noch bevor überhaupt ein Staatsanwalt die Akte gesehen hat. Die Unschuldsvermutung? Ein nettes Konzept für Jura-Erstsemester, aber laut IMK-Logik hinderlich bei der Kontrolle der Kurven. Wenn die Polizei „Erkenntnisse“ hat – egal wie dünn diese sind –, sollen die Vereine künftig per „Empfehlung“ dieser Kommission zur Sanktion gezwungen werden. Es lebe der Generalverdacht.</p>
<p>Besonders zynisch wird es, wenn man die vergangenen Monate betrachtet. Da die großen Gesetzesverschärfungen am Widerstand der Fanszenen und Vereine (ja, sogar DFL und DFB waren diesmal skeptisch) scheiterten, scheint die Polizei auf der Straße nun auf eigene Faust „nachzubessern“ oder die rückläufigen Fallzahlen aus der Vor-Saison 2024/2025 wieder aufzuhübschen. Denn trotz zunehmender Stadionbesucher nahm die Anzahl der eingeleiteten Verfahren von 6179 (2023/2024) auf 4.700 in der Saison 2024/2025 ab – einhergehend mit einer gleichzeitigen Reduzierung der Arbeitsstunden der Polizeibehörden um neun Prozent im gleichen Zeitraum.</p>
<p>Man nutzt jetzt exzessiv das Landespolizeirecht (PAG). Warum mühsam Straftaten nachweisen, wenn man einfach „präventiv“ ganze Busladungen aus Köln oder Paderborn auf der Autobahn abfangen und zurückschicken kann? Die IMK hat den Rahmen geschaffen: Indem sie das „Sicherheitsproblem“ künstlich am Leben erhält, liefert sie die ideologische Rechtfertigung für die Sippenhaft 2.0. In Bremen wurde auch das Hohelied der „Stadionallianzen“ gesungen – das vertrauensvolle Miteinander von Polizei, Verein und Fans. Doch wie dieses „Vertrauen“ aussieht, haben wir in Berlin gegen Schalke oder beim Bayern-Gastspiel in Dortmund gesehen. Wenn Einheiten am Einlass ohne Not Panik provozieren oder Reizgas in geschlossene Mengen sprühen, ist die „Allianz“ nichts weiter als eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit. In Berlin scheint man sowieso ohnehin jede Verhältnismäßigkeit abgegeben zu haben.</p>
<p>Die Innenministerkonferenz hat im Dezember 2025 nur deshalb eingelenkt, weil der Gegenwind aus den Kurven zu stark wurde. Doch sie sind nicht abgebogen. Sie fahren den repressiven Kurs nur jetzt auf dunkleren Nebenstraßen. Während sie in Talkshows den „Dialog“ feiern, wird in den Hinterzimmern an der bundesweiten Zentralisierung der Repression gearbeitet.</p>
<p>Lassen wir uns von den „Erfolgsmeldungen“ aus Bremen nicht einlullen. Unsere Antwort muss wie seit Jahren die gleiche sein: Wachsam bleiben, Fanhilfen unterstützen und jedes Mal laut werden, wenn sie versuchen, unsere Grundrechte im Namen eines phantomhaften Sicherheitsgefühls zu opfern. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mainz:</strong> Die Anhänger des 1. FSV Mainz 05 haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um an den Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft von 1982 zu erinnern. Ziel ist es, innerhalb von vier Wochen 30.005 Euro zu sammeln, um ein Replikat der Carl-Riegel-Trophäe anfertigen zu lassen und nach Mainz zu holen. Damit soll ein inzwischen etwas in Vergessenheit geratener und zugleich wichtiger Teil der Vereinsgeschichte wieder sichtbar gemacht und für kommende Generationen von Fans bewahrt werden.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Der VfL Bochum reagiert auf die Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Düsseldorf mit neuen Maßnahmen. Im Gästeblock kam es zum Einsatz von Pyrotechnik, bei der wohl mehrere Personen verletzt wurden, sowie zur Besetzung von Sitzplatzbereichen. Der Verein verurteilte die Vorfälle deutlich und kündigte an, die Vergabe von Auswärtstickets künftig stärker zu reglementieren, insbesondere bei der Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen. <br />Zudem wurde gemeinsam mit Stadt, Polizei und Feuerwehr ein Lenkungskreis gegründet, der weitere Maßnahmen für den Stadionbesuch erarbeiten soll.</p>
<p><strong>Dortmund:</strong> Bereits in der Ausgabe von letzter Woche (Ausgabe Nr. 12) berichteten wir über die Vorkommnisse der Partie des FC Bayern München bei den Schwarz-Gelben. Die Südkurve München hat auf ihrer Homepage die Geschehnisse chronologisch aufgearbeitet und übt dabei scharfe Kritik am Polizeieinsatz. Ausgangspunkt der Ereignisse war eine kleine Gruppe von Fans, die ohne Ticket in das Stadion gelangen wollte und dabei in eine Auseinandersetzung mit einem Ordner geriet. Die Polizei habe daraufhin circa 29 Fans eingekesselt, die später nach Personalienfeststellung ins Stadion gelassen werden sollten. Demnach eskalierte die Situation anschließend mehrfach durch das Vorgehen der Polizei. Im Stadionumlauf rückten Beamte kurz vor Spielbeginn in Formation auf wartende Fans vor und setzten Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein, wodurch zahlreiche Personen verletzt wurden. Eine weitere gewaltsame Auseinandersetzung hat kurz vor Spielende stattgefunden. Die aktive Münchener Szene stellt den Einsatz insgesamt als unverhältnismäßig dar und spricht von gezielter Eskalation durch die Polizei, auch wenn das Verhalten einzelner Fans beim Einlass als Auslöser der Situation benannt wurde.</p>
<p><strong>Stuttgart:</strong> Das Commando Cannstatt organisierte zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester ein Konzert mit dem Namen „Klassik trifft Kurve’’. Mit rund 1.800 Anhängern des VfB Stuttgart gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester verband das Konzert klassische Musik mit Stadiongesängen der Cannstatter Kurve. Neben Kompositionen bekannter Klassik-Stücke wurden auch Vereinslieder und Fangesänge orchestriert gespielt, während die Fans lautstark mitsangen. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von Mitgliedern des Commando Cannstatt und dem Sänger Philipp Volksmund. Die Einnahmen des Abends fließen in ein gemeinsames Bildungs- und Sozialprojekt der VfB-Stiftung „Brustring der Herzen“ und des Kammerorchesters.</p>
<p><strong>Gera:</strong> Die Gruppe WismutSzene 51 veröffentlichte eine Stellungnahme und kritisierte den Polizeieinsatz rund um das Heimspiel gegen FSV Wacker 90 Nordhausen. Trotz kooperativen Verhaltens sei es bereits beim Fantreffen, am Hauptbahnhof und später im Stadion zu zahlreichen Kontrollen und Maßnahmen gekommen, die willkürlich und unverhältnismäßig waren. Personen wurden aus der Gruppe gezogen, durchsucht und teils mit Zwangsgriffen kontrolliert. Zudem wurde einzelnen Fans zeitweise die freie Bewegung im Stadion eingeschränkt und auch Sanitäranlagen durften nur unter Aufsicht ersucht werden. Die Gruppe spricht von überzogenen Maßnahmen, gerade in einem Bereich wie dem Heimstadion, in dem man sich grundsätzlich frei bewegen darf und fordert eine kritische Aufarbeitung, betont aber zugleich, dass es nicht um eine Opferrolle gehe, sondern um die Dokumentation des Vorfalls und mögliche weitere Schritte.</p></div>
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		<title>Ausgabe 11: Magdeburg</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-11-magdeburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Inhaltsverzeichnis</p></div>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_25 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">4. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>nach fünf Spielen ohne Sieg, konnten wir mit dem Dreier in Kiel die Krise abwenden und die Tabellenführung zurückerobern. Es liegen aber noch zwölf schwere Partien vor uns und noch ist alles möglich. Am heutigen Samstagabend steht uns der 1.FC Magdeburg gegenüber. Die Mannen vom FCM werden alles aufs Feld werfen, um den drohenden Abstieg in Liga drei zu verhindern. Auch auf den Rängen haben wir alles andere als einen leichten Gegner. Wir müssen daher sowohl auf dem Rasen als auch auf den Tribünen Vollgas geben, um erfolgreich nach Hause zu gehen.</p>
<p>Ausreden gibt es keine – Für Schalke alles geben!</p>
<p>Beim letzten Heimspiel gegen die SGD sorgten im Nachgang die gezeigten Spruchbänder für ein mediales Echo. Wenig überraschend überboten sich gerade Funke und Springer in Empörung und Hysterie. Aber auch einige Aufsichtsratsmitglieder aus der CT-Zeit sowie mit ihm befreundete Sponsoren und Weggefährten empfanden die gewählten Formulierungen auf einzelnen Spruchbändern als schlimmste Entgleisungen, die es in einem Fußballstadion geben kann. Wenn es ihnen wirklich nur um den Erfolg des Vereins gehen würde, hätten sie die Kritik intern angebracht und nicht gleichzeitig über die Medien lanciert.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass es gar nicht erst zur Abstimmung über Clemens Tönnies ins Ehrenpräsidium kommt und erneute Debatten um ihn als Person den Verein nicht länger beschäftigen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; SG Dynamo Dresden e.V. 2:2 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Es gibt Gegner, die werden auch nach mehreren Aufeinandertreffen nicht langweilig. Dynamo gehört hier sicherlich dazu. Mit einem entsprechend großen und motivierten Haufen ging es zu Fuß – oder, wie die BILD schreiben würde, per „Machtdemonstration“ – Richtung Arena. Einmal mehr fiel hier das vollkommen geisteskranke Bullenaufgebot ins Auge. Negativ erwähnt werden müssen auch wieder einige Betretungsverbote gegen Jungs aus unserer Kurve. Stark bleiben!</p>
<p>Nach den enttäuschenden Auftritten &#8211; sowohl sportlich als auch auf den Rängen &#8211; in den vergangenen Vorwochen galt es mehr denn je, dem Trend zu trotzen und das Schalker Gesicht der Hinrunde zurückzuholen. Schon vor Anpfiff wurde klar, dass wir heute mit einer deutlich besseren Einstellung in den Tag gingen. „Die Nummer 1 aus dem Revier“ funktionierte schon mal ordentlich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Zum Anpfiff sorgte „Eine Stadt erstrahlt im Blau…“ für einen starken Start ins Spiel. Auch danach konnten gerade die gängigen Gassenhauer komplett überzeugen. Auf dem Rasen entwickelte sich derweil ein offener, aber durchaus sehenswerter Schlagabtausch. Die verspätete, aber lautstarke Ankunft von Ultras Dynamo und Co. nach rund zwanzig Minuten sorgte in der Nordkurve sogar noch einmal für einen zusätzlichen Push. Menge und Einsatz an Tifo-Material konnten sich von Beginn an definitiv sehen lassen. Damit ist die Geschichte des torlosen ersten Durchgangs auch schon erzählt.</p>
<p>Kurz nach der Pause gab’s von uns ein paar unmissverständliche Worte Richtung Rheda: „Aber ich will da auch nicht wieder hin – CT, steh zu deinem Wort, bleib weg vom Ehrenpräsidium!“. Auch andere Gruppen untermauerten die Thematik mit verschiedenen Spruchbändern.</p>
<p>Unsere Mannschaft kam richtig gut aus der Kabine und versuchte ab dem Wiederanpfiff, das Zepter in die Hand zu nehmen. Edin Džeko belohnte sich und alle Schalker in der 52. Minute. Der anschließende Torjubel bleibt auf jeden Fall in guter Erinnerung. In den Minuten danach konnte die Arena ein- bis zweimal mit ins Boot geholt werden, was sicherlich auch daran lag, dass unsere Jungs weiterhin am Drücker waren. Beim 2:0 in der 70. Minute, ebenfalls durch Džeko, machte sich dann fast schon so etwas wie Erleichterung breit. Gefeiert wurde unter anderem mit „Asoziale Schalker“. Leider schaffte es unsere Elf nicht, das Ding vernünftig zu Ende zu spielen. Nach dem Dresdner Anschlusstreffer in der 78. Minute entwickelte sich eine absolute Zitterpartie, und auch wir als Kurve schafften es hier nicht, noch einmal richtig hochzufahren. Letztendlich kam es dann, wie es kommen musste, und das Spiel endete mit einem 2:2, das sich wohl für jeden Blau-Weißen wie eine Niederlage anfühlte.</p>
<p>Am Ende steht ein recht guter Auftritt unsererseits, der aber selbstverständlich noch nicht viel mit dem zu tun hatte, was unsere Kurve an Sahnetagen leisten kann. Trotzdem kann man nach den Vorwochen auf eine positive Entwicklung aufbauen und im Spiel gegen Magdeburg noch ein oder zwei Schippen drauflegen. Auf geht’s Schalke kämpfen und siegen!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Wie weiter oben erwähnt, konnte die Dresdner Fanszene den Gästeblock erst mit rund zwanzigminütiger Verspätung bevölkern. Grund hierfür waren wohl die überzogenen Kontrollen am Gästeeingang. Nachdem sich Ultras Dynamo sortiert und angeflaggt hatten, konnte der Gästeblock für einige unüberhörbare Momente sorgen. Bei rund 6.000 Dresdnern durfte man hier nicht selten von einer nahezu hundertprozentigen Mitmachquote sprechen. Zwischendurch war aber auch immer mal wieder komplette Ruhe, was für Dynamo-Auftritte als relativ typischer Stil gesehen werden kann. Die Zaunbeflaggung war sehenswert, in Sachen Tifo reißt Dynamo auswärts wie gewohnt keine Bäume aus. Die Torjubel, erst recht nach dem Ausgleich, sowie das anschließende „Dy Dy Dy…“ nach Abpfiff gehören sicherlich zum Lautesten, was der Arena-Gästeblock in der bisherigen Saison zu hören bekommen hat. Alles in allem bleibt ein guter Dresdner Auftritt in Erinnerung. Erwähnenswert sind noch zwei Spruchbänder: „Jedes Statement so falsch wie eure Bilder – Chat GDP“ und „Logout Polizei!“ in Anspielung auf die sächsische Bullen-Gewerkschaft, welche ihre überdramatischen Kriegsberichte von den Ausschreitungen in Magdeburg mit KI-Bildern ausschmückte. Zum anderen kritisierte man mit typischer Ost-West-Rhetorik die überzogenen Preise für Karten im Gästebereich. Beide Anliegen sind natürlich komplett unterstützenswert.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p>Unterstützt wurden wir von über 50 Brüdern aus verschiedenen Untergruppen von Komiti Skopje. Auch unsere<br />Brüder aus Enschede standen einmal mehr an unserer Seite.</p>
<p>Danke!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gegnervorstellung</strong></p>
<p>Die heutige Gegnervorstellung gebührt der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V. aus der Landeshauptstadt Sachsens. Seit ihrer Gründung im Jahr 1953 wurde die SGD acht Mal Meister der DDR-Oberliga und gewann sieben Mal den FDGB-Pokal (sozusagen ostdeutscher DFB-Pokal). Die frühe Vereinsgeschichte der ehemaligen SG Polizei Dresden ist durchaus interessant; Dynamo Dresden war offiziell eine Diensteinheit der Volkspolizei wodurch auch deren Spieler den Rang von Volkspolizisten hatten. Durch Liquiditätsprobleme wurde der Verein 1995 in dieRegionalliga versetzt und hat seitdem keine Bundesliga-Luft mehr geschnuppert. Gespielt wird im Rudolf-Harbig-Stadion mit Platz für knapp über 32.000 Zuschauer.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Rechtsform:</span></span></p>
<p>Die SGD ist ein eingetragener Verein mit fast 37.000 Mitgliedern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Fanszene:</span></span></p>
<p>Die organisierte Fanszene der SGD versammelt sich bei Heimspielen im K-Block. Führende Gruppe ist Ultras Dynamo, gegründet im Jahr 2000 durch einen Zusammenschluss der Gruppen „Dynamo-Geschwader“, „Eastside Dresden“ und „Yellow Madness“. Weitere Fanclubs &#8211; darunter Dresden West, OSL Bande und Brigade 53 &#8211; agieren unter der Führung von UD und sind mit Zaun fahnen im Stadion sichtbar.</p>
<p>Neben ost-typischem Supportbild und zahlreichen meist großflächigen Choreos, legt die Fanszene der SGD Wert auf ein martialisches Auftreten, welches mit den mehr oder weniger kultigen Youtube-Videos mit dem Protagonist “Leatherface”, unterlegt wird.</p>
<p>Obwohl erhebliche Teile der heutigen aktiven Fanszene “den Osten” vermutlich selbst nie erlebt haben, scheint man in einer Zeit vor 1990 hängen geblieben zu sein. Das Feindbild Wessi wird also wohl noch mindestens eine Fangeneration prägen, oder auch das ist einfach nur Teil der Kultigkeit der SGD.</p>
<p>Im Gedächtnis geblieben sind allen Fußballfans in Deutschland in jüngerer Vergangenheit sicherlich insbesondere die “größte Blockfahne Europas”, welche 2015 beim Spiel gegen Magdeburg ausgerollt wurde sowie die “Footballarmy Dynamo Dresden” Mottofahrt beim Auswärtsspiel 2017 in Karlsruhe.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Freundschaften:</span></span></p>
<p>Freundschaften pflegen die Ultras Dynamo zu Red Kaos des FSV Zwickau. Relativ frische Kontakte bestehen zu den östlichen Nachbarn von Motor Lublin. Die Freundschaft zur Horda Zla aus Sarajewo ist inzwischen beendet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-weight: 400;">Feinde:</span></span></p>
<p>Hauptrivalen sind die anderen ehemaligen DDR-Oberliga Vereine, darunter insbesondere der 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock und Erzgebirge Aue.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:2 (0:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Im stillen Kämmerlein scheint sich gerade einiges zu bewegen. Verbände und Politik werkeln derzeit, abseits der aktuellen Geschehnisse, an einer Änderung der Stadionverbotsrichtlinien herum. Eine Thematik, die sich bereits aus der vergangenen Innenministerkonferenz im November 2025 herauskristallisiert hat und für populistische Politiker sowie an deren Zitzen hängenden Verbänden die Büchse der Pandora zu sein scheint. Abermals werden in die Entstehungs- und Entscheidungsprozesse nicht die Leute einbezogen, die es am Ende betrifft: Fans und Vereine. Ein Missstand, den es selbstverständlich nicht erst seit gestern zu beklagen gibt, jedoch leider immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden muss. Um auf diese anhaltende Schieflage aufmerksam zu machen, zeigten die Fanszenen Deutschlands, wie auch wir, an diesem Spieltag ein einheitliches Spruchband mit klarer Message: „Fans &amp; Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!“ Eine ausführliche Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands findet ihr auf unserer Homepage.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Dennoch braucht es nicht immer nur neue SV-Richtlinien, manchmal reichen schon die bisherigen aus, um Fans vor die Tore zu verbannen. Aus diesem Grund starteten wir mit einer Überraschungschoreo für unsere Stadionverbotler in die Partie. Diese bestand aus einem Mix aus blauen und weißen Ponchos, die wir unter den Schalkern verteilten. Im oberen Teil des Blocks wurde an der Dachkonstruktion die bekannte „Für die Jungs die draußen steh‘n“-Fahne als Blockfahne hochgezogen. Abgerundet wurde das Ganze durch den Nordkurve-Schriftzug inklusive aufgestellten Fans am unteren Teil des Blocks. Durch den starken Wind im Stadion klappte die hochgezogene Blockfahne leider ein wenig nach hinten weg. Ein Schönheitsmakel, jedoch unvermeidbar. Am Ende freuten sich die Jungs enorm über die Aktion und schickten direkt Dankesgrüße ins Stadion. Wir halten eure Fahne im Stadion hoch, ihr vor den Toren. Haltet durch! Um den Jungs vor dem Spiel noch eine kleine Freude zu machen, reservierten wir eine Kart-Bahn in der Nähe. Doppelte Überraschung also.</p>
<p>Die Ansprache der Vorsänger und das Wachrütteln einiger Schalker im Blauen Brief schien bereits in Kiel Wirkung gezeigt zu haben. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen und ließ (endlich) wieder einige Ausrast-Momente im Gästeblock wahr werden. Das neue Lied „Oh S04, du ganz allein“ wurde fast die gesamte erste Halbzeit durchgesungen und fand immer mehr Zugriff in der Schalker Anhängerschaft. Vor allem im unteren Teil des Blockes konnten wir, gepusht durch die Tore von Karaman, nach Dzekos Vorlage sowie 13 Minuten später Kurucay, ebenfalls nach Vorarbeit des Bosniers, die Momente und die Emotionalität des Liedes nutzen, um uns in einen Rausch zu singen. Da die zweite Halbzeit leider etwas schwächer startete als die erste endete, änderten wir kurzerhand den etwas spielbezogeneren Support, mit dem Ergebnis, dass „Uns’re Fahnen weh’n im Wind“ schön durch den eisigen Sonntagnachmittag an der Kieler Förde schepperte. Zwar verkürzte Kiel kurz zuvor noch einmal per Elfmeter auf 1:2 und drückte auf den Ausgleichstreffer, glücklicherweise schafften wir es, die drei Punkte irgendwie über die Zeit zu bringen. Sicherlich nicht schön, sicherlich mit Fehlern und definitiv mit sportlicher Luft nach oben. Der Wille, heute siegreich vom Platz zu gehen, war jedoch jederzeit zu spüren. Nichts anderes wollen wir sehen. Und zudem: Tabellenführer!</p>
<p>Neben dem Spruchband zu den neuen SV-Richtlinien, zeigten wir außerdem ein Spruchband für einen schwer erkrankten Schalker aus unseren Reihen.<br />Halte durch, Olli!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Vor dem Block der Kieler hing ab Stadionöffnung ein Banner Richtung Mannschaft mit der Forderung „Abstiegskampf annehmen“. Für die Störche, die durch die Niederlage gegen uns einen weiteren Platz Richtung Abstiegszone rutschen, wird die Luft in Liga zwei langsam dünner. Dazu kam ein ebenfalls dünner Support. Sicherlich gibt die Tribüne auf der Gegenseite wenig her, die Anzahl der Leute, die sich am aktiven Treiben beteiligt haben, war dennoch sehr dürftig. Die aktuelle Situation trägt ihr Übriges dazu bei.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><span style="text-decoration: underline;"></span></p>
<p>Vielen Dank an die Jungs aus Gladbach für die Unterstützung!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor zwei Wochen gastierte der Glubb Samstagmittags in Paderborn. Nach einer 2:0-Führung von Paderborn und einer roten Karte kurz nach der Halbzeit gelang dem FCN zwar der Anschlusstreffer, am Ende reichte es aber nur zu einer 2:1-Niederlage.</p>
<p>Letzten Freitag waren die Jungs vom KSC zu Besuch im Achteck. Vor dem Spiel überlegte sich die Nordkurve Nürnberg wieder ein besonderes Intro. Im Oberrang hing ein Transparent mit der Aufschrift “Right now the fun is about to begin…”, im Unterrang “Freaks Come out at Night”. In der Mitte des unteren Teils war die bekannte Sonne zu sehen, deren Augen durch zwei Fackeln erstrahlten. Dazu sah man ein Fahnenmeer im Block. </p>
<p>Auch auf dem Platz knallte es gewaltig. Bereits in der ersten Halbzeit musste der Karlsruher Torwart dreimal hinter sich greifen. In der zweiten Halbzeit ließ der Glubb nicht locker, spielte weiter konzentriert nach vorne und schickte die Gäste mit einem deutlichen 5:1 nach Hause.</p>
<p>Gestern ging es für die Glubberer zum Auswärtsspiel nach Bochum. Nächste Woche Sonntag geht’s dann weiter in die Hauptstadt.</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Leider konnte der FCT das Halbfinale des Pokals nicht erreichen. Bei AZ Alkmaar mussten sich die Roten in der Verlängerung mit 2:1 geschlagen geben.</p>
<p>Nachdem zahlreiche Brüder uns beim Heimspiel gegen Dynamo unterstützt hatten, stand für sie am Abend noch das Heimspiel gegen SC Heerenveen an. Gegen die in der Tabelle benachbarten Friesen gewannen die Tukker souverän mit 5:0. Im folgenden Spiel beim Vorletzten SC Telstar schaffte Twente es allerdings nicht über ein 1:1- Unentschieden hinaus.</p>
<p>Es folgen nun zwei Heimspiele gegen die alten Rivalen vom FC Groningen und Feyenoord Rotterdam.<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Die mazedonische Liga ist zurück aus der Winterpause. Und das natürlich &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; direkt Mal mit einer englischen Woche und einem Nachholspieltag. Natürlich an einem Mittwoch um 14 Uhr. Dementsprechend überschaubar war das Interesse und Zuschaueraufkommen. Komiti hang neben der üblichen Zaunfahne noch eine Gedenk-Fahne für den kürzlich verstorbenen Nikola auf. Dazu wurden vereinzelt Fackeln angerissen und ein souveränes 5:1 verfolgt. Wenige Tage später stand im kleinen Stadion des Fußballverbandes parallel zu unserem Spiel in Kiel das Stadtduell gegen Rabotnicki an. Hier gab es von Komiti eine kleine Choreo zu Spielbeginn auf der Tribüne hinter dem Tor. Und anschließend einen erneut ungefährdeten 3:0-Erfolg.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Wirft man einen Blick auf die Karte vom Stiefel, so stellt man schnell fest, dass der Weg von Salerno ins 150 Kilometer entfernte Cerignola an Avellino vorbeiführt. Wie jedem Leser bekannt sein dürfte, ist Avellino für Salerno das, was für jeden Schalker die Gelben sind: Der Feind. Daher dachte man sich bei den Behörden, dass sich ein Aufgebot der salernitanischen Polizei an die Reisebusse der Fanszene heften und über den gesamten Weg Präsenz zeigen muss. Natürlich ließen es sich die Beamten auch nicht nehmen, sich an den Eingängen an der Raststätte, an der man pausierte, aufzustellen und so zu demonstrieren, dass man hier auch ja nichts mitgehen lassen sollte. Irgendeine Aufgabe wollte man sich eben selbst auferlegen, um nicht dumm in der Gegend herumzustehen. Blöd nur, wenn man sich als Bulle am Zielort nicht auskennt und die Reisebusse auf einen zwei Meter breiten Feldweg kurz vorm Stadion schickt, auf dem dann der Busfahrer zusehen soll, wie er den Bus wieder gewendet bekommt. Endlich am Parkplatz angekommen, versagte dann auch noch der Shuttle-Bus zum Stadion, was dann die Stimmung bei den anwesenden Ultras von Centro Storico kippen ließ, da sich bereits abzeichnete, dass man das Stadion nicht rechtzeitig erreichen würde. Mit 15 Minuten Verspätung kam man dann am Stadion an und wenigstens hier ließen die Bullen die Gruppe reumütig ohne größere Kontrollen ins Innere des Stadions. Die Stimmung im Stadion war trotz der jämmerlichen Leistung auf dem Platz gut und konnte durchweg eine hohe Mitmachquote verzeichnen. Das Spiel ging aufgrund eines schweren Fehlers von Donnarumma 1:0 verloren und die Mannschaft wurde entsprechend lautstark in die Kabine geschickt.</p>
<p>Der überraschende 3:0 Heimsieg gegen Casarano, bei dem wichtige Punkte eingefahren werden konnten, hat in dieser Ausgabe einen eigenen kleinen Bericht erhalten. Beim Auswärtsspiel bei den verhassten Nachbarn aus Cava de’ Tirreni trennte man sich bei einem durchaus ansehnlichen Kick 1:1 Unentschieden. Aktuell befindet sich Salernitana auf Platz drei der Tabelle mit elf Punkten Abstand auf Platz eins, was eine Tendenz in Richtung der Playoffs statt direktem Aufstieg vermuten lässt. Wer sich schon einmal mit dem Relegationssystem in Serie C beschäftigt hat, wird feststellen, dass dieses kompliziert und langwierig ist. Immerhin überspringt man als Drittplatzierter die Vorrunden und steigt direkt ins Achtelfinale ein, wohingegen man als Viertplatzierter schon die Gruppenphase spielen muss. Bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft in den nächsten Wochen und letzten Spielen bis Mitte April präsentiert, um noch Punkte zu sammeln und sich diesen kleinen Vorteil zu verschaffen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">US Salernitana – Casarano Calcio 3:0 (1:0)</span></p>
<p>So viele Jahre fahre ich nun schon regelmäßig nach Salerno und so viele Jahre schwärme ich davon. Kein Wunder also, dass auch in meiner Familie die Ohren größer wurden, wenn ich wieder mal aus Italien zurückkehrte. Den siebzigsten Geburtstag meines Vaters nahm ich dann zum Anlass, ihm ein Spiel in Salerno zu schenken, damit er sich auch mal selbst von den Erlebnissen überzeugen kann.</p>
<p>Der Gegner war erstmal zweitrangig, die Herausforderung ein Spiel zu finden, was entspannt zu erreichen und sich nicht mit einem Spiel von Schalke beißt, da schon größer. Zum Ärgernis unserer Freunde und in diesem Fall zum Glück für uns, finden in der Serie C einige Spiele unter der Woche statt. Also fix die Flüge, Mietwagen und Unterkunft gebucht und dem völlig überwältigten Vadda zum Geburtstag überreicht. Seine Aussage “ich mache alles mit, also verbringe die Tage wie immer” nahm ich mir dabei gerne zu Herzen.</p>
<p>Wir kamen in den Abendstunden in der Altstadt an, erster Anlaufpunkt ist dort natürlich die Sede von Centro Storico. Ich hatte mich nur einzelnen Leuten angekündigt und so wurden die Augen groß, als wir gut gelaunt an der Tür klopften. Noch größer wurden sie, als sie schnallten, wen ich da mitgebracht habe. Familie wird in Italien bekanntlich groß geschrieben und auch dort ist der häufigste Beginn der Fankarriere, dass der Vater den Sohn mit ins Stadion und in die Kurve genommen hat. Ab diesem Zeitpunkt wurde mein alter Herr dann quasi auf einer Sänfte durch Salerno getragen. Die Begeisterung war riesig, die Fratelli fühlten sich geehrt, mein Vater fühlte sich geehrt, nur ich stand etwas verdutzt daneben und wunderte mich über die Szenerie an diesem Abend.</p>
<p>Der Spieltag wurde gemütlich angegangen, das Wetter spielte zwar nicht so richtig mit und es fuhren leider keine Fähren zur Amalfi Küste. Also hieß es für mich, im Auto Serpentinen fressen. Die Orte sind natürlich inzwischen bekannt, aber nicht minder schön zu besuchen. Lange konnten wir allerdings nicht bleiben, schließlich stand noch ein Spiel am Abend an.</p>
<p>Die Zeit vor dem Spiel verbrachten wir bei Nuova Guardia. Auch hier war die Begeisterung groß und wir wurden wie immer herzlich empfangen. Bereits am Abend zuvor war zu vernehmen, dass das Spiel nicht normal angegangen werden würde. Trotz Platz drei in der Tabelle war die Leistung der Mannschaft zuletzt so schwach, dass es ein „weiter so“ nicht mehr geben würde. Die relevanten Gruppen der Curva Sud Siberiano steckten also die Köpfe zusammen und beschlossen, dass vor dem Anpfiff vor der Haupttribüne zunächst gegen die Leistung von Mannschaft und den weiteren Verantwortlichen protestiert werden sollte. Der erste Treffpunkt war dann eine Pizzeria am Meer, von der es dann zu Fuß zum Stadion und vor die Haupttribüne ging. Hier fanden dann alle Gruppen zusammen (lediglich UMS beteiligte sich nicht am Protest) und hinter dem Transparent mit der Aufschrift „Hai promesso tanto hai promesso tutto Iervolino guarda come ci hai ridotto“ (Übersetzt: Du hast viel versprochen, du hast alles versprochen und jetzt guck wie du uns ruiniert hast, Iervolino) formierten sich lautstark die Ultras. Adressiert war es an den Eigentümer Iervolino der wieder mal viel versprach und davon kaum etwas eingehalten hatte.</p>
<p>Während die Gruppen sich dann nach und nach in der Kurve einfanden, suchten wir unsere Plätze auf der Tribüne. Da Vadda nicht mehr so lange stehen kann, war es auch für mich nun die Premiere, die Curva Sud zum ersten Mal von außen auf einem Sitzplatz zu bewundern und was soll ich sagen, ich war unfassbar von der Lautstärke und Intensität der Kurve überrascht. Wie sehr ich die Lieder auch liebe, hätte ich eben diese Kraft in Sachen Lautstärke gar nicht erwartet. Zumindest habe ich sie bisher aus dem Herzen der Kurve heraus nicht so wahrgenommen.</p>
<p>Wir bekamen in den folgenden 90 Minuten also ein Konzert erster Güte geboten und auch die Mannschaft spielte endlich Mal wieder mit und siegte souverän mit 3:0. Ein Highlight für mich waren zwei kleine Jungs, die sich, mit Schwenkfahne bewaffnet, auf der Tribüne zu jedem Lied völlig austobten. Ab und zu der prüfende Blick nach oben, ob bei Mama oder Papa alles okay ist, ansonsten drehten sie in ihrer eigenen kleinen Ultranachwuchswelt komplett frei. Da geht das Herz auf und ich freue mich, dass auch hier Nachwuchs nachkommt. Ansonsten war das Stadion sehr schlecht besucht, nur 6.200 Tifosi fanden sich auf den Tribünen ein. Lediglich der Unterrang in der Kurve war voll besetzt.</p>
<p>Gäste waren nur ca. 25-30 angereist, eine Fanszene war dabei nicht auszumachen.</p>
<p>Während des Spiels wurden noch Geburtstagsglückwünsche an die verstorbene Celeste gesendet und nach dem Spiel der Mannschaft ein Spruchband mit der Aussage „Indegni“ was so viel wie „unwürdig“ heißt, entgegengehalten. Alles in Ordnung zwischen Mannschaft und Kurve ist also noch längst nicht alles. Aber ein erster Schritt ist vielleicht getan. Nach dem Spiel wurden wir dann klassisch in eine „Fressfalle“ gelockt. Wir waren vom Tag eigentlich völlig platt, als sich ein enger Freund von CS meldete, ob wir nach dem Spiel (Anstoß war 20:30) nicht noch gemeinsam EIN Panini essen wollten. Wir hatten zwar schon ausgiebig am frühen Abend gegessen, aber um auch ihm nochmal Hallo zu sagen, willigten wir ein und freuten uns auf ein kurzes Treffen. Tja, als wir um die Ecke der Sede von CS bogen, schnappte die Falle zu. Die Gruppe war noch fast vollzählig da, wir wurden ins Auto verfrachtet und in ein Restaurant gebracht. Widerstand war zwecklos und bei Bier und Gesangsbegleitung wurde uns ein Vier-Gänge-Menü serviert. Ich schaffte mehr oder weniger drei davon, während mein Vater tapfer durchhielt. Auch in diesen Stunden war er völlig geplättet von der unfassbaren Gastfreundschaft. Dass es danach nicht wieder zurück zum Apartment ging, sondern nochmal in eine kleine Bar für einen Nachtisch, wunderte da schon gar nicht mehr und der Limoncello tat gut daran, diese riesige Menge an Essen zu verdauen. Es war mittlerweile Mittwoch 1:30 Uhr und dass es um diese Uhrzeit frisch gebackenes Gebäck gibt, ist da eher bemerkenswert.</p>
<p>Glücklich fielen wir dann wenig später endlich in die Federn und mussten erstmal das Erlebte verdauen. Der Mittwoch fiel dann leider sprichwörtlich ins Wasser. <br />Es regnete in Strömen, aber dennoch konnte etwas Touri-Programm abgespult werden und die Tage fanden bei einem großartigen Essen ihr Ende.</p>
<p>Vielen Dank für die abermals großartige Gastfreundschaft.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Wie angekündigt startet in dieser Ausgabe die Interviewreihe mit der Gruppe Comandos Azules vom Verein Millonarios </em><em>FC aus Bogotá in Kolumbien.</em></p>
<p><em>Es war und ist uns eine große Ehre, dass sich die ansonsten eher verschlossenen Mitglieder die Zeit genommen und </em><em>unsere Fragen beantwortet haben. Das Interview ist sehr ausführlich geworden und wird sich insgesamt über drei </em><em>Ausgaben erstrecken.</em></p>
<p><em>Beim Lesen der Zeilen werden euch nicht nur einmal die teilweise extremen Unterschiede zwischen Deutschland </em><em>und Kolumbien auffallen, nicht nur im Stadion, sondern in allen Bereichen des Lebens. Behält man die verschiedenen </em><em>Lebensrealitäten im Hinterkopf, macht das dieses Interview um so interessanter.</em></p>
<p><em>Viel Spaß beim Lesen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interview Comandos Azules (Millonarios FC) Teil 1</strong></span></p>
<p><strong>Vielen Dank, dass ihr dieses Interview angenommen habt. Zum Einstieg: Kannst du dich und die </strong><strong>Gruppe Comandos Azules bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Mein Name ist Pai, ich bin Ansprechpartner der Gruppe Kilombo Norte, die zu den Comandos Azules gehört. Ich bin 42 Jahre alt und seit 30 Jahren Mitglied der Barra.</p>
<p>Die Comandos Azules sind die repräsentativste Fangruppierung in ganz Kolumbien und ich bin seit 27 Jahren aktives Mitglied dieser Bewegung innerhalb eines engagierten Kernteams.</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass im Jahr 1992 die Gruppe Comandos Azules gegründet wurde? Hat der Name </strong><strong>etwas mit dem argentinischen Actionfilm zu tun, der zwölf Jahre zuvor erschienen ist? Und wie ist </strong><strong>das Logo mit dem Totenkopf und der Nummer 13 entstanden? </strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Die Idee, die du ansprichst, ist nachvollziehbar, aber der Name selbst wurde, zumindest aus unserer Sicht, nicht direkt aufgrund des Films gewählt, auch wenn einige Leute damals diesen Film als Referenz im Kopf hatten. Unter den ersten prägenden Mitgliedern und Wortführern der Bewegung waren damals Beto, Manrique, Morón, Tobi, Rasguños, Corti, Dog y La Bruja. Das waren sozusagen die „alten Hasen“, die Veteranen der ersten Stunde.</p>
<p>Die Totenkopf-Symbolik wurde schon früh übernommen und ist bis heute zentral. Sie steht symbolisch für die Treue zu Millonarios, bis über den Tod hinaus. Auf dem allerersten Mitgliedsausweis stand zum Beispiel der Satz: „Gültig auch nach dem Tod.“ Die Calavera (Totenkopf) war also von Anfang an das Symbol der Bewegung.</p>
<p>Etymologisch steht der Totenkopf für die Ewigkeit des Seins – denn auch nach dem Tod bleibt die Identifikation mit dem Verein bestehen.</p>
<p><strong>Wie war die Situation auf der „Lateral Norte“ (Nordtribüne), als ihr euch entschieden habt, die </strong><strong>Gruppe zu gründen?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Früher, oder besser gesagt, als wir beschlossen haben, uns als Gruppe, als Parche, zu organisieren, war das eher aus dem Bedürfnis der „Barra“ heraus, all die Leute zu identifizieren, die damals dabei waren. Es waren viele, Millonarios war zu der Zeit sehr angesagt. In einer Generalversammlung wurde dann versucht, die Leute aus den verschiedenen Zonen zusammenzubringen.</p>
<p>Es herrschte damals kein besonders angespannter Zustand. Es gab zwar territoriale Streitigkeiten oder Machtkämpfe innerhalb der „Barra“, aber diese Konflikte waren noch nicht so festgefahren oder in Stein gemeißelt. Es gab zwar Gründer und Führungspersönlichkeiten, aber wir teilten nicht unbedingt ihre Denkweise oder wollten uns nicht von ihnen vereinnahmen lassen.</p>
<p>Deshalb verstanden wir uns klar als Gegenpol zu den sogenannten „Ratas“ – also zu jenen Personen, die inner halb der eigenen Fanszene andere Millonarios-Anhänger bestahlen. Es waren weder loyale Fans noch organisierte Profikriminelle, sondern Einzelne, die gezielt Gelegenheiten zum Diebstahl nutzten. Diese Mentalität widersprach unserem Verständnis von Zusammenhalt und gegenseitigem Schutz, weshalb wir sie nicht tolerieren wollten.</p>
<p>Innerhalb der „Barra“ führte das immer wieder zu Spannungen. Nach einem Vorfall auf einer Auswärtsreise, bei dem wir selbst bestohlen wurden, kam es zu einer direkten Konfrontation und wir gingen entschieden dagegen vor. Zwar wurde niemand schwer verletzt, doch es gab Zusammenstöße. Mit einigen Gruppen suchten wir später das Gespräch, mit anderen kam es zur Versöhnung. Insgesamt herrschte eine angespannte Ruhe – doch die Ereignisse legten den Grundstein für spätere Konflikte.</p>
<p><strong>Sprechen wir über die Gegenwart: Wie seid ihr aktuell organisiert? Gibt es ein formelles Mitgliedssystem?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Ein formelles Mitgliedssystem im klassischen Sinne gibt es nicht, aber es existiert eine klare und strukturierte Organisation. Es gibt eine Leitungsebene, die man „diligencia“ nennt. Sie führt den jeweiligen Parche (die Untergruppe). Darunter folgen die „Jefes de Parche“, also die Verantwortlichen für jede Gruppe innerhalb eines Stadtteils oder Viertels.</p>
<p>Wir selbst gehören zum Parche La Kilombo Norte, der die Zone 1 und Usaquén repräsentiert. Unsere Struktur besteht aus einem „Jefe de Parche“ (Chef) und einer Art Vorstand, der sich regelmäßig abstimmt. Wöchentliche Treffen sind üblich. Dort wird über Choreografien, Auswärtsfahrten und kommende Veranstaltungen gesprochen.</p>
<p>Innerhalb der größeren Organisation der Barra gibt es eine Präsidentschaft, also einen Präsidenten, der die Kommunikation mit den anderen Führungspersonen übernimmt. Diese Präsidentschaft legt die Strategien und Richtlinien fest, denen sich alle Parches bei jedem Spiel anschließen.</p>
<p>In Kolumbien ist die Struktur etwas anders als in vielen anderen Ländern: Die Gruppen sind landesweit organisiert und nicht nur auf die Hauptstadt Bogotá beschränkt. Es existieren in zahlreichen Städten eigene Zusammenschlüsse und „Parches“, die jeweils regional verwurzelt sind.</p>
<p>So gibt es in Bucaramanga beispielsweise Gruppen wie La Decadencia de Bucaramanga oder in Cali die Forza Afuera. In Medellín bestehen mehrere kleinere Parches, etwa Familia Azul oder Medellín Azul. Aus unserer Sicht gehören diese Zusammenschlüsse jedoch alle zur gemeinsamen Struktur der Comandos Azules in Medellín, auch wenn sie zahlenmäßig kleiner sind. Entscheidend ist weniger ihre Größe, sondern die gemeinsame Identität und Zugehörigkeit innerhalb der landesweiten Organisation.</p>
<p>Der Unterschied zu anderen Barras in Kolumbien ist, dass sie oft deutlich mehr Sektionen oder Untergruppen haben. In Bogotá gibt es vier gegnerische große Barras, von denen zwei direkt aus der Stadt selbst stammen.</p>
<p><strong>Wie sieht euer Alltag aus? Habt ihr Treffpunkte oder feste Orte in Bogotá oder anderen Städten Kolumbiens? Gibt es bestimmte Tage in der Woche, an denen ihr euch trefft?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Ja, unser Alltag ist nicht unbedingt gewöhnlich. Zumindest für diejenigen von uns, die aktiv in der Barra involviert sind. Die meisten von uns arbeiten nicht im klassischen Sinn in einem Büro oder in einem festen Job, sondern sind in sozialen und politischen Projekten tätig. Wir arbeiten eng mit Institutionen, Stadtverwaltungen und verschiedenen Regierungsstellen zusammen, die uns bei Integrations- und Gemeinschaftsprojekten unterstützen.</p>
<p>Unsere Vision ist es, langfristig Mitglieder unserer Organisation in politische Positionen zu bringen. Etwa als Ratsmitglieder oder Abgeordnete, um gesellschaftlich aktiver Einfluss nehmen zu können.</p>
<p>Wir sind in verschiedenen Stadtteilen präsent und es gibt auch Trainings- und Bildungsangebote, sogenannte „escuelas de formación“. Uns ist bewusst, dass Kolumbien ein fußballverrücktes Land ist. Auch wenn es in anderen Sportarten wie der Formel 1 oder im Radsport ebenfalls große Erfolge gab. Trotzdem meiden viele den Fußball wegen der damit assoziierten Gewalt. Gerade in den 90ern und Anfang der 2000er wurden wir in den Medien sehr negativ dargestellt. Wer ins Stadion ging oder ein Trikot trug, wurde schnell als kriminell abgestempelt.</p>
<p>Ein wesentlicher Teil unserer sozialen Arbeit besteht darin, diesen Stigmata entgegenzuwirken. Wir bauen auf etwas, das wir “cultura futbolera” nennen. Das ist eine Art sozialer und kultureller Leitfaden, den wir in allen Vierteln einsetzen, um unsere Identität als Fans zu stärken.</p>
<p>Dazu gehören zum Beispiel sogenannte „ollas futboleras“ – soziale Kochtreffs –, bei denen gemeinsam gekocht und Essen verteilt wird. Auch kulturelle und soziale Veranstaltungen wie Halloween für Kinder, Weihnachtsaktionen oder Nachbarschaftsfeste gehören dazu. Das ist alles Teil eines kulturellen und politischen Aufbaus, mit dem wir unsere Präsenz im Viertel stärken wollen.</p>
<p>Natürlich gibt es auch die Realität der Gewalt im Fußballumfeld. Wir suchen diese Gewalt nicht, aber wir ignorieren sie auch nicht. Wenn wir auf gegnerische Gruppen treffen, kann es zu Auseinandersetzungen kommen, vor allem, wenn Reviergrenzen verletzt werden.</p>
<p>Von unserem Parche sind die Treffpunkte in Bogotá vor allem zwei zentrale Parks: der Parque Villa del Prado und der Parque del Éxito (auf der 170). Jedes Parche hat in seinen Barrios Parks, die mit Wandmalerungen markiert sind. Ein paar Kreuzungen südlich von unserem Park gibt es zum Beispiel den Treffpunkt einer Gruppe von Nacional Medellin. Ein paar Kreuzungen westlich den Treffpunkt eines Parches von Santa Fe. In unseren Parks halten wir unsere regelmäßigen Versammlungen ab. Diese Parks sind symbolisch für unsere Gruppe, genauso wie andere Gruppen ihre eigenen Treffpunkte haben.</p>
<p>Obwohl es früher häufiger zu Straßenschlägereien kam, ist das heute nicht mehr unser Fokus. Wir versuchen, friedlich präsent zu sein, aber wenn es zu Grenzüberschreitungen kommt, folgt meist eine direkte Reaktion.</p>
<p><strong>Wie ist das Verhältnis zu anderen Barras von Millonarios? Zum Beispiel ist bekannt, dass es im Stadion </strong><strong>irgendwann physische Auseinandersetzungen mit der Barra „Blue Rain“ gab …</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Das Verhältnis zu anderen Barras ist kompliziert. Unsere Gruppe war immer Teil der internen Spaltungen innerhalb der Barra, insbesondere von Anfang an mit Konflikten gegenüber den ersten Führungspersönlichkeiten. Seit jeher sind wir Teil des Kerns von Comando Azul und deshalb waren wir auch bei fast allen internen Auseinandersetzungen direkt an vorderster Front beteiligt. Sei es gegen Blue Rain, gegen GR oder andere Gruppen.</p>
<p>Viele dieser Konflikte entstanden, weil wir mit der Art und Weise, wie andere Gruppen geführt wurden, nicht einverstanden waren. Da wir ihre Strukturen nicht unterstützen wollten und anders dachten, kam es zwangsläufig zu Reibungen und handfesten Streitigkeiten. Wir haben dabei immer gezeigt, dass wir eine geschlossene, starke Einheit sind, auch wenn sich das manchmal gegen andere Gruppen derselben Fangemeinde richtete.</p>
<p>Heute ist die Organisation sehr stark. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob sie stärker ist als früher, aber wir sind überzeugt, dass die derzeit 87 Parches, die die Organisation bilden, ein nie dagewesenes Engagement gegenüber der „Calavera“ (dem Totenkopf als Symbol der Gruppe) zeigen. Gleichzeitig besteht die offizielle Führung der Barra nur aus elf Parches, was in manchen Situationen als ausschließend oder nicht vollständig repräsentativ wahrgenommen wird.</p>
<p>Mit einigen Gruppen – zum Beispiel La Vagancia, Comando Terror Sur, La Temible Fundación oder den Gruppen aus Chapinero – verbindet uns ein brüderliches Verhältnis. In möglichen Konfliktsituationen wissen wir genau, auf wen wir uns verlassen können – und auf wen nicht.</p>
<p>Natürlich gab es in der Vergangenheit auch Auseinandersetzungen, teils heftig. Insbesondere vor etwa zehn Jahren war das Konfliktniveau deutlich höher. Heute ist die Lage etwas ruhiger, aber es gibt immer wieder Spannungen und man muss vorsichtig sein, besonders wenn es um Symbole wie das Trikot geht. Man sollte wissen, mit wem man es zu tun hat.</p>
<p><strong>Anders als in Deutschland, wo soziale Netzwerke oft kritisch gesehen werden, nutzt ihr sie sehr </strong><strong>aktiv und habt sogar Accounts mit Hunderttausenden von Followern. Wie wichtig ist für euch die </strong><strong>Kommunikation über diese Kanäle? Habt ihr Regeln, was gepostet werden darf und was nicht?</strong></p>
<p><strong>Comandos Azules:</strong> Soziale Netzwerke sind für uns zwar nicht flächendeckend professionalisiert, aber wir haben durchaus viele Follower, darunter auch Menschen aus dem Ausland. In Kolumbien ist die Zugehörigkeit zu einer Barra in sozialen und beruflichen Kontexten oft negativ behaftet. Viele Familien oder Arbeitgeber sehen das als problematisch.</p>
<p>Deshalb nutzen wir die Netzwerke bewusst, um ein anderes Bild zu zeigen. Wir wollen die positive Seite hervorheben: die „Cultura Futbolera“, unsere sozialen Projekte, unser Engagement im Viertel und auch unsere politische Arbeit. Die offiziellen Medien verbreiten oft ein verzerrtes Bild, weshalb es wichtig ist, unsere Realität sichtbar zu machen.</p>
<p>Wir veröffentlichen Inhalte über Wandmalereien, soziale Aktionen, politische Begleitung und andere kulturelle Aktivitäten in den Stadtteilen. Unser Ziel ist es, ein klares, positives Image aufzubauen. Dabei achten wir darauf, keine sensiblen Informationen oder Gesichter ohne Zustimmung zu zeigen – etwa bei Geburtstagsfeiern oder Tribünenaufnahmen.</p>
<p>In Bezug auf Sicherheit ist Kolumbien noch weniger streng überwacht als Länder wie Deutschland. Dort gibt es bereits biometrische Kameras und klare Identifikation von Fans, hier hingegen ist vieles noch nicht vollständig reguliert. Das bedeutet aber auch, dass man nicht anonym bleibt. Die Behörden kennen viele unserer Mitglieder, weil sie zum Beispiel in Stadtverwaltungen arbeiten und registriert sind.</p>
<p>Wir wissen, dass es nicht mehr möglich ist, sich zu verstecken. Die Institutionen haben Namen, Adressen und Telefonnummern. Deshalb gilt: Wenn wir etwas posten, dann ohne identifizierbare Gesichter, gerade um rechtliche Probleme zu vermeiden. In Deutschland gibt es eine konsequent angewandte Sportgesetzgebung, bei uns in Kolumbien ist das noch nicht so ausgeprägt.</p>
<p>Andersherum, bekommt man hier aber auch zehn Jahre Haft, wenn man mit einem Trikot jemanden verletzt, aber gar nichts, wenn es ohne Trikot passiert. Dieses Ungleichgewicht ist einer der Gründe, warum wir langfristig politisch aktiv sein wollen, um solche Ungerechtigkeiten mitzugestalten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Köln:</strong> Auf dem Weg zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart wurde ein Großteil der aktiven Fanszene auf einer Raststätte von der Polizei gestoppt und eingekesselt. Die Staatsmacht riegelte den Rasthof ab, durchsuchte die Busse und untersagte den Kölnern anschließend die Weiterfahrt. Begründet wurde dies mit einem möglichen Aufeinandertreffen mit Anhängern aus Mönchengladbach. Ihnen wurde dadurch ein Betretungsverbot für Stuttgart ausgesprochen. Als ,,Alternative’’ besuchte die aktive Szene stattdessen das U21-Spiel des 1. FC Köln.</p>
<p><strong>Bochum:</strong> Auch bei der Partie zwischen dem VfL Bochum und dem SC Paderborn blieb der Gästeblock leer, weil die aktive Szene aus Paderborn von der Polizei bereits vor dem Anpfiff an der Anreise gehindert wurde. Die Paderborner hatten ihren ursprünglichen Reiseplan geändert und tauchten in Bochum-Gerthe auf, von wo aus sie zum Stadion laufen wollten. Aufgrund einer polizeilichen Gefahrenprognose, die von einer möglichen Auseinandersetzung mit Anhängern aus Bochum ausging, stoppten die Bullen die Gruppe und schickten sie zurück. Auch hier wurde ein ,,alternatives’’ Programm gewählt und so besuchte die Szene das Heimspiel der U23.</p>
<p><strong>Frankreich:</strong> Die aktive Szene von Olympique Marseille protestiert derzeit gegen deren Vereinsführung. Beim Heimspiel gegen Racing Straßburg machten die Anhänger ihrem Frust über die sportliche Krise und die Klubführung mit einem koordinierten Protest Luft. Teile der Kurven blieben zunächst leer, der Einlass wurde bewusst verzögert und das Team schon beim Aufwärmen ausgepfiffen. Die Szene aus Marseille betrat erst zur 15. Spielminute das Stadion. Zahlreiche Banner richteten sich direkt gegen den Besitzer Frank McCourt und die Vereinsführung. Hintergrund der Proteste sind die anhaltende Erfolglosigkeit sowie der kürzliche Trainerwechsel nach dem Aus von Roberto De Zerbi. Als Marseille auch dieses Spiel nach Führung verlor, versuchten die Anhänger in den Innenraum vorzudringen, um Verantwortliche zur Rede zu stellen. Der Protest verdeutlichte die tiefe Entfremdung zwischen Fans und Vereinsführung.</p></div>
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		<title>Ausgabe 08+1: 1. FC Kaiserslautern</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_27 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_28 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">2. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_29 et_pb_bg_layout_light" href="#blickindiekurve">3. Blick in die Kurve</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_30 et_pb_bg_layout_light" href="#ode">4. Eine Ode an die Fanzines</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_31 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>willkommen zum ersten Heimspiel in 2026. Wir hoffen, ihr hattet eine erholsame Winterpause und seid hoch motiviert, heute die ersten drei Punkte der Rückrunde einzufahren. Findet ihr in der ersten Ausgabe eines neuen Kalenderjahres ansonsten immer einen üppigen Rückblick auf die Winterpause, entfällt dieser Teil dieses Mal in Gänze. Schlichtweg, weil es nichts zu berichten gibt. Die Mannschaft ist in den heimatlichen Gefilden geblieben und das einzige Testspiel wurde aufgrund der Wetterbedingungen ins Parkstadion verlegt. Zuschauer wurden zu diesem Spiel ausgeschlossen, sodass es auch an dieser Stelle leider keinen Spielbericht gibt.</p>
<p>Der Start ins Fussballjahr 2026 war am vergangenen Wochenende leider so ganz und gar nicht von Erfolg gekrönt. Bereits während der Hinfahrt waren wir Schikanen der Staatsmacht ausgesetzt. Schlussendlich war dies leider kein Vergleich dazu, was uns in Berlin erwartete. Deutlich schlimmer hat es allerdings die Heimfans erwischt. Aufgrund roher Polizeigewalt entschied sich die aktive Fanszene von Hertha, nach wenigen Minuten ihre Kurve zu verlassen. Wir solidarisierten uns, indem wir auf Support verzichteten. Alles weitere hierzu findet ihr im Spielbericht sowie in der gemischten Tüte. Bleibt zu hoffen, dass dies kein Vorgeschmack auf die restliche Spielzeit war.</p>
<p>Mit dem 1.FC Kaiserslautern erwartet uns heute ein Gegner, der im Aufstiegsrennen mitmischen möchte. Der deutliche Sieg gegen den direkten Kontrahenten Hannover 96 am vergangenen Spieltag hat dies unterstrichen. Um von Minute 0 an unserer Mannschaft die volle Unterstützung mitzugeben, wird es heute erneut eine Choreographie in der Nordkurve geben. Durch die zahlreichen Choreos in der Hinrunde sollte es ein Selbstläufer werden. Da aber Routine auch immer anfällig für Fahrlässigkeit ist, gilt es für jeden Königsblauen, aufmerksam den Choreoflyer zu lesen und die Anweisungen zu befolgen. Nur gemeinsam kann das gewünschte Bild in die Nordkurve gezaubert werden.</p>
<p>Auf geht’s in ein erfolgreiches Jahr 2026 – Rock on Nordkurve Gelsenkirchen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; 1. FC Nürnberg, Verein für Leibesübungen e.V. 1:0 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vor dem Spiel</strong></span></p>
<p>Nach dem Auswärtssieg in Düsseldorf stand das Heimspiel gegen unsere Freunde an. Wir trafen uns frühzeitig, um uns gemeinsam auf die Partie einzustimmen und schon mit dem ein oder anderen Nürnberger anzustoßen.</p>
<p>Zu Ehren der Freundschaft zeigte die Nordkurve Gelsenkirchen eine Wechselchoreografie. Mit blauen und weißen Ponchos wurde zunächst über die gesamte Kurve hinweg das Schalker Vereinswappen dargestellt. Auf Kommando formten anschließend hochgehaltene Pappen in rot schwarz und weiß das Wappen des 1. FCN. Der blitzschnelle Wechsel inklusive des Übergangs zum Oberrang funktionierte reibungslos und erzeugte innerhalb weniger Sekunden zwei völlig unterschiedliche Bilder.</p>
<p>Abgesehen von kleinen Schönheitsfehlern am Übergang kann das Ergebnis absolut überzeugen. Dass ein derart komplexes Motiv in der Stehplatzkurve umgesetzt werden konnte, ist vor allem der Disziplin jedes einzelnen Schalkers zu verdanken. Perfektioniert wurde der Wechsel durch das Kommando „F-C-N“, bei dem synchron von Ponchos zu Pappen gewechselt wurde. Bis kurz vor der Halbzeit blieben die Ponchos an, sodass unser Wappen die komplette erste Spielhälfte die Kurve zierte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordkurve Gelsenkirchen</strong></span></p>
<p>Sichtlich gepusht starteten sowohl Mannschaft als auch Kurve gut in die Partie. Besonders die Wechselgesänge mit dem Oberrang und der Südkurve wurden gut angenommen.</p>
<p>Das Spiel flachte jedoch schnell ab und blieb, abgesehen von einer Torchance durch Karaman, in der ersten Hälfte ohne größere Höhepunkte. Auch die Nordkurve ließ nach und konnte lautstärketechnisch erstmal nicht mehr überzeugen.</p>
<p>Umso besser startete unsere Elf dann in Hälfte zwei: Mit der ersten Chance konnte Vitalie Becker zum 1:0 einschieben. Danach übernahmen eher die Gäste mehr Spielanteile. Mit einem „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ wurden nochmal alle Schalker animiert, was auch ganz gut gelang. Die folgenden Gesänge wurden deutlich besser getragen, so dass es in der umkämpften Schlussphase nochmal laut wurde. So gelang es unserem Team, vor allem durch starke Paraden von Karius, die Führung über die Zeit zu bringen und die Herbstmeisterschaft einzutüten.</p>
<p>Alles in allem zeigte die Nordkurve Gelsenkirchen einen durchwachsenen Auftritt und passte sich damit weitestgehend dem Spielverlauf an. Laut wurde es nur in der Schlussphase.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegner</strong></span></p>
<p>Im Gästeblock starteten die rund 5.000 mitgereisten Nürnberger optisch und akustisch ordentlich in die Partie. Auf das ganze Spiel gesehen kann man sagen, dass sie schon bessere Gastauftritte bei uns hatten. In der zweiten Halbzeit zeigten unsere Freunde noch ein gesprühtes Spruchband anlässlich des 150-jährigen Stadtjubiläums – Danke hierfür!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Freunde</strong></span></p>
<p>Neben unseren Freunden im Gästeblock hatten wir eine größere Abordnung aus Skopje zu Gast.</p>
<p><strong>Eintracht Braunschweig GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e. V. 2:1 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vor dem Spiel</strong></span></p>
<p>Wie es für einen Sonntagmittag zu erwarten war, konnten unsere Busse pünktlich das Eintracht-Stadion in der Löwenstadt ansteuern. Mit der großen Nordkurve Gelsenkirchen Fahne im Gepäck und dem Aufkleber-Schriftzug „Ultras Gelsenkirchen – Sektion Stadionverbot“, der über alle Plexiglasscheiben des Gästebereichs verteilt wurde, ergab der Block ein gutes Bild.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nordkurve Gelsenkirchen</strong></span></p>
<p>Insgesamt betrachtet lieferte die Nordkurve einen schwächeren Auftritt ab, was vor allem an einigen Ausfällen in der zweiten Halbzeit lag. Als frischgebackener Herbstmeister muss es die Aufgabe jedes Einzelnen sein, auch in schwächeren Phasen des Spiels oder gar bei Rückständen eine Schüppe draufzulegen und wirklich alles rauszuhauen.</p>
<p>In der ersten Halbzeit konnten die ein oder anderen Lieder gerade zu Beginn noch überzeugen. Positiv in Erinnerung geblieben ist zudem der Wechselgesang „FC Schalke mein Verein“, der in langgezogenen Blöcken gut funktioniert. Ansonsten passte sich die Nordkurve leider immer mehr dem ereignisarmen Spielverlauf an. Nach dem ersten Gegentreffer wurde es in der zweiten Hälfte in Sachen Lautstärke dann nicht besser und das große Aufbäumen in der Schlussphase blieb leider aus.</p>
<p>Mit dem Spruchband „Endlich wieder der Stolz der Stadt“ bedankten wir uns nach dem Spiel lautstark bei der Mannschaft. Mit einem solchen Erfolg in der Hinrunde haben sicherlich die Wenigsten gerechnet. Umso mehr gilt es in der Rückrunde, gerade in kleineren Auswärtsblöcken und bei vielen erwartbar schweren Spielen völlig auszurasten und alles zu geben. An dieser Stelle gilt es auch, an unsere Stadionverbotler zu denken, denen das Ausrasten, die Emotionen und die gemeinsame Zeit im Block weiter verwehrt bleiben werden. Haltet durch! Wir werden siegen!</p>
<p>Auf dem Rückweg stieg noch einmal kurzzeitig der Adrenalinspiegel, als man in einer Baustelle plötzlich neben der Bulli-Kolonne der Aachener stand, die ihr Gastspiel in Havelse hatten. Da diese aber keine Anstalten machten den nächsten Parkplatz anzusteuern, verlief auch die Rückreise so ereignislos wie der restliche Tag und man erreichte Gelsenkirchen relativ zeitig.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gegner</strong></span></p>
<p>Anlässlich des 130-jährigen Vereinsjubiläums wenige Tage zuvor führte die Südkurve eine in der Ausführung gelungene Choreo durch, welche ein hochgezogenes Foto der Gründerpersonen zeigte und durch Spruchbänder ergänzt wurde. Akustisch konnte man die Heimkurve bis auf in der Schlussphase des Spiels nicht vernehmen. Nur in wenigen Momenten schwappte die konstant optisch gute Bewegung aus der Mitte auf andere Bereiche über, sodass man hier nicht von einer echten Weiterentwicklung sprechen kann.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Freunde</strong></span></p>
<p>Vielen Dank an Mönchengladbach für die erneute Unterstützung!</p>
<p><strong>Hertha BSC GmbH &amp; Co KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:0 (0:0)</strong></p>
<p>Die Winterpause ist vorbei, die Rückrunde startet mit einem Topspiel in der Bundeshauptstadt, wir grüßen von der Tabellenspitze und ein großer Tross reisefreudiger Schalker macht sich auf den Weg nach Berlin, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Klingt eigentlich nach dem perfekten Fußballabend. Wie gesagt, eigentlich…</p>
<p>Bereits vor der Winterpause versuchte die Polizei uns, aufgrund von Vorkommnissen in der Vergangenheit, bei unseren Anreisen nach Münster und Düsseldorf an den Bahnhöfen in große, vorbereitete Kontrollen laufen zu lassen. Bisher hatten wir immer die Möglichkeit, diese umgehen zu können. Dieses Mal klappte es leider nicht und wir sollten uns mit Betreten des Hauptbahnhofs in Bochum einer Kontrolle durch die Polizei unterziehen, bei der unter Berufung auf den „besonders zu schützenden Raum Bahnhof“ jeder durchsucht wurde. Im Zuge dieser wurden einige Leute kurzzeitig festgenommen und aufgrund des Verdachts, an in der Vergangenheit liegenden Vorkommnissen beteiligt gewesen zu sein, Personalien aufgenommen sowie die Weiterreise per Zug untersagt. Auch während der nachfolgenden Zugfahrt wurden weitere Personalien aufgenommen, obwohl bereits vorher die Kontrolle stattgefunden hatte. Auch hier endete für die Betroffenen die Fahrt.</p>
<p>In Berlin angekommen, erwartete uns das wohl größte Bullenaufgebot, das wir jemals bei einem Fußballspiel gesehen haben. Nahezu jede Einheit aus dem Bundesland war vertreten, erwartete uns gespannt und nutzte ab Betreten des Bahnsteiges jede Möglichkeit der Provokation und Konfrontation. Durchgängige Beleidigungen, Schubsen und Wegstoßen, gefolgt von Aufbäumen und dem Wunsch, sich heute „mal richtig hauen zu können“. Ja, es ließ sich erahnen, was uns heute erwarten würde. Unmittelbar mit dieser Gangart der Bullen konfrontiert und der vielen Erfahrungen, die wir in den zurückliegenden Jahren, auch international, sammeln durften, wussten wir, dass man heute nicht selber der Auslöser sein muss, damit es richtig knallt.</p>
<p>Dass die Bullen bereits einen Schritt weiter waren und hinter der Heimkurve ordentlich herumwirbelten und viele, auch unbeteiligte Fußballfans krankenhausreif prügelten, erfuhren wir während unseres Einlasses am Stadion über die Presse bzw. die sozialen Medien. Auch wir erlebten einige Minuten später noch einmal die volle Breitseite Hass der Polizei auf Fußballfans. Während wir die Kartenkontrolle mit unserem Material am Blockeingang passierten, prügelten die Beamten plötzlich ohne Auslöser grundlos auf unsere Leute ein und jagten diese bis zu den Treppenaufgängen innerhalb des Blocks herunter. Dabei stürzten einige Fans, die zu dieser Zeit lediglich am Rand sowie an den Kiosken standen. Auch hier ist es nur der eigenen Besonnenheit zu verdanken, dass es nicht noch einmal eskaliert ist. Über den Auslöser und den Verlauf jeder Auseinandersetzung lässt sich immer diskutieren, jedoch darf es niemals sein, dass Polizisten im Dienste des Staates Eskalationen provozieren, diese vorantreiben, Unbeteiligte verletzen und so vorgehen, wie sie es an diesem Tage getan haben.</p>
<p>Aufgrund der Vorkommnisse hinter der Heimkurve machte sich schnell die Information breit, dass die Ostkurve rund um die aktiven Gruppen heute nicht mehr supporten wird. Zwar zeigte diese eine optische Aktion mit Pappen und Blockfahne, die das Ostkurve Hertha BSC Logo zierte, in Gedenken an den vor zwei Jahren verstorbenen Hertha-Präsidenten und ehemaligen Vorsänger Kay Bernstein, packte unmittelbar danach jedoch das gesamte Material ein und verließ das Stadion unter Protest gegen den Polizeieinsatz. Auch wir verzichteten in diesem Zuge auf den aktiven Support und verhielten uns solidarisch mit den Berlinern. Nur zu gut erinnern sich auch auf Schalke viele an den Polizeieinsatz beim Heimspiel gegen Saloniki, bei dem die Bullen wegen einer Fahne unsere Kurve stürmten und nahezu jeden, der im Weg stand, attackierten und veletzten. Es gibt Dinge, die man so schnell nicht vergisst, eines davon sind Erlebnisse. Nach solchen Ereignissen einfach „weiter zu machen“ und „sein Ding abzuspulen“ widerstrebte nicht nur unseren eigenen Moralvorstellungen, sondern auch denen der anderen Schalker im Gästeblock. Nicht nur wir hätten an diesem Tage gerne 100 Prozent gegeben und mit den anderen tausenden von Schalkern, die ebenfalls die vielen Kilometer nach Berlin auf sich genommen haben, den Gästeblock richtig abgerissen. Auch uns schmerzt der Gedanke daran, dass wir mit lautstarkem Support vielleicht doch noch die ein, zwei oder drei Prozent mehr aus der Mannschaft hätten herauskitzeln und doch noch den Lucky Punch erzwingen könnten. Jedoch gibt es Dinge, die in gewissen Momenten über dem Ganzen stehen. Eines dieser Dinge ist die Solidarität mit schwer verletzten Menschen durch massive und überzogene Polizeigewalt, egal auf welcher Seite. Und das mit Wirkung: Noch während des Spiels war der gemeinsame Stimmungsverzicht Fokusthema der Kommentatoren sowie der Medien jeglicher Art, weshalb die Aufmerksamkeit für die ganze Sache ins Zentrum der Öffentlichkeit gerutscht ist. Bestenfalls werden dadurch zukünftig solche Einsätze der Polizei noch kritischer hinterfragt und finden irgendwann, ganz vielleicht, endlich ein Ende.</p>
<p>Neben dem ganzen Drumherum sollte auch noch Fußball gespielt werden. Dies war, ohne Support, eine ganz andere Erfahrung. Die Berliner spielten über 90 Minuten ansehnlichen Fußball, Schalke hingegen zeigte sich unkonzentriert, defensiv überfordert und kreierte nach vorne keine Chancen. Lediglich ein Torschuss im gesamten Spiel war das Produkt des Ganzen. Nur aufgrund der starken Leistung von Karius endete die Partie mit 0:0, wir konnten einen Zähler einsammeln und, aufgrund der Ergebnisse unserer Verfolger am Ende des Spieltags, den Vorsprung sogar noch um einen Punkt ausbauen.</p>
<p>Nach dem Spiel verabschiedeten wir die Mannschaft und machten uns auf den Heimweg. An der übertriebenen Polizeipräsenz, die uns begleitete, änderte sich eben so wenig, wie an den Provokationen der Cops. Scheinbar war noch nicht genug passiert, um die eigenen Einsatzstunden zu rechtfertigen. An den Treppen zur S-Bahnstation kam es dann abermals zu grundlosen körperlichen Angriffen von Polizisten auf Schalker, bei denen einige durch die Beamten die große Treppe heruntergestoßen wurden. Durch die Panik, die das Ganze auslöste, stürzten viele Fans übereinander. Die Polizei begleitete dies weiterhin mit Tritten, Schlägen und weiteren Festnahmen. Auch wenn man glaubt, im Fußball schon alles gesehen zu haben, schafften es die Berliner Bullen das Ganze noch einmal auf eine neue Ebene zu heben.</p>
<p>Was bleibt, ist eine intensive Auswärtsfahrt, mit einem glücklichen 0:0 für unsere Mannschaft, Worte des Danks an unsere Freunde aus Nürnberg und Italien für die Unterstützung und ein unterirdisches und moralisch-menschlich nicht akzeptierbares Verhalten der Polizei Berlin.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Noch im letzten Jahr gastierten unsere Freunde vom FCN in unserem heimischen Stadion. Wie auch die anderen Duelle in diesem Jahrtausend auf Schalke, gewann der S04! Einen ausführlichen Bericht zu diesem Spiel findet ihr ein paar Seiten weiter vorne.</p>
<p>Zum Jahresabschluss empfing der 1. FC Nürnberg das Team aus Hannover. Vor dem Spiel gab es in den Stimmungsblöcken neun &amp; elf ein kleines Intro zu sehen. Neben roten und schwarzen Fahnen und der Sektion Stadionverbot-Fahne in der Mitte, las man vorne “Freiheit für alle Glubbfans”. Im Nachbarblock sieben sah man rot-schwarze Fahnen und das Banner aus den letzten Jahren: “Frohe Weihnachten an alle inhaftierten Glubbfans!”. Anlässlich des sechsten Todestages zeigte man ein Spruchband für Drüse &#8211; an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die anhaltende Anteilnahme! Der Glubb gewann das Spiel mit 2:1 und überwinterte mit 22 Punkten auf Platz acht.</p>
<p>In der Winterpause hatte Nürnberg lediglich ein Testspiel, welches sie deutlich mit 7:1 gegen den Grasshopper Club Zürich gewannen.</p>
<p>Letzte Woche gastierte der Tabellenzweite Elversberg im Achteck. Neben dem sehr spannenden Spiel, überreichte die Nordkurve Nürnberg 125.000 Euro aus der Weihnachtsspendenaktion! Wieder mal eine unglaublich hohe Summe, die hier durch die Aktionen der letzten Spiele gesammelt wurde! Nun zum Spiel: Nach zwei Rückständen und einem verschossenen, beziehungsweise gehaltenen Elfmeter von Elversberg in der 85. Spielminute bei einem Spielstand von 2:2, schaffte es der 1. FCN in der Nachspielzeit den Siegtreffer zu erzielen und die drei Punkte in Nürnberg zu behalten.</p>
<p>Vergangenen Freitag machten sich die Glubberer auf den Weg nach Darmstadt &#8211; hoffen wir mal, dass sie den aktuellen Tabellendritten auch in die Suppe spucken konnten!</p>
<p>Kommenden Freitag (ja, schon wieder ein Freitagsspiel) geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Münster.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Am letzten Heimspieltag des Jahres 2025 stand für unsere Brüder ein echtes Highlight auf dem Programm. Nicht nur unsere Stadt konnte im letzten Jahr Jubiläum feiern, nein auch unsere Brüder feierten das 700. Jubiläum der Stadt Enschede. Zum Derby gegen die Go Ahead Eagles bereiteten sie eine besondere Choreo vor. Diese bestand zwar nur aus einer Blockfahne, welche aber mit ca. 18.000 Quadratmetern einen Rekord in Europa aufstellte und über alle Blöcke des Stadions ragte. Mit über 2.500 Litern Farbe wurden hier die Höhe- aber auch Tiefpunkte der Geschichte der Stadt dargestellt. Von der Vergabe der Stadtrechte, über einige Brände, Zerstörung im zweiten Weltkrieg, der großen Feuerwerkkatastrophe und dem ständigen Wiederaufbau. „Aus Asche wiederauferstanden, Widerstandskraft bewiesen, Eanske feiert! 1325 &#8211; 2025.“ lauten die Worte zu den unzähligen Bildern.</p>
<p>Neben der beeindruckenden Choreo konnten unsere Freunde zudem einen 2:0-Sieg ihrer Mannschaft feiern.</p>
<p>Das Pokalspiel gegen Spakenburg wurde mit 6:3 gewonnen und zum Jahresabschluss konnte man ein 1:1-Unentschieden bei Feyenoord Rotterdam mitnehmen. Mit demselben Ergebnis startete der FCT in das neue Jahr im Heimspiel gegen PEC Zwolle. Beim FC Utrecht konnte man durch einen 2:1-Auswärtserfolg das Viertelfinale im Pokal buchen. Zum Intro in Utrecht hatten unsere Brüder reichlich Fackeln dabei, leider wurde nur drei Tage später schon das erste Stadionverbot aufgrund der Aktion vergeben. Stark bleiben, Bruder!</p>
<p>Abschließend findet ihr zum erfolgreichen Auswärtsderby bei Heracles in dieser Ausgabe einen ausführlichen Bericht.</p>
<p><strong>FC Utrecht – Twente Enschede 1:2 (1:0)</strong></p>
<p>Nachdem ich schon beim letzten Pokalspiel zusammen mit den Tukkers auf Reisen ging, wurde auf der Rückfahrt bereits über die möglichen Gegner philosophiert. Die Hoffnung auf ein Heimspiel blieb allerdings aus, so brachte die Auslosung ein Auswärtsspiel beim FC Utrecht. Nach den Szenen nach dem letzten Spiel in Spakenburg ein mehr als reizvolles Los.<br />So ging es also gemeinsam mit den Jungs um U91 an einem Dienstag per Bus Richtung Utrecht.</p>
<p>Am Stadion angekommen staunte ich nicht schlecht, denn das waren mit Abstand die schlimmsten Einlassbedingungen, die ich bisher erlebt habe. Über eine Treppe, die knappe zwei Meter breit ist, ging es in einen katakombenähnlichen Raum unterhalb eines Bürogebäudes. Dort befanden sich ganze vier Drehkreuze. Hat man diese passiert, erwartet einen ein unterirdischer Gang von ungelogen 400–500 Metern, bis man das erste Mal wieder Tageslicht erblickt und das Stadion betritt.</p>
<p>Da es an diesem Tag eine Pyroshow zum Intro geben sollte, trat der untere Teil des Blocks um U91 und THF geschlossen in roten Regenjacken auf. Nach der optisch mehr als gelungenen Aktion folgte mit ein wenig Verzögerung auch der Anpfiff. Ganze zwölf Minuten später mussten wir dann auch das erste Gegentor hinnehmen.</p>
<p>Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin, ohne dabei nennenswerte Aktionen hervorzubringen. Leider war die Stimmung an diesem Tag dem Geschehen auf dem Platz angepasst. Nach der Pause ging es trotzdem mit Euphorie in die zweite Halbzeit. So konnten wir zehn Minuten nach Wiederanpfiff auch den ersten Treffer bejubeln. Dieser wurde jedoch durch den VAR zurückgenommen.</p>
<p>Die Jungs in Rot drückten weiter Richtung Tor, und so durften wir ganze elf Minuten später erneut jubeln. Dieses Mal sollte der Treffer jedoch zählen, nachdem Ricky van Wolfswinkel nach einem schönen Steckpass von Orjasaeter mit links einnetzte.</p>
<p>Mental machte man sich also schon einmal auf eine mögliche Verlängerung bereit, jedoch hatte Mats Rots an diesem Abend andere Pläne. So konnten wir kurz vor Ende noch das 1:2 bejubeln. Die ausgelassene Freude ließ die Stimmung zum Ende der Partie noch einmal so richtig hochkochen. Mit Abpfiff der Partie war dennoch eine deutliche Erleichterung im Block zu spüren und gemeinsam wurde der Einzug in die nächste Runde gefeiert, wo nun AZ Alkmaar auf dem Programm steht.</p>
<p>Über die heutige Heimkurve kann ich leider nicht viele Worte verlieren. Von der Gegenseite konnte man weder Bewegung noch nennenswerte Lautstärke vernehmen. Warum ich mein komplettes Tifomaterial dann auch noch in Schwarz halte, wenn meine Vereinsfarben Rot-Weiß sind, hinterfrage ich ebenfalls.</p>
<p>Die Rückfahrt verging ohne jegliche Ereignisse, und so konnten wir in den frühen Morgenstunden wieder die Stadt der 1.000 Feuer erreichen.</p>
<p><strong>Heracles Almelo – Twente Enschede 0:2 (0:1)</strong></p>
<p>Nachdem wir in den frühen Morgenstunden von unserem Auswärtsspiel in der Hauptstadt zurückkamen, freute sich mein Körper auf ganze drei Stunden Schlaf. Nach dem Aufstehen verfrachtete ich mich auch schon wieder in ein KFZ und es ging nach Enschede.</p>
<p>Heute stand das Derby beim Nachbarn aus Almelo an. Die selbst für holländische Verhältnisse kurze Anreise von 20 Minuten musste verpflichtend im Buskonvoi zurückgelegt werden und so konnte schon kurze Zeit später der Block betreten werden. Leider ohne einen holländischen Bruder, der sich in der letzten Woche ein Stadionverbot eingehandelt hatte. Stark bleiben, B!</p>
<p>Als die Mannschaft zum Aufwärmen den Platz betrat, merkte man schon, dass hier heute einiges möglich ist. In einem mehr als beschissenen Gästeblock im Oberrang vor einer vier Meter hohen Plexiglasscheibe zu stehen, fühlte sich schon ein wenig an wie die Affen im Zoo. Jedoch war der Haufen heute richtig gut aufgelegt. Die Heimseite startete mit einer „Anti-1965“-Choreo, bei der der vom heimischen Dönerpapier bekannte Dönerverkäufer das Wappentier des FC Twente am Spieß schnitt. Das sorgte bei uns für ein kleines Schmunzeln. Das war dann aber auch schon alles, was man von den Schwarz-Weißen heute jedenfalls im Stadion zu sehen bekam. Den Rest des Spiels war die Heimkurve quasi nicht wahrzunehmen.</p>
<p>Der Spielvorteil lag heute bei den Tukkers und so konnte man sich nach knapp 30 Minuten, nach einer Ecke, mit dem 1:0 belohnen. Das Spiel wurde danach zunächst für 15 Minuten unterbrochen, aufgrund von mehreren Becherwürfen auf der Seite der Schwarz-Weißen. Bis zum Halbzeitpfiff passierte jedoch nicht mehr viel, bis auf einen Ball, den der Ex-Schalker Lars Unnerstall über die Latte lenken musste.</p>
<p>Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Ricky van Wolfswinkel durch einen per VAR zugesprochenen Elfmeter auf 2:0. Ausgelassene Freude im Gästeblock und ein richtig gut aufgelegter Haufen um „die Jongens van Vak P“ zeigte den Calimeros aus der Nachbarschaft heute mal wieder, wer die Nummer 1 im Twenteland ist. In der 60. Minute musste der FCT noch eine Rote Karte hinnehmen, die ich persönlich so nicht gegeben hätte, was aber auch zur heutigen Schiedsrichterleistung passte. Im weiteren Verlauf der Partie wurde durch den VAR noch ein Elfmeter der Heimseite zurückgenommen.</p>
<p>Das Feiern mit der Mannschaft fiel aufgrund der Lage des Blocks etwas schwerer, tat der Freude aber keinen Abbruch.</p>
<p>Beim Verlassen des Blocks zeigte sich dann jedoch noch einmal die Heimseite gegenüber dem Zaun des Gästeblocks. Außer ein paar Fackel- und Mülltonnenwürfen kam es jedoch zu keinem wirklichen Kontakt. Die niederländische Polizei betrat ebenfalls den Vorplatz um den Gästekäfig und wirbelte etwas herum. Dabei konnten wir auch beobachten, wie der eigene Polizeihund einem Bullen ins Bein biss. Verdient! Nach Beendigung des Tanzes mit der Staatsmacht konnte die Rückreise nach Enschede schnell abgehandelt werden. Bullen aus den Stadien, egal ob in Deutschland oder den Niederlanden!</p>
<p>Twenteland is rood!<span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Der mazedonische Fußball befindet sich derzeit noch in der Winterpause. Weiter geht es erst Mitte Februar mit noch fünf offenen Spieltagen der Rückrunde. Neben dem Kampf um die Meisterschaft ist Vardar außerdem noch im Pokal-Viertelfinale vertreten. Hier steht die Auslosung noch aus.</p>
<p>Direkt zu Beginn des Jahres erreichte uns aus Skopje die traurige Nachricht, dass Nikola Jordanoski verstorben ist. Ein Komiti-Mitglied, welches gerade in den Anfangsjahren und den ersten gegenseitigen Besuchen den Kontakt suchte. Und eine Person, die gruppenübergreifend bei Komiti bekannt und geschätzt war. Ein Bruder der ersten Stunde.<br /><strong>Ruhe in Frieden Onkel Kole!</strong></p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Während in Deutschland der Ball aufgrund der Winterpause nicht rollte, bestritt die Granata das Auswärtsspiel in Siracusa auf Sizilien. Die Jungs, die in Reggio Calabria auf die Fähre steigen mussten, wurden am Hafen von rund 70 Freunden aus Reggio mit Cornetti und Gesängen empfangen, womit sich die Wartezeit gut überbrücken ließ. Während in Deutschland Schneechaos wütete, fand man auf Sizilien angenehme 20 Grad vor. Das Stadio Nicola de Simone kann man als echte Perle hervorheben, mitten in einem abgerockten Wohnviertel, fasst das Stadion knapp 6.000 Zuschauer und steht gefühlt seit seiner Eröffnung 1932 ohne jegliche Restaurierung und Erneuerung. Einen Getränkestand sucht man vergeblich, dafür aber eine Palme hinter der desolaten Stahltribüne. Guckt man sich um, erblickt man zig Zaungäste, die aus den Wohnvierteln auf ihren Balkonen stehen und das Spiel verfolgen. Auf dem Platz und den Rängen konnte man hier leider kein Ausrufezeichen setzen, so fing man sich schon nach zwei Spielminuten das erste Tor, was der Kurve einen Dämpfer gab. Die rote Karte für Arena tat ihr Übriges und so musste man mit einer 3:1 Niederlage die Heimreise antreten.</p>
<p>Zum Heimspiel gegen Cosenza machte sich eine große Schalker Gruppe auf den Weg nach Salerno, dazu findet ihr einen eigenen Reisebericht in dieser Ausgabe.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Reisebericht Salerno 2026</strong></span></p>
<p>Die Winterpause bietet sich immer für einen größeren Besuch bei unseren Freunden aus Salerno an. Irgendwie sollte dieses Mal aber alles unter einem etwas schlechten Stern stehen. Die Serie C ließ sich gewohntermaßen Zeit mit der Terminierung. Während also die Flugpreise immer weiter stiegen, wurde der ein oder andere Schalker (einschließlich des Autors dieses Textes) nervös, wog die Wahrscheinlichkeit ab und buchte auf gut Glück die Flüge. Es gibt schließlich immer nur zwei Montagsspiele, wenn überhaupt, und Salerno hatte ja auch erst eines, was soll da schon passieren…</p>
<p>Während der Anfahrt zu unserem Spiel in Düsseldorf dann der Schlag in die Magengrube, natürlich wurde das Spiel für den Montag angesetzt. Viele angepisste Gesichter also auf dem Gästeparkplatz und wildes Gesuche nach neuen Flügen. Preislich war es am Ende gar nicht so wild aber den einen Urlaubstag hätte man sich dann doch gerne gespart. Aber was solls, nun hieß es freuen auf vier Tage freidrehen in Süditalien -was gibt es da schon Schöneres.</p>
<p><strong>Freitag</strong></p>
<p>Die Hiobsbotschaften rissen nicht ab, waren die letzten Winter eher maximal kühl, rollte in den Tagen des Abfluges eine riesige Schneewelle auf Norddeutschland zu. Blöd, wenn dort sich für einige Reisende ausnahmsweise der Abflugort befinden sollte. So hieß es zunächst, sich durch den Schnee im Auto Richtung Norden zu kämpfen und dann hoffen, dass der Flieger überhaupt abhebt. Eine weitere schlechte Nachricht war, dass das Bodenpersonal an allen italienischen Flughäfen für den Nachmittag Streik angekündigt hatte. Um es vorwegzunehmen, noch nie war ich so zufrieden mit drei Stunden Verspätung. Im Schneechaos gestartet, bei Sonnenschein gelandet. So soll es sein.</p>
<p>Da wir nun vier Tage Aufenthalt hatten, wollten wir auch alle Gruppen besuchen, mit denen wir in Salerno den intensivsten Kontakt halten. Stellt sich das normalerweise als schwieriger Spagat heraus und ist kaum unter einen Hut zu bringen, hatten wir diesmal genügend Zeit. Da sich die Unterkünfte fast alle in der Altstadt befanden, war es nur logisch, dass der Auftakt bei Centro Storico stattfand und hier nach und nach alle Schalker in den engen Gassen eintrafen. Die Zeit verging wie im Fluge und wir verlebten bei selbst gekochtem Essen und leckeren Getränken den perfekten Auftakt in die kommenden Tage.</p>
<p><strong>Samstag</strong></p>
<p>Für den Samstag stand zunächst nichts an, jedoch spielte leider genau an diesem Tag das Wetter nicht mit und es regnete in Strömen. Meine Reisegruppe nutzte dennoch die Zeit und suchte das alte Vestuti Stadion auf. Ich persönlich war nun schon mehrfach dort, aber kann mich trotzdem nicht an den alten Tribünen satt sehen. Diejenigen, die zum ersten Mal da waren, bekamen den Mund sowieso vor lauter Staunen nicht mehr zu.</p>
<p>Der Nachmittag wurde in den vielen Bars am Meer verbracht, bevor am frühen Abend das Handy klingelte und wir von den Jungs von Nucleo Storico eingesammelt wurden. Spätestens seit ihrem großen Besuch im vergangenen Jahr hat sich das Verhältnis zu den Freunden aus dem Süden Salernos intensiviert und so war es selbstverständlich, dass wir diesmal in großer Anzahl in ihren Räumlichkeiten aufschlagen wollten. Für mich war es der erste Besuch dort und auch diese Räumlichkeiten zeichneten sich durch ihre wunderbare detailverliebte Gestaltung aus. Jeder Zentimeter Platz wurde ausgenutzt, um irgendeine Erinnerung oder Botschaft zu vermitteln. Die Räume platzten dann auch aus allen Nähten, es wurden Käse und Kleinigkeiten gereicht und eine entspannte Zeit verbracht. Am Ende hielt der Präsident eine extrem wertschätzende Rede zur Freundschaft und auch ein Vertreter von uns durfte noch ein paar Worte an alle richten. Vielen Dank für diese wunderbaren Stunden.</p>
<p>Von Nucleo ging es direkt weiter in ein bekanntes Restaurant, in dem, wie bei jedem größeren Besuch, das gemeinsame Essen mit allen Gruppen stattfinden sollte. Wie immer war das Essen natürlich hervorragend und die gemeinsame Zeit noch wichtiger. Wie im Jahr zuvor wurde darauf geachtet, dass die Tische gemischt waren und so entwickelten sich überall interessante Gespräche über unsere Vereine und unsere Gruppen. Der Abend endete wie immer viel zu früh und für ein paar Reisegruppen ging es nochmal in die Altstadt auf einen Absacker.</p>
<p><strong> Sonntag</strong></p>
<p>Die Sonne weckte uns am Sonntagmorgen und viele müde Schalker Augen nutzen die Mittagszeit, um etwas am Meer zu flanieren. Treffpunkt war am frühen Nachmittag im Süden von Salerno in einer Pizzeria. Bei bestem Wetter, einem kühlen Bier und Meeresluft lässt es sich jedenfalls aushalten. Kein Wunder also, dass nicht nur die Italiener erst nach und nach in der Pizzeria eintrudelten. In einer ungezwungenen Atmosphäre wurde mit allen Gruppen aus dem Direttivo Salerno in drei Gängen gespeist und viele, viele Lieder zum Besten gegeben. Zum Nachtisch ging es anschließend in eine Pasticceria in der Nähe, wo der eisgekühlte Limoncello bitter nötig war, um das alles zu verarbeiten.</p>
<p>Am Sonntagabend dann der letzte der großen Gruppenbesuche. Eine kleine Auto-Karawane machte sich auf, um den IGUS die Ehre zu erweisen. Die IGUS begleiten uns nun schon fast die gesamte Zeit der Freundschaft eng und zwischen einzelnen Mitgliedern ist auch auf privater Ebene eine Freundschaft entstanden. Natürlich fehlte es uns in dieser Zeit an nichts und es war nicht möglich, ohne sein Konsummittel der Wahl in der Hand da zu stehen. Es wurden leidenschaftliche Reden gehalten und ein nicht minder emotionales Gruppenfoto geschossen, bevor der Abend gemeinsam in einer Bar beendet wurde. Die hier anwesenden Gäste waren nicht gerade begeistert, als der riesige Tross Fussballassis in den Laden einzog. Wir hatten aber unseren Spaß und es war um so trauriger, dass wir irgendwann zurück ins Zentrum mussten.</p>
<p><strong>Montag</strong></p>
<p>Der letzte Tag war angebrochen und wie eingangs erwähnt, stand die gesamte Reise unter keinem guten Stern. Es deutete sich bereits in den Tagen zuvor an, aber am Montag wurde endgültig sichtbar, dass die in Italien grassierende Grippewelle auch die Schalker Reisemeute erreicht hatte. Am Ende waren es wohl zwei Drittel der Königsblauen, die es volle Möhre erwischt hatte. Besonders Kampanien ist in diesem Jahr von der Grippewelle betroffen und die Krankenhäuser kommen an ihre Leistungsgrenze.</p>
<p>Meine Reisegruppe konnte zumindest noch am Montag mit einem kleinen Hüsterchen aufstehen und eine Bootstour nach Amalfi unternehmen. Der gesamte Küstenstreifen ist bekanntermaßen wie aus dem Bilderbuch und insbesondere die Ortschaften Amalfi und Positano weltweit bekannt. Wir besuchten nur den ersten der beiden. Leider waren die meisten der Restaurants geschlossen, dennoch fanden wir irgendwann eines und konnten uns nach dem kurzen Sightseeing stärken. Die Bootsfahrt kostet hin und zurück 24 Euro und kann nur jedem ans Herz gelegt werden.</p>
<p>Aber nun war endlich Spieltag!</p>
<p><strong>US Salernitana – Cosenza Calcio 0:0 (0:0)</strong></p>
<p>Treffpunkt war wie immer der Club von Nuova Guardia, hier wurde dann das ganze Ausmaß der Grippewelle deutlich, als auch die stärksten Biertrinker keines haben wollten. Dies änderte sich zwar etwas im Stadion, aber die bleichen Gesichter waren nicht zu übersehen. Im Stadion selbst hat sich im Vergleich zur Serie B auf den ersten Blick nicht viel verändert.<br />Die Kurve schien nicht sonderlich leerer zu sein, aber im restlichen Stadion waren doch einige Lücken zu vernehmen. Schlussendlich waren es 9.000 Zuschauer, die den Weg ins Arechi fanden. Wir teilten uns wie immer zwischen allen Gruppen auf, wobei der größte Teil in der Mitte bei Nuova Guardia stand. Natürlich wurden wir vor dem Spiel von den Vorsängern begrüßt und von der Kurve besungen, was für alle Mitreisenden jedes Mal aufs Neue eine große Ehre ist. Auch hängen seit dieser Saison, und nach beendetem Protest, wieder die Zaunfahnen in der Curva Sud Siberiano und somit konnte auch endlich Mal wieder der Hans Mittelmeerluft schnuppern. Das Spiel plätscherte die ganze Zeit vor sich hin, was allerdings der Stimmung keinen Abbruch tat. Schade, ich hätte gerne gewusst, wie ein Tor das alles nochmal eine Spur intensiver gemacht hätte, dabei wurde in der ersten Halbzeit sogar noch ein Elfmeter kläglich verschossen. Ich stand in der zweiten Halbzeit bei Nucleo und IGUS. Hier sind besonders viele junge Ultras zu finden, was den Umgang untereinander nochmal etwas wilder macht. Natürlich durfte immer wieder das für Süditalien typische „eingehakt im Kreis Gehüpfe“ nicht fehlen. Kurz gesagt, es hat einen riesigen Bock gemacht und ich blickte nach dem Spiel in viele strahlende Gesichter. Unsere Freunde waren weniger begeistert und zeigten ihren Unmut über das 0:0 deutlich. Der Vorsänger hielt dann abschließend eine Standpauke an die Mannschaft, bevor sie sich in die Kabine schleichen durfte.<br />Die Gäste durften trotz bestehender Rivalität nach Salerno reisen. Es sind aufgrund der geforderten Tessera zwar nicht alle Gruppen gekommen, aber gut 120 Ultras werden es gewesen sein. Ob die beiden bei Futbology eingeloggten Bremer auch dabei waren, kann nicht gesagt werden, gehangen hat jedenfalls nichts. Stimmungsmäßig kam aufgrund der kleinen Menge nichts bei uns an, aber es ist immer ein Highlight, wie fleißig zwischen den Kurven hin und her gepöbelt wird.</p>
<p>Nach dem Spiel ging es auf eine letzte Pizza in den Club von NG, bevor spätestens am nächsten Tag alle wieder Süditalien verließen und im heimischen Deutschland die meisten erstmal das Bett hüten mussten.</p>
<p>Mille grazie, fratelli. Influenza merda!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Rückblick Hinrunde der Nordkurve Gelsenkirchen</strong></p>
<p>Nach der desolaten Vorsaison konnte es mal wieder nur besser werden und so galt auch für die Nordkurve Gelsenkirchen: Alles auf Null. Zum Start gab es für uns das Topspiel gegen Hertha. Vom Namen her stimmte das schon mal. Bereits beim Einlauf der Mannschaft gingen die ersten Fackeln an und man merkte direkt bei den darauffolgenden Gesängen, dass es gut werden könnte. Dies sollte sich auch bewahrheiten und wir legten ein astreines Heimspiel aufs Parkett. Ab Minute eins war sowohl auf den Rängen als auch auf dem Platz Feuer drin. Sämtliches Liedgut funktionierte einwandfrei und mit starken Mitmachquoten. Immer wieder rundeten Fackeln in der Nordkurve das Gesamtbild ab und bei „einfacheren“ Liedern schaffte man es oft, das gesamte Stadion mitzureißen. </p>
<p>Der Schwung aus dem Hertha-Heimspiel konnte größtenteils mit in die folgenden Auswärtsspiele genommen werden. Auch in Lautern, Dresden und Magdeburg gaben wir ordentliche Visitenkarten ab, lediglich beim Pokalspiel in Leipzig stockte der Motor etwas. Beim Heimspiel gegen die Bochumer spielte uns der Spielverlauf voll in die Karten und somit durften wir auch hier zufrieden sein. Auf den Boden der Tatsachen zurück brachte uns das Heimspiel gegen Holstein Kiel: Niederlage und eine lethargische Nordkurve. Da merkte man wieder einmal, wie sehr die heimische Arena auf die Faktoren Gegner auf den Rängen und Spielverlauf reagieren kann. Dies zeigte sich auch in den folgenden Heimspielen. Zwar wurden immer knappe Siege eingefahren, jedoch war die Stimmung aufgrund der kleineren Gegner nicht so, wie man sich das gewünscht hatte. So gab es dank des sportlichen Erfolgs solide bis gute Auftritte, aber ohne die wirklich ganz großen Ausreißer nach oben. Erwähnenswert ist das Spiel gegen Greuther Fürth bei dem wir unsere neue Lautsprecheranlage in der Nordkurve einweihten. Von Heimspiel zu Heimspiel spielte sich die neue Anlage ein und die Mitmachquote zog noch einmal deutlich an. </p>
<p>Auswärts wechselten sich im Laufe der Hinrunde eher schlechtere sowie starke Auftritte immer wieder ab. Während wir in Hannover und Düsseldorf das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnten und mit jeweils über 10.000 Schalkern uns selbst eine gute Stimmung attestieren konnten, gab es bei den Spielen in Münster oder Bielefeld gefühlte Totalausfälle. Hier lagen die eigenen Ansprüche und die Leistung der Kurve meilenweit auseinander. Insbesondere das Spiel in Münster war absolut bodenlos und sollte sich so besser nicht noch einmal wiederholen.</p>
<p>Leider gab es trotz des Tabellenplatzes und der unerwarteten sportlichen Siegesserie viele Momente, in denen wir nicht das eigentliche Potential unserer Kurve abrufen konnten. Gerade in den Momenten, wo es sportlich enger zuging oder unsere Mannschaft in Rückstand geriet, brach die Nordkurve phasenweise regelrecht ein. Die zweite Halbzeit bei unserem Auswärtsspiel in Braunschweig ist dafür das beste Beispiel.</p>
<p>Genau an diesen Einbrüchen müssen wir in der Rückrunde arbeiten und gemeinsam deutlich mehr leidenschaftliche Momente in der Kurve kreieren. Diese waren leider zeitweise Mangelware und die Anspruchshaltung des ein oder anderen schien die Erinnerungen an die letzten Jahre verdrängt zu haben. Natürlich hat sich die sportliche Situation verbessert und es werden mittlerweile mehr Siege erwartet. Trotzdem sollten wir es nicht als selbstverständlich erachten, wo wir gerade stehen. Schalke ist anders! Besonders in schwierigen Momenten. Genau diese Mentalität müssen wir bei jedem einzelnen Spiel der Rückrunde an den Tag legen. Egal ob auswärts oder zuhause, egal wie die Gegner auch heißen!</p>
<p>Einen versöhnlichen Jahresabschluss gab es gegen unsere Freunde aus Nürnberg sowie in Braunschweig. In letzterem wurde nach dem Spiel wieder einmal deutlich: Die Mannschaft und die Kurve sind wieder eine Einheit. Auch Niederlagen können uns von diesem eingeschlagenen Weg nicht abbringen. Ein größeres Gegenbild zum Ende der letzten Saison konnte es wohl kaum geben. Wir können endlich wieder stolz auf unser Team und den Verein sein. Nur als Einheit sind wir stark. Daran gilt es, in der Rückrunde direkt anzuknüpfen!</p>
<p>Nachdem das Choreoverbot zum Ende der letzten Saison zu den Akten gelegt wurde, zeigten wir auch optisch ein sehr gutes Halbjahr. Pünktlich zum ersten Heimspiel gegen Berlin gab es die erste Aktion zu sehen, welche wir in zwei Teilen zeigten. Im ersten Teil wurde unter der bekannten Liedzeile „Manch böser Tag zog schon ins Land…“ an mal mehr, mal weniger aktuelle Tiefpunkte der Schalker Vereinsgeschichte erinnert. Die entsprechenden Schlagzeilen wurden via Spruchband in ein Meer aus schwarzen Folien integriert. Der zweite Teil unter dem Motto „…doch wir stehen immer Hand in Hand“ sollte die Kurve dann in den schönsten Farben der Welt erstrahlen lassen. Während im Oberrang mit Pappen ein „Nordkurve“-Schriftzug gebildet wurde, gab es unten ein wirklich ansehnliches Chaos-Intro aus Fahnen, Doppelhaltern und reichlich Konfetti. Nach dem Intro wurde hier das breite Fahnenmeer beibehalten, welches optisch zwar top war, uns aber zu einem weiteren Punkt der Hinrunde bringt: den Materialeinsatz. Nutzt die Fahnen und Doppelhalter bitte sinnvoll und in den richtigen Momenten. Gerade bei brenzligen Situationen während des Spiels, insbesondere Standardsituationen, ist das Tifo-Material unten zu lassen. Schwenkt nicht einfach 90 Minuten durch. In der Vergangenheit entstanden in diesem Punkt oftmals Konflikte, unter denen schlussendlich die gesamte Stimmung litt. Habt Verständnis für die Personen hinter euch und setzt das Tifo zwar aktiv, aber mit Verstand ein.</p>
<p>Zum Duell gegen den Nachbarn aus Bochum hatten wir ebenfalls eine Choreo im Gepäck. Diesmal schmückte ein großer „Ruhrpott“-Schriftzug unsere Kurve. Dieser wurde mit Hilfe von Netzen und Seilen an der Dachkonstruktion hochgezogen. Ein sehr starkes Gesamtbild begleitet von der passenden musikalischen Untermalung.</p>
<p>Ansonsten hatten wir bei fast jedem Auswärtsspiel unsere große Nordkurve Gelsenkirchen-Zaunfahne im Gepäck. Diese symbolisiert einerseits die Geschlossenheit der gesamten Kurve und wertet andererseits unser Zaunfahnenbild auf. So konnten wir optisch in der Hinrunde durchaus zufrieden sein und hüllten mit gewohnt vielem Tifo die Gästeblöcke des Landes in unsere Vereinsfarben. Bei den Heimspielen ist vor allem an den Banden noch Luft nach oben, wobei auch hier Fortschritte bei einigen Fanclubs zu verzeichnen sind. Lasst die Zaunfahnen nicht im Partykeller oder Vereinsheim liegen, sondern schmückt unsere Nordkurve!</p>
<p>Nachdem wir die beiden ersten Heimspiele der Saison mit Choreos eröffnet haben, sollte es bei den letzten beiden der Hinserie genauso sein. Gegen Paderborn wurden erst zwölf Minuten geschwiegen, bevor wir die erste Choreo der Gruppengeschichte während eines bereits laufenden Spiels durchführten. Zum 150-jährigen Jubiläum der offiziellen Stadtgründung von Gelsenkirchen, ließen wir eine in den Unterrang überlappende Blockfahne mit dem “Stadt der 1.000 Feuer” Schriftzug herunter, während parallel im Unterrang eine weitere Blockfahne hochgezogen wurde, die die vier Symbole unseres Stadtwappens repräsentierte. Die Eckblöcke wurden durch kleine Fahnen in den Stadtfarben schwarz, grün und weiß geschmückt. Passend zum Motto wurde nach ein paar Minuten der Stoff im Unterrang wieder weggezogen und tausende Wunderkerzen hüllten die Mittelblöcke der Nordkurve in ein denkwürdiges Lichtermeer. Gerade beim Herunterlassen der oberen Blockfahne lief nicht alles perfekt, dennoch waren wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis.</p>
<p>Gegen unsere Freunde von Glubb gab es dann wieder eine Aktion im Zeichen der Freundschaft. Zum Vereinslied streifte sich die gesamte Nordkurve blau-weiße Ponchos über, welche unser Vereinswappen erstrahlen ließen. Zum Einlauf der Mannschaften und der passenden Einlaufmusik, wechselte das Logo und das rot-schwarze Emblem unserer Freunde wurde mithilfe von ausgeteilten Pappen erzeugt. Ein wirklich gelungenes Bild. Der Wechsel klappte nahezu perfekt und wurde auch zu Beginn des Spiels als optischer Akzent genutzt. Die erste Choreo dieser Art auf Schalke. Schön zu sehen, dass in unserer Nordkurve solche Aktionen funktionieren und wir so als Fanszene im Bereich Choreographien die nächsten Schritte gehen können.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Auch im neuen Jahr geht es in dieser Rubrik weiter. Mit dem chef? komm heut nich. Fanzine haben wir heute ein Heft als Interviewpartner, das nochmal (im positiven Sinne) deutlich aus dem gewohnten Fanzinen-Rahmen fällt. Im CKHN liegt der Fokus auf dem Drumherum ihrer Reisen, auf die Eindrücke und die Beobachtungen, die sie auf ihren Reisen wahr- und mitnehmen. Dass selbst der größte Fussballnerd dann nicht mit dem Lesen aufhört, liegt einfach daran, dass es die Autoren allesamt schaffen, den Leser mitzunehmen und an ihre Zeilen zu binden. </em><em>Ihr könnt das Heft gegen Dresden bei uns am Stand erwerben. An diesem Spieltag gibt es im Übrigen auch endlich das “Des Wahnsinns fette Beute” Heft aus Erfurt bei uns zu kaufen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Interview: chef? komm heut nich.</strong></span></p>
<p><em></em><strong>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario. Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blättert durch euer Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, wat is’ dat denn?” Wie erklärt ihr ihm kurz euer Fanzine?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Auf dieser Welt existieren noch mehr schöne Orte als das Ufer des Rhein-Herne-Kanals. In unserem Fanzine beschreiben wir, wie wir diese Orte entdecken. Dabei besuchen wir regelmäßig Fußballspiele, die sowas wie Ankerpunkte unserer Reisen sind und mal mehr und mal weniger den Schwerpunkt der Texte des Heftes bilden.</p>
<p><strong>Stand heute, wie ist euer Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wir sind kein klassisches Groundhopping-Heft – glauben wir zumindest. Die neuesten Infos aus den Fanszenen haben wir selten parat, wir fokussieren uns auf Banaleres. Unsere Geschichten verlieren sich eher in aufwendigen Beschreibungen jener Faxen, die man meistens nicht im Stadion, sondern vor allem auf dem Weg dahin und auf dem Weg zum nächsten macht . Hinzu kommen gesellschaftliche Einordnungen und Versuche, eine Perspektive zu dem zu entwickeln, was wir beobachten. Außerdem versuchen wir mit herausgestellten Kultur-Tipps und sorgfältig ausgewählten, oftmals großformatigen Fotos für Abwechslung zu sorgen.</p>
<p><strong>Wie würdet ihr bzw. wen würdet ihr als eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen und wen erreicht ihr tatsächlich?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Ursprünglich war das Heft nur für Freunde und Familie und als persönliches Andenken gedacht. Mit jeder neuen Ausgabe war es intern Thema, bis wann es noch der gedruckte “Rundbrief an Freunde” ist und ab wann einfach ein öffentliches Heft. Freunde und Familie erreichen wir heute noch immer, der Rest geht bundesweit an persönliche Kontakte aus dem Fußballumfeld und viele Einzelpersonen, über die wir nichts wissen. Guckt man sich die Daten etwas genauer an, heißen die meisten Besteller Christian, Lukas und Jan und kommen aus NRW, Niedersachsen und Bayern. Da wir immer versucht haben, unseren persönlichen Schreibstil beizubehalten, freuen wir uns inzwischen auch, wenn Leute, die wir nicht persönlich kennen, Gefallen an unseren Texten finden.</p>
<p><strong>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee zu eurem Fanzine entstanden ist?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Im Jahr 2016 war einer unserer Autoren in Tunis, Tokio sowie London und sah dort einige Spiele, die er einfach festhalten wollte. Dann wurde im Freundeskreis gefragt, wer ebenfalls etwas beizutragen hat und wenig später war das CKHN geboren. Die Sache wuchs nach und nach zu einem gemeinsamen Projekt, unabhängig von der Stadt, in der man lebt und unabhängig vom Verein, den man liebt. So entstand die Möglichkeit, losgelöst von typischen Szene-Gepflogenheiten zusammenzukommen, Freundeskreise zu verbinden und kreativ zu sein.</p>
<p><strong>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Heftes geben? Wie haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt?</strong></p>
<p><strong>CKHN: </strong>Wir starteten 2017 mit 40 Heften und stehen heute bei 1.000. Wir haben dabei immer gewissenhaft abgewogen, was für uns zumutbar ist und sind dabei ‘gesund’ gewachsen, gerade weil wir den Vertrieb nie auslagern wollten.</p>
<p>Bei der inhaltlichen Diskussion drehte es sich immer wieder darum, ob wir Chronik oder Magazin sein wollen. Also ob die Dokumentation unserer Reisen im Vordergrund stehen sollte oder die unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Der Mittelweg war am Ende der, auf dem sich jeder Autor wiederfinden konnte. Das Heft begleitet die meisten von uns nun seit zehn Jahren. Viele von uns haben in diesem Zeitraum den Übergang vom Studien- ins Berufsleben geschafft, einige sind inzwischen Familienväter. Entsprechend sind es total aufregende Jahre, in denen das Heft uns begleitete und es wird spannend, später darauf zurückzublicken. Früher haben wir viel be- und gewertet, daraus aber auch gelernt und eigene Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Das Thema ‘Druck’ lässt sich ja aus zwei Perspektiven betrachten. Haptisch und optisch ist das Heft relativ ähnlich geblieben. Wir waren oft abhängig vom Abgabetermin. Wenn es zu knapp wurde, mussten wir auf das Papier gehen, mit dem die Druckerei am schnellsten arbeiten konnte. Beim Layout dienten am Anfang die 11Freunde und ballesterer als Inspiration. In den letzten Jahren waren es dann eher Anarcho-Fanzines. Entsprechend wurden wir in der Gestaltung vielleicht etwas radikaler, ohne den Blick auf die szenetypischen Gestaltungen zu verlieren.</p>
<p>Dann ist da noch der Druck, den man sich selber macht. Der ist nämlich schon ziemlich groß geworden. Gerade mit der gestiegenen Auflage und der damit einhergehenden Reichweite wuchs der Anspruch, der Fanzine-Landschaft seinen Stempel aufzudrücken und sie zu bereichern.</p>
<p>Durch eine Lesung und Party, die wir anlässlich der Veröffentlichung seit der zweiten Ausgabe veranstalten, gab es auch immer eine Deadline, die wir schaffen mussten und an der es einfach nichts zu rütteln gab. Das hat uns immer total geholfen, den Arsch hochzukriegen und im Jahresrhythmus zu veröffentlichen.</p>
<p><strong>Hattet ihr eine gewisse Fluktuation im Personal? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wirklich weggefallen ist nie jemand. Es gab immer mal wieder Leute aus unserem direkten Umfeld, die Lust hatten mitzumachen und das Heft mit Gastbeiträgen aufwerten konnten.</p>
<p>Vor dem Aus steht es jetzt. Wir haben uns dafür entschieden, das CKHN mit der zehnten Ausgabe zu beenden. Wir glauben, es ist ein guter Zeitpunkt, denn unsere Art zu reisen – so unser Gefühl – haben wir mittlerweile gefunden und die Lust auf andere, kleinere Projekte ist groß.</p>
<p>Wenn es am schönsten ist, sollte man bekanntlich aufhören: 1000er-Auflage, über 300 Seiten, zehn anspruchsvolle Autoren, eine viel zu große Partylocation mit drei DJs und einem an der Diskokugel hängenden, selbstgebastelten, ein Meter großen Deko-Fanzine aus Plexiglas – mehr ist mit unseren aktuellen Strukturen einfach nicht drin und dann ist es besser, das Projekt zu beenden, als es langsam auslaufen zu lassen und den alten Zeiten hinterherzutrauern.</p>
<p><strong>Die Welt wird immer schnelllebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücke können hier Fanzines noch schließen?</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Fanzines wirken einfach entschleunigend – gedruckte Seiten kann man eben nicht so leicht wegwischen, liken oder teilen. Man muss sich gezielt Zeit dafür nehmen und kann es nicht so einfach überfliegen, während man Kurvenvideos guckt, über das nächste Auswärtsspiel chattet oder den Billigflug nach Moldawien bucht. Gleichzeitig sind Fanzines oft etwas handlicher als die Zeitung oder das Magazin am Kiosk und passen gut in den Auswärtsbeutel.</p>
<p>Sowohl der Prozess des Schreibens, als auch die Veröffentlichung triezen einen dazu, sich Zeit zu nehmen, sich Gedanken über das zu machen, was man erlebt hat – egal ob über die geheime Info aus der gesehenen Fanszene, die Kneipenempfehlung oder die ausufernde Beschreibung der Flutlichtmasten – ganz anders als die schnelle Story aus dem Urlaub, wo meistens eine gewisse Selbstbeweihräucherung im Fokus steht.</p>
<p>Wir würden aber eher fragen, welche Lücke Social Media schließen kann oder ob Fanzines überhaupt eine Lücke schließen müssen? Wir sehen die Sache nämlich gar nicht so verbissen. Vielleicht ist das gute digitale Fanzine einfach noch nicht erfunden und es findet sich noch ein Online-Format, das selbst Print-Liebhaber zufriedenstellt. Argumente wie Exklusivität, DIY-Ästhetik oder Individualität sind beispielsweise nichts, was analoge Medien nur für sich beanspruchen sollten.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt würden wir dann natürlich noch gern wissen, wo euer Heft erhältlich ist.</strong></p>
<p><strong>CKHN:</strong> Wir freuen uns sehr darüber, dass es heute bei euch am Stand liegt. Dafür sind wir euch sehr dankbar und ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz. Wir lesen den Blauen Brief regelmäßig (online) und sind sehr beeindruckt von der Schalker Fanzine-Landschaft.</p>
<p>Unser Heft kostet 8 Euro. Alternativ könnt ihr uns jederzeit an cellerwatthast@ckhn.de schreiben – wir brauchen ab und zu ein wenig Zeit zum Antworten, aber wir geben uns größte Mühe, schnellstmöglich zu versenden. Mit dem eingenommenen Geld bezahlen wir vor allem die Produktionskosten des Heftes. Wenn etwas übrig bleiben sollte, spenden wir es an Projekte aus unserer Mitte.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg" alt="" title="14_Gemischte_Tuete" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/14_Gemischte_Tuete-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9831" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Stuttgart:</strong> Zum Rückrundenauftakt des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin organisierte die Schwaben Kompanie Stuttgart erneut eine Spendenaktion unter dem Motto „Schwaben Kompanie sammelt“. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Kältebus Stuttgart wurden vor dem Heimspiel haltbare Lebensmittel für wohnungslose Menschen gesammelt. Ziel der Aktion ist es, die ehrenamtliche Arbeit des Kältebusses zu unterstützen, der seit 2013 in den Wintermonaten im Stadtgebiet Stuttgart im Einsatz ist und hilfsbedürftige Menschen unter anderem mit warmen Getränken, Essen, Schlafsäcken, Decken und Kleidung versorgt. Als Spende angenommen wurden hierbei ausschließlich originalverpackte, haltbare Lebensmittel. Mit der Aktion setzt die Gruppe ihr regelmäßiges soziales Engagement fort und leistet einen konkreten Beitrag zur Unterstützung wohnungsloser Menschen in der kalten Jahreszeit.</p>
<p><strong>Leverkusen:</strong> Die Partie zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln wurde von massiven und fragwürdigen Sicherheitsmaßnahmen überschattet, die schließlich dazu führten, dass beide Fanszenen geschlossen auf einen aktiven Spielbesuch verzichteten. Anlass für den Boykott waren entwürdigende und unverhältnismäßige Einlasskontrollen am Gästeblock, bei denen ein Kölner Fan gezwungen wurde, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden und im Intimbereich kontrollieren zu lassen. Die Fanhilfe Köln kritisierte die Maßnahmen und stellt klar, dass unabhängig von der Wortwahl der Staatsmacht in ihrer Pressemitteilung, dies klar eine Nacktkontrolle darstellt, die weder sachlich begründet noch verhältnismäßig war, zumal der Grund lediglich ein fehlendes Ticket gewesen sein soll. Die Maßnahme wird als gezielte Schikane gegenüber Fußballfans gewertet, zumal sie gegenüber dem Fanprojekt zunächst abgestritten wurde und sozialpädagogische Begleitung verhindert wurde. Die Fanhilfe Köln kritisiert ebenfalls die mangelnde Transparenz sowie die sprachliche Verharmlosung des Vorgehens und den respektlosen Umgang mit der Würde der Betroffenen und sieht darin ein weiteres Beispiel für willkürliches und fan-feindliches Handeln der Polizei, das letztlich zur Eskalation und zur bewussten Entscheidung gegen den Stadionbesuch führte.</p>
<p><strong>München:</strong> Nachdem die UEFA neben einer Geldstrafe auch Teile der Münchner Südkurve sperren ließ, entschied sich der Verein zu einer kompletten Sperrung der Südkurve beim Champions-League-Heimspiel des FC Bayern gegen Union Saint-Gilloise, da aus technischer Sicht einer nicht-vorhandenen Blocktrennung ein Teilausschluss der Kurve nicht möglich gewesen wäre. Aus “Kulanz” erstattete der FCB seinen Anhängern die bereits erworbenen Tickets. Auslöser war eine Pyroshow beim vorherigen Heimspiel gegen Sporting Lissabon, die nun unter anderem mit einem Zuschauer-Teilausschluss sanktioniert wurde. Die Südkurve München kritisierte dieses Vorgehen in ihrer Stellungnahme scharf und ordnete die Maßnahme als klassische Kollektivstrafe ein, bei der zahlreiche unbeteiligte Fans bestraft werden. Solche Sanktionen sind weder legitim noch geeignet, um gewünschtes Verhalten durchzusetzen, sondern dienen vor allem der Abschreckung und Spaltung der Fanszene. Gleichzeitig betonte die Südkurve, dass es innerhalb der Kurve unterschiedliche Meinungen zur Pyrotechnik gibt, ruft aber dazu auf, sich nicht durch Verbandsstrafen gegeneinander ausspielen zu lassen. Die Südkurve forderte Verantwortliche in Vereinen und Verbänden auf, sich klar gegen solche Maßnahmen zu positionieren und unterstrich, dass nur Zusammenhalt eine vielfältige, aktive und kritische Fankultur langfristig sichern kann.</p>
<p><strong>Berlin:</strong> Wie die meisten von euch mittlerweile mitbekommen haben sollten, kam es bei unserem Auswärtsspiel in Berlin zu einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz hinter der heimischen Ostkurve. In ihrer öffentlichen Stellungnahme kritisierte die Fanhilfe Hertha BSC den massiven Polizeieinsatz. Nach Angaben der Fanhilfe hielt sich die Polizei nicht an zuvor getroffene Absprachen mit dem Verein und trat bereits am Einlass provokant auf. Eine zunächst nicht nachvollziehbare Festnahme habe die Situation zusätzlich angeheizt, bevor sich die Eskalation in den Eingangsbereich der Ostkurve verlagerte. Dort sei gegen die wartenden Fans anlasslos und mit erheblicher Gewalt vorgegangen worden, unter anderem durch den großflächigen Einsatz von Pfefferspray. Infolgedessen wurden circa 30 Fans verletzt, mehrere davon so schwer, dass sie in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Die Fanhilfe ordnet die Ereignisse als vorläufigen Höhepunkt einer seit Monaten anhaltenden Eskalationsstrategie der Polizei im Olympiastadion ein und wirft der Einsatzleitung sowie der Berliner Innensenatorin vor, trotz wiederholter Dialogversuche des Vereins bewusst auf Konfrontation statt Deeskalation zu setzen. Als Konsequenz entschlossen sich die Gruppen der Heimkurve, die geplante Choreo zwar durchzuführen, jedoch danach geschlossen das Stadion zu verlassen und auf einen organisierten Support zu verzichten.</p></div>
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		<title>Ausgabe 07: SC Paderborn</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-07-sc-paderborn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_33 et_pb_bg_layout_light" href="#spielrueckblicke">1. Spielrückblicke</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_34 et_pb_bg_layout_light" href="#eingetragenerverein">2. Eingetragener Verein seit 1904</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_35 et_pb_bg_layout_light" href="#unterfreunden">3. Unter Freunden</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_36 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">4. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="font-weight: 400;">Glück auf Schalker,</p>
<p></span><span style="font-weight: 400;">Erster gegen Zweiter! Vor wenigen Monaten noch hätte jeder königsblaue Fan jetzt gesagt: „Wat hab ich damit am Kopp?!“, aber mittlerweile sind über ein Drittel der Saison absolviert und der starke Auftakt konnte bestätigt werden. Platz zwei mit gerade mal einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer. Davon konnten wir die letzten Jahre nur träumen. Vom Aufstieg wollen wir dennoch nicht sprechen. Spiele wie letzte Woche in Münster zeigen, dass das alles kein Selbstläufer ist. Wir werden sicherlich auch noch den ein oder anderen Dämpfer bekommen. Lasst uns daher den Moment genießen und wo es am Ende hingeht, werden wir sehen. Jetzt steht erstmal das Flutlichtspiel gegen den SC Paderborn an. Gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellenfeld konnte unsere Elf diese Saison fast immer überzeugen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das heute ebenso der Fall sein wird.</p>
<p>Diesen Spieltag gibt es unabhängig vom Ausgang der Partie einen Grund zu feiern. Unsere Stadt wird am morgigen Samstag 150 Jahre alt! Um dieses Jubiläum gebührend einzuläuten, wird es heute eine große Geburtstagschoreo geben. Die Flyer mit den nötigen Infos sollte jeder und jede von euch bereits in den Händen halten. Lest ihn euch gut durch und befolgt die Anweisungen. Nur so kann die Aktion ein voller Erfolg werden. Wir möchten an dieser Stelle noch auf die Ausstellung im Schalke Museum zu 150 Jahren Gelsenkirchen hinweisen. Bis zum 14. Dezember werden Fotos aus dem Bildband „Gelsenkirchen in Geschichte und Gegenwart – Stadtansichten aus 150 Jahren“ gezeigt. Hierbei werden immer zwei Fotos aus der Vergangenheit und der Gegenwart gegenübergestellt. Des Weiteren wird es von unserer Seite beim nächsten Heimspiel eine Sonderausgabe des Blauen Briefs zu Gelsenkirchen geben.</p>
<p>Bevor allerdings die Choreo das Licht der Arena erblickt, heißt es heute wieder mal zwölf Minuten zu schweigen. Von 3. bis 5. Dezember steht die Innenministerkonferenz in Bremen an, auf der weitreichende Maßnahmen gegen Fußballfans beschlossen werden sollen. Wir haben im gesamten Stadion daher Infoflyer verteilt, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und aufzuklären. Die meisten dürften bereits mitbekommen haben, dass es ein Online-Petition gegen diese Maßnahmen gibt. Tragt euch ein und unterstützt die Kampagne:</p>
<p><a href="https://www.openpetition.de/petition/online/der-fussball-ist-sicher-schluss-mit-populismus-ja-zur-fankultur">https://www.openpetition.de/petition/online/der-fussball-ist-sicher-schluss-mit-populismus-ja-zur-fankultur</a> </span><span style="font-weight: 400;"></span></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e. V. – Sportvereinigung 07 Elversberg e.V. 1:0 (1:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Ein Heimspiel gegen Elversberg ist jetzt nicht gerade das Highlight der Saison. Langweiliger Verein und kein großer Gegner auf den Rängen. Die Tabellenkonstellation, de facto Zweiter gegen Dritter, brachte es aber mit sich, dass die Partie einen durchaus sportlichen Reiz hatte.</p>
<p>Bei schönem Herbstwetter läuteten wir den Spieltag in unseren Räumlichkeiten ein und brachen rechtzeitig zur Spielstätte auf. Nach dem Einlass aufs Stadiongelände ging es noch an unseren fleißigen Mitgliedern vorbei, die wieder den aktuellen Nordkurve-Kalender unter das blau-weiße Volk brachten. Schlagt weiter kräftig zu, das Teil ist wieder sehr schick geworden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Irgendwie hatte man im Vorfeld schon so eine Vorahnung und es kam dann auch wie es kommen musste. Die Nordkurve Gelsenkirchen kam nicht richtig in den Tritt und konnte in der ersten Halbzeit keinen guten Auftritt abliefern. Die Mannschaft spielte uns eigentlich voll in die Karten und führte früh mit 1:0, dennoch konnten wir zu keinem Zeitpunkt eine vernünftige Lautstärke erzeugen. Es waren zwar oftmals viele Hände oder Fäuste oben &#8211; optisch gibts dafür ein Sternchen. Bringt nur nichts, wenn einfach zu wenig auf dem Rasen ankommt. Das kann nicht unser Anspruch sein, Nordkurve!</p>
<p>Kurz nach der Halbzeit gab es einen Notarzteinsatz in der Südkurve, weshalb das Stadion den Support für 15 Minuten ruhen ließ. Dem betroffenen Fan wünschen wir natürlich alles Gute an dieser Stelle.</p>
<p>Die Zwangspause tat der Arena erstaunlicherweise gut und es wurde nach Wiederaufnahme des Supports mit der Führung im Nacken öfter laut in der Nordkurve. In den letzten Minuten konnte auch mehrmals das Stadion mitgenommen werden, um die drei Punkte in Gelsenkirchen zu behalten. Dieses Unterfangen glückte durch solide Abwehrarbeit und wir konnten sehr entspannt in die anstehende Länderspielpause gehen. Unser Team kam nach dem Schlusspfiff noch zur Nordkurve und es gab einen ordentlichen Schalteppich zu sehen und den „Mythos vom Schalker Markt“ auf die Ohren. Ein sehr schöner Augenblick mit der Mannschaft. Dennoch war es summa summarum ein eher schwächerer Heimspiel-Auftritt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Der Gästesteher war auf einem Samstag schon mal schlechter gefüllt. Nichtsdestotrotz bleibt von den Elversbergern wenig in Erinnerung. Tifo-Material wurde eingesetzt und das Zaunfahnenbild war ok. Gehört hat man aber bei uns absolut gar nichts.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Unterstützung gab es von unseren Freunden aus Nürnberg und Enschede. Es war uns wie immer eine Ehre, euch an unserer Seite zu haben.</p>
<p><strong>Twente Enschede &#8211; FC Schalke 04 e. V. 1:0 (0:0)</strong></p>
<p>Das aller erste internationale Spiel, welches Schalke in seiner Vereinsgeschichte bestritten hat, war 1929 gegen Enschede (in Groningen). Damals noch gegen den FC Enschede. 36 Jahre später gründete sich dann Twente Enschede, fusioniert aus den Teams Sportclub Enschede und Enschedese Boys. Wer nun mitgerechnet hat, wird feststellen, dass ein runder Geburtstag für unsere Freunde anstand. Selbstverständlich wollten weder der Verein noch die Schalker Fan-Schar als Gratulanten fehlen und tischten zum sechzigsten Geburtstag in Enschede an.</p>
<p>Knapp 5.000 Schalker sind für so ein Testspiel nicht sowieso schon eine absurde Anzahl, sie stellten zusätzlich auch noch einen neuen Auswärtsfan Rekord in Enschede da. Wir gingen das Spiel, für einen Testkick üblich, entspannt an und teilten uns im Stadion auf. Einige verweilten bei unseren Freunden im Vak-P, andere waren im Gästeblock anzutreffen. Gemeinsam hatten aber wohl alle, dass die großartige Verpflegung im Stadion ausgiebig getestet wurde. In der Heimkurve hingen die typischen Zaunfahnen und es wurde mehr oder weniger sporadisch supportet, aber auch hier lag der Fokus auf dem Genießen der gemeinsamen Zeit.</p>
<p>Für absurde Szenen sorgte der Schalverkauf von Ultras Vak-P. Diese produzierten für das Spiel einen extra angefertigten Freundschaftsschal. Man hatte teilweise den Eindruck, dass mancher Schalker nur wegen des Schals nach Enschede gekommen war. Völliger Wahnsinn, was sich an den Verkaufsstellen teilweise abspielte. Die zahlreichen Ebay-Angebote, die noch am selben Abend den Weg ins Netz geschafft haben, waren dann allerdings nicht mehr zu entschuldigen. Wer sich an den Kurven bereichern will, hat in unserem Umfeld nichts zu suchen!</p>
<p>Das Spiel selber plätscherte dann vor sich hin. Schalke spielte bestenfalls mit einer B-Elf und konnte erstaunlich gut mithalten. Die knappe 1:0 Niederlage tat dann auch niemanden weh. Wir zeigten im VAK-P noch eine kleine Aufmerksamkeit für unsere Freunde und gratulierten mit einem aufwendig gestalteten Spruchband zum sechzigsten Geburtstag.</p>
<p>60 Jaar FC Twente – Gefeliciteerd!</p>
<p><strong>Sportclub Preußen Münster 06 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:0 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Bereits früh am Samstagmorgen stand das Handy kaum mehr still. Zu dem absoluten Hochrisikospiel bei Preußen Münster hatte die Bundespolizei groß aufgefahren und mehrere Hundertschaften nach Gelsenkirchen bestellt, die rund um den Hauptbahnhof stark vertreten waren. Außerdem wurde in der Bahnhofshalle eine Personenschleuse und auf dem Bahnhofsvorplatz Stationen aufgebaut. Aber auch am Club75 war schon ein erhöhtes Polizeiaufgebot erkennbar. Wenig überraschend wurde die geplante Zug-Anreise über den Haufen geworfen und es ging per Autos Richtung Münsterland. Dies ließ die Polizei sichtlich nervös werden und so folgten uns ein paar Einsatzwagen auf die Autobahn inklusive “Rauswinken” einiger Fahrzeuge.</p>
<p>Dies passt natürlich perfekt zu den aktuellen Geschehnissen und Diskussionen. Wenn ein Thema Fußballdeutschland derzeit beschäftigt, dann ist es definitiv die Innenministerkonferenz. Immer größere Überwachung, personalisierte Eintrittskarten, intransparentere und zentralisierte Stadionverbotsverfahren &#8211; die Ideen, die durch den Raum schwirren, werden immer absurder und rasen immer weiter auf alle Fußballfans in Deutschland zu. Um sich dem Versuch, diese Hirngespinste in die Tat umzusetzen, in den Weg zu stellen, organisieren sich die Fanszenen deutschlandweit. Die Spieltage der Ligen standen also im Fokus von gemeinsamen Protesten, um alle Fußballfans noch einmal für das Thema zu sensibilisieren und der Politik sowie den Verbänden zu zeigen, wo die Grenzen sind. Umgesetzt wurde dies mit Supportverzicht in den ersten zwölf Minuten sowie mit einem Transparent, welches am Zaun vor dem Block hing und durch die Mannschaft nach Spielende präsentiert wurde. Hier zeigt sich noch einmal: Verein und Fans stellen sich gemeinsam gegen diese populistischen Maßnahmen!</p>
<p>Die eingangs erwähnten “Kontrollen” durch die Polizei machten auch am Stadioneingang nicht halt. Neben einem schlecht funktionierenden Ticket-/Scansystem wurde zusätzlich jeder Schalker bei dem das Ticket nicht auf Anhieb funktionierte, von zwei Beamten abgeführt und teilweise außerhalb des Stadions kontrolliert. Somit stellt die Polizei jeden einzelnen Stadionbesucher unter Generalverdacht und wirft diesen Ticketbetrug vor. Dabei war es den Beamten egal, ob die Person jung, alt, Mann, Frau oder sogar körperlich beeinträchtigt war. Jeder musste sich an beiden Armen abführen lassen. Der Vorwurf des Ticketbetrugs würde übrigens ein Ermittlungsverfahren nach sich ziehen und würde nach den neuen Stadionverbotsrichtlinien Stadionverbot für die beschuldigte Person bedeuten. Ihr merkt also, dass es jeden treffen kann. Stellt euch dagegen und unterzeichnet die Petition!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Unser Auftritt am ersten Spieltag nach der Länderspielpause, als Tabellenzweiter und derzeitiger Aufsteiger hätte definitiv anders laufen müssen. Ehrlicherweise muss man sich selbst und dem gesamten Schalker Haufen eingestehen, dass das, was nach dem zwölfminütigen Stimmungsboykott kam, uns als Kurve nicht würdig war.</p>
<p>Gefühlt befand sich der komplette Gästeanhang nicht zwölf, sondern die kompletten 90 Minuten im Stimmungsboykott. Weder zum Supportstart noch im Verlauf des Spiels konnten Momente erzeugt werden, die von der Lautstärke sowie Mitmachquote im Block für unsere Kurve auch nur annähernd akzeptabel waren. Noch vor Bielefeld der mit Abstand schwächste Auftritt der Nordkurve Gelsenkirchen, welcher in allen Belangen die eigenen Ansprüche nicht erfüllen konnte.</p>
<p>Da hilft es auch nicht nach Ausreden zu suchen, sondern mit Blick auf die kommenden Spiele einfach wieder ein anderes Gesicht zu zeigen!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Auch der Gegner aus Münster erwischte keinen Sahnetag, schlecht war das ganze aber auch nicht. Im Vergleich zur letzten Saison wurde hier aufgrund des großen Stadionumbaus ein wenig Tribünenroulette gespielt und so durfte die Heimkurve im vorigen Gästeblock Platz nehmen. Wohlwissend um die dürftige Akustik der Tribünen und des gesamten Stadions wurden hier, außer nach dem Spiel beim Einstimmen auf das kommende Spiel gegen Bielefeld, jedoch keine Bäume ausgerissen. Der Tifo-Einsatz sah über 90 Minuten gut aus und auch Hüpf- und Klatscheinlagen waren solide.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Vielen Dank Jungs vom FCN für eure Unterstützung!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Rückblick Mitgliederversammlung 2025</p>
<p></strong>Nur sechs Tage nach der ersten Genossenschaftsversammlung der Auf Schalke eG, war es Zeit für unsere jährliche Mitgliederversammlung des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V.. Wie schon im Vorjahr, fand diese in der Länderspielpause im November statt. Seit der Umstellung des Geschäftsjahres gibt es auch gar nicht mehr so viele alternative Möglichkeiten. Um dies zukünftig zu ändern, gab es von Vereinsseite den Satzungsänderungsantrag, die MV zukünftig ab 1. Juni statt wie bislang ab dem 1. Oktober stattfinden lassen zu können und somit mehr Spielraum für den Termin und damit verbunden auch angenehmeren Temperaturen zu haben. Würde es den Ultras und der aktiven Fanszene, wie oft in den Medien behauptet, nur darum gehen, möglichst viel allein zu entscheiden und wenig Leute auf der MV zu haben, hätte das Abstimmungsergebnis sicher anders ausgesehen. Das Gegenteil war der Fall und wir begrüßen es weiterhin, wenn möglichst viele Personen den Weg zur jährlichen Versammlung finden.</p>
<p>Neben den Satzungsänderungen gab es noch die üblichen Tagesordnungspunkte wie Berichte, Wahlen und Aussprache. Natürlich, bedingt durch die sportliche Entwicklung der letzten Monate, war die Stimmung deutlich positiver und die kritischen Wortmeldungen sehr überschaubar, für einige schon zu gering. Nur weil es sportlich läuft, heißt es nicht, dass alles rosig ist. Ebenso wenig, wie in sportlich schlechten Zeiten alles und jede Entscheidung verteufelt werden muss.</p>
<p>Nach den Berichten der drei Vorstände und des Aufsichtsrats kam es dann zu den beiden wichtigsten Tagesordnungspunkten – den Wahlen. Mit Stefan Hegmanns und Johannes Struckmeier für den Aufsichtsrat und Nathalie van den Meulenhof und Anja Wortmann für den Wahlausschuss wurde jeweils eine Person wieder- und eine neu ins Gremium gewählt.</p>
<p>Nach rekordverdächtigen vier Stunden war die Versammlung schon vorbei und die meisten Anwesenden dürften mit dem bereits verplanten Tag erstmal überfordert gewesen sein. Insgesamt eine ruhige und vielleicht sogar zu harmonische Mitgliederversammlung, die dem Verein nach den vergangenen zwei Jahren aber auch mal gut tun dürfte. Dennoch sollte man hoffen, dass im kommenden Jahr mehr Leute den Weg zu diesem wichtigen Termin finden. Da dieser bereits jetzt feststeht und am Ende der Versammlung parallel zum Vereinslied bekannt gegeben wurde, kann es eigentlich keine Ausreden mehr geben.<strong><br /></strong></p></div>
			</div><div id="unterfreunden" class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_35">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Vor der Länderspielpause gastierte der FCN bei der Elf aus Dresden und gewann das Spiel mit 1:2.</p>
<p>Letzte Woche gelang dem Glubb der dritte Sieg in Folge im Heimspiel gegen die Arminia aus Bielefeld. Im Anschluss fand bei eisigen Temperaturen im Rahmen der Weihnachtsspendenaktion das alljährliche Winterdorf der Nordkurve Nürnberg statt.</p>
<p>Morgen geht es für den FCN erneut in den Osten zum Topspiel gegen Magdeburg, ehe die Woche drauf das Frankenderby im Achteck stattfindet. So heißt es für den FCN nochmal zwei Spieltage Punkte holen, ehe unsere Freunde bei uns spielen.</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Zufrieden können unsere Freunde mit den letzten beiden Partien ihrer Mannschaft nicht sein. Erst kam man im eigenen Stadion gegen das Tabellenschlusslicht SC Telstar nicht über ein torloses Remis hinaus, dann kassierte man in der Schlussphase der Partie, wie schon so oft in dieser Saison, auch beim Aufsteiger aus Volendam den 1:1 Ausgleich.Immerhin ist für die Tukker noch alles drin, bis Tabellenplatz drei sind es nur sieben Punkte.</p>
<p>Während der Länderspielpause lud der FCT, wie die meisten wohl wissen, unsere Mannschaft im Rahmen der Festlichkeiten ihres 60-jährigen Jubiläums zum Testspiel in die Grolsch Veste. Bei diesem Spiel durften unsere Brüder und auch wir natürlich nicht fehlen. Unseren Bericht zu der Partie findet ihr in dieser Ausgabe.</p>
<p>Twente spielt als nächstes zuhause gegen AZ Alkmaar. Danach ist man beim FC Utrecht zu Gast.</p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Der FK Vardar gewinnt weiter und bleibt in der Saison ungeschlagen. Nach dem Weiterkommen im Pokal konnten die letzten vier Ligaspiele alle siegreich bestritten werden. Das Auswärtsderby in Bitola wurde kurzfristig von der Mittagszeit auf 17 Uhr etwas nach hinten geschoben – wohlgemerkt an einem Mittwoch. Komiti beschloss daraufhin, das Spiel doch noch zu besuchen und machte sich auf den Weg in den Süden des Landes. Der dadurch deutlich kleinere Haufen als üblich legte dennoch einen ordentlichen Auftritt auf der neuen zweiten Tribüne hin. Wenige Tage später gab es für die Fanszene dann doppelte Gelegenheit zur Unterstützung des Vereins. Erst stand mittags das Heimspiel gegen Tikvesh Kavadarci auf dem Programm, anschließend ging es zum Handball in die Halle. Hierzu findet ihr im Anschluss an diese Zeilen auch mal wieder einen kurzen Reisebericht von einem unserer Mitglieder. Parallel zu unserem Spiel in Münster ging es für Komiti auf die Reise ins südliche Mazedonien nach Strumica. Komiti legte den Weg per Auto-Konvoi zurück und platzierte sich auf der Tribüne hinter dem Tor und durfte einen 2:0-Auswärtssieg bestaunen und den Tag ohne große Ereignisse, aber weiterhin als Tabellenführer, ausklingen lassen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">FK Vardar Skopje &#8211; GFK Tikveš Kavadarci 3:1 (1:1)</span></p>
<p>„Wir sind gefickt. Wir sind so heftig gefickt.“</p>
<p>Nachdem mich mein Wecker aus den schönsten Aufstiegs- und Europapokalträumen gerissen hatte, waren das die ersten Worte, die ich auf dem viel zu hellen Smartphone-Display erblicken konnte. Schlagartig war ich hellwach, da diese Nachricht von meinem heutigen Reisebegleiter und Fahrer zum Flughafen stammte. Während ich nach dem souveränen Heimsieg gegen Elversberg die Einladung in die Kneipe ausschlug und nach dem obligatorischen Taxiteller ins Bett fiel, knallte sich der Kollege genüsslich ein Bier nach dem anderen rein und war am Ende im kompletten Delirium. Ganz normaler Samstagabend halt. Bevor ich in meiner Panik aber die bekannten Taxi-Apps gecheckt hatte, kam die erlösende Nachricht, dass er wach sei und wir doch nicht „gefickt“ sind. Nur das Fahren seines Autos musste ich übernehmen. Nun konnte uns also nur noch ein verspäteter Flug vom Spiel Vardar gegen Tikveš Kavadarci abhalten. Doch auch hier gab es keine bösen Überraschungen und so landeten wir anderthalb Stunden vor Anpfiff in Skopje. Die Passkontrolle hinter uns gebracht, warteten schon zwei Komiti im Auto vor dem Flughafen. Nach kurzer Begrüßung ging es dann direkt zum Stadion.</p>
<p>Dort angekommen, wurden natürlich erstmal alle begrüßt, die ersten Skopsko getrunken und dem leicht verkaterten Skopje-Neuling der erste Rakija gereicht. Stilecht wurde er mit den Worten „today you‘re going to be fucked up“ begrüßt. Dem aufmerksamen Leser dürfte bekannt sein, dass etliche Leute bei ihrem ersten Besuch in Skopje die Wirkung des Rakijas unterschätzten. Allen Warnungen zum Trotz griff er aber immer wieder selbstbewusst zur 0,5l-PET-Flasche mit feinstem selbstgebrannten Zeugs.</p>
<p>Zum Spiel verirrten sich dann leider nicht mal 1.000 Zuschauer, darunter circa 200 in der Kurve und eine Busladung Lozari aus Kavadarci auf der gegenüberliegenden Seite. Diese trafen allerdings erst kurz vor der Halbzeit ein. Der Support seitens Komiti war ordentlich mit bekannten Liedern, Schlachtrufen und schönen Pöbeleien gegen die Lozari. Ich ließ des Öfteren meinen Blick durch den Block schweifen und jedes Mal wenn ich die vielen kleinen Kinder sah, wie sie auf den Schultern ihrer Väter sitzend, ihre auf A4-Blättern selbstgemalten Vardar-Wappen hoch hielten, ging mein Herz auf und ich erinnerte mich an meine Kindheit im Parkstadion. Für Nachwuchs sollte bei Komiti also auch in den nächsten Jahren gesorgt sein. Zum Spiel selbst gibt es nicht viel zu sagen. Das Niveau ist bekanntlich nicht das Höchste. Vardar führte früh 1:0 und hatte das Spiel weitestgehend im Griff. Kurz vor der Halbzeit ging allerdings ein Anruf aus dem Kölner Keller beim Schiri ein, welcher sich eine Szene im Strafraum von Vardar nochmal anschauen sollte. Der VAR ist seit dieser Saison leider auch in Mazedonien angekommen, diesen Mist werden wir wohl nie wieder los. Der folgerichtige Elfmeter wurde verwandelt und so ging es mit einem 1:1 in die Pause. Die zweite Hälfte verlief wie die erste, nur dass Vardar erst in den letzten zehn Minuten den Sack zumachte, den Spielstand auf 3:1 schraubte und somit die Tabellenführung festigte. Nachdem die Mannschaft verabschiedet und das Material verstaut wurde, ging es für uns beide zunächst zum Apartment, um die Taschen wegzubringen. Der Kollege, der während des Spiels die PET-Flasche mit Rakija weitestgehend alleine geleert hatte, war auf dem Weg zum Apartment noch frohen Mutes und meinte ganz groß, dass er „letztens noch zwei Flaschen Maria getrunken“ habe und danach noch klar kam. Angekommen in der Wohnung ging es für ihn direkt aufs Klo, wo ihn der altbekannte Rakija-Hammer traf. Blass kam er wieder raus und legte sich mit den Worten, dass er heute nirgends mehr hin gehe, sofort ins Bett. Da lag er nun wie ein Häufchen Elend, das nächste Rakija-Opfer, welches seine Skopje-Taufe hinter sich hatte.</p>
<p>Für mich ging es mit ein paar Komiti weiter zu einer bekannten Kafana in der Nähe der Handballhalle. Diesen Tag hatte Komiti nämlich als Doppel-Spieltag ausgerufen. Die Handballer trafen am Abend auf die Mannschaft von Alkaloid zum Topspiel der mazedonischen Handballliga. Das Spiel gewann Vardar ziemlich souverän mit 34:28 und untermauerte damit seine Favoritenrolle. Für mich war es tatsächlich die Heimspielpremiere beim Handball, da ich bisher nur die Europapokal-Gastspiele in Kiel besucht habe. Der Support war ebenfalls ordentlich und hat Spaß gemacht. In den Gästeblock hatte sich niemand verirrt, somit ging es in der Halle nur um Vardar und Komiti. Nach Spielende kehrten wir noch in eine weitere Kafana ein und ließen den Tag ausklingen. Irgendwann war ich aufgrund des langen Tages auch gut fertig und so wurde ich, mit Burek und Wasser für den mittlerweile wieder wachen Kollegen, zur Wohnung gebracht.</p>
<p>Der nächste Tag startete standesgemäß mit einem ausgiebigen Frühstück und einer anschließenden kleinen Sightseeingtour durch die Innenstadt. Irgendwann war es dann Zeit, den Mietwagen in Empfang zu nehmen, um zum Ligaspiel Shkendija gegen Makedonija Gjorce Petrov in Tetovo zu fahren. 2017 stand ich das erste Mal vor dem Stadion und war fasziniert von dem verrotteten Zustand und den herumlaufenden Hühnern in den stillgelegten Autowerkstätten unter den Tribünen. Das anvisierte Spiel fand damals auf einem anderen Platz statt und somit dauerte es acht Jahre, bis ich mein Kreuz hier endlich machen konnte. Leider ist von dem Stadion aber nicht mehr viel übrig, denn nur die Haupttribüne und eine Hintertortribüne stehen noch. Hier wird in den nächsten Jahren ein neues Stadion, welches auch für Länderspiele genutzt werden soll, gebaut. Beim Betreten der Haupttribüne habe ich mich dann trotzdem wie ein kleines Kind gefreut. Es ist schon herrlich, wie faszinierend so ein verfallenes Stadion auf einen wirken kann. Da die Hintertortribüne gesperrt war, waren alle Zuschauer auf der Haupttribüne zugegen und somit war schon vorher klar, dass wir die Jungs von Ballistët nicht zu Gesicht bekommen würden. Unklar war, ob sie überhaupt im Stadion sein würden, da die Ansetzung auf einen Montag um 13:00 Uhr schon frech war. Mitte der ersten Halbzeit hörte man jedoch die ersten Trommeln und Gesänge. Nach zwei Minuten kehrte aber wieder Stille ein, welche auch nicht mehr unterbrochen wurde. Das Spiel ging 7:2 für Shkendija aus, welche damit in der Tabelle weiter knapp hinter Vardar liegen. Für uns ging es danach noch nach Matka zum Canyon. Eine Bootsfahrt ist leider aufgrund der einkehrenden Dunkelheit ins Wasser gefallen, somit reichte es nur noch für ein paar Getränke am Ufer. Nach Ankunft in Skopje trafen wir uns noch zum Abschluss mit mehreren Leuten von Komiti in einer Kafana und anschließend in einer Bar. Natürlich wurde hier nicht auf die Uhr geguckt und so hatten wir nur noch knapp anderthalb Stunden Schlaf, bevor wir zum Flughafen aufbrechen mussten.</p>
<p>Vielen Dank für zwei grandiose Tage, фала браќа.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Eine lange Sommerpause, mehrere Monate Sperre, um zu den Spielen auswärts zu fahren, eine Mannschaft, die ansehnlichen Fußball spielt. Es gibt vielfältige Gründe, dass derzeit ein großer Run auf die Tickets der Salernitana herrscht. Der Ticketverkauf für das Auswärtsspiel gegen Altamura förderte die Problematik zu Tage und war absolutes Chaos. Weniger als eine halbe Stunde nachdem die Plattform für den Verkauf freigeschaltet war, waren alle 950 Tickets vergriffen. Der Heimverein zögerte nicht lange und gab wenige Tage später weitere Bereiche um den Gästeblock frei, sodass insgesamt 1.500 Fans das Spiel ihrer Mannschaft verfolgen konnten. Zur Partie lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Mannschaft schon bessere Tage erwischt hat. Altamura ging früh in der 11. Spielminute in Führung, in der zweiten Halbzeit verwandelte Salernitana zwei Elfmeter, die dann zum 1:2 Endstand führten.</p>
<p>Gegen das Team aus Potenza kam man leider nicht über ein 1:1 hinaus. Der Gegner aus dem Mittelfeld der Tabelle hielt gut dagegen und konnte sogar mit 1:0 in Führung gehen, immerhin wurde kurz vor Schluss der Ausgleich erzielt und die Salernitana belegt den zweiten Platz in der Tabelle, punktgleich mit dem Führenden aus Catania.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Interview Ultras Bar Nettuno – Die Geburtsstunde der Ultras in Salerno | Teil 2</span></strong></p>
<p><em>In Teil 1 hat Adolfo uns Fragen zur Bildung der Gruppe, Inspiration durch andere Kurven und Rivalitäten beantwortet. Im zweiten Teil erzählen er und Rino, was sie persönlich bewegt hat, wie die Gruppendynamik und Kurve sich änderten, als die Granata South Force die Bühne betrat und wie Rino auf die Entwicklung bis heute blickt.</em></p>
<p><strong>Was war für dich der schönste und was der schlimmste Tag als Salernitana-Fan?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Das ist nicht einfach, denn ich habe im alten Vestuti-Stadion schon lange vor der Existenz der Ultras – also in den 60er Jahren – starke Emotionen erlebt und Erfahrungen gemacht. Der erste große unvergessliche Moment war, als wir 1966 das Derby gegen Neapel gewannen. Das war eine wunderschöne Emotion, weil Neapel damals die unbestrittene Metropole des Südens war. Das war ein erster persönlicher Höhepunkt. Einer der emotional schlimmsten Tage auf sportlicher Ebene war sicherlich das Play-off-Spiel in Pescara im Jahr 1991, als wir gegen Cosenza 0:1 verloren und wieder in die Serie C abstiegen.<br />Und dann wieder Pescara, aber diesmal gegen die abruzzesische Mannschaft. Damals hatten wir für einige Minuten die Illusion, in die Serie A aufgestiegen zu sein. Dann endete das Spiel und auf den Rängen brach die Hölle los, mit Platzsturm beider Fanlager und schwersten Zwischenfällen mitten auf dem Feld.</p>
<p>Das waren bittere sportliche Enttäuschungen. Aber der absolut schlimmste Tag für alle Fans ist eindeutig die Tragödie mit dem Sonderzug von 1999. <em>(Anmerkung der Redaktion: Die Zugtragödie vom 24. Mai 1999 war der Brand eines Sonderzuges, der etwa 1.500 Salernitana-Fans nach dem letzten Saisonspiel und dem daraus resultierenden Abstieg aus der Serie A von Piacenza nach Salerno zurückbringen sollte. Kurz vor der Ankunft des Zuges in Salerno, im Santa Lucia Tunnel, breitete sich ein Feuer blitzschnell im Zug aus. Viele Fans sprangen in Panik aus den Fenstern. Vier junge Fans (Vincenzo Lioi, Ciro Alfieri, Giuseppe Diodato und Simone Vitale) konnten dem Feuer im Waggon nicht entkommen und verloren ihr Leben.)</em></p>
<p><strong>Was kannst du uns über die Umstände des Zugunglücks sagen?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Die Fans sind nicht mit einem einzigen Sonderzug nach Piacenza gefahren. Jeder hatte sein eigenes Ticket für verschiedene Züge. Aber als Salernitana verlor und die Fans zurückkehren mussten, stellte der Polizeipräsident einen Zug zur Verfügung und drängte alle hinein. Man hat einfach alle in diesen einen Zug geworfen. Er wurde zum „Treno della Morte“ (Zug des Todes). Und später im Prozess wurde diese Verantwortung der Behörden nicht ausreichend untersucht. Der Polizeipräsident stellte diesen Zug zusammen und steckte uns alle hinein.</p>
<p><strong>Du sagtest während der Filmvorführung, dass du dich bereits mit 29 Jahren aus der aktiven Bewegung zurückgezogen hast. Was hat dich dazu bewogen?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Anfang der 80er Jahre hatten sich die Dinge, vor allem in mir selbst, grundlegend geändert und ich konnte mich nicht mehr damit identifizieren. Auch wenn ich im Herzen immer bei Salernitana war, war ich es von diesem Moment an vorm Fernseher.</p>
<p><strong>Eine Konsolidierung der Gruppen erfolgte 1982 mit der Granata South Force, der GSF. Was war die Idee hinter dieser neuen, großen Gruppe?</strong></p>
<p><strong>Rino:</strong> Die GSF war der nächste Schritt der Bewegung und ihrer Organisation. Sie wurde 1982 aus dem Wunsch heraus gegründet, alle Gruppen zu vereinen. Das Ziel war, mit einer Stimme zu sprechen und eine noch bessere Organisation auf die Beine zu stellen.</p>
<p><strong>Und das spiegelt sich im Symbol der GSF wider, dem fünfzackigen Stern. Was genau repräsentierten diese fünf Zacken?</strong></p>
<p><strong>Rino:</strong> Genau. Der fünfzackige Stern hatte keinen politischen Bezug, sondern sollte die fünf wichtigsten Gruppen darstellen, die sich damals zusammen schlossen, um die Granata South Force zu bilden und die Kurve wirklich zu führen. Jede Gruppe hatte ihre eigene Zaunfahne. Das waren die Panthers, Warriors, Fighters, Fedayn und Ultras. Die Gruppe Ultras kam aus dem Viertel Pastena und war die Gruppe von Carmine und Vincenzo Rinaldi. Carmine Rinaldi, später besser bekannt als „Siberiano“. Derjenige, der dann zu einem Mythos wurde. Anerkannt und respektiert von allen in der italienischen Ultra-Welt. Über Carmine zu sprechen würde Zeit erfordern und wir könnten trotzdem nicht beschreiben, was er dargestellt hat. Sicherlich hat er einen Meilenstein unserer Bewegung dargestellt.</p>
<p>Mit der Gründung der GSF wurden die Ultras der Salernitana zu einer wirklich kompakten und respektierten Kraft, sowohl in der Curva Sud als auch bei Auswärtsfahrten in ganz Italien. Um einige besondere Episoden zu nennen, muss gesagt werden, dass zum Beispiel die Gesänge auf eine bestimmte Weise eingeführt wurden. Andrea Criscuolo, einer der ersten Vorsänger, pflegte nach Rom in die Curva Sud zu gehen, wo damals die „Commando Ultrà Curva Sud“ (CUCS) waren. Er hörte sich die Gesänge an, die die Romanisti Ultras anstimmten, prägte sich den Rhythmus ein und wir wiederholten sie in unserer Kurve, natürlich für unsere Bedarfe abgeändert.</p>
<p>Wie Adolfo bereits sagte: Imitation, Imitation in einem nicht abfälligen Sinne.</p>
<p><strong>Welche Choreographie kennzeichnete die erste oder die berühmteste der GSF?</strong></p>
<p><strong>Rino:</strong> Das war im Heimspiel im Derby gegen die Cavese 1984-85. Es war die erste Choreographie in Italien mit umgedrehten Pappkarten. „Vinci per noi“ (Gewinne für uns). Granatrote Fläche mit weißer Schrift. Das ist die erste Choreographie, die ich in einer italienischen Kurve auf diese Weise in Erinnerung habe.</p>
<p><strong>Wann begannen die ersten Fanfreundschaften?</strong></p>
<p><strong>Rino: </strong>Die erste Fanfreundschaft, die wirklich eine bestimmte Art von Mentalität gefestigt hat, war 1983 mit Bari. Das war eine Zeit, die ich persönlich erlebt habe. Eine Beziehung, die im Laufe der Zeit zu einem Gefühl der Brüderlichkeit zwischen zwei ganzen Städten und nicht nur zu einer Ultra-Beziehung geworden ist. Totale Symbiose zwischen zwei Städten, die ein Stolz und ein Erbe sind, welche bewahrt und an die neuen Generationen weitergegeben werden müssen.</p>
<p>Nach der mit Bari gab es die Fanfreundschaft mit Monopoli, die sehr lange dauerte, aber die Beziehung wurde kürzlich beendet. Dann folgten Reggina 1987 und Andria 1989. Fanfreundschaften oder starke Freundschaften gab es auch mit Pagani und Perugia.</p>
<p>Pagani wurde unterbrochen, weil von ihrer Seite kein Interesse mehr bestand, diese Beziehung aufrechtzuerhalten. Aus Gründen, die nicht einmal interessieren, aber wir sind der Meinung, dass eine Freundschaft bei jeder Gelegenheit auf Respekt basieren muss und das begann offensichtlich zu fehlen.</p>
<p>Perugia ist eine dieser Freundschaften, unter deren Bruch ich immer noch leide. Ich übernehme jede Verantwortung dafür, dass die Trennung unsere Schuld war. Ohne weiteres hinzuzufügen, denn diese Dinge sollten in ungeeigneten Foren überhaupt nicht beschrieben oder erzählt werden. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass Ultra-Themen auf die richtige Weise und in den entsprechenden Foren behandelt werden müssen. Das Aufkommen der sozialen Medien und der „virtuellen Welt“ hat unsere Welt verzerrt und es in vielen Fällen nicht ermöglicht, das Reale vom Illusorischen und der virtuellen Welt zu unterscheiden.</p>
<p><strong>Heute leiden die italienischen Ultras sehr unter der Repression des Staates und der Polizei. Die Verwendung der Tessera, Stadionverbote von zehn Jahren oder das Auswärtsfahrverbot sind nur die Spitze des Eisbergs. Wie habt ihr damals die staatlichen Organe erlebt?</strong></p>
<p><strong>Adolfo:</strong> Die Gewalt war schlimmer als heute und es gab immer Schlägereien! Die Polizei stellte sich immer und überall auf, um diese Auseinandersetzungen zu verhindern. Wir trafen uns oft mit Nocerina, Casertana und Cavese, aber es gab auch Auseinandersetzungen in Bergamo, Benevento und an anderen Orten.</p>
<p><strong>Rino:</strong> Was sich geändert hat, ist, dass die Repression heute systematisch geworden ist. Ohne die Rolle des Opfers einnehmen zu wollen, weil wir uns bewusst sind, dass jede Aktion eine Reaktion haben wird und wir immer und in jedem Fall die volle Verantwortung für das übernehmen, was wir tun.</p>
<p>Aber Stadionverbote außerhalb vom Fußballkontext, präventive Stadionverbote, Nutzungsbestimmungen der Stadien, die Entziehung der Mittel des Tifomaterials und teure Tickets stellen gemeinsame Feinde dar, die kompakt bekämpft werden müssen.Man beraubt uns der Natur des Ultra-Seins. Heutzutage, besonders in Italien, muss jeder junge Mensch, der noch an eine bestimmte Art zu handeln und dieses Leben zu führen glaubt, als Held betrachtet werden, weil es materiell unmöglich geworden ist.</p>
<p><strong>Vielen Dank für diese unglaublich interessanten Einblicke in die Geschichte der Ultras in Salerno.</strong><span style="text-decoration: underline;"><br /></span></p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bremen:</strong></span><strong> </strong>Die Spendenaktion „Vereint für Bremen“ der aktiven Fanszene des SV Werder Bremen startete zum sechsten Mal und konzentriert sich in diesem Jahr auf die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien sowie von Kindern mit schweren oder lebensverändernden Erkrankungen. An den letzten drei Heimspieltagen der Hinrunde wird für drei ausgewählte Organisationen aus Bremen und dem Umland gesammelt. Die Initiative entstand während der Corona-Pandemie und setzt ihr soziales Engagement bis heute fort. Unterstützt wird die Aktion durch den Verkauf von Fanartikeln sowie durch Spenden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stuttgart:</strong></span><strong> </strong>Nach den Auseinandersetzungen zwischen VfB- und Basel-Fans sowie dem Einsatz von Pyrotechnik während der Partie wurde der VfB Stuttgart von der UEFA zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Bei erneutem Pyroeinsatz droht dem Verein ein Verkaufsverbot für Auswärtstickets. Die aktive Stuttgarter Fanszene kritisierte diese Entscheidung deutlich und sieht darin ein Zeichen für die strikte Null-Toleranz-Linie der UEFA. In ihrer Stellungnahme schildert sie zudem, dass Auswärtsreisen in Europa immer häufiger von Repressionen, Generalverdacht und entwürdigenden Bedingungen geprägt seien. Besonders die Erlebnisse in Madrid und Belgrad gelten als Beleg für massive Übergriffe und mangelnde Reaktionen der UEFA.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Jena:</strong></span><strong> </strong>Das heutige Derby zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem FC Carl Zeiss Jena sorgte schon vor dem Anpfiff für Unmut, da die Eintrittspreise im Gästeblock erstmals die unverhandelbare Grenze von 20 Euro für einen Stehplatz erreichten. Grund dafür sind unter anderem zusätzliche Vorverkaufsgebühren, die der FC Carl Zeiss Jena seinen eigenen Anhängern berechnet. Die Horda Azzuro veröffentlichte deshalb eine Stellungnahme, in der sie diese Preisentwicklung kritisierten und alle beteiligten Vereine der Regionalliga Nordost aufforderten, sich künftig auf moderate und fanfreundliche Ticketpreise zu verständigen. Die Gruppe verweist auf die Initiative „Kein Zwanni für’n Steher“, deren Grundgedanke auch heute noch gelte und betont, dass steigende Kosten und Sicherheitsauflagen nicht dazu führen dürften, Fans finanziell weiter zu belasten. Vorverkaufsgebühren sollten ausschließlich den tatsächlichen Aufwand abdecken und nicht als zusätzliche Einnahmequelle dienen. Die Vereine haben die Verantwortung, die finanziellen Möglichkeiten ihrer Anhänger zu berücksichtigen und die 20-Euro-Grenze als klare Schmerzschwelle anzuerkennen. Gleichzeitig appellierte die Horda Azzuro an die eigene Fanszene, sich diesen Entwicklungen nicht widerstandslos zu beugen und die Preisgrenze gemeinsam zu verteidigen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Köln:</strong></span><strong> </strong>Bei dem Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln kam es vor dem Gästeblock zu einem von Willkür und Unverhältnismäßigkeit geprägten Polizeieinsatz. Der Eingang zum Gästeblock wurde zeitweise komplett gesperrt, wodurch sich ein starker Andrang entwickelte. Die Staatsmacht griff dabei teils ohne erkennbaren Grund mit Faustschlägen gegen Fans ein und trennte in einem Fall einen Vater von seinem minderjährigen Sohn. Besonders problematisch war, dass Kinder und Familien während des Einsatzes offenbar kaum geschützt wurden und teils Gefahren ausgesetzt waren, die durch das Verhalten der Beamten selbst entstanden. Zahlreiche Fans wurden verletzt, teils bereits beim bloßen Einlass. Die Fanhilfe Köln kritisiert die Maßnahme als pauschal, undifferenziert und rechtsstaatlich problematisch, da offenbar keinerlei konkrete Gefährdung vorlag, die ein derartiges Vorgehen gerechtfertigt hätte.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Ausgabe 5: SV Darmstadt 1898 e.V.</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-5-sv-darmstadt-1898-e-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_42 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>so einen Saisonstart haben sich wohl nur die kühnsten Optimisten unter uns erträumt. 21 Punkte nach gerade mal neun Spielen bedeuten Platz zwei. Zum Vergleich: Vergangene Saison brauchten wir für dieselbe Punktzahl die doppelte Anzahl an Partien. Wenn mittlerweile TV-Kommentatoren bei anderen Fußballspielen Parallelen zum „Schalker-Spiel“ sehen, weiß man, dass dieser Start alles andere als Glück war. Es läuft gerade schon viel zusammen. Trotzdem sollten wir alle auf dem Boden bleiben. Jetzt in Träumereien vom Aufstieg zu verfallen, nützt niemandem was. Genießen wir den Status Quo und treiben unsere Elf weiterhin von Sieg zu Sieg. Unser heutiger Gegner hat ebenfalls einen guten Start hingelegt und befindet sich lediglich drei Punkte hinter uns. Es wird daher sicherlich kein Selbstläufer. Knüpfem wir an die letzten guten Auftritte an und setzen gemeinsam mit den Jungs auf dem Rasen die Siegesserie fort.</p>
<p>Bereits nächsten Mittwoch treffen wir erneut auf die Lilien. Spielort wird das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt sein. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gilt es abermals der 12. Mann zu sein. Ausruhen können wir uns in der Winterpause.</p>
<p>Mittlerweile hat der Herbst Einzug in Deutschland gehalten. Für uns bedeutet das, den Nordkurven Kalender 2026 unters königsblaue Volk zu bringen. An den Parametern hat sich nichts geändert. Der Preis liegt bei 10 Euro (4 Euro + 6 Euro Mindestspende), 25 Prozent der Einnahmen gehen in die Choreokasse, 75 Prozent an soziale Projekte unserer Stadt. Erhältlich ist das gute Teil wie gewohnt bei unseren fliegenden Händlern an den Eingängen der Arena, sowie online unter der Adresse <a href="https://nk-kalender.de">https://nk-kalender.de</a>.</p>
<p>Greift ordentlich zu, einen Kalender kann jeder &#8211; von der kleinen Schwester bis zur Ur-Omma &#8211; gebrauchen und ihr könnt frühzeitig die Weihnachtsgeschenke als erledigt abhaken.</p>
<p>Aber jetzt schießen wir erstmal Darmstadt aus der Arena!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. – SpVgg Greuther Fürth GmbH &amp; Co. KgaA 1:0 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Zum Spiel gegen Fürth erwartete die Nordkurve Gelsenkirchen eine Neuerung. Nach über zehn Jahren hat unsere alte Megafonanlage ausgedient. Das gute Stück machte zuletzt immer wieder technische Probleme. Nun wird es durch ein gänzlich neues System ersetzt. Maßgebendes Ziel ist es, unseren immer weiter gewachsenen Stimmungskern erreichen zu können. Dafür brauchen wir eine Anlage, die nicht lauter ist, dafür aber deutlicher Wort und Gesang ausgibt.<br />Insgesamt werden nun weniger Hörner als zuvor eingesetzt.</p>
<p>Um das neue Setup gleich einem Praxistest zu unterziehen, stimmten unsere Vorsänger mit dem Trommler von UN den wohlbekannten Schlachtruf der magischen Buchstaben “F C N” an. Eine kleine Klarstellung vorweg, wer die Nummer 1 in Franken ist. Mit Anpfiff wurden vor den Podesten prompt Gassen aufgemacht. So konnte schon mal Bewegung auf die Ränge gebracht werden. Es folgten einfache, prägnante Gesänge, mit nach links und rechts schwenkenden Armen, sowie Tempowechsel und Schaleinsatz. Die Teilnahmebereitschaft der Nordkurve bis hin zu den Außenblöcken in dieser frühen Phase des Spiels war groß und machte Bock auf mehr. Weitere Highlights in der ersten Halbzeit waren “Eine Stadt erstrahlt in Blau” sowie der Einstieg des ganzen Stadions in die Gesänge bei einer Ecke.</p>
<p>Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden Spruchbänder zur Solidaritätsbekundung für die Sozialarbeiter des Fanprojekts Karlsruhe ausgerollt. An dieser Stelle bleibt nur zu sagen, dass ein Zeugnisverweigerungsrecht in diesem Tätigkeitsfeld unabdingbar ist und den Jungs und Mädels aus Baden größter Respekt für ihre stabile Haltung gebührt.</p>
<p>Stimmungstechnisch ging es für uns gut weiter. Die Nordkurve konnte an die Lautstärke der ersten Halbzeit anknüpfen und Lieder wie “Steh’n zu dir in schlechten Zeiten” fanden wieder und wieder Anklang. Wechselgesänge in der Kurve, “Von der Elbe bis zur Isar” im ganzen Stadion und dann noch das wohlverdiente Tor zum 1:0 durch Finn Porath &#8211; das konnte sich schon gut sehen lassen. Der Klassiker “Von der Emscher bis zum Bosporus” rundete letztendlich den Abend ab. Nach dem Abpfiff feierten wir den Sieg mit der Mannschaft.</p>
<p>Nur einen Wermutstropfen gab es erneut zu verzeichnen. Unsere Jungs vor den Toren haben wieder zwischen uns in den Reihen gefehlt. Bleibt standhaft!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span><br />Mit einigen Minuten Verspätung betraten die aktiven Auswärtsfahrer unsere Arena. Die Außenbegrenzungen wurden grün verhangen, vorne hing die “Zurück zur SpVgg Fürth” Fahne, Horidos und Co. beflaggten an einem der unteren Wellenbrecher. Insgesamt kam nicht viel vom Support an. Wirklich voll war der Block auch nicht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><br />Vielen Dank, Freunde aus Nürnberg, dass ihr uns so zahlreich unterstützt habt. Wir haben gerne mit euch den Sieg gegen die Vorstadt gefeiert. Ebenso freuten wir uns auch über den erneuten Besuch aus Mönchengladbach.</p>
<p><strong>DSC Arminia Bielefeld GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 1:2 (0:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"></span>Viereinhalb Jahre nachdem unser Verein mit dem Abstieg in Bielefeld seine wahrscheinlich schwärzeste Stunde erlebte, sollte es für uns wieder auf die Alm gehen – diesmal glücklicherweise mit Zuschauern und in deutlich weniger misslicher Lage. Die Anreise per Entlaster kann man als maximal entspannt bezeichnen. Vor Ort wartete ein absurdes Bullenaufgebot auf uns. Erfreulicherweise durften wir die letzten Meter zum Stadion aber im Gegensatz zu unserem letzten Besuch zu Fuß zurücklegen und auch die Einlasssituation gestaltete sich entspannt.</p>
<p>Um den beschissenen Steher zu meiden, wählten wir den angrenzenden Gästesitzer als Zentrum unseres Supports. Die große Nordkurve Gelsenkirchen-Fahne und reichlich Tifo im gesamten Gästebereich sorgten optisch schon mal für ein komplett rundes Bild.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen </span></p>
<p>Zum Intro hatten wir reichlich Rauch und Fackeln im Gepäck. Das Ganze war auf jeden Fall nett anzusehen, wenngleich der starke Seitenwind sämtlichen Rauch sofort aus dem Stadion pustete. Unsere Mannschaft legte aber los wie die Feuerwehr und sorgte mit zwei Treffern in den ersten zwanzig Minuten für einen absoluten Traumstart. Akustisch sollte der Funke allerdings leider nicht wirklich überspringen. „Ich hab mein Herz verloren“ zu Beginn und die Phasen nach den Toren überzeugten noch halbwegs, danach war die Handbremse fast dauerhaft angezogen. Gerade der obere Teil des Blocks war nicht sonderlich gut aufgelegt. Positiv hervorheben kann man aber das gute Timing beim Anreißen weiterer Fackeln und ein bis zwei gute Schalparaden.</p>
<p>Durchgang zwei startete direkt mit dem Anschlusstreffer der Bielefelder. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem unsere Mannschaft immer wieder Kampf und Leidenschaft an den Tag legte. Am Ende retteten sie das Ding über die Zeit. Während es im Allgemeinen leider wenig Erwähnenswertes auf Seiten unserer Kurve zu berichten gibt, bleiben die Feierlichkeiten nach Abpfiff – unter anderem mit einem lautstarken „Königsblauer S04“ – auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung. Hier zeigte der anwesende Schalker Anhang, was eigentlich möglich gewesen wäre. Auch wenn unser Auftritt definitiv nicht an Dresden und Magdeburg anknüpfen konnte, lässt sich auf diesen Momenten aufbauen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Die Heimseite rund um die Lokal Crew Ultras erwischte ebenfalls keinen Sahnetag. Während man in der ersten Halbzeit mit dem Spielverlauf sicherlich kein einfaches Los gezogen hatte, hätte in der zweiten Halbzeit schon etwas mehr bei uns ankommen können. Dass der untere Teil der Kurve zudem komplett vom „aktiven Kern“ des Supports abgekoppelt ist, kann man nicht wegdiskutieren. Im Gedächtnis bleiben aber die ansehnliche Beflaggung im Oberrang und gute Mitmachquote bei Klatscheinlagen. Viel mehr gibt es nicht zu berichten.</p>
<p><strong>Bohemian FC – FC Schalke 04 e.V. 3:2 (1:0)</strong></p>
<p>Endlich wieder Schalke international! Klar, das stimmt nur bedingt, da gerade die Testspiele in den Sommer- und Wintertrainingslagern auch im Ausland stattfinden. Dennoch hat ein Spiel des eigenen Vereins in Irland natürlich einen anderen Reiz. So verwunderte es nicht, dass das Interesse an der Begegnung auf große Resonanz stieß und erste Personen die Flüge für Oktober, bereits im Sommer-Trainingslager buchten, als nur das Gerücht aufkam. So ein Flug zu haben ist schließlich besser als ihn zu brauchen.</p>
<p>Am Ende sollte die Reise nach Dublin tatsächlich stattfinden und mit einigen Wochen Vorlaufzeit gab Schalke das Spiel beim Bohemian FC bekannt. Durch das große Interesse am Spiel und da es seit einigen Monaten wieder vermehrt Stadionverbotler auf Schalke gibt, kristallisierte sich irgendwann heraus, die Partie anders als die sonstigen Testspiele zu nutzen. So machten sich am Ende etwa 2.000 Schalker auf die Reise in die irische Hauptstadt, um ein geselliges Wochenende zu verbringen und etwas „Schalke international“-Feeling aufblühen zu lassen.</p>
<p>Am Spieltag wurde sich frühzeitig im Zentrum der Hauptstadt an einem Pub getroffen, um sich gemeinsam auf die Begegnung einzustimmen. Anschließend ging es auf den halbstündigen Fußmarsch zum Stadion, der mit verschiedenen Gesängen und auch einem neuen Lied untermalt wurde. Das man als große singende Gruppe auf dem Weg zum Stadion seit Jahren bereits von hunderten Handys gleichzeitig gefilmt wird und einige der Personen dabei auch jede Distanz vermissen lassen, ist leider nichts neues und in der heutigen Zeit wohl leider normal. Dennoch muss man sich aber definitiv eingestehen, dass es im Laufe des Marschs zu Reaktionen unserseits kam, die nicht angebracht waren und so nicht passieren dürfen. Das Video dürfte jeder Leser gesehen haben. Und auch im Stadion gab es dann leider einzelne Vorkommnisse, die unnötig waren. Gerade wenn man bedenkt, dass der Gastgeberverein wirklich viel dafür getan hat, dass wir vor Ort perfekte Bedingungen für einen ausgelassenen Nachmittag hatten und sowohl mit dem Kartenkontigent als auch der Verpflegung vor Ort viel ermöglicht wurde.</p>
<p>Dennoch wurde das Stadionerlebnis am Ende bestmöglich genutzt. Hinter dem Spruchband für die Sektion Stadionverbot „Wer uns brechen will, wird daran zerbrechen“ wurde sich hinter dem Tor positioniert und die 90 Minuten sehr ungezwungen verlebt und abwechslungsreich supportet. Die Lockerheit im Vergleich zum klassischen Spiel war merklich zu spüren und große Teile der Tribüne hinter dem Tor haben sich bei den Liedern beteiligt und so für einen gelungenen Tag gesorgt, der hoffentlich allen mitgereisten Stadionverbotlern Kraft für die nächsten Monate gibt. Gleichzeitig sollten sich alle Leute im Stadion vor Augen führt, dass man die 90 Minuten stets wertschätzen sollte.</p>
<p>Nach dem Schlusspfiff wurde noch eine Weile am Stadion verweilt und irgendwann erneut mit Trommel und Gesängen zurück in die Stadt gelaufen. Insgesamt war das Testspiel in und der Ausflug nach Dublin eine willkommene Abwechslung vom Liga-Alltag, der wirklich Spaß gemacht hat. Trotzdem ist uns bewusst, dass bei einzelnen Situationen vor Ort Fehler passiert sind, die es aufzuarbeiten gilt.</p>
<p><strong>Hannover 96 GmbH &amp; Co. KGaA &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:3 (0:2)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Neunter Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga und Schalke spielt Freitagabends bei Hannover 96 um die &#8211; zwischenzeitliche &#8211; Tabellenführung. Ohne Frage eine Situation, die jeder vor der Saison sofort unterschrieben hätte. Gleichzeitig aber auch eine Aussage, für die man vor der Saison aufgrund Neustrukturierung und eher durchwachsenen Testspielen wahrscheinlich stark belächelt worden wäre. Nun ist dies jedoch unsere schöne Realität, die es mit der breiten blau-weißen Anhängerschaft immer weiter und weiter und von Spiel zu Spiel zu verteidigen gilt. Startpunkt: Freitagabend, 18:30 Uhr, Flutlicht, Niedersachsenstadion.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Trotz der frühen Anstoßzeit und dem Chaos auf der A2 im Ferien- und Wochenendverkehr trafen unsere Gruppe und nahezu alle Schalker zeitig in Hannover ein. Dies verschaffte uns die Gelegenheit, uns im gesamten Auswärtsblock besser positionieren und anflaggen zu können. Die Nordkurve Gelsenkirchen-Zaunfahne schaffte es an die Balustrade des Oberrangs, darüber hingen auf einem Kabelrohrkonstrukt die bekannten Gruppenzaunfahnen. Optisch machte das Ganze schon mal etwas her.</p>
<p>Akustisch wurde mit „Von der Emscher bis zum Bosporus“ vor dem Anpfiff schon einmal gut angetestet und die Regler sollten es im weiteren Verlauf sogar noch ein paar Stufen nach oben schaffen. Zum Anpfiff schaffte es „Jeden Tag und jede Nacht“ zur besten Performance seit Liedbestehen und wurde von allen Schalkern, egal in welchem Block, lautstark vorgetragen.</p>
<p>Die frühen Tore durch Sylla und die vielen Entscheidungen für Schalke taten ihr Übriges und spielten unserer Stimmung komplett in die Karten. Geile Lautstärke, breiter Tifoeinsatz und immer eine starke Anzahl an Händen oben. Es war eine richtig, richtig gute erste Halbzeit.</p>
<p>Die zweite Halbzeit startete leider mit etwas Sand im Getriebe. Quasi mit dem Wiederanpfiff gab es acht Minuten Unterbrechung, VAR Hick-Hack bei der Elfmeterüberprüfung und anschließende Tonprobleme beim Schiedsrichter, die uns wieder einmal mit Kopfschütteln zurücklassen. Der Versuch der „Fairness“ hin oder her, aber dieses ewige Rumgeeier macht einfach keinen Spaß mehr und nimmt einem wirklich jegliche Emotionen und Freude beim Fußball. „Scheiss DFB“- und „Ihr macht unseren Sport kaputt“-Gesänge folgten, auch im Wechsel mit der Heimkurve. Am Ende stieg nahezu das gesamte Stadion mit ein. Dies war doch der eindeutige Beweis: Keiner hat Bock auf den VAR, schon gar nicht, wenn es ewig dauert. War ja nicht das erste Mal. Selbst Friedrich Merz findet den VAR kacke, und der muss es ja wissen …</p>
<p>Im Anschluss an das ganze nicht-sportliche Geschehen auf dem Platz brauchte die Nordkurve Gelsenkirchen einige Minuten, um wieder in den Tritt zu kommen. Die Stimmung war weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, aber erst mit „Asoziale Schalker“ fanden wir zu vorheriger Leistung auf den Rängen zurück. Wir starteten noch einmal eine richtig geile Schlussphase, gekrönt durch den 3:0-Endstand und ersten Treffer in Königsblau für Neuzugang Gomis.</p>
<p>Auch wenn unsere Stimmung überdurchschnittlich gut und nah am Optimum war, haben zur absoluten Eskalation noch ein paar Prozente gefehlt. Meckern auf hohem Niveau, aber bei einem 3:0-Auswärtssieg und Tabellenplatz 1, waren eigentlich alle Vorzeichen auf Grün. Vielleicht lag’s ja am alkoholfreien Bier.</p>
<p>Während des Spiels zeigten wir ein Spruchband und verspotteten mit diesem das geänderte Ticketsystem sowie die untersagte Choreo. Nachdem Hannover 96 bei unserer letzten Choreo wenig Begeisterung über deren Ausmaß gezeigt hatte, gab es in diesem Jahr zunächst Einschränkungen beim Füllmaterial der geplanten Aktion. Nachdem dieses Problem gelöst war, war es die Höhe des Spruchbandes, die den Verantwortlichen der örtlichen Feuerwehr nicht passte. Auch immer neue Hürden bei optischen Aktionen und der Ticketverteilung halten die Schalker nicht davon ab, wie die Heuschrecken in fremde Stadien einzufallen und sie zu übernehmen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span><br />Auf der Gegenseite war über die gesamten 90 Minuten durchgehend Bewegung zu erkennen, sowohl in puncto Tifo als auch bei Klatsch- und Hüpfeinlagen. Selbst unmittelbar nach den Gegentoren war direkt wieder Bewegung, vor allem rund um die Podeste, zu sehen. Akustisch ist das Ganze aufgrund des eigenen Auftritts etwas schwerer zu beurteilen, insgesamt war es jedoch einer der besseren Heimauftritte der Hannoveraner.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span><br />Begleitet wurden wir von einer größeren Abordnung aus Mazedonien sowie den etwas verspätet eingetroffenen Freunden aus Enschede. Vielen Dank für eure Unterstützung!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sonstiges</span><br />Den letzten Punkt des Berichts widmen wir unserer SEK SV. Diese war hauptsächlich von den für dieses Spiel ausgesprochenen Betretungsverboten betroffen. Die Mitglieder durften somit nicht nur das Stadion nicht betreten, sondern hatten nicht einmal die Möglichkeit, die Anreise gemeinsam mit der Gruppe zu bestreiten. Dadurch konnten sie nicht wenigstens ein paar Stunden mit uns verbringen.</p>
<p>Haltet durch &#8211; wir für euch und ihr für uns!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg" alt="" title="11_UnterFreunden" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/11_UnterFreunden-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9631" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Nach der deutlichen 0:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin konnte der Glubb den zweiten Saisonsieg in Düsseldorf einfahren. Nach dem Führungstreffer in der 25. Minute musste man Mitte des zweiten Durchgangs noch den 1:1 Ausgleichstreffer hinnehmen, ehe eine wilde Schlussphase begann. Glücklicherweise gingen dort die richtigen Farben als Sieger vom Platz und so stand es am Ende 3:2 für Rot-Schwarz. Feierstimmung bei den mitgereisten FCN-Anhängern im Oberrang, welche sich geschlossen hinter der 1. Fußballclub Nürnberg-Fahne versammelten und einen soliden Auftritt ablieferten.</p>
<p>Nach der Länderspielpause hatte man vergangenen Sonntag Holstein Kiel zu Gast und am Ende wieder mal kein Glück. Das 1:1 in der 86. Minute fühlt sich wie eine Niederlage an. Platz 15 nach neun Spielen ist mehr als ernüchternd.</p>
<p>Sonntagmittag steht für viele Glubbfans das beliebte Spiel am Betzenberg an. Eine Woche später und zeitgleich zu unserer Partie in Karlsruhe hat der FCN Eintracht Braunschweig zu Gast.</p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Nach dem 5:1-Erfolg bei Sparta Rotterdam scheint der Knoten bei unseren Freunden geplatzt zu sein, sie sind seitdem ungeschlagen.</p>
<p>Erst holte man mit einem 3:2 gegen Fortuna Sittard endlich den ersten Heimsieg der Saison, dann schlug man den Nachbarn Heracles Almelo im Derby mit 2:1. Hier zeigten unsere Brüder zum Intro, dass die Farbe Rot in der Region Twente regiert und nebelten die Veste in rotem Rauch ein.</p>
<p>Im letzten Auswärtsspiel konnte man in der Nachspielzeit dank des 3:3 per Elfmeter noch einen Punkt aus Nijmegen mitnehmen.</p>
<p>Der FCT steht nun mit 14 Zählern auf Tabellenplatz sieben und alles ist wieder offen. Als nächstes spielen die Roten zuhause gegen Ajax. Danach geht es im Pokal zum Amateurclub Rohda Raalte. Den Abschluss der englischen Woche macht das Auswärtsspiel beim FC Groningen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Mazedonien macht wieder Balkan-Sachen. Wurden kurz vor der Länderspielpause noch die nächsten Spieltage terminiert, war diese Veröffentlichung nur wenige Tage später schon wieder gegenstandslos. Aufgrund einer Kommunalwahl sah sich die Polizei nicht in der Lage, die Fußballspiele der ersten drei Ligen zu sichern, weshalb der gesamte Spielbetrieb am vergangenen Wochenende pausieren musste.</p>
<p>Vor der länderspielbedingten Unterbrechung der Liga stand für Vardar das Spitzenduell gegen den Tabellenführer FC Struga auf dem Programm. Trotz zwei Rückständen wurde noch ein 2:2-Unentschieden erkämpft und somit Platz zwei in der Tabelle beibehalten. Komiti zeigte in der Kurve eine Rauch-Show in rot und gelb, die von einer 1987 untermalt wurde.</p>
<p>Am Montag steht für Vardar die nächste Härteprüfung an, wenn es zum Verfolger Shkendija nach Tetovo geht. Gut eine Woche später folgt an einem Mittwoch dann das Derby bei Pelister Bitola. Ob Gästeverbot oder nicht: Bei Anstoßzeiten montags oder mittwochs um 13:30 Uhr werden die meisten Fans die Spiele nur auf der Arbeit am Handy gucken können.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Der sportliche Lauf der Salernitana setzt sich fort. 22 Punkte aus zehn Spielen können sich durchaus sehen lassen und befördern die Granata auf Platz zwei der Tabelle. Auswärts bei Casarano konnte ein Unentschieden erkämpft werden. Beim darauffolgenden Heimspiel, dem “kleinen Derby” gegen Cavese, wurde bei ausverkaufter Heimkurve und Regen ein 3:2-Sieg eingefahren, was zu Extase im Block führte. Die Gästefans durften, wie leider häufig in Italien, nicht anreisen. Zumindest nicht die mit Wohnsitz in Kampanien. Das führte zu der grotesken Situation, dass sich exakt ein Zuschauer im Gästeblock befand, für den die Bullen dann auch ordentlich aufgefahren hatten, inklusive Eskort zum Stadion.</p>
<p>Beim Spiel konnte einer der Vorsänger der Nuova Guardia nach fünfjährigem Stadionverbot wieder auf dem Podest begrüßt werden. Glückwunsch und willkommen zurück! Grund zu feiern gab es auch in der darauffolgenden Woche. Am 8. Oktober feierte Nuova Guardia ihr 35-jähriges Bestehen. Dazu findet ihr einen ausführlichen Bericht in dieser Ausgabe.</p>
<p>Das Auswärtsspiel gegen Monopoli entschied Salernitana 0:1 für sich, beim Spiel auf Sizilien gegen Catania musste man sich 2:0 geschlagen geben.</p>
<p>Eine gute Nachricht erreichte die Fanszene vergangene Woche &#8211; das Auswärtsfahrverbot, das noch bis Dezember gelten sollte, wurde aufgehoben und so kann die Fanszene beim Spiel in Latina am 2. November ihre Mannschaft auch auswärts wieder begleiten und supporten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">35 Jahre Nuova Guardia</span></p>
<p>Kürzlich zelebrierten die Ultras der Nuova Guardia ihr 35. Gruppenjubiläum. Grund genug also, seine Koffer zu packen und eine Reise nach Salerno zu unternehmen. Dieses Mal sollte in den Geburtstag hineingefeiert werden, man feiert die Feste schließlich wie sie fallen an einem Dienstag. Also fand sich unsere Abordnung am frühen Abend im auserkorenen Festsaal ein. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Gastgeber und etwas Smalltalk, der nach 9 Jahren Freundschaft und gelernten Floskeln ein bisschen besser von den Lippen geht, wurden alle Gäste zu Tisch gebeten. Wie es bei Feiern in Salerno üblich ist, wurde zunächst mit Brot, Schinken und Büffelmozarella der erste Hunger gestillt. Nach der Vorspeise eröffnete der Moderator die Feier offiziell und bat den Capo NGs auf die Bühne. Dieser hieß alle willkommen und würdigte die zahlreiche Anzahl an Gruppenmitgliedern, Mitgliedern anderer Gruppen der Curva Sud Siberiano sowie die angereisten Freunde aus Bari, Andria, Reggina und Gelsenkirchen. Danach gab es einen sehenswerten Film mit Fotos und Videos verschiedenster Momente aus Jung und Alt zur Gruppengeschichte zu sehen.</p>
<p>Der italienweit bekannte Priester und Salernitana-Fan Don Roberto Faccenda stand ebenfalls auf der Gästeliste und ließ es sich nicht nehmen eine rhetorisch fesselnde Rede zur Gruppe zu halten, in der er die Bedeutung der Nuova Guardia für die ganze Stadt hervorhob und schließlich, wie es sich für einen Priester gehört, die Gruppe zu segnen. Eine in unseren Gefilden sicherlich schwer vorstellbare Gepflogenheit, allerdings ist er durch seine Art und Weise, wie er die Menschen mitnimmt, unwidersprochen ein sehr positiver und mitreißender Mensch, dessen Inhalte wohl eben deshalb Zuspruch erfahren.</p>
<p>Danach ließen es sich die ehemaligen Spieler Luca Fusco und Ciro De Cesere nicht nehmen, auf der Bühne noch persönlich Grußworte und Glückwünsche an NG zu richten. Unmittelbar nach den Reden wurden noch einmal alle Stadionverbotler der Gruppe auf die Bühne geholt und ihnen ein Aufsteller inklusive persönlicher Widmung überreicht, um sie zum Durchhalten zu motivieren und ihre Treue anzuerkennen. Coole Geste und eine große Wertschätzung für eine schwere Zeit, die die Jungs durchstehen müssen.</p>
<p>Anschließend wurde sich wieder dem, wie kaum anders zu erwarten, vorzüglichem Essen zugewandt. Zu späterer Stunde baten die Gastgeber noch alle Brüder und Schwestern nach vorne, um die gemeinsame Reise einer jeden Gruppe mit NG nachzuzeichnen, zu würdigen und die Highlights hervorzuheben. Natürlich haben wir uns im Vorfeld ein kreatives Geschenk einfallen lassen und übergaben unter staunenden Blicken ein rotes Megaphon mit handgemaltem Tiger und Gruppenlogos. Wir bedankten uns bei NG für die gemeinsame 9-jährige Reise und hoben hervor, welchen Stellenwert die Gruppe in der Stadt und der Kurve hat, was Dank eines Mitglieds unserer Gruppe perfekt und simultan ins Italienische übersetzt wurde. Zu einem guten Dinner gehört natürlich auch ein Nachtisch. Dieser durfte ganz klar nichts anderes als eine Torte mit Jubiläumslogo-Verzierung sein, die obendrein perfekt zu Caffè und Limoncello passte.</p>
<p>Pünktlich um Mitternacht versammelten sich alle Gäste draußen, um ein ehrlicherweise nicht in der Form erwartetes Feuerwerk zu bestaunen. Hier ließ man sich nicht lumpen und feuerte bestimmt ein Jahresgehalt in die Luft. Zu guter Letzt ging es noch einmal zum Arechi Stadion, um hinter der Fahne ein paar Fackeln anzureißen und ein Foto mit der Gesellschaft in passender Kulisse zu schießen.</p>
<p>Wir sagen: Tanti auguri Nuova Guardia! E che ne vengano altri 35!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Mit dem “Credo” konnten wir eines der wohl angesagtesten Hefte auf dem Markt für ein Interview gewinnen. Die Bielefelder schaffen in jeder Ausgabe einen großartigen Mix aus Berichten über die eigenen Spiele, Hopping und jede Menge Italien. Aber auch die vielen “besonderen” Themen, denen sich die Redaktion in extra Artikeln widmet, können ohne mit der Wimper zu zucken empfohlen werden.</em></p>
<p>Beim nächsten Heimspiel (Elversberg) werden wir einige Ausgaben für euch am Stand bereit halten. Gleiches gilt für das Fanzine “Des Wahnsinns fette Beute” aus der letzten Ausgabe. Hier sind die Hefte leider nicht rechtzeitig eingetroffen und verspäten sich daher um ein Heimspiel.</p>
<p><strong>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario: Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und </strong><strong>blättert durch euer Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, </strong><strong>wat is’ dat denn?” Wie erklärt ihr ihm kurz euer Fanzine? </strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Fußball, Arminia, Ultras und alles, was mit allem davon zu tun hat.</p>
<p><strong>Stand heute, wie ist euer Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche </strong><strong>Fokus?</strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Das Credo ist ein Fanzine von Ultras für Ultras. Wir fahren also zum Fußball wie alle anderen Hefteschreiber auch, aber jeder in der Redaktion tut das als Ultra und schreibt entsprechend. Wir sind alle Mitglieder der Lokal Crew, nehmen aber nicht für uns in Anspruch, die Gruppe in unseren Texten zu repräsentieren. Wenn das hin und wieder mal anders ist, dürfte man es rauslesen. Hopping spielt für viele Redaktionsmitglieder eine große Rolle. Aber auch da blicken wir immer mit der Ultra-Brille drauf. Entsprechend sind Italien und der Balkan von Beginn an überrepräsentiert gewesen.</p>
<p><strong>Wie würdet ihr beziehungsweise wen würdet ihr als </strong><strong>eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen </strong><strong>und wen erreicht ihr tatsächlich?</strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Die erwähnte Unterscheidung ist treffend, weil sie bei uns ein großes Thema war. Zu Beginn wollten wir nur das eigene Tribünenpublikum ansprechen. Die externe Weitergabe war die Ausnahme. Im Kern hat sich an der Ausrichtung auch nichts geändert. Nur ist über die Jahre das Interesse von außen massiv gewachsen. Wir haben das – natürlich mit Freude über die darin steckende Anerkennung – mit der Zeit akzeptiert und stemmen uns nicht mehr entgegen.</p>
<p><strong>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee zu eurem Fanzine entstanden ist?</strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Das lässt sich ziemlich genau im Herbst 2017 verorten. Jemand hatte Bock, was Neues zu machen und mehrere erfahrene Mitstreiter haben sich sofort bereit erklärt, daran mitzuwirken. Zu diesem Zeitpunkt gab es aus Bielefeld keine Druckerzeugnisse mehr: kein Fanzine und auch kein Kurvenheft oder sowas. Was konkret entstehen sollte, ließ sich damals noch nicht absehen. Wir haben ab 2018 einfach mal angefangen, Texte zu schreiben.</p>
<p>Um etwas weiter auszuholen: Bielefeld hatte bis in die 2000er-Jahre eine Fanzine-Kultur, die sich sehen lassen konnte. „Im Schatten der Sparrenburg“, „Anno 1905“, „Ostwestfalens Gloria“ sind Hefte, die der ein oder andere vielleicht noch kennt. Die ganz Alten vielleicht sogar den „Rüpel“. Nachdem seitens der Boys im Jahr 2010 „Mit Schirm, Charme und Melone“ eingestellt wurde, war für Jahre Funkstille. Auch die Bestellzahlen auswärtiger Hefte waren damals kaum messbar.</p>
<p>Mit dem Credo wollten wir ohne langfristigen Plan einfach mal wieder ein Heft machen und Bielefeld zurück auf die Landkarte der Fanzines setzen. Glücklicherweise nahm die Nummer schnell eine Eigendynamik an, die sich natürlich nicht voraussehen lässt. Wer sich ganz besonders für die Entstehung interessiert, kann einen ausführlichen Text dazu übrigens in Credo 10 nachlesen.</p>
<p><strong>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Heftes geben? Wie haben sich </strong><strong>Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt?</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Credo:</strong> Gestartet sind wir mit einer 300er-Auflage und knapp 120 Seiten. Jetzt sind wir bei 2.500 Heften und 240 Seiten. Dazwischen steckt der schon erwähnte Übergang vom rein internen Verkauf zur offenen Weitergabe an andere Ultras und Heftesammler.</p>
<p style="text-align: left;">Sicherlich haben wir unsere Inhalte ein Stück weit anpassen müssen. Früher waren grundsätzlich keine Bilder verpixelt und es wurde vielleicht ein wenig offener geredet. Im Kern ist das Konzept aber das gleiche geblieben. Alle Arminia Spiele, Hopping und Rezensionen. In den Texten wird viel bewertet und wir machen aus unseren Ansichten kein Geheimnis.</p>
<p style="text-align: left;">Schön ist es, dass sich die Hefte mittlerweile nicht mehr an einer Hand abzählen lassen, die teils öffentlich bekennen, durch das Credo inspiriert oder angetrieben worden zu sein. Das Konzept eines „Ultrazines“, das nicht Gruppenheft und nicht Hoppinghafersammlung ist, wird immer beliebter. Wir haben das ganz sicher nicht erfunden, aber womöglich einen Anteil daran, dass die Zahl dieser Hefte seit 2018 erheblich angewachsen ist.</p>
<p>Nicht unterschlagen darf man aber, dass es gar nicht so wenige Ultras und Schreiber gibt, die sich über unseren „prätentiösen“ Stil extrem abfucken. Aber das gehört dazu, wenn man ein Heft mit Konzept macht, das nicht darauf schielt, allen zu gefallen. Müssen wir mit leben.</p>
<p><strong>Hattet ihr eine gewisse Fluktuation im Personal? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus? </strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Wir haben glücklicherweise den festen Kern der Redaktion vollständig erhalten. Im Umkreis der Gelegenheitsschreiber gibt es natürlich schon Leute, die früher mehr, heute weniger mitwirken oder umgekehrt.</p>
<p>Es dürfte auch schwierig sein, einen echten Personalwechsel zu vollziehen. Auch wenn das wahnsinnig selbstherrlich klingt, haben wir an Credo-Texte riesige Qualitätsansprüche. Es darf auf gar keinen Fall jeder Spieltagsbericht klingen wie der andere oder nur chronologische Informationen abarbeiten. Mit Texten, die wir nie abgedruckt haben, könnten wir vermutlich eine ganze Ausgabe füllen. Durch diese Erwartungen ist es natürlich extrem schwer, Nachwuchs zu gewinnen.</p>
<p>Aktuell wäre es sogar wohl so: Sollten tragende Säulen wirklich mal wegbrechen und das inhaltliche Level der Texte sich nicht mehr aufrechterhalten lassen, würden wir das Heft wohl einstampfen.</p>
<p><strong>Die Welt wird immer schnelllebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücke können hier Fanzines noch schließen?</strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Fanzines, oder jedenfalls unseres, bedienen heute ein anderes Erkenntnisinteresse als noch vor 20 Jahren. Die Zeiten, als man eine Kurve entweder im echten Leben sehen oder mühsam eine Collage ertauschen musste, um einen zumindest optischen Eindruck zu erlangen, sind vorbei und kommen auch nicht mehr wieder. Das muss man sich einfach klar machen. Schade ist das allemal: Wer schaut sich schon wirklich aufmerksam und mit Verstand die 27 online hochgeladenen Bilder zum Heimspiel gegen Ingolstadt an?</p>
<p>In Sachen Aktualität haben Hefte wie unseres sowieso keine Chance mehr. Bei einem zweiwöchig erscheinenden Spieltagsheft ist das noch eher der Fall. Aber auch da schreibt niemand mehr locker runter, was Phase ist. Man muss ja damit rechnen, dass alles ein paar Stunden später quer durchs Internet gereicht wird. Da gleichen die eigenen Statements teilweise dem PR-Coaching-Nonsens, den die Spieler in die Mikrofone geben (müssen).</p>
<p>Die verbliebene Aufgabe ist es für unser Heft, die großen Linien nachzuziehen. Zu erklären, Zusammenhänge herzustellen und für Leute verständlich und vielleicht sogar erlebbar zu machen, warum wir tun, was wir tun. An der Oberfläche macht jede Kurve auf den ersten Blick das Gleiche: singen und Fahnenschwenken. Die Gedanken dahinter können einen Unterschied ums Ganze ausmachen, den man ja im zweiten Blick auf die verschiedenen Kurven wiederum schnell erkennt. Wenn man es jetzt wieder ganz hoch hängen will: Wir zeigen das Implizite im Expliziten, was immer mitgedacht, aber selten gesagt wird.</p>
<p>Was man sich im Social Media-Kontext aber auch schenken kann, sind Belehrungen, wie toll und wichtig Fanzines sind. Nicht, dass wir sowas noch nie gemacht hätten. Aber es nützt einem auch nichts, wenn die Leute sich pflichtbewusst ein Fanzine kaufen und es dann in die Ecke schmeißen. Wie so oft, muss die Motivation von innen kommen, es soll den Leuten einleuchten, was am Lesen ertragreich sein kann.</p>
<p>Abschließend gesagt ist es mit Social Media wie mit ganz vielen Phänomenen im modernen Fußball: Man wird sie nicht los und sollte sie am besten ignorieren. Es ist aus unserer Sicht auch nicht sinnvoll, auf den Zug aufzuspringen, überall Accounts zu erstellen, um am Ende vielleicht selbst noch in Clickbaiting, Paywall/Werbe-Inhalte und das ganze Elend abzudriften. Fanzines sollen Nischenprodukte bleiben.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt würden wir dann natürlich noch gern wissen, wo euer Heft erhältlich ist.</strong></p>
<p><strong>Credo:</strong> Grundsätzlich auf der Alm. Außerhalb von Ostwestfalen kann man uns aber eine Mail an credo.fanzine@posteo.de schreiben. Speziell aus Gelsenkirchen gibt es seit Jahren umfangreiche Gruppenbestellungen. Um ein Credo zu bekommen, wäre die erste Anlaufstelle für Leser des Blauen Briefs also vermutlich jemand aus den Gruppen der Nordkurve.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Passend zu unserem Spiel in Irland kramen wir nochmal zwei absolut lesenswerte Spielberichte aus der Mottenkiste. In der Saison 2007/08 war die Schalker Fanszene von einer riesigen Anzahl Stadionverbote betroffen. Um den Jungs auch außerhalb der Europapokal-Reisen etwas Stadionluft zu ermöglichen, nutzten wir damals zwei Auswärtsspiele der Amas, um zwei Soli-Tage zu veranstalten.</em></p>
<p><em>SV’s galten damals nur für die ersten drei Ligen, aber neben dem Stadionverbot waren alle von einem Hausverbot für die Spiele bis zur U9 auf Schalke betroffen. Aus diesem Grund riefen wir für die Spiele in Erkenschwick und Herne groß auf. Die Tickets, die wir selber anbieten konnten, fanden reißenden Absatz und zwei emotionale Spieltage waren die Folge. Aber lest selber: </em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Soli-Tag in Erkenschwick 2007</strong></span></p>
<p>Nach dem eher trostlosen Heimspiel gegen den KSC sollte sonntags für unsere Gruppe einer der wichtigsten Termine dieser Saison anstehen, der Soli-Tag für die Stadionverbotler in Erkenschwick. Mittels einer Erklärung auf der UGE-Homepage, im Blauen Brief, mittels Spruchband in der Arena, Hinweisen in der örtlichen Presse und vor allem viel Mundpropaganda wurde für diese Idee geworben, mit dem Hintergedanken, ein Zeichen gegen Stadionverbote zu setzen und insbesondere den ausgesperrten Jungs mal wieder ein Stadionerlebnis nach unseren Vorstellungen zu ermöglichen. Warum nicht bei einem Heimspiel der Amateure? Weil neben dem bundesweiten Stadionverbot, welches für die ersten drei Ligen gilt, direkt ein Hausverbot vom FCS04 folgte und dieses selbst Heimspiele bis zur U9 beinhaltet. Also blieb lediglich die Möglichkeit, so einen Tag auswärts zu zelebrieren und nach einigen konstruktiven Vorgesprächen fiel die Wahl auf besagte Partie im Stimbergstadion.</p>
<p>Als Einstimmung auf den besonderen Tag stellte die UGE-Volksküche ein gruppeninternes Frühstück auf die Beine, weshalb bereits ab 9:30 Uhr Betrieb in unseren Räumlichkeiten herrschte. Für den symbolischen Euro gab es neben dem üblichen Frühstücksbrötchen auch Rührei, Würstchen, Speck und weitere Schmankerl. Super Start in den Tag für die knapp 150 anwesenden Mitglieder unserer Gruppe.</p>
<p>Bei der Ankunft der Vorhut am Stadion fielen direkt frische Aufkleber sowie in der Nacht zuvor gesprühte Tags der Dortmunder ins Auge, neben „Anti GE“ und „DO“-Schmierereien mal wieder „UGE Sektion Auschwitz“- Schriftzüge. Weitere Kommentare überflüssig! Noch vor Spielbeginn wurde eine kleine Gruppe Schwarz-Gelber von den Eingängen nach Hause geschickt, falsche Zeit und falscher Ort. Kultig waren das auf Tapete gemalte Willkommensspruchband der Erkenschwicker, genauso wie die vielen handgeschriebenen Hinweise.</p>
<p>Gerade waren die Vorbereitungen abgeschlossen, da kamen auch schon die vier vollen Sonderbusse am Stimberg an, die ab dem Hauptbahnhof in Recklinghausen die motivierte Meute in die Nachbarstadt brachten. Der Einlass funktionierte dank unserer Hilfe ohne Probleme und so sammelte sich der Haufen vor der Tribüne, um nach dem Einklatschen diese zu betreten und sofort loszulegen. Schon hier konnte man sehen, welchen Spaß dieser Tag abseits des Alltages mit all seinen Schikanen und Verboten machen würde. Optisch wurden dabei drei Aktionen geboten: Zum Einlaufen der Mannschaften gab es neben Konfetti und Klopapier die aus Heimspielen bekannten Doppelhalter und Fahnen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden Halter mit dem Sek SV-Logo verteilt und noch Doppelhalter mit kritischen Äußerungen zur aktuellen SV-Problematik. Zur 75. Minute wurden noch größere weiße und blaue Fahnen im Block bis zum Spielende geschwenkt. Alles in allem konnte das optische Bild mehr als überzeugen, selbst wenn sich bei den Spruchbändern am Zaun ein peinlicher Fehler eingeschlichen hatte.</p>
<p>Nicht nur das optische Bild stimmte, auch der Support. Als Kritikpunkt lässt sich eventuell anführen, dass unsererseits die Chance verpasst wurde, weitere neue Lieder zu erproben oder ganz alte Lieder wieder einzuführen. Diese Tatsache geschah wirklich etwas zu wenig, trotzdem hatten alle Leute ihren Spaß und darum sollte es in erster Linie gehen, vor allem für die Jungs mit Stadionverbot. Insgesamt befanden sich mehr als 500 Leute in unserem Block, was bei 550 verkauften Karten definitiv ausbaufähig ist. Enttäuschend, dass außer der Gelsenszene keine anderen Fangruppierungen ein Kartenkontingent bei uns holte, zwar waren von allen relevanten Gruppen Leute vor Ort, aber trotzdem war das für eine Fanszene wie Schalke etwas mager. Hoffen wir, dass es bei einer möglichen Wiederholung anders wird. Ein dickes „Danke“ an alle Anwesenden, die diesen Tag zu einem Erfolg gemacht haben, sich auch an alle Absprachen gehalten haben und somit keine Angriffsfläche für Polizeieinsätze gaben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Soli-Tag bei Westfalia Herne 2008</strong></span></p>
<p>Nach den Eindrücken des ersten Soli-Tages in Erkenschwick war schnell klar, dass es eine Wiederholung geben wird, um den Stadionverbot’lern einen weiteren, möglichst perfekten, Fußballtag zu schenken, das nächste Zeichen gegen die unbefriedigende Situation zu setzen und die Amateure zu unterstützen. Gerade der letzte Punkt wurde von uns in der Vergangenheit nicht wirklich in die Tat umgesetzt, lediglich einzelne Mitglieder unserer Gruppe waren bei den Spielen präsent. Ein wichtiger Grund dafür ist die Gültigkeit der Stadionverbote bei allen Veranstaltungen des FC Schalke 04, dazu zählen leider auch die Heimspiele der Jugend- beziehungsweise U23-Mannschaft, weshalb die Begeisterung für die Zweitvertretung alles andere als konstant ist. Kritik, die wir uns gewiss anhören, allerdings nicht unkommentiert lassen wollen. Auch wenn wir nicht als Ultras GE auftreten, so sind doch regelmäßig UGE-Mitglieder vor Ort, selbst wenn wir weder akustisch noch optisch in Erscheinung treten. Übrigens, eine Tatsache die nicht neu ist, sondern seit mehreren Jahren so gehandhabt wird, seitdem die Zeiten von Pyroexzessen und Bollerwagentouren nach Gelsenkirchen-Rotthausen vorbei sind. Jenes Zeitalter werden wir irgendwann im Rückblick auf die Fanszene beackern.</p>
<p>Frühzeitig warfen wir einen Blick auf den Oberligaspielplan und als Termin für die zweite Auflage kam eigentlich nur die Begegnung am Schloss Strünkede in Betracht. Großes Stadion, traditionsreicher Verein, unproblematische Anreise und kaum Konfliktpotential mit der einheimischen Fanszene, von ein paar Gestalten anderer Ruhrgebietsvereine abgesehen. Unser Anliegen stieß bei den Verantwortlichen in Herne direkt auf offene Ohren, es konnte also an die Organisation gehen. Während der Vorverkauf zum Großteil von unserer Ü30-Fraktion abgewickelt wurde und eine beachtliche Anzahl von 800 Karten im Vorverkauf unters königsblaue Volk gebracht werden konnten, kümmerten sich etliche Mitglieder in den zwei Wochen der Osterferien um die optischen Punkte, wie Spruchbänder, Zaun- und Blockfahnen. Als Standort hatten wir uns eigentlich die Gegengerade gewünscht, dies scheiterte aber am Veto der einheimischen Polizei, daher wurden die Planungen kurzfristig auf die Kurve ausgerichtet. Allgemein war das Aufgebot der Staatsmacht um einiges höher als erhofft, unzählige Kräfte schwirrten früh um das Stadion und sorgten genau für das Gefühl, welches wir nicht haben wollten. Schade, es wäre wieder die Möglichkeit gewesen, um der Fanszene Ihre Eigenverantwortung zu ermöglichen und in Absprache für eine Selbstverwaltung zu sorgen. Wir sind davon überzeugt, dass dieses gerade bei solchen Veranstaltungen funktioniert, leider scheint es nicht erwünscht zu sein. Die Vorhut mit den Tifo-Materialien brach am späten Vormittag in die Nachbarstadt auf, um die Vorbereitungen zu erledigen. Mittels zweier Blockfahnen wurde der Standort in der Gästekurve eingerahmt, den Zaun schmückte eine eigens angefertigte „Nordkurve FC Gelsenkirchen Schalke seit 1904“-Zaunfahne, welche auf die Maße zugeschnitten war. Innerhalb des Sektors wurden die Zaunfahnen aufgehangen, so dass ein schönes, in sich geschlossenes Bild entstand.</p>
<p>Zum Intro erschien vor der Meute eine Art „Best of“ unserer bisherigen Choreographien, in Verbindung mit blauen Fahnen und den Spruchbändern „Das was man hat, weiß man erst zu schätzen, wenn man es verloren hat!“ sowie „Holt es Euch zurück &#8211; Hebt die Stadionverbote auf!“. Der Verzicht auf optische Einlagen in der Arena hat weiterhin Bestand, eine Entscheidung, die von der Gruppe gemeinschaftlich getroffen wurde. Ein Ende ist leider nicht in Sicht, weil sich zur Zeit kaum Verbesserungen bezüglich der ausgesprochenen Stadionverbote andeuten.</p>
<p>Nach dem Intro folgten Fahnen und Doppelhalter, die durchgängig im Einsatz waren und die ausdauernden Gesänge optisch untermalten. Das Augenmerk lag dabei insbesondere auf neuere, noch nicht so verbreitete Lieder, denen in der Arena mangels Textkenntnis zumeist die Durchschlagskraft fehlt. Aufgrund des nicht vorhandenen Dachs mag es vielleicht nicht so laut wie in Erkenschwick gewesen sein, neutrale Zeugen bescheinigten uns allen einen guten Auftritt. Am wichtigsten, die Ausgesperrten hatten Spaß und wir konnten endlich wieder gemeinsam im Block stehen, singen, hüpfen, gröhlen!</p>
<p>In der Halbzeitpause bedankte sich der harte Kern der Sektion Stadionverbot mittels Spruchband für die Unterstützung in den vergangenen Monaten, einer der emotionalsten Momente an diesem Sonntag. Dafür gab es aufmunternden Applaus von allen anwesenden S04-Fans, Zuspruch, der den Jungs mit Sicherheit gut tut, der Kampf geht weiter! Neben mehrerer Fanclub-Zaunfahnen, die erfreulicherweise hingen, präsentierten die Traditionsveteranen ein Solidaritäts-Plakat mit der Aufschrift „Ihr werdet siegen &#8211; Gegen Stadionverbote“, vielen Dank!</p>
<p>Mit Konfetti in den Vereinsfarben läuteten wir die zweite Hälfte ein, statt der erhofften Aufholjagd kassierten die Amateure den dritten Treffer und konnten erst in der Nachspielzeit zumindest etwas Ergebniskosmetik betreiben. Wir scheinen Mike Büskens und seinen Jungs kein Glück zu bringen, bei der ersten Auflage am Stimberg setzte es ebenfalls eine Niederlage. Trotz der sportlichen Pleite fällt unser Fazit ausnahmslos positiv aus, der zweite Soli-Tag war erneut ein Erfolg und wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein. Gleichzeitig hoffen wir, dass dadurch das Interesse an der U23 geweckt wurde und sich mehr Schalker zu den Spielen einfinden, das Team hat es verdient.</p>
<p>Danke an alle anwesenden S04-Fanclubs und Einzelpersonen. Zusammen liegt es in unseren Händen unsere Fanszene mit Leben zu füllen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Jena:</strong> Der FC Carl Zeiss Jena hat vor dem Landgericht Gera einen Unterlassungsantrag in Hinblick auf das Hausrecht an Spieltagen gestellt, welchem stattgegeben wurde. Damit darf die Stadt Jena vorerst keine weiteren Hausverbote gegen Fans aussprechen. Auslöser waren die Auseinandersetzungen rund um das Spiel des FCC gegen Chemie Leipzig in der vergangenen Saison, nach denen die Stadt Jena zahlreiche Hausverbote verhängte, obwohl die betroffenen Personen nicht rechtskräftig verurteilt waren. Der Konflikt mündete in einer Demonstration unter dem Motto „Für die Freiheit der Kurve – gegen Polizeistaat und -stadt“, bei der die aktive Fanszene des FCCs gegen das autoritäre Vorgehen der Stadt protestierte. Mit dem  stattgegebenen Antrag hat das Landgericht Gera bestätigt, dass das Hausrecht an Spieltagen beim Mieter, in dem Fall der FC Carl Zeiss Jena Spielbetriebs GmbH, liegt. Damit sind Eingriffe der Stadt während der Spieltage bis auf Weiteres unzulässig. Allerdings kann die Stadt gegen die Entscheidung Berufung einlegen, was eine Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Jena nach sich ziehen würde. Ebenso ist eine Hauptverhandlung am Landgericht Gera möglich. Der Streit um das Hausrecht und den Umgang mit der aktiven Fanszene bleibt somit weiterhin offen.</p>
<p><strong>Saarbrücken:</strong> Die Mitglieder des 1. FC Saarbrücken haben auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit für eine Satzungsänderung gestimmt. Damit wurde der Weg für eine neue und professionelle Vereinsstruktur frei gemacht. Die von der Virage Est ins Leben gerufene Aktion „Zukunft Blau-Schwarz“ hatte in den vergangenen Monaten über diesen Schritt informiert und mobilisiert. Ziel ist es, den Verein zukunftsfähig aufzustellen und gleichzeitig die Mitbestimmung seiner Mitglieder zu stärken. Künftig führen drei hauptamtliche Vorstände in den Bereichen Sport, Finanzen und Vertrieb den Verein und nicht wie bislang ein Präsidium. Dies soll für mehr Transparenz sowie klare Verantwortlichkeiten und eine moderne Struktur sorgen. In ihrer Stellungnahme bedankte sich die Virage Est bei allen Mitgliedern, die sich an diesem Tag eingebracht und ein Zeichen der Geschlossenheit gesetzt haben, als auch beim Verein für den reibungslosen und fairen Ablauf. Gegenwehr gab es seitens des Vereinspräsidenten Hartmut Ostermann, der zugleich Besitzer des Hauptsponsors Victor’s Group ist. Dieser hatte sich zuvor klar gegen die Strukturreform ausgesprochen und stattdessen eine Ausgliederung der Profiabteilung gefordert.</p>
<p><strong>Paderborn:</strong> Seit über einem Jahr blieb die Südtribüne in Paderborn ohne großflächige Choreografien. Der Slogan „Blau statt Grau“ prägte das Bild im Heimstadion. Nun hat die Fanszene Paderborn in einem Statement erklärt, weshalb derzeit keine großen Choreos mehr umgesetzt werden. Dabei übte sie deutliche Kritik an den neuen Auflagen. Demnach wurden die Rahmenbedingungen für die Anmeldungen von Choreos zuletzt massiv verschärft. Während früher die Anmeldung im Namen einer Fangruppe genügte, muss nun eine einzelne Person als offizieller Anmelder auftreten, inklusive Weitergabe persönlicher Daten an Sicherheitsbehörden. Zudem soll diese Person für sämtliche Vorkommnisse auf der Tribüne haften, selbst wenn diese nicht Teil der Choreo sind. Dies sind unhaltbare Regelungen, welche enormen Druck auf Einzelpersonen ausüben. Aus diesem Grund ist es aktuell nicht möglich, in Paderborn großflächige Choreografien zu organisieren. Stattdessen konzentriere man sich auf kleinere Aktionen. Die Fanszene Paderborn appelliert an Verein und Behörden, die aktuelle Praxis zu überdenken.</p>
<p><strong>Schweinfurt:</strong> Bei den Vorkommnissen im Derby zwischen dem 1. FC Schweinfurt 05 und den Würzburger Kickers im Mai 2025 gingen laut der Fanhilfe 1907 Bußgeldbescheide der Stadt Schweinfurt gegen Fans der Kickers ein. Als Vorwand wurde das Besteigen des Zauns gewählt, was laut der Stadt Schweinfurt einen Verstoß gegen die Stadionordnung darstellt. Die Bußgelder belaufen sich dabei auf bis zu 800 Euro plus Gebühren. Die Fanhilfe 1907 kritisiert in ihrer Stellungnahme dieses überzogene Vorgehen. Selbst die Heimmannschaft hat nach dem Abpfiff auf dem Zaun gestanden, um den Aufstieg zu feiern. Hier sei eine klare Unterscheidung zwischen erlaubt und unerlaubt nicht mehr erkennbar gewesen. Zudem verweist die Fanhilfe darauf hin, dass bereits 2023 ähnliche Bescheide aus Schweinfurt verschickt worden waren, damals aber nur in Höhe von 100 Euro. Die jetzt verhängten Summen zeigen eine deutliche Verschärfung der repressiven Vorgehensweise. Die Fanhilfe 1907 kündigte juristische Schritte zur Bekämpfung der Bescheide an, um die betroffenen Fans zu unterstützen.</p>
<p><strong>Karlsruhe:</strong> Der Prozess gegen die drei Mitarbeiter des Fanprojekts Karlsruhe ist überraschend schnell eingestellt worden. Die Berufungsverhandlungen endeten mit einer Vereinbarung, dass die Mitarbeiter Geldauflagen in Höhe von 3.150 Euro, 2.022 Euro und 1.500 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zahlen, ohne dass ein Schuldeingeständnis vorliegt. Die Einstellung des Verfahrens solle ein Signal der Versöhnung mit der Staatsanwaltschaft senden und die weitere Zusammenarbeit verbessern. In einem kurzen Text bedankte sich das Fanprojekt Karlsruhe auf ihrer Homepage für die bundesweite Solidarität.</p></div>
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		<title>Ausgabe 03: Holstein Kiel</title>
		<link>https://ultras-ge.de/ausgabe-03-holstein-kiel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2025 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BB_2526]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Brief]]></category>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_46 et_pb_bg_layout_light" href="#gegnervorstellung">3. Gegnervorstellung</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_47 et_pb_bg_layout_light" href="#ode">4. Ein Ode an die Fanzines</a>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_48 et_pb_bg_layout_light" href="#gemischtetuete">5. Gemischte Tüte</a>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Glück auf Schalker,</p>
<p>hatten wir zuletzt an dieser Stelle noch Sorgen vor einem ähnlichen Fehlstart wie vergangene Saison, sind diese nach den Siegen gegen Bochum und Dresden zum Glück als unbegründet ad acta gelegt. Selbstverständlich ist es noch viel zu früh, um wirklich eine Tendenz auszumachen, wohin es in dieser Spielzeit geht. Aber es machte einfach mal wieder Spaß, auf der Arbeit auf den FC Schalke angesprochen zu werden.</p>
<p>Bei unserem heutigen Gegner aus dem hohen Norden ist der Fehlstart hingegen schon gesetzt. Der Bundesliga-Absteiger konnte bisher gerade mal einen Sieg bei drei Niederlagen einfahren. Rein von der aktuellen Tabellensituation gehen wir vielleicht sogar als kleiner Favorit in die Partie, ob sich dies als belastbar erweist, sehen wir heute Abend. Bekanntlich sind gerade solche Spiele oftmals die schwersten. Wir können als Nordkurve Gelsenkirchen unseren Teil dazu beitragen, dass wir als Sieger vom Platz gehen, indem wir den Jungs auf dem Platz von der ersten Minute an lautstark den Rücken stärken und überhaupt keine Zweifel aufkommen lassen, wer Herr im Hause ist!</p>
<p>Macht sie alle – schießt sie aus der Halle!</p>
<p>Im Endspurt vom Transferfenster gab es auf Schalke keine spektakulären Wechsel zu verkünden. Sicherlich hätten wir die Millionen-Einnahmen aus einem Sylla-Verkauf gut gebrauchen können, allerdings ist es positiv zu sehen, dass man hartnäckig geblieben ist und ihn nicht für weniger als verlangt abziehen ließ. Sportlich hingegen ist es sicherlich eine gute Nachricht, dass er zumindest die Hinrunde noch Königsblau trägt. Ebenfalls weiterhin in Diensten unseres Clubs ist Vorständin Christina Rühl-Hamers. Drehte sich das Vorstandskarussell in den letzten Jahren doch sehr schnell, so ist sie die Dienstälteste im Vorstand und einzige Konstante seit dem großen Umbruch vor fünf Jahren. Unter ihr wurden die Gesamtverbindlichkeiten von 238 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro gesenkt. Auch wenn manche sportliche Entscheidung deswegen wohl vielen nicht geschmeckt hat, so war dieses Vorgehen für unseren Verein überlebenswichtig.</p>
<p>Zu guter Letzt verweisen wir an dieser Stelle gerne auf die Rubrik “Ode an die Fanzines”. In dieser findet ihr diesmal ein Interview mit dem Fanzine ¡A la Cancha!. Die Jungs aus unserer Nordkurve haben wieder eine neue Ausgabe auf den Markt geworfen. Für 6,50€ bekommt ihr 50 Berichte aus 23 Ländern, die auf nicht weniger als 180 Seiten abgedruckt sind. Zuschlagen könnt ihr am Infostand.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="501" src="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg" alt="" title="01_Spielrückblicke" srcset="https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-scaled.jpg 2560w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-1280x251.jpg 1280w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-980x192.jpg 980w, https://ultras-ge.de/wp-content/uploads/2023/09/01_Spielrueckblicke-480x94.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-9630" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>FC Schalke 04 e.V. &#8211; VFL Bochum 1848 GmbH &amp; Co. KGAA 2:1 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Zum Duell gegen den Nachbarn aus Bochum hatten wir im vierten Heimspiel in Folge eine Choreo im Gepäck. Diesmal schmückte ein großer „Ruhrpott“-Schriftzug unsere Kurve. Dieser wurde mit Hilfe von Netzen und Seilen an der Dachkonstruktion hochgezogen. Das Gesamtbild konnte sich auf jeden Fall sehen lassen und sorgte mit der passenden musikalischen Untermalung für einen absolut gelungenen Start ins Spiel.</p>
<p>Leider sollte es unsererseits aber erst einmal bei diesem Highlight bleiben. Von Anfang an wurde man das Gefühl nicht los, dass die späte Anstoßzeit beim ein oder anderen Schalker zu anhaltender Müdigkeit führte. Sämtliches Liedgut wurde nur auf Sparflamme vor sich hin geträllert. Gerade nach den Auftritten in den ersten Ligaspielen war das auf jeden Fall ein ordentlicher Rückschritt. Auf dem Rasen ging es zumindest etwas spektakulärer zu. Nach 25 Minuten glänzte Karius mit einem gehaltenen Elfmeter und sorgte für ein paar lautere Momente. In die Pause ging es torlos.</p>
<p>Der zweite Durchgang schloss sich zunächst nahtlos an. Wenig Durchschlagskraft und eher schwache Mitmachquoten blieben an der Tagesordnung. Der Gegentreffer zum 0:1 in der 65. Minute sorgte dann zunächst für den endgültigen Einbruch. Glücklicherweise gaben unsere Jungs das Spiel aber nicht aus der Hand und erkämpften sich nach 75 Minuten den Ausgleich. Nur vier Minuten später brachte Lasme die Arena mit seinem Führungstreffer zum Explodieren. Anschließend funktionierte natürlich auch in der Nordkurve alles hervorragend. Mit Klassikern wie „Immer wieder S04“ konnte nochmal die gesamte Arena mitgenommen werden. Nach dem erlösenden Schlusspfiff wurde dem Gegner nochmals klargemacht, wer im Pott das Sagen hat.<br />Der Stolz einer Region – es regiert der FC Schalke 04!</p>
<p>Alles in allem bleibt ein eher schwacher Auftritt mit einem versöhnlichen Ende in Erinnerung.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Auch die Bochumer Fanszene nutzte das Spiel für eine Choreo. Die „Schnipsel“-Optik von Postleitzahl und Stadtname war dann doch eher Geschmackssache. Dazu gab’s jedoch eine ordentliche und ansehnliche Menge an Fackeln und Rauch. Insgesamt kein verkehrtes Intro.</p>
<p>Abgesehen von der Schlussphase konnte sich der Gästeblock einige Male Gehör verschaffen. Über das gesamte Spiel hinweg wurden immer wieder einzelne Fackeln angerissen, was gepaart mit einem soliden Tifo-Einsatz für ein gutes Bild sorgte – auch wenn man beim Timing sicherlich mehr Fingerspitzengefühl hätte zeigen können. Auf übermäßiges Gepöbel und künstliche Derby-Inszenierungen verzichtete der Nachbar zudem weitestgehend. Am Ende kann man Bochum einen runden Auftritt attestieren.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Beim Spiel unterstützten uns unsere Freunde aus Nürnberg, Enschede und Mönchengladbach. Danke Jungs!</p>
<p><strong>SG Dynamo Dresden e.V. &#8211; FC Schalke 04 e.V. 0:1 (0:0)</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vor dem Spiel</span></p>
<p>Die erste Runde des DFB-Pokals sowie die Terminierungen der zweiten Bundesliga schickten uns innerhalb von zwei Wochen gleich zweimal in den Osten. Nach der Pokalpartie bei Lokomotive Leipzig erwarteten nun die selbsternannten Sachsenkrieger die Ruhrpottkanaken aus Gelsenkirchen. Aufgrund der Vortages-Anreise in Leipzig, hofften die Dynamischen scheinbar auf ein erneut frühes Auftauchen von Wessi-Ultras in Dresden &#8211; leider vergebens, denn so schön ist der Osten dann doch nicht, dass man erneut einen Tag mehr dort verbringen muss als eben notwendig. Sei es drum, für alle Beteiligten sicherlich ein Spiel mit ordentlich Brisanz und so langsam, ganz vielleicht ein Wegweiser dafür, in welche Richtung die sportliche Fahrt für die Blau-Weißen in dieser Saison geht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nordkurve Gelsenkirchen</span></p>
<p>Bei sommerlichen Temperaturen im Rudolf-Harbig-Stadion legte die Nordkurve Gelsenkirchen von Beginn an stark los und konnte sich direkt gut Gehör verschaffen. Die bunte Mischung aus diversen Klatscheinlagen, den bekannten Gassenhauern und einigen Pöbeleinlagen in Richtung Heimkurve ließen den Gästeanhang über 90 Minuten ordentlich an der Kordel ziehen. Die Mannschaft auf dem Rasen zeigte eher mittelmäßigen Fußball und konnte sich vor allem zu Beginn des Spiels bei Karius bedanken, der in brenzligen Situationen stets zur Stelle war. Den zurecht, aber erst durch VAR entschiedenen Elfmeter, verwandelte Karaman souverän und besiegelte schließlich den Auswärtssieg. Von den sich leider in der letzten Zeit des Öfteren eingeschlichenen „Durchhängern“ war dieses Mal definitiv nichts zu spüren, weshalb wir mit dem eigenen Auftritt auch absolut zufrieden sein können.</p>
<p>Vor allem „Unsere Fahnen weh’n im Wind…“, welches in den letzten 15 Minuten des Spiels ordentlich durch den Plexiglas-Block gebrettert ist, sowie die sich wiederholende „Attacke“ inklusive “Schalke ist die Macht…” nach dem Spiel mit der Mannschaft dürften im K-Block für das ein oder andere Ärgernis gesorgt haben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gegner</span></p>
<p>Ärgernis, da vor allem in der zweiten Halbzeit im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten deutlich weniger auf der Gegenseite zu verzeichnen war. Während die Ossi-Ultras in den ersten 45 Minuten noch einige Male im Gästeblock zu hören waren, konnte das Niveau in Halbzeit zwei nicht mehr gehalten werden. Einzig einige Fahnen, die bis in die Außenblöcke des Stehers reichten, waren kontinuierlich in Benutzung. Auch die Wechselgesänge mit den übrigen Tribünen waren nicht so laut und kurzweiliger im Vergleich zu vergangenen Auftritten.</p>
<p>Zum Intro zündete die Heimseite einige schwarze und gelbe Rauchtöpfe. Eine schöne Idee, die jedoch aufgrund von Menge und den bescheidenen Windverhältnissen, vor allem im unteren Bereich, leider sehr lückenhaft wirkte.</p>
<p>Während des Spiels zeigte der K-Block u.a. ein Spruchband zu den dringend abzuschaffenden Verbandsstrafen. Das bekannte, selbstgenähte „Den Wessi Ultras aufs Maul“-Banner gespickt mit Fanshop-Schals von Karl Kutte befand sich länger im Versuch, aufgehängt zu werden, als es tatsächlich hing.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></p>
<p>Unterstützt wurden wir von unseren Freunden aus Skopje, Nürnberg und Mönchengladbach.<br />Vielen Dank!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Spiel</span></p>
<p>Auf dem Rückweg sammelten wir mit unseren Bussen noch die SVler ein, die einen ereignisreichen Tag in der Dresdener Altstadt verbrachten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sonstiges</span></p>
<p>Bereits in den Tagen vor dem Spiel wurden durch die Presse und andere Theatraliker mal wieder alte Kamellen rausgeholt und sich über die „Wir hassen Ostdeutschland“-Gesänge echauffiert. Jeder halbwegs realitätsnahe Mensch sollte selbst nach kurzer Überlegung verstanden haben, dass durch diesen Gesang keine Personen(-gruppen) persönlich angriffen werden sollen, sondern alles ausschließlich aufgrund der Kürze und des bekannt-polemischen Umgangstons im Fußballkontext dargestellt wird.</p>
<p>Legt euch alle also wieder hin und wartet auf die richtigen Probleme.</p>
<p><strong>Borussia VFL 1900 Mönchengladbach GmbH &#8211; FC Schalke 04 e.V. 2:0 (1:0)</strong></p>
<p>Dass die Blauen in der Länderspielpause spielen sollten, ließ der Buschfunk relativ früh durchsickern. Unter dem neuen Trainer ist sowieso auffällig, dass es im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich mehr Testspiele gegeben hat. Auf Grund zweier Konzerte war es auch klar, dass es auswärts sein müsste.</p>
<p>Für den einen oder anderen war der Fohlenplatz neben dem Borussia-Park ein neues Kreuz und so fanden sich Freitag zum Anpfiff die üblichen Testspielbesucher ein. Die September-Sonne knallte und Schalke konnte sich gegen den Bundesligisten vom Niederrhein das ein oder andere Mal gut in Szene setzen.</p>
<p>Spielerisch konnten die Königsblauen lange Zeit mithalten, einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Karaman hätte bereits nach wenigen Minuten netzen müssen, traf den Ball aber nur mit der Wade. Bleibt zu hoffen, dass Karaman die verpasste Vorbereitung irgendwie wieder gut machen kann. Sein neuer Kollege Gomis trat häufig in Erscheinung und bestach durch Schnelligkeit und technisches Know-how.</p>
<p>Die nächsten Spiele werden zeigen, wohin die Reise geht. Nicht wenige Naive träumen schon wieder von internationalen Pflichtspielen. Alles wie immer!</p>
<p><!-- /divi:paragraph --></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Nordkurve Nürnberg</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Auch beim dritten Saisonspiel gelang es dem Glubb nicht, zumindest gleich viele Tore wie der Gegner zu erzielen. Somit ging auch das Spiel in Münster nicht zugunsten des Glubbs aus.</p>
<p>Vor der Länderspielpause empfing der 1. FCN die Elf aus Paderborn. Das Spiel endete torlos und Nürnberg holte seinen ersten Punkt in der laufenden Spielrunde.</p>
<p>Vor Anpfiff der Partie widmete die Nordkurve Nürnberg Enrico Valentini eine Abschiedschoreo. Enrico Valentini ist seit 1994 fast durchgängig beim Glubb und hat sich diese Ehrung mehr als verdient.</p>
<p>Die Blöcke 9 und 11 sowie der darüberliegende Oberrang erstrahlten in den Vereinsfarben Rot-Schwarz-Rot. Im Oberrang formten weiße Tafeln den Schriftzug „Ciro“. Im Unterrang war auf italienisch auf einem Spruchband zu lesen: „Das ist kein Abschied &#8211; aber wir werden dich vermissen“ – ein Satz, der seine tiefe Verbundenheit und Treue zum Verein ausdrückt. Zentrum der Choreografie war eine Blockfahne mit einem Porträt von ihm.</p>
<p>Heute spielt der Glubb zeitgleich wie wir in Karlsruhe. Nächsten Samstag geht’s mit dem Topspiel-Heimspiel gegen Bochum weiter</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>VAK-P Enschede</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Die Tukker tun sich schwer mit dem Start in die neue Saison. In Heerenveen konnte der erste Dreier der Saison eingefahren werden, Twente schlug die Friesen mit 2:1. Im darauffolgenden Spiel bei Excelsior Rotterdam musste man sich aber wieder mit 1:0 geschlagen geben.</p>
<p>Somit steht Twente nach vier Spielen auf Tabellenplatz 14. Als nächstes spielen die Roten zuhause gegen NAC Breda und auswärts bei Sparta Rotterdam.<br />Hoffen wir auf die Wende und auf sechs Punkte für den FCT.</p>
<p>Come on Twente Enschede!</p>
<p><span style="font-weight: 400;"></span></p>
<p><strong>Komiti Skopje</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Diesmal gibt es recht wenig Neuigkeiten von unseren Freunden vom Balkan. Sportlich läuft es weiterhin rund und der FK Vardar ist nach vier Spieltagen noch ungeschlagen und steht mit zehn Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, hinter Sileks Kratovo und dem FK Struga. Das Stadtduell gegen die Feinde von der anderen Flussseite wurde vor zwei Wochen in Strumica anstatt in Skopje ausgetragen. Grund dafür ist der ab dieser Saison geltende Videobeweis, der im Stadion von Shkupi noch nicht installiert ist, weshalb die Heimspiele derzeit woanders ausgetragen werden müssen. Natürlich gab es neben dem Spielerwechsel auch noch ein Gästeverbot, dennoch machten sich ein paar Autos von Komiti auf den Weg nach Strumica, um die Mannschaft zumindest symbolisch zu unterstützen und das Spiel durch ein Tor von außerhalb zu beobachten.</p>
<p>Am gestrigen Freitag stand für Vardar das Heimspiel gegen Gjorce Petrov auf dem Programm. Der fünfte Spieltag und das fünfte Spiel an einem Freitagabend. Daran knüpft dann direkt eine englische Woche mit einer Partie am Donnerstagnachmittag an. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass der mazedonische Fußballverband nicht unbedingt möchte, dass die Vereine und insbesondere der FK Vardar von zahlreichen Zuschauern bei den Spielen unterstützt wird.</p>
<p><strong>Curva Sud Siberiano</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Aktuelle Lage</span></p>
<p>Das erste Heimspiel in der Liga bestritt die Granata gegen Siracusa. Wie auch schon beim Pokalspiel gegen Sorrento (Salernitana flog nach Elfmeterschießen in der ersten Runde raus) waren keine Zuschauer bei der Partie erlaubt. Die Fanszene versammelte sich vor dem Spiel am Stadion, um der Mannschaft einen Gruß mitzugeben.<br />Was als vielversprechender Auftakt in die neue Saison gedacht war, endete in einem surrealen Chaos auf dem Platz. Erstmals kam das neueste absurde Projekt der Lega Pro für Serie C zum Einsatz, um den Fußball kaputt zu machen: Der Football Video Support (FVS).</p>
<p>Von nun an hat jeder Trainer zwei Karten. Zweifelt der Trainer eine Situation an, kann er dem vierten Offiziellen eine Karte übergeben, um eine Situation überprüfen zu lassen. Behält der Trainer Recht, erhält er die Karte zurück. Was unfassbar störend klingt, ist auch in der Praxis als Zuschauer des Spiels kaum zu ertragen: Natürlich zogen die Trainer diese Optionen, was zu insgesamt satten 17 Minuten Nachspielzeit aufgrund dieser abscheulichen Regel führte. Salernitana bekam für das Ziehen dieser Option einen Elfmeter zugesprochen und ging als Sieger aus der Partie hervor. Aber Fußball soll ein Spiel der Emotionen sein. Die einzige Emotion war die der puren Absurdität. Das Debüt des FVS-Systems mag technisch ein Erfolg gewesen sein, doch es hat den wahren Verlierer entblößt: den Fußball selbst. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses System so schnell wie möglich wieder abgeschafft wird.</p>
<p>Mit viel Kampfgeist (technisch noch nicht auf der Höhe eines Aufsteigers, aber zumindest mit der richtigen Einstellung) konnte auch das Spiel gegen Cosenza in der darauffolgenden Woche gewonnen werden. Nach 180 Minuten in der Liga befindet sich das Team von Trainer Raffaele auf den oberen Plätzen der Tabelle. In der Serie C ist ein Saisonstart mit zwei Siegen in Folge eine Seltenheit: In dieser Region ist das seit der Saison 1982-1983, also seit 43 Jahren, nicht mehr vorgekommen.</p>
<p>Da am letzten Wochenende das Spiel gegen die U23 von Atalanta, auf Antrag Salernos wegen Länderspielabstellungen, verschoben wurde, tritt morgen die Granata das erste Heimspiel vor Zuschauern gegen Sorrento an.</p>
<p>Das Heimspiel gegen die U23 aus Bergamo wird die Curve Siberiano boykottieren, da man verständlicherweise keine Zweitvertretungen in der Serie C akzeptieren will.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Ab sofort werden wir an dieser Stelle die neuen Gegner in unserer Liga kurz vorstellen. Den Auftakt machen dabei die Störche aus der Fördestadt. Um diesen Themenblock nicht zu überladen, halten wir uns dabei bewusst kurz und beschränken uns innerhalb der Fanszenen auf die jeweiligen Ultra-Gruppierungen.</em></p>
<p><strong>Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.v.</strong></p>
<p><strong></strong>Heute gastiert bei uns die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900. Der Verein ist eine Fusion zwischen dem Kieler Fußball-Verein 1900 und dem SV Holstein von 1902. Offizielles Gründungsdatum ist das Jahr 1900. Die aktuelle Heimstätte der “Störche” &#8211; das Holstein-Stadion &#8211; fasst etwa 15.000 Zuschauer; in naher Zukunft plant der Verein den Umbau, um bis zu 25.000 Zuschauern Platz zu bieten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rechtsform:</span></p>
<p>Beim KSV Holstein handelt es sich bis heute um einen eingetragenen Verein mit etwas über 11.000 Mitgliedern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fanszene:</span></p>
<p>Die historische Gruppe ist die Fast Food Kolonne Kiel, die 1998 gegründet wurde, aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr in Erscheinung tritt. Seit ihrer Gründung 2007 war die Supside Ultra Kiel führende Gruppe auf der Westtribüne von Holstein Kiel. Im Jahr 2017 ging die Zaunfahne der Gruppe jedoch nach einem Auswärtsspiel in Aue in die Hände von Anhängern des FC St. Pauli über, welche den Szenebus bei Ankunft in Kiel abfingen, was die Auflösung zur Folge hatte. Nur fünf Wochen nach diesem Vorfall rissen Darmstadt 98-Anhänger unter anderem die Fahne der Ultra-Gruppe “Sektion Spielsucht” vom Zaun des Gästeblocks, was die zweite Gruppenauflösung in kürzester Zeit nach sich zog. An die Stelle von Supside Ultra Kiel traten Campagno Kiel und die New Connection. Seit 2016 versammelt sich die aktive Fanszene von Holstein Kiel mehr oder weniger gemeinsam hinter dem Banner “Block 501”, welcher seit März 2024 offiziell als eingetragener Verein organisiert ist und sowohl als Verbindung zwischen Vereinsführung, aktiver Fanszene und übrigen Fans als auch zur fanszene-internen Koordination dient.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Freundschaften:</span></p>
<p>Freundschaftliche Kontakte in der Ultraszene werden mit dem KSV Hessen Kassel und dem VfB Oldenburg gepflegt. Die Freundschaft zu der Fanszene vom FC Midtjylland, die unter der Supside noch in Kiel anflaggten, scheint hingegen nicht mehr offiziell zu bestehen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Feinde:</span></p>
<p>Der Hauptfeind ist nicht nur regional bedingt der VfB Lübeck. Zusätzlich seien hier aber noch die Fanszenen vom FC St. Pauli, dem Hamburger SV, dem SV Meppen und SV Darmstadt genannt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Im zweiten Teil dieser kleinen Rubrik können wir euch diesmal ein Interview mit dem ¡A la Cancha! präsentieren. Die Schreiber dieses Groundhopping-Heftes stammen allesamt aus der aktiven Fanszene und bringen mittlerweile die neunte Ausgabe auf den Markt. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, werden ausreichend Ausgaben an unseren Verkaufsstellen zu haben sein. Auch hier gibt es eine absolute Leseempfehlung für das Fanzine!</em></p>
<p><em><strong>¡A la Cancha!</strong><br /><strong>Als Einstieg direkt mal folgendes Szenario. Ihr sitzt auf einer Parkbank in Gelsenkirchen und blättert durch euer Heft. Es läuft eine Schalker Kutte mit Bier in der Hand vorbei. “Ey hömma, wat is’ dat denn?” Wie erklärt ihr ihm kurz euer Fanzine?<br /></strong></em></p>
<p><em><strong>¡A la Cancha!:</strong> Dat is‘ quasi unser Reisetagebuch – von vier Fußballverrückten, die genau wie du ihr Herz irgendwann an den Fußballclub aus Gelsenkirchen-Schalke verloren haben. Da irgendeine Schraube im Kopf wohl nicht richtig angezogen wurde, dachten wir uns, dat wär ‘ne gute Idee, auch noch in anderen Ländern Fußball gucken zu gehen. So als wär dat mit Schalke nich’ schon genug Wahnsinn. Und da kannse dann lesen, wat andere Kurven so machen und wo abseits von Gelsenkirchen auch noch schön is’.</em></p>
<p><em><strong>Stand heute, wie ist euer Heft in der Fanzinelandschaft einzuordnen? Was ist der inhaltliche Fokus?</strong></em></p>
<p><em><strong>¡A la Cancha!:</strong> Das ¡A la Cancha! ist ein reines Groundhopping-Heft, wobei wir neben den klassischen Reise- und Spielberichten der Autoren in sogenannten „Seitensprüngen“ gerne mal Themen vertiefen, die uns im Rahmen der Reisen untergekommen sind. Das sind meistens trotzdem fußballnahe Themen, wie zu Fanszenen, Vereinen und Verbänden, aber auch mal fußballferner beziehungsweise mit anderem Schwerpunkt. Spielberichte vom S04 oder den befreundeten Vereinen findet man bei uns nicht, das überlassen wir anderen einschlägigen Heften.</em></p>
<p><em><strong>Wie würdet ihr bzw. wen würdet ihr als eure Zielgruppe beschreiben? Wen wollt ihr erreichen und wen erreicht ihr tatsächlich?</strong></em></p>
<p><em><strong>¡A la Cancha!:</strong> Gestartet sind wir mit dem Ziel, der Schalker Fanlandschaft mit unseren Reiseberichten neben kurzweiliger Unterhaltung vor allem auch einen Blick über den Tellerrand zu gewähren. Das geht meist weit über den Sport hinaus und umfasst dann auch Land und Leute. Für alle, die ähnlich ticken, ist sowas natürlich auch eine Art Inspiration und Reiseempfehlung. Grundsätzlich steht unser Heft aber auch allen anderen offen, die sich für Fußball- und Fankultur begeistern können. Und da wir mittlerweile auch sehr stark überregional verkaufen, erreichen wir tatsächlich auch viele Hopping-Interessierte aus anderen Fanszenen.</em></p>
<p><em> <strong>Wisst ihr noch, wie und wann die Idee zu eurem Fanzine entstanden ist?</strong></em></p>
<p><em> <strong>¡A la Cancha!:</strong> Die Erstausgabe kam 2016 heraus, nachdem Sören, einer der Autoren, im Studium ein Auslandsjahr in Südamerika verbrachte. Damals war das Ganze als einmalige Nummer geplant, um das Erlebte in kleiner Auflage auf Papier zu konservieren und Freunden und Bekannten davon zu berichten. Vor diesem Hintergrund entstand auch der Titel des „¡A la Cancha!“, was so viel wie „Auf ins Stadion!“ auf Spanisch bedeutet und während besagtem Auslandsjahr am Wochenende deutlich öfter die Mission war, als für die Uni zu büffeln.</em></p>
<p><em> Mit ein wenig Abstand kam dann die Idee auf, das Ganze doch in einer ähnlichen Aufmachung und mit zwei weiteren Autoren als Hoppingheft fortzuführen, da auf dem Gebiet in der Schalker Fanszene zu dem Zeitpunkt eher tote Hose herrschte. Mit einem Rückblick der besuchten Spiele in der Saison 16/17 erschien dann die Zweitausgabe, beziehungsweise die erste „richtige“ Ausgabe mit bunt gemischten Hoppingberichten, die sich nicht länger auf Südamerika beschränkten.</p>
<p><strong>Könnt ihr uns einen groben Abriss über die Entwicklung eures Heftes geben? Wie haben sich Inhalt, Umfang und der Druck über die Jahre gewandelt?</strong></em></p>
<p><em><strong> ¡A la Cancha!:</strong> Inhaltlich haben wir uns, wie oben schon beschrieben, vom exklusiven Fokus der Erstausgabe auf Südamerika entfernt und seitdem Spielberichte aus knapp 80 Ländern abgedruckt. Zudem hoffen wir, dass sich der Schreibstil weiterentwickelt hat, die typischen Fanzine-Floskeln weitgehend umschifft werden und sich über die Jahre ein gewisses Auge fürs Detail entwickelt – das müsst aber am Ende natürlich ihr als Leser und Leserinnen beurteilen.</em></p>
<p><em> Der Umfang ist einigermaßen gleich geblieben, unser Credo bleibt weiterhin, nicht jeden Schrottkick auf Krampf ins Heft zu packen, der dann ohnehin in fünf nichtssagenden Zeilen abgehandelt wäre. Stattdessen beschränken wir uns auf Spiele, aus denen wir selbst etwas mitgenommen und zu denen wir daher etwas zu sagen haben. Ein Ausreißer im Umfang war sicherlich die Doppelausgabe (¡A la Cancha! 6&amp;7), die wir letztes Jahr herausgebracht haben: Die Nummer 6 ist unser regulärer Rückblick auf die Saison 2023/24, während Jannik in Ausgabe 7 seine Erlebnisse während eines halbjährigen Aufenthalts in Frankreich festhält – inklusive Komplettierung der Ligue 1!</em></p>
<p><em><strong> Hattet ihr eine gewisse Fluktuation im Personal? Stand das Heft sogar mal vor dem Aus?</strong></em></p>
<p><em><strong> ¡A la Cancha!:</strong> Nach dem eben beschriebenen Erstlingswerk von nur einem Autor können wir seit Ausgabe 2 stolz behaupten, dass noch kein Autor weggebrochen ist und wir stattdessen seit Ausgabe 8 mit Cedde sogar noch einen weiteren in der Runde begrüßen konnten. Trotz der privaten und beruflichen Veränderungen, die sich notwendigerweise im Leben aller Mitwirkenden einstellen, sind wir bislang im Großen und Ganzen unseren eigenen Ansprüchen an Qualität und Anzahl an besuchten Spielen gerecht geworden. Kleinere Krisen gibt es immer mal, wenn es mal mit dem Layout oder den Berichten nicht vorangeht oder wenn wir uns wütende Wortgefechte mit Druckereimitarbeitern am Telefon liefern, weil Lieferfristen zu platzen drohen. Unterm Strich war aber trotz des enormen Arbeitsaufwands hinter dem Heft an ein Aus des ¡A la Cancha! bislang nicht zu denken. Dafür macht uns das zu viel Spaß und dafür gibt uns das erhaltene Feedback immer noch genug Motivation.</em></p>
<p><strong><em> Die Welt wird immer schnelllebiger und Infos landen fast in Echtzeit auf den Handys der Konsumenten. Welche Lücke können hier Fanzines noch schließen?</em></strong></p>
<p><em><strong> ¡A la Cancha!:</strong> Grundsätzlich verteufeln wir nicht, dass Bilder und Videos im Internet zu finden sind. So erfahren wir ja selbst von Kurven am anderen Ende der Welt und finden Inspiration, oder hören den Kurvenhit, der uns nicht mehr aus dem Ohr geht, zum hundertsten Mal an. Die Frage ist halt immer, in welchem Kontext das passiert. Ein Foto im sozialen Netzwerk ist die kleinstmögliche Momentaufnahme des Geschehenen und sagt erstmal nicht viel aus. Auch die Bildergalerien der Fanszenen selbst erzählen noch keine Geschichte. Und genau das ist es, was wir in einem solchen Fanzine versuchen: unsere Erlebnisse zu schildern, Hintergründe zum Spiel und darüber hinaus zu liefern und einzuordnen. Im besten Fall hast du dich dann nach dem Lesen gut unterhalten und informiert gefühlt. Das ist beim Scrollen durch die Plattform der Wahl meist nicht der Fall.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt würden wir dann natürlich noch gern wissen, wo euer Heft erhältlich ist.</strong></em></p>
<p><em><strong> ¡A la Cancha!:</strong> Nach Erscheinen erhaltet ihr das Heft rund um die Spiele des FC Schalke 04, zum Beispiel am UGE Infostand oder im Club 75. Natürlich könnt ihr uns auch persönlich ansprechen oder eine Mail an alacancha@outlook.de schreiben. Seit einiger Zeit ist eine geringe Anzahl unserer Hefte auch über den Blickfang Ultra-Onlineshop unter www.blickfang-ultra.de erhältlich.</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Münster/Bochum:</strong></span> Beim Auswärtsspiel von Preußen Münster in Bochum zeigte sich erneut ein Grundproblem im Umgang der Behörden mit Fans: Trotz nachweislich jahrzehntelanger und stets friedlicher Freundschaft zwischen beiden Szenen, stufte die Polizei das Duell als „erhöhtes Risiko“ ein und verschickte an acht Münsteraner Anhänger Anhörungsschreiben zu Betretungsverboten. Begründungen blieben vage, die Gefahr für die öffentliche Sicherheit wurde einfach behauptet. Erst nachdem beide Vereine und Fanhilfen intervenierten, ruderte die Polizei zurück und erklärte ohne nähere Ausführungen eine „Neubewertung“ der Lage. Der Vorfall macht deutlich, wie willkürlich solche Gefährdungseinschätzungen oft wirken und wie schnell auf dieser Grundlage massive Einschränkungen für Fans verhängt werden können.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Köln:</strong></span> Der 1. FC Köln und die aktive Kölner Fanszene haben gemeinsam eine Großdemonstration vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg organisiert, um den Ausbau des Geißbockheims und den Bau zusätzlicher Trainingsplätze im Grüngürtel durchzusetzen. Dabei wird die Dringlichkeit der neuen Trainingsplätze, um die Zukunft des Vereins zu sichern, betont. Die Demonstration ist ein weiteres Kapitel neben den vorausgegangenen Spruchbändern, Aktionstagen und Spontandemonstrationen, die den politischen Druck vor der Kommunalwahl erhöhen sollen. Hintergrund ist der Widerstand aus Politik und Verwaltung der Stadt Köln gegen den Bau des geschützten Grüngürtels. Der FC hatte alternative Standorte geprüft, diese aber verworfen. Mit dem Motto „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“ rufen der Verein und die aktive Szene ihre Mitglieder auf, Parteien zu unterstützen, die den Ausbau befürworten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Argentinien:</strong></span> Beim Achtelfinale der Copa Sudamericana zwischen Independiente und Universidad de Chile kam es zu massiven Ausschreitungen, bei denen Independiente Anhänger nach einigen Provokationen den Gästesektor stürmten. Die Folgen hatten es in sich: 100 Personen (darunter auch chilenische Fans) wurden festgenommen, 19 Menschen verletzt, drei davon schwer. Bilder zeigten chaotische Szenen, unter anderem, wie ein chilenischer Fan von der Tribüne sprang, um Attacken zu entkommen oder wie Minderjährige mit Eisenstangen angegriffen wurden. Die Partie wurde abgebrochen. Während Argentiniens Behörden die Verantwortung von sich wiesen und Independiente die Gäste verantwortlich machte, reiste Chiles Innenminister nach Buenos Aires, um sich ein Bild von der Lage der Verletzten und Festgenommenen zu machen. Die Ereignisse werfen die Diskussionen über eine Aufhebung des Gästefanverbots in den nationalen Ligen Argentiniens wahrscheinlich ein weiteres Mal zurück.</p></div>
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