Fragebogen WA-Kandidat Mathias Schipper

190522_schipperBitte stell dich kurz vor.
Mein Name ist Mathias Schipper und bin 61 Jahre alt. Nach meiner aktiven Zeit als Profi für den FC Schalke 04 (1975-1979 und von 1982-1988) habe ich eine Ausbildung zum Physiotherapeuten absolviert. Diesen Beruf übe ich seit 28 Jahren aus und davon 25 Jahre in der Selbstständigkeit.

Seit wann und wie regelmäßig besuchst du die Spiele des FC Schalke 04? Seit wann bist du Vereinsmitglied und was hat dich damals dazu bewogen?
Seit vielen Jahren bin ich (bis auf 3-4 Spiele pro Saison) zu jeder Partie in der Arena. Da ich in der Zeit als Spieler Angestellter des Vereins war, durfte ich nicht gleichzeitig Mitglied des FC Schalke 04 sein. 13 Jahre und 245 Spiele als Jugendspieler und Profi für unseren Club waren Grund genug, 2005 endlich ordentliches Mitglied unseres Vereins zu werden.

Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben? Was qualifiziert dich persönlich für die Arbeit im Wahlausschuss? Warum sollten die Mitglieder dir ihre Stimme geben?
Die langjährige Zugehörigkeit zu unserem Verein hat mich vor 2 Jahren dazu veranlasst, Verantwortung für den FC Schalke 04 zu übernehmen. Vor meiner ersten Wahl in den Wahlausschuss stand ich dem Gremium auf Grund dessen, wie es extern wahrgenommen wurde, durchaus kritisch gegenüber. Heute, nach zwei Jahren im Amt, stelle ich fest, dass ich stolz bin, in diesem Gremium mitarbeiten zu dürfen: Alle gestellten Aufgaben wurden von allen Mitgliedern des Wahlausschusses sachlich, konstruktiv und kontrovers im Sinne des FC Schalke 04 diskutiert und entschieden.

Diese Erfahrungen und mein Ziel, weiterhin mit Leidenschaft und Sachverstand für unseren Verein mit zu arbeiten, veranlassen mich, auch in diesem Jahr für das Amt im Wahlausschuss zu kandidieren.

Grund dafür ist auch die Menschenkenntnis, die ich durch meine 25 jährige Selbstständigkeit und durch den regelmäßigen Kontakt zu Menschen, die aktiv oder passiv im Sport tätig sind, erworben habe.
Durch die emotionale Bindung an den FC Schalke 04 sowie durch die engen Kontakte zu vielen Fan Clubs und einzelnen Fans konnte ich ein gutes Gespür für die Wünsche der Anhänger entwickeln. Umgekehrt haben die vielen Fans und Fangruppierungen auch mich kennengelernt und festgestellt, dass ich in meinen Aussagen und meinem Handeln authentisch bin – von Zeit zu Zeit werte ich auch Aussagen von Vereinsgremien und setzte mich kritisch damit auseinander.

All diese Gründe qualifizieren mich persönlich für ein Amt im Wahlausschuss.

Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Grundsätzlich sollte der/ die Kandidat/in sportliche, wirtschaftliche und soziale Kompetenz mitbringen, um im Aufsichtsrat des FC Schalke 04 mitarbeiten zu können. Ganz konkret sind mir vor allem auch folgende Aspekte wichtig: Unabhängig von der Dauer der Zugehörigkeit im Aufsichtsrat sollte der/die Kandidat/in bereit sein, sich in dieses Gremium mit aller Kraft und Leidenschaft einzubringen. Er/Sie sollte den Mut haben, kontrovers zu diskutieren, quer zu denken und sachlich – am Leitbild des FC Schalke 04 orientiert – an jedem Entscheidungsprozess des Aufsichtsrats positiv mitzuwirken.

Darüber hinaus sollte der Aufsichtsratskandidat über eine gute Vernetzung innerhalb von Wirtschaft, Politik, Sport und Verwaltung verfügen.

Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Meine Wahrnehmung ist, dass die Außendarstellung des Aufsichtsrates wesentlich positiver ist als noch vor wenigen Jahren. Die Ruhe, die vom AR ausgegangen ist, tat dem Verein sehr gut und zeigt mir, dass die Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums von Vertrauen gekennzeichnet ist.

Bei Betrachtung der sportlichen Entwicklung stellt sich mir die Frage ob das Vertrauen in die Arbeit der sportlich operativen Abteilung zu groß war und die Kontrollmechanismen nicht gegriffen haben. Diese Arbeit sollte in der Zukunft vom gesamten AR weiterhin vertrauensvoll, sachlich und im Sinne des FC Schalke 04 stärker ausgeübt werden.

Wie sollte das Zusammenspiel zwischen Verein und Fans aussehen?
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Verein – insbesondere mit der Abteilung Fanbelange – und den Fans auf gesunden Füßen steht. Das heißt nicht, dass an diesem Verhältnis nicht weiterhin gearbeitet werden kann und muss! Die Vielfältigkeit der Fanszene und die Individualität der einzelnen Fanclubs kann im Sinne unseres Leitbildes bestimmt noch weiter ausgebaut werden. Gerade, weil der Support in der Arena kaum zu überbieten ist, die vielen Fanclubs bundesweit gut vernetzt sind und an den Spieltagen sowie unter der Woche Schalke leben, ist es aus meiner Sicht notwendig, die Spieler auf diesen Verein mit all seinen Fassetten einzustellen und vorzubereiten.


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