Ausblick Derby

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Mit den Partien in Hoffenheim und der Rückkehr auf die internationale Fußballbühne in Lyon stehen in den kommenden Tagen noch zwei wichtige Termine an, das Revierderby am 19. September wirft dennoch unweigerlich seinen Schatten voraus. Nicht mal mehr zwei Wochen sind es bis zum ewigen Duell, welches die Menschen im Ruhrpott wie kein zweites elektrisiert und das erste Kribbeln ist bereits jetzt zu spüren. Die Anspannung steigt langsam an, der Schlaf wird unruhiger, eine Tatsache, die sich garantiert noch verstärken wird, je näher das Derby rückt. Über die generelle Bedeutung dieser Partie brauchen wir an dieser Stelle nicht philosophieren, die nachwachsenden Fangeneration bekommen von kleinauf die Rivalität eingeimpft und selbst jeder neue Spieler, ganz egal ob in blau oder gelb, muss sich auf der ersten Pressekonferenz zur speziellen Brisanz äußern.

Kuriositäten, packende Begegnungen oder Besonderheiten auf den Rängen gibt es zur Genüge, vom Hundebiss in Friedel Rauschs Allerwertesten über das Kopfballtor von Jens Lehmann bis hin zu verbotenen Choreographien, das Derby schrieb schon immer seine ganz eigene Geschichte. Und dennoch wird am übernächsten Sonntag alles anders sein, denn die aktive Fanszene des BVB wird zum ersten Mal dem Revierschlager fernbleiben und organisiert einen Boykott. Grund für diese ungewöhnliche, aber bemerkenswerte Aktion ist die neuerliche Einführung eines „Topzuschlages“, so dass der Stehplatz in der Arena nun 22 Euro kostet, während letzte Saison lediglich 14,30 Euro zu zahlen waren. Mittlerweile haben sich über 275 Fanclubs, Organisationen und Gruppierungen angeschlossen, um mit ihrem Fernbleiben ein Zeichen gegen die nach oben offene Preisspirale zu setzen und generell die Entwicklung in diesem Bereich, nicht nur auf Schalke, zu kritisieren. Unnötig sind unserer Meinung nach die populistischen Äußerungen der Herren Klopp und Watzke, jetzt fehlt eigentlich nur noch Olaf Suplicki, der aus der Versenkung auftaucht und sich zu Wort meldet. Bei aller Rivalität wünschen wir der schwarz-gelben Anhängerschaft viel Erfolg sowie das nötige Durchhaltevermögen bei ihrer Aktion „Kein Zwanni für’n Steher“ und wir als Ultras Gelsenkirchen werden dieses Vorhaben mit dem nötigen Respekt begleiten, in welcher Art und Weise wird letztlich der Spieltag zeigen.

Nicht erst seit der Dortmunder Stellungnahme werden die Eintrittspreise im Allgemeinen, z.B. kostete der Gästestehplatz für uns am ersten Spieltag beim Hamburger SV knapp 21 Euro, und die Situation auf Schalke im Speziellen in unseren Reihen diskutiert. Durch die offenkundigen Differenzen zwischen der Vereinsführung und der Fanszene, Stichwort „Kleine Gruppe“, ist diese Thematik zwangsläufig in den Hintergrund gerückt und wurde von uns bislang nicht öffentlich kommentiert. Dieses möchten wir nun nachholen und unsere Sichtweise darstellen:

Für die Begegnungen gegen Borussia Dortmund, den FC Bayern München und den FSV Mainz 05 am 33. Spieltag erhebt der FC Schalke 04 neuerdings einen „Topzuschlag“ von fünf Euro für Stehplätze bzw. zehn Euro für Sitzplätze. Dauerkarten sind davon allerdings nicht betroffen. Mit dieser Maßnahme stellten die Verantwortlichen uns Fans vor vollendete Tatsachen, während in den Jahren zuvor ein gewisses Maß an Transparenz
durch den einberufenen Kartenausschuss herrschte. Wir möchten nicht verhehlen, dass es auch bei dieser Runde unterschiedliche Auffassungen zwischen Club und Anhängern gab, allerdings wurde zumindest versucht, im Dialog für eine verträgliche Lösung zu sorgen. Dieser findet aktuell gar nicht mehr statt, die Ansichten bezüglich einer vernünftigen Kommunikation gehen meilenweit auseinander und von einem gemeinsamen
Nenner, zumindest einem erarbeiteten Kompromiss, kann nicht nur auf dieser Baustelle keine Rede sein. Anstatt die eigenen Anhänger mit ins Boot zu holen, scheint man in der Geschäftsstelle lieber alleine paddeln zu wollen, bis der königsblaue Kahn endgültig kentert.

Uns ist durchaus bewusst, dass es einen „Topzuschlag“ auch schon vor dem Arenazeitalter gab, allerdings in Verbindung mit einer damaligen Vergünstigung für zwei weniger interessante Heimspiele, z.B. den VfB Leipzig oder Dynamo Dresden. Ebenso wäre es eine Leichtigkeit mit dem Finger auf andere Vereine zu zeigen, Preise zu vergleichen und je nach Sichtweise den eigenen Lieblingsclub in ein besseres Licht zu rücken. Was haben wir nicht schon für Phantasiepreise gezahlt, die Zeiten in Dortmund erlebt als es für Gäste nur Sitzplätze gab oder der Schwarzmarkt herhalten musste, um unbedingt das Derby im Stadion zu erleben.

Wir gönnen den Gelben nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln und daher soll dies auch kein Aufruf zur uneingeschränkten Solidarität sein, sondern eine Aufforderung an uns als Schalker Fanszene, dass wir was gegen die drehende Preisspirale unternehmen werden und der Fußball weiterhin bezahlbar bleibt. Dabei sind wir alle genauso gefragt wie die Fans in Dortmund, Hamburg, München oder sonstwo, eine Selektion der Zuschauer über die Eintrittspreise darf es nicht geben! Denkt daran, wenn Ihr beim Derby auf einen hoffentlich leeren Gästebereich blickt und der Boykott des Rivalen funktioniert hat, schließlich sind auch wir 17x Gäste in den Stadien der Republik und möchten weder ausgenommen, noch sonst wie beeinträchtigt werden! Für uns als Ultras Gelsenkirchen gilt es in den kommenden Wochen, in enger Zusammenarbeit mit den anderen Fanorganisationen und den zuständigen Vereinsverantwortlichen, einen neuen Dialog in Sachen Kartenpreisen anzustoßen und offene Fragen zu klären.


Bildergalerie FC Schalke 04 – Hannover 96

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Choreographie „Auf in eine neue Runde“

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Wie bereits im vergangen Jahr planten wir  vor einigen Wochen auch die aktuelle Spielzeit mit einer Choreographie einzuläuten. Durch die Entwicklung der letzten Tage rund um die Differenzen zwischen führenden Vereinsangestellten und Fanszene, geriet die geplante und sogar bereits fertig gestellte Choreographie etwas in den Hintergrund. Nach internen Diskussionen innerhalb der „kleinen Gruppe“ stand für uns jedoch  fest, dass die Choreographie gerade in der jetzigen Situation stattfinden sollte.
Die Differenzen zwischen Fans und Vereinsführung sind für uns kein Grund die optische und akustische Unterstützung einzuschränken. Gerade jetzt gilt es für die Fanszene Geschlossenheit zu zeigen, als Einheit zu agieren und bedingungslos alles für unseren Verein zu geben.
Unabhängig von der Choreographie trat die „kleine Gruppe“ heute durch einheitliche T-Shirts auf.  Intention dieses geschlossenen Auftretens war es zu zeigen, dass besagte „kleine Gruppe“ eben nicht nur eine Minderheit der Schalker Fanszene ist, sondern der Großteil der Fanszene hinter der „kleinen Gruppe“ steckt.

Auf in eine neue Runde – Nordkurve Gelsenkirchen


Auf zum Fanprojekt!

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