Anmerkungen zum SpOn-Interview mit Peter Peters

Posted by UGE Diverses

Unter dem Titel „Sicherheit im Fußball: „Die Fans dürfen Einzeltäter nicht mehr decken““ wurde am 29.11.2012 auf spiegel.de ein Interview mit Peter Peters veröffentlicht. In diesem Interview haben wir mit großer Verwunderung folgende Aussagen von Peter Peters gelesen:

(..)SPIEGEL ONLINE: Aber die aktive Fanszene boykottiert das Papier doch flächendeckend.

Peters: Ich habe etliche Gespräche mit Fanvertretern und Ultras geführt und dort sehr viel Zuspruch für unsere Überlegungen erhalten. Diese sagen aber auch, dass sie das in ihren Gruppen nicht so offen befürworten können, weil sie sonst Ärger kriegen. Das finde ich sehr schade.

SPIEGEL ONLINE: Von der DFL wurde zuletzt immer wieder der Dialog mit Fans und Ultras gefordert. Aus DFL-Kreisen war immer wieder zu hören: Wir würden ja gerne, aber mit wem sollen wir überhaupt reden? Konnten Sie dieses Kommunikationsproblem mittlerweile lösen?

Peters: Ich weiß zumindest, wer den größten Wind macht. Ob das aber die Vertreter aller Ultras oder Fans sind, ob sie gewählt oder wodurch auch immer in ihre Rolle berufen wurden, ist ein sehr spannendes Thema. Ich kann da nur sagen, dass es notwendig wäre, dass auch Fans und Ultras Strukturen finden, die legitimierte Gesprächspartner hervorbringen.(..)

Hierzu möchten wir anmerken, dass Fanvertreter zu zwei Gesprächsrunden zum Thema „DFL-Sicherheitspapier“ mit Vertretern von Schalke 04 eingeladen waren. Beim ersten Termin war Herr Peters ca. fünf Minuten anwesend, beim zweiten Termin nahm er überhaupt nicht teil. Geleitet wurden die Treffen vom S04-Fanbeauftragten Patrick Arnold. Zu den Teilnehmern zählten u.a. Vertreter der Fan-Organisationen, darunter auch Vertreter unserer Gruppe.

Mit Entsetzen haben unsere Vertreter die von Peter Peters gemachten Aussagen gelesen. Wir möchten daher ausdrücklich betonen, dass wir das Sicherheitspapier in der vorliegenden Version in Gänze ablehnen. Aus unserer Sicht ist der einzige Sinn und Zweck des Papiers eine rebellische, selbstbestimmte und kritische Fankultur noch weiter einzuschränken und schlussendlich aus den Stadien zu verdrängen. Des Weiteren halten wir es für unredlich, demokratisch gewählte Fanvertreter unterschwellig ihre Legitimaiton abzusprechen.

Weiter bedauern wir, dass ein führender Angestellter des selbsternannten „Kumpel & Malocherclubs“ dieses fankulturzerstörende Sicherheitspapier maßgeblich mit zu verantworten hat.


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